MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:36:19

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:31:58 12.35 steht bei seinem Kollegen. Olaf selber hat von 'die Mittagszeit sei „immer so um 12 rum“ ' gesprochen. Oder hat der Ticker hier was unterschlagen, dass der Richter extra nachfragt?
Olaf L
Bild
Das hast du gerade gepostet
halbe einse rum = ~12.30
dreivierteil eins so = ~12.45
Olaf L + junger Landwirt + Gina H. = alles passt

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:31:58

Gastikus hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:27:14 Eben eben
"Das war am 10.10. Ja, so um halb einse rum, einse, dreiviertel eins so."
Das hat doch Gina H. selbst bestätigt. Ca. 12:30 auf die Uhr in ihrem Auto geguckt und dann durch Klein Upahl Richtung L11.
Also 12:35, was hier im Forum und sogar Tickern zu finden ist, haut sehr gut hin. Erst vor kurzer Zeit hier reinkopiert auch zu finden bei


27.05.2026 Ostseezeitung
12.35 steht bei seinem Kollegen. Olaf selber hat von 'die Mittagszeit sei „immer so um 12 rum“ ' gesprochen. Oder hat der Ticker hier was unterschlagen, dass der Richter extra nachfragt?
Gastikus hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:27:14 Das hat doch Gina H. selbst bestätigt. Ca. 12:30 auf die Uhr in ihrem Auto geguckt und dann durch Klein Upahl Richtung L11.
Ausgerechnet Du führst ausgerechnet Ginas Einlassung als Untermauerung für etwas an? Sorry aber da musste ich jetzt ein wenig :lol:

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:29:37

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:23:38 Ich rede ja nicht von Widerspruch. Von mir aus können die von um 12 bis um 1 oder noch länger durchgehend im Auto gesessen und Suppe gelöffelt haben. Es geht hier ja um die Sichtung.

Und da ist es schon ein erheblicher Unterschied für den Zeitablauf, ob man das Auto kurz nach 12 sieht weil es da immer Mittag gibt und die die ersten waren die er beliefert hat oder "einse, dreiviertel einse rum".
Insbesondere für Überlegungen was sie in der ganzen Zeit der Handyabschaltung bis 12.42 so gemacht haben kann. Wenn sie kurz nach 12 schon aus KU rausgefahren ist hatte sie noch massig Zeit bis zum Bolzsee-Treffen, hätte theoretisch sogar nach Hause und sich umziehen können.
Wenn sie aber 12.35 da raus ist muss sie direkt zum See durchgefahren sein.
Etc.pp.....

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:27:14

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:15:59 Ich sehe darin keinen Widerspruch, denn viele Menschen haben eine Stunde lang Mittagspause. Obwohl Zeugenaussagen grundsätzlich [sehr] kritisch zu betrachten sind, hat die Angeklagte die Aussagen der beiden Steinesammler doch persönlich bestätigt. Wie viele verschiedene orangefarbene PickUps mit Alpenmotiv sollen am 10.10. zur Mittagszeit denn vom Tümpel kommend durch Klein Upahl gefahren sein?
Eben eben
"Das war am 10.10. Ja, so um halb einse rum, einse, dreiviertel eins so."
Das hat doch Gina H. selbst bestätigt. Ca. 12:30 auf die Uhr in ihrem Auto geguckt und dann durch Klein Upahl Richtung L11.
Also 12:35, was hier im Forum und sogar Tickern zu finden ist, haut sehr gut hin. Erst vor kurzer Zeit hier reinkopiert auch zu finden bei
Gastikus hat geschrieben: ↑Donnerstag, 27. August 2026, 14:55:20 Spoiler
Sronson hat geschrieben: ↑Mittwoch, 27. Mai 2026, 10:49:01 Nachdem die Männer das Auto mit Gina H. gesehen hatten – am 10. Oktober gegen 12.35 Uhr – habe sich ein „Männergespräch“ unter den Landwirten entwickelt. So hatte es der junge Mann bei der Polizei ausgesagt. Vor Gericht ist ihm das ein wenig unangenehm – zum Beispiel als der Richter vorliest, dass die Landwirte Gina H. sehr attraktiv fanden. Ein Kollege soll gesagt haben: „Die würde ich auch gerne...“. Gelächter im Gerichtssaal.
27.05.2026 Ostseezeitung

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:23:38

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:15:59 Ich sehe darin keinen Widerspruch, denn viele Menschen haben eine Stunde lang Mittagspause. Obwohl Zeugenaussagen grundsätzlich [sehr] kritisch zu betrachten sind, hat die Angeklagte die Aussagen der beiden Steinesammler doch persönlich bestätigt. Wie viele verschiedene orangefarbene PickUps mit Alpenmotiv sollen am 10.10. zur Mittagszeit denn vom Tümpel kommend durch Klein Upahl gefahren sein?
Ich rede ja nicht von Widerspruch. Von mir aus können die von um 12 bis um 1 oder noch länger durchgehend im Auto gesessen und Suppe gelöffelt haben. Es geht hier ja um die Sichtung.

Und da ist es schon ein erheblicher Unterschied für den Zeitablauf, ob man das Auto kurz nach 12 sieht weil es da immer Mittag gibt und die die ersten waren die er beliefert hat oder "einse, dreiviertel einse rum".

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:15:59

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:10:39 Werd gerade etwas wahnsinnig.
Thema Steinesammler:

Im Ticker heißt
Richter Holger Schütt hakt bei Olaf L. nach, warum er sich so genau an die Uhrzeit erinnere. Der 59-Jährige erklärt, die Mittagszeit sei „immer so um 12 rum“, außerdem seien die Kollegen an diesem Tag die ersten gewesen, die er mit Essen beliefert habe.

Olaf L im Interview. Originalton, wann er denn den orangenen Pickup gesehen hat:
"Das war am 10.10. Ja, so um halb einse rum, einse, dreiviertel eins so." :evil: :evil: :evil:

Werd bekloppt!!! :shock:
Ich sehe darin keinen Widerspruch, denn viele Menschen haben eine Stunde lang Mittagspause. Obwohl Zeugenaussagen grundsätzlich [sehr] kritisch zu betrachten sind, hat die Angeklagte die Aussagen der beiden Steinesammler doch persönlich bestätigt. Wie viele verschiedene orangefarbene PickUps mit Alpenmotiv sollen am 10.10. zur Mittagszeit denn vom Tümpel kommend durch Klein Upahl gefahren sein?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:10:39

Werd gerade etwas wahnsinnig.
Thema Steinesammler:

Im Ticker heißt
Richter Holger Schütt hakt bei Olaf L. nach, warum er sich so genau an die Uhrzeit erinnere. Der 59-Jährige erklärt, die Mittagszeit sei „immer so um 12 rum“, außerdem seien die Kollegen an diesem Tag die ersten gewesen, die er mit Essen beliefert habe.

Olaf L im Interview. Originalton, wann er denn den orangenen Pickup gesehen hat:
"Das war am 10.10. Ja, so um halb einse rum, einse, dreiviertel eins so." :evil: :evil: :evil:

Werd bekloppt!!! :shock:

"warum er sich so genau an die Uhrzeit erinnere" 🙈

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 20. Oktober 2026, 17:00:36

Anna17 hat geschrieben: ↑Freitag, 09. Oktober 2026, 23:23:05 Was ist mit den Personenspürhunden die eine Fährte zum Busbahnhof aufgenommen haben?
Korkplatte hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 20:15:19 Gibt es eine Statistik, wie oft die Hunde daneben liegen?
Sronson hat geschrieben: ↑Sonntag, 18. Oktober 2026, 23:31:50 Es gibt eine stark umstrittene Studie, die 2018 von Forschenden der Uni Leipzig veröffentlicht wurde:
Zur Studie:

Es wurden Speichel- & Achselschweißproben von 190 Personen + DNA aus dem Vollblut von 7 Personen entnommen. Damit wurden mit 7 Hunden [3 private Rettungshunde, 4 speziell ausgebildete Mantrailer der sächsischen Polizei] über einen Zeitraum von 18 Monaten 675 Tests durchgeführt.

Das Ergebnis:

> Die speziell ausgebildeten Mantrailer der Polizei konnten eine Person anhand der o.g. Geruchsproben mit einer Ø Erfolgsquote von 82% aufspüren. Das Fehlen einer Geruchsspur wurde mit einer Ø Erfolgsquote von 97% korrekt erkannt.
> Die privaten Rettungshunde konnten eine Person anhand der o.g. Geruchsproben mit einer Ø Erfolgsquote von 65% aufspüren. Das Fehlen einer Geruchsspur wurde mit einer Ø Erfolgsquote von 75% korrekt erkannt.

Aus den gewonnenen Daten schließen die Forscher, dass die potenzielle Fehlerquote eines gut ausgebildeten Hundeführer-Teams gering ist und die in Achselschweiß, Speichel und aus Vollblut extrahierter DNA enthaltenen Komponenten als Schlüsselreize für individualisierte Suchaktionen ausreichen. Speichel soll dabei eine besonders geeignete Geruchsreferenz sein.

https://www.sciencedirect.com/science/a ... 3817304796

Nun zur kritischen wissenschaftlichen Stellungnahme:

Die statistische Auswertung der Studie von Woidtke, Dreßler & Babian wirft erhebliche Zweifel auf, die sich ohne unabhängige Neubewertung der Originaldaten nicht abschließend klären ließen. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Auswahlprozess der negativen Versuche (absichtlich oder unabsichtlich) manipuliert wurde oder dass eine relevante Anzahl negativer Versuche aus der statistischen Auswertung der Daten entfernt wurde.

Die Autoren stimmten einer unabhängigen Neubewertung ihrer Studiendaten nicht zu.

https://www.sciencedirect.com/science/a ... 3820304977

—> Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zwar vielversprechende Daten zur Tauglichkeit von Personensuchhunden vorliegen, die Aussagekraft der Studie aufgrund erheblicher statistischer Zweifel jedoch eingeschränkt ist.

Später mehr zur Frage, was Personensuchhunde wirklich können.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 20. Oktober 2026, 16:04:57

Ein trauriger und wenig gesprächiger Fabian könnte auch als Ursache haben, durch eine frühzeitige Ansage seiner Mutter, am Samstag in Rostock Fussballschuhe mit ihm kaufen zu wollen - ausgerechnet am Papa-WE mit Baumhausbau (SUPERGAU für 8-jährigen) und dem Dilemma, beides nicht unter einen Hut bringen zu können, ein 2. Paar Fussballschuhe durchaus wünschenswert, vor seinem allerersten Einsatz als Verteidiger in einer F-Jugendmannschaft des ETSV Güstrow mit der Trikotrückennummer 8

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 20. Oktober 2026, 16:03:09

Pitahaya11 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 13:06:29 Ich hab das jetzt gerade nicht auf dem Schirm: Wieviele Steinesammler-Zeugen waren am Tattag in der Nähe des Tümpels?
Mindestens 3 Arbeiter waren vor Ort. Vor Gericht haben Olaf L. und sein 18-jähriger Kollege ausgesagt.
Gästin-A hat geschrieben: ↑Mittwoch, 27. Mai 2026, 10:43:43 Im Stern etwas ausführlicher:
Nun ist der erste Zeuge dran, ein 18-jähriger Landwirt. Er war mit Kollegen am 10. Oktober bei Klein Upahl Steine sammeln. Sie hätten zwischen 12 und 13 Uhr Mittagspause gemacht an einer Stelle, an der sich zwei Feldwege kreuzen. Aus dem einen Feldweg sei auf einmal ein orangefarbener Pick-up herausgefahren. „Ich meinte noch zu meinen Kollegen: Mensch, ist das nicht die Gina aus Reimershagen?“ Und alle meinten: „Ja, das ist sie.“

Der junge Landwirt wohnt nur ein Dorf von Gina H. entfernt, den Pick-up habe er schon häufiger gesehen. Ob er an dem Tag habe erkennen können, wer den Wagen steuerte, fragt der Vorsitzende Richter Holger Schütt.

„Ich habe nur eine Frau drin gesehen. Die hatte offene, lange Haare. Ich hätte jetzt gesagt, helle, blonde Haare.“

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Trillerpfeile » Dienstag, 20. Oktober 2026, 14:21:10

https://www.rtl.de/news/fussballtrainer ... 01957.html

Ich hoffe, der Link funktioniert.

Das Video der Trainerin war und ist nicht verschwunden. Sie hat nur nie gesagt, dass er Angst hat. Da muss das Gericht sie dann auch nicht vorladen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 14:18:46

Anna17 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 13:20:56 Immerhin hat auch der eine Junge bei seiner gerichtlichen Aussage erwähnt: „es sei ihm aufgefallen, dass Fabian in den Tagen vor seinem Verschwinden deutlich weniger mit ihm gesprochen habe als sonst“. (bamberg24 / 03.09.2026/ 10:49 Uhr).

Die Betreuerin vom Jugendclub sagte aus, dass sie bei ihrer Ankunft im Jugendclub (09.10.2016 gegen 15:00 - 16:00 Uhr, entsprechend @Kalles Zeitstrahl) auf einen „traurigen" F getroffen sei.

Von der Fußballtrainerin an dieser Stelle ganz zu schweigen, ihre ursprüngliche Aussage hat sich zwischenzeitlich im Nirwana verflüchtigt. Darüberhinaus wurde ihre, seitens der Verteidigung beantragte Aussage zur Klärung dieses möglichen Sachverhalts - wie so vieles andere auch - seitens des Gerichts abgelehnt.
Das heißt, dass bereits Tage vor seinem Verschwinden Fabian irgendwas bedrückte. Wo man ja von Vorfreude auf das Treffen mit seinem Vater ausgehen dürfte.

Unverständlich, dass der Antrag der Verteidigung diesbezüglich abgeschmettert wurde. Du sagst es: wie so vieles andere auch.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Anna17 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 13:20:56

Pitahaya11 hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 11:44:44 …D sagte, Fabian habe nach dem Telefonat auf sie niedergeschlagen gewirkt…
Immerhin hat auch der eine Junge bei seiner gerichtlichen Aussage erwähnt: „es sei ihm aufgefallen, dass Fabian in den Tagen vor seinem Verschwinden deutlich weniger mit ihm gesprochen habe als sonst“. (bamberg24 / 03.09.2026/ 10:49 Uhr).

Die Betreuerin vom Jugendclub sagte aus, dass sie bei ihrer Ankunft im Jugendclub (09.10.2016 gegen 15:00 - 16:00 Uhr, entsprechend @Kalles Zeitstrahl) auf einen „traurigen" F getroffen sei.

Von der Fußballtrainerin an dieser Stelle ganz zu schweigen, ihre ursprüngliche Aussage hat sich zwischenzeitlich im Nirwana verflüchtigt. Darüberhinaus wurde ihre, seitens der Verteidigung beantragte Aussage zur Klärung dieses möglichen Sachverhalts - wie so vieles andere auch - seitens des Gerichts abgelehnt.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 13:06:29

Ich hab das jetzt gerade nicht auf dem Schirm: Wieviele Steinesammler-Zeugen waren am Tattag in der Nähe des Tümpels?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 20. Oktober 2026, 12:09:45

Kalle hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 12:42:23 Das es "schwierig bis unmöglich" sei, dafür wäre der Vergleichsfall Alexandra R. meines Erachtens ein viel interessanterer Vergleich als der Eiskellerfall. Zugebenermassen begebe ich mich auf dünnes Eis, da ich in diesem Fall nicht besonders tief drin bin. Aber war es nicht so, dass es hier GAR NICHTS an unmittelbaren Beweisen gab, keine Waffe, kein Tatort, keine Leiche, geschweige denn irgendwas zum konkreten Tatablauf. Ein paar Haare an einem Besen wo diese nicht zu erklären waren ? Theoretisch könnte das Opfer sogar noch leben ?
Es wurden auch Haare von Alexandra R. an einem Stück Panzertape gefunden, das genau die richtige Länge hatte, um einen Mund damit zuzukleben. Wenn ich mich recht erinnere, wurde auf demselben Panzertape auch ein Fingerabdruck von Ugur T. gefunden. Das war‘s aber auch schon!

Die „indirekten“ Indizien im Vermisstenfall Alexandra R. waren hingegen erschlagend, darunter ihr an einem fremden LKW befestigtes Handy, das [unfreiwillig + unbewusst] bis nach Italien kutschiert wurde. Zuvor waren von diesem Handy noch Nachrichten verschickt worden, die weder Alexandras typischer Wortwahl noch Zeichensetzung entsprachen.
[Turmfalke kann ggf. korrigieren.]

—> Dass es für eine Verurteilung unmittelbar tatbezogene Indizien braucht, ist totaler Quatsch. Daran ändert sich auch nichts, wenn diese Behauptung ständig wiederholt wird.

[Hat sich mit Gastlesers Beitrag überschnitten.]

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Dienstag, 20. Oktober 2026, 12:03:33

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 08:45:10[…..]
Ein befangenes Gericht ist aber die absolute (nichtsdestorotz natürlich sehr beschähmende und traurige) Ausnahme. […..]

Wenn man die Logik, die hier teilweise angewandt wird, jedoch auf den Fall Alexeandra R. überträgt, dann würde einige hier wohl arumentieren
"Vollkommen lächerlich, dass hier zwei Menschen wegen Mordes verurteilt wurden, denn es ist nichtmal bewiesen, dass überhaupt jemand gestorben ist.".
„Befangenheit“ oder möglicherweise „Confirmation Bias“, auch bei H.E.T.en zu beobachten, wenn Einladungen zu Alternativhypothesen anstehen:
[…..]
Wer als Verteidiger mit seinem Plädoyer etwas beim Richter erreichen möchte, muss dabei wissen, dass er i.d.R. dessen Einstellung ändern muss. Richter haben nämlich - wie erfahrungswissenschaftliche Untersuchungen zeigen - durch die Eröffnung des Hauptverfahrens tendenziell den Standpunkt eingenommen, dass die Anklage zutrifft (SCHONEMANN StV 2000, 159/163 [sog. Perseveranz- oder lnertia-Effekt]).

Dies führt dazu, dass spätere Informationen, welche diese Hypothese stützen, systematisch überschätzt werden, während entgegengesetzte Informationen also solche, die die Anklage infrage stellen - tendenziell unterschätzt werden (SCHONEMANN, a.a.O.; BARTON StraFo 1993, 13
ff.).

Damit ist kein Vorwurf gegen Richter verbunden, sie seien grds. befangen oder voreingenommener als andere Menschen. Der Umstand, dass ein einmal eingenommener Standpunkt nur schwer wieder verlassen wird, stellt vielmehr eine kommunikationstheoretische Binsenweisheit dar, die es zu beherzigen gilt […..]

Der Aufbau des Verteidigerplädoyers: Empfehlungen aus sozialpsychologischer Sicht, von Prof. Dr. Stephan Barton, Bielefeld
https://www.uni-bielefeld.de/fakultaete ... doyers.pdf
Im Fall A.K.gab es zwar nur Indizien („gefundene Haare, die mittels DNA-Analyse klar Alexandra R. zugeordnet werden konnten, Geruchsspuren, Tankbelege“), aber eine nicht alternativ erklärbare digitale Spur („nach der Tat nach Italien gebracht und auf einem Lkw entsorgt […..] Sein Prepaid-Telefon habe sich demnach im gleichen Fahrzeug mit dem Telefon von Alexandra R. befunden“).
Vor allem gab es ein handfestes Motiv, dass sich durch eine Anzeige des Opfers gegen die Angeklagten im Vorfeld der Tat, ermitteln ließ.
https://www.nordbayern.de/nuernberg/mor ... 1.14359166

Letzteres wird in Rostock, aufgrund der Planungsleistung und Geduld, in Kombination mit der Emotionalität bei Ausführung, im Plädoyer bestimmt anhand der Ausführungen des Gutachters „nachgeschärft“.

Da jedoch an jedem Finger ein Arbeits-, Geld-, …..-Sklave hing, es wurde hart an TZ1 gearbeitet, 1000 und eine Sprachnachricht innerhalb weniger Wochen, und offen über „das Beziehungs- und Gefühlsleben“ während der vielen Wald- und See-Treffen gesprochen wurde, müssten sich eine Laienrichter:innen vielleicht mehr überzeugen lassen (damit sind nicht Kuchen und Gebäck aus gut vernetzter Hand gemeint, sondern die Verteidiger Plädoyers), als ein Berufsrichter:innen.

Außer der Reitgerte, gab es keine Anzeichen die auf eine aggressive Handlung in den folgenden Stunden hinweisen könnten. Im Gegenteil, „Hufpflege wie immer“, etwas gestresster Eindruck am Telefon während der Autofahrt, der Adi für 7min am Telefon, anschließend ohne ungewöhnliche Geruchsspuren (nach eisenhaltigen Blut, Brandgeruch oder verdeckenden Parfüm Düften), oder Stress Symptome, das übliche Treffen mit TZ1.

Wären, unter Zuhilfenahme des Gutachtens, Anzeichen für ein so lang geplantes Tatgeschehen und die emotionale Intensität der Tat in der Zeit davor zu erwarten gewesen?

„Instabile psychopathische Persönlichkeit“ deckt die Hypothese mMn ab, aber dann wären auch weitere solcher „unüblichen Handlungen“ zu erwarten gewesen, oder?
Spätestens wenn außergewöhnliche Lebensereignisse stattgefunden haben, Pferdverlust, „Vater“Verlust, ….., oder staut sich dass dann im psychopathischen Anteil, der dann darauf lauert, das es BL instabil wird, um dann in Ruhe die Planungsleistung und Ausführung zu steuern, und die Emotionen ausnahmsweise bei der Tat „mindestens sechs“mal zulässt?
@Caris @Sway

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 11:54:32

Pitahaya11 hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 19:54:55 Ergänzend: Laut Suchmaschine ist O.L. kein offizielles Mitglied der Grey Bulls Güstrow e.V., kooperiert aber mit dem Verein im Rahmen sozialer Aktionen (wie z.B. dem Kinder-Wünschebaum-Projekt in Güstrow). Wenn die Info dann stimmt und die Suchmaschin nicht einen ihrer strangen crazy Tage hatte :lol: . Auf Fotos verschiedener Veranstaltungen erkennt man hier und da einen T-Shirt-Träger mit dem "Hard-Rock-Café"-Logo auf der Brust ...
Jedenfalls kann auf die Betrachter die Ausstrahlung dieses Vereins (zumindest auf Fotos) einschüchternd wirken. Motorradclubs eben. So in der Art "Pass auf: Leg dich mit mir lieber nicht an". Seit 20 Jahren Teil der Güstrower Szene.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 20. Oktober 2026, 11:44:44

Anna17 hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 20:58:04 Das abendliche Telefonat, was Fabian mit unbekanntem Freund X führte, hat lt. Aussage von Dorina dieser nicht mit GH geführt. Mit wem Fabian telefoniert hat, ist nicht bekannt. Nach diesem Telefonat bat Fabian seine Mutter auch noch am darauf folgenden Tag zu Hause bleiben zu dürfen.
Es muss nicht unbedingt eine Ursache-Wirkung bestehen zwischen F's Telefonat und seiner anschließenden Bitte an D, am folgenden Tag zuhause bleiben zu dürfen. Eltern haben bekanntlich nicht immer alles auf dem Plan, was Kinder so tun, umso weniger, was in ihnen warum vorgeht. D sagte, Fabian habe nach dem Telefonat auf sie niedergeschlagen gewirkt. Auch hier kann die Ursache schon davor entstanden sein. Jugendclub? Nach dem Jugendclub?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 20. Oktober 2026, 11:03:07

Maria hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 00:50:23 Ich war eigentlich immer der Meinung, dass das rechtsmedizinische Gutachten besagt hätte, die Tatwaffe käme einem Messer gleich und nicht, dass es zwingend ein Messer gewesen sein muss.
[…]
Hat der Gerichtsmediziner ausdrücklich eine zum Schneiden geeignete Maschine ausgeschlossen?
Hallo Maria,

ich denke nicht, dass ein Gerichtsmediziner alle theoretisch denkbaren Todesursachen & Tatwerkzeuge explizit ausschließen muss. Stattdessen konzentriert er sich doch auf diejenigen, die ernsthaft in Betracht kommen. Nach jetzigem Stand gibt’s mMn keinen ernsthaft infrage kommenden Alternativansatz zu der Feststellung, dass Fabian von einer anderen Person mit einem messerähnlichen Gegenstand gezielt getötet wurde.
Sechsmal habe jemand dem Achtjährigen in den Brustkorb gestochen - wahrscheinlich mit einem einschneidigen Messer, zehn bis 15 Zentimeter lang.
So seien etwa alle sechs Stiche in die Brust des Jungen aus derselben Richtung erfolgt. Die Tat grenze an einen sogenannten Overkill, da auch weniger Stiche tödlich gewesen wären.
https://www.stern.de/gesellschaft/mordf ... 94284.html
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... n-200.html

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von HE_Gffnkkd » Dienstag, 20. Oktober 2026, 09:30:37

Spekulatiant hat geschrieben: ↑Montag, 19. Oktober 2026, 23:05:26 Jetzt widersprichst du dir aber selbst:

Haben [Staatsanwaltschaft und Ermittlungsbehörden] nun gründlich genug gearbeitet oder gab es Pannen?
Das ist mitnichten ein Widerspruch, denn meine Welt ist nicht nur schwarz und weiß, was ich durch meine Wortwahl
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Montag, 12. Oktober 2026, 14:06:19 Aus meiner Sicht haben die Ermittler im Großen und Ganzen gründlich genug gearbeitet, auch wenn sie sich an vereinzelten Stellen nachweisbar nicht mit Ruhm bekleckert haben.

[Farbliche Hervorhebungen neu ergänzt]
denke ich auch klar zum Ausdruck gebracht habe.

Die Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaft haben für mich im Kern gute Arbeit geleistet, denn ich bin der Auffassung, sie haben die richtige Person angeklagt und genügend Indizien gesammelt, die auch problemlos für eine Verurteilung reichen werden.
Die ein oder andere Peinlichkeit bei den Ermittlungen gab es zwar, aber "Erarre humanum est".

Ncihtsdestorotz bleibt abzuwarten, ob es zu einer rechtskräftigen Verurteilung dieser Kammer des Landgerichts Rostock kommen kann, denn manchmal können selbst kleinste Fehler juristisch dafür ausreichen, dass ein Urteil nicht rechtskräftig wird.

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