MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hamburger » Mittwoch, 29. Juli 2026, 01:00:33

benico76 hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 14:23:56 [...]
Zu dem Punkt „warum hat sie nie einen Täternamen genannt wenn er ihr doch bekannt war“ habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Denn ab einem bestimmten Punkt, so wie Du ihn beschreibst, läge einem wohl selbst nahe, wenigstens einen derartigen Hinweis zu hinterlassen, dass es eine Chance gibt, den Täter später zu fassen. Wenn sie den Täter nicht kannt dann konnte sie auch keinen Namen nennen.
[...]
Wenn Frauke nur den Vor-, aber nicht den Nachnamen des Täters kannte, hätte die Nennung des Namens wahrscheinlich nichts genutzt - vor allem nicht, wenn er nicht zu ihrem engeren Freundeskreis gehörte und auch noch einen häufig vorkommenden Namen hatte.

In dem letzten Telefongespräch sagte Frauke, sie wisse, dass die Polizei nach ihr "sucht" (Präsens). Auch wenn sie glaubte, von dem Täter nicht freigelassen zu werden, hätte sie große Hoffnungen auf eine Befreiung durch die Polizei haben können. Es ist doch mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass Frauke wusste, dass die Polizei ein Handy orten kann.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hamburger » Mittwoch, 29. Juli 2026, 00:44:46

z3001x hat geschrieben: Montag, 27. Juli 2026, 18:16:49 [..]
Dann muss sie in der Tat zeitnah zum Versand geschrieben worden sein. Was eben auch bedeutet, dass die Zeitangabe "später" in der 0-49-Nachricht wissentlich absurd war - jedenfalls wenn man Fraukes oft betonte Zuverlässigkeit als tatsächliches Wesensmerkmal sieht. Und dass dieses Detail nicht frauke-authentisch war und außerdem das erste Auftreten der Verwendung des Wortes "später" in den ganzen Nachrichten, was eben auch für die Täterkontrolle bereits über diesen ersten Text spricht. [...]
z3001x hat geschrieben: Montag, 27. Juli 2026, 18:16:49 [...]
Weil was Ablenken angeht: Von welcher Örtlichkeit hat der Täter bei den Anrufen aus der Peripherie PB abgelenkt, bei denen Frauke ja zumindest einige Male (als sie sprach) dabei gewesen sein muss? Bzw. warum wollte er bei der Wahl dieser Ort nicht ablenken, aber dMn bei Nieheim? Wenn sein Aufenthalt dMn nicht bei Nieheim (im weiteren Sinn) war, war er ja vermutlich eher PB-nah. Warum hat er genau das dann bei den Industriegebiet-Kontakten nicht maskiert/verborgen? [...

Du lässt, soweit ich sehe, die Möglichkeit außeracht, dass Nieheim eine Ablenkung von dem Ort gewesen sein könnte, wo Frauke nach Verlassen des Pubs auf den Täter traf.
Die Begegnung der beiden muss in der Öffentlichkeit stattgefunden haben, und der Täter muss zumindest auf dem Weg dorthin von anderen gesehen worden sein. Wäre Frauke ohne die 1. SMS verschwunden, hätten sich die Ermittlungen auf die Umgebung des Pubs und den weiteren Nachhauseweg konzentriert. Und dann hätten vielleicht Leute im Nachhinein Beobachtungen, die sie zunächst für völlig harmlos hielten, verdächtig gefunden – z. B. eine Person, die längere Zeit am Pub auf und ab ging.
Außerdem: Es war doch ziemlich wahrscheinlich, dass die Polizei das Verschwinden einer jungen Frau, die einen Pub verließ, um nach Hause zu gehen, dort aber nie ankam, ernster nehmen würde als das Verschwinden einer jungen Frau, die entgegen ihrer Ankündigung nicht nach Hause gehen wollte und zwei Stunden später noch eine gutgelaunte SMS schrieb. Spontane Liebesaffären sind nun mal nicht gerade selten.

Wenn der Täter das Verbrechen geplant hatte, wusste er, dass irgendwann polizeiliche Ermittlungen aufgenommen werden würden. Das konnte er nicht verhindern, aber er konnte versuchen, den Zeitpunkt der Aufnahme von Ermittlungen zu verzögern und dann die Polizei an einem Ort (Nieheim) nach Spuren suchen zu lassen, wo sie ganz sicher keine finden würden.

Zu den Anrufen:
Nach meiner Ansicht waren sie keineswegs als irgendeine Ablenkung konzipiert, sondern ein Versuch, durch die Vortäuschung von Freiwilligkeit die Polizei von Ermittlungen abzuhalten. Die Ermittlungen hatten ungewöhnlich früh begonnen – nur etwa 40 Stunden, nachdem Frauke den Pub verlassen hatte, gab die Polizei öffentlich die Aufnahme von Ermittlungen und sogar das erste Ermittlungsergebnis (Absendeort der SMS) bekannt. Ich gehe davon aus, dass das den Täter sehr beunruhigte.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 28. Juli 2026, 21:58:51

Gast246 hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 21:27:01 Mit wem war F. dann sonst noch so im Ausgang oder Unterwegs oft?
Gast aus dem Östreich: Das wissen wir nicht. Das Mädchen hatte Hunderte von Bekannten in ganz Deutschland, einen grossen Freundeskreis in ihrer Heimatstadt L.

Da sie noch nicht lange in Paderborn wohnte, hatte sie Bekannte hauptsächlich aus ihrer Klasse der Krankenpflegeschule und darüber kam sie in Kontakt mit deren Freunden und Bekannten. Sie hatte aber in Paderborn eine beste Freundin. Von ihr ist null und nichts bekannt, so wie sich das gehört: Privat ist Privat.

Sie liebte es an den WE unterwegs zu sein und in 3 verschiedenen Tanzpalästen durchzutanzen bis in den Morgen. Nicht gleichzeitig, natürlich.
Dort sass jeweils in einem kleinen Kämmerlein immer ein gedungener Schuhmacher, um die durchgetanzten Schuhe der Mädchen sofort neu zu besohlen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von oldjoe » Dienstag, 28. Juli 2026, 21:42:36

Mal ein kritischer Gedanke zu den Tests, die mit noch funktionsfähigen Nokia-Geräten gleichen Modells durchgeführt wurden und werden. Solche Tests sind m.E. nicht aussagekräftig, da das Prinzip ceteris paribus (unter sonst gleichen Bedingungen) bei solchen Tests unter Umständen nicht erfüllt wird.
Man müsste auch die gesamte Infrastruktur (Netz, Frequenzen, Antennen, usw., usf.) des Jahres 2006 simulieren, um die Theorien rund um den Versand der letzten SMS prüfen zu können.
Somit bleibt das Nokiamodell die einzig konstante Variable, die Infrastruktur hat sich in den letzten 20 Jahren jedoch deutlich verändert. Ob das bei allen durchgeführten Tests berücksichtigt wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast246 » Dienstag, 28. Juli 2026, 21:27:01

Mit wem war F. dann sonst noch so im Ausgang oder Unterwegs oft?

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Gast246 » Dienstag, 28. Juli 2026, 21:07:23

So jetzt nochmal zur Handy überlegung..

00:49 Sms ich war ja immer der Meinung das die Sms beim
Pub versendet wurde.

Jetzt hat man F. telefonisch nicht erreicht das ihr Handy aus war!

Um 00:49 kommt die Sms bei C. an vermutlich verspätet.

Jetzt wieso wurde das Handy um 00:49 eingeschalten
bzw. geladen? Es erfolgte ja kein Kontakt.

Wollte der Täter sich sicher sein das sie niemanden
geschrieben hat mit wem sie sich noch trifft?!

Wenn es so wäre.. würde es ein Täter sein der Bekannt war!

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von NinJa » Dienstag, 28. Juli 2026, 18:09:40

Hobbypsychologe hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 14:13:40 Mich würde auch interessieren, wer alles wusste, das Fraukes Akku leer war.
Es besteht natürlich die Möglichkeit dass der Täter davon wußte.
Aber ist das zwingend so?
Natürlich würde der Fall für uns anders dastehen wenn er geladen gewesen wäre, wenn sie den Schlüssel gehabt hätte (wieso eigentlich letzteres, wird hier oft als "Schlüssel"Moment gesehen, mir dennoch nicht klar...)
Dass der leere Akku den Fall verändert hat, klar.
Aber dass der Täter (oder -in) das wissen mußte?
Eventuel versuchte Frauke um 0.49 bereits aus Not nochmal das Handy anzuschmeißen.
Oder der Täter hatte es bereits in Besitz und hat es angemacht.
Letzteres sehe ich aber nur als sinnvoll wenn er befürchten mußte dass das Handy etwas über ihn verraten könnte.
Weil er
A) Mit ihr in Kontakt stand (Telefonbuch oder vermeintliche sms unmittelbar nach Pub)
B) er die hat die 0.49 sms mitbekommen, musste dann den Inhalt sehen (und daraus hat sich die perfide Idee mit den weiteren sms und in Folge sogar anrufen erst entwickelt).
Eventuell unter Fraukes Einfluss der Sprung von sms zu den folgenden anrufen, weil sie sein Spiel nicht durchschaute,
oder sie wirklich dachte ihn bequatschen zu können und er auch ernsthaft zuerst darauf einging...

Aber ich bin abgeschweift.
Warum glauben so viele dass der Täter vom leeren Akku wußte?
MMn werden Entführungen oder Sexualmorde nicjt durch geladene Handies verhindert.
Das Opfer min 1 Woche festzuhalten natürlich nur ohne Handy.
Gedankengang:
- Entführt worden wäre sie so oder so.
- 1 Woche festgehalten (inkl. Sms/Anrufe) nur weil er wußte dass Frauke (ausschließlich sms/Anrufe) nicht übers Handy zu orten ist

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von John » Dienstag, 28. Juli 2026, 17:54:31

caro hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 16:31:08 Stimmt, C.'s Anrufversuche sind ein guter Hinweis, dass das Handy aus gewesen ist.

I.'s Aussage, dass sich Fraukes Handy mit ihrem eigenen Akku zum Schluss noch mal einschalten ließ und an blieb, aber nach dem Verlassen des Pubs kein weiteres Handysignal mehr registriert wurde, würden dann nahe legen, dass der Akku so weit entladen war, dass das Handy kurz darauf dann doch ausging, oder das Frauke ihr Handy selbst ausschaltete, um für später noch genug Energie zu haben.
Oder und das soll keinesfalls eine Unterstellung sein, kann aber ja durch aus vorkommen ... I erinnert sich falsch und das Handy hat es vlt. nur bis zum Nokia Logo geschafft und/oder ging direkt wieder aus.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von caro » Dienstag, 28. Juli 2026, 16:31:08

John hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 13:34:23 Ich hab mir immer wieder überlegt, wie die Tat abgelaufen wäre, wenn FLs Handy an gewesen wäre in der Nacht, also sprich kein Akku Problem vorhanden gewesen wäre. Wäre die Tat dann so passiert? (Ich denke nicht) Dieser Punkt entfällt komplett, wenn das Handy doch die ganze Zeit an war und gesendet/empfangen hat.
Was dagegen spricht sind natürlich auch die Telefonat versuche von C, der FL nicht erreichen konnte, weil Handy aus und nicht weil sie nur nicht ran ging
Stimmt, C.'s Anrufversuche sind ein guter Hinweis, dass das Handy aus gewesen ist.

I.'s Aussage, dass sich Fraukes Handy mit ihrem eigenen Akku zum Schluss noch mal einschalten ließ und an blieb, aber nach dem Verlassen des Pubs kein weiteres Handysignal mehr registriert wurde, würden dann nahe legen, dass der Akku so weit entladen war, dass das Handy kurz darauf dann doch ausging, oder das Frauke ihr Handy selbst ausschaltete, um für später noch genug Energie zu haben.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 28. Juli 2026, 15:34:38

Owl hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 08:14:32 Und wer der Verdächtigen wohnt zufällig in dem Gebiet das als Versteck auf der Karte gekennzeichnet ist? Oder wo könnte dort ein Versteck sein?
Das ist doch lediglich eine Annahme bzw. ein Beispiel das sich der Ersteller der Grafik zu den gegebenen Daten der verschiedenen Funknetze und seinen Überlegungen über den Festhalteort machte

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von benico76 » Dienstag, 28. Juli 2026, 15:34:15

Offline-Mod hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 15:05:57 @Gast76

Dein Account "@benico76" sollt jetzt übrigens aktiv sein. Solltest dich einloggen können. Bei Problemen, wend dich an @Iven ...
Danke für den Hinweis! Dann kann ich jetzt ja meine Schreibfehler nachträglich korrigieren :D

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Offline-Mod » Dienstag, 28. Juli 2026, 15:05:57

@Gast76

Dein Account "@benico76" sollt jetzt übrigens aktiv sein. Solltest dich einloggen können. Bei Problemen, wend dich an @Iven ...

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:56:39

Heckengäu hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 14:49:21 Welchen Personen und wann war das, ist natürlich dazu die Frage :?:
Malinka und B+L Investigations. Die Beiträge referenziere ich noch.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:49:21

Johnny77 hat geschrieben: Montag, 27. Juli 2026, 19:47:12 Isabella erzählte mindestens zwei verschiedenen Personen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, dass sich Fraukes Handy mit dem eigenen Akku noch einschaltete und vorerst eingeschaltet blieb.
Welchen Personen und wann war das, ist natürlich dazu die Frage :?:

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:44:16

Ich halte den Bericht des Benutzers KlaresH2o vom 8.6. für authentisch: Frauke war freiwillig in der Nacht mit jemandem unterwegs und das war im Freundeskreis dieser Person bekannt. Die Betriebsfähigkeit ihres Handys dürfte keine wesentliche Rolle gespielt haben..

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von John » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:36:48

Johnny77 hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 14:23:10 Nicht viele. Isabella definitiv. Möglicherweise auch die anderen Begleiter im Pub haben das mitbekommen. Eventuell auch Niels und Andy.
C, der Vollständigkeit halber auch.

Aber darauf wollte ich mit meinem Text eigentlich gar nicht hinaus, auch wenn das jetzt naheliegend war, daraufhin nach einem Zusammenhang zu suchen.
Ich habe gefragt ob die Tat dennoch genauso abgelaufen wäre, nicht ob sie überhaupt stattgefunden hätte. Sind auch zwei absolut verschiedene Fragen.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von why » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:33:46

John hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 13:34:23 Ich hab mir immer wieder überlegt, wie die Tat abgelaufen wäre, wenn FLs Handy an gewesen wäre in der Nacht, also sprich kein Akku Problem vorhanden gewesen wäre. Wäre die Tat dann so passiert? (Ich denke nicht) Dieser Punkt entfällt komplett, wenn das Handy doch die ganze Zeit an war und gesendet/empfangen hat.
Was dagegen spricht sind natürlich auch die Telefonat versuche von C, der FL nicht erreichen konnte, weil Handy aus und nicht weil sie nur nicht ran ging
Du denkst jetzt echt, der Täter hat gesehen das Handy ist aus, und denkt sich
da nutze ich doch gleich mal die Gelegenheit und werde übergriffig?

Oder andersherum, eingehende Anrufe hätten ihn abgeschreckt,
und von einer Tat abgehalten?

Ich glaube an nichts von beidem.
Wenn da etwas geplant war, oder eskaliert ist,
hätte er das Handy sowieso ausgemacht.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von benico76 » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:23:56

Cherlock hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 13:53:11 Angesichts dessen, dass sie an dem Punkt offenbar bereits nicht mehr mit einem Freikommen gerechnet hat und keine Hoffnung mehr hatte, finde ich das vor allem bei einer guten Bekanntschaft eher unwahrscheinlich.
Ja, da gebe ich Dir absolut Recht. Zu dem Punkt „warum hat sie nie einen Täternamen genannt wenn er ihr doch bekannt war“ habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Denn ab einem bestimmten Punkt, so wie Du ihn beschreibst, läge einem wohl selbst nahe, wenigstens einen derartigen Hinweis zu hinterlassen, dass es eine Chance gibt, den Täter später zu fassen. Wenn sie den Täter nicht kannt dann konnte sie auch keinen Namen nennen.
Was für mich wiederum für eine Beziehungstat (in welcher Form auch immer) spricht sind die gezielten Anrufe nur bei C.
Das sieht für mich so aus, als hätte der Täter da schon Hintergrundwissen erlangt, bevor er die Tat beging.
Ein völlig Fremder würde doch kaum fragen, wen sie denn am liebsten kontaktieren wolle und ebenso wäre es einem Unbekannten vermutlich völlig latte, derartige Anrufe zu tätigen. Denn die Angst, erkannt zu werden, würde hier wegfallen.
Für mich ist das schon eine gewisse persönliche Komponente und eine Art Genugtuung. Als wolle er damit jemandem zusätzlich zu FL besonders weh tun.
Den Eltern, indem er sie nicht direkt kontaktieren lässt und C, als wolle er die Last und Bürde der einzigen Anrufe ihm auferlegen und somit auch über ihn eine Art Macht und Kontrolle ausüben. Denn die Anrufe wurden ja, nachdem sie mehrfach sagte, sie komme nun bald heim, immer wiederholt und somit erneut Hoffnung geweckt jedoch gleichzeitig gezeigt, dass er (der Täter) die alleinige Macht über FLs Wohlergehen und in gewissem Maße auch die der anderen „Beteiligten“ -Freundeskreis, Familie, Kollegen,…- hat.

Für mich sind die Anrufe also sowohl eine Art Ablenkung vom Aufenthaltsort und aber auch ein gewisser (vlt auch erst während der Tatausübung entstandener) sadistischer Anteil.

In dem wenigsten Fällen sind es Hannibal Lecter like geplant vorgehende, hochintelligente Täter. Insofern muss man mit allen Spekulationen vorsichtig sein.
Tathergänge sind hochdynamische, teils komplexe Abläufe in denen Geplamtes verworfen und umdisponiert und neu improvisiert wird.

Ich habe in den vergangenen Tagen fleissig quer gelesen hier und am Ende lassen sich für mich überall recht schlüssige Erklärungen für die eine oder andere Theorie finden.
Die gegenseitigen Alibis von N und A halte ich dabei am wackeligsten ohne diese nun direkt zu beschuldigen. Es bleibt aber suspekt.
Auch kann man in Cs Verhaltensweise eine Menge rein interpretieren und durchaus abstrakt denken, was weitere Personen aus dem Umfeld angeht.
Dass hier Versäumnisse seitens der Polizei insbesondere in dem ersten Stunden/Tagen vorliegen bezweifelt wohl niemand.
In einer MoKo wird aber durchaus abstrakt und quer gedacht und am Ende bleibt es dabei: ohne stichhaltige Beweise kein Täter zur Tat.
Wir wissen also ehrlich gesagt sehr wenig, was genau getan wurde und was nicht.
Grundsätzlich bin ich bei Ö und nehme ihm ab, dass sie „diesen Scheissfall klären“ wollten.
Manchmal fehlt eben das Puzzelteil und das ist in solch einer Arbeit extrem frustrierend, glaubt mir.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Johnny77 » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:23:10

Hobbypsychologe hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 14:13:40 Mich würde auch interessieren, wer alles wusste, das Fraukes Akku leer war.
Nicht viele. Isabella definitiv. Möglicherweise auch die anderen Begleiter im Pub haben das mitbekommen. Eventuell auch Niels und Andy.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

von Hobbypsychologe » Dienstag, 28. Juli 2026, 14:13:40

John hat geschrieben: Dienstag, 28. Juli 2026, 13:34:23 Zurück zum wesentlichen ... (Mir fällt Rechtschreibung auch unglaublich schwer, ich geb mir Mühe...)
Ich glaube das Handy war aus, ab dem Pub, weil sonst die Polizei doch wenigstens den Rückweg/den Weg nach Nieheim irgendwie nachvollziehen hätte können. Da dies nicht der Fall ist, glaube oder hoffe ich, dass es nicht an einem Ermittlungsfehler liegt und die Daten einfach zu spät abgefragt wurden. Ich denke zwischen Pub und Nieheim gab es keine Daten, weil Handy aus. So zumindest war immer meine denke. Es würde für mich ein absolut neues Bild erzeugen, wenn das Handy bis Nieheim an war, es nicht geladen werden musste. Der Weg vom Pub bis Nieheim Zweifelsfrei an bestimme Sendemasten gebunden wäre...

Ich hab mir immer wieder überlegt, wie die Tat abgelaufen wäre, wenn FLs Handy an gewesen wäre in der Nacht, also sprich kein Akku Problem vorhanden gewesen wäre. Wäre die Tat dann so passiert? (Ich denke nicht) Dieser Punkt entfällt komplett, wenn das Handy doch die ganze Zeit an war und gesendet/empfangen hat.
Was dagegen spricht sind natürlich auch die Telefonat versuche von C, der FL nicht erreichen konnte, weil Handy aus und nicht weil sie nur nicht ran ging
Mich würde auch interessieren, wer alles wusste, das Fraukes Akku leer war.

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