TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Donnerstag, 05. Februar 2026, 04:22:38

@String27

Deine Beiträge sind wohltuend reflektiert und sachorientiert. Danke dafür! Ohne Dir widersprechen zu wollen, möchte ich ein paar Anmerkungen hinzufügen:

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48 … Ob Herr Holderle selbst wirklich von seiner Sichtweise überzeugt ist, kann und will ich nicht beurteilen. Rein logisch betrachtet wirkt auf mich das Festhalten an der Mordthese jedoch zunehmend schwer nachvollziehbar. …
Nehmen wir doch einmal die Perspektive eines RAs ein. Dann halte ich Folgendes für sehr wahrscheinlich:

Holderle steckte in der Zwickmühle. Hochgelobt hatte er das Aßbichlersche Urteil und die „exzellente Arbeit“ der Rosenheim Cops. Der Revision sprach er jede Chance ab und als der BGH das Urteil aufgehoben hatte, verbreitete Holderle die Mär, dass das alte Urteil trotz des scheinbar nebensächlichen „Formfehlers“ der Befangenheit inhaltlich richtig sei. Eine öffentlichkeitswirksame, aber törichte Eskalation in eine Sackgasse.

Dann brach die Anklage Stück für Stück in sich zusammen, ein Freispruch rückte zum Greifen nah. Holderles Beweisanträge hätten sich, wäre die Kammer ihnen gefolgt, als blanke Farce entpuppt. Tragfähige Argumente, geschweige denn Beweismittel, standen ihm nicht zu Gebot. Wie hätte er seine kruden Theorien vertreten und – entgegen der StA – für einen Schuldspruch plädieren können? Eine fulminate Blamage stand bevor!

Viel auf dem Spiel stand plötzlich für Holderle höchstselbst: seine regionale Reputation und zahlreiche einzelne Mandate, von denen er lebt – nicht zuletzt wegen des Medienrummels, den er einst selbst mitentfacht und genährt hatte. Es blieb ihm gar nichts anderes übrig, als der Familie W. zu raten, die Segel zu streichen, um nicht selbst in den Abgrund gerissen zu werden. Deshalb zog sich die Nebenklage nach dem vierten Sitzungstag zurück – mit lautem Getöse, das in der medialen Wahrnehmung ein ganz anderes Narrativ verbreiten sollte: eine von der Justiz im Stich gelassene Familie.

Bei Gericht war der Krieg verloren – frühzeitig absehbar und final. Wo sonst, wenn nicht auf einer medialen Bühne, gibt es für Holderle noch etwas zu gewinnen?

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48 … weil das Auftreten von Herrn Weiser in der Öffentlichkeit auf mich nicht immer neutral wirkt. … Dadurch entsteht bei mir der Eindruck, dass vor allem ein bestimmtes Narrativ bestätigt werden soll. …
Eine Anekdote aus dem Panoptikum des OVB:

Im Münchener Merkur und in der Frankfurter Rundschau (beide wie auch das OVB zur Ippen-Gruppe gehörig) erschien, verfasst von der Münchener Zentralredaktion, am 30. und am 31.01.2026 ein Artikel mit der Headline „‚Mama, ich bin jetzt der Hauptverdächtige‘: 945 Tage unschuldig in Haft – Justizskandal im Eiskeller-Fall“:
https://www.merkur.de/bayern/hauptverda ... 43599.html
https://www.fr.de/panorama/hanna-unschu ... 48482.html

Ins Portal von Ippen-Media wurde dieser Artikel am 31.01.2026 gleich zweifach eingestellt:
https://www.ippen.media/netzwerk/panora ... 48482.html
https://www.ippen.media/netzwerk/welt/h ... 48490.html

Bei einem Redakteur oder dem CvD (Chef vom Dienst) des OVB muss der Passus „Justizskandal im Eiskeller-Fall“ wohl einen Schutzreflex ausgelöst haben. Auf die Seiten der OVB-Medien fand der Artikel seinen Weg nicht:
https://www.rosenheim24.de/panorama/han ... 48482.html
https://www.rosenheim24.de/welt/hanna-u ... 48490.html

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48 … Wäre am vermuteten Tatort tatsächlich massive Gewalt angewendet worden, hätte man … sehr wahrscheinlich Spuren finden müssen – etwa Blut- oder Faserspuren …
Ja, vor allem Blutspuren.

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48 … Nach dem, was öffentlich bekannt ist, haben auch Suchhunde nichts in diese Richtung angezeigt. …
Leichenspürhunde, die kleinste Blutspuren anzeigen, wurden nicht eingesetzt. Vor Ort waren nur Mantrailer, die der Fährte von Menschen folgen, aber nicht auf die Anzeige von Blut trainiert sind. Und diese Mantrailer-Einsätze waren noch dazu aufgrund der Missachtung der BGH-Rechtsprechung nicht gerichtsverwertbar. Folgenschwere Versäumnisse.

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48 … Die beschriebenen fünf Riss- und Quetschwunden lassen sich aus meiner laienhaften Sicht zumindest teilweise auch durch das Wehr erklären. …
Kennst Du das Bild einer der Kopfwunden aus der Bild-Zeitung?
viewtopic.php?p=296239#p296239
https://images.bild.de/691eee26263defd4 ... 6,3200dc9f
viewtopic.php?p=315988#p315988 (im Spoiler)

String27 hat geschrieben: Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:23:28 … Für den weiteren Weg gibt es offenbar keine Zeugen, keine weiteren Videoaufnahmen und keine gesicherten Wahrnehmungen. …
Es gibt Geo-Daten, Mobilfunkdaten, Temperaturdaten des Handy-Akkus und hydrologische Erkenntnisse zu einem Totwasserbereich im Bärbach. Hier müsste die StA nochmals unvoreingenommen und ergebnisoffen ansetzen.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:23:28

Natürlich hätte ich mir – wie vermutlich viele – für beide Eltern gewünscht, dass es eine eindeutige Aufklärung gibt. Nach den bekannten Aufnahmen der Überwachungskamera ist noch zu sehen, wie sie die Straße hinunterläuft, anschließend nach rechts in die Kampenwandstraße einbiegt – und ab diesem Punkt verliert sich ihre Spur. Für den weiteren Weg gibt es offenbar keine Zeugen, keine weiteren Videoaufnahmen und keine gesicherten Wahrnehmungen. Genau hier beginnt das zentrale Problem der Aufklärung.

Wenn sich ein Geschehen ab diesem Moment nicht mehr rekonstruieren lässt, stößt jede Ermittlung zwangsläufig an ihre Grenzen. Nach allem, was öffentlich bekannt ist, wurde lediglich ein Schrei gehört – mehr gesicherte Wahrnehmungen scheint es nicht zu geben. Ohne Menschen, die etwas gesehen haben, ohne verwertbare Spuren und ohne neue Hinweise bleibt vieles im Ungewissen.

Wir können leider nicht in eine „Glaskugel“ schauen. So traurig das auch ist: Wenn sich niemand mehr meldet – sei es aus Angst, aus Unsicherheit oder weil tatsächlich niemand etwas wahrgenommen hat – sind die Möglichkeiten zur Aufklärung schlicht begrenzt. Das macht die Situation für alle Beteiligten schwer erträglich, besonders für die Familien.

Gleichzeitig zeigt es, dass nicht jeder ungeklärte Fall zwangsläufig auf ein großes Geheimnis oder eine Vertuschung hindeuten muss, sondern manchmal schlicht an fehlenden Beweisen scheitert. Diese Realität auszuhalten, ohne vorschnell Schuldige zu suchen, fällt vielen schwer – ist aber aus meiner Sicht der ehrlichste Umgang mit den vorhandenen Fakten.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Donnerstag, 05. Februar 2026, 01:09:48

Ich sehe die Punkte von Dir @Catch22 ähnlich. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung könnte sich erneut eine Art „Schlammschlacht“ entwickeln – gerade weil das Auftreten von Herrn Weiser in der Öffentlichkeit auf mich nicht immer neutral wirkt. In Interviews erscheinen mir manche Fragen eher suggestiv gestellt, sodass Antworten bereits in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Dadurch entsteht bei mir der Eindruck, dass vor allem ein bestimmtes Narrativ bestätigt werden soll.

Unabhängig davon steht für mich das Auftreten von Herrn Holderle. Ob Herr Holderle selbst wirklich von seiner Sichtweise überzeugt ist, kann und will ich nicht beurteilen. Rein logisch betrachtet wirkt auf mich das Festhalten an der Mordthese jedoch zunehmend schwer nachvollziehbar.

Als Beispiel: Wäre am vermuteten Tatort tatsächlich massive Gewalt angewendet worden, hätte man meiner Einschätzung nach sehr wahrscheinlich Spuren finden müssen – etwa Blut- oder Faserspuren oder andere eindeutige Hinweise. Nach dem, was öffentlich bekannt ist, haben auch Suchhunde nichts in diese Richtung angezeigt. Die beschriebenen fünf Riss- und Quetschwunden lassen sich aus meiner laienhaften Sicht zumindest teilweise auch durch das Wehr erklären. Deshalb erscheint mir die Mordthese persönlich fragwürdig.

Was die Kommentarspalten betrifft, empfinde ich einen Teil der Beiträge als grenzwertig und teilweise respektlos – gegenüber beiden Familien. Mir fehlt dort oft das Bewusstsein, dass es um echte Menschen und reales Leid geht und nicht um ein fiktives True-Crime-Format.

Gleichzeitig sollte man meiner Meinung nach zwischen seriöser Berichterstattung und stärker zuspitzender Boulevardpresse unterscheiden. Schlagzeilen erzeugen Aufmerksamkeit und Klicks – das mag vieles erklären, rechtfertigt für mich aber nicht jede Form der Darstellung.

Auch Nebenaspekte wie angebliche „Pornovorlieben“ halte ich persönlich für ungeeignet, um daraus Rückschlüsse auf ein strafbares Verhalten zu ziehen. Solche Themen lenken aus meiner Sicht vom eigentlichen Kern ab.

Die SPIEGEL-Reportage habe ich zudem als nicht ganz ausgewogen empfunden, weil einzelne Punkte, die im ARD-Dreiteiler ausführlicher vorkamen, für mein Empfinden fehlten oder verkürzt wurden. Eine umfassendere Zusammenführung hätte ich mir gewünscht, auch wenn sie dann deutlich länger hätte ausfallen müssen.

Am Ende bleibt für mich das Problem, dass viele nur Überschriften oder kurze Clips sehen und daraus sehr schnell eine feste Meinung ableiten. Ich würde mir einen ruhigeren, faktenbasierten Austausch wünschen – ohne Vorverurteilungen und ohne Sensationslust.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Donnerstag, 05. Februar 2026, 00:24:29

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:38:59 Der Weiser ist derzeit offenbar wieder häufiger in Aschau anzutreffen – ich habe ihn kürzlich zufällig beim Einkaufen gesehen. …
Bahnt sich etwa die nächste Schlammschlacht an? Diesem Mann vom OVB sollte niemand die Hand schütteln, ohne anschließend die eigenen Finger abzuzählen.

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:38:59 … Manche seiner [Holderles] öffentlichen Aussagen wirken eher belastend für die Familie [W.] als hilfreich. …
Dies ist auch mein Eindruck. Eines Tages fliegt der ausgebreitete Dreck zurück an seinen Ursprung …

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:57:07 … Manche Beiträge [YouTube-Kommentare zur ARD-Doku] gehen aus meiner Sicht bereits deutlich in Richtung Verleumdung. … Natürlich darf und soll man unterschiedliche Meinungen haben. Aber oft entsteht der Eindruck, dass sich einige gar nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt haben und trotzdem sehr harte Urteile fällen. …
Du hast recht. Verleumdung ist nicht gedeckt vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung. Vielen ist das nicht bewusst oder sie verstehen es nicht.

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:57:07 … Wie kann man einen respektvolleren und sachlicheren Austausch fördern?
Ein paar Vorschläge:

Durch Fakten. Durch Aufklärung. Durch weniger Voreingenommenheit. Durch mehr Bereitschaft zu sachbezogener Auseinandersetzung. Durch weniger Fokus auf Pornos und ein unaufgeräumtes Jugendzimmer (wie soeben wieder in einem Leserkommentar zum jüngsten OVB-Artikel zu lesen ist). Und vor allem: durch mehr Verantwortlichkeit der örtlichen Krawallpresse.

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 21:18:30 Neues Video zum Eiskeller-Fall: Reaktion von MontanaBlack auf die SPIEGEL-TV-Doku

Inzwischen hat der Fall offenbar eine noch größere Reichweite erreicht … Damit wird das Thema nun auch in einer ganz anderen Community diskutiert …

https://youtu.be/kdwWP2uRj6o?si=e-mQPS5kjgCEPzD-
Größere Reichweite und eine ganz andere Community als Zielgruppe sind ja nicht verkehrt.

Jetzt wissen wir, dass es Nudel-Pizza von Doktor Oetker gibt. Wem aber hilft die hirnlose Kommentierung? Die fundamental falschen Infos zur Haftentschädigung wurden zudem wohl mit ebenso falschen aus dem Badewannen-Fall verquirlt. Tutti-frutti-Pizza mit Quatsch? Wer lässt sich von solchem Quark motivieren, sich näher mit dem Fall zu befassen? Was versteht ein Rezipient an der Original-Reportage von Spiegel-TV nicht, dass er derartiger „Hilfestellung“ bedarf?

Lieber nicht vorstellen möchte ich mir, was die Leute an dem ARD-Dreiteiler alles nicht (oder falsch) verstehen (wollen). Ist das der Untergang des Abendlands? ;-)

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 21:18:30

Neues Video zum Eiskeller-Fall: Reaktion von MontanaBlack auf die SPIEGEL-TV-Doku

Inzwischen hat der Fall offenbar eine noch größere Reichweite erreicht: Selbst MontanaBlack hat auf YouTube auf die SPIEGEL-TV-Dokumentation „Ein Mörder, der keiner ist – Justizskandal im Eiskeller-Fall“ reagiert. Damit wird das Thema nun auch in einer ganz anderen Community diskutiert, die sich zuvor vielleicht kaum mit den Hintergründen beschäftigt hat.

https://youtu.be/kdwWP2uRj6o?si=e-mQPS5kjgCEPzD-

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 21:10:59

Ja genau @Catch22

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 20:22:36

String27 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:57:07 Mal was anderes Bezug: „Plötzlich unter Mordverdacht | ARD Crime Time | Folge 1“ …
Meinst Du Folge 1 der ARD-Doku auf YouTube („Tod nach der Disco – Der Jogger in der Nacht“)?

https://youtu.be/l5BHAAtlp7Y

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:57:07

Mal was anderes Bezug: „Plötzlich unter Mordverdacht | ARD Crime Time | Folge 1“

Habt ihr euch einmal die Kommentare unter diesem YouTube-Video angesehen? Ich war ehrlich gesagt erschrocken, was dort teilweise geschrieben wird. Manche Beiträge gehen aus meiner Sicht bereits deutlich in Richtung Verleumdung. Es werden Dinge als angebliche Fakten dargestellt, bei denen ich starke Zweifel habe, ob sie überhaupt stimmen oder jemals belegt wurden.

Natürlich darf und soll man unterschiedliche Meinungen haben. Aber oft entsteht der Eindruck, dass sich einige gar nicht wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt haben und trotzdem sehr harte Urteile fällen. Das wird weder dem Fall noch den betroffenen Menschen gerecht.

Mich würde interessieren, wie ihr das wahrnehmt. Findet ihr auch, dass die Diskussion stellenweise völlig aus dem Ruder läuft? Wie kann man einen respektvolleren und sachlicheren Austausch fördern?

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:38:59

Der Weiser ist derzeit offenbar wieder häufiger in Aschau anzutreffen – ich habe ihn kürzlich zufällig beim Einkaufen gesehen. Bedauerlich finde ich, dass Herr Holderle aus meiner Sicht weiterhin eine sehr einseitige und wenig realistische Betrachtung der Ereignisse vertritt. Manche seiner öffentlichen Aussagen wirken eher belastend für die Familie als hilfreich.

Insbesondere die Äußerungen gegenüber Frau Asbichler haben bei vielen für Unverständnis gesorgt. Unabhängig von unterschiedlichen Sichtweisen sollte der Umgang miteinander respektvoll bleiben und nicht zusätzliches Leid erzeugen. Am Ende geht es um eine tragische Situation, in der Besonnenheit und Rücksicht wichtiger wären als persönliche Schuldzuweisungen.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:29:08

andi55 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 18:59:07 Herr Holderle ist wieder unterwegs auf chiemgau24! …
Danke! Das weinerliche Gezeter Holderles war überfällig. Mein obiger Beitrag steckte schon in der Pipeline. ;-)

Ein vom Feuer besessener Brandstifter gibt nicht auf, ehe die Hütte nicht bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Fragt sich nur, wessen Hütte er da immer wieder in Brand setzt.

andi55 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 18:59:07 … Ist das seitens chiemgau24 und Herrn Holderle überhaupt mit den Eltern von Frau W. abgesprochen? …
Eine Einwilligung der Familie W. muss dafür nicht unbedingt vorliegen. Holderle verbreitet nichts, was er nicht auch schon zuvor (ggf. mit Zustimmung seiner Mandanten) abgesondert hatte, und auch nichts Neues, was der Schweigepflicht unterliegen könnte.

Schlechter Stil aber wäre es allemal. Und seine Mandanten könnten ihm einen Maulkorb verpassen.

andi55 hat geschrieben: Mittwoch, 04. Februar 2026, 18:59:07 … Ist das in deren Sinne, dass nach einem rechtskräftigen Urteil keine Ruhe einkehrt?
Einen Feuerteufel vorzuschicken, liegt in niemandes Interesse. Außer in des Zündlers eigenem Gelüst. Wer hiervon letztlich profitiert und wer dabei auf der Strecke bleibt, mag sich jeder selbst ausrechnen.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 19:02:24

OVB: Holderles Zeter- und Mordio-Geschrei exklusiv

Gift und Galle spuckt Nebenklagevertreter Holderle exklusiv im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) – wo auch sonst?

► ARD-Doku als Dokumentation getarnte Fiktion
► haltlose Thesen, einseitig und falsch
► nur 60 Sekunden Holderle in ARD-Doku
► nach zweistündigen Filmaufnahmen in Holderles Kanzlei
► Sticheleien gegen Sabine Rückert („Die Zeit“)
► Diskreditierung der Sachverständigen der Verteidigung
► Kritik an Wills Jugendkammer
► „ganz bewusst komplett einseitige“ Berichterstattung
► Lob für aufgebobenes Urteil
► Umgang mit Aßbichler sei unerträglich

Anstatt mit medialem Nachdruck bei der StA hinsichtlich weiterer Ermittlungen nachzubohren, gewährt der Märchenonkel des OVB auf Rosenheim24 weiterer Brandstiftung eine Bühne:

Spoiler – hier klicken!
Nach ARD-Doku über Aschau
„Einseitig informiert“: Warum Hanna-Anwalt Walter Holderle mit Medien hart ins Gericht geht

Bild
„Einseitig informiert“: Nebenkläger-Anwalt Walter Holderle geht nach der Aschau-Doku in der ARD mit manchen Medien hart ins Gericht. © ARD/re

Erklärte die Justiz einen Unfall zum Mord? Auch Wochen nach dem Ende des Hanna-Prozesses … halten die Diskussionen an. Auch über die Rolle der Medien. Mit Recht, wie Nebenkläger-Anwalt Walter Holderle sagt. Ein Exklusivgespräch.

… Die Dokumentation „Tod nach der Disco“ in der ARD erzählt den Fall Hanna nach. Und gibt der Unfallthese der Verteidigung viel Raum. Zu viel? Der ehemalige Nebenkläger-Vertreter Walter Holderle … kritisiert aus seiner Sicht haltlose Thesen. Und er wirft den Medien … Einseitigkeit vor.

Seit Kurzem ist die NDR-Doku „Tod nach der Disco“ in der ARD-Mediathek zu sehen … War da für Sie etwas grundsätzlich Neues dabei?

Walter Holderle: Ich habe die drei Teile dieser Dokumentation gesehen. Wobei das für mich weniger eine Dokumentation ist als vielmehr ein Film, der als Dokumentation getarnt ist. Im Endeffekt hat er ein Drehbuch als Grundlage, so wie die Verteidigung den Ausgang des Verfahrens gern gehabt hätte.

Sie meinen die These, dass der Tod von Hanna auf einen Unfall zurückzuführen sei?

Holderle: Ja. Aber diese Unfalltheorie, die von der Verteidigung ständig angeführt wird, ist im Strafverfahren gerade nicht untermauert worden. In dieser Dokumentation werden von „Sachverständigen“ Thesen in den Raum gestellt, die zum einen von den Feststellungen der Rechtsmedizin abweichen und zum anderen weder stichhaltig die Entstehung der Verletzungen begründen noch die Umstände, unter denen Hanna in den Bach hätte gelangen können. Am Ende gipfelt alles in einer These, dass Hanna mitten in der Nacht bei strömendem Regen versucht hätte, irgendwas an ihrer Jacke auszuwaschen. Das ist so widersinnig, ja, fast schon lächerlich.

Immerhin sind Sie in der Dokumentation zu Wort gekommen. Das kann man längst nicht von jeder Veröffentlichung sagen.

Holderle: Richtig. Frau Rückert von der ZEIT zum Beispiel war bei mir in der Kanzlei, bevor sie ihren ersten „ZEIT Online“-Artikel geschrieben hat.

„Sie brauchten einen Mörder“, war, glaube ich, der Titel.

Holderle: Ja. Wir waren da etwa eine Stunde zusammen gesessen. Doch was ich in diesem Gespräch gesagt habe, ist in ihrem Artikel dann mit keinem Wort zur Sprache gekommen. Was diese Dokumentation von Frau Pommer anbetrifft: Da ist es so, dass die Filmaufnahmen bei mir in der Kanzlei mit Sicherheit so um die zwei Stunden gedauert haben. Im Endeffekt wurden dann, glaube ich, 60 Sekunden reingeschnitten. Ich hatte mich auch mit kritischen Themen auseinandergesetzt. Diese wurden offensichtlich bewusst herausgelassen.

Sabine Rückert von der ZEIT hat wahrscheinlich mit ihrem Text in der ZEIT den Ton vorgegeben, mit dem viele Medien dann später über den Fall berichtet haben. Ist ihr Text stichhaltig?

Holderle: Also was mich gewundert hat, die Frau Rückert hat ja zu dieser Thematik schon geschrieben, obwohl sie, soweit ich weiß, sofern überhaupt, nicht oft in Traunstein war. Sie konnte kaum aus eigener Wahrnehmung schreiben. Ich war bislang davon ausgegangen, dass in einem seriösen Journalismus die Erkenntnisquellen immer offengelegt werden.

Als der Angeklagte aus der U-Haft entlassen wurde, waren sogar Kamerateams vor Ort. Waren Sie da überrascht?

Holderle: Ich weiß nicht, wer zu welchem Zeitpunkt welche Kenntnisse über was hatte. Ich kann nur sagen, wie ich Kenntnis davon bekommen habe. Im Laufe des Vormittags dieses Tages hatte ich, nicht über das Gericht, sondern über die Presse erfahren, dass sich demnächst etwas mit dem Haftbefehl tun könne. Ich habe dann versucht, beim Landgericht Traunstein jemanden ans Telefon zu bekommen. Mitgeteilt wurde mir, dass das Gutachten des Berliner Sachverständigen übermittelt worden sei.

Das Gutachten von Max Steller, betreffend die Aussage des Hauptbelastungszeugen.

Holderle: Ja, ich hatte es aber nicht bekommen. Eine Richterin der Ersten Jugendkammer bedauerte dies am Telefon und schickte es mir. Ich sollte dann um 11 Uhr Stellung nehmen, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Stellungnahmefrist gerade am Ablaufen war. Wie also laut Dokumentation die Familie schon am Vormittag dieses Tages inklusive TV-Team im Café sitzen konnte, um sich auf die Haftentlassung des damals noch Angeklagten vorzubereiten, obwohl die aus drei Richtern bestehende Kammer erst nach Ablauf der auch für die Staatsanwaltschaft laufenden Stellungnahmefrist zur Entscheidungsfindung zusammenkommen musste, erschließt sich mir nicht. Zu diesem Zeitpunkt durfte wohl noch nicht klar sein, wie die Entscheidung ausfällt.

Es gab auch deswegen Kritik am Gericht, weil nur geklärt wurde, ob Sebastian T. etwas mit Hannas Tod zu tun hatte. Ob es ein Unfall war oder doch ein Verbrechen, wurde nicht geklärt. Und damit eben nicht, was sich in den frühen Morgenstunden des 3. Oktober 2022 wirklich abgespielt hat. Ein Fehler?

Holderle: Das Gericht hat sich darauf beschränkt, zu klären, inwieweit die vorhandenen Indizien ausreichen, dem Angeklagten die ihm zur Last gelegte Tat nachzuweisen oder nicht. Aus Sicht von Hannas Eltern wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Umstände, wie ihre Tochter ums Leben gekommen ist, konkret aufgeklärt hätten werden können. Weil für die Eltern das immer einer der maßgeblichen Gründe gewesen war, wieso sie sich als Nebenkläger angeschlossen hatten. Sie wollten wissen, wie es dazu kam, dass ihre Tochter ums Leben kam. Die Kammer sah ihren Weg als möglicherweise pragmatische Herangehensweise. Das kann man so machen. Auf der Basis der Erkenntnisse der Rechtsmedizin bleibt es damit ein nicht geklärtes Gewaltverbrechen.

Der Fall liegt nun hinter uns, er ist offiziell juristisch abgeschlossen, nachdem die Prozesse so viel Aufmerksamkeit geweckt hatten wie nur wenige Verfahren. Wie würden Sie die Rolle der Medien beschreiben?

Holderle: Für ein Strafverfahren ist es ganz wesentlich, dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit hat, daran teilzunehmen und zu sehen, in welcher Weise die Entscheidungsfindung stattfindet. Dass man also aus jeder Sicht beleuchtet, was für den Angeklagten spricht und was gegen ihn. Was mich verwundert hat, ist, dass Teile der Medien ganz bewusst komplett einseitig berichtet haben.

Inwiefern?

Holderle: Manche Berichterstatter haben nur entlastende Sachen zusammengetragen und es so dargestellt, als ob sich das, die erste Entscheidung treffende Gericht nur den belastenden Umständen gewidmet hätte. Wer sich das erste Urteil aber genau durchgelesen hat, weiß, dass es anders war. Das Gericht hat sich auf mehr als 300 Seiten mit sämtlichen Umständen auseinandergesetzt, die sowohl für, wie auch gegen den Angeklagten gesprochen haben. Ein Teil der Medien hat mit keinem Wort erwähnt, was auch gegen den Angeklagten sprechen könnte. Mit der Konsequenz, dass über eine lange Zeit hinweg die Öffentlichkeit komplett einseitig und damit aus meiner Sicht auch falsch informiert worden ist. Wie zudem von diesen Medien mit den Richtern, welche die erste Entscheidung getroffen haben, insbesondere mit der Vorsitzenden Richterin Frau Aßbichler umgegangen wird, ist unerträglich.

Wie stark war der Druck auf das Gericht?

Holderle: Da müsste man natürlich das Gericht fragen. Aber ich glaube, dass jeder, der den zweiten Prozess mitverfolgt hat, sich sein eigenes Bild über die besagten Berichterstatter machen hat können.

Rosenheim24.de am 04.02.2026
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ch ... 54680.html
ohne Paywall („Option 4“ wählen):
https://www.removepaywall.com/search?ur ... 54680.html

Die Leserkommentare dazu:
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ch ... d-Comments

Ein erster, versöhnlicher Leserkommentar:

Spoiler – hier klicken!
Es ist sehr tragisch daß Hanna Tod ist, aber es ist auch tragisch was Sebastian widerfahren ist.

(Wiedergabe einschließlich aller Fehler)

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von andi55 » Mittwoch, 04. Februar 2026, 18:59:07

Herr Holderle ist wieder unterwegs auf chiemgau24 !
Ist das seitens chiemgau24 und Herrn Holderle überhaupt mit den Eltern von Frau W. abgesprochen ? Ist das in deren Sinne , dass nach einem rechtskräftigen Urteil keine Ruhe einkehrt ?

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Dienstag, 03. Februar 2026, 20:10:51

YouTube: Gipfelkreuz des Bullshits

Lügen wie aus einer Stalinorgel feuert ein YouTube-Kanal unters Volk, der sich paradoxerweise „TrueCrime“ nennt. Toxische 61 Sekunden:

https://youtu.be/_-6-58MXbkE

Verblödete KI oder künstliche Verblödung? Entspringt in derlei Gefilden der Quell für Hass und Argwohn des gemeinen Chiemgauers?


Radio Charivari: Noch voller als Vollsuff geht immer
andi55 hat geschrieben: Dienstag, 03. Februar 2026, 18:35:02 … dass die Eiskellerbesucher doch alle nur ein wenig lustig waren aber noch topfit. …
Tja, wenn ein fränkischer Innenminister und Ministerpräsident nach drei Mass noch mit dem Auto heimfährt, dann schafft das ein Eiskeller-Besucher nach ‘ner Flasche Wodka zu Fuß schon lange! Mit läppischen zwei Promille gilt ein strammer Oberbayer gemeinhin noch als nüchtern. Radio Charivari berichtet heute:

Spoiler – hier klicken!
Rosenheimer Polizei sammelt Betrunkene mit drei und vier Promille ein

Bild

Die Polizei Rosenheim hat sich mit zwei stark alkoholisierten Männern beschäftigen müssen.

Am frühen Nachmittag gestern meldeten Zeugen einen torkelnden Fußgänger in der Mangfallstraße. Die Beamten trafen dort einen 59-jährigen Rosenheimer an. Ein Atemalkoholtest ergab rund drei Promille, eine Verständigung war kaum möglich. Später folgte ein ähnlicher Einsatz in der Pettenkoferstraße. Dort wurde ein 55-jähriger Mann aus Traunstein mit etwa vier Promille Alkohol festgestellt. Auch er war nicht mehr ansprechbar.

Radio Charivari Rosenheim am 03.02.2026
https://radio-charivari.de/nachrichten- ... omille-ein

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von andi55 » Dienstag, 03. Februar 2026, 18:35:02

@Catch22
VIELEN DANK !!!
Ich dachte schon, ich wäre ein Fall den den Herrn Steller und bilde mir groben Unfug ein ! Es ist ja nun nicht bahnbrechend wichtig, aber die Info mit der jungen Dame , fiel mir immer dann ein, wenn von der Gegenseite die Umstände insofern verharmlost wurden, dass die Eiskellerbesucher doch alle nur ein wenig lustig waren aber noch topfit. Hat man ja auch an Nachbar P. gesehen, der kam selbstständig auch nicht zu Hause an, hat aber wenigstens den Rückweg zum Eiskeller noch geschafft !

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Dienstag, 03. Februar 2026, 13:45:26

andi55 hat geschrieben: Samstag, 31. Januar 2026, 22:05:04 … es gab an jenem Abend sogar einen RTW-Einsatz wegen einer jungen Dame. …
andi55 hat geschrieben: Sonntag, 01. Februar 2026, 00:32:38 … Spontan dachte ich, im ersten Urteil darüber gelesen zu haben. …
Du hattest recht! Im Zusammenhang mit der Identifizierung des aufgefundenen Leichnams wird im ersten Urteil ein Johanniter-Einsatz erwähnt:

Spoiler – hier klicken!
… Um 18:51 Uhr sei von der Pl Prien mitgeteilt worden, dass es sich bei dem Leichnam möglicherweise um … handeln könne, bezüglich derer in der Nacht ein Johanniter-Einsatz am „Eiskeller“ erfolgt gewesen sei. Frau … habe zwar nicht persönlich zu Hause angetroffen werden können, allerdings sei über ihren Arbeitsplatz (Krankenhaus Traunstein) und die erhaltene Personenbeschreibung um 20:56 Uhr festgestanden, dass sie aufgrund sehr auffälliger Tattoos nicht die in Kaltenbach aufgefundene Leiche habe sein können. …

Aufgehobenes Urteil, Rdnr. 149
https://www.gesetze-bayern.de/Content/D ... 24-N-26699

In demselben Absatz ist auch vom Unterbinden der Trunkenheitsfahrt (§ 316 StGB) einer Eiskeller-Besucherin in jener Nacht die Rede:

Spoiler – hier klicken!
… Sie referierte, dass um 18:47 Uhr am „Eiskeller“ das Fahrzeug der …, bezüglich derer das Unterbinden einer Trunkenheitsfahrt in der Nacht 02./03.10.2022 bekannt gewesen sei, festgestellt worden wäre. Es sei abgeklärt worden, ob es sich bei der gefundenen unbekannten weiblichen Leiche um … habe handeln können. Diese sei schließlich aber am gleichen Tag um 19:45 Uhr telefonisch erreicht worden. …

Aufgehobenes Urteil, Rdnr. 149
https://www.gesetze-bayern.de/Content/D ... 24-N-26699

Catch22 hat geschrieben: Samstag, 31. Januar 2026, 23:54:59 … Im aufgehobenen Urteil ist darüber nichts zu finden. …
Ich hatte mich geirrt und bitte um Entschuldigung. Selbst die unscheinbarsten Nebensächlichkeiten hast Du Dir beim Lesen eingeprägt. Chapeau!

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Catch22 » Montag, 02. Februar 2026, 18:20:04

Gast hat geschrieben: Sonntag, 01. Februar 2026, 22:09:15 Ja, Unfall selbstverschuldet würde meiner Meinung nach nur am Brückerl für mich erklärbar sein. …
Bislang unberücksichtigt blieb die Netzverbindung nach dem fehlgeschagenen Anrufversuch von 2:32:09 Uhr.

► Der Nachbar P. rief Hanna um 2.36 Uhr und um 2.37 Uhr an – nicht erreichbar, weil kein Netz; Mailbox. (Um 2.38 Uhr schickte er Hanna eine WhatsApp-Nachricht – Zustellstatus nicht bekannt.)

► Um 2.40 Uhr hingegen wurde von Hannas Handy eine SMS des Providers empfangen (Info über entgangene Anrufe).

Quelle: aufgehobenes Urteil, Rdnr. 280, 594

Zumindest um 2.40 Uhr musste das Handy kurzzeitig wieder Verbindung zum Mobilfunknetz gehabt haben, nachdem zuvor keine Verbindung bestanden hatte.

► Der Anrufversuch von 2:32:09 Uhr erfolgte in der südlichen Funkzelle (d. h. südlich der Straße „Am Hofbichl“).

► Die SMS von 2.40 Uhr wurde in der nördlichen Funkzelle zugestellt.

Quelle: aufgehobenes Urteil, Rdnr. 588 ff

Bis 2.40 Uhr dürfte das Handy schätzungsweise bereits bis in den Bereich der Mündung des Bärbachs in die Prien gelangt sein.

Damit eine kurzzeitige Netzverbindung überhaupt möglich war, musste das Handy um 2.40 Uhr wieder an die Oberfläche gespült worden sein (aufgehobenes Urteil, Rdnr. 601).

Dies spricht dafür, dass sich das Handy in der Umhängetasche befunden hatte, als Hanna in den Bärbach stürzte. Andernfalls wäre es wohl längst auf den Bachgrund gesunken, wo eine Netzverbindung aufgrund der starken Abschirmung kaum möglich ist.

Die Brückerl-Theorie von @Lento wird dadurch weiter gestützt.

Gast hat geschrieben: Montag, 02. Februar 2026, 13:48:08 … Ein frühzeitiger Sturz am Brückchen ist natürlich schwieriger nach zustellen.
Ja, zumal vergleichbares Hochwasser mit vergleichbarer Strömung nicht alle Tage herrscht. Hinsichtlich Geo-Daten, Thermodynamik, Auftriebsverhalten, Netzverbindung und Zeitstrahl wäre ein solcher Feldversuch aber superspannend!

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Gast » Montag, 02. Februar 2026, 13:48:08

Wenn sie angeblich mit einem trockenen Handy bis zum Regeneinlauf des Seilbahnparkplatzes gekommen ist, müsste man doch mit einem gleichen Handy in der Jackentasche oder im Umhängetäschen, die angebliche Strecke sooft nachlaufen bis das Handy bei gleicher Grundeinstellung die gleichen Gps Punkte aufzeichnet. Zur Zeit sind die Bäume halt nicht belaubt was Unterschiede bringen könnte.
Ein frühzeitiger Sturz am Brückchen ist natürlich schwieriger nach zustellen

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Montag, 02. Februar 2026, 10:39:35

Hermann_57 hat geschrieben: Montag, 02. Februar 2026, 08:32:16 Um 2,06 Promille zu erreichen, muss ein erwachsener Mann mit ca. 85 kg eine ganze Flasche Schnaps trinken. Da muss die Hanna aber ganz schön zugelangt haben. Wie sie an den vermuteten Absturzort in den Bärbach gelangt sein soll, bleibt völlig im Dunklen, da dieser ja auch nicht am direkten Heimweg liegt.
Ich hatte Dir ja oben schon geschrieben, was meine Vermutung/ Theorie ist. Aber es ist Doch so das Frauen schneller einen Höheren Promillewert erreichen können als die Männer.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von Hermann_57 » Montag, 02. Februar 2026, 08:32:16

Um 2,06 Promille zu erreichen, muss ein erwachsener Mann mit ca. 85 kg eine ganze Flasche Schnaps trinken. Da muss die Hanna aber ganz schön zugelangt haben. Wie sie an den vermuteten Absturzort in den Bärbach gelangt sein soll, bleibt völlig im Dunklen, da dieser ja auch nicht am direkten Heimweg liegt.

Re: TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

von String27 » Montag, 02. Februar 2026, 02:33:32

Gast hat geschrieben: Sonntag, 01. Februar 2026, 22:09:15 Ja, Unfall selbstverschuldet würde meiner Meinung nach nur am Brückerl für mich erklärbar sein.

Selbstverschuldeter Unfall am Regenwasserabfluss Parkplatz Kampenwandbahn meiner Meinung nur schwer erklärbar. Die möglicher Erklärung von Rick, dass sie dort Jacke gereinigt habe, finde ich schon sehr abenteuerlich.

Meiner Meinung nach sollte man die Möglichkeit eines tragischen Unglücks an dieser Stelle nicht vorschnell ausschließen. Es gibt durchaus plausible Erklärungen, warum sie sich nicht direkt an der Straße aufgehalten haben könnte – etwa weil ihr übel war oder sie sich zurückziehen wollte, um sich zu übergeben. Auch der Gedanke, einen etwas abgeschiedeneren Ort aufzusuchen, ist in einer solchen Situation nicht ungewöhnlich.

In der Reportage wurde die konkrete Örtlichkeit zudem recht anschaulich beschrieben. Dort wurde auch erläutert, dass man an dieser Stelle relativ leicht das Gleichgewicht verlieren kann. Bei einem Blutalkoholwert von 2,06 Promille sind Gleichgewichtsstörungen und eingeschränkte Körperkontrolle medizinisch eindeutig belegt. In diesem Zustand kann bereits ein kleiner Fehltritt ausreichen.

Dass auch ein Wanderer dort bereits gestürzt ist – unabhängig davon, ob Alkohol im Spiel war oder nicht – zeigt, dass die Stelle grundsätzlich Gefahren birgt. Wenn Alkohol hinzukommt, erhöht sich das Risiko entsprechend deutlich.

Entscheidend ist aus meiner Sicht auch, dass sie allein war. Wäre eine Begleitperson anwesend gewesen, hätte diese möglicherweise warnen, stützen oder eingreifen können. Diese Möglichkeit bestand leider nicht.

Insgesamt halte ich es daher für wichtig, bei der Bewertung mehrere realistische Szenarien mitzudenken und nicht von vornherein nur eine Erklärung als möglich anzusehen.

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