von Megavolt » Dienstag, 15. September 2026, 22:08:23
Ein Verunglücken am Wildenstein wäre m.E. eine realistische Möglichkeit. Etwas abseits der Route, aber nicht zu weit, dass man alle möglichen Zusatzannahmen bräuchte. Gefährliches Gelände, alleine vorgenommen, relativ spät am Tag, vermutlich unter Zeitdruck und mit evtl. fraglicher alpiner Erfahrung, aber mit dem Wunsch, als wohl letzte Möglichkeit vor Wehr noch ein spektakuläres Foto zu machen. Seit 2022 wird der Wildenstein anscheinend, aufgrund des seitdem erschwerten Zuganges, seltener aufgesucht, was die Möglichkeit von Zufallsentdeckungen reduziert, auch von Geruchsphänomen.
Eine andere Hypothese, die mir vor Ort in den Sinn kam, wäre folgende.
Scarlett hat sich die E6 normal vorgenommen. Am Parkplatz "Am Schluchtensteig" entscheidet sie sich, statt nach Wehr, zurück nach Todtmoos zu laufen. Das wäre zwar auf den ersten Blick eine nicht so nachvollziehbare Entscheidung. Aber solche Entscheidungen sind ja manchmal der Start zu einem folgenden Unglück. Vom Parkplatz nach Wehr wäre sie in wohl 2,5 h gekommen. Zurück dauert es länger. Aber: heute noch ins Auto und nach Mainz zu kommen, hat sie sich evtl. an diesem Punkt abgeschminkt. Auf dem Weg zur Wehratalbrücke dürfte ihr klargewesen sein, dass man dort nirgends Empfang hat und von unterwegs nichts mehr planen kann. Die Aussicht, später am Abend noch etwas zu finden, dürfte zunehmend unrealistisch erschienen sein. Der evtl. Plan B, hier einen Bus zu nehmen, fiel weg. Ich könnte mir vorstellen, dass man in dieser Situation auch überlegen kann, zurück nach Todtmoos zu wandern, was zwar länger dauert, aber sie hätte in der Kirchberghütte nochmal fragen können, um am nächsten Morgen relativ entspannt z.B. mit dem Bus über Wehr (der fuhr ja den Umweg über den Hotzenwald) nach Stühlingen zu kommen. Das könnte erklären, wie ein Empfang der 17 Uhr whatsapp möglich war, um diese Zeit wäre sie wieder in der Nähe von Schwarzenbach gewesen. Nun tun sich mehrere Routenmöglichkeiten auf. Die einfachste Lösung wäre gewesen, ab Au nicht den Schluchtensteig zu nehmen, sondern mehr oder weniger die Straße über Glashütte zurückzugehen. Das hätte Zeit gespart, ab 19 Uhr wird es um diese Jahreszeit im Wald langsam dunkel. An der Landstraße ist sie dann möglichweise einem Täter zum Opfer gefallen.
Alternativ hätte sie den Schluchtensteig bis hinter Schwarzenbach nutzen können. Da, wo der Weyerweg in die Schwarzenbacher Straße mündet, entscheidet sie sich gegen das letzte Stück Schluchtensteig Richtung Klinik, da der Weg sowieso eher unattraktiv ist, und bleibt auf der asphaltierten Schwarzenbacher Straße, um nach Todtmoos zu gelangen. Hier hätte dann recht spät am Abend ein Übergriff stattfinden können.
Es gibt zwar tausende Möglichkeiten, was passiert sein könnte.
Aber ich fand vor Ort eine Überfallsituation direkt an der Einmündung Weyerweg in Schwarzenbacher Straße unrealistisch, erst recht mitten am Tag. Man ist an dieser Stelle wie auf dem Präsentierteller. Ich wurde beim ersten Mal an dieser Stelle, sinnierend am Waldrand stehend, von einem Anwohner des linken Anwesens beobachtet. Das Risiko, von dort oder von Leuten, die gerade den Schluchtensteig entlangkommen oder mit dem Auto kommen, beobachtet zu werden, dürfte hoch sein. Zumindest mitten am Tag, aber nicht mehr am späteren Abend. Wenn man die Schwarzenbacher Straße zurückwandert, gibt es rechterhand kurz vor der Kurve eine Bank, eine Stellfläche für ein bis zwei Autos und rechts geht ein überwucherter Weg hinein (der an den Felsen endet, wo unten am Schluchtensteig die Infotafel zum Totholz steht). Das wäre für mich v.a. am Abend ein idealer Ort, um jemanden abzugreifen. Möglicherweise ist hier auch die Sonnenbrille, wenn es Scarletts war, verloren gegangen. An dieser Stelle hört man als Autofahrer, ob jemand die Schwarzenbacher Straße hochgefahren kommt und die Sicht bzw. Akustik in die andere Richtung ist ebenfalls ausreichend gut. Gleichzeitig wird man von niemandem gesehen. Der Waldweg wird wohl als Toilette genutzt, deutlich durch Trampfelpfad, Papierchen. Evtl. hat sie ihren Rucksack auf die Bank gestellt, ist wenige Meter in diesen Waldweg zum Pippimachen gegangen und beim Zurückkommen stand ein Auto da und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Wer mit dem Auto die Straße entlangkommt und auf der Bank einen Rucksack stehen sieht und ortskundig ist und schlechte Gedanken hat, sieht hier seine Chance kommen.
Diese Theorie war ein wenig inspiriert durch die Sonnenbrille (wenn es ihre war). Denn mittags auf dem Hinweg nach Wehr halte ich es für unrealistisch, dort am Weyerweg überfallen zu werden. Gleichzeitig glaube ich nicht, dass man eine Sonnenbrille irgendwo dort verliert, die man vorher auf dem Kopf getragen hat (Video Edeka). Denn in dem Moment, wo man um die Mittagszeit am Ortseingang Schwarzenbach aus dem Wald tritt, würde einem auffallen, wenn man die Sonnenbrille gerade verloren hätte, die Sonne scheint einem mitten ins Gesicht und das bleibt auch noch länger so, bis es wieder in den Wald geht. Da man seit Todtmoos max. eine halbe Stunde unterwegs war, würde man wohl zurückgehen, sie suchen, und auf dem Weg sicher auch finden. Es dürfte nur ein 30-40 Euro Modell gewesen sein, aber zumindest ich würde in dieser Situation dieses kurze Stück zurückgehen.
Erst am Abend macht ein Verlust der Sonnenbrille dort aus meiner Sicht Sinn. Entweder man verliert sie zufällig, weil man sie zum späten Abend nicht mehr braucht und man das nicht merkt, oder man verliert sie dort an dieser Stelle bei einem Überfall, der eben abends dort realistischer erscheint als mitten am Tag.
Ich könnte mir denken, dass es zwei Finder gab. Der/die erste fand sie an eher unscheinbarer Stelle nach einiger Liegezeit und legte sie an besser sichtbare Stelle, wo sie dann die zweite Finderin fand.
Etwas viele Annahmen. Aber m.E. könnte das eine Möglichkeit sein, Whatsapp und Sonnenbrille zu erklären.
In Schwarzenbach-Au ist mir bezüglich der whatsapp noch etwas aufgefallen. Dort gibt es in der Pension Strittmatter wohl ein Gäste-WLAN, auch für die Kunden im zugehörigen Selbstbedienungs-Getränkeverkauf. Weiß jemand, ob es dieses Angebot auch 2020 gab? Aktuell nennt es sich "Daniels Getränke und WLAN", ist aber v.a. aus Todtmoos kommend unscheinbar, besser sieht man das Schild aus Wehr kommend.
Ein solches WLAN-Angebot wäre m.E. eine Erklärungsmöglichkeit für die whatsapp. Auf dem Hinweg könnte Scarlett das WLAN genutzt haben und auf dem Rückweg hätte sich das Handy wieder einloggen können. M.E. würde dafür dann 17 Uhr passen. Zwar hat die Polizei ein evtl. Einloggen im Freifunkt Todtmoos überprüft. Diese Pension wird aber in der Liste der Freifunkanbieter gar nicht geführt.
Sorry für den langen Text.
Ein Verunglücken am Wildenstein wäre m.E. eine realistische Möglichkeit. Etwas abseits der Route, aber nicht zu weit, dass man alle möglichen Zusatzannahmen bräuchte. Gefährliches Gelände, alleine vorgenommen, relativ spät am Tag, vermutlich unter Zeitdruck und mit evtl. fraglicher alpiner Erfahrung, aber mit dem Wunsch, als wohl letzte Möglichkeit vor Wehr noch ein spektakuläres Foto zu machen. Seit 2022 wird der Wildenstein anscheinend, aufgrund des seitdem erschwerten Zuganges, seltener aufgesucht, was die Möglichkeit von Zufallsentdeckungen reduziert, auch von Geruchsphänomen.
Eine andere Hypothese, die mir vor Ort in den Sinn kam, wäre folgende.
Scarlett hat sich die E6 normal vorgenommen. Am Parkplatz "Am Schluchtensteig" entscheidet sie sich, statt nach Wehr, zurück nach Todtmoos zu laufen. Das wäre zwar auf den ersten Blick eine nicht so nachvollziehbare Entscheidung. Aber solche Entscheidungen sind ja manchmal der Start zu einem folgenden Unglück. Vom Parkplatz nach Wehr wäre sie in wohl 2,5 h gekommen. Zurück dauert es länger. Aber: heute noch ins Auto und nach Mainz zu kommen, hat sie sich evtl. an diesem Punkt abgeschminkt. Auf dem Weg zur Wehratalbrücke dürfte ihr klargewesen sein, dass man dort nirgends Empfang hat und von unterwegs nichts mehr planen kann. Die Aussicht, später am Abend noch etwas zu finden, dürfte zunehmend unrealistisch erschienen sein. Der evtl. Plan B, hier einen Bus zu nehmen, fiel weg. Ich könnte mir vorstellen, dass man in dieser Situation auch überlegen kann, zurück nach Todtmoos zu wandern, was zwar länger dauert, aber sie hätte in der Kirchberghütte nochmal fragen können, um am nächsten Morgen relativ entspannt z.B. mit dem Bus über Wehr (der fuhr ja den Umweg über den Hotzenwald) nach Stühlingen zu kommen. Das könnte erklären, wie ein Empfang der 17 Uhr whatsapp möglich war, um diese Zeit wäre sie wieder in der Nähe von Schwarzenbach gewesen. Nun tun sich mehrere Routenmöglichkeiten auf. Die einfachste Lösung wäre gewesen, ab Au nicht den Schluchtensteig zu nehmen, sondern mehr oder weniger die Straße über Glashütte zurückzugehen. Das hätte Zeit gespart, ab 19 Uhr wird es um diese Jahreszeit im Wald langsam dunkel. An der Landstraße ist sie dann möglichweise einem Täter zum Opfer gefallen.
Alternativ hätte sie den Schluchtensteig bis hinter Schwarzenbach nutzen können. Da, wo der Weyerweg in die Schwarzenbacher Straße mündet, entscheidet sie sich gegen das letzte Stück Schluchtensteig Richtung Klinik, da der Weg sowieso eher unattraktiv ist, und bleibt auf der asphaltierten Schwarzenbacher Straße, um nach Todtmoos zu gelangen. Hier hätte dann recht spät am Abend ein Übergriff stattfinden können.
Es gibt zwar tausende Möglichkeiten, was passiert sein könnte.
Aber ich fand vor Ort eine Überfallsituation direkt an der Einmündung Weyerweg in Schwarzenbacher Straße unrealistisch, erst recht mitten am Tag. Man ist an dieser Stelle wie auf dem Präsentierteller. Ich wurde beim ersten Mal an dieser Stelle, sinnierend am Waldrand stehend, von einem Anwohner des linken Anwesens beobachtet. Das Risiko, von dort oder von Leuten, die gerade den Schluchtensteig entlangkommen oder mit dem Auto kommen, beobachtet zu werden, dürfte hoch sein. Zumindest mitten am Tag, aber nicht mehr am späteren Abend. Wenn man die Schwarzenbacher Straße zurückwandert, gibt es rechterhand kurz vor der Kurve eine Bank, eine Stellfläche für ein bis zwei Autos und rechts geht ein überwucherter Weg hinein (der an den Felsen endet, wo unten am Schluchtensteig die Infotafel zum Totholz steht). Das wäre für mich v.a. am Abend ein idealer Ort, um jemanden abzugreifen. Möglicherweise ist hier auch die Sonnenbrille, wenn es Scarletts war, verloren gegangen. An dieser Stelle hört man als Autofahrer, ob jemand die Schwarzenbacher Straße hochgefahren kommt und die Sicht bzw. Akustik in die andere Richtung ist ebenfalls ausreichend gut. Gleichzeitig wird man von niemandem gesehen. Der Waldweg wird wohl als Toilette genutzt, deutlich durch Trampfelpfad, Papierchen. Evtl. hat sie ihren Rucksack auf die Bank gestellt, ist wenige Meter in diesen Waldweg zum Pippimachen gegangen und beim Zurückkommen stand ein Auto da und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Wer mit dem Auto die Straße entlangkommt und auf der Bank einen Rucksack stehen sieht und ortskundig ist und schlechte Gedanken hat, sieht hier seine Chance kommen.
Diese Theorie war ein wenig inspiriert durch die Sonnenbrille (wenn es ihre war). Denn mittags auf dem Hinweg nach Wehr halte ich es für unrealistisch, dort am Weyerweg überfallen zu werden. Gleichzeitig glaube ich nicht, dass man eine Sonnenbrille irgendwo dort verliert, die man vorher auf dem Kopf getragen hat (Video Edeka). Denn in dem Moment, wo man um die Mittagszeit am Ortseingang Schwarzenbach aus dem Wald tritt, würde einem auffallen, wenn man die Sonnenbrille gerade verloren hätte, die Sonne scheint einem mitten ins Gesicht und das bleibt auch noch länger so, bis es wieder in den Wald geht. Da man seit Todtmoos max. eine halbe Stunde unterwegs war, würde man wohl zurückgehen, sie suchen, und auf dem Weg sicher auch finden. Es dürfte nur ein 30-40 Euro Modell gewesen sein, aber zumindest ich würde in dieser Situation dieses kurze Stück zurückgehen.
Erst am Abend macht ein Verlust der Sonnenbrille dort aus meiner Sicht Sinn. Entweder man verliert sie zufällig, weil man sie zum späten Abend nicht mehr braucht und man das nicht merkt, oder man verliert sie dort an dieser Stelle bei einem Überfall, der eben abends dort realistischer erscheint als mitten am Tag.
Ich könnte mir denken, dass es zwei Finder gab. Der/die erste fand sie an eher unscheinbarer Stelle nach einiger Liegezeit und legte sie an besser sichtbare Stelle, wo sie dann die zweite Finderin fand.
Etwas viele Annahmen. Aber m.E. könnte das eine Möglichkeit sein, Whatsapp und Sonnenbrille zu erklären.
In Schwarzenbach-Au ist mir bezüglich der whatsapp noch etwas aufgefallen. Dort gibt es in der Pension Strittmatter wohl ein Gäste-WLAN, auch für die Kunden im zugehörigen Selbstbedienungs-Getränkeverkauf. Weiß jemand, ob es dieses Angebot auch 2020 gab? Aktuell nennt es sich "Daniels Getränke und WLAN", ist aber v.a. aus Todtmoos kommend unscheinbar, besser sieht man das Schild aus Wehr kommend.
Ein solches WLAN-Angebot wäre m.E. eine Erklärungsmöglichkeit für die whatsapp. Auf dem Hinweg könnte Scarlett das WLAN genutzt haben und auf dem Rückweg hätte sich das Handy wieder einloggen können. M.E. würde dafür dann 17 Uhr passen. Zwar hat die Polizei ein evtl. Einloggen im Freifunkt Todtmoos überprüft. Diese Pension wird aber in der Liste der Freifunkanbieter gar nicht geführt.
Sorry für den langen Text.