Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 03. März 2026, 22:22:42
Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Staatsanwaltschaft 2 Tage vor einer angekündigten Mitteilung noch nicht weiß, ob sie Anklage erhebt oder nicht.
So ist es. Es wurde nur gesagt dass nichts vorab gesagt wird. Das ist vollkommen logisch, weil absolut richtig und vernünftig.
Jede/r weiss aus Erfahrung, welch ungeheuere reisserische Überschriften in den Sensationsheischenden Massenmedien sofort erscheinen würden.
Wenn, wie geschehen, die angegebene Todesursache des Kindes "schwere Gewalt mit einem Messerähnlichen Gegenstand" ist, so kann man sich an 2 Fingern abzählen dass die Anklage entweder auf Mord oder Totschlag lauten
muss, denn das Opfer kann nicht 3,5,7 oder 11 mal in ein Messer gefallen sein. Ebenso scheiden aus Fahrlässige Köperverletzung mit Todesfolge, als auch ein Unfallgeschehen.
Denn schwere Gewalt gegen Leib & Leben gegen jeden Menschen gleich welchen Alters ist eine aktive willkürliche Handlung einer Person oder mehrerer Personen. Hypothesen zur Psyche der Inhaftierten wurden zuhauf in epischer Länge und Breite dargelegt, darauf gehe ich hier nicht ein.
Die angeblich krytischen Aussagen von Herrn Nowack, die hier wieder und wieder auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt wurden, sind so kryptisch nicht: Aus dem ermittelnden Oberstaatsanwalt wurde ca. nach Dezember 25 der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock.
Denn sein Stab hinter ihm arbeitete inzwischen die Anklageschrift aus. Diese jene Männer und Frauen Staatsanwälte werden auch in der Hauptverhandlung die Staatsanwaltschaft im Gerichtssaal repräsentieren.
Daher ist die Aussage von Herrn Nowack dass die Erklärung zum Abschluss der Ermittlungen, wie angekündigt morgen oder übermorgen, gleichzeitig seine letzte sein wird, leicht verständlich. Denn seine Aufgabe ist damit erledigt. In der Folge werden Presseerklärungen von Seiten der mit dem Mordfall betrauten Richterschaft am Landgericht Rostock erfolgen.
Von der Staatsanwaltschaft nur noch bei neuen Ermittlungserkenntnissen.
Herr Nowack wird sich nun wieder anderen Aufgaben widmen. Also weder entlassen noch verreisen noch untertauchen!
Womöglich ein kleiner Urlaub für ihn, nachdem er knapp 5 Monate Rund um die Uhr "Gewehr bei Fuss" zu stehen hatte, wäre für mich vorstellbar.