VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

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Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Mittwoch, 16. September 2026, 01:32:27

Hier zwei Instagram-Beiträge von Scarlett, aus Thailand und Myanmar, die Hrn R.O. von F-W e.V. evtl. zur Annahme veranlassten: "Scarlett Salice wollte gerne Reisebloggerin werden, es wäre also möglich, dass sie nach einem spektakulären Aussichtspunkt für Fotos gesucht hat".

Spoiler: Scarletts Schnappschüsse auf Bergeshöhen und Felsvorsprüngen (klick!)

Hoffe die Instagram-Einbettungen werden "aufgelöst". Ansonsten stehen die URLs darunter.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Mittwoch, 16. September 2026, 00:47:57

In mehreren Artikeln war heute zu lesen, dass die Polizei davon ausgeht, dass die Untersuchung des Reißverschlusses mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. Z.B. hier. Dauert ja schon immer eher lange bis da was ins Rollen kommt :roll:

Laut einer dpa-Meldung hätte Rüdiger Orth von Finderwille gesagt, der Reißverschluss sei "unterhalb" des Wehratalparkplatzes gefunden worden. Wenn mit "unterhalb" gemeint ist, dass der Fund im Flussbett oder am Ufer der Wehra stattfand, dann ist die Bedeutung davon ja viel geringer als wenn das am Wildenstein, wo auch die Hunde anschlugen, stattgefunden hätte. Weil an so einem Parkplatz wird natürlich einfach alles von jedermann achtlos weggepfeffert. Allerdings kann mit "unterhalb" auch fluss- bzw. L148-abwärts gemeint sein, so das es besser matcht mit der Wildensteinlocation.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 23:50:54

@laeuft @megavolt @wiesenblume
Ja genau, laut @Ulm hätte der Täter der geschilderten Vergewaltigung in der Nähe von Ulm behauptet, eine Wanderin im Schwarzwald in eine Schlucht gestoßen zu haben, nachdem sie ihm nicht gegeben hat, was er verlangt hatte. Also Sex.
Die Örtlichkeit am Wildenstein passt ja zu "Schlucht". Das Wehratal wird in genau diesem Abschnitt Wehraschlucht genannt, weil eben wirklich sehr steil.

Der Täter müsste aber schon mit Scarlett bis dahin gewandert sein; mit dem Auto kommt man da wohl nicht hin; auch nicht in die Nähe. Insofern wäre es ein anderes Tatablaufszenario als das nahe Ulm. Aber das ist ja möglich. Auch die Ulmer Tat, wie von @Ulm geschildert, habe ja laut Darstellung mit einer einvernehmlichen Kontaktaufnahme begonnen. Opfer sei freiwillig ins Auto desjenigen gestiegen, der sich dann alsbald als ein Täter entpuppte.
Ich will jetzt damit allerdings nicht sagen, dass das alles extrem wahrscheinlich ist. Für mich jedenfalls ist es alles sehr schwierig einzuordnen, ob die Aussagen dieses Täters, die ja über mehrere Ebenen indirekt wiedergegeben werden, der Wahrheit entsprechen. Aber die neuen Entwicklungen stehen jedenfalls nicht im Widerspruch zu dem Gesagten.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Wiesenblume » Dienstag, 15. September 2026, 23:35:11

Megavolt hat geschrieben: Dienstag, 15. September 2026, 22:54:20 Ja, es hieß angeblich "eine Schlucht hinabgestossen". Das wäre kein Widerspruch vom Wildenstein hinab in die Wehraschlucht.

Also Hypothese:
Am Findling auf jemanden gewartet, der sie ein Stück von dort Richtung Wehr begleiten wollte und ihr den Wildenstein mit der Aussicht zeigen. Vereinbart war, dass er danach mit dem Auto nach Hause fährt und sie zu Fuß nach Wehr weiterwandert. Ihr den Weg gezeigt, gemeinsam hochgestiegen. Oben Sex verlangt.
Den Rucksack hätte er sogar einfach auf dem Rückweg mitnehmen können.

Einziges Problem was ich sehe, dass man als Täter da selbst ein Risiko hat, hinabzufallen. Und einen Mord muss man eigentlich von vorneherein einkalkulieren. Aber beides wäre je nach Täter ja denkbar.
Bei Hikr org gibt es eine sehr gute Beschreibung dieses Trampelpfades zum Wildenstein inklusiv Bildern. Also, da ist sie definitiv nicht mit dem schweren Rucksack bis hin gelaufen. Da muss man über Baumstämme klettern und moosige Kletterstellen überwinden. Bei Unfall hätte man also ihren Rucksack finden müssen. (meine Meinung). Anders sähe es wirklich aus, wenn noch eine zweite Person bei so einer Aktion dabei wäre. Da rattern einem dann alle erdenkbaren Möglichkeiten durch den Kopf.--Habe auch gleich an die Geschichte von Ulm denken müssen.--Ganz am Anfang gab es auch mal eine Geschichte, dass zwei Sucher von so einem komischen Typ "verfolgt" wurden. Ich glaube mich zu erinnern, dass das in diesem Gebiet war.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Megavolt » Dienstag, 15. September 2026, 22:54:20

Ja, es hieß angeblich "eine Schlucht hinabgestossen". Das wäre kein Widerspruch vom Wildenstein hinab in die Wehraschlucht.

Also Hypothese:
Am Findling auf jemanden gewartet, der sie ein Stück von dort Richtung Wehr begleiten wollte und ihr den Wildenstein mit der Aussicht zeigen. Vereinbart war, dass er danach mit dem Auto nach Hause fährt und sie zu Fuß nach Wehr weiterwandert. Ihr den Weg gezeigt, gemeinsam hochgestiegen. Oben Sex verlangt.
Den Rucksack hätte er sogar einfach auf dem Rückweg mitnehmen können.

Einziges Problem was ich sehe, dass man als Täter da selbst ein Risiko hat, hinabzufallen. Und einen Mord muss man eigentlich von vorneherein einkalkulieren. Aber beides wäre je nach Täter ja denkbar.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von laeuft » Dienstag, 15. September 2026, 22:19:37

Hm, selbst wenn die Hunde-Aktion nach 6 Jahren glaubwürdig wäre und zu Ergabnissen führt... ich würde trotzdem nicht zuerst an einen Unfall mit Absturz denken.

Ich trekke auch. Wenn ich am Weg auf einen Felsen oder o.ä. steige, stelle ich den Rucksack ab einem bestimmten Schwierigkeutsgrad ab. Meistens nicht versteckt. Wer sollte das schwere Ding mitten im Wald klauen und dann schnell damit wegrennen können? Einmal wurde er mir sogar nachgetragen! :D

Was ich sagen will: eher könnte ein Damen-Ruclsack am Eingang eines Trampelpfades jemandem verraten , dass dort eine einzelne Frau uterwegs sein könnte.

Bin ich der einzige, der an den Bericht von @Ulm denkt? Es war da doch die Rede von einem Täter, der schon einmal "eine Frau im Schwarzwald einen Felsen" heruntergestürzt habe. Oder irre ich mich? Sollte die Hunde/Reißverschluss-Spur tatsächlich irgendwas ergeben, wäre es vielleicht Zeit, doch nochmal ernsthafter auch in diese Richtung zu ermitteln...

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Megavolt » Dienstag, 15. September 2026, 22:08:23

Ein Verunglücken am Wildenstein wäre m.E. eine realistische Möglichkeit. Etwas abseits der Route, aber nicht zu weit, dass man alle möglichen Zusatzannahmen bräuchte. Gefährliches Gelände, alleine vorgenommen, relativ spät am Tag, vermutlich unter Zeitdruck und mit evtl. fraglicher alpiner Erfahrung, aber mit dem Wunsch, als wohl letzte Möglichkeit vor Wehr noch ein spektakuläres Foto zu machen. Seit 2022 wird der Wildenstein anscheinend, aufgrund des seitdem erschwerten Zuganges, seltener aufgesucht, was die Möglichkeit von Zufallsentdeckungen reduziert, auch von Geruchsphänomen.

Eine andere Hypothese, die mir vor Ort in den Sinn kam, wäre folgende.

Scarlett hat sich die E6 normal vorgenommen. Am Parkplatz "Am Schluchtensteig" entscheidet sie sich, statt nach Wehr, zurück nach Todtmoos zu laufen. Das wäre zwar auf den ersten Blick eine nicht so nachvollziehbare Entscheidung. Aber solche Entscheidungen sind ja manchmal der Start zu einem folgenden Unglück. Vom Parkplatz nach Wehr wäre sie in wohl 2,5 h gekommen. Zurück dauert es länger. Aber: heute noch ins Auto und nach Mainz zu kommen, hat sie sich evtl. an diesem Punkt abgeschminkt. Auf dem Weg zur Wehratalbrücke dürfte ihr klargewesen sein, dass man dort nirgends Empfang hat und von unterwegs nichts mehr planen kann. Die Aussicht, später am Abend noch etwas zu finden, dürfte zunehmend unrealistisch erschienen sein. Der evtl. Plan B, hier einen Bus zu nehmen, fiel weg. Ich könnte mir vorstellen, dass man in dieser Situation auch überlegen kann, zurück nach Todtmoos zu wandern, was zwar länger dauert, aber sie hätte in der Kirchberghütte nochmal fragen können, um am nächsten Morgen relativ entspannt z.B. mit dem Bus über Wehr (der fuhr ja den Umweg über den Hotzenwald) nach Stühlingen zu kommen. Das könnte erklären, wie ein Empfang der 17 Uhr whatsapp möglich war, um diese Zeit wäre sie wieder in der Nähe von Schwarzenbach gewesen. Nun tun sich mehrere Routenmöglichkeiten auf. Die einfachste Lösung wäre gewesen, ab Au nicht den Schluchtensteig zu nehmen, sondern mehr oder weniger die Straße über Glashütte zurückzugehen. Das hätte Zeit gespart, ab 19 Uhr wird es um diese Jahreszeit im Wald langsam dunkel. An der Landstraße ist sie dann möglichweise einem Täter zum Opfer gefallen.
Alternativ hätte sie den Schluchtensteig bis hinter Schwarzenbach nutzen können. Da, wo der Weyerweg in die Schwarzenbacher Straße mündet, entscheidet sie sich gegen das letzte Stück Schluchtensteig Richtung Klinik, da der Weg sowieso eher unattraktiv ist, und bleibt auf der asphaltierten Schwarzenbacher Straße, um nach Todtmoos zu gelangen. Hier hätte dann recht spät am Abend ein Übergriff stattfinden können.

Es gibt zwar tausende Möglichkeiten, was passiert sein könnte.

Aber ich fand vor Ort eine Überfallsituation direkt an der Einmündung Weyerweg in Schwarzenbacher Straße unrealistisch, erst recht mitten am Tag. Man ist an dieser Stelle wie auf dem Präsentierteller. Ich wurde beim ersten Mal an dieser Stelle, sinnierend am Waldrand stehend, von einem Anwohner des linken Anwesens beobachtet. Das Risiko, von dort oder von Leuten, die gerade den Schluchtensteig entlangkommen oder mit dem Auto kommen, beobachtet zu werden, dürfte hoch sein. Zumindest mitten am Tag, aber nicht mehr am späteren Abend. Wenn man die Schwarzenbacher Straße zurückwandert, gibt es rechterhand kurz vor der Kurve eine Bank, eine Stellfläche für ein bis zwei Autos und rechts geht ein überwucherter Weg hinein (der an den Felsen endet, wo unten am Schluchtensteig die Infotafel zum Totholz steht). Das wäre für mich v.a. am Abend ein idealer Ort, um jemanden abzugreifen. Möglicherweise ist hier auch die Sonnenbrille, wenn es Scarletts war, verloren gegangen. An dieser Stelle hört man als Autofahrer, ob jemand die Schwarzenbacher Straße hochgefahren kommt und die Sicht bzw. Akustik in die andere Richtung ist ebenfalls ausreichend gut. Gleichzeitig wird man von niemandem gesehen. Der Waldweg wird wohl als Toilette genutzt, deutlich durch Trampfelpfad, Papierchen. Evtl. hat sie ihren Rucksack auf die Bank gestellt, ist wenige Meter in diesen Waldweg zum Pippimachen gegangen und beim Zurückkommen stand ein Auto da und das Verhängnis nahm seinen Lauf. Wer mit dem Auto die Straße entlangkommt und auf der Bank einen Rucksack stehen sieht und ortskundig ist und schlechte Gedanken hat, sieht hier seine Chance kommen.

Diese Theorie war ein wenig inspiriert durch die Sonnenbrille (wenn es ihre war). Denn mittags auf dem Hinweg nach Wehr halte ich es für unrealistisch, dort am Weyerweg überfallen zu werden. Gleichzeitig glaube ich nicht, dass man eine Sonnenbrille irgendwo dort verliert, die man vorher auf dem Kopf getragen hat (Video Edeka). Denn in dem Moment, wo man um die Mittagszeit am Ortseingang Schwarzenbach aus dem Wald tritt, würde einem auffallen, wenn man die Sonnenbrille gerade verloren hätte, die Sonne scheint einem mitten ins Gesicht und das bleibt auch noch länger so, bis es wieder in den Wald geht. Da man seit Todtmoos max. eine halbe Stunde unterwegs war, würde man wohl zurückgehen, sie suchen, und auf dem Weg sicher auch finden. Es dürfte nur ein 30-40 Euro Modell gewesen sein, aber zumindest ich würde in dieser Situation dieses kurze Stück zurückgehen.

Erst am Abend macht ein Verlust der Sonnenbrille dort aus meiner Sicht Sinn. Entweder man verliert sie zufällig, weil man sie zum späten Abend nicht mehr braucht und man das nicht merkt, oder man verliert sie dort an dieser Stelle bei einem Überfall, der eben abends dort realistischer erscheint als mitten am Tag.
Ich könnte mir denken, dass es zwei Finder gab. Der/die erste fand sie an eher unscheinbarer Stelle nach einiger Liegezeit und legte sie an besser sichtbare Stelle, wo sie dann die zweite Finderin fand.

Etwas viele Annahmen. Aber m.E. könnte das eine Möglichkeit sein, Whatsapp und Sonnenbrille zu erklären.

In Schwarzenbach-Au ist mir bezüglich der whatsapp noch etwas aufgefallen. Dort gibt es in der Pension Strittmatter wohl ein Gäste-WLAN, auch für die Kunden im zugehörigen Selbstbedienungs-Getränkeverkauf. Weiß jemand, ob es dieses Angebot auch 2020 gab? Aktuell nennt es sich "Daniels Getränke und WLAN", ist aber v.a. aus Todtmoos kommend unscheinbar, besser sieht man das Schild aus Wehr kommend.
Ein solches WLAN-Angebot wäre m.E. eine Erklärungsmöglichkeit für die whatsapp. Auf dem Hinweg könnte Scarlett das WLAN genutzt haben und auf dem Rückweg hätte sich das Handy wieder einloggen können. M.E. würde dafür dann 17 Uhr passen. Zwar hat die Polizei ein evtl. Einloggen im Freifunkt Todtmoos überprüft. Diese Pension wird aber in der Liste der Freifunkanbieter gar nicht geführt.

Sorry für den langen Text.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 16:21:18

Ist ja schon irgendwie niedlich, wenn sie vor den Gerüchten warnen, die sie selbst mit in die Welt gesetzt haben. Also die Suche war ja von BfS organisiert und die Badische Zeitung wird nicht davon Wind bekommen haben, weil die zufällig gerade eine illegale Betriebsfeier am Wildenstein machten am Samstagnachmittag.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Aquarius » Dienstag, 15. September 2026, 16:07:41

Neue Hinweise zur Vermissten? Scarletts Umfeld stellt Gerüchte richtig
Die offizielle Instagramseite „BittefindetScarlett“, die von Scarletts Vater und einem kleinen Team aus freiwilligen Helfern geführt wird, nimmt jetzt Stellung zu den Gerüchten, die in den Medien verbreitet wurden: Es „kursieren mehrere Presseberichte zur Suche nach Scarlett, die nicht dem uns bekannten Sachstand entsprechen.“

Zwar habe eine Suche mit Hunden stattgefunden – die Ergebnisse werden aber noch ausgewertet und beurteilt, heißt es. Aktuell gebe es weder eine bestätigte noch eine „heiße Spur“. Auch eine eindeutige Spur der Hunde am Wildsteinfelsen sei nicht bestätigt.
Quelle: https://www.schwarzwaelder-bote.de/bade ... hatgpt.com

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 15:01:40

Megavolt hat geschrieben: Dienstag, 15. September 2026, 14:40:14 Ich vermute mal, dieser Reißverschluss stammt eher aus so etwas wie einer leichten Windjacke eines Rennradlers oder Trailrunners. Diese Dinger sind so hauchdünn verarbeitet, dass ein Reißverschluss eher komplett rausreißen kann. Ein Rennradler schmeisst sowas dann kurzerhand in die Büsche und belastet sich nicht weiter.
man muss schon einräumen, dass ein isolierter Reissverschluss ohne andere Teile des Rucksacks zunächst einmal verblüffend wirkt. Und die Annahme dass er von einer Jacke stammen könnte, irgendwie naheliegender klingt. Aber so 100 % kann mans natürlich aus der Ferne nicht einschätzen ...

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 14:54:16

Hier ist ein roter Osprey Ariel 55 mir rotem Reissverschluss:



Von dieser Webseite: https://www.travelbags.de/osprey-ariel- ... 02887.html
Bilder 13, 14, 15, 18
osprey-ariel-55-rot.jpg
osprey-ariel-55-rot.jpg (498.61 KiB) 357 mal betrachtet

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 14:50:10

Hier sieht man eine Produktvorstellung des Osprey Ariel Rucksacks. Von September 2020.
Da wird zwar ein grüner Rucksack vorgestellt, aber an 2 Stellen sieht man die Reißverschlüsse und die sind zumindest in diesem Fabrikat von der Farbe identisch mit Rucksack. Also in dem Fall grün-auf-grün, aber vermutlich fällt das beim roten Rucksack dann rot-auf-rot aus :?: Natürlich nicht ausgeschlossen, dass es Variationen in der Herstellung gibt.

Die Reiseverschlüsse und ihre Farbe sieht man bei 2:16 und 2:33
https://www.youtube.com/watch?v=t7KXeuNlxsU

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Megavolt » Dienstag, 15. September 2026, 14:40:14

@ZickZack

Bist Du sicher mit der Baugleichheit? Weil die Rückenpartie bei Scarletts Rucksack (Selfie vor dem Wasserfall mit dem Rucksack rechts) eine deutliche andere Farbgebung der Rückenauflage zeigt.

Man sieht aber jedenfalls gut, dass bei einem Rucksack in Signalfarbe außen die Innenseite zum Rücken hin deutlich unauffälliger aussehen kann!

Ich glaube nicht, dass dieser Reißverschluss von dem Rucksack ist. Markenrucksäcke sind eigentlich sehr stabil verarbeitet und wenn man den Reißverschluss raustrennen wollte, wäre das viel Arbeit. Wie soll das in der Natur so alleine gehen? Es ist auch orginell, wie es zunächst den Anschein hatte, der Reißverschluss sei im Rahmen der Hundesuche am letzten Wochenende Nähe Wildenstein gefunden worden und nun heißt es, "im letzten Monat" und "unterhalb des Parkplatzes Schluchtensteig".

Ich vermute mal, dieser Reißverschluss stammt eher aus so etwas wie einer leichten Windjacke eines Rennradlers oder Trailrunners. Diese Dinger sind so hauchdünn verarbeitet, dass ein Reißverschluss eher komplett rausreißen kann. Ein Rennradler schmeisst sowas dann kurzerhand in die Büsche und belastet sich nicht weiter.

In der Wehra findet man ziemlich viel Müll und auch Kleidungsteile.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von ZickZack » Dienstag, 15. September 2026, 14:20:34

Soweit ich auf einem Foto sehen konnte ist der gefundene Reißverschluss bzw. der Teil davon rot, ein baugleiches Modell des Rucksacks auf Kleinanzeigen, das ich selbst beobachte, hat leider kein Rot an den Reißverschlüssen, grau und silber:

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... -156-13826

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Aquarius » Dienstag, 15. September 2026, 13:48:17

Sechs Jahre nach dem Verschwinden der damals 26 Jahre alten Scarlett Salice im Südschwarzwald untersucht die Polizei einen gefundenen Reißverschluss. "Unsere Kriminaltechnik ist aktuell dabei, zu überprüfen, ob der Reißverschluss Teil des Rucksacks von Scarlett sein könnte",
Helfer der Organisation "Finderwille" hatten den Reißverschluss im vergangenen Monat unterhalb des Parkplatzes Schluchtensteig entdeckt, wie der Vereinsgründer Rüdiger Orth der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.
Sollte der gefundene Reißverschluss zum Rucksack von Scarlett Salice passen, will die Polizei nach eigenen Angaben die Suche nach der jungen Frau aus Ostwestfalen wieder aufnehmen.
Quelle: https://www.baden.fm/nachrichten/gehoer ... t-4224957/

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von gastmann » Dienstag, 15. September 2026, 12:58:06

trailer hat geschrieben: Dienstag, 15. September 2026, 12:00:22 Die Spur am Wehra-Kreuz würde zumindest gut zur Sichtung von Scarlett am Schluchtensteig-Parkplatz passen. Das Wehratal ist vielleicht zeitnah nicht gründlich genug abgesucht worden und eine Verschüttung durch den Felssturz hat auch ein späteres Auffinden ohne Hunde erschwert oder soger gänzlich unmöglich gemacht.
.......
Schwarze Kleidung, graues Überzelt....sehr, sehr schlecht!

Mal angenommen sie war verunglückt, Absturz mit Rucksack, konnte aber schwer verletzt noch einen Arm bewegen um sich in eine bequemere Position zu bringen und gegen Kälte und Nässe zu schützen. Sie war dunkel gekleidet und ihr Überzelt grau. Sehr schlechtes Vorbild!
Wenn alle nach einem roten Rucksack suchen, dann wird klar, warum man an unzugänglichen Stellen nix finden wird.
Eine gekrümmt liegende Person, unter einer grauen und faltigen Zeltplane liegend, wird mit der Zeit wie ein Fels in der Landschaft aussehen. Ich vermute aber, die Suchenden haben das berücksichtigt.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von trailer » Dienstag, 15. September 2026, 12:00:22

Die Spur am Wehra-Kreuz würde zumindest gut zur Sichtung von Scarlett am Schluchtensteig-Parkplatz passen. Das Wehratal ist vielleicht zeitnah nicht gründlich genug abgesucht worden und eine Verschüttung durch den Felssturz hat auch ein späteres Auffinden ohne Hunde erschwert oder soger gänzlich unmöglich gemacht.

Ich stelle mir aber durchaus die Frage, was man von den Hundefährten halten soll. Und warum man erst jetzt darauf kommt, das Gebiet um das Wehra-Kreuz zu untersuchen, wo auch die zeitnahe Suche im Wehratal nur wegen der Absturzthese durchgeführt wurde. Ich bin bislang davon ausgegangen, daß gerade in dem Teil hinter dem Parkplatz deutlich gründlicher gesucht wurde. Dort war die Wegmarkierung in 2025 auch nicht immer eindeutig und mit reduzierter Konzentration kommt man dort vielleicht am leichtesten vom Weg ab. Da angeblich ortskundige Bergführer bei der Suche dabei waren, kommt mir ein Auslassen des Wehra-Kreuzes schon fast unmöglich vor.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Megavolt » Dienstag, 15. September 2026, 11:05:45

Ich war in der Ecke gerade 3 Wochen lang unterwegs und muss sagen, ich war selbst überrascht, wie schwierig das zu überblicken ist. Wirklich nochmal ganz anders als Wald in den Gegenden, die ich sonst so erwandere.
Bereits 5 m neben einem Weg, auch in flachem Gelände, kann alles massiv zugewuchert sein, dass man nicht durchkommen würde. Auch direkt schon hinter Häusern einer Ortschaft.

Es sind mittlerweile 6 Jahre vergangen. D.h. 6x Laubschichten und die im Winter dann ordentlich komprimiert durch den Schnee.
Die Landschaft dort ist sehr veränderlich durch steile Hänge, brüchiges Gestein, Abfuhr von großen Mengen Schmelzwasser Ende des Winters.
Auch mit einer Drohne kommt man im Herbst oder Winter nicht überall hin. Man kann ja nicht in Äste von Bäumen hineinfliegen.
Es ist auch nicht gesagt, dass z.B. der Rucksack jemals so lag, dass die rote Außenseite gut sichtbar gewesen wäre. Liegt er z.B. mit der Rückenseite nach oben, sieht er deutlich unauffälliger aus, da dort mehr graues Material verarbeitet ist. Liegt er in einer Spalte und es ist von oben, was dort zu erwarten ist, Lockermaterial nachgerutscht, sieht man nullkommanix mehr hinterher.

Ich hatte vor Jahren selbst mal ein Aha-Erlebnis auf einer Vermisstensuche. Jemand lag 4 Monate lang in von oben völlig einsehbarem Gelände mit niedrigem Buschwerk drumherum, 5 m neben einer täglich mehrfach befahrenen Straße. Man hatte ihn mit Hundertschaften, Hunden, Hubschraubern gesucht, nicht gefunden. Ich fand ihn durch einen Blick von oben von einem kleinen Hügel aus. Die Kripo zeigte sich danach sehr überrascht "das haben wir doch mit Hubschrauber abgesucht" - ja, aber dabei kann man wohl auch was übersehen. Nach einem ersten Durchgang ist man der Meinung "da ist nix, da schauen wir nicht nochmal".

Und das Gelände dort, im Wehratal, aber auch woanders, ist nochmal erheblich schwieriger.

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von Gast » Dienstag, 15. September 2026, 06:10:35

Ist die Gegend dort denn derart schwierig zu erkunden?

Insbesondere an Felsenstellen ist doch das Absuchen per Drohne relativ gut machbar, die Auffälligkeiten (wie farbiger Rucksack) können doch nicht zu übersehen sein?! Insbesondere im Herbst…

Re: VERMISSTENFALL SCARLETT SALICE (26), BAD LIPPSPRINGE / TODTMOOS, 2020

von z3001x » Dienstag, 15. September 2026, 02:11:12

Apropos Hunde: in Österreich in Tirol unter der Ägide des Kommissars Pupp, gab es mal einen Fall, da konnten Hunde nicht die Leiche eines Vermissten erschnüffeln, die unvergraben in einem Schrebergarten lag, obwohl der Hundeeinsatz direkt in diesem Schrebergarten stattfand. Und eine Woche später kam ein Journalist vorbei und sah die Leiche sogar von außen, ohne den Schrebergarten zu betreten.
Das war der Fall Helmut H. aus dem Jahr 2015, darüber gibt es eine ZDF-Dokumentation mit dem Namen 'Der Tote im Schrebergarten'.
Von daher wundert mich bei Hundesuchen und deren Ergebnissen gar nichts mehr, weder in die Richtung, dass man was hätte finden müssen, was da ist. Noch in die Richtung, dass man was "findet", was nicht wirklich existiert. Und dann gibt's ja noch die seltene Variante, dass sie was finden und dass das auch eine valide Spur ist. Darauf hoffe ich trotz aller berechtigtes Skepsis in dem Fall jetzt weiterhin. Bis es eben evident ist, ob oder ob nicht Scarlett da liegt.

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