VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Geben Sie den Code genau so ein, wie Sie ihn sehen; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Wenn Sie eine Datei oder mehrere Dateien anhängen möchten, geben Sie die Details unten ein.

Maximale Dateigröße pro Anhang: 1 MiB.

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Freitag, 30. Januar 2026, 11:44:09

Eigentlich war ja lange Zeit gar nichts bekannt bezüglich Verdächtigen und zeitliche Abfolgen. Selbst 2004 war nur das Telefonat zur Schwester Thema.
Und klar, dass alle die im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Katrin befragt bzw. einvernommen wurde sich gekannt haben. Naheliegend ist da auch, dass man sich untereinander ausgetauscht hat. Erst in Podcast Blitzeis 2019 und jetzt neu im LiD Podcast wird mehr über die Ermittlungsarbeit berichtet. Aber der Namen Ralf dürfte zuvor längst schon die Runde gemacht haben.

Was halt an diesem Fall sehr aussergewöhnlich ist, und das wird auch in der neuen Folge im Podcast gesagt, dass es 7 Verdächtige gab. Kommt noch dazu, dass die wenigsten zur relevanten Zeit des Verschwindens von Katrin ein Alibi vorweisen können. Anbei ihnen das heute noch anhaftet. Ich bin mir fast sicher, dass sich sowas relativ zeitnah hätte aufklären lassen.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Trodat5203 » Freitag, 30. Januar 2026, 09:07:34

ocram84 hat geschrieben: Samstag, 27. Dezember 2025, 15:37:51 Ralles Verhalten ist verständlich, finde ich.

Er hat sie nicht an der Bushalte getroffen. Hat nur ganz kurz mit ihr gesprochen und hat sich nicht gemeldet, weil er mit dem Vater befreundet war. Er wird das Treffen als Nichtig erachtet haben.

Warum hätte er es sonst nach 18 Jahren zugeben sollen? Das hätte er ja problemlos abstreiten können. Der ist für mich raus.

Was in den ganzen Folgen völlig untergeht, ist ein mögliches Motiv.
Ich sehe das genau andersherum:

Dadurch, dass Ralf so lange außerhalb des Radars blieb kannte er alle Informationen BEVOR man ihn befragte. Er dürfte also gewusst haben, wann Katrin von Joachim los ging und er wusste, dass alles was sich nach 19 Uhr abspielte die TV eben zu den TV machte. In den zeitlichen Ablauf passt seine Aussage natürlich auf den ersten Blick gut rein. Katrin wäre ja wirklich zu Fuß um ca. 18:50 Uhr am Hotel Nigel vorbei gekommen. Wenn Ralf nun also auf gar keinen Fall will, dass er ans Ende rückt und somit als Täter in Frage käme, dann macht es aus seiner Sicht Sinn, sich bewusst an den Anfang zu setzen.
Was aber eben dabei negativ auffällt ist, dass Ralf diese Aussage nie tätigte OBWOHL er Martin damit entlastet hätte, dessen Angebot ja ebenfalls von ihr abgelehnt worden sein soll und diese zusätzliche Ablehnung an Ralf ja insgesamt den Eindruck verstärkt sie müsse ggf. schon fest mit jemandem gerechnet haben. Und 2. OBWOHL er diese Begegnung für absolut unwichtig hielt und deshalb nix sagte, kann er sich aber fast 18 Jahre später an eine genaue Uhrzeit erinnern im Gegensatz zu den anderen.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Freitag, 30. Januar 2026, 03:46:55

Teil 9 des Podcast Katrin Konert

https://www.podcastfabrik.de/podcasts/lichtinsdunkel/

Wer alle Podcasts gehört hat, hat schnell gemerkt, dass die Ermittlungen nicht am Optimum waren. Es scheint so, als sei man von der Lösung des Falls immer noch weit entfernt. Eine erneute Zeugenbefragung ist sicher sinnvoll. Bei welchen die damals Verdächtigen wie andere interessante Personen/Zeugen sich nicht verteidigen müssen. Laut Herrn Bettels muss man erstmal die richtigen Fragen stellen, um zu schauen, ob Aussagen revidiert werden oder neue/geänderte Erinnerungen ans Licht kommen.
Das Treffen mit den verschiedenen Vertretern von ICCAP wirkt wie der letzte verzweifelte Versuch, nach irgend einem Strohhalm zu greifen.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Mittwoch, 21. Januar 2026, 20:54:32

Teil 8 des Podcast Katrin Konert.
https://www.podcastfabrik.de/podcasts/lichtinsdunkel/

Hier spricht der jüngste Bruder Fränki von Katrin. Er war damals als Katrin verschwand ein Jahr alt. Und kennt die Geschichte nur aus Erzählungen Fotos Videos und Bilder. Ist halt ein sehr emotionaler Podcast.

Am Schluss wird dann noch erwähnt, dass in der nächsten Folge spezielle Profiling Winthropping eingegangen wird.

Keatley’s Winthropping
Profiling

Die Methodik sucht nach Eigenschaften eines Täters um dessen Denkmuster aufzubrechen. Dazu wird nach Wahrscheinlichkeit zu Aktivitätsräume in seiner persönlichen Welt gesucht. Um die Suche von denkbaren Ablageorten einzuschränken oder zu gewichten.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Zilly » Mittwoch, 21. Januar 2026, 10:16:57

So viele Verdächtige, aber keine echten Spuren. :|

Mir geht nicht aus dem Kopf, dass sie vielleicht doch versucht haben könnte, zu laufen - zumindest ein Stück weit und dann ggf auf der Landstraße von irgendwem aufgegabelt oder verletzt worden sein könnte.
Vielleicht war es auch einfach ein Unfall und sie liegt unentdeckt irgendwo zwischen den einzelnen Ortschaften in einem Graben am Straßenrand, bedeckt von Wasser und Schlamm.
Sie wird doch von allen Seiten (auch) als stur und trotzig beschrieben.
„Mir doch egal, dass ihr Blödmänner mich nicht fahren wollt, dann laufe ich eben!“
Wäre das nicht durchaus auch vorstellbar?

Bei den ganzen jüngeren Verdächtigten habe ich große Zweifel, dass sie spontan einen Mord samt Leichenbeseitigung hinbekommen hätten.
Vermutlich wohnten die großteils noch bei ihren Eltern und auch der Boden war gefroren. Also wohin mit einem Körper in der Kürze der Zeit?
Bei den älteren Verdächtigen sieht das etwas anders aus. Die waren mobiler und ungestörter in ihrem Tun.
Das blaue Auge des Vermieters und die Anmachsprüche geben mir schon zu denken.
ABER hätte man dann nicht auch Spuren finden müssen?

Ich glaube, ich würde auf der Strecke von Bergen bis Clenze (von dort wollte Thilo sie doch mitnehmen, oder?) erstmal jeden Graben absuchen.

In Bremen hat man kürzlich auch nach 1,5 Jahren jemanden zufällig in einem Graben gefunden. Nur 1,5km vom Ort des Verschwindens entfernt. Vermutlich ist derjenige beim Pinkeln ausgerutscht, dann bei Minusgraden in den Graben gefallen und kam da alleine nicht wieder raus, obwohl es nicht tief war.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Donnerstag, 15. Januar 2026, 14:48:21

Also wenn es um die Einschätzung geht, bei welchem der Männer Katrin zugestiegen ist, so dürfte dies bei allen gleich gross sein.
Denkbar für mich ist allerdings, dass einer der Männer Katrin nach Clenze gefahren hat. Und will da keines Wegs auf Christian verweisen
Selbst wenn man die Zeitachse noch etwas dehnt, bleiben die Zeiträume relativ eng. Was ein Zustieg bei Dritten eher ausschliessen lässt. Meine ich.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Donnerstag, 15. Januar 2026, 08:15:50

In Teil 7 des Podcast sagt Kommissarin Dau Rödel es seien neu Hinweise eingegangen. Die überprüft werden müssen. Aber der entscheidende sei nicht dabei. Dann folgt nochmal ein Zeugenaufruf. In dem werden Autofahrer aufgefordert welche zwischen 19 Uhr und 19:30 Uhr im Raum Bergen Dumme Clenze unterwegs waren sich zu melden. Der Aufruf geht auch an den Hinweisgeber welcher den Namen Ralf nannte.

Ich glaube jetzt auch zu verstehen wie das gemeint war mit es fehlt nur ein kleines Puzzlestück. Offensichtlich erhofft man sich einen Hinweis von einem Autofahrer, welcher sagt, er habe ein Fahrzeug da und da gesehen, und sei dort und dort abgebogen. Würde das beschriebene Fahrzeug zu einem der ehemals verdächtigen Personen passen wäre man ein Schritt weiter.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Jolu65 » Donnerstag, 15. Januar 2026, 07:51:48

Es ist schon erstaunlich, wie viele "Männer" am 1.1. bei Witterungsbedingungen "unterwegs" waren, bei denen man besser kein Auto fährt. Nun müsste allen etwas aufgefallen sein- und ja die meisten haben KK auch gesehen, zwei mit ihr sogar gesprochen. Einer dieser "Cruiser" kommt für einen Mord in Frage. Die Tatbegehung durch einen völlig Außenstehenden ist sehr unwahrscheinlich. Denn - und das halte ich für entscheidend- KK war jemandem verabredet, der sie nach Hause fährt.
Das kann nur jemand gewesen, der explizit ein sexuelles Interesse an ihr hatte. Nun steht im Raum, dass Sven, derjenige sein könnte, der dafür in Frage käme. Es wäre schon interessant von Zeitzeugen zu erfahren, ob er ein sexuelles Interesse an KK gehabt haben könnte. Ansonsten- und das halte ich für wahrscheinlicher- sind die beiden anderen "alten weißen Männer" tatverdächtig. Wer fährt denn nachts bei Glatteisregen wahllos in der Gegend herum ?

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Ria467 » Mittwoch, 14. Januar 2026, 19:59:17

Hier geht's zum 7. Teil des Licht ins Dunkel Podcasts:

https://www.podcast.de/episode/69861562 ... rungen-103

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Dienstag, 13. Januar 2026, 20:28:48

In den jeweiligen Quellen gibt es zu Martin auch verschieden Angaben. Da ist nun wirklich alles mit dabei. Von 19 Uhr bis 19.30Uhr nur gesehen nur angesprochen bis Katrin hat abgelehnt.

Davon ausgehend, dass Christian und Ralf Katrin kurz vor 19Uhr auf der B71 gesehen haben, und Seven gar nie losgefahren ist, anbei Christian auf dem Rückweg Katrin nicht gesehen hat, wäre Martin der Letzte der Katrin gesehen hat. Sollte aber Sven losgefahren sein, müsste er nach Martin an der Bushaltestelle gewesen sein. Selbst Ralf könnte nochmal aufgetaucht sein. Fraglich bleib dann, hat sich da Katrin immer noch an der Bushaltestelle aufgehalten. Weiter gibt es noch die Möglichkeit, dass Martin Katrin gesehen hat bevor Christian bei der Bushaltestell vorbeikam. Und er Katrin bis Clenze mitgenommen hat.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Trodat5203 » Dienstag, 13. Januar 2026, 13:32:25

Jolu65 hat geschrieben: Dienstag, 13. Januar 2026, 07:57:45 Ja, die Frage mit wem KK verabredet war, um nach Hause zu gelangen steht im Raum. WENN es stimmt, dass sie die angebotenen Mitfahrgelegenheiten von Ralf und Martin abgelehnt hat, sollte man schlussfolgern, dass eine solche Verabredung tatsächlich bestand UND dass es tatsächlich so war, dass die Mitfahrgelegenheiten ablehnte, weil beide eben das Gleiche aussagen.

Wäre es dann aber im Falle von Sven nicht so, dass sie zumindest dem Martin gesagt hätte "Der Sven fährt mich"- davon ausgehend, dass sich beide Männer kennen. Sollte sie aber mit jemand anderen verabredet gewesen sein, dessen Existenz man besser nicht verrät, wäre ja die Nichtnennung eines Namens eher plausibel.
Wie gesagt, ich könnte mir vorstellen, dass sie auch Martin nichts von Sven sagte wegen der mehr oder weniger geheimen Beziehung zu Joachim. Und ich könnte mir vorstellen, dass Martin sie evtl. doch nicht gefragt hatte, ob er sie fahren soll. Zu den zeitlichen Abläufen lässt sich erstmal nur feststellen, dass Ralfs Aussage zeitlich gesehen absolut passend ist. Ebenso die Aussage von Christian und Tanja. Ute will Katrin um 19:07 Uhr schon nicht mehr an der Bushaltestelle gesehen haben, ebenso wie Christian der in etwa auch um den Dreh dort nochmal lang gekommen sein will. Die Einordnung von Martin dagegen ist sehr ungenau. Könnte aber passen, dass er wirklich der letzte war, der sie sah und das muss ja auch nach 19 Uhr gewesen sein. Da wäre Katrin schon nicht mehr pünktlich Zuhause gewesen. Daher ist es nicht wirklich verständlich, warum sie ohne eine andere Aussicht diese MFG abgelehnt haben sollte.

Evtl. gibt es also auch noch einen weiteren 7. Mann, mit dem Katrin sich kurz vorher verabredet hatte, auch das kann man eigentlich nicht ausschließen. Die Vielzahl an Verdächtigen in diesem Fall und die widersprüchlichen Aussagen, sowie die mangelnde Kooperationsbereitschaft sind wirklich ungewöhnlich.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Jolu65 » Dienstag, 13. Januar 2026, 07:57:45

Ja, die Frage mit wem KK verabredet war, um nach Hause zu gelangen steht im Raum. WENN es stimmt, dass sie die angebotenen Mitfahrgelegenheiten von Ralf und Martin abgelehnt hat, sollte man schlussfolgern, dass eine solche Verabredung tatsächlich bestand UND dass es tatsächlich so war, dass die Mitfahrgelegenheiten ablehnte, weil beide eben das Gleiche aussagen.

Wäre es dann aber im Falle von Sven nicht so, dass sie zumindest dem Martin gesagt hätte "Der Sven fährt mich"- davon ausgehend, dass sich beide Männer kennen. Sollte sie aber mit jemand anderen verabredet gewesen sein, dessen Existenz man besser nicht verrät, wäre ja die Nichtnennung eines Namens eher plausibel.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Trodat5203 » Montag, 12. Januar 2026, 11:44:15

Jolu65 hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 07:40:52 Das Motiv dürfte klar sein- bei der Gelegenheit und dem Nachtatgeschehen bestehen Unsicherheiten.

Welches andere Motiv als ein Sexuelles sollte man denn noch annehmen ? Mir fällt keins ein.
Ein Unbekannter und Ortsfremder kann natürlich als Täter auch in Betracht kommen- das auszuschließen ist selbstverständlich nicht möglich. Jedoch ist das eher unwahrscheinlicher als die Tatbehung durch einen Ortskundigen.
Der 3 Sekunden-Anruf.... Es ist Edgar-Wallace-England-Wetter. Sven kennt sich in Bergen bestens aus. Er wird deshalb gewusst haben, wo J. wohnt und wenn ein Anruf getätigt worden wäre, dann der:
"Ich komme runter und stehe vor der Tür"
Warum sollte sie den Weg zur Bushaltestelle laufen, wenn es für beide auch einfacher gegangen wäre ?

Anders sähe die Sache aus, wenn sie mit jemadem verabredet gewesen wäre, der eben nicht wusste, wo J wohnt und der auch nicht direkt aus Bergen stammt. Da würde ein Treffpunkt "Bushaltestelle" mehr Sinn ergeben. Dass eine Verabredung getroffen wurde, würde ich daraus ableiten, dass sie Mitfahrgelegenheiten ablehnte- denn warum sollte sie das tun bei schlechten Witterungsverhältnissen und zeitlichem Druck ?
Ich gehe davon aus, dass Katrin nach der SMS an Sven mit dem Wortlaut "Wenn du mich fahren willst, dann sei um 19 Uhr bei J." nochmals versuchte Sven zu erreichen, da dieser auf besagte SMS nicht reagiert hatte. MMn ging die Mailbox bei dem 3 Sekunden-Anruf ran, weshalb sich Katrin dann eben auf den Weg zur Bushaltestelle machte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Sven nach diesem verpassten Anruf nicht doch nochmal zurückrief und Katrin ihm mitteilte, dass sie bereits losgegangen ist. Frau Dau-Rödel sagte ja, dass man nicht alle Kontakte mehr nachvollziehen bzw. Einsehen konnte. Ggf hat Sven ihr dann einfach gesagt, sie solle an der Bushaltestelle auf ihn warten. Das würde erklären, warum Katrin die beiden anderen MFG ablehnte. Zumindest die von Ralf. Bei Martin bin ich mir nämlich nach wie vor nicht sicher, ob dieser ihr wirklich angeboten hat sie zu fahren oder seine Aussage erst im Nachhinein änderte, damit man ihm keine Vorwürfe macht Katrin dort stehen gelassen zu haben. An Katrins Stelle würde ich auch nicht unbedingt mitteilen, dass mich ein Kumpel von meinem 30jährigen Freund fahren will, wenn diese Beziehung erstmal mehr oder weniger geheim bleiben soll.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Montag, 12. Januar 2026, 02:41:32

Dass sich hier alle genannten Personen gekannt haben dürften kommt schon hin. Falls nicht, dann ganz sicher nach dem Verschwinden von Katrin. Vermutlich war es auch so, dass der Name Ralf länger schon im Umlauf war, bevor der Hinweisgeber den Namen der Polizei meldete.

Diese 3 Sek. Verbindung um 18:46 Uhr und die Zeugenaussagen zur Sichtung von Katrin passen halt ganz genau in das Zeitfenster bis Katrin an der Bushaltestelle angelangt war. Anbei will sie zwei MFG abgelehnt haben.

Es ist sicher eine Überlegung Wert, mal die Zeitangaben zu den Sichtungen zu hinterfragen. Vielleicht öffnet sich da ein Weg bei wem Katrin zugestiegen sein könnt. Oder bei jemandem bekannten an der Haustüre erschienen ist. Ich zweifle wie länger je mehr, dass Katrin ab der Bushaltestelle verschwunden ist. Möglich, dass sie am besagten Abend Bergen gar nicht mehr lebend verlassen hat. Oder eventuell bis Clenze weiter gekommen ist.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Jolu65 » Freitag, 09. Januar 2026, 07:40:52

Das Motiv dürfte klar sein- bei der Gelegenheit und dem Nachtatgeschehen bestehen Unsicherheiten.

Welches andere Motiv als ein Sexuelles sollte man denn noch annehmen ? Mir fällt keins ein.
Ein Unbekannter und Ortsfremder kann natürlich als Täter auch in Betracht kommen- das auszuschließen ist selbstverständlich nicht möglich. Jedoch ist das eher unwahrscheinlicher als die Tatbehung durch einen Ortskundigen.
Der 3 Sekunden-Anruf.... Es ist Edgar-Wallace-England-Wetter. Sven kennt sich in Bergen bestens aus. Er wird deshalb gewusst haben, wo J. wohnt und wenn ein Anruf getätigt worden wäre, dann der:
"Ich komme runter und stehe vor der Tür"
Warum sollte sie den Weg zur Bushaltestelle laufen, wenn es für beide auch einfacher gegangen wäre ?

Anders sähe die Sache aus, wenn sie mit jemadem verabredet gewesen wäre, der eben nicht wusste, wo J wohnt und der auch nicht direkt aus Bergen stammt. Da würde ein Treffpunkt "Bushaltestelle" mehr Sinn ergeben. Dass eine Verabredung getroffen wurde, würde ich daraus ableiten, dass sie Mitfahrgelegenheiten ablehnte- denn warum sollte sie das tun bei schlechten Witterungsverhältnissen und zeitlichem Druck ?

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Mittwoch, 07. Januar 2026, 09:22:43

Teil 6 des Podcast Katrin Konert

https://www.podcastfabrik.de/podcasts/lichtinsdunkel/

Hier wir nochmal dieser 3 Sek. Anruf um 18:46 Uhr erwähnt. Ob Sven diesen Anruf annahm sei nicht klar. Und ob da was gesprochen wurde sei nicht sicher. Es bleibt dabei, hier von einer Verbindung zu sprechen. Kann man als Zeichen werten, ich gehe jetzt los.

Weiter wird auch dieser neu Zeug Ralf erwähnt. Offensichtlich ist es so, dass bei den Anwohnern verschiedene Varianten umgehen wie der Zeuge ermittelt werden konnte. Anbei wird klar gesagt, dass ein anonymer Anruf über das BKMS Portal erfolgte. Und Namen wie Anschrift genannt wurden. Und dass Ralf Katrin gekannt hat.

Weiter wurde auch vor Ort mit Anwohnern gesprochen. Da auch nochmal Plakate Aufgehängt wurden. Die Anwohner befürworten die Aktion. Und wünschen sich, dass der Fall geklärt werden kann.

Offensichtlich gehen da auch Gerüchte um, Katrin könnt auch am Silvester verschwunden sein.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Dienstag, 06. Januar 2026, 02:24:52

Natürlich versteh ich ein Stück weit warum man die 3 jungen Männer auf schwerste belastet hat.

18:46 der 3 Sek. Anruf von Katrin zu Sven
18:55 Christian sieht Katrin auf Höhe der Kirche.
19:00 bis 19:15 Martin sieht und spricht mit Katrin an der Bushaltestelle. Katrin steigt nicht zu.
19:00 bis 19:15 Hypothetisch könnt Sven auch an der Bushaltestell aufkreuzen. Will er aber nicht gemacht haben.
19:10 plus Christian fährt an der Bushaltestelle vorbei. Sieht Katrin nicht.

Es können ja nicht 3 Personen am verschwinden von Katrin beteiliget gewesen sein.
Weiter ist Martin der Einzige welcher aussagt, er habe Katrin an der Bushaltestelle gesehen und gesprochen. Und sie sei nicht zugestiegen.
So ganz ausschliessen kann man eben einen Dritt Täter nicht. Und wäre aufgrund der 3 Zeugenaussagen gar nicht so falsch.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von HP1 » Montag, 05. Januar 2026, 09:56:52

Gut möglich, dass ich was übersehe, bin nicht so sehr in diesem Fall drin. Vielleicht ist meine Frage auch etwas naiv(?)

Jedenfalls, warum ist man denn so sehr auf die 5 oder 6 bekannten Verdächtigen (oder eine Auswahl davon) eingeschossen, warum wird ein ihr unbekannter Täter auf der Durchfahrt und ohne Ortsbezug als so unwahrscheinlich abgetan?

Klar haben mehrere der bekannten Verdächtigen widersprüchliche oder im Zeitverlauf veränderliche Aussagen gemacht. Kann man als verdächtig ansehen. Gleichzeitig zeigt es aber auch, dass da genauso auch nicht schuldige Verdächtige widersprüchliche oder veränderliche Aussagen getätigt haben (müssen), was die Bedeutung als "verdächtig" dann wieder sehr relativiert.

Kategorisiert man mal unter der Voraussetzung von sexuell motiviertem Übergriff als Motiv:

Ein planender Täter hätte doch gerade entfernt von persönlichen Bezugspunkten nach einem Opfer gesucht, möglicherweise sogar von ihm allgemein frequentierte Strecken vermieden.
Lediglich ein planender Täter aus ihrem Umfeld, der es genau auf sie abgesehen gehabt hätte und lediglich auf eine geeignete Gelegenheit gewartet hatte sie abzugreifen, wäre da eine wirkliche Alternative.

Und ein spontaner Täter, da kommts drauf an.

Entweder eine spontane Entscheidung für einen Übergriff gegen ihren Willen, also spontanes Wahrnehmen einer Gelegenheit bei latent bereits gegebenem Motiv bzw. Tatabsicht in seiner Vorstellungswelt, das würde ich als spontanen Tateinstieg mit Tötungsabsicht von Beginn an für ausgesprochen unwahrscheinlich halten. In dem Fall viel eher impulsgesteuertes Handeln ohne das in dem Moment überhaupt so weit weiter zu denken.
Klar könnte so ein starker, rationalitätsmindernder Impuls und Mangel an Selbstkontrolle jeden betreffen. Aber ich meine, gegenüber einem ihm bekannten Opfer und im (gemeinsamen) räumlich-sozialen Umfeld wäre da die Hemmschwelle größer, während ich ein "anonymes" Setting ohne Bekanntschaft und gemeinsamem Umfeld, abseits des eigenen räumlichen Alltags sozusagen für "einladender" für solches Handeln halten würde.

Bleibt noch der spontane Versuch einvernehmlicher Annäherung, die dann aus dem Ruder läuft. Auch hier würde ich das vorab Vorhandensein entsprechender Phantasien oder (eher unkonkreter) Pläne annehmen, kein Impuls "aus heiterem Himmel". Das wäre mir sowohl bekannt und mit Ortsbezug wie auch anonym ohne Ortsbezug denkbar, vielleicht wäre eine Bekanntschaft mit Katrin hier sogar begünstigend, um es zu versuchen.
Aber wie gesagt, es läuft aus dem Ruder. Das heißt, nimmt völlig ungeplant in eine Richtung, die der Täter nicht will, die nicht seinen Intentionen und seinem "Naturell" entspricht. Weder befindet man sich zum Zeitpunkt handgreiflicher Gewaltausübung/Auseinandersetzung an einem Ort, den er für diesen Zweck vorab oder spontan ausgewählt hätte, noch hat er sich vorab irgendwelche Gedanken über Verbringung der Leiche gemacht, geschweige denn Vorbereitungen dafür getroffen. Recht unwahrscheinlich, dass das einem ortsansässigen Täter gelingen würde - man ist in der Gegend wegen des Falls sowieso aufmerksam bzgl. beobachteten Auffälligkeiten, bei den Verdächtigen wurde soweit möglich nachgeforscht.
Ein anderer Punkt ist: Ein Täter ohne initiale Konfrontationsabsicht versucht die Annäherung, wird abgewiesen, wird darauf entweder zudringlich oder reagiert körperlich aggressiv auf die Ablehnung. In aller Regel ist das Opfer dann nicht tot, so viel Brutalität wäre bei einem Täter mit an sich nicht körperlich gewalttätiger Herangehensweise und gesuchter Einvernehmlichkeit nicht zu erwarten. Klar kann es auch dann tödlich verlaufen, wäre aber unwahrscheinlich. Bedeutet, dann müsste dieser Täter die Entscheidung treffen, das Opfer zur Vertuschung auch zu töten. Nicht im Affekt, sondern entschieden, vorsätzlich. Auch das in meinen Augen eher unwahrscheinlich für einen Täter, der sich bei der Suche nach sexueller Befriedigung aufs Anbaggern einer Anhalterin verlegt anstatt von vornherein klar übergriffige Handlungen gegen ihren Willen an den Tag zu legen.
Klar, das kann alles genau so sein, aber es scheint mir ein an mehreren Stellen und insgesamt unwahrscheinliches Szenario. Und es wäre eben das Szenario, wo ich am ehesten einen ihr bekannten Täter aus dem räumlich-sozialen Umfeld sehen würde.

Allgemein, Verbringung der Leiche, da wäre doch eine ausreichende Entfernung zur Tatgegend das erste hilfreiche Merkmal, wenn bis heute keine Leiche gefunden wurde. Keine Gegend, in der gesucht worden wäre. Keine Gegend, wo auf Auffälligkeiten geachtet worden wäre. Der Täter keine Person, bei der konkret genau hingeschaut worden wäre.

Also, warum halten die Ermittler die Täterschaft (irgend)eines der Verdächtigen für so wahrscheinlich, einen durchfahrenden anonymen Täter dagegen für ausgesprochen unwahrscheinlich? So hatte ich es jedenfalls in dem zuletzt geposteten Videobeitrag hier verstanden.
Liegt es nur daran, weil man über die bekannten Verdächtigen halt was weiß und den Fall neu aufrollen, alles (viel) nochmal unter die Lupe nehmen kann, während man bei einem anonymen Täter nicht viel mehr als zur Kenntnis nehmen kann, dass es ein solcher gewesen sein könnte?

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Data » Sonntag, 04. Januar 2026, 22:00:05

In keinem der Podcast als auch in sonstigen Berichten wird ein Tatmotiv genannt. Was nahelegt, dass hier eine Straftat im Affekt begangen wurde. Was könnte der Auslöser gewesen sein? Natürlich der erste Gedanke eine Sexualstraftat. Aber ein Tötungsdelikt ist dann noch eine ganz andere Sache. Was ich mir bei den genannten Personen eher weniger vorstellen kann. Zumal auch keine Charakterisierung bekannt ist, welches ein Tötungsdelikt im Affekt erahnen lässt.

Es war mir schon längst vor dem RTL-Beitrag bekannt, dass sich Zeugen erst im Jahr 2003 gemeldet haben um Hinweise auf Kurt zu geben.
Wieso sich kurz nach dem Verschwinden keiner gemeldet hat bleibt wohl im dunklen. Meine Vermutung geht dahin, dass die Zeugen Kurt eins auswischen wollten.

Und wenn wir schon bei Hinweisen sind, da gibt es noch mindestens 3 weiter Anonyme Einflechtungen. Die auch erst Jahre später erfolgten. 2005 der Anruf zur Schwester aus einer Telefonzelle in Nürnberg, BMW schwarz Hamburg. Und 2018 ein Anruf aus Zelle mit dem Hinweis auf ein Ablageort. Im LiD Podcast wir hier von einem weiteren Anruf berichtet. Was dann 2019 zu diesen Grabungen führte. Auch 2018 dieser Anonyme Hinweis auf Ralf, einem Bekannten der Konerts. Kommissarin Dau Rödel wünscht sich, dass sich der Hinweisgeben nochmals meldet.

Dann gibt es noch diese Bushäuschen Hinweise. Und ja, zusammen mit den Nürnberger Anruf könnte da was Wahres dran sein. Vermutlich ausgehend von ein und derselben Person.

Re: VERMISSTENFALL KATRIN KONERT, GROß GADDAU (CLENZE), 2001

von Jolu65 » Sonntag, 04. Januar 2026, 09:42:30

In dem Fall gibt es 6 Männer, die alle unabhängig voneinander ein Motiv und die Gelegenheit hatten KK zu ermorden.
Ihr Freund Jürgen scheidet aus, weil er - so ist es jedenfalls einzuschätzen- kein Möglichkeit hatte ein Leiche nach einer Affekttat zu beseitigen. Sein Motiv wäre auch ein anderes, wie ich meine auch schwächeres, als bei den Anderen gewesen.

Bei diesen 5 verbliebenen Männern kann ein sexuelles Tatmotiv unterstellt werden. Dabei würde ich unterscheiden, ob eine Tat im Affekt begangen wurde oder ob sie planvoll ausgeführt wurde.
Sven, Christian und Martin könnten natürlich als Täter in Frage kommen. Bei diesen Dreien könnte eine Affekttat passiert sein- also etwas aus dem Ruder gelaufen sein, was letzten Endes tödlich endete. Nun stellt sich jedoch die Frage, was nach einer solchen Affekttat passiert. Soweit bekannt ist, handelt es sich bei den Dreien um junge Männer mit engen sozialen Kontakten. Es würde sich also die Frage stellen, wie es solche Menschen in einer psychischen Ausnahmesituation bewerkstelligen wollen nach außen hin nicht aufzufallen und vor allem - das ist das Wesentliche- wie wollen sie es trotz großem sozialen Druck schaffen eine Leiche so verschwinden lassen, dass sie 25 Jahre nicht gefunden wird. Unter sozialem Druck verstehe ich die soziale Kontrolle, der solche jungen Männer durch Eltern, Freundin und Kumpels unterliegen. Bei Frostboden und fehlendem eigenen Grundstück ist schwer vorstellbar eine Leiche wahllos in einer abgelegenen Region "verschwinden zu lassen". KK wird ca.60 Kilo gewogen haben. Das Tragen eines solchen Gewichtes über längere Distanzen ist für einen normalen jungen Mann sehr schwierig zumal in unwegsamen Gelände. Dann müsste ein Ort ihm bekannt sein, der nicht aufgefunden wird und an dem ein tiefes Loch gegraben werden kann......
Natürlich wäre es denkbar, dass einer der Dreien eine Idee hatte, eine Leiche abzulegen, weil ihm ein Ort dazu bekannt war. Das jedoch würde bei Ermittlungen ja herausbekommen werden können. Ich hoffe die Ermittler konnten sich in die jeweiligen Tatverdächtigen in soweit hineinversetzen, dass solche Orte abgesucht wurden.

Dann gibt es ja Sexualstraftäter, denen es um Kontrolle geht. Ob Ralf oder der Vermieter zu einer solchen Tätergruppe gehören könnte oder ob sie auch eher zu einer Affekttat geneigt hätte ist schwer zu sagen. Auf jeden Fall hätten beide ein eine wesentlich bessere Gelegenheit gehabt eine Leiche verschwinden zu lassen und nach der Tat auch eine Kontrolle über die Leiche zu haben.

Nach oben