MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Montag, 07. September 2026, 12:41:59

Anna17 hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 18:44:15Habe nie behauptet zitierfähig zu sein, geschweige denn, dass ich irgendwelche validen „Behauptungen“ aufgestellt hätte. Habe mehrfach erwähnt, dass ich absoluter „Laie“ bin. Meine Aussagen waren stets im Konjunktiv formuliert (zumindest habe ich mich um Formulierungen ausschließlich im Konjunktiv bemüht), und sind lediglich als Fragen in den Raum gestellt worden. Andere Aussagen wurden meinerseits durchaus durch Quellen belegt.
Mit welchen Quellenangaben hast Du etwas belegt?

Beispielsweise @Anna17, das BjagdG und der Blattfang:
Spoiler
Anna17 hat geschrieben: Donnerstag, 27. August 2026, 11:24:46 Ich komme einfach nicht umhin, mir bei der vorgenommenen “Abschlachtung” die Handschrift eines erfahrenen Jägers vorzustellen.

In der Darstellung des Gerichtsmediziners, sowie des Brandschutzexperten wurden Tiere als Beispiele hinzugezogen. Einmal wegen der Wucht, die erforderlich gewesen sein muss, am Bsp. der Schweinehaut, zu der sicherlich “jeder” imstande gewesen wäre […..]

Befasst man sich dann in Folge mit dem BJagdG kommt man automatisch auf andere Paragraphen, die ausschließlich auf die Tötung von Tieren mittels Messer ohne innere Einblutungen (!) ausgelegt sind.

So z.B. das sog. “Abfangen” bzw. den sog. “Blattfang”. Google-KI:
Beim Abfangen führt der Jäger ein Messer (Abfangmesser oder Saufänger) hinter dem Vorderlauf (dem „Blatt“) des Tieres im 45-Grad-Winkel in den Brustkorb ein. Das Messer durchtrennt die großen Herzgefäße oder das Herz selbst und öffnet die Lunge. Durch das anschließende Erweitern der Wunde strömt Luft in den Brustkorb (Kollaps der Lunge), was zusammen mit dem massiven inneren Blutverlust zu einem schlagartigen Abfall des Blutdrucks und sofortiger Bewusstlosigkeit führt.

Auch hier: Die Messerstiche trafen Herz, Lunge und Leber, d. h. Brust- und oberen Bauchraum (Thorax und Abdomen).
[…..]
Gastleser hat geschrieben: Donnerstag, 27. August 2026, 13:28:09 Das ist so nicht richtig. Eine Kritik an dem Gutachten halte ich mit diesen Mutmaßungen für nicht tragfähig.

Bei den von beschrieben Szenarien der KI verbleibt am liegenden Wild, „Stück“, das Blut bedingt durch die Schwerkraft in einer Körperhöhle, „Brusthöhle“ im Brustkorb, vergleichbar mit der Annahme im Gutachten. Erst nach drehen des Körpers kann das Blut ablaufen.
Das war lt. Gutachten und Spurenlage an Tümpel nicht der Fall, so dass es weitestgehend in der Brusthöhle verblieben ist.

Nach Tierschutzschlachtverordnung, und damit angelehnt an die Regelungen für die Jagd, Nachsuchen und Wildunfälle, ist die Methode „Ausbluten“, auch für die Fleischhygiene, die anerkannte und zu bevorzugende.

Kein signifikanter Blutaustritt ist auch bei Geschosspenetrationen zu beobachten, insbesondere wenn es keinen Ausschuss gab, oder ausschussseitig nur eine kleine kalibergroße Wunde ist. Eine kleine Bewegung reicht aus, dass die Lederhaut, „Fell“, „Decke“, „Schwarte“, durch leichte Verschiebung die Wundlöcher verschließt. Dann ist der permanent verbleibende Wundkanal „abgedichtet“.

Für Blutaustritt, Blutflussgeschwindigkeit, ist Blutdruck, Blut und eine Öffnung notwendig, damit es austreten kann. Dazu ist es erforderlich ein oder mehrere Gefäße zu öffnen und länger offen zu halten, damit sind Blutgefäße, Arterien, Venen, gemeint. Kapillar ist Austrittsdauer und Menge zu gering, um Verbluten zu bewirken.



Ein Beispiel für wenig bis keinen Blutaustritt ohne „Fachkenntnisse“ des Täters, Video und Auszüge aus dem Obduktionsbericht sind veröffentlicht worden:
https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tu ... a_Zarutska

Anna17 hat geschrieben: Donnerstag, 27. August 2026, 16:35:30 Ebenfalls interessant, auch hierzu danke. Dennoch: “Blutspuren waren auch auf dem Zugboden nachweisbar”. Ich komme leider trotzdem nicht umhin eine Verbindung zum BJagdG und dem “Abfangen” bzw. dem sog. “Blattfang” herzustellen. Aber lassen wir das einfach mal als eine (möglicherweise?) komplett “krude” Hypothese dahin gestellt.
Anna17 hat geschrieben: Donnerstag, 27. August 2026, 21:36:27[…..]
Dazu habe ich bereits einiges gesagt bzw. geschrieben. Mit Vermutungen halte ich mich besser bedeckt, werde aber die Augen offen halten und mich weiterhin intensiv mit dem BJagdG befassen (interessant!). […..]

Gastleser hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 00:13:00 „Präzise“ ist daran nichts.

Triggerwarnung Pietät
Spoiler
Zu wissenschaftlichen Zwecken:

2 von mindestens 6 sind Herzstiche (1 Beutel und 1 Kammer @Sronson?) nach Anklageschrift, eine Quote schlechter als 6x Münze werfen.

Das Herz hatte die Faustgröße des Opfers, ein sehr kleines Ziel, kegelförmig, im unteren Bereich über den Herzbeutel mit dem Zwerchfall verwachsen.

„Geschulte Personen“, besonders geschulte Personen, Sach- oder Fachkundige, Personen mit berufsbedingten Kenntnissen, Anatomiekundige, Metzger, Angler, „Planer“, ….. hätten es aufgrund ihrer Kenntnisse sehr wahrscheinlich unterlassen „6 gleichartige Stiche“, unter anderem quer in eine Rippe und durch das Brustbein, verteilt über „Brust- und Oberkörperbereich“, gegen das Opfer auszuführen.

„Erwartungswert“ für diese Personenkreise ist 1 bis 2 Wundkanäle, nicht 6 Stiche.
Anna17 hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 10:56:26 Durchaus präzise. Lt. den uns vorliegenden Aussagen / Tickern gezielt und treffsicher.

[…..]Absolut identischer Vorgang wie beim Abfangen bzw. Blattfang. Gezieltes Treffen von Herz und Lunge, Todesfolge: innere Blutungen (Verbluten in der Brusthöhle / im Brustkorb). Alles vorliegend (nachweislich) gegeben. […..]
Gastleser hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 12:18:31 […..]
@Anna17

Das ist so nicht richtig und wäre auch nicht Tierschutzgerecht.

Sehr vereinfachte und unvollständige Darstellung:
https://waidwissen.com/lexikon/blattfang

Empfehle dir den Kontakt zu einem bestätigten Nachsuchenführer in deinem Landkreis, vielleicht zeigt er dir die geeigneten Werkzeuge und wie so etwas praktisch umgesetzt wird, vielleicht hat er auch Videodokumentationen parat, die er zeigen möchte.
Anna17 hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 09:59:42[…..]
Danke 🙏🏼. Es kann wirklich nicht schaden (rein interessehalber) mal im BJagdG nach den Stichworten “Abfangen” und “Blattfang” zu googeln 🤷🏻‍♀️.


Wenn man doch nur Mal die Tat an sich näher untersuchen würde… Ich komme davon einfach nicht ab, dass es ein JÄGER gewesen sein könnte. […..]
Gastleser hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 10:21:36 […..]
Dazu lade ich dich und weitere Interessierte gerne ein:

Bitte im Bundesjagdgesetz nach den von @Anna17 genannten Stichworten suchen!

„Bundesjagdgesetz, Gesamtausgabe
https://www.gesetze-im-internet.de/bjag ... 00952.html

Spoiler
Und anschließend bitte @Anna17 Kommunikationsstrategie diskutieren.

Sonstige Bemerkungen:
Spoiler
Anna17 hat geschrieben: Freitag, 28. August 2026, 20:18:37 Ich schreibe stets im Konjunktiv (bemühe mich zumindest).
Anna17 hat geschrieben: Freitag, 28. August 2026, 12:09:00 Komplett richtig 👏🏼👏🏼👏🏼, liebe Sronson. Dann noch den “Oberschwurbler” Markus Rahmsdorf als Quelle hinzuzuziehen 🤯. Absolutes “No-Go”.
Anna17 hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 20:15:44 Über alternative Motive mache ich mir tatsächlich bis heute noch Gedanken, aber das tun scheinbar hier im Forum nur „Dumme“. Schade eigentlich.


Deine Kommunikationsstrategie erinnert mich daran:
Spoiler
Desinformation ist für manche Influencerinnen und Influencer sowie Aktivistinnen und Aktivisten ein bedeutsamer Teil ihres Contents geworden. Solche Accounts spielen damit eine zunehmend gewichtige Rolle bei der Verbreitung von Desinformation. […..]

Akteure nutzen diese und weitere Mittel zur „Informationswäsche“. Hierbei soll die Herkunft einer Desinformation verschleiert und zugleich einem Urheber mit vermeintlicher Legitimität und Glaubwürdigkeit zugeschrieben werden. […..]

Statt dass ein Desinformationsakteur seine Behauptung direkt über eigene Accounts veröffentlicht, wird die Desinformation gleichsam über Bande in den Informationsraum gespielt.[…..]

Im Zuge der umgreifenden Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft und der breiten medialen Erreichbarkeit von einzelnen Personen und Zielgruppen hat sich das Potenzial der Einflussnahme heutzutage im Vergleich zu der Zeit des Wirkens des MfS drastisch erhöht.[…..]

Andererseits versuchen die Urheber ihre Herkunft zu verschleiern und lassen unterschiedliche Akteure im Sinne des Urhebers auftreten. Darüber hinaus spielen die sozialen Medien eine gewichtige Rolle. Dort wird Desinformation schnell und ressourcenarm von vielen Usern weitergeleitet, geliked und kommentiert, sodass eine ursprüngliche Herkunft nicht direkt ersichtlich ist.[…..]

https://www.verfassungsschutz.de/Shared ... ation.html
Beabsichtigt wird eine Verwirrung der Öffentlichkeit über die Faktenlage, Beeinflussung der öffentlichen Meinungsbildung, Verschleierung und Ablenkung von eigenen Aktivitäten, Emotionalisierung von kontroversen Debatten, Verstärkung gesellschaftlicher Spannungen und/oder das Schüren von Misstrauen in staatliche Institutionen und Regierungshandeln, mit dem Ziel der Stärkung der eigenen Position und Durchsetzung eigener Interessen.

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/schw ... ohung.html
Gegen gezielte Falschinformationen können alle etwas tun

Praktische Tipps zum Erkennen von falschen und irreführenden Informationen
  • Hinterfragen Sie Inhalte kritisch, statt weiterzuleiten.
  • Informieren Sie sich aus zuverlässigen Quellen und gleichen Sie diese mit weiteren Quellen ab.
Manipulierte oder gefälschte Informationen und Bildmaterialien zu erkennen, ist nicht immer leicht. Nutzen Sie Faktenchecks.

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/schw ... ohung.html
Spoiler

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Montag, 07. September 2026, 12:10:01

Liebe Libella,

dein Nutzerkonto ist jetzt freigeschaltet; sogar doppelt, weil es besser hält ,-) Du kannst ab sofort entweder Libella oder Libella* nutzen, um dich an der Diskussion zu beteiligen.

Ein herzliches Willkommen in unserer Mitte! ꕤ

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von SonntagsGast » Montag, 07. September 2026, 12:07:45

Maria hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 10:29:37

Dann hätten sich allerdings vier Menschen unabhängig voneinander im Tag vertan.
Fünf.
Jens Schw. hat nach eigenen Angaben eine 14-Jährige gesprochen die das Gleiche beobachtet hat wie das 12-j. Mädchen das zuletzt vor Gericht aussagte, F. sei von einem Mann verfolgt worden

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Trillerpfeife » Montag, 07. September 2026, 11:45:14

Ich persönlich denke nicht, dass es eine Vorverurteilung der Angeklagten gab und nicht in andere Richtungen ermittelt wurde. Die Mutter wurde mehrfach stundenlang verhört, ihr Alibi überprüft. Gleiches gilt für die Tümpelzeugen und den Vater. Die Häuser und Handys von OK und CD sowie deren Autos wurden ebenfalls durchwühlt.
Dass Anwohner es für völlig abwegig halten, dass ausgerechnet die Ex das Kind im Nirgendwo findet, ist nachvollziehbar. Da geht keiner spazieren. Wie hätte die Angeklagte nicht kurz nach Auffinden von Fabian verdächtig sein müssen. Sie hat Schuhgröße 40 und hat ein Selfie von sich gemacht, mit den Schuhen, die neben Fabians Abdrücken zum Tümpel führen. Sie hat sich in der ersten Zeugenaussage mehrfach widersprochen und sogar verplappert, dass sie mit Hund UND KIND spazieren war. Sie behauptet zuerst, sie war nicht in Güstrow. Die Kamera sagte was Anderes. Und wäre noch was Anderes unter Fabians Daumennagel gefunden worden, was man einer anderen Person außer GH zuordnen konnte, ist man dem mit Sicherheit auch nachgegangen. Auch die Faser der Reithose passt zu dem Selfie. Der Mörder müsste also solche Klamotten wie sie getragen haben. Konnten die Ermittler ganz objektiv bei diesen Ergebnissen anders handeln und sie nicht festnehmen?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Montag, 07. September 2026, 11:08:50

Heckengäu hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 07:08:02 Es erscheinen in zeitlicher Reihenfolge die Saaldiatoren


Richterin u. Pressesprecherin Frollein Anne Kruse
(Es gilt die Unschuldsvermutung: Ledig)


@Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?

StadionSaalreporter Carsten Kulawik
Spoiler
https://carsten-kulawik.de/
https://www.youtube.com/@carstenkulawik/videos
Schalker Podcaster

Bild
Bild Quelle Wuppertaler Rundschau „Stimme des Ruhrgebiets“, Benefizspiel


Bild
Quelle Foto: Fischer, Andreas H503840 in WZ, Von Marc Kevin, 16.09.2023 , 08:48 Uhr
Elf Jahre lang war Carsten Kulawik Stadionsprecher beim Wuppertaler SV. Jetzt geht er beruflich nach Berlin.
https://www.wz.de/sport/fussball/wupper ... d-97768267


Bild
Bild Quelle n-tv, 15.10.2025, 12:42 Uhr
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 98396.html

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Maria » Montag, 07. September 2026, 10:29:37

Sronson hat geschrieben: Freitag, 04. September 2026, 11:23:15 Ich denke, dass die beiden Kinder eine Sichtung vom Donnerstag beschrieben haben und es sich tatsächlich um Fabian gehandelt hat.
Reine Fiktion, pures Gedankenspiel

Angenommen, es wäre doch eine geplante Tat gewesen, die am Donnerstag nicht durchgefuhrt wurde, weil es Fabian gelang, dem zu entkommen? Soviel ich weiß, ging es ihm am Donnerstag Abend schlecht.

Angenommen die Begegnung mit dem Imbissbesitzer wäre am Donnerstag gewesen und Fabian wäre nicht in den Bus gestiegen, um zu seinem Vater zu fahren, sondern um einen räumlichen Abstand zwischen sich und jemanden, vor dem er weggelaufen ist, zu bringen? Kamen möglicherweise die Verfolger in den Imbiss, um nach dem Jungen zu fragen?

Das würde nicht ausschließen, dass RJ zwei Tage später am Samstag dort mit ihren selbstgebastelten Flyerndort war. War das Auslöser für den Imbissbesitzer sich zu erinnern und hat er dabei den Tag verwechselt?

Kann ausgeschlossen werden, dass Fabian am Freitag das Haus doch früher verlassen hat und jemand anderes mit dem Handy gespielt, um die Fiktion eines noch anwesenden Fabian aufrecht zu erhalten? Haben möglicherweise Personen am Freitag etwas ausgeführt, was eigentlich für den Donnerstag geplant war?

Hat man die Überwachungskameras der Busse erst ab Freitag oder ab Donnerstag überprüft?

Das Interview mit dem Imbissbesitzer ist im Thread der Presseberichte. Unabhängig von Farbfragen haben sowohl er als auch einer der Jungen haben jemanden mit Tshirt beschrieben. So wie ich das verstanden habe, war sich der Imbissbesitzer auch mit der Uhrzeit nicht ganz sicher. Ich kann aus dem Interview nicht zweifelhaft erkennen, dass er mit den Personen in seinem Laden zwangsläufig RJ gemeint haben muss.

Dann hätten sich allerdings vier Menschen unabhängig voneinander im Tag vertan.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Montag, 07. September 2026, 10:22:54

Mal wieder ein Hinweis auf ein Update der Timline, die letzten Anpassungen wie immer in grün
NEU:
Widerspruchssachverhalte jetzt in blau *)
Die Anklageverlesung ist nun zum Abgleich auch direkt angehängt.

*) Ich bin eigentlich kein Fan von allzuviel Farbenspielen oder Schriftarten. Aber i.S. der schnelleren Auffindbarkeit der Widersprüche hatte ich jetzt auch keine andere Idee.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 07. September 2026, 09:38:45

HE_Gffnkkd hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 09:08:23
Was dir und womöglich anderen missfallen mag, scheint mir jedoch zu sein, da es sich auch hier, wie überall in Deutschland, mit der Meinungsfreiheit wie folgt verhält: Jeder Forist hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber kein Forist hat das Recht darauf, dass alle anderen Foristen dieser Meinung zustimmen und dass niemand es wagen darf, die vorgetragene Meinung mit Gegenargumenten zu entkräften.
Genau DAS ist der Punkt. Man nimmt für sich in Anspruch "in alle Richtungen" und in einer sehr weisen, weiten Sichtweise an die Sache heranzugehen, quasi im Gegensatz zu anderen in der Lage ist, über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Unterm Strich verheddert man sich aber auf diese Weise permanent in Sackgassen und im Kleinklein, weil man das, um was es eigentlich geht, aus den Augen verliert.
Das war mit den Querdenkern in Corona-Zeiten im Übrigen genauso, als es da auf einemal um Bargeldabschaffung, geheime Weltregierung und Unterwerfung des Volkes ging.
Mit Argumenten kommt man da nicht weit, weil die Antwort oft nur beleidigt sein ist, weil es wieder als Angriff gewertet wird und man es ja nur nicht rafft. Genau wie deine sehr guten Fragen mit dem Jäger als Ausgangspunkt. Die werden aber auch in eine Sackgasse führen.

Die entscheidenden Fragen sind nach wie vor:
1. Wer hat wann F nach Klein Upahl verbracht?
2. Wie und warum wurde dieser Ort ausgewählt?
3. Wie kann man (im Dunkeln) per Zufall F genau an diesem Tümpel finden?
4. Wer hat evtl. ein, wenn auch nur entferntes, Motiv?

Selbst wenn da irgendwelche Jäger oder Nachbarn oder arabisch sprechende Menschen beteiligt sein sollten, erkennt man da schnell, dass sich da zwar mit dem ach so befreiten Denken immer ein kleiner Teil beantworten ließe, aber niemals das gesamte Tatgeschehen, man stößt zwangsläufig in eine Sackgasse. Das ist offenbar schwer sich einzugestehen, sofern man zu dieser Erkenntnis überhaupt gelangt.

Wenn man jede tolle neue Erkenntnis mit der ganzen bekannten Kommunikation (und anderen bekannten Hinweisen aus dem Verfahren) abgleicht, löst sich vieles dieser Ideen in Luft auf. Ein abgekartetes Spiel wie bei den Filmen Wild Things oder The Game mit extra vorab abgesprochener irreführenden Handlungen und Kommunikation kann man hier nun wirklich getrost ausschließen.....

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von HE_Gffnkkd » Montag, 07. September 2026, 09:08:23

Anna17 hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 18:55:38 [...] bedauerlicherweise kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier kaum Raum für Zweifel ist. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass im Diskussions-Forum auch kontroverse Meinungen / Diskussionen möglich sein könnten. Ich war und bin stets daran interessiert Einiges / Vieles zu hinterfragen [...].

Insofern: lass/t mich bitte wissen, falls für Zweifel in der vorliegenden Darstellung des schrecklichen Mordes kein Raum ist, dann werde ich meine Bemühungen (und nach wie vor - in vielen Punkten - bestehende Zweifel) zurück stellen und mich stattdessen lediglich sowie absolut problemlos in einen stillen Beobachter verwandeln. Ich muss nicht zwingend, was auch immer, infrage stellen, wenn von vornherein klar ist, dass ausschließlich nur eine Meinung akzeptabel und alles andere indiskutabel ist (🤷🏻‍♀️).

Der implizite Vorwurf, dass hier keine Diskussion möglich ist, wenn man eine kontroverse Meinung hat, ist meiner Ansicht nach unfair und vollkommen ungerechtfertigt. Kontroverse Meinungen sind im Rahmen der Forenregeln sehr wohl zugelassen und darüber hinaus auch sehr erwünscht.

Was dir und womöglich anderen missfallen mag, scheint mir jedoch zu sein, da es sich auch hier, wie überall in Deutschland, mit der Meinungsfreiheit wie folgt verhält: Jeder Forist hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber kein Forist hat das Recht darauf, dass alle anderen Foristen dieser Meinung zustimmen und dass niemand es wagen darf, die vorgetragene Meinung mit Gegenargumenten zu entkräften.

---------
Anna17 hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 23:00:30 6 geübte, präzise und gezielte Messerstiche
Anna17 hat geschrieben: Dienstag, 01. September 2026, 09:38:01 Die hier wohl hier vorwiegend als „Hauptbelastungsaussage“ (von den meisten hier)nickend hingenommene Aussage, dass „die Tat von jedem ausgeübt worden sein könnte“ (was sich eindeutig lediglich auf den Kraftaufwand bezog) ist mir definitiv zu wenig. Sobald ich weitere Fragen stelle, wird jedenfalls ständig nur auf diese Aussage hingewiesen und alles weitere Hinterfragen kopfschüttelnd abgewiesen. Von einem möglichen anderen Täter auszugehen, oder diese Möglichkeit zumindest zu hinterfragen, könnte sicherlich die Glaubenswelt der meisten Prozessbeobachter zum Einsturz bringen.
Ich teile die Ansicht anderer Foristen, dass du hier bereits mit Annahmen arbeitest, die auf einer kompletten Überinterpretation der Aussagen des Gerichtsmediziners beruhen.
Dennoch lasse ich mich jetzt mal vollständig darauf ein und nehme folgende Annahmen von dir als zutreffend und gesetzt an und lade dich dazu ein, dass gesamte Geschehen mit mir und allen anderen Foristen, die Lust dazu haben, unter diesen Annahme logisch zu durchdenken.
Anna17 hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 09:59:42 Ich komme davon einfach nicht ab, dass es ein JÄGER gewesen sein könnte.
Anna17 hat geschrieben: Dienstag, 01. September 2026, 09:38:01 [...] ich [vermute] nach wie vor [...], dass die Tat (möglicherweise!) von jm. anderen, d.h. möglicherweise von einem Jäger verübt worden sein könnte. Ebenfalls möglicherweise sogar von zwei Tätern.
Anna17 hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 12:22:54 Jedenfalls gehe ich nicht davon aus, dass es CD geschweige der Opa gewesen sein sollte.
Ok...
Also Fabian wurde von einem Jäger, den wir nicht kennen, auf eine Art und Weise erstochen wie sie nur von Menschen wie Jägern, die über spezielles Wissen verfügen, durchgeführt worden sein kann. Das ist unser Startpunkt.

Erste Fragen, die sich mir dann stellen:
Ist der Fundort auch der Tatort oder hat der Jäger Fabian woanders getötet?
Stammt dieser Jäger aus dem Umfeld von Fabian oder nicht?
Kannte Gina diesen Jäger?
Warum tötet der Jäger einen unschuldigen achtjährigen Junge? Mordlust? Sexuelle Motive? Persönliche Motive? Auftrag?

Wie verhält es sich bezüglich dieser Dinge in deiner Theorie? Was könntest du dir hier vorstellen?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 07. September 2026, 08:26:34

Korkplatte hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 08:19:20 Der erste der sie verdächtig hat, etwas damit zu tun hat, war ihr on/off Partner und andere Leute aus ihrer Umgebung. Leute die sie persönlich kennen wohlgemerkt.
(Tierärztin/Nachbarn)
Nicht zu vergessen Heike M., die direkt am 14.10. den hiesigen Polizisten mitgeteilt hat, das Gefühl zu haben, nur als Vorwand missbraucht worden zu sein und dass es ganz anders war.....und dass bereits am 14.10. klar war, dass da irgendwas faul ist an der Story.

"zu früh" ist da m.M.n. eher nicht früh genug.

Es ist ja auch nicht so dass das Augenmerk nur auf G gerichtet wurde. Es wurden ja direkt mehrere Telefone angezapft und geforscht....

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Korkplatte » Montag, 07. September 2026, 08:19:20

Gasterines hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 00:31:06
Ich bin der Ansicht, im Fall Fabian ist das Problem, dass es zu früh eine Verdächtige gab, .....
Der erste der sie verdächtig hat, etwas damit zu tun hat, war ihr on/off Partner und andere Leute aus ihrer Umgebung. Leute die sie persönlich kennen wohlgemerkt.
(Tierärztin/Nachbarn)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 07. September 2026, 07:16:19

Heckengäu hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 07:08:02 @Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?
Der große blonde mit dem schwarzen Schuh dürfte der Radio Television Luxemburg group angehören. Der hat auch einen Exklusivplatz in row one direkt neben Isabella.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Montag, 07. September 2026, 07:08:02

Gastleser hat geschrieben: Samstag, 05. September 2026, 21:40:34 Saal Atmosphäre Tag 26

Spoiler
Es erscheinen in zeitlicher Reihenfolge die Saaldiatoren
Thomas Löcker
Oliver Schley
Protokollierende Schriftführerin erscheint täglich full dressed up im Kaminfegermantel
"Micha" XY Psüschologe/Psüschatrist
Richterin u. Pressesprecherin Frollein Anne Kruse
(Es gilt die Unschuldsvermutung: Ledig)
Andreas Ohm täglich mit schwerer Papiersackkarre
Mutter Dorle
Chrissie, morgens 3 Kaffee serviert von ihrem Hausdiener mit weissen Wollhandschuhen, dazu läuft in der Stereoanlage
der "Einstimmer" The Pretenders mit Back on the Chain Gang, mit Chrissy Hynde
Spoiler
Angeklagte (anonym)
Kammer alle 5 = 3 + 2
extern
Gefangenenwagen VauchWeh Blauporter

@Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Montag, 07. September 2026, 01:04:08

Turmfalke23 hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 00:30:07 Ja, Gina wird sich Fragen gefallen lassen müssen am 10.09.2026, so sieht es die Nebenanklägerin.
[…..] Nicht jede Frage muss sie ja beantworten.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie kritische Fragen mit ihren beiden Verteidigern vorab klärt. 
So schlau wird sie wohl sein.
Und ziemlich unbeeindruckt vom bisherigen Prozess Geschehen. Die Verteidigung ist bisher um einen kontrollierten Ablauf der Einlassung bemüht gewesen.
Nach soviel Monaten kann man sich möglicherweise auch nicht mehr so genau erinnern, beispielsweise und möglicherweise an ein 7min Telefonat, oder?

„Preview“ Interview mit Ra Ohm Tag 26
[…..] zu den kindlichen Zeugen und der kommenden Befragung seiner Mandantin.
[…..]

Zeit Schranke: https://www.youtube.com/watch?v=nDE9NeOLjC8
Spoiler
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Dem gegenüber die Hausaufgaben für die Nebenklage, möglicherweise eine Hausaufgabe für eine halluzinierende KI?
Interview mit Nebenklage Tag 26

[…..]

Also, ich bin momentan noch dabei, die äh 75 Seiten Zeugenvernehmung der Angeklagten vom 14.10. mit den 95 Seiten ihrer Einlassung plus zwei heute ergänzende Seiten abzugleichen.

2min36
Ich muss da erstmal die Widersprüche herausfiltern und schauen, was daraus an Fragen entsteht. Dann gibt es ja zahlreiche Widersprüche in ihren Aussagen, also sowohl der Zeugenaussage als auch der Einlassung bei Gericht zu den Aussagen der, ich sag jetzt mal despektierlich „Tümpelzeugen“.

Wir wissen wen wir damit meinen. Da gibt es auch jede Menge Widersprüche. Ja, dazu wird sie sich Fragen gefallen lassen müssen.

Ob da ein Tag ausreichend ist, weiß ich nicht.

3min07
Heute gab es noch mal eine Ergänzung ihrer Erklärung. Was war da inhaltlich? Gab's da was Wichtiges?

3min13
Äh in nach meinem dafür halten war das äh überhaupt nichts von Bedeutung, wenn sie darauf Wert legt. Bittte schön.

[…..]

https://www.youtube.com/watch?v=qMsnSL5lXWw

Die nächste Prozessverlängerung erscheint am fernen Horizont :P

^^^^^^
Spoiler
@seppel ♡ & ✌️ :D
Eine berechtigte Frage von dir, sehr emphatisch :D
Das wird schon wieder werden :P

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gasterines » Montag, 07. September 2026, 00:31:06

Meiner Meinung nach gibt es in der Diskussion mehrere Denkrahmen

Einer ist: Der Fall Fabian an sich (Informationen sammeln und ergebnisoffen einordnen).

Der andere ist: Prozess gegen G.H. in den Varianten
a) G.H. ist angeklagt und im Gerichtsverfahren wird geprüft, ob sie schuldig oder unschuldig ist.
b) G.H. ist angeklagt und ist deshalb die Täterin. Es geht nur noch darum das zu beweisen.

Ich bin der Ansicht, im Fall Fabian ist das Problem, dass es zu früh eine Verdächtige gab, diese zu früh bekannt wurde und zu früh verhaftet wurde.

Ich gehe davon aus,
dass die Polizei über einen längeren Zeitraum G.H.s Telefon überwachen wollte, um Erkenntnisse zu Motiv, Tatwaffe, Tathergang, eventuelle Mittäter/andere Tatverdächtige zu gewinnen. Und während die Telefonüberwachung läuft, anderen Hinweisen nachgehen/ Alibis und Zeugenaussagen überprüfen/ Gutachtern Zeit geben/ ergebnissoffene Operative Fallanalyse/ usw. wollte. Durch das Bekanntwerden von G.H. als Tatverdächtige und ihre Verhaftung war die Telefonüberwachung hinfällig und statt sorgfältig in alle Richtungen Hinweise abzuarbeiten, entstand der Zeitdruck innerhalb von 6-monatiger U-Haft die Anklage zu erstellen, weshalb dann nur noch in Richtung G.H. als Täterin gearbeitet wurde.
Der Richter merkt dann, dass die Anklage auf wackligen Füßen steht und verlängert die Prozessdauer, damit die Ermittler mehr Zeit haben. Was ich auch o.k. finde, wenn es der Fallaufklärung an sich dient und nicht nur krampfhaft gegen G.H. geht. Was ich nicht o.k. finde, dass Prozesszeit mit Veröffentlichungen aus G.H.s Privat/Intimsphäre gefüllt wird, in einem Maß, dass sich nicht mehr mit sachdienlich begründen lässt, sondern nur noch Voyeurismus und Sadismus des Mobs bedient, in dem G.H. entblößt und damit entwürdigt wird.
Ich hoffe, dass für den Fall, dass G.H. nicht verurteilt werden kann, sei es, dass man ihr nichts nachweisen kann oder sich ihre Unschuld raus stellt, die Ermittler schon mal einen Plan B haben und für diesen die Prozesszeit nutzen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Montag, 07. September 2026, 00:30:07

Gastleser hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 21:27:31 Interview mit Nebenklage zu Tag 26
Spoiler
Ja, Gina wird sich Fragen gefallen lassen müssen am 10.09.2026, so sieht es die Nebenanklägerin.

Ob sie die Fragen zufriedenstellend beantwortet, ausweichend reagieren oder möglicherweise überhaupt nicht darauf eingehen wird,
ist eine andere Fragestellung. Nicht jede Frage muss sie ja beantworten.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie kritische Fragen mit ihren beiden Verteidigern vorab klärt. 
Sie dann entweder beantwortet oder die Auskunft verweigert, falls sie sich belastet.

So schlau wird sie wohl sein.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Sonntag, 06. September 2026, 21:27:31

Interview mit Nebenklage zu Tag 26
Spoiler

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Korkplatte » Sonntag, 06. September 2026, 21:04:51

Nachdem hier zunehmend auch OT aktuell sein darf, möchte ich mich auch kurz erklären.

Ich meinte lediglich, FALLS es nicht Fabians Fahrrad gewesen wäre, neben seinem Sarg, dass die Möglichkeit BESTÜNDE, dass es aufgrund Zeugenverwirrung/Befragung/Täterbefragung, eben nicht seins sein KÖNNTE.

Niemals wollte ich damit sagen" das ist nicht Fabians Rad" . Ich finde es sogar sehr schön, dass SEIN Rad dort stehen konnte und nicht "Ermittlungsmaterial" wurde und man deswegen ein Symbol verwenden musste.

Überhaupt war alles sehr persönlich her gerichtet und ich danke unbekannter Weise, dass wir als Außenstehende doch so einen persönlichen Einblick bekommen durften. Auch mit der Veröffentlichung des Grabsteines auf FB.

@Gastikus, danke für die Spoiler, man vergisst bei der Fülle an Informationen tatsächlich immer wieder große Teile.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Anna17 » Sonntag, 06. September 2026, 18:55:38

Sronson hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 13:11:09 Danke dir für die Klarstellung, Anna. Ich nehme das so an und habe keinen Grund, weiterhin an deiner Aussage zu zweifeln. Ich denke, wir können uns jetzt wieder auf eine freundschaftliche Ebene begeben.


Liebe Sronson,

danke für deine Nachricht bzw. dein nettes Posting sowie dein Angebot auf eine freundschaftliche Ebene zurückzukehren. Dies würde ich natürlich gerne annehmen, aber bedauerlicherweise kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier kaum Raum für Zweifel ist. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass im Diskussions-Forum auch kontroverse Meinungen / Diskussionen möglich sein könnten. Ich war und bin stets daran interessiert Einiges / Vieles zu hinterfragen und habe es (zum Glück 🍀) geschafft ebenfalls meinem Sohn ein entsprechendes „Denken“ beizubringen und den gesunden Menschenverstand zu benutzen.

Hinterfragen bedeutet natürlich auch an diversen, vor allen Dingen durch Fernsehen / Medien usw. präsentieren Darstellungen Zweifel zu hegen. Schon allein aus diesem Grund gab es bei uns keinen Fernseher. Stattdessen haben wir lange Zeit (Jahre!) lieber Bücher gelesen und uns mit anderen Dingen beschäftigt (Musik, Kunst, Natur, Tiere, Praktisches usw.). Jedenfalls hatte er mit 8 Jahren noch kein Handy, hat damals auch nirgends an irgendeinem PC gesessen und “gezockt”. Aber die Zeiten haben sich geändert. Inzwischen ist auch er in den SM unterwegs, an der PlayStation zugange usw. Dennoch ist durchaus eine Basis zum „Hinterfragen“ vorhanden.

Ein solches Denken und Hinterfragen muss nicht zwingend und automatisch bedeuten, dass man dann in Folge irgendwelchen „Verschwörungstheorien“ nachhängt. Verschwörungstheorie heißt für mich lediglich eine andere Meinung, eine andere Sichtweise. Selbstverständlich heißt es auch solche (tw. „kruden“) Aussagen / Theorien / Hypothesen gründlich(st) genauso zu hinterfragen, wie alles andere auch.

Insofern: lass/t mich bitte wissen, falls für Zweifel in der vorliegenden Darstellung des schrecklichen Mordes kein Raum ist, dann werde ich meine Bemühungen (und nach wie vor - in vielen Punkten - bestehende Zweifel) zurück stellen und mich stattdessen lediglich sowie absolut problemlos in einen stillen Beobachter verwandeln. Ich muss nicht zwingend, was auch immer, infrage stellen, wenn von vornherein klar ist, dass ausschließlich nur eine Meinung akzeptabel und alles andere indiskutabel ist (🤷🏻‍♀️).

Gespannt blicken dürfen wir allerdings bestimmt alle auf den bevorstehenden 10.09.2026 👀.

Bedanken möchte ich mich noch an dieser Stelle für euren (deinen & Kalles) unermüdlichen, und sicherlich auch sehr zeitaufwendigen Einsatz, sowie auch ein „Danke“ an sehr viele Foristen für qualitativ hochwertige, gepostete Beiträge. Ich hatte und habe die Gelegenheit sehr viel dazu lernen zu dürfen. Danke!

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Sonntag, 06. September 2026, 18:53:25

Prozesstag16 01.07.2026 BILD Ticker komplett Teil 2/2
Spoiler
01.07.2026 - 15:15 Uhr
Nächster Zeuge nimmt Platz

Nach der Pause wird die Verhandlung fortgesetzt. Als nächster Zeuge wird Jörg M. aufgerufen. Der 70-Jährige aus Groß Breesen arbeitet nach eigenen Angaben als Keramiker und Mathematiklehrer.

01.07.2026 - 15:15 Uhr
Gina H. sucht immer wieder Blickkontakt

Während der Verhandlung fällt auf, dass Gina H. heute immer wieder mit den Augen durch den Gerichtssaal sucht. Zwischendurch blickt sie dabei auch mehrfach in Richtung von Matthias R., der die Verhandlung als Zuschauer verfolgt.

01.07.2026 - 15:22 Uhr
„Ich kenne sie, seit sie im Kinderwagen lag“

Der nächste Zeuge schildert eine jahrzehntelange Bekanntschaft mit Gina H. „Eigentlich kenne ich sie, solange sie lebt. Ich habe sie schon im Kinderwagen kennengelernt“, sagt der 70-Jährige.

Intensiver sei der Kontakt geworden, als seine Tochter vor rund acht Jahren bei Gina H. Reitunterricht nahm. Beide hätten die Leidenschaft für Pferde verbunden. Nach eigenen Angaben habe er später versucht, Gina H. wegen ihrer psychischen Probleme zu unterstützen.

01.07.2026 - 15:22 Uhr
„Sie hat ein unterdurchschnittliches Selbstwertgefühl“

Auf die Frage des Richters, welches „psychische Dilemma“ er bei Gina H. erkannt habe, antwortet der Zeuge ausführlich. Nach seiner Einschätzung leide sie unter einem „unterdurchschnittlichen Selbstwertgefühl“, reagiere schnell über und verfüge über „sehr wenig Empathieempfinden“.

„Das macht den Umgang mit ihr schwierig“, sagt er. Wer das nicht wisse, könne daran verzweifeln. Alles, was ihr Selbstwertgefühl verletze, sei problematisch.

01.07.2026 - 15:23 Uhr
„Sie hat mir leid getan“

Richter Holger Schütt will wissen, warum der Zeuge sich trotz dieser Einschätzung so intensiv um Gina H. gekümmert habe.

„Sie hat mir leid getan“, antwortet der 70-Jährige. Er sei überzeugt gewesen, dass sie „eigentlich einen guten Kern“ habe, mit ihrem Zustand aber nicht umgehen könne. Deshalb habe er versucht, als Vermittler zu helfen. Nach ihrem Suizidversuch sei er nach eigenen Angaben sogar derjenige gewesen, den Gina H. angerufen habe. Seit ihrer Inhaftierung bestehe allerdings kein Kontakt mehr.

01.07.2026 - 15:26 Uhr
Richter hakt bei Geldzahlungen nach

Der Zeuge berichtet, dass ihn vor allem die gemeinsame Leidenschaft für Pferde mit Gina H. verbunden habe. Als sie sich ihr drittes Pferd kaufte, habe er sich „als Pate für dieses Pferd“ empfunden.

Richter Holger Schütt spricht anschließend die zahlreichen Geldzahlungen an, die sich aus den Chatverläufen ergeben. Der Zeuge betont, er habe nur Geld gegeben, wenn es um die Versorgung der Pferde gegangen sei. Der Richter hält dagegen: Die Akten zeichneten ein anderes Bild. „Sie bringen ihr ja nicht die Realität bei. Da ist jemand, der sich keine Pferde leisten kann“, gibt Schütt zu bedenken.

01.07.2026 - 15:31 Uhr
Zeuge kennt Gina H.s Finanzen genau

Richter Holger Schütt fragt, wie gut der Zeuge über die finanzielle Situation von Gina H. Bescheid gewusst habe. Die knappe Antwort: „Alles!“

Der 70-Jährige zählt anschließend die Einnahmen der Angeklagten auf – darunter Erwerbsminderungsrente, Kindergeld, Kindergeldzuschlag und Unterhaltsvorschuss. Insgesamt seien das nach seiner Erinnerung rund 1600 Euro im Monat gewesen. Nach Abzug von Miete, Nebenkosten und Bankverpflichtungen seien ihr etwa 700 Euro zum Leben geblieben.

01.07.2026 - 15:38 Uhr
„Bei Geld hört die Freundschaft nicht auf“

Schütt will wissen, warum der Zeuge Gina H. immer wieder größere Geldbeträge überwiesen habe. Auf die Frage, ob er viel Geld habe, antwortet der 70-Jährige: „Bei mir gilt nicht: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Ich bin da nachsichtiger.“

Er habe gehofft, Gina H. könne ihre Stute Cleo so gut ausbilden, dass sie als erfolgreiche Reiterin mit einem erfolgreichen Pferd ihren Lebensunterhalt verdienen könne. Ein Teil des geliehenen Geldes sei bis heute nicht zurückgezahlt worden.

01.07.2026 - 15:41 Uhr
Zeuge führte Notizbuch über Gina H.

Der 70-Jährige berichtet, Gina H. habe ihm selbst von ihrer Borderline-Erkrankung erzählt. Nach seiner Erinnerung habe sie kurz nach der Trennung von Matthias R. einen Suizidversuch unternommen.

„Am 16. August 2025 hat sie Tabletten genommen und mich aus dem Krankenhaus angerufen, ob ich sie abholen könnte“, sagt der Zeuge.

Für seine Aussage hat er ein Notizbuch mitgebracht. Darin habe er sich wichtige Ereignisse und Gespräche mit Gina H. über die Jahre notiert.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
„Die Pferde waren ihr Lebensinhalt“

Der Zeuge beschreibt Gina H. als durch ihre Vergangenheit geprägten Menschen. „Sie ist durch die traumatische Kindheit verdorben, aber kein schlechter Mensch“, sagt er. Nach seiner Schilderung habe ihre Mutter Drogen konsumiert, später sei ihr früherer Partner alkoholabhängig und gewalttätig geworden.

Über Matthias R. habe Gina H. ihm lediglich erzählt, dass dieser Alkohol trinke. Von Gewalt habe sie nie berichtet. „Die Pferde sind mehr als ein Hobby, das ist bei ihr Lebensinhalt“, sagt der Zeuge.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
„Sie will mehr, als sie kann“

Der 70-Jährige schildert außerdem seine Sicht auf den Charakter der Angeklagten. „Sie will mehr, als sie kann. Alle anderen sind schuld. Das macht nicht glücklich.“

Wenn sie akzeptieren würde, was sie leisten könne, wäre ihr nach seiner Einschätzung geholfen. „Wenn man den ganzen Tag zu Hause sitzt und nichts zu tun hat außer sich um die Pferde zu kümmern, dann kommt man auf Ideen“, sagt der Zeuge.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
Richter hakt bei Fabian nach

Richter Holger Schütt hält dem Zeugen eine frühere Aussage vor. Darin hatte dieser erklärt: „Sie ist nicht die beste Mutter, aber sie bemüht sich. Ihr Sohn kannte ihre Eigenheiten und konnte darauf reagieren. Bei Fabian war das anders, der war im Nachteil.“

Der Zeuge bleibt auch heute bei dieser Einschätzung. Auf den Hinweis des Richters, er habe Fabian doch kaum gekannt, antwortet er: „Ich habe ihn so eingeschätzt.“ Mit dem „Nachteil“ habe er gemeint, dass Fabian aus seiner Sicht weniger Aufmerksamkeit bekommen habe.

01.07.2026 - 16:04 Uhr
Anruf nach dem Leichenfund

Schütt fragt den Zeugen nach dem 14. Oktober 2025. Der 70-Jährige berichtet, Gina H. habe ihn noch am Abend angerufen.

„Sie war bei der Polizeiwache und hat erzählt, dass sie Fabian gefunden hat“, sagt er. Das Gespräch sei sehr ungeordnet gewesen. „Sie hat viel dazwischen geweint.“ Am nächsten Tag habe er deshalb noch einmal nachgefragt. Gina H. habe ihm erzählt, sie sei mit Heike spazieren gewesen und deren Hund habe Fabian gefunden. Weitere Einzelheiten habe sie nicht geschildert. „Sie sagte, es war ein beschissener Zufall.“

01.07.2026 - 16:05 Uhr
Richter wundert sich über romantische Nachrichten

Anschließend spricht Richter Holger Schütt den intensiven Chatkontakt zwischen dem Zeugen und Gina H. an. Er hält ihm eine Nachricht vor: „Gute Nacht, schlaf gut und träume aufregend, romantisch, wunderbar, zärtlich und herrlich bezaubernd.“

„Erklären Sie mir das mal“, fordert der Richter.

Der Zeuge entgegnet: „Ich habe Gina auch gemocht. Aber Sie müssen daraus nichts machen, was es nicht war.“ Er habe ihr lediglich helfen wollen.

01.07.2026 - 16:05 Uhr
„Versteh ich nicht“

Der Richter hakt nach, ob sich der Zeuge eine Beziehung mit Gina H. gewünscht habe.
„Nein! Das wäre völlig kontraproduktiv gewesen. Ich wollte ihr ja helfen“, antwortet der 70-Jährige. Schütt entgegnet, er habe den gesamten Nachrichtenverkehr gelesen. Solche Formulierungen habe er bislang noch nie in einer rein freundschaftlichen Kommunikation gesehen. „Nehme ich so zur Kenntnis. Versteh ich nicht, aber muss ich nicht verstehen“, sagt der Vorsitzende.
01.07.2026 - 16:05 Uhr
Wieder 700 Euro geliehen

Zum Schluss hält der Richter dem Zeugen noch einen weiteren Chatverlauf vor. Darin bittet Gina H. um ein Darlehen über 700 Euro. Seine Ant
wort: „Okay, geht in Ordnung.“

Wofür das Geld gedacht gewesen sei, könne er heute nicht mehr sagen. Er gehe aber davon aus, dass es – wie so oft – um ihre Pferde gegangen sei.

01.07.2026 - 16:09 Uhr
Chats offenbaren massive Geldsorgen

Der Richter hält weitere Nachrichten von Gina H. vor. Darin bittet sie den Zeugen, mit einer Rückzahlung noch zu warten: „Kann das mit dem Geld noch etwas warten? Ich hab zu dolle Geldprobleme gerade. Inkassounternehmen und so weiter.“

In einer weiteren Nachricht vom 18. Juni 2024 schreibt sie: „Wenn das so weitergeht, kann ich bald Privatinsolvenz anmelden.“

Der Zeuge erklärt, nun wisse er wieder, worum es damals gegangen sei. Gina H. habe für eine Bekannte Zahlungen vorgestreckt und sei darauf sitzen geblieben. In einer weiteren Nachricht bittet sie erneut um Hilfe: „Ich habe 1500 Euro Schulden und es dauert nicht lange, dann steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür.“

01.07.2026 - 16:14 Uhr
Ehefrau sah Geldleihen kritisch

Holger Schütt will wissen, wie die Ehefrau des Zeugen zu den regelmäßigen Geldzahlungen an Gina H. stand.

Der 70-Jährige antwortet offen: „Da sind wir unterschiedlicher Meinung.“ Seine Frau halte nichts davon, anderen Menschen Geld zu leihen.

01.07.2026 - 16:21 Uhr
„Ich wollte sie aus dieser Grube holen“

Richter Holger Schütt fragt den Zeugen, was ihn dazu bewegt habe, Gina H. über Jahre zu unterstützen – mit Geld, Nachrichten und Hilfe im Alltag.

Der 70-Jährige antwortet: „Meine Ambition war, sie aus dieser Grube zu führen.“ Sein „Lohn“ wäre gewesen, wenn sie als erfolgreiche Reiterin mit ihrem Pferd wieder auf eigenen Beinen gestanden hätte. „Ich mochte sie, aber ich hatte keine anderen Ambitionen.“

01.07.2026 - 16:21 Uhr
„Zum Verlieben“

Der Richter hält dem Zeugen eine Nachricht vom 13. Oktober 2025 vor. Gina H. hatte ihm ein Spiegel-Selfie geschickt. Seine Antwort lautete: „Zum Verlieben.“

Auf die Nachfrage des Richters erklärt der Zeuge: „Ich mochte sie – und zwar nicht mehr.“ Er bestreitet erneut, jemals eine Beziehung oder sexuelle Interessen an Gina H. gehabt zu haben.

01.07.2026 - 16:22 Uhr
Richter wird deutlich

Zum Ende der Vernehmung spricht Richter Holger Schütt den ungewöhnlich engen Kontakt zwischen dem Zeugen und Gina H. noch einmal an. Er macht deutlich, dass ihm der gesamte Nachrichtenverkehr bekannt sei und erklärt dem Zeugen, nicht alle Chats und Bilder öffentlich zeigen zu wollen, obwohl sie den Verfahrensbeteiligten vorlägen.

Anschließend beendet der Vorsitzende seine Befragung und gibt das Fragerecht weiter. Dabei wirkt er deutlich unzufriedener als zuvor und macht aus seinem Unverständnis über die Erklärungen des Zeugen keinen Hehl.

01.07.2026 - 16:31 Uhr
Ehefrau wusste von dem Kontakt

Staatsanwalt Oliver Schley fragt den Zeugen, ob er auch anderen Menschen in ähnlichem Umfang finanziell geholfen habe. Der 70-Jährige verneint. „Nein, das kann ich mir nicht leisten. Früher habe ich mal einem Freund geholfen.“

Auf die Frage, ob seine Ehefrau den intensiven Chatkontakt mit Gina H. kenne, antwortet er: „Glücklich ist sie darüber nicht.“ Seine Frau kenne jedoch seine Einstellung. „Ich habe eine andere Haltung zu Mitmenschen.“

01.07.2026 - 16:40 Uhr
Mathelehrer diskutiert mit dem Psychologen

Der psychiatrische Sachverständige Dr. Keiper hakt nach, weil der Zeuge mehrfach Einschätzungen zur Persönlichkeit von Gina H. abgegeben hat. Er macht deutlich, dass sich seine fachliche Bewertung nicht mit den Schlussfolgerungen des 70-Jährigen deckt und möchte wissen, worauf dieser seine Einschätzungen stützt.

Die ungewöhnliche Fragerunde gipfelt darin, dass der Zeuge den Psychologen selbst fragt: „Wissen Sie, was ein Dunning-Kruger-Effekt ist?“

Auf die Gegenfrage des Sachverständigen, ob er sich von Gina H. manipuliert gefühlt habe, antwortet der Zeuge: „Es gab eine Zeit lang, da fühlte ich mich so und zog mich etwas zurück.“ Dieses unterschwellige Signal habe Gina H. verstanden.

01.07.2026 - 17:01 Uhr
„Der Friseur ist manchmal eine halbe Therapeutin

Mit einem Schmunzeln fragt Richter Holger Schütt die nächste Zeugin, eine Friseurin: „Der Friseur ist manchmal eine halbe Therapeutin. Was können Sie uns so erzählen?“

Die Zeugin berichtet, Gina H. habe bei ihren Besuchen von ihrem Sohn, einer früheren Vergewaltigung und konfliktreichen Beziehungen erzählt. „Einzelheiten hat sie nie erzählt. Ich frage da auch nicht so nach, ich lasse die Kunden erzählen.“

Einmal seien ihr besonders die ungewöhnlich kurz geschnittenen Haare am Hinterkopf aufgefallen. „Da meinte sie, da ist ihr Freund dran schuld.“

Während der Aussage muss Gina H. kurz schmunzeln. Sie beugt sich zu ihrem Verteidiger Andreas Ohm und erklärt ihm leise, wie es aus ihrer Sicht dazu gekommen sei.

01.07.2026 - 17:03 Uhr
Friseurin sah Fabian kurz vor seinem Verschwinden

Auf die Frage des Richters, ob sie Fabian gekannt habe, antwortet die Friseurin: „Nein.“

Etwa eine Woche vor seinem Verschwinden habe sie den Achtjährigen jedoch zweimal in der Nähe seiner Wohnung gesehen. Zunächst habe er auf dem Boden gesessen und auf sein Handy geschaut. Wenig später sei er ihr mit mehreren Einkäufen – unter anderem Fünf-Minuten-Terrinen und Chips – wieder begegnet. „Ich dachte mir noch: Du musst ja schnell selbstständig geworden sein.“ Fabian sei dabei „sehr freundlich“ zu den Kassiererinnen gewesen.

01.07.2026 - 17:05 Uhr
Vergewaltigung gleich beim ersten Friseurbesuch Thema

Richter Holger Schütt fragt nach den Gesprächen im Friseursalon. Die Zeugin berichtet, Gina H. habe ihr bereits beim ersten Termin im Jahr 2024 erzählt, vor etwa zehn bis zwölf Jahren vergewaltigt worden zu sein.

Nach ihrer Schilderung sei sie damals vom Fahrrad geholt und vergewaltigt worden. Die Friseurin erinnert sich, von dem Fall auch aus den Medien gehört zu haben. „Wenn Kunden so etwas schon beim ersten Besuch erzählen, ist das etwas merkwürdig. Da ist Frau H. aber nicht die Einzige“, sagt die Zeugin.

01.07.2026 - 17:17 Uhr
Sprachnachrichten über Fabian abgespielt

Vor Gericht werden nun Sprachnachrichten von Gina H. vom 11. Oktober 2025 abgespielt. Darin spricht sie mit ihrer Friseurin über den verschwundenen Fabian.

Sie kritisiert, dass der Achtjährige häufig allein zu Hause gewesen sei. „Er war gestern den ganzen Tag alleine“, sagt sie. Außerdem erklärt sie, Fabian habe weder den Hort besucht noch dort Mittag gegessen.

In einer weiteren Nachricht sagt Gina H.: „Früher oder später hätte was passieren müssen.“ Sie vermutet, Fabian habe Gründe gehabt wegzulaufen, und äußert zugleich die Sorge: „Ich hoffe, dass er nicht mit irgendjemandem mitgegangen ist.“

01.07.2026 - 17:22 Uhr
„Jeder glaubt, ich hätte Fabian umgebracht“

Vor Gericht werden weitere Sprachnachrichten zwischen Gina H. und ihrer Friseurin abgespielt. Nachdem die Friseurin aus den Medien erfahren hat, dass die Ex-Freundin von Fabians Vater die Leiche gefunden habe, fragt sie nach: „Bist du diese Ex-Freundin?“

Gina H. antwortet knapp: „Ja, das war ich.“

Die Friseurin zeigt sich erschüttert und schreibt: „Oh nein, das ist ja furchtbar. Oh Gott. Mir fehlen gerade die Worte. Oh Gina, ich drück dich ganz fest.“

Darauf antwortet Gina H.: „Momentan steh ich ja am Pranger und jeder denkt und glaubt, ich hätte Fabian umgebracht. Das ist gerade alles viel schlimmer, das aushalten zu müssen. Das ist einfach nur noch furchtbar.“

01.07.2026 - 17:22 Uhr
Beim Friseur sprach Gina H. vom Fund am Vortag

Nach den abgespielten Nachrichten blieb der Kontakt zwischen der Friseurin und Gina H. bis zu deren Festnahme bestehen. Noch am Montag vor der Verhaftung saß die Angeklagte bei ihr im Friseursalon.

Dabei habe Gina H. erzählt, sie habe Fabian bereits am 13. Oktober gemeinsam mit zwei Freunden gefunden – also einen Tag vor dem offiziellen Leichenfund.

01.07.2026 - 17:25 Uhr
Staatsanwalt hakt bei einer Formulierung nach

Oberstaatsanwalt Oliver Schley greift eine Formulierung aus einer Sprachnachricht von Gina H. vom 11. Oktober auf. Darin hatte die Angeklagte gesagt: „Fabian war wirklich fett.“

Schley fragt die Friseurin, ob ihr damals aufgefallen sei, dass Gina H. dabei bereits die Vergangenheitsform verwendete – obwohl Fabian zu diesem Zeitpunkt noch als vermisst galt und erst drei Tage später tot aufgefunden wurde. Die Zeugin verneint. Damals habe sie auf diese Formulierung nicht geachtet.

01.07.2026 - 17:28 Uhr
Letzter Zeuge des Tages

Zum Abschluss des Verhandlungstags wird Marian J. in den Gerichtssaal gerufen. Der Mann aus Reimershagen arbeitet als Mechaniker.

Sein Name war im Prozess bereits mehrfach gefallen: Nach früheren Aussagen soll er Gina H. geholfen haben, als sie einen Pferdesattel stahl.

01.07.2026 - 17:33 Uhr
Marian J. berichtet vom Sattel-Diebstahl

Der letzte Zeuge des Tages erzählt, dass er Gina H. zunächst nur flüchtig gekannt habe. Erst 2020 sei der Kontakt enger geworden. Man habe fast täglich Zeit miteinander verbracht. „Mehr als Freundschaft war da nicht“, sagt der Mechaniker.

Auf Nachfrage des Richters räumt er jedoch ein, dass er sich mehr hätte vorstellen können. „Ja, hatte ich. Das hat sie ausgenutzt.“

Er schildert anschließend den bereits mehrfach erwähnten Sattel-Diebstahl: Gina H. habe ihn eines Abends auf einen Hof geführt und ihn gebeten, einen Zaun zu öffnen. „Ich habe gesagt: Ich hau ab, weil ich nichts mitnehme, was mir nicht gehört.“ Gina H. habe daraufhin den Sattel genommen und in den Kofferraum gelegt.

01.07.2026 - 17:40 Uhr
Zeuge sieht sich von Gina H. „reingeritten“

Marian J. schildert weiter, dass Gina H. ihm den gestohlenen Sattel später stolz gezeigt habe. Anschließend habe sie einzelne Teile verkaufen wollen, um an Geld zu kommen. Für ein Foto eines Sattelpads habe er den Gegenstand sogar in die Kamera halten müssen. Später sei dann die Polizei auf ihn aufmerksam geworden.

Nach seiner Darstellung habe Gina H. ihn damit immer weiter in die Sache hineingezogen. Später habe sie ihm sogar gesagt, Matthias R. sei wütend auf ihn, weil dieser glaube, Marian habe den Diebstahl verraten. Vor Gericht habe Gina H. schließlich behauptet, er sei „für Diebstahl bekannt“.

01.07.2026 - 17:42 Uhr
Video soll Gina H. widersprechen

Marian J. berichtet, dass er nach dem Sattel-Diebstahl ein Video aufgenommen und später auch der Polizei übergeben habe.

Darin erkläre er Gina H., dass er „nicht mehr den Kopf für sie hinhalte“ und sie ihre Angelegenheiten künftig selbst regeln müsse. Er habe befürchtet, dass sie ihm vor Gericht „den schwarzen Peter zuschieben“ wolle. Das rund eineinhalb Minuten lange Video wird nun im Gerichtssaal abgespielt.

01.07.2026 - 17:43 Uhr
Video aus dem Schuppen abgespielt

m Gerichtssaal wird das von Marian J. aufgenommene Handyvideo abgespielt. Darauf ist zu sehen, wie Gina H. plötzlich im Eingang eines Schuppens erscheint und den Zeugen lautstark beschimpft. Neben ihr steht ihr leiblicher Sohn.

Nach rund eineinhalb Minuten endet die Aufnahme abrupt – nach Angaben des Zeugen, weil der Akku seines Handys leer war. Seit diesem Moment habe es keinen Kontakt mehr gegeben.

01.07.2026 - 17:49 Uhr
„Lass dich nicht mit der ein“

Auf die Frage des Richters beschreibt Marian J. die Angeklagte als „anstrengend“. „Sie kann sehr nett sein. Aber wenn sie ihren Willen nicht kriegt, geht's von 0 auf 100. Wenn du sie beim Lügen erwischst, wird sie sehr aufbrausend.“

Außerdem bestätigt der Zeuge, dass er Olaf K. vor Gina H. gewarnt habe. „Ich habe zu ihm gesagt: Lass dich nicht mit der ein.“ Der Richter hält ihm seine frühere Aussage vor, wonach er sogar gewarnt habe, Gina H. könne ihm später eine Vergewaltigung anhängen. Der Zeuge bestätigt auch das.

01.07.2026 - 17:50 Uhr
Richter überprüft Alibi am Tattag

Zum Abschluss fragt Richter Holger Schütt den Zeugen detailliert nach seinem Tagesablauf am 10. Oktober 2025, dem Tag von Fabians Verschwinden. Marian J. schildert, was er an diesem Tag gemacht habe und wo er sich aufgehalten habe.

Weitere Fragen hat der Vorsitzende anschließend nicht mehr.

01.07.2026 - 17:53 Uhr
„Was hatte sie in Klein Upahl zu suchen?“

Der Zeuge berichtet, dass ihn der Fundort von Fabian von Anfang an stutzig gemacht habe. „Als ich gehört habe, dass Fabian in Klein Upahl gefunden wurde, dachte ich mir: Wie kommt der denn dahin?“

Als später bekannt geworden sei, dass Gina H. den Jungen gefunden hatte, habe sich ihm sofort die nächste Frage gestellt: „Was hat die dort zu suchen?“ Nach seiner Erinnerung sei er mit ihr nie in Klein Upahl Schlitten gefahren. „Wenn wir im Winter draußen waren, dann immer in Reimershagen am See.“

01.07.2026 - 17:55 Uhr
„Wie ein Leibeigener“

Nebenklagevertreterin Christina Habetha greift eine frühere Aussage von Olaf K. auf. Dieser hatte Marian J. als den „Knecht“ vor ihm bezeichnet.

Der Zeuge kann mit der Beschreibung etwas anfangen. „Wie ein Leibeigener“, sagt er. Wenn er nur eine Minute zu spät gekommen sei, „ist sie unter die Decke gegangen“. Trotzdem habe er neben seiner normalen Arbeit regelmäßig die Pferde versorgt – morgens am Wochenende und abends nach Feierabend. „Dafür hat sie sich nicht erkenntlich gezeigt.“

Auf die Frage von Verteidiger Andreas Ohm, ob er dafür eine Gegenleistung erwartet habe, antwortet Marian J. knapp: „Ich hab nichts gefordert.“

01.07.2026 - 17:56 Uhr
Zeuge entlassen, Schlussstatements beginnen

Weitere Fragen gibt es nicht. Marian J. wird unvereidigt aus dem Zeugenstand entlassen.

Damit endet die Beweisaufnahme für heute. Nun folgen die Schlussbemerkungen der Verfahrensbeteiligten, bevor der Prozesstag beendet wird.

01.07.2026 - 18:01 Uhr
Staatsanwalt sieht Manipulation bestätigt

Oberstaatsanwalt Oliver Schley zieht zum Ende des Prozesstags ein deutliches Fazit. Nach seiner Ansicht habe die Beweisaufnahme heute vor allem die „manipulative Art“ der Angeklagten gezeigt.

Er verweist auf den 70-jährigen Mathematiklehrer, der Gina H. über Jahre finanziell unterstützt habe, sowie auf Marian J., der nach eigener Aussage durch sie in den Sattel-Diebstahl hineingezogen worden sei. Außerdem hätten mehrere Zeugen die Konflikte zwischen Gina H. und Matthias R. geschildert – Schilderungen, die Matthias R. vor Gericht teilweise bestritten habe.

Besonders eindrücklich sei für ihn die Aussage der Tierärztin gewesen. Diese habe Gina H. im Zusammenhang mit Fabians Verschwinden als auffallend emotionslos beschrieben, während sie den Tod ihrer Pferde als hoch emotional erlebt habe.

01.07.2026 - 18:04 Uhr
Verhandlung für heute beendet

Der 16. Prozesstag ist beendet.

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