von Lucky Luciano » Freitag, 27. Februar 2026, 14:38:09
darkstar69 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Liest Du eigentlich, was Du schreibst und hörst Du, wie Du schreibst?
Ich kann Dich beruhigen. Ich lese, was ich schreibe. Etwas zu schreiben, ohne es zu lesen, stelle ich mir auch schwierig vor. Wenn Du mich jedoch fragst, ob ich höre, wie ich schreibe, muss ich leider passen. Liegt vermutlich daran, dass mir dieses ungewöhnliche Talent verborgen blieb.
darkstar69 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Ich habe konkreten Bezug auf Deinen Wortlaut genommen:
Nein, das hast Du nicht. Aber um das jetzt nochmal, auch für andere Leser, in einen logischen Zusammenhang zu bringen, fasse ich noch einmal Deinen Beitrag und die darauffolgenden Antworten von mir und Dir zusammen:
Ich zitiere: (darkstar69)
"Jemanden zu ermorden, ist eine Sache. jemanden aus nächster Nähe in den Kopf zu schießen, eine ganz andere. Eine solche Hinrichtung ist schon sehr aussagekräftig über den Täter. Das ist Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz, Kontrolle. Andere dabei zugucken zu lassen ist sehr gewalttätig und eine entsprechende Steigerung der Lust am Leid und Töten. Jemanden u.a. per Kopfverletzung zu erschlagen ist ebenso gewalttätig. usw usw usw"
Zitat Lucky Luciano:
"Deine Ausführungen zu Schüssen in den Kopf sind einseitig dargestellt und nicht lebensnah."
Zitat darkstar69:
"Du weißt also lebensnah und mehrseitig, wie es ist, jemanden in den Kopf zu schießen?"
Zitat Lucky Luciano:
"Was stimmt denn mit Dir nicht @darkstar69??? Was schreibst Du denn hier???"
Das war die Chronologie der Nachrichten.
darkstar69 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Könntest Du mir konkret und sachlich erläutern, was lebensnah für Dich bedeutet?
Natürlich kann ich das. Lebensnah bedeutet, dass etwas den tatsächlichen Gegebenheiten des Lebens entspricht und sich am wirklichen Leben orientiert. Es beschreibt somit Inhalte und Konzepte, die realitätsnah oder wirklichkeitsnah sind und die Erfahrungen des Alltags oder des Lebens widerspiegeln.
Einseitigkeit und fehlende Lebensnähe habe ich Dir attestiert, weil Du die Beweggründe, in Deinem weiter oben von mir zitierten Beitrag, reduziert darstellst.
Bei einem Kopfschuss zeugt das beim Täter Deiner Aussage nach von "Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz und Kontrolle". Leid und Qual kann ich bei einem Kopfschuss nicht erkennen. Bei einem Kopfschuss ist das Opfer in den meisten Fällen sofort tot. Leid und Qual schreibe ich eher Maßnahmen zu, in denen Opfer über längere Zeit festgehalten, gefoltert und gequält werden. Das kann ich im Fall der Göhrde Morde aber nicht erkennen.
Macht und Dominanz kann ein Täter auch ganz anders und nicht minder wirkungsvoll ausführen, als durch die bloße Präsenz einer Schusswaffe. Körperliche Überlegenheit kann, vom Täter ausgehend, ebenso als Macht und Dominanz vom Opfer empfunden werden, wie auch verbale und nonverbale Elemente seines Handelns in Tateinheit. Hättest Du solche Aspekte angesprochen, hätte ich Dir folgen können.
Kontrolle sehe ich eher als Täterverhalten für das Führen einer Schusswaffe und im Zuge der Bedrohung von Opfern. Sie sorgt für Einschüchterung der oder des Opfers und verhindert häufig, dass das Opfer sich wehrt.
Zudem gibt es Kopfschüsse bei Tötungsdelikten, die gar nichts mit Macht und Dominanz zu tun haben. Es gibt also nicht "diese" Attribute (wie von Dir genannt), die bei Kopfschüssen auf den Täter hinweisen oder ihn sogar ausmachen. Deshalb habe ich es als einseitig und nicht lebensnah beschrieben.
darkstar69 hat geschrieben: ↑Sonntag, 22. Februar 2026, 16:47:46Ich oute mich: Ich weiß nicht, wie es lebensnah ist, wenn man mir in den Kopf schießt oder wenn ich jemandem in den Kopf schieße oder durch Kopfschuss hinrichte. Aus Deinem Wortlaut entnehme ich, dass Du hingegen weißt, wie es lebensnah ist. Also, wie ist es in Wirklichkeit?
Natürlich weißt Du nicht, wie es ist, wenn Dir jemand in den Kopf schießt. Es hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zu Deinem Tod geführt.
Dein Denkfehler besteht darin, dass Du schreibst: "Aus Deinem Wortlaut entnehme ich...". Aber warum reduzierst Du es darauf, dass Du einen Umkehrschluss bildest, in dem Du sagst, wenn Du es nicht weißt, wie es lebensnah ist, dann muss ich das doch (aus eigener Erfahrung) wissen. So kam es jedenfalls bei mir an. Gibt es nur diese eine Option?
Lebensnahe Einschätzungen zu Tötungsdelikten, Motiven und der Tatausführung muss man nicht erlebt haben oder darin verwickelt gewesen sein, um sie lebensnah einschätzen zu können. Einen Realitätsbezug kann man auch erlangen, indem man sich damit vielschichtig und reflektiert auseinandersetzt. Und damit meine ich weit mehr als fundierte Fachliteratur zu lesen. Ich habe schon mehreren Leuten gegenüber gesessen, die Menschen getötet haben - auch per Kopfschuss. Verurteilte Straftäter, die ihre Strafen abgesessen haben und heute in Freiheit leben. Dieter C. aus Lüneburg z.B., von dem ich vor geraumer Zeit hier mal berichtete, der Streit mit einem Polizisten in Adendorf hatte, zu ihm nach Hause fuhr und seiner Frau an der Haustür aus unmittelbarer Nähe mit einem abgesägten Gewehr in den Kopf schoss. In meinen Gesprächen mit ihm dachte ich aber nicht an Dominanz oder Macht, sondern an Rücksichtslosigkeit, Gefühlskälte und Kaltblütigkeit. Dieser Mann war unberechenbar.
Aber man kann Täter, bei berechtigtem Interesse, auch im Gefängnis für ein Interview treffen. Solche Recherchen sind mir wichtig. Persönliche Gespräche mit verurteilten Straftätern (während oder nach deren Gefängnisaufenthalt), Hinterbliebenen, Nachbarn, Arbeitskollegen usw. und nicht Dokus, Podcasts oder YT Filme, die mehr Fehler, als Fakten enthalten.
[quote=darkstar69 post_id=323755 time=1771775266 user_id=5443]Liest Du eigentlich, was Du schreibst und hörst Du, wie Du schreibst?[/quote]
Ich kann Dich beruhigen. Ich lese, was ich schreibe. Etwas zu schreiben, ohne es zu lesen, stelle ich mir auch schwierig vor. Wenn Du mich jedoch fragst, ob ich höre, wie ich schreibe, muss ich leider passen. Liegt vermutlich daran, dass mir dieses ungewöhnliche Talent verborgen blieb.
[quote=darkstar69 post_id=323755 time=1771775266 user_id=5443]Ich habe konkreten Bezug auf Deinen Wortlaut genommen:[/quote]
Nein, das hast Du nicht. Aber um das jetzt nochmal, auch für andere Leser, in einen logischen Zusammenhang zu bringen, fasse ich noch einmal Deinen Beitrag und die darauffolgenden Antworten von mir und Dir zusammen:
Ich zitiere: (darkstar69)
"Jemanden zu ermorden, ist eine Sache. jemanden aus nächster Nähe in den Kopf zu schießen, eine ganz andere. Eine solche Hinrichtung ist schon sehr aussagekräftig über den Täter. Das ist Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz, Kontrolle. Andere dabei zugucken zu lassen ist sehr gewalttätig und eine entsprechende Steigerung der Lust am Leid und Töten. Jemanden u.a. per Kopfverletzung zu erschlagen ist ebenso gewalttätig. usw usw usw"
Zitat Lucky Luciano:
"Deine Ausführungen zu Schüssen in den Kopf sind einseitig dargestellt und nicht lebensnah."
Zitat darkstar69:
"Du weißt also lebensnah und mehrseitig, wie es ist, jemanden in den Kopf zu schießen?"
Zitat Lucky Luciano:
"Was stimmt denn mit Dir nicht @darkstar69??? Was schreibst Du denn hier???"
Das war die Chronologie der Nachrichten.
[quote=darkstar69 post_id=323755 time=1771775266 user_id=5443]Könntest Du mir konkret und sachlich erläutern, was lebensnah für Dich bedeutet?[/quote]
Natürlich kann ich das. Lebensnah bedeutet, dass etwas den tatsächlichen Gegebenheiten des Lebens entspricht und sich am wirklichen Leben orientiert. Es beschreibt somit Inhalte und Konzepte, die realitätsnah oder wirklichkeitsnah sind und die Erfahrungen des Alltags oder des Lebens widerspiegeln.
Einseitigkeit und fehlende Lebensnähe habe ich Dir attestiert, weil Du die Beweggründe, in Deinem weiter oben von mir zitierten Beitrag, reduziert darstellst.
Bei einem Kopfschuss zeugt das beim Täter Deiner Aussage nach von "Ausübung von Leid, Qual und Macht, Dominanz und Kontrolle". Leid und Qual kann ich bei einem Kopfschuss nicht erkennen. Bei einem Kopfschuss ist das Opfer in den meisten Fällen sofort tot. Leid und Qual schreibe ich eher Maßnahmen zu, in denen Opfer über längere Zeit festgehalten, gefoltert und gequält werden. Das kann ich im Fall der Göhrde Morde aber nicht erkennen.
Macht und Dominanz kann ein Täter auch ganz anders und nicht minder wirkungsvoll ausführen, als durch die bloße Präsenz einer Schusswaffe. Körperliche Überlegenheit kann, vom Täter ausgehend, ebenso als Macht und Dominanz vom Opfer empfunden werden, wie auch verbale und nonverbale Elemente seines Handelns in Tateinheit. Hättest Du solche Aspekte angesprochen, hätte ich Dir folgen können.
Kontrolle sehe ich eher als Täterverhalten für das Führen einer Schusswaffe und im Zuge der Bedrohung von Opfern. Sie sorgt für Einschüchterung der oder des Opfers und verhindert häufig, dass das Opfer sich wehrt.
Zudem gibt es Kopfschüsse bei Tötungsdelikten, die gar nichts mit Macht und Dominanz zu tun haben. Es gibt also nicht "diese" Attribute (wie von Dir genannt), die bei Kopfschüssen auf den Täter hinweisen oder ihn sogar ausmachen. Deshalb habe ich es als einseitig und nicht lebensnah beschrieben.
[quote=darkstar69 post_id=323755 time=1771775266 user_id=5443]Ich oute mich: Ich weiß nicht, wie es lebensnah ist, wenn man mir in den Kopf schießt oder wenn ich jemandem in den Kopf schieße oder durch Kopfschuss hinrichte. Aus Deinem Wortlaut entnehme ich, dass Du hingegen weißt, wie es lebensnah ist. Also, wie ist es in Wirklichkeit?[/quote]
Natürlich weißt Du nicht, wie es ist, wenn Dir jemand in den Kopf schießt. Es hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch zu Deinem Tod geführt.
Dein Denkfehler besteht darin, dass Du schreibst: "Aus Deinem Wortlaut entnehme ich...". Aber warum reduzierst Du es darauf, dass Du einen Umkehrschluss bildest, in dem Du sagst, wenn Du es nicht weißt, wie es lebensnah ist, dann muss ich das doch (aus eigener Erfahrung) wissen. So kam es jedenfalls bei mir an. Gibt es nur diese eine Option?
Lebensnahe Einschätzungen zu Tötungsdelikten, Motiven und der Tatausführung muss man nicht erlebt haben oder darin verwickelt gewesen sein, um sie lebensnah einschätzen zu können. Einen Realitätsbezug kann man auch erlangen, indem man sich damit vielschichtig und reflektiert auseinandersetzt. Und damit meine ich weit mehr als fundierte Fachliteratur zu lesen. Ich habe schon mehreren Leuten gegenüber gesessen, die Menschen getötet haben - auch per Kopfschuss. Verurteilte Straftäter, die ihre Strafen abgesessen haben und heute in Freiheit leben. Dieter C. aus Lüneburg z.B., von dem ich vor geraumer Zeit hier mal berichtete, der Streit mit einem Polizisten in Adendorf hatte, zu ihm nach Hause fuhr und seiner Frau an der Haustür aus unmittelbarer Nähe mit einem abgesägten Gewehr in den Kopf schoss. In meinen Gesprächen mit ihm dachte ich aber nicht an Dominanz oder Macht, sondern an Rücksichtslosigkeit, Gefühlskälte und Kaltblütigkeit. Dieser Mann war unberechenbar.
Aber man kann Täter, bei berechtigtem Interesse, auch im Gefängnis für ein Interview treffen. Solche Recherchen sind mir wichtig. Persönliche Gespräche mit verurteilten Straftätern (während oder nach deren Gefängnisaufenthalt), Hinterbliebenen, Nachbarn, Arbeitskollegen usw. und nicht Dokus, Podcasts oder YT Filme, die mehr Fehler, als Fakten enthalten.