von Pentax77 » Sonntag, 01. November 2026, 14:14:54
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 13:50:31
die du anscheinend jetzt unmittelbar vor der Urteilsverkündung noch hast, würde mich interessieren, ob das oben zitierte Szenario mit CD oder eines der anderen Szenarien ohne CD, die du im Kopf hast, aus deienr persönlichen Sicht derart den Maßstäben des BGHs genügen, dass du davon ausgehst, dass das Gericht, sich mit solchen oder ähnlichen Überlegungen beschäftigen müssen wird.
Danke

Ich habe leider keine Ahnung von BGH-Revisionen. Im Plädoyer waren diese alternativen Szenarien jedenfalls kein bis kaum Thema. Ohm ritzte nur kurz die unvollständigen Alibis verschiedener Personen an.
Da die Plädoyers nicht mitgeschrieben wurden und auch nicht zwingend schriftlich eingereicht werden (man kann ja auch frei sprechen, Löcker entschuldigte sich beinahe dafür, dass er mal ein Plädoyer abliest), ist deren Inhalt wohl eher irrelevant für den BGH, sondern wirklich für die Kammer in Richtung Urteilsfindung gedacht.
In der schriftlichen Revisionsbegründung dürften andere Sachen drin stehen, viel formaler. Da interessiert z.B. die Zeichnung von Gina und Fabian keine Sau.
Ich überlege schon seit vielen Prozesstagen, wieso von der Verteidigung nicht mehr so viel kommt. Abgelehnte Anträge werden akzeptiert, das Gericht nicht mit weiteren fragwürdigen Anträgen zugemüllt.
Evtl. stellte sich frühzeitig eine Art Resignation ein, weil man sich sicher war, das Vorgehen des Gerichts (und ganz früher der EB) zeigt eine klare Richtung. Man hat Gina ja sehr früh auf eine mögliche Verurteilung vorbereitet. (Deshalb wird es am 10.11. keine Reaktion von ihr geben sage ich voraus).
Evtl. hat man somit frühzeitig begonnen, die Revision vorzubereiten, eben durch bestimmte Anträge, weglassen weiterer Anträge zur Aufklärung und weglassen vom Aufzeigen alternativer Szenarien etc.
Man weiß ja auch nicht, wie sich Richter, StA und Verteidigung hinter den Kulissen unterhalten.
Wenn ich mir alleine meine als Laie erstellten Szenarien anschaue....naja, wie ein BGH prüft weiß ich eben nicht. Ob er sich mit alternativen Szenarien und dem 'Zweifel' beschäftigt oder wirklich nur mit den ganz formaljuristischen Vorgängen (Antrag, Ablehnung, Begründung etc.).
Ansonsten, wenn Richtung Revision ebenfalls nix substanzielles kommt, wäre ich enttäuscht von der Verteidigung
Erfährt man als Öffentlichkeit den Inhalt des Revisionsantrages?
batho66 hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 14:14:29
Ich halte diesen Satz für höchst unanständig. Es steht einem Verteidiger nicht zu, hier irgendwelche Belehrungen zu äußern. Dorina hat eine eigene Anwältin und mit dieser kann sie alle Möglichkeiten durchsprechen. So ein Satz ist einfach übergriffig und dient nicht der Verteidigung der TV.
Naja, es ist die Realität. Und man kann da schon sagen dass es einem wirklich Leid tut. Mir tut Dorina in dem Punkt auch wirklich Leid, ich habe aber auch jedes Verständnis für eine Revision.
Wieso sollte ein Anwalt der Verteidigung nicht darstellen dürfen, dass ihn die Tat und das Leid der Mutter berührt? Das sind doch alles Menschen die da sitzen und keine Orks, und Löcker ist auch kein Unmensch.
[quote=HE_Gffnkkd post_id=368863 time=1793537431 user_id=12034]
die du anscheinend jetzt unmittelbar vor der Urteilsverkündung noch hast, würde mich interessieren, ob das oben zitierte Szenario mit CD oder eines der anderen Szenarien ohne CD, die du im Kopf hast, aus deienr persönlichen Sicht derart den Maßstäben des BGHs genügen, dass du davon ausgehst, dass das Gericht, sich mit solchen oder ähnlichen Überlegungen beschäftigen müssen wird.
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Danke :-)
Ich habe leider keine Ahnung von BGH-Revisionen. Im Plädoyer waren diese alternativen Szenarien jedenfalls kein bis kaum Thema. Ohm ritzte nur kurz die unvollständigen Alibis verschiedener Personen an.
Da die Plädoyers nicht mitgeschrieben wurden und auch nicht zwingend schriftlich eingereicht werden (man kann ja auch frei sprechen, Löcker entschuldigte sich beinahe dafür, dass er mal ein Plädoyer abliest), ist deren Inhalt wohl eher irrelevant für den BGH, sondern wirklich für die Kammer in Richtung Urteilsfindung gedacht.
In der schriftlichen Revisionsbegründung dürften andere Sachen drin stehen, viel formaler. Da interessiert z.B. die Zeichnung von Gina und Fabian keine Sau.
Ich überlege schon seit vielen Prozesstagen, wieso von der Verteidigung nicht mehr so viel kommt. Abgelehnte Anträge werden akzeptiert, das Gericht nicht mit weiteren fragwürdigen Anträgen zugemüllt.
Evtl. stellte sich frühzeitig eine Art Resignation ein, weil man sich sicher war, das Vorgehen des Gerichts (und ganz früher der EB) zeigt eine klare Richtung. Man hat Gina ja sehr früh auf eine mögliche Verurteilung vorbereitet. (Deshalb wird es am 10.11. keine Reaktion von ihr geben sage ich voraus).
Evtl. hat man somit frühzeitig begonnen, die Revision vorzubereiten, eben durch bestimmte Anträge, weglassen weiterer Anträge zur Aufklärung und weglassen vom Aufzeigen alternativer Szenarien etc.
Man weiß ja auch nicht, wie sich Richter, StA und Verteidigung hinter den Kulissen unterhalten.
Wenn ich mir alleine meine als Laie erstellten Szenarien anschaue....naja, wie ein BGH prüft weiß ich eben nicht. Ob er sich mit alternativen Szenarien und dem 'Zweifel' beschäftigt oder wirklich nur mit den ganz formaljuristischen Vorgängen (Antrag, Ablehnung, Begründung etc.).
Ansonsten, wenn Richtung Revision ebenfalls nix substanzielles kommt, wäre ich enttäuscht von der Verteidigung ;-)
Erfährt man als Öffentlichkeit den Inhalt des Revisionsantrages?
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Ich halte diesen Satz für höchst unanständig. Es steht einem Verteidiger nicht zu, hier irgendwelche Belehrungen zu äußern. Dorina hat eine eigene Anwältin und mit dieser kann sie alle Möglichkeiten durchsprechen. So ein Satz ist einfach übergriffig und dient nicht der Verteidigung der TV.
[/quote]
Naja, es ist die Realität. Und man kann da schon sagen dass es einem wirklich Leid tut. Mir tut Dorina in dem Punkt auch wirklich Leid, ich habe aber auch jedes Verständnis für eine Revision.
Wieso sollte ein Anwalt der Verteidigung nicht darstellen dürfen, dass ihn die Tat und das Leid der Mutter berührt? Das sind doch alles Menschen die da sitzen und keine Orks, und Löcker ist auch kein Unmensch.