von HP1 » Montag, 12. Januar 2026, 05:22:38
Die Timeline verursacht mir Fragen, teils mit möglichen Antworten. Erstmal Brainstorming:
Bereits in der Nacht 6./7. hat das Auto auf dem Parkplatz am Wiedenfelsen gestanden. Möglich, dass es dann nochmal bewegt wurde, aber ab dem 10.1. (Auffinden des Wagens bei der polizeilichen Suche, Spurensicherung) nicht mehr. Keine Sichtungen oder gefundene Unterkünfte, die nach diesem Datum mutmaßlich genutzt wurden außer der Felsnische ("Unterstand").
Durchgängig eiskalte Witterung.
Eine Woche nach dem 6., also am 13.1., sollen Vater und Sohn früh morgens (7:20) fußläufig an der gut 20km Luftlinie entfernten Staustufe Iffezheim gesehen worden sein. Zwei unabhängige Zeugen. Die Witterung in diesem Zeitraum wie gesagt eiskalt, zumindest für den folgenden 14.1. ist auch explizit von starkem Schneefall die Rede.
Am selben Tag, 13.1., findet man den Unterstand, dort: Herrenjacke, Kinderhandschuh. Bleibt das zurück, wenn man mit einem knapp dreijährigen Kind zu Fuß auf eine mindestens 25km lange (20km waren Luftlinie) Strecke aufbricht?
Ist das mit dem Kind überhaupt an einem Tag zu bewältigen? Die Sichtung war ja morgens, Übernachtung 12./13.1. nahe dem Sichtungsort wäre jedenfalls anzunehmen.
Mitte Januar hat es etwa 8 Stunden Tageslicht. Insbesondere war es zum Zeitpunkt der Sichtungen (7:20-7:25) noch dunkel. Denkbar: Künstliche Beleuchtung vor Ort. Aber auch dann schlechte Lichtverhältnisse. Waren die Sichtungen unmittelbar nah oder aus Entfernung?
Sichtung 11.1. 17:30 Uhr Supermarkt in Bühl, nur der Vater. Das ist nach Sonnenuntergang (ca. 16:00-16:30), es ist schon nachtdunkel.
Würde für eine Übernachtung 11./12.1. in oder nahe bei Bühl sprechen, ein Ort, wo er den Jungen während des Supermarktbesuchs lassen konnte.
Der Ort, Kleinstadt statt Waldversteck, würde bei der damaligen Witterung eine richtige Unterkunft als Möglichkeit nahelegen. Hatte Michel Heger Freunde/Verwandte/Bekannte oder anderweitig Verbindungen nach Bühl? In dem Fall wären allerdings eher die einkaufen gegangen als Michael.
Wenn ich nun sortiere:
Ankunft bereits in der Nacht 6./7.1. am Parkplatz, Verbleib bis mindestens morgens (Sichtung PKW durch Polizeistreife).
7.-10.1. ungewiss, ob das Auto da bewegt wurde. In dieser Zeit zumindest zeitweise Aufenthalt in der Felsspalte/"Unterstand".
11./12.1. Michael Heger abends in Bühl, Aufenthaltsort von Felix unbekannt. Übernachtung dort, möglicherweise in einer Unterkunft, möglicherweise Zeugen dafür (Umfeld)? Keine Rückkehr zum Wiedenfelsen am 12.1.
12./13.1. Übernachtung nahe Staustufe Iffezheim. Auch hier die Frage, hatte der Vater persönliche Verbindungen nach Iffezheim oder die unmittelbaren Nachbarorte? Ggf. auch auf französischer Seite! Rastatt erscheint mir schon zu weit entfernt vom Sichtungsort am nächsten Morgen.
13.1. 7:20, noch nachtdunkel: Sichtung Vater+Sohn Staustufe Iffezheim, französische Seite. Sichtung belastbar, zwei unabhängige Zeugen.
Fragen:
- Solche Strecken bei eisiger Witterung zu Fuß mit einem knapp dreijährigen Kind, wie? Zumindest die beiden Übernachtungen auf der Strecke können nicht auch noch draußen gewesen sein. Ebenso fraglich: Durchgehender Aufenthalt draußen 7.-11.1.
Ich war schon mehrtägig bei Minusgraden durchgehend draußen unterwegs, wandern, keine allzu großen Strecken. Ohne gute Ausrüstung und gesunden, warmen Schlaf zehrt das sehr. Ist irgendetwas bekannt über den Besitz guter Schlafsäcke, fehlten die bei ihm zu Hause? Was für Kleidung hatte Felix bei der Übergabe an, welche Kleidung für ihn hatte der Vater zu Hause, was davon fehlte? War bei den Sichtungen 11./13.1. auch die Rede von Gepäck (Rucksack/Tasche für Winterschlafsäcke)?
- Michael spricht in seinem Abschiedsbrief im Kontext "Arbeit finden" von seinem Knie, dass ihm immer noch zu schaffen mache und das er nicht lange belasten könne. Wie geht das zusammen mit langen Wanderungen, evtl. mit Gepäck? Einem kleinen Jungen, der bei diesen Entfernungen wahrscheinlich streckenweise getragen werden musste?
- Kinderhandschuh in der Felsspalte vergessen, vielleicht überstürzter Aufbruch wegen den Suchaktivitäten vor Ort, ab 11.1. mit Helikopter?
- Beim Auffinden der Felsspalte am 13.1. waren Schlaftabletten und Alkohol bereits leer. Misslungener Suizidversuch irgendwann 6.-11.1., vor dem Aufbruch Richtung Bühl spätestens am 11.1.? Wohl kaum mit dem lebenden Felix nebendran. Oder Versuch/Plan, mit den Tabletten Felix zu töten? Der Likör entweder als Wirkverstärker oder für den eigenen Konsum?
Unabhängig von irgendeiner Motivlage legen die Spuren genau das nahe, wenn man davon ausgeht, dass beide(!) tatsächlich am 13.1. morgens an der Staustufe waren: Michael versucht oder hat zumindest geplant, Felix mit den Tabletten zu töten. Es gelingt nicht bzw. er bricht ab (stellenweise kryptischer Abschiedsbrief: "ich liebe Felix leider viel zu sehr"), schüttet vielleicht die aufgelösten Tabletten weg. Bricht stattdessen mit Felix auf Richtung Bühl etc.
Alternativ: Felix war irgendwo untergebracht (in Bühl?), Michael wollte sich im Unterstand das Leben nehmen, es misslingt oder er bricht ab, holt stattdessen Felix in Bühl ab (auch hier passt "ich liebe Felix leider viel zu sehr" - Michael weiß, dass es eigentlich besser wäre, ihn dort zu lassen?) usw. Felix´ Gegenstände (Schnuller, Handschuh) könnte er etwa in der Jackentasche oder im Rucksack gehabt haben, Felix muss nie bei der Felsspalte gewesen sein.
Oder die dritte Möglichkeit, trotz Sichtungen waren Michael und Felix nicht (beide) am 13.1. an der Staustufe. Dann wäre natürlich auch alles denkbar, wo Felix bereits da oder auch deutlich früher nicht mehr am Leben gewesen wäre.
- Sichtung 18.1. an der Staustufe, nur Michael oder beide?
- Falls mindestens eine Sichtung von Michael bei der Staustufe authentisch ist, warum ist er zum Wiedenfelsen zurückgekehrt, oder (denkbar) wurde dorthin zurückgebracht? Von Bühl zurück, etwa am 12.1. nach dem Einkauf und Übernachtung "im Tal", wäre nicht so unerwartet, er hätte zu dem Zeitpunkt gut möglich nichtmal wissen müssen, dass sein Auto gefunden und dort gesucht wurde. Aber nach dem 13. oder 18.1. zurück von Iffezheim? Warum? In der Felsspalte gab es nichts hinreichend Wichtiges, außer vielleicht seinem Ausweis. Und das Auto? Das hatte er bereits Tage zuvor stehen lassen, war stattdessen zu Fuß unterwegs gewesen. Nur, um nicht gesehen/gefunden zu werden? Ich würde nicht annehmen, dass er, 120km entfernt vom Heimatort, deswegen das Auto stehen gelassen und sich zu Fuß aufgemacht hätte, ob mit oder ohne Felix. Ich denke, es war das ihm bekannte Auffinden des Wagens am 10.1. und die einsetzende Suche, warum er den Wagen stehen gelassen und die Gegend zu Fuß verlassen hat.
Michaels Tod:
Eingedrückter Brustkorb, das kann vieles bedeuten. Eine schmerzhafte Verletzung, die einige Tage das Atmen behindert oder eine schwere Verletzung, die zeitnah zu tödlichen Komplikationen führen kann. Ursache kann jede ausreichend starke, stumpfe Krafteinwirkung sein, mit oder ohne ausgeprägte Hämatombildung. Ohne weitere auffällige Merkmale jedenfalls keine Verletzung, die eine Gewalttat nahe legen würde, eher ein Sturz oder anderweitiger Unfall. Kenne das etwa als Verletzung beim Sport (Hockey), Zusammenstoß mit anderem Spieler.
Sofern die frostige Witterung bis zum Auffinden (Ende Februar) anhielt, müsste der Leichnam ja in gutem Zustand gewesen sein (gleichzeitig der Todeszeitpunkt nur schwer einzugrenzen). Gibt es keine anderen Infos zu Verletzungsmustern, aus welchen Verletzungen stammte das Blut beim Auto (10.1.) oder das Blut, das am 28.2. noch gefunden wurde?
Erschöpfung, Dehydration, Kälte, vielleicht aufgrund der Verletzung zunehmend Schmerzen und Atembeschwerden - das macht Sinn. Nur, warum hat er sich gerade dorthin begeben?
Abschiedsbrief:
Zentral das Thema seiner Einkommensarmut und sein deutlicher Ausdruck, dies für sein Scheitern verantwortlich zu machen und es nicht besser gekonnt zu haben. Bei jemandem mit nicht nur tatsächlicher Geldknappheit, sondern auch wegen Selbstwertempfinden starkem Bedürfnis, daran irgendwie etwas zu ändern - wäre da nicht auch denkbar, dass Michael auch kriminelle Aktivitäten im Blick hatte, oder sich darauf eingelassen hätte/hatte?
Nicht, dass die Details in diese Richtung deuten würden, aber auch hier könnten Gründe liegen, dass er sich in eine Sackgasse manövriert hätte, ohne dass das Umfeld sich im Nachgang erklären kann, was passiert ist.
Schwiegereltern:
Ja, die halten nach wie vor viel von Michael, und das wird auch im Großen und Ganzen berechtigt sein. Aber es ist möglich dass da auch die Hoffnung mit reinspielt, dass Felix noch lebt. Je "besser" Michael ist, desto unwahrscheinlicher ist, dass er Felix etwas angetan hat. Für je "besser" man ihn hält, desto mehr kann man daran glauben.
Soweit, ist leider völlig "Kraut und Rüben". Musste das erstmal runterschreiben und lasse es jetzt so stehen.
Die Timeline verursacht mir Fragen, teils mit möglichen Antworten. Erstmal Brainstorming:
Bereits in der Nacht 6./7. hat das Auto auf dem Parkplatz am Wiedenfelsen gestanden. Möglich, dass es dann nochmal bewegt wurde, aber ab dem 10.1. (Auffinden des Wagens bei der polizeilichen Suche, Spurensicherung) nicht mehr. Keine Sichtungen oder gefundene Unterkünfte, die nach diesem Datum mutmaßlich genutzt wurden außer der Felsnische ("Unterstand").
Durchgängig eiskalte Witterung.
Eine Woche nach dem 6., also am 13.1., sollen Vater und Sohn früh morgens (7:20) fußläufig an der gut 20km Luftlinie entfernten Staustufe Iffezheim gesehen worden sein. Zwei unabhängige Zeugen. Die Witterung in diesem Zeitraum wie gesagt eiskalt, zumindest für den folgenden 14.1. ist auch explizit von starkem Schneefall die Rede.
Am selben Tag, 13.1., findet man den Unterstand, dort: Herrenjacke, Kinderhandschuh. Bleibt das zurück, wenn man mit einem knapp dreijährigen Kind zu Fuß auf eine mindestens 25km lange (20km waren Luftlinie) Strecke aufbricht?
Ist das mit dem Kind überhaupt an einem Tag zu bewältigen? Die Sichtung war ja morgens, Übernachtung 12./13.1. nahe dem Sichtungsort wäre jedenfalls anzunehmen.
Mitte Januar hat es etwa 8 Stunden Tageslicht. Insbesondere war es zum Zeitpunkt der Sichtungen (7:20-7:25) noch dunkel. Denkbar: Künstliche Beleuchtung vor Ort. Aber auch dann schlechte Lichtverhältnisse. Waren die Sichtungen unmittelbar nah oder aus Entfernung?
Sichtung 11.1. 17:30 Uhr Supermarkt in Bühl, nur der Vater. Das ist nach Sonnenuntergang (ca. 16:00-16:30), es ist schon nachtdunkel.
Würde für eine Übernachtung 11./12.1. in oder nahe bei Bühl sprechen, ein Ort, wo er den Jungen während des Supermarktbesuchs lassen konnte.
Der Ort, Kleinstadt statt Waldversteck, würde bei der damaligen Witterung eine richtige Unterkunft als Möglichkeit nahelegen. Hatte Michel Heger Freunde/Verwandte/Bekannte oder anderweitig Verbindungen nach Bühl? In dem Fall wären allerdings eher die einkaufen gegangen als Michael.
Wenn ich nun sortiere:
Ankunft bereits in der Nacht 6./7.1. am Parkplatz, Verbleib bis mindestens morgens (Sichtung PKW durch Polizeistreife).
7.-10.1. ungewiss, ob das Auto da bewegt wurde. In dieser Zeit zumindest zeitweise Aufenthalt in der Felsspalte/"Unterstand".
11./12.1. Michael Heger abends in Bühl, Aufenthaltsort von Felix unbekannt. Übernachtung dort, möglicherweise in einer Unterkunft, möglicherweise Zeugen dafür (Umfeld)? Keine Rückkehr zum Wiedenfelsen am 12.1.
12./13.1. Übernachtung nahe Staustufe Iffezheim. Auch hier die Frage, hatte der Vater persönliche Verbindungen nach Iffezheim oder die unmittelbaren Nachbarorte? Ggf. auch auf französischer Seite! Rastatt erscheint mir schon zu weit entfernt vom Sichtungsort am nächsten Morgen.
13.1. 7:20, noch nachtdunkel: Sichtung Vater+Sohn Staustufe Iffezheim, französische Seite. Sichtung belastbar, zwei unabhängige Zeugen.
Fragen:
- Solche Strecken bei eisiger Witterung zu Fuß mit einem knapp dreijährigen Kind, wie? Zumindest die beiden Übernachtungen auf der Strecke können nicht auch noch draußen gewesen sein. Ebenso fraglich: Durchgehender Aufenthalt draußen 7.-11.1.
Ich war schon mehrtägig bei Minusgraden durchgehend draußen unterwegs, wandern, keine allzu großen Strecken. Ohne gute Ausrüstung und gesunden, warmen Schlaf zehrt das sehr. Ist irgendetwas bekannt über den Besitz guter Schlafsäcke, fehlten die bei ihm zu Hause? Was für Kleidung hatte Felix bei der Übergabe an, welche Kleidung für ihn hatte der Vater zu Hause, was davon fehlte? War bei den Sichtungen 11./13.1. auch die Rede von Gepäck (Rucksack/Tasche für Winterschlafsäcke)?
- Michael spricht in seinem Abschiedsbrief im Kontext "Arbeit finden" von seinem Knie, dass ihm immer noch zu schaffen mache und das er nicht lange belasten könne. Wie geht das zusammen mit langen Wanderungen, evtl. mit Gepäck? Einem kleinen Jungen, der bei diesen Entfernungen wahrscheinlich streckenweise getragen werden musste?
- Kinderhandschuh in der Felsspalte vergessen, vielleicht überstürzter Aufbruch wegen den Suchaktivitäten vor Ort, ab 11.1. mit Helikopter?
[b]- Beim Auffinden der Felsspalte am 13.1. waren Schlaftabletten und Alkohol bereits leer. Misslungener Suizidversuch irgendwann 6.-11.1., vor dem Aufbruch Richtung Bühl spätestens am 11.1.? Wohl kaum mit dem lebenden Felix nebendran. Oder Versuch/Plan, mit den Tabletten Felix zu töten? Der Likör entweder als Wirkverstärker oder für den eigenen Konsum?[/b]
Unabhängig von irgendeiner Motivlage legen die Spuren genau das nahe, wenn man davon ausgeht, dass beide(!) tatsächlich am 13.1. morgens an der Staustufe waren: Michael versucht oder hat zumindest geplant, Felix mit den Tabletten zu töten. Es gelingt nicht bzw. er bricht ab (stellenweise kryptischer Abschiedsbrief: "ich liebe Felix leider viel zu sehr"), schüttet vielleicht die aufgelösten Tabletten weg. Bricht stattdessen mit Felix auf Richtung Bühl etc.
Alternativ: Felix war irgendwo untergebracht (in Bühl?), Michael wollte sich im Unterstand das Leben nehmen, es misslingt oder er bricht ab, holt stattdessen Felix in Bühl ab (auch hier passt "ich liebe Felix leider viel zu sehr" - Michael weiß, dass es eigentlich besser wäre, ihn dort zu lassen?) usw. Felix´ Gegenstände (Schnuller, Handschuh) könnte er etwa in der Jackentasche oder im Rucksack gehabt haben, Felix muss nie bei der Felsspalte gewesen sein.
Oder die dritte Möglichkeit, trotz Sichtungen waren Michael und Felix nicht (beide) am 13.1. an der Staustufe. Dann wäre natürlich auch alles denkbar, wo Felix bereits da oder auch deutlich früher nicht mehr am Leben gewesen wäre.
- Sichtung 18.1. an der Staustufe, nur Michael oder beide?
- Falls mindestens eine Sichtung von Michael bei der Staustufe authentisch ist, warum ist er zum Wiedenfelsen zurückgekehrt, oder (denkbar) wurde dorthin zurückgebracht? Von Bühl zurück, etwa am 12.1. nach dem Einkauf und Übernachtung "im Tal", wäre nicht so unerwartet, er hätte zu dem Zeitpunkt gut möglich nichtmal wissen müssen, dass sein Auto gefunden und dort gesucht wurde. Aber nach dem 13. oder 18.1. zurück von Iffezheim? Warum? In der Felsspalte gab es nichts hinreichend Wichtiges, außer vielleicht seinem Ausweis. Und das Auto? Das hatte er bereits Tage zuvor stehen lassen, war stattdessen zu Fuß unterwegs gewesen. Nur, um nicht gesehen/gefunden zu werden? Ich würde nicht annehmen, dass er, 120km entfernt vom Heimatort, deswegen das Auto stehen gelassen und sich zu Fuß aufgemacht hätte, ob mit oder ohne Felix. Ich denke, es war das ihm bekannte Auffinden des Wagens am 10.1. und die einsetzende Suche, warum er den Wagen stehen gelassen und die Gegend zu Fuß verlassen hat.
Michaels Tod:
Eingedrückter Brustkorb, das kann vieles bedeuten. Eine schmerzhafte Verletzung, die einige Tage das Atmen behindert oder eine schwere Verletzung, die zeitnah zu tödlichen Komplikationen führen kann. Ursache kann jede ausreichend starke, stumpfe Krafteinwirkung sein, mit oder ohne ausgeprägte Hämatombildung. Ohne weitere auffällige Merkmale jedenfalls keine Verletzung, die eine Gewalttat nahe legen würde, eher ein Sturz oder anderweitiger Unfall. Kenne das etwa als Verletzung beim Sport (Hockey), Zusammenstoß mit anderem Spieler.
Sofern die frostige Witterung bis zum Auffinden (Ende Februar) anhielt, müsste der Leichnam ja in gutem Zustand gewesen sein (gleichzeitig der Todeszeitpunkt nur schwer einzugrenzen). Gibt es keine anderen Infos zu Verletzungsmustern, aus welchen Verletzungen stammte das Blut beim Auto (10.1.) oder das Blut, das am 28.2. noch gefunden wurde?
Erschöpfung, Dehydration, Kälte, vielleicht aufgrund der Verletzung zunehmend Schmerzen und Atembeschwerden - das macht Sinn. Nur, warum hat er sich gerade dorthin begeben?
Abschiedsbrief:
Zentral das Thema seiner Einkommensarmut und sein deutlicher Ausdruck, dies für sein Scheitern verantwortlich zu machen und es nicht besser gekonnt zu haben. Bei jemandem mit nicht nur tatsächlicher Geldknappheit, sondern auch wegen Selbstwertempfinden starkem Bedürfnis, daran irgendwie etwas zu ändern - wäre da nicht auch denkbar, dass Michael auch kriminelle Aktivitäten im Blick hatte, oder sich darauf eingelassen hätte/hatte?
Nicht, dass die Details in diese Richtung deuten würden, aber auch hier könnten Gründe liegen, dass er sich in eine Sackgasse manövriert hätte, ohne dass das Umfeld sich im Nachgang erklären kann, was passiert ist.
Schwiegereltern:
Ja, die halten nach wie vor viel von Michael, und das wird auch im Großen und Ganzen berechtigt sein. Aber es ist möglich dass da auch die Hoffnung mit reinspielt, dass Felix noch lebt. Je "besser" Michael ist, desto unwahrscheinlicher ist, dass er Felix etwas angetan hat. Für je "besser" man ihn hält, desto mehr kann man daran glauben.
Soweit, ist leider völlig "Kraut und Rüben". Musste das erstmal runterschreiben und lasse es jetzt so stehen.