von Isolde » Samstag, 11. April 2026, 07:46:19
@HTU
Finde Deine Beiträge interessant - auf einem sehr hohen Niveau - auch wenn ich mir nicht ganz klar darüber bin, ob dieses Niveau einer rein theoretischen / gedanklichen Analyse geschuldet ist - (nicht negativ gemeint!)
Ein Gedankengang von Dir passt gut zu meinen Überlegungen:
Dass Frauke nämlich während Ihrer Gefangenschaft viel Zeit gehabt hat über sich, Ihre Situation und den - ich nenne es mal „Festsetzer“ nachzudenken. Und dabei könnte eine Art Kolaboration mit dem ‚Festsetzer‘ entstanden sein.
Frauke war schlau und konnte mit allen gut, war dominant und präsent, wird von ihr gesagt. Deshalb könnte Sie eine eigene Strategie entwickelt haben um aus dieser verfahrenen Situation - festgesetzt von einem Bekannten - wieder herauszukommen.
Und genau das könnte halt zu diesen seltsamen und in der Kriminalgeschichte einzigartigen Anrufen des ‚Opfers‘ geführt haben.
Will sagen: Sie hat sich diese Anrufe beim ‚Festsetzer‘ erbettelt / erbittet / erkämpft. Um Folgendes zu erreichen: Sie hat damit dem schwachen - ich persönlich glaube IHR BEKANNTEN - Entführer vermitteln wollen, dass sie vertrauenswürdig ist und ihn auch dann nicht verraten wird, wenn er sie wieder frei lassen sollte.
Nur im letzten Gespräch hat sie - eventuell aus Verzweiflung darüber, dass sie es nicht geschafft hat frei zu kommen - sich kurz verhaspelt und die Frage, ob sie festgehalten wird kurz mit „Ja, Nein, Nein“ beantwortet - {wobei dieses „Ja, Nein, Nein“ auch ganz bewusst von ihr gesagt worden sein könnte um einen ihr bekannten Entführer leicht unter Druck zu setzen nach einer Woche Gefangenschaft.)
Auch ihr: „Ich komme heute zurück, auch nicht zu spät“ deutet für mich darauf hin, dass Frauke mit ihrer dominanten Art versucht hat, den Entführer unter Druck zu setzen sie wieder frei zu lassen.
Und jetzt kommt aus meiner Sicht etwas, was mit diesem Hintergrund für mich total schlüssig und logisch wäre:
Frauke könnte versucht haben in den Telefonaten das Bild eines ihr fremden Entführers zu vermitteln, obwohl sie ihren Entführer kannte - damit dieser Zutrauen zu ihr gewinnt und sie frei lässt.
In Kürze zusammengefasst: Sie wird dem Entführer gesagt haben: „Lass mich frei und ich werde allen erzählen ich sei von einem mir völlig Fremden festgehalten worden“.
@HTU: Was hältst Du von dieser Idee / dieser Überlegung.
… auch ihre auf mich relativ kaltblütig wirkende Gesprächsführung (!) im letzten Gespräch (Beispiel: „Gib mir Karen“) deutet für mich darauf hin, dass die dominante Frauke, trotz ihrer verzweifelten Situation, versucht hat, eine Strategie zu entwickeln um wieder frei zu kommen aber nun merkt, dass ihre Strategie eventuell nicht aufgehen wird: „Sag Mama und Papa, dass ich sie liebe“ (nicht lieb habe! Übersetzt heißt das: die Situation ist ernst, evtl. lebensbedrohlich - wozu auch ihr „Ich bin noch nicht tot“ passen würde).
Meine persönliche Theorie zum Motiv passt außerdem auch perfekt zu dem o.g. Szenario: Frauke sollte auf Grund Ihrer - aus Sicht des Täters völlig anmaßenden Aussage: „Sie könne nicht verstehen, wie man sich selbst umbringen kann“, bestraft werden und das gleiche Schicksal wie T erleiden.
Der Täter könnte in der Woche der Gefangenschaft von Frauke versucht haben Frauke in den Suizid zu treiben - als Strafe für die aus seiner Sicht anmaßende, überhebliche Haltung von Frauke gegenüber Suizid.
Frauke hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, welchen Hass und Zorn sie mit dieser Überlegung beim Täter hervorgerufen hat. Im Gegenteil: Sie wollte dem Täter eigentlich helfen sich von seinen extremen Schuldgefühlen - (Mit-) Verantwortung für den Tod von T - zu befreien.
Und mit dieser Theorie lässt sich dann auch erklären, warum Frauke den Namen des ihr bekannten Täters nicht ins Telefon gerufen hat. Das hätte ihrer eigenen Strategie aus der Situation frei zu kommen völlig widersprochen. Davon mal abgesehen: Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Wer von sich könnte sagen in Fraukes Situation nicht doch auf ein gutes Ende gehofft zu haben.
- alle meine Überlegungen, Gedanken, Theorien, Szenarien natürlich rein theoretischer Natur
@HTU
Finde Deine Beiträge interessant - auf einem sehr hohen Niveau - auch wenn ich mir nicht ganz klar darüber bin, ob dieses Niveau einer rein theoretischen / gedanklichen Analyse geschuldet ist - (nicht negativ gemeint!)
Ein Gedankengang von Dir passt gut zu meinen Überlegungen:
Dass Frauke nämlich während Ihrer Gefangenschaft viel Zeit gehabt hat über sich, Ihre Situation und den - ich nenne es mal „Festsetzer“ nachzudenken. Und dabei könnte eine Art Kolaboration mit dem ‚Festsetzer‘ entstanden sein.
Frauke war schlau und konnte mit allen gut, war dominant und präsent, wird von ihr gesagt. Deshalb könnte Sie eine eigene Strategie entwickelt haben um aus dieser verfahrenen Situation - festgesetzt von einem Bekannten - wieder herauszukommen.
Und genau das könnte halt zu diesen seltsamen und in der Kriminalgeschichte einzigartigen Anrufen des ‚Opfers‘ geführt haben.
Will sagen: Sie hat sich diese Anrufe beim ‚Festsetzer‘ erbettelt / erbittet / erkämpft. Um Folgendes zu erreichen: Sie hat damit dem schwachen - ich persönlich glaube IHR BEKANNTEN - Entführer vermitteln wollen, dass sie vertrauenswürdig ist und ihn auch dann nicht verraten wird, wenn er sie wieder frei lassen sollte.
Nur im letzten Gespräch hat sie - eventuell aus Verzweiflung darüber, dass sie es nicht geschafft hat frei zu kommen - sich kurz verhaspelt und die Frage, ob sie festgehalten wird kurz mit „Ja, Nein, Nein“ beantwortet - {wobei dieses „Ja, Nein, Nein“ auch ganz bewusst von ihr gesagt worden sein könnte um einen ihr bekannten Entführer leicht unter Druck zu setzen nach einer Woche Gefangenschaft.)
Auch ihr: „Ich komme heute zurück, auch nicht zu spät“ deutet für mich darauf hin, dass Frauke mit ihrer dominanten Art versucht hat, den Entführer unter Druck zu setzen sie wieder frei zu lassen.
Und jetzt kommt aus meiner Sicht etwas, was mit diesem Hintergrund für mich total schlüssig und logisch wäre:
Frauke könnte versucht haben in den Telefonaten das Bild eines ihr fremden Entführers zu vermitteln, obwohl sie ihren Entführer kannte - damit dieser Zutrauen zu ihr gewinnt und sie frei lässt.
In Kürze zusammengefasst: Sie wird dem Entführer gesagt haben: „Lass mich frei und ich werde allen erzählen ich sei von einem mir völlig Fremden festgehalten worden“.
@HTU: Was hältst Du von dieser Idee / dieser Überlegung.
… auch ihre auf mich relativ kaltblütig wirkende Gesprächsführung (!) im letzten Gespräch (Beispiel: „Gib mir Karen“) deutet für mich darauf hin, dass die dominante Frauke, trotz ihrer verzweifelten Situation, versucht hat, eine Strategie zu entwickeln um wieder frei zu kommen aber nun merkt, dass ihre Strategie eventuell nicht aufgehen wird: „Sag Mama und Papa, dass ich sie liebe“ (nicht lieb habe! Übersetzt heißt das: die Situation ist ernst, evtl. lebensbedrohlich - wozu auch ihr „Ich bin noch nicht tot“ passen würde).
Meine persönliche Theorie zum Motiv passt außerdem auch perfekt zu dem o.g. Szenario: Frauke sollte auf Grund Ihrer - aus Sicht des Täters völlig anmaßenden Aussage: „Sie könne nicht verstehen, wie man sich selbst umbringen kann“, bestraft werden und das gleiche Schicksal wie T erleiden.
Der Täter könnte in der Woche der Gefangenschaft von Frauke versucht haben Frauke in den Suizid zu treiben - als Strafe für die aus seiner Sicht anmaßende, überhebliche Haltung von Frauke gegenüber Suizid.
Frauke hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, welchen Hass und Zorn sie mit dieser Überlegung beim Täter hervorgerufen hat. Im Gegenteil: Sie wollte dem Täter eigentlich helfen sich von seinen extremen Schuldgefühlen - (Mit-) Verantwortung für den Tod von T - zu befreien.
Und mit dieser Theorie lässt sich dann auch erklären, warum Frauke den Namen des ihr bekannten Täters nicht ins Telefon gerufen hat. Das hätte ihrer eigenen Strategie aus der Situation frei zu kommen völlig widersprochen. Davon mal abgesehen: Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Wer von sich könnte sagen in Fraukes Situation nicht doch auf ein gutes Ende gehofft zu haben.
- alle meine Überlegungen, Gedanken, Theorien, Szenarien natürlich rein theoretischer Natur