swr-moderator andreas krisam
liebe zuschauerinnen und zuschauer. willkommen hier im polizeipräsidium koblenz zur pressekonferenz von staatsanwaltschaft und polizei zu dem spektakulären fall amy lopez vor 32 jahren. hier in koblenz martialisch ermordet vergewaltigt im umfeld der festung ehrenbreitstein in koblenz. der mutmaßliche tatverdächtige ist dingfest gemacht worden nach mehr als 3 jahrzehnten und vielen hinweisen. heute wollen staatsanwaltschaft und polizei bekanntgeben, was dazu .. der festnahme geführt hat, denn es sind noch einige details offen, die noch nicht besprochen worden sind. hinter mir haben schon der leitende oberstaatsanwalt mannweiler und die leiterin der ermittlungsgruppe cold cases simone roeder platz genommen. nebst weiteren vertretern von polizei und staatsanwaltschaft. und wir schalten direkt rüber. es geht jetzt los.
jürger fachinger, moderator polizei koblenz
ja sehr geehrte damen und herren, ich darf sie zur gemeinsamen Pressekonferenz von staatsanwaltschaft und polizeipräsidium koblenz hier im polizeipräsidium begrüßen. am 26.09.1994 wurde die damals 24jährige amerikanische studentin amy lopez im bereich der festung ehrenbreitstein tot aufgefunden. die ermittlerinnen und Ermittler mussten damals sehr schnell davon ausgehen, dass die junge frau, die als touristin sich in europa befunden hat, opfer eines sexualdeliktes war. der ungeklärte fall bewegte die menschen in und um koblenz nicht nur unmittelbar nach der tat, sondern tut dies noch heute. eine damals eingerichtete Mordkommission bei der kriminaldirektion koblenz verfolgte insgesamt mehrere 100 spuren und eine vielzahl an personen wurden bis heute überprüft. bis zuletzt gelang es jedoch nicht, einen tatverdächtigen zu ermitteln. zuletzt wurde der fall als sogenannter cold case in der sendung
aktenzeichen xy am 17.09.2025 vorgestellt. mit der gestrigen pressemeldung der staatsanwaltschaft koblenz wurde ihnen mitgeteilt, dass es am montag vormittag, über 31 jahre nach der tat, zur festnahme eines tatverdächtigen gekommen ist. und weil die tat und die ermittlungen nicht nur regional auf ein großes interesse gestoßen haben, möchten wir sie heute gemeinsam über den aktuellen stand der ermittlungen informieren. ich darf ihnen nun zunächst vorstellen, wer sie heute mit den wesentlichen informationen versorgen wird. da haben wir zum einen von der staatsanwaltschaft koblenz den leitenden oberstaatsanwalt mario mannweiler sowie herrn staatsanwalt julian göbel. vom polizeipräsidium begrüße ich herrn stellvertretenden behördenleiter polizeidirektor stefan heimes, die leiterin der kriminalinspektion 1 der kriminaldirektion koblenz frau kriminalrätin friederike manheller-sander sowie frau kriminalhauptkommissarin simone roeder von der ermittlungsgruppe bei der kriminaldirektion koblenz. der ablauf wird so aussehen, dass wir ihnen zunächst die aktuellen informationen bekannt geben und ihnen anschließend auch noch die möglichkeit einräumen, fragen zu stellen. und wir hoffen, dass wir sie dann umfassend informieren können. ich übergebe zunächst das wort an herrn mannweiler, der sie über die aktuelle entwicklung insbesondere der letzten tage informiert.
oberstaatsanwalt mario mannweiler
ähm.. meine sehr geehrten damen und herren. ich muss immer so ein bisschen gucken, dass das mit der mikro-anlage in diesen neuen räumen alles .. dass das so einigermaßen passt. es scheint zu passen. sehr geehrte damen und Herren, der sexualmord 1994 in koblenz an der 24jährigen amerikanischen touristin amy lopez der mag lange zurückliegen, ähm, aber der fall hat sich in das gedächtnis der menschen hier in der region und auch weit darüber hinaus auch, eingebrannt kann man sagen. und die reaktionen gestern auf die pressemitteilung und die medienberichterstattung haben das bestätigt. der fall hat auch polizei und staatsanwaltschaft nie losgelassen. es mögen die personen. die damals an dem fall gearbeitet haben, im laufe der zeit gewechselt haben. aber ein ungeklärtes verbrechen wie das 1994, das ist für uns ermittler immer wieder eine offene wunde, die nicht verheilt. und deshalb gerät so ein fall auch nie in vergessenheit. auch wenn man das vielleicht manchmal von außen glaubt. und das macht dieser fall amy lopez besonders deutlich. die unermüdliche polizeiarbeit und da gebührt mein dank äh der polizei hier in koblenz ausdrücklich, die unermüdliche polizeiarbeit hat die ermittlungen nun einen ganz erheblichen und vielleicht sogar auch entscheidenden schritt vorangebracht.
am montag konnte ein der tat dringend verdächtiger an seinem wohnort festgenommen werden. das geschah auf der grundlage eines zuvor von der staatsanwaltschaft beim amtgsgericht koblenz erwirkten haftbefehls. der tatverdächtige, dass kann ich sagen, hat sich bislang zur sache nicht eingelassen. er hat die tat bei seiner festnahme, über deren grund er natürlich aufgeklärt worden ist, auch nicht spontan bestritten. er hat sich überhaupt nicht erklärt. ihm ist inzwischen ein pflichtverteidiger oder ein verteidiger beigeordnet worden, so dass er auch anwaltlich selbstverständlich vertreten ist. er wurde noch am selben nachmittag der zuständigen Ermittlungsrichterin des amtsgerichts vorgeführt und befindet sich seither in Untersuchungshaft. bei dem tatverdächtigen handelt es sich um einen 81jährigen deutschen, der unweit von koblenz lebte, wo er auch festgenommen wurde. auch
zur tatzeit lebte er in der region um koblenz. er ist nicht in der region hier geboren, aber er hat einen großen teil seines lebens hier verbracht.
strafrechtlich, das kann ich vorwegnehmen, ist er auch bereits durchaus erheblich einschlägig in erscheinung getreten. in der ferner zurückliegenden vergangenheit und auch bereits längere freiheitsstrafen in einschlägiger form verbüßt. der tatverdächtige befindet sich in einem altersentsprechenden zustand und ist soweit es für uns - wir sind keine mediziner - ersichtlich ist, geistig gut orientiert und körperlich altersentsprechend einigermaßen fit. er ist in einer justizvollzugsanstalt untergebracht, in der seine medizinische Versorgung sehr gut sichergestellt ist. und er auch altersentsprechend untergebracht werden kann.
der fall amy lopez ist den meisten von ihnen vermute ich innerlich bekannt, nichtdestotrotz möchte ich der vollständigkeit halber und weil der eine oder andere es vielleicht doch nicht mehr so ganz auffem schirm hat, ganz kurz das tatgeschehen noch einmal ähm schildern. amy lopez machte 1994 eine europa-reise, die sie unter anderem hier nach koblenz führte. am morgen des 26. september 1994 wollte sie die festung ehrenbreitstein besichtigen und fuhr morgens mit dem stadtbus vom hotel auf die andere rheinseite und wollte über den
fußweg im steilhang zur festung gelangen.
vermutlich zwischen 9 uhr und 10 uhr ist sie dort höchstwahrscheinlich auf den täter getroffen. es war in dem
bereich des felsenweges der gegenüber vom ehrenbreitsteiner bahnhof so am hang.. wer die lokalität kennt.. ähm hochführt.. tatort war letztlich das sogenannte general von aster zimmer, ein damals frei zugängliches gemäuer, etwas unterhalb der oberen festungsanlage. ob der täter die junge frau dorthin mit gewalt verschleppte dorthin gelockt hat oder sie selbst dorthin ging, um sich die örtlichkeit anzuschauen und von ihm dort überfallen wurde, das können wir heute nicht mehr mit bestimmtheit sagen.
nach dem derzeitigen stand der ermittlungen ist davon auszugehen, dass der täter aus einer
sexuellen motivation heraus gehandelt hat. das opfer war im unteren körperbereich komplett entkleidet. der slip fehlte äh wobei davon auszugehen ist, dass der täter den mitgenommen hat und nach der seinerzeitigen pathologisch-forensischen untersuchung ist das opfer im zuge der tat auch sexuell missbraucht worden. das opfer wurde stranguliert mit einem stein gegen den kopf geschlagen, mit mehreren
messerstichen traktiert, an denen amy lopez letztlich verstorben ist. der haftbefehl geht daher von einem mord aus, aus heimtücke und zur befriedigung des geschlechtstriebs. ähm für die nicht-juristen: eine vorsätzliche tötung ist dann ein mord, wenn bestimmte zusätzliche mordmerkmale, die im strafgesetzbuch geregelt sind erfüllt sind. dazu zählt die heimtücke und die befriedigung des geschlechtstriebs und auch gleich der weitere hinweis: die staatsanwaltschaft wird auch das weitere .. äh das weitere mordmerkmal der niedrigen beweggründe natürlich nicht aus dem blick verlieren. das ist jedenfalls das, worauf der
haftbefehl im moment gestützt ist.
woraus resultiert nunmehr nach fast 32 jahren dieser dringende tatverdacht? an der stelle msuss ich vorausschicken, dass wir uns im
ermittlungsverfahren befinden. das heisst, ich will in aller deutlichkeit betonen, dass selbstverständlich auch für diesen tatverdähctigen bis zur einer verurteilung die unschuldsvermutung gilt. das ist auch der grund, warum wir heute nur eingeschränkte informationen herausgeben können. die ermittlungen dauern noch an. und äh soweit äh in den medien der eindruck erweckt worden ist, der fall ist damit fast abgeschlossen - ganz so ist es nicht. der
tatnachweis ist noch nicht abschließend geführt und vor dem hintergrund dieser unschuldsvermtung müssen natürlich auch die persönlichkeitsrechte des äh des tatverdächtigen weiterhin und selbstverständlich beachtet werden. nichtsdestotrotz stellt sich die beweislage aber derzeit als recht verdichtet dar.
der
dringende tatverdacht gründet sich vor allen dingen auf das
ergebnis einer dna-analyse. die dna-analyse-methoden wurden seit der tat immer weiter verfeinert. so dass heute wesentlich genauere und sensitivere möglichkeiten der spurenuntersuchung bestehen. um es einmal laienhaft zu formulieren: es geht nicht nur, aber doch im kern um die frage: wieviel spurenmaterial benötigt man, um eine valide eindeutige dna-spur analysieren zu können. und diese mengen wurden im zuge immer weiter verfeinerter untersuchungsmethoden immer geringer. ja, also, das was heute möglich ist, wäre 1994 und auch wahrscheinlich in den jahren danach, so noch nicht möglich gewesen. im vorliegenden fall konnte durch eine äußerst komplexe und extrem aufwändige erneute untersuchung der seinerzeit gesicherten spuren und auch einer erneuten untersuchung der noch vorhandenen kleidungsstücke des opfers an einem minimalen substanzrest eine dna-spur mit diesen methoden gefunden werden. die
so genau mit der dna des tatverdächtigen übereinstimmt, dass wir nach der wissenschaftlichen expertise der untersuchenden derzeit davon ausgehen, dass die spur sicher von dem tatverdächtigen stammt, der jetzt inhaftiert worden ist.
hinzu kommt noch eine
weitere dna-spur am entkleideten oberschenkel des opfers, die zumindest auf den täter hinweist. die
eindeutige spur mit der eindeutigen übereinstimmung stammt vom hosenbund der jeanshose des opfers und zwar von der innenseite. das hängt damit zusammen, dass das opfer die hose ausgezogen bekommen hat vom täter und da die hose auf links gedreht war, muss man davon ausgehen, dass er die von oben nach unten ausgezogen hat. dort wurde die spur gefunden. das ist im moment die beweislage, die den dringenden tatverdacht in erster linie begründet. es gibt noch weitere indizien, die jetzt allmählich zusammengetragen werden. darauf werden wir aber heute aus ermittlungstaktischen gründen jetzt nicht weiter eingehen. und diese dna-spur konnte damals 1994 mit den damals zur verfügung stehenden mitteln noch nicht entdeckt werden. zwar wurde dem beschuldigten in 1999, also dem heute beschuldigten, eine dna-probe entnommen aus anlass eines anderen strafverfahrens. die auch analysiert worden ist und auch in die dna-datenbank eingestellt wurde. aber weil es ja an einer geeigneten dna-spur aus dem amy-lopez-fall mangelte, weil man die damals noch nicht detektieren konnte, konnte ein zusammenhang zu dem verbrechen von 1994 nicht hergestellt werden. allerdings wurde für die spur schon damals die
spurenakte angelegt 1999. ja. ähm hintergrund der 1999, das kann ich auch sagen, entnommenen speichelprobe beim tatverdächtigen war eine verurteilung durch das
landgericht koblenz im im jahr 1999 auch wegen in dem fall eines versuchten sexualdelikts zum nachteil einer 16jährigen in koblenz. der tatverdächtige ist auch seinerzeit zu einer langjährigen freiheitsstrafe verurteilt worden. äh über die hautpverhandlung wurde auch in den lokalen medien durchaus ausführlich berichtet.
00:15:20 erst wesentlich später konnte dann mit modernsten methoden eine eindeutige dna-spur der tat von 1994 entdeckt werden. nun musste allerdings diese dna-spur auch noch einer konkreten person zugeordnet werden. auch dies gestaltete sich sehr aufwendig, weil die dna-datenbank
keinen treffer ergab. wie wir jetzt wissen deshalb, weil die dna-spur des tatverdächtigen aus der speichelprobe von 1999 aufgrund der bestehenden gesetzlichen
löschfristen, die zwingend sind, bereits gelöscht war. damit gab sich die polizei in koblenz nicht zufrieden. zum glück, das wird aber die polizei jetzt gleich selbst im detail nochmal darstellen. zum abschluss gestatten sie mir noch ein persönliches wort an der stelle. ich selbst hab diese ich hab von dem dna-treffer am spätdonnerstag vor karneval erfahren und war - das muss ich zugeben - nach überwindung einer ersten ungläubigkeit war ich noch selten in meinem berufsleben so erleichtert, wie in dem moment. ich wusste auch sofort, um welchen fall es geht. zum zeitpunkt der tat 1994 war ich noch ein jurastudent. danach war ich jahrelang selbst in der für diesen fall zuständigen abteilung als staatsanwalt tätig - ohne für den fall zuständig zu sein. und der fall war in mehr oder weniger unregelmäßigen abständen immer wieder gegenstand von erörterungen unter den kollegen und Kolleginnen in der abteilung, mit dem abteilungsleiter. alle kannten diesen fall immer. weil es an allen nagte, dass die tat vielleicht nie aufgeklärt werden könnte. und es gibt mir persönlich natürlich ein gefühl der besonderen zufriedenheit, dass nun möglicherweise muss man sagen, doch eine tataufklärung erfolgen könnte. das verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen. besonders freut es mich in dem zusammenhang, dass der vater von amy lopez noch am leben ist und er auch über die festnahme des tatverdächtigen noch am montag unmittelbar von den polizeibeamten und auch persönlich unterrichtet werden konnte. darauf hatte der 32 jahre fast gewartet. und allen, die vielleicht ein schwerverbrechen begangen haben und sich nach jahren sicher fühlen, genauso wie allen opfern, die die hoffnung an die tataufklärung vielleicht schon aufgegeben haben in ihren fällen, sollte dieser fall deutlich machen, dass die strafverfolgungsbehörden eben doch nicht ruhen. auch wenns manchmal vielleicht den anschein hat. eben doch nicht ruhen, solange ein schweres verbrechen unaufgeklärt ist. auch nicht nach diesen 32 jahren. und alles weitere wird dann irgendwann in die hände eines gerichts gelegt werden. das zu entscheiden hat, wie weiter zu verfahren ist. das sind meine ausführungen. wenn sie dazu später noch fragen haben, gerne. ich würde dann weitergeben an den stefan heimes von der polizei in koblenz.
stefan heimes
ja vielen dank. bis hierhin. sehr geehrte damen und herren. sehr geehrte vertreterinnen und vertreter der medien. vor über 30 jahren wurde die junge US-touristin amy lopez gewaltsam aus dem leben gerissen. 3 jahrzehnte voller fragen, voller ungewissheit. für die angehörigen eine zeit, in der sie ganz gewiss nie wirklich zur ruhe kommen konnten. und für die ermittlerinnen und ermittler zugleich der ansporn, den angehörigen zumindestens einige antworten auf ihre fragen zu geben. das wir ihnen heute in dieser pressekonferenz informationen und details zur festnahme eines beschuldigten geben können, ist kein zufall. es ist das ergebnis von ausdauer, professionalität und unermüdlichem engagement vieler verschiedener organisationseinheiten. ein besonderer dank gilt den mitarbeiterinnen und mitarbeitern der kriminaldirektion koblenz. stellvertretend für die dort eingerichtete ermittlungsgruppe cold cases frau kriminalhauptkommissarin roeder. die diesen fall über all die jahre hinweg sinnbildlich nicht zu den akten gelegt hat. in diesem zusammenhang möchte ich auch die zusammenarbeit mit der operativen fallanalyse des rheinland-pfälzischen landeskriminalamtes positiv erwähnen, die die ermittlungen in diesem fall unterstützt hat. gerade in ungelösten kriminalfällen in sogenannten cold cases braucht es mehr als nur fachwissen. es braucht geduld und es braucht den festen glauben daran, dass jede tat aufgeklärt werden kann und auch aufgeklärt werden muss. die kolleginnen und kollegen in dieser ermittlungsgruppe hier im polizeipräsidium koblenz beschäftigen sich ausschließlich mit der bearbeitung solcher cold cases. weil diese fälle wiederholt und teilweise auch aus unterschiedlichen perspektiven mitunter sogar vollkommen neu bewertet werden, führt dies letztendlich zu solchen ermittlungserfolgen.
ebenso wichtig sind bei diesen ermittlungen aber auch moderne kriminalforensische methoden, weshalb ich meinen dank auch an unsere kriminaltechnik im polizeipräsidium und an unser rheinland-pfälzisches landeskriminalamt sowie an unseren kooperationspartner, das hessische landeskriminalamt, richten möchte. zu der bearbeitung von cold case-fällen im allgemeinen und im konkreten, ermittlungen amy lopez werden ihnen nun die leiterin der kriminalinspektion 1, frau kriminalrätin manheller-sander sowie frau kriminalhauptkommissarin roeder weitere details erläutern. vielen dank.
friederike manheller-sander
ja, meine sehr geehrten damen und herren. ich möchte ihnen jetzt zunächst einen überblick über die bearbeitung von cold cases im poliziepräsidium koblenz geben. simone roeder wir dann im anschluss zum konkreten fall berichten. tötungsdelikte sind die schwersten straftaten, die unser strafgesetzbuch kennt. und wie herr heimes bereits ausgeführt hat, steht hinter jedem einzelnen fall ein mensch, der aus dem leben gerissen wurde und angehörige, die seit vielen jahren jetzt im konkreten fall seit jahrzehnten in ungewissheit leben. deshalb ist es unser professioneller anspruch, dass wir in solchen verfahren auch nach langer langer zeit alles tun, um antworten zu finden und diese taten doch noch aufzuklären. vor diesem hintergrund haben wir
im august letzten jahres eine ermittlungsgruppe eingerichtet, die ausschließlich altfälle, sogenannte cold cases bearbeitet. erfahrene kolleginnen aus den bereichen kapitaldelikte und kriminaltechnik widmen sich diesem verfahren. und ich will jetzt nur in aller kürze darstellen, wie wir konkret bei der bearbeitung vorgehen. in einem ersten schritt werden die fälle durch kolleginnen und kollegen aus anderen fachkommissariaten, die bis zu diesem zeitpunkt noch nicht mit der bearbeitung betraut waren, aufbereitet. das heisst: sämtliche akten werden vollständig gelesen, neu bewertet und die erkenntnisse in einem dossier zusammengeführt. im nächsten schritt findet eine fallkonferenz statt. in der der fall dann vorgestellt und diskuttiert wird. und an diesem fallkonferenzen nehmen in der regel der leiter unseres kommissariats für kapitaldelikte, ein spezialist aus dem bereich der kriminaltechnik und je nach anlass auch die operative fallanalyse unseres rheinland-pfälzliches LKAs teil. gemeinsam erörtern und prüfen wir dann, welche ermittlungsmaßnahmen erfolgsversprechend sein könnten. und ein besonderes augenmerk legen wir dabei auf die noch vorhandenen asservate. das heisst, wir prüfen, welche untersuchungen wurden bereits durchgeführt und ist eine erneute untersuchung mit den heutigen methoden aussichtsreich. zusammengefasst kann man sagen:
die arbeit an cold cases ist eine strukturierte neubewertung mit dem wissen und den möglichkeiten von heute. und der fall amy lopez zeigt ähm ja, den mehrwert einer solchen spezialisierten bearbeitung dieser verfahren. das soll es erst mal zu dem grundsätzlichen gewesen sein. ich würde jetzt an simone roeder weitergeben.
simone roeder
ja guten tag. im vorliegenden fall wurden bereits unmittelbar nach der tat umfangreiche ermittlungen geführt, die jedoch nicht zur identifizierung eines tatverdächtigen geführt haben. bei ermittlungsverfahren wegen tötungsdelikten wird jeder eingehende hinweis als sogenannte
ermittlungsspur erfasst und überprüft. im fall amy lopez waren das knapp 300 dieser ermittlungsspuren.
auch der am montag festgenommene wurde 1999 als ermittlungsspur erfasst. der hinweis beruhte auf einer verurteilung wegen versuchter vergewaltigung im jahr 1999. sein
alibi für die tat 1994 wurde überprüft, wobei eine abschließende überprüfung nicht mehr möglich war, da entsprechende unterlagen zu diesem zeitpunkt nicht mehr vorhanden waren. die bewertung der spur führte nicht zu einer begründung eines konkreten tatverdachts. er entsprach zum beispiel nicht der
personenbeschreibung eines zeugen, der zur tatzeit am letzten bekannten aufenthaltsort des opfers eine person beobachtet hatte; diesem hinweis wurde seinerzeit eine erhebliche bedeutung zugemessen.
ausserdem lagen keine objekten kriminaltechnischen spuren vor, die einen abgleich ermöglicht hätten. die ermittlungen konzentrierten sich damals schwerpunktmäßig auf personen aus dem unmittelbaren
örtlichen umfeld in koblenz ehrenbreitstein sowie auf personen, die aufgrund der damaligen erkenntnisse
stärker im fokus standen. es ergaben sich zum damaligen zeitpunkt keine belastbaren anhaltspunkte, die den tatverdächtigen konkret mit dieser tat in verbindung gebracht hätten.
erneute kriminaltechnische untersuchungen des hessischen landeskriminalamtes im jahr 2022 führten zur identifikation einer mutmaßlich tatrelevanten molekulargenetischen spur, die jedoch nicht zu einem treffer in der dna-analyse-datei führten. im rahmen der
neubefassung durch die EG cold case wurde das gesamte verfahren strukturiert aufbereitet und weitere ermittlungen durchgeführt. so hat die OFA des landeskriminalamtes rheinland-pfalz mit unterstützung des landeskriminalamtes nordrhein-westfalen sowie des BKA eine fallanalyse durchgeführt. darüber hinaus wurden nach der veröffentlichung des falls bei
aktenzeichen xy im herbst 2025 sämtliche eingegangenen hinweise überprüft und bewertet.
insgesamt wurden im rahmen der neubefassung personen in den blick genommen, die bei den damaligen ermittlungen
nicht im fokus standen. auf dieser grundlage wurde bei einer vielzahl von personen eine
freiwillige dna-vergleichsprobe erhoben. der anschließende abgleich mit der gesicherten molekulargenetischen tatortspur führte zu einer identifizierung des bislang unbekannten spurenverursachers. die jetzige entwicklung ist damit das resultat jahrelanger ermittlungsarbeit und einer konsequenten neubefassung unter nutzung heutiger kriminaltechnischer möglichkeiten.
jürgen fachinger, moderator polizei koblenz
ja vielen dank für die doch sehr ausführlichen ausführungen zu dem ja mittlerweile 32 jahre zurückliegenden fall. sie haben jetzt die möglichkeit, fragen zu diesem fall zu stellen. da hätte ich die bitte, dass sie sich kurz vorstellen und dann ihre frage an uns richten und dann entsprechend auch .. wird die dann von uns beantwortet. wir fangen mal an mit der frau brieger(?) von SWR.
? FRAGE ? lange frage, leider kein wort zu verstehen
manheller-sander genau, das ist korrekt, genauso wie sie es beschrieben haben. also gemeldet hat er sich nicht. er hat freiwillig eine speichelprobe abgegeben.
? FRAGE ? versteh nix
manheller-sander ich denke es kommt immer wieder vor, dass auch bei dna-reihenuntersuchungen tatsächlich auch ähm die spurenverursacher doch ihre dna abgeben. warum, das müsste man eben persönlich fragen.
? FRAGE ? herr specks von der bild
mannweiler es wurde selbstverständlich bei der festnahme auch durchsucht beim tatverdächtigen. ähm. die hoffnung jetzt noch was zu finden, von diesen seinerzeit von ihm wahrscheinlich .. von dem täter mitgenommenen gegenständen, nein die durchsuchung verlief in dem punkt ergebnislos.
? FRAGE ? versteh nix
roeder der hinweis auf den mann der ne spanierin aufgerissen hätte auf der festung steht nicht im zusammenhang mit dieser spur, die wir hier jetzt verarbeiten.
? FRAGE ? versteh nix
manheller-sander also letztlich zu der neubewertung und ich sag mal der erweiterung des personenkreises hat kein hinweis von xy beigetragen, sondern das ist das ergebnis dieser strukturierten neubewertung, die wir vorgenommen haben. und in dem zusammenhang haben wir den personenkreis .. ja.. erweitert und ähm .. personen in den blick genommen, die damals halt einfach nicht im fokus standen.
? FRAGE ? versteh nix
eine frage an frau röder... der tatverdächtige ist nicht der mann, der seinerzeit als ...
roeder ja, das ist korrekt. es ist nicht der mann.
? FRAGE ? versteh nix / Herr zehnder (?)
..als er 1999 verurteilt wurde, danach noch straftaten, wenn ja welche ?
mannweiler ich kann ihnen nicht sagen, ob es straftaten gab. wir wissen jedenfalls nichts davon. es gab danach keine verurteilung mehr und nach unserem erkenntnisstand auch kein ermittlungsverfahren mehr. zumindest keines, was jetzt noch recherchierbar wäre.
? FRAGE ? versteh nix / herr specks
mannweiler dazu muss man sagen, dass es ähm straftaten .. es gibt
veurteilungen von 1968 ab, 1974, 1986 und 1999. zu den einzelheiten äh möchte ich im einzelnen dazu nichts sagen. die urteile liegen uns teilweise auch nicht mehr vor. da muss man sagen, dass je länger eine sache zurückliegt, natürlich je weniger informationen kann man herausgeben. damit hier keine missverständnisse auftreten. der tatverdächtige war aufgrund der tat 1999 auch schon in den blick genommen worden für den amy lopez fall. ja. es bestand nur damals keine handhabe sozusagen ähm ähm da dringenden tatverdacht zu kreiieren, weil wir keine dna-probe von 1994 hatten, die valide genug war um um ähm da zu nem treffer zu kommen und diese tat von 1999, das hatte ich ja vorhin schon gesagt, führte in dieser versuchten vergewaltigung zu einer .. das ist in den medien recherchierbar.. 7 jährigen freiheitsstrafe die er auch verbüsst hat.
? FRAGE ? frau duda vom zdf: können sie sagen, können sie sagen warum er in den fokus geraten ist damals 1994, so aus .. war er da irgendwo in der umgebung unterwegs..
mannweiler nee,
er ist nicht 1994 in den fokus geraten sondern er ist 1999 in den fokus geraten, weil das ist ja genau das muster was eben die frau manheller-sander und die frau roeder auch beschrieben haben, dass man immer wieder an so einem fall arbeitet und man natürlich auch nach der tat vorkommende straftaten untersucht, ob sich daraus möglicherweise ein rückschluss ergeben könnte, auf die davorliegende straftat. da lagen ja einige jahre dazwischen und das
passte so ein bisschen in das muster, möglicherweise. und natürlich ist man da in überprüfung eingetreten und hat ne spurenakte angelegt. ich glaube, die zahl ist die nummer 205 gewesen, wenn ich das recht in erinnerung haben, nur dass sie eine vorstellung haben, wie viele spurenakten es in einem solchen fall gibt. und das wars aber dann auch. ja. weil man im grunde dann eben nicht mehr weiterkam. zu der damaligen zeit bezüglich dieser person.
herr eberz von der rhein zeitung: mich würde mal interessieren, wann sind denn die spuren von 1999 gelöscht worden aus der datenbank. sie haben gesagt, da gibts gesetzliche verpflichtungen...
mannweiler ehrlichgesagt, ich kanns ihnen jetzt nicht genau sagen, aber wir haben auch genau diese frage .. genau diese frage hab ich auch gestellt. wir haben das eruiert: sie sind gelöscht worden. es gibt gestaffelte fristen, aber selbst die allerlängste frist, wenn ich das äh so recht jetzt im wiedergeben kann, selbst die allerlängste frist ist abgelaufen gewesen. ja. und das ist gesetzlich geregelt, das ist zwingend. darauf haben polizei und staatsanwaltschaft auch keinen einfluss.
? FRAGE ? vielleicht können sie nochwas zu dem tatverdächtigen sagen. also sie haben ja gesagt 81 jahre. vielleicht können sie da was zum gesundheitszustand sagen. sind da auch die haftbedingungen besonders. wie geht man damit um mit so einem alten tatverdächtigen.
mannweiler also wie ich vorhin bereits sagte, macht der einen altersentsprechenden eindruck. wir sind keine ärzte, wir könnens nicht sagen. und er ist in einer justivollzugsanstalt, ich wiederhole mich jetzt ein bisschen, da untergebracht, wo eben auch eine entsprechend gute medizinische versorgung die ein bisschen über das hinausgeht, was woanders vielleicht vorrätig ist, hinausgeht.
? FRAGE ? es gibt auch medienberichte, die sagen er wurde in einem seniorenheim festgenommen. können sie da auch detaillierter drauf eingehen. was stimmt da, wo wurde der tatverdächtige festgenommen?
mannweiler ich hab auch den medien entnommen, dass es sich um ein seniorenheim handeln soll. das kann ich bestätigen. wir werden keine angaben dazu machen, um welches seniorenheim es sich handelt und wo sich das befindet. ne?
? FRAGE ? andreas krisam swr: herr mannweiler, die hinweise haben sich ja verdichtet, sagten sie jetzt. sie sind also doch relativ weit. wie werden die weiteren schritte sein, wann kann man möglicherweise mit einem ermittlungsverfahren dann rechnen, dem start eines ermittlungsverfahrens
mannweiler sie meinen ein gerichtlichtes verfahren? das kann ich im moment noch nicht sagen. das ist schwierig zu beurteilen. wir haben ja 2 komponenten. wir haben jetzt diese neue beweissituation, die jetzt aufgetreten ist und ähm wir müssen natürlich jetzt auch einmal schauen im wege der weiteren ermittlungen ähm auch im im strafprozess muss ja auch die
tat rekonstruiert werden. das heisst man muss teilweise auf zeugen, die natürlich auch damals schon zeugen waren, zurückgreifen. schauen, wer ist noch in der lage angaben zu machen. wer lebt überhaupt noch. ja. das muss jetzt alles rekonstruiert werden. das wird die staatsanwaltschaft in zuammenarbeit mit der polizei machen und ähm ich bin sicher, dass da mit dem nötigen eifer und auch mit dem.. in der nötigen geschwindigkeit jetzt versucht wird, möglichst schnell in ein strafverfahren zu kommen. ja. also ne anklageerhebung beim jetzigen zustand ist durchaus wahrscheinlich, sonst gäbe es keinen dringenden tatverdacht. wir wissen selbstverständlich auch um das alter des tatverdächtigen, das wird sicherlich priorisiert werden. sowohl auf seiten der staatsanwaltschaft wie auf seiten der polizei. aber eine prognose abgeben kann ich nicht und über die einzelnen ermittlungsschritte, da bitte ich um verständnis, kann ich natürlich jetzt wie in solchen fällen üblich auch vorher keine angaben machen.
? FRAGE ? ... krisam will "ganz kurz noch eine anschlussfrage stellen"
frau röder eine an sie nochmal. jetzt haben wir festgestellt, das porträt hat nicht gestimmt. auch nicht die altersangaben aus denen man den täter vermutet hatte. er ist ja wenn man zurückrechnet schon damals deutlich älter gewesen. wie überrascht waren sie, dass sie genau auf diesen mann jetzt gestoßen sind.
roeder ja es ist so, dass das entsprechende alter, was wir im täterprofil ähm bekommen haben, das kernalter von 18-35 jahren präferiert worden sind. das haben wir auch in aktenzeichen ja so rausgegeben und danach gefragt. tatsächlich ist es aber so, dass es auch für
15-65 jahre ..ähm.. das täterprofil ähm.. ja.. da lautete. wobei man sagen muss, dass die wahrscheinlichkeit einer tatbegehung bei sexuell assoziierten tötungsdelikten mit zunehmendem alter abnimmt. und aufgrund dieser information wurde dieses kernalter von 18-35 jahren präferiert. dass die person jetzt älter war, war für uns nicht unbedingt überraschend, weil sie hat ja dann doch in das alter von 15-65 jahre gepasst.
? FRAGE ? RTL: ja ich werd einfach mal fragen, was macht das denn mit ihnen persönlich jetzt auch als ermittlungsteam auch als staatsanwalt dass so ein langer langer fall jetzt endlich aufgeklärt werden konnte
roeder ja, also ich bin erleichtert, dass wir diese festnahme so durchführen konnten und ich hoffe auch, dsas wir ähm amy lopez und auch den angehörigen von ihnen ein stück gerechtigkeit geben können.
mannweiler ich hab ja dazu vorhin schon gesagt, dass mich das beeindruckt hat. und sie werden es sowieso herausfinden, wenn sie sich den fall 1999 angucken. ich war damals in der hauptverhandlung als junger sitzungsvertreter der staatsanwalt, als junger staatsanwalt selbst in der hauptverhandlung gegen den jetzt tatverdächtigen. also natürlich ähm ist das aus meiner sicht durchaus auch beeindruckend.
? FRAGE ? "ich frag nochmal was" .. sie haben ja auch mit dem vater von amy lopez gesprochen, wie hat der denn auf die nachricht reagiert. vielleicht können sie da ein paar einblicke geben. wie gehts der familie jetzt?
manheller-sander also wir haben kontakt aufgenommen. aufgrund der tatsache, dass die familie in den usa lebt, war es uns jetzt nicht möglich eine persönliche begegnung unmittelbar nach der festnahme durchzuführen. deswegen haben wir mit unterstützung der amerikanischen kollegen das über eine videokonferenz gemacht. zu den genauen gesprächsinhalten möchten wir aber mit rücksicht auf die familie einfach keine angaben machen.
? FRAGE ? also das gefühl, das rüber kam ?
scheewi lächelt, keine antwort.
jürgen fachinger, moderator podest polizei
gibts noch weitere fragen? da hinten steht jemand auf, nee, gut
ja dann bedanke ich. ich denke es ist uns gelungen, sie heute mit wesentlichen informationen hier zu versorgen. es werden sich sicherlich im anschluss noch weitere fragen für sie ergeben. da würden wir sie bitten, einfach den gewohnten weg einzuhalten und die fragen schriftlich an uns zu richten. wir werden die dann entsprechend mit staatsanwaltschaft und absprache entsprechend beantworten. ich bedanke mich für ihr erscheinen und für ihre disziplin und wünsche ihnen einen schönen nachmittag noch.
der swr sprecher, andreas krisam
liebe zuschauerinnen liebe zuschauer das war die pressekonferenz live aus dem polizeipräsidium in koblenz zu dem cold case, dem ungelösten fall um amy lopez, einer 24 jährigen amerikanischen touristin, die vor gut 32 jahren in koblenz im umfeld der festung ehrenbreitstein umgebracht vergewaltigt wurde. neu ist DNA spuren haben die ermittler auf den täter den mutmaßlichen täter gebracht. einen heute 81 jährigen, der in der nähe von koblenz in einem seniorenheim wohnt. das führt darauf diese spuren führen darauf, dass dieser mann möglicherweise der täter war. die staatsanwaltschaft hat eben gesagt, es seien an der jeans des opfers am hosenbund dna-spuren gefunden worden. ebenso am linken oberschenkel der ermordeten, die da eindeutig auf ihn hinweisen. es gab ein ähnliches oder ein sexualdelikt im jahr 1999. da sind spuren von ihm erhalten geblieben, die man jetzt 2022 nochmal neu ausgewertet hat. die deuten auf ihn hin. oberstaatsanwalt mannweiler zeigte sich auch sichtlich erschüttert, weil er diesen mann schonmal bei einer verhandlung erlebt hat. und deswegen heute froh ist, dass er erleichtert ist, dass er zufrieden ist, dass jetzt darunter ein schlussstrich gezogen werden kann. weitere infos liebe zuschauerinnen und zuschauer finden sie auch unter swr.de auch den stream dieser pressekonferenz. damit auf wiedersehen aus koblenz.