MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

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Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Jolu65 » Donnerstag, 19. März 2026, 13:49:51

Wie immer: Motiv, Gelegenheit, Mittel - unter Beachtung des sehr speziellen Umfelds.
NS befand sich in einem sehr geschützten Bereich. Jedoch - so wird es beschrieben- hat er den Fehler begangen und damit auch gegen Dienstvorschriften verstoßen, sich einzuschließen, d.h. die Tür zum UvD-Zimmer hatte er nicht abgeschlossen.
Dann war da noch Kamerad mit Ausgangsbeschränkung, der sich seine Anwesenheit durch NS bestätigen lassen musste. eine solche Bestätigung wäre um 22 Uhr erforderlich gewesen. Sie wurde jedoch nicht geleistet.
Warum ?
War NS da bereits tot oder war der Arrestant gar nicht mehr im Arrest ?
Das ist schwer zu sagen. Die offene Kellertür und die fehlende Unterschrift sprechen dafür, dass der Arrestant in dieser Nacht sich unerlaubt Ausgang verschafft hat. Er kam dann vielleicht nachts auch wieder auf dem gleichen Weg zurück. Dann würde ihm die Unterschrift fehlen. Aber er hätte das wahrscheinlich unter wehrpflichtigen Kameraden mit dem als gutmütig bekannten S. schon klären können. Dann kann es so sein, dass er tatsächlich von dem Mord nichts mitbekam.
Es kann aber auch sein, dass er sich seine Unterschrift abholen wollte und NS bereits tot im Wachlokal lag. Da wäre die Frage, ob er das von außen hat sehen können.
Die Mutmaßung der Arrestant hätte NS vielleicht wegen einer verweigerten Unterschrift ermordet, wird von der Polizei nicht bestätigt. Der Areestant gilt als unschuldig.
Das Motiv liegt im Dunkeln. Der Tatort ist ein Transportbataillon. Dort werden Güter umgeschlagen, die man in einer Armee so braucht. Bei der Bw ist das mit dem Bestellen, Lagern und Verteilen von Gütern so eine Sache. Jeder bestellt einen Haufen Unsinn und dieser Unsinn wird dann aufbewahrt. Man würde denken, dass das gründlich überwacht würde- ist aber nicht so. Vor allem Verbrauchsgüter - sie heißen ja auch so- sind eben bald verbraucht und man bestellt einfach Neue. Bei Waffen und technischen Geräten ist das nicht ganz so einfach.
Dementsprechend ist die Entnahme von Verbrauchsgütern aus Beständen der Bw sehr einfach. Bei technischen Geräten geht das auch, wenn man weiß, dass diese zur Einlagerung bestimmt sind. Dann nimmt man die eben auch mit. In den 1980er-Jahren war das alles eine einzige Zettelwirtschaft und wenn auf den Zetteln einfach mit Zahlen geschummelt wurde, kann sich jeder mit krimineller Energie etwas abzweigen- bei Verbrauchsgütern sowieso.

Und jetzt war da NS- Sohn eines Beamten von der Standortverwaltung. Vielleicht hat er seine Nase zu tief in irgendetwas hineingesteckt, z.B. in den Transport, der am späten Freitag !!nachmittag noch ankam und zu dessen Entladung er ja gebraucht wurde........

Gelegenheit NS zu ermorden hatten ausschließlich Angehörige dieses Bataillons.

Und die Mittel dazu hatten sie natürlich auch.

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Assis » Montag, 10. März 2025, 21:23:04

Wachs/Dienstenlisten werden soweit ich weiß in einer Kaserne rechtzeitig im Voraus veröffentlicht, meist an einem bestimmten Ort, wo jeder sehen kann, ob er oder sie eingeteilt ist und wenn ja, für welche Wache /Dienst und an welchem ​​Tag. Jeder kann also sehen, wer an welchem ​​Tag wo und wann eingeteilt ist.

Es ist nur eines von vielen Szenarios, aber angenommen, dass die Person, die ursprünglich auf der Wachliste stand (fiktive A.B.) oder, N.S. einmal eine unangenehme Auseinandersetzung mit einem Kameraden gehabt hat, der nicht mehr in dieser Kaserne stationiert ist oder möglicherweise deswegen sogar die Armee verlassen musste, und dass diese Person (Täter) von jemandem, einem Freund, einem ex Kameraden, der noch in dieser Kaserne stationiert ist, erfährt, dass sein Feind (AB oder NS) am beispielsweise Freitag im leeren Armeegebäude alleine Wache hält!

Vielleicht hielt der Täter dies für die ideale Gelegenheit, denn der Tatverdacht würde sicher nicht auf ihn fallen, da er nicht zu das unmittelbarer Umfeld von A.B. oder N.S. gehörte und auch nicht in die Kaserne stationiert war!

Die Frage ist, ob ihm bewusst war, dass in der Zwischenzeit jemand anderes die Schicht hatte? Ich persönlich glaube nicht, dass er sich dessen bewusst war.

Der Täter gehört also nicht zu den Personen im (unmittelbaren) Umfeld von AB oder NS,
er ist jemand, der 'nur' einen Konflikt mit A.B oder N.S. hatte.

Ich glaube aber, dass der Täter sich in der Kaserne auskannte und vielleicht sogar von einem Insider unterstützt wurde (sofern die Kellertür eine Rolle spielte), aber das muss nicht unbedingt der Fall sein.

Dies ist nur eines von vielen möglichen Szenarios, aber eines, das ich bevorzuge.

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Assis » Samstag, 08. März 2025, 21:48:19

gastxyz..me hat geschrieben: Samstag, 08. März 2025, 20:00:47 wenn jemand von außerhalb den xy töten wollte, warum sollte er
- ein loch in den kasernenzaun schneiden,
- bewaffnete 2er-wachen am zaun austricksen,
- um dann den typen genau dann angreifen, wenn der selbst als wache auch noch eine waffe dabei hat?
- dann muss er auch noch von dem überwachten gelände fliehen

warum wartet der nicht einfach, bis der xy aus der kaserne kommt und sucht da eine viel einfacher umzusetzende gelegenheit?
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist es nicht sicher, ob der Täter die Löcher in den Zaun gemacht hat oder dass sie bereits dort waren, aber diese Löcher ermöglichten es, unbemerkt in das Gelände einzudringen.

Kommt der Täter von außerhalb, dürfte er mit der Kaserne und dem Sicherheitsdienst einigermaßen vertraut gewesen sein und somit Kenntnis von den bewaffenten Streifen und deren Abläufen gehabt haben.

Ich habe keine Erfahrung in der Bundeswehr, aber ich glaube nicht, dass der Dienst, den RS leistete, ein bewaffneter war.

Dass der Täter auf die Kaserne zuschlug, hängt möglicherweise damit zusammen, dass der Täter wusste, dass sein Opfer mit Sicherheit dort an einen bestimmten Ort, alleine, anwesend sein würde und dass sein Opfer erst am nächsten Morgen gefunden werden würde.

Die Tatsache, dass der Täter ein Messer anstelle einer Schusswaffe benutzte, könnte darauf hindeuten, dass er wusste, dass Soldaten sofort reagieren würden, wenn eine Schusswaffe abgefeuert würde.

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von gastxyz..me » Samstag, 08. März 2025, 20:00:47

wenn jemand von außerhalb den xy töten wollte, warum sollte er
- ein loch in den kasernenzaun schneiden,
- bewaffnete 2er-wachen am zaun austricksen,
- um dann den typen genau dann angreifen, wenn der selbst als wache auch noch eine waffe dabei hat?
- dann muss er auch noch von dem überwachten gelände fliehen

warum wartet der nicht einfach, bis der xy aus der kaserne kommt und sucht da eine viel einfacher umzusetzende gelegenheit?

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Assis » Samstag, 08. März 2025, 15:10:36

Manuela23774 hat geschrieben: Freitag, 07. März 2025, 01:30:03 Mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt weil Fakt und Tatsache ja auch ist das das Mordopfer den Dienst ja getauscht hatte und das freiwillig .
Genau. Ich vermute, dass der Täter nicht in dieser Kaserne stationiert war, aber mit dem Komplex vertraut war, vielleicht war er irgendwann mal dort stationiert.

Den Ermittlern zufolge wurde genau untersucht, ob in RS persönlichem Umfeld ein möglicher Grund, ein Konflikt oder ähnliches, für den Mord gefunden werden konnte, aber anscheinend wurden keine gefunden.

Deshalb halte ich eine Verwechslung noch immer für am wahrscheinlichsten, auch wenn Soldaten ein Namensschild tragen. Der Mord wurde am Abend oder in der Nacht begangen, als RS möglicherweise bereits schlief, mit oder ohne Namensschild. Ich glaube nicht, das der Täter beim Betreten des Wachzimmers (im Dunkeln) auf ein Namensschild geschaut hat, bevor er angegriffen hat.

Falls dies noch nicht geschehen ist, würde ich mal genauer untersuchen, ob möglicherweise ein Konflikt im persönlichen Umfeld des ursprünglich für diesen Dienst eingeteilten Soldaten vorliegt. Ich glaube nicht, dass dies schaden kann, wenn alle anderen Ermittlungen nichts ergeben haben.

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Manuela23774 » Freitag, 07. März 2025, 01:30:03

Assis hat geschrieben: Donnerstag, 06. März 2025, 16:57:56 Eine Möglichkeit, die auch in Betracht gezogen werden sollte, wenn man dies noch nicht getan hat, besteht darin, dass RS möglicherweise nicht das beabsichtigte Opfer war, sondern dass der Soldat, der an diesem Abend ursprünglich fur diese Wache eingeteilt wurde, das Ziel gewesen sein könnte.

Darüber hinaus scheint es, als hätte ein Insider dem Täter geholfen mit die Löcher im Zaun und die offene Kellertür.

Ich persönlich halte es durchaus für möglich, dass der Täter die falsche Person getötet hat. Vielleicht wäre es sinnvoll, einen genaueren Blick auf den Umfeld des Soldaten zu werfen, der an diesem Abend ursprünglich fur die Wache eingeteilt war, wenn man das noch nicht gemacht hat.
Mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt weil Fakt und Tatsache ja auch ist das das Mordopfer den Dienst ja getauscht hatte und das freiwillig .

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Assis » Donnerstag, 06. März 2025, 20:35:20

Wenn ich das richtig verstehe, hat RS diese Wache übernommen, damit er sich einen anderen Tag frei nehmen konnte, aber der Grund spielt doch eigentlich keine Rolle.

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von gastxyz..me » Donnerstag, 06. März 2025, 17:25:44

Assis hat geschrieben: Donnerstag, 06. März 2025, 16:57:56Vielleicht wäre es sinnvoll, einen genaueren Blick auf den Umfeld des Soldaten zu werfen, der an diesem Abend ursprünglich fur die Wache eingeteilt war, wenn man das noch nicht gemacht hat.
warum hat der die wache nicht wie geplant angetreten ?

für "krank" muss man wohl zum mannschaftsarzt und die sind sehr streng, oder?

Re: MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Assis » Donnerstag, 06. März 2025, 16:57:56

Eine Möglichkeit, die auch in Betracht gezogen werden sollte, wenn man dies noch nicht getan hat, besteht darin, dass RS möglicherweise nicht das beabsichtigte Opfer war, sondern dass der Soldat, der an diesem Abend ursprünglich fur diese Wache eingeteilt wurde, das Ziel gewesen sein könnte.

Darüber hinaus scheint es, als hätte ein Insider dem Täter geholfen mit die Löcher im Zaun und die offene Kellertür.

Ich persönlich halte es durchaus für möglich, dass der Täter die falsche Person getötet hat. Vielleicht wäre es sinnvoll, einen genaueren Blick auf den Umfeld des Soldaten zu werfen, der an diesem Abend ursprünglich fur die Wache eingeteilt war, wenn man das noch nicht gemacht hat.

MORDFALL NORBERT STOLZ (20 †), KÖLN-OSSENDORF, 1989

von Manuela23774 » Donnerstag, 06. März 2025, 03:09:07

Hallo ,
am 23. bzw., 24.07.1989 , wurde in der Bundeswehrkaserne Butzweilerhof in Köln-Ossendorf der damals 20-jährige Gefreite Norbert Stolz unter mysteriösen Umständen mit mehreren Messerstichen getötet .

Bis heute ist dieses Verbrechen ungeklärt d.h. der Mörder ist immer noch auf freien Fuß .

Zur Sache :
das o.g. Mordopfer versah als GvD in der o.g. Kaserne von Freitag (23.07.) bis Samstag (24.07.) Dienst . Am 24.07. wurde das Mordopfer morgens gefunden durch einen Hauptfeldwebel , leider kam jegliche Hilfe zu spät .

Was in dem Fall sehr mysteriös ist , ist die Tatsache bzw., Tatsachen :
1. der Zaun (Maschendraht) zur Kaserne war an ⚠️ : 2 Stellen zerstört worden
2. eine Kellertür d.h. vom Kompaniegebäude war offen
3. es wurden keine Waffen gestohlen
4. ein weiterer Soldat befand sich mit im Gebäude aufgrund mehrtägigen Arrest

Zu 1. für mich unbegreiflich das diese 2 Stellen nicht von der Haupttorwache d.h. Streifen vorher entdeckt wurden !? . Insbesondere aufgrund der Tatsache das seitens der Kripo Köln Flugrost an den kaputten Stellen entdeckt wurden d.h. der Zaun muss sehr lange vorher aufgeschnitten worden sein . Sorry aber , das muss (!) jede Streife auffallen .

Zu 2. diese offene Kellertür wurde mehrfach an dem Tag d.h. 23.07. der Haupttorwache gemeldet , welche dieser bzw., diesen Meldungen nicht nachkam . Diese Tatsache ist für mich mehr als unbegreiflich weil die Haupttorwache solcher Meldung nachkommen muss .

Zu 3. eigentlich denkt man bei sowas sofort an Diebstahl/Einbruch in die Waffenkammer jedoch wurde nichts gestohlen .

Zu 4. der zweite Soldat (Schütze) war mit dem Mordopfer in dem Kompaniegebäude und hat angeblich nichts mitbekommen . Sorry aber wenn ein Mensch mit mehreren Messerstichen angegriffen wird dann schreit jeder Mensch und solche Schreie muss man m.E. mitbekommen insbesondere in der Nacht wenn in einem Kompaniegebäude regelrecht Todesstille herrscht .

Ich (Baujahr 69) war selber Soldat (1991) d.h. Jägerbataillon 512 in Putlos , 3. Kompanie und kenne noch das Prozedere in punkto GvD und Haupttorwache . Bei uns war dieser Dienst hart insbesondere was das Thema Vorschriften betrifft d.h., mir stellt sich die große Frage warum man das Mordopfer nicht schon vorher entdeckt hat und sage Oberster Wachhabene ! , welcher in der Regel alle 2 Stunden seine Runde durch das Bataillon machte d.h., in den Gebäuden sowie Haupttorwache .
Laut Aktenzeichen XY ungelöst , hatte der GvD keinen Schlüssel für die Waffenkammer , das kann m.E. nicht stimmen weil in unserer Kompanie waren in der Wachstube alle (!) Schlüssel für die Kompanie auch insbesondere für die Waffenkammer .
Was für mich unbegreiflich ist , ist die Aussage vom Schützen der unter Arrest stand und nichts mitbekommen haben soll , sorry aber gerade in der Nacht herrscht in einem Kompaniegebäude regelrecht Todesstille d.h., man hört sogar ne Klospülung .
Wenn ich an die Tatsache denke das der Zaun an zwei Stellen zerstört wurde und niemand hat was bemerkt , dann zweifel ich sehr was da für eine Moral in der Kaserne geherrscht hat insbesondere die Tatsache das an die Haupttorwache mehrere Meldungen zur besagten offenen Kellertür gemacht wurden welche man nicht nachkam . Morgens ist nebenbei bemerkt ein offenes Fenster im EG entdeckt worden wo Blut vom Mordopfer entdeckt wurde .

Ich komme zu dem Ergebnis und das ist meine persönliche Meinung das das Opfer durch einen anderen Soldaten getötet wurde . Es ist nur zu hoffen das man endlich den Mörder von Norbert Stolz findet und zur Rechenschaft zieht .
LG aus Heiligenhafen

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