MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 15:12:40

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04
DA mag ich die Männer. Die sind freundschaftsmäßig für mich einfach gesünder und vor allem sachlicher. Was bei mir wichtig ist, denn ich kann das nicht so gut.
Das war jetzt bei dem anderen besten, männlichen, Freund, OK, dann direkt nicht so ;-)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 15:06:40

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:14:50 Nee, bist doch kein Spielverderber.
ich will jetzt nicht auf all Deine Punkte eingehen, sonst wäre es wieder zu lang.

Deswegen den Brandgeruch:

Du gehst also davon aus, dass Gina, hätte nach Rauch riechen müssen.
Wie soll das gehen, wenn sie vor dem Treffen, den Leichnam noch nicht verbrannt hat?
Es gibt das Feuerfoto mit Uhrzeit und der Brandgutachter hat auch ausgesagt, dass das Verbrennen nicht unmittelbar nach der Tat stattgefunden haben kann. Bis zum Foto wäre das Feuer dann schon längst aus gewesen oder zumindest nicht mehr so lodernd, wie auf dem Bild. Gina ist NACH dem Treffen, erneut zum Tatort um ihre Spuren zu verwischen. DAs ist meine Erklärung hierfür.
Das halte ich auch für recht wahrscheinlich.
Zumal
13.34-14.06 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeigt stationary an, also Verbleib an einem Ort(Funkzelle Bolzsee,keine aktive Handynutzung)
Treffen am Bolzsee war lt. CD 13.30. beendet, selbst wenn später, schien sie dort zu verbleiben, ggf.nachtätliches überlegen??)
14.06-14.23 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen Wechsel zwischen stationary und walk auf (oder doch gemeinsam? eigentlich egal)
14.32-14.47 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen stationary auf
zeitlich sehr gut dazu passt, wenn in der Zeit, in der sie mit zündeln beschäftigt war, das Handy im Auto lag. Um 15Uhr war das Feuer Dank Grillanzünder gut in Gang. 16 Uhr war es aus, aber noch Glut/Rauch. Absolut realistisch.

Es fehlt eine Lücke von 9 Minuten (14.23-14.32) in denen man genau zum Tümpel fahren kann.
Und vor allem die
14.51-15.19 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen Autofahrt auf (wohl Sohn abholen)
inklusive
14.xxh : Erzieherin/Zeugin sieht Fzg. von G auf Höhe Klein Upahl, von Lohmen entgegen kommend, abbiegend nach Gestüt Gantschow

auffällig lange Autofahrt nach Krakow von 28 Minuten. Auch hier würde KU sehr gut als Ausgangspunkt passen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 15:01:34

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04 Vollzitat
Ich verstehe, was du meinst und stimme dir teilweise zu.
Mir ist auch völlig klar, dass Heike Resümee für sich zieht.
Aber: vieles, was sie vorbringt, weiß sie seit Jahren und hat das nie für dich reflektiert oder G darauf angesprochen? Ich bin ein absoluter Gegner davon, schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen. Das würde mir schon mein Stolz verbieten… und das wurde hier, dank JS, zur Genüge getan. MM

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 08. September 2026, 14:56:27

Prozesstag 12 - 16.06.2026
Zeuge: Olaf K. / abgehörte Telefonate + Sprachnachrichten
Bild Ticker komplett
Spoiler
16.06.2026 - 08:25 Uhr
Lange Schlange vor dem Gericht

Mehr als eine Stunde vor Prozessbeginn hat sich vor dem Rostocker Gericht eine lange Schlange gebildet. Mit Spannung wird die Aussage von Gina H.’s Nachbarn Olaf K. erwartet. Auch ihn soll sie zur Leiche von Fabian geführt haben. Auch er informierte die Polizei nicht.

16.06.2026 - 08:55 Uhr
Enormer Andrang am Dienstagmorgen

Die Schlange ist heute noch länger als am letzten Prozesstag am vergangenen Freitag, an dem Christian D. aussagte. Da war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Am heutigen Dienstag ist der Vorraum noch voller, mehr als 60 Menschen haben sich lange vor Prozessbeginn angesammelt, berichtet der BILD-Reporter vor Ort.

16.06.2026 - 09:19 Uhr
Gina H.’s Anwalt kommt mit blauen Müllbeutel

Die Anwälte von Gina H. sind da. Thomas Löcker hat einen blauen Müllbeutel dabei, den er vor sich abgestellt hat. Er will sich später zum Inhalt des Beutels äußern.

16.06.2026 - 09:27 Uhr
Gina H. wird in den Saal geführt

Die Angeklagte verbirgt ihr Gesicht wieder mit einem roten Aktendeckel.

16.06.2026 - 09:28 Uhr
Bis auf den letzten Platz gefüllt

Der Prozesssaal ist wie am Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt.

16.06.2026 - 09:33 Uhr
12. Prozesstag eröffnet
Das Gericht ist eingetroffen und hat den 12. Prozesstag eröffnet.

16.06.2026 - 09:41 Uhr
Gina H.s Anwalt stellt Beweisantrag
Gleich zu Beginn des Prozesses stellt Thomas Löcker, einer der Anwälte von Gina H., den Antrag, Fasern von Kleidungsstücken der Angeklagten zu analysieren und mit den unter Fabians Fingernagel und unter dem Rücksitz ihres Ford Rangers gefundenen zu vergleichen. Die Kleidung hat er im blauen Müllbeutel mitgebracht.

16.06.2026 - 09:47 Uhr
Anwalt bringt Kleidung mit
Thomas Löcker legt eine hellgraue Jacke, zwei hellgraue Jogginghosen, eine blaue Jogginghose, blaue Jacke, blaue Pulloverjacke vor. Die Kleidung komme aus dem Haus von Gina H.s Großeltern, die hellblauen Kleidungsstücke wurden alle von Gina H.s Sohn getragen. Der Verteidiger hatte Ginas Großeltern und Mathias R. darum gebeten, ihm alle hellblauen Kleidungsstücke zu überreichen, die Ginas Sohn regelmäßig getragen hat. Mathias R. erklärte gegenüber dem Verteidiger, dass Fabian z. B. die blaue Arbeitshose bei jedem Aufenthalt bei seinem Vater getragen habe.“ Zwischen den Faserspuren bestehe lediglich eine Klassenidentität, keine tatsächliche Identität. Er schließt mit dem Satz: „Kommt ein Gutachten lediglich zu diesem Ergebnis, würde die Belastbarkeit der Indizien gegen null gehen.“

16.06.2026 - 09:48 Uhr
Jacke könnte starkes Indiz sein
Die Verteidigung hat immer argumentiert, dass die Faserspur im Auto, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von Fabians grauer LIDL-Sweatshirtjacke stammt, auch vom leiblichen Sohn stammen könnte, da er wohl eine ebensolche LIDL-Sweatshirtjacke auch besitzen soll. Sollte sich herausstellen, dass es doch von Fabian ist, ist das ein starkes Indiz. Denn die Jacke wurde erst nach August 2025 gekauft. Also nachdem Fabian das letzte Mal Kontakt zu Gina hatte.

16.06.2026 - 09:50 Uhr
Zeuge Olaf K. tritt vor Gericht
Der Zeuge betritt den Saal und wird belehrt. Er trägt einen schwarz-braunen Pullover, eine dunkle Hose und je einen Ohrring an beiden Ohren: „Mein Name ist Olaf K., ich bin 1968 geboren und Verkehrstechniker.“

16.06.2026 - 09:51 Uhr
Olaf K. hat Zeugenbeistand
Olaf K. kommt nicht alleine. Er wird von einem Zeugenbeistand begleitet. Das ist ein Anwalt, der ihn bei seinen Aussagen berät, etwa ob er ein Aussageverweigerungsrecht hat.

16.06.2026 - 09:52 Uhr
Zeuge murmelt vor sich hin
Der spricht nicht sehr deutlich, murmelt eher seine Aussagen vor sich hin, hat sächsischen Dialekt.

16.06.2026 - 09:54 Uhr
Zeuge: „Sind befreudet … gewesen“
Olaf K.: „Frau H. kenne ich seit 2020, damals bin ich nach Reimershagen gezogen und ihr Grundstück mit den Pferden grenzte an meins an. Dort haben wir uns kennengelernt und sind befreundet … gewesen. Es hat sich dann im Laufe der Zeit eine Freundschaft entwickelt. Ich habe ab und zu bei ihr geholfen auf dem Grundstück mit Pferden und anderen Sachen. Fabian kenne ich daher, wenn er damals noch bei Frau H. zu Besuch war.“

16.06.2026 - 09:56 Uhr
Zeuge: „Der 10. war ganz normal“
Zeuge: „Der 9. Oktober war ein ganz normaler Tag, wir haben uns getroffen und die Pferde zusammen gemacht. Dann bin ich auf mein Grundstück und habe meinen eigenen Krempel gemacht. Erst gegen Abend haben wir uns wieder gesehen, nochmal kurz gesprochen und das war der 9.“ Zum Tag von Fabians Verschwinden sagt er aus: „Der 10. das war eigentlich alles ganz normal, da war nix auffälliges, wie gehabt. Ab und zu mal gesehen zwischendrin.“

16.06.2026 - 09:58 Uhr
Zeuge: Gina H. wollte „nicht am Telefon“ reden
Der Richter fragt dann nach dem 13.10., dem Tag als die Angeklagte ihn zu Fabians Leiche führte. „Der 13. genauso eigentlich, frühs getroffen und eigentlich wie die anderen Tage auch. Bis abends dann: Sie rief mich abends an, dass sie mich sprechen möchte. Ich fragte, was ist los? Dann sagt sie ,nicht am Telefon’ und sie kommt zu mir. 15 bis 20 Minuten später war sie dann bei mir und hat mir dann erzählt, dass sie mit dem Christian an dem Tümpel da gewesen ist und die da was entdeckt haben und sich aber nicht sicher sind was es ist und ob wir da hinfahren könnten. Ich habe mich angezogen, Taschenlampe mitgenommen und wir sind da hingefahren. Auf einem Feldweg angehalten, quer über den Acker gelaufen zu dem Tümpel runter und dann hab ich den Jungen da halt liegen sehen.“

16.06.2026 - 10:02 Uhr
Zeuge sollte Leiche ins Gesicht leuchten: „Das ist Fabian“
Richter: „Und dann?“ Der Zeuge: „Ja, und dann hat sie gesagt, ich soll ihn mal anleuchten und das habe ich dann kurz gemacht. Von den Füßen angefangen bis kurz vorm Gesicht und habe die Lampe wieder ausgemacht. Dann meinte sie, ich soll die Lampe wieder anmachen und aufs Gesicht leuchten. Das habe ich dann auch gemacht und dann hat sie gesagt ,das ist Fabian’. Dann sind wir zurück nach Reimershagen gefahren, ich habe sie abgesetzt, wir haben noch kurz gesprochen und dann bin ich nach Hause.“

16.06.2026 - 10:04 Uhr
Zeuge ging am Morgen danach zur Angeklagten
„Ich habe dann fast die ganze Nacht darüber nachgedacht, was ich da erlebt habe, und mir durch den Kopf gehen lassen, was sie mir erzählt hat. Und bin dann am nächsten früh zu ihr zum Stall gegangen und habe ihr gesagt, dass ich mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben will. Dann hieß es von ihr, dass sie da eine andere Idee hat, und dann bin ich zurück auf mein Grundstück.“

16.06.2026 - 10:05 Uhr
BILD-Reporter beim 12. Prozesstag

Neue Fragen im Fall Fabian (8): „Warum führte Gina H. zwei Männer zum Tatort?“
https://www.bild.de/news/12-tag-im-proz ... 0047eea948

16.06.2026 - 10:06 Uhr
Zeuge trennte sich von Ehefrau kurz nach Umzug
Olaf K. zog mit seiner Frau 2020 nach Reimershagen. Sie trennten sich dann, sind seit 2021 nicht mehr zusammen. Es habe sich auseinandergelebt, aber Frau H. hatte damit nichts zu tun, so der Zeuge.

16.06.2026 - 10:08 Uhr
Er half Gina H. mit den Pferden
Richter: „Sind das Frau H.s Pferde oder ihre Pferde? Haben Sie ihr immer geholfen?“
Zeuge: „Wenn ich zu Hause war, ja. Zu der Zeit war ich krankgeschrieben und war täglich zu Hause.“

16.06.2026 - 10:10 Uhr
Richter: „Haben Sie auch anderen Nachbarn geholfen?“
Richter: „Warum war das so? Sie sind der Nachbar und helfen jeden Tag, wie kommt das zustande?“
Zeuge: „Das ist von Anfang an so, ich hab meine Hilfe angeboten.“
Richter: „Haben Sie den anderen Nachbarn auch Ihre Hilfe angeboten?“
Olaf K.: „Wir sind von Anfang an ins Gespräch gekommen und sie hat mir viel von ihrer Beziehung erzählt, dass sie viel alleine ist. Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt.“

16.06.2026 - 10:11 Uhr
„Sie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?“
Richter fragt zur Freundschaft nach, spielt auf die Aussage von K. an, sie seien „befreudnet … gewesen“: „Sie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?“
Zeuge: „Seitdem Frau H. festgenommen wurde, dem 6. November. Da ist mir … Ich weiß nicht, ich hab’s einfach sein gelassen und den Kontakt abgebrochen.“ Seitdem habe er auch nicht mehr mit ihnen gesprochen. „Zwei Tage später haben sie mich angerufen, dass ich zum Mittagessen kommen solle, ich habe das abgelehnt“, so der Zeuge weiter.

16.06.2026 - 10:13 Uhr
Zeuge hat Gina H. finanziell unterstützt
Richter: „Haben Sie Frau H. auch finanziell unterstützt?“
Zeuge: „Ja. Das waren materielle Sachen, die ich gekauft hab, und ab und zu 10 bis 20 Euro, damit sie sich was zu essen kaufen kann. Sie hat sich mal ein Zelt gekauft für Stroh und solche Sachen, das waren dann 150 Euro. Sie hatte gesagt, dass Matthias kein Geld dagelassen hat und sie was zu essen kaufen will.“

16.06.2026 - 10:15 Uhr
Olaf K. gab ihr monatlich Geld
Richter: „Wenn Sie das mal einordnen: Wieviel Geld haben Sie ihr pro Monat gegeben?“
Zeuge: „Weiß ich nicht, 30 bis 40 Euro.“

16.06.2026 - 10:16 Uhr
Hatte Angeklagte Schlüssel zu seinem Haus?
Richter: „Und dazu haben Sie sie täglich bei den Pferden unterstützt. Hatte Frau H. einen Schlüssel für ihr Haus?“
Zeuge: „Nein, aber sie wusste, wo der Ersatzschlüssel ist.“
Richter: „Sie hätte also theoretisch Zugang zu ihrem Haus gehabt. Wie sah es mit ihnen aus, hatten sie einen Schlüssel zu dem Haus der Großeltern?“
Der Zeuge verneint empört.

16.06.2026 - 10:17 Uhr
Richter fragt, wie intensiv Kontakt war
Richter: „Wie intensiv war der Kontakt, war es ein täglicher Kontakt?“
Zeuge: „Wenn ich auf Arbeit war, haben wir auch geschrieben und telefoniert.“

16.06.2026 - 10:19 Uhr
Frage zur Beziehung von Angeklagter zu Fabians Vater
Richter: „Was wissen Sie über Matthias R.?“ Wie schätzen sie das ein, seit wann kennen sie den?“
Zeuge: „Ihn selber kenne ich erst seit 2020 und habe ihn da kennengelernt. Wie soll ich ihn einschätzen? Ein sehr fleißiger und ansonsten, was die Beziehung angeht, da kam nichts Gutes rüber von Frau H.’s Seite. Die hatten immer Stress und Streitigkeiten wegen seines Alkoholkonsums. Er wollte gerne ein Bierchen trinken, durfte aber nicht. Der allgemeine Umgangston zwischen den beiden war nicht so berauschend. Das weiß ich aus ihren Erzählungen und habe es auch selbst mitbekommen. Meistens waren es Kleinigkeiten, die ausgeartet sind. Das hat sich untereinander hochgeschaukelt und ist lautstark ausgeartet, mit gegenseitigem Anschreien und Beschimpfen.“
Von Tätlichkeiten habe er nichts mitbekommen. Sie habe ihm aber mal erzählt, dass es Handgreiflichkeiten gegeben haben soll. Fabians Vater habe sie mal geschubst, als sie noch in Breesen bei ihm gewohnt habe.

16.06.2026 - 10:21 Uhr
Fabian war Streitthema
Richter: „Welche Konfliktthemen hatten die beiden noch, außer Alkohol?“
Zeuge: „Fabian war auch ein Streitthema. In der Zeit, als ich ihn kennengelernt habe, wollte er nichts mit seinem Vater zu tun haben. Das war ein heikles Thema. Wenn Fabian da war, war Matthias R. nicht da. Wenn dann nur kurz, er war dann arbeiten. Frau H. hat sich dann um Fabian und ihren Sohn gekümmert.“

16.06.2026 - 10:25 Uhr
Zeuge: Umgang mit Fabian von Vater war nicht gut
Warum Fabian keinen Kontakt haben wollte, weiß er nicht. „Der Umgang, den Matthias mit dem Jungen hatte, das war auch nicht so, von der Erziehung her, wie es eigentlich sein sollte. Das hat Frau H. erzählt. Die Erziehung war auch ein Streitthema. Das hat ihr nicht gepasst, er wollte Fabian am liebsten ins Zimmer einsperren, wenn er Blödsinn gemacht hat.“

16.06.2026 - 10:26 Uhr
Gina H. bezeichnete Familie R. als „asoziale Leute“
Der Zeuge zu weiteren Streitthemen: „Durch seine Arbeit war er (Fabians Vater, d.Red.) nie zu Hause, die gemeinsame Zeit hat gefehlt. Mit der Familie von Matthias R. in Breesen hatte sie auch ein Problem. Sie meinte, dass das asoziale Leute seien. Ich kenn die Familie auch, ich hab vorher in Lohmen gewohnt und die Familie mal kennengelernt. Sehr unsauber, sehr unordentlich. Frau H. wollte da nicht hin und Matthias sollte da auch nicht hin.“

16.06.2026 - 10:29 Uhr
Eifersucht wegen Affäre mit Fabians Mutter
Zeuge: „Eifersucht, war ganz großes Thema. Er durfte nicht mit anderen Mädels schreiben oder sonst irgendwelchen Kontakt haben. Das ging grundsätzlich nach hinten los, dann gabs Stress. Es soll wohl mal was vorgefallen sein und seitdem hat sie kein Vertrauen mehr gehabt, er soll irgendwann mal fremdgegangen sein. Das soll wohl mit der Mutter von Fabian gewesen sein, angeblich.“ Das habe Frau H. Berichtet.

16.06.2026 - 10:30 Uhr
Kontaktabbruch zu Fabians Mutter
Dorina L. kenne der Zeuge von ganz früher, aber damals sei sie noch „klein gewesen“. Aus den letzten Jahren kenne er sie nicht. Er wüsste nicht, dass Frau H. etwas über sie erzählt hat.
Richter: „Fabian war öfter mal da, hat Frau H. da nicht von Frau L. erzählt?“
Zeuge: „Kontakt soll da gewesen sein, das ist dann irgendwann wohl mal abgebrochen. Keine Ahnung warum.“
Richter: „Wie hat sie denn über Frau L. gesprochen?“
Zeuge: „Die hatten eigentlich guten Kontakt, dann der Abbruch und dann gab es nicht mehr viel Gutes zu berichten. Sie sei viel unterwegs an den Wochenenden, Frau H. war unzufrieden mit der Erziehung.“

16.06.2026 - 10:33 Uhr
Kontaktabbruch war „Eifersuchtsgeschichte“
Richter: „War Eifersucht in Bezug auf Frau L. ein Thema?“
Zeuge: „Sie wollte nicht, dass Matthias zu Frau L. noch Kontakt hat. Das war wieder so eine Eifersuchtsgeschichte. Das hat sich über die Jahre gezogen, auch 2025.“
Richter: „Wir wissen schon durch die Ermittlungen und andere Zeugen, dass Fabian ab August, September wieder Kontakt zu seinem Vater hatte.“
Zeuge: „Davon habe ich erst viel später erfahren.“ Wie es dazu kam, kann er nicht sagen.

16.06.2026 - 10:37 Uhr
Fabians Mutter reagiert nicht auf Aussage
Dorina L. blickt während seiner Aussage auf Zeuge Olaf K. Sie zeigt keine Regung bei seiner Einlassung. Auch nicht, als es um die Eifersucht von Gina H. Geht.

16.06.2026 - 10:39 Uhr
Richter fragt zum Handyverhalten
Richter: „Völlig aus dem Zusammenhang jetzt eine ganz banale Frage: Wie war denn das Handyverhalten von Frau H.?“ Gina H. hatte zweimal das Handy ausgeschaltet: einmal zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Mordes an Fabian und einmal, als sie mit Olaf K. bei Fabians Leiche war.
Zeuge: „WhatsApp, Instagram und alles. Handy war ein großes Thema. Sie war eigentlich schon immer erreichbar.“
Richter: „Gab es auch mal Zeiten, wo sie mehr als eine halbe Stunde nicht erreichbar war?“
Zeuge: „Gab es sicherlich auch.“ An einen konkreten Fall kann sich Olaf K. nicht erinnern. In der Regel habe sie auf Sprachnachrichten sofort geantwortet.

16.06.2026 - 10:43 Uhr
Fabians Vater macht jetzt alles für Angeklagte
Richter: „Hat Matthias Frau H. finanziell unterstützt, haben Sie da eine Größenordnung?
Zeuge: „Jeden Monat, es muss reichlich gewesen sein.“ Als das Paar sich getrennt habe, habe Matthias R. seine Technik abgeholt, unter anderem einen Traktor.
Richter: „Ich bin kein Pferdekenner, aber einen Traktor braucht man. Wie hat sie das dann bewältigt?“
Zeuge: „Mit mir!“
Richter: „Haben Sie Erkenntnisse, wie das jetzt läuft?“
Zeuge: „Das macht Matthias alles. Jeden Tag, früh und abends.“

16.06.2026 - 10:44 Uhr
Zeuge hatte Ungereimtheiten festgestellt
Der Richter will von Gina H.s Nachbarn und Bekannten Olaf K. jetzt wissen, wie sein aktuelles Verhältnis zu Gina H ist.
Zeuge: „Null. Kein Kontakt mehr seit der Festnahme.“ Er verneint alles. „Wegen des Vorfalls halt, wegen Fabian. Dass sie sie verhaftet haben.“
Richter: „Vor der Verhaftung hatten sie noch Kontakt, nach dem Besuch am Tümpel. Warum kam dann ein Umdenken?“
Olaf K.: „An dem Abend, als wir an dem Tümpel waren, hat sie mir vorneweg die Geschichte erzählt, wie sie mit Christian an dem Tümpel war. Da habe ich schon Ungereimtheiten festgestellt, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Ich habe aber im Hinterkopf gehabt, dass sie sowas nicht macht, auch wenn irgendwas nicht stimmen konnte. Ich wollte es nicht wahrhaben. So eine Festnahme kommt aber nicht grundlos.“

16.06.2026 - 10:52 Uhr
Zeuge zieht Augenbraue hoch bei Testament-Frage
Gina H.’s Nachbar und, nach eigener Aussage, enger Freund, zieht bei der Frage des Richters zum Testament, das sich Gina H. am Tag vor Fabians Verschwinden heruntergeladen hatte, die Augenbraue hoch: „Davon weiß ich nichts. Vom Testament hat sie immer wieder mal gesprochen, davon weiß ich aber nichts. Das mit dem Suizid-Scheiß war ja alles vorher, als sie sich getrennt haben. Da kam J. (Sohn von Gina H.) und meinte, ich soll rüberkommen. Er sagte: ,Mutti sitzt da und weint.’ Da lag sie vor dem Pferdestall, ich habe den Notarzt gerufen und J. zu mir genommen. Da ist sie nur komplett zusammengebrochen. Als sie sich selbst verletzt hatte, das war ein anderes Mal vorher, da hatte sie ihre Arme selbst verletzt.“
Das habe sie wegen der Trennung gemacht. „Sie hat sich Sorgen gemacht, wie es weitergeht mit der Technik und finanziell.“

16.06.2026 - 10:57 Uhr
Frage zur Kleidung
Der Richter will von Olaf K. wissen, wie die Angeklagte am Tag des Verschwindens von Fabian bekleidet war. Der Nachbar von Gina H.: „Reiterhosen, Turnschuhe, glaub ich, obenrum weiß ich nicht.“
Richter: „Hat sie einen Pullover angehabt? Einen blauen Pullover?“
Zeuge: „Kann ich nicht sagen.“
Der Richter hält Olaf K. vor, was er früher dazu ausgesagt hatte, nämlich dass sie Turnschuhe, eine Reithose und eine dunkelgrüne Jacke getragen habe. Ob sie abends was anderes bekleidet gewesen sei?
Zeuge: „Hose würde ich sagen die gleiche, Schuhe auch. Obenrum kann ich nichts sagen.“

16.06.2026 - 11:02 Uhr
Zeuge nennt Autowäsche ungewöhnlich
Der Richter will nun mehr zum Auto von Gina H. erfahren. Ob Olaf K. es schon mal gefahren sei? Der Nachbar habe es nur mal drei Meter auf der Pferdekoppel gefahren, andere Leute hätten das Auto seines Wissens nach nie gefahren.
Richter: „Wie ist Frau H. mit dem Auto umgegangen, eher als Gebrauchsgegenstand oder besonders pfleglich? Hat sie es oft gewaschen?“
Olaf K.: „Es war Gebrauchsgegenstand. Ganz am Anfang hat sie es noch gewaschen, später nicht mehr. Am 10. Oktober hat sie erwähnt, dass sie das Auto gewaschen hat. Das hat sie einfach so erwähnt.“
Richter: „Das war eher ungewöhnlich?“ Zeuge bejaht dies.

16.06.2026 - 11:11 Uhr
Warum Foto von sauberem Auto?
Richter: „Hat sie ihnen auch Bilder von dem sauberen Auto gezeigt?“
Olaf K. weiß es nicht mehr.
„Hätten Sie eine Idee, warum sie solche Fotos von dem Auto an Herrn D. schickt?“, will der Richter wissen. Der Nachbar hat keine Idee, warum sie das gemacht hat.

16.06.2026 - 11:13 Uhr
Reaktion auf Fabians Verschwinden „hielt sich in Grenzen“
Der Richter will wissen, wie Gina H. auf das Verschwinden von Fabian reagiert hatte. Der Nachbar: „Es hielt sich in Grenzen, sagen wir mal so.“ Rückblickend findet Olaf K. das komisch, weil die beiden ein gutes Verhältnis gehabt hätten. „Nach meinem Empfinden hätte ich da mehr erwartet, ein bisschen mehr Gefühl.“ Die Angeklagte habe nicht nach Fabian gesucht.

16.06.2026 - 11:17 Uhr
„Idee, in Klein Upahl zu suchen“
Es geht nun um den Tag, als Gina H. sowohl mit Christian D. als auch mit dem heutigen Zeugen Olaf K. bei Fabians Leiche war. Richter: „Am 13. Oktober haben Sie wieder morgens die Pferde gemacht, es ging auch da wieder um die Suche. Hat sie auch da einmal darüber gesprochen, wo man suchen könnte?“
Nachbar Olaf K.: „Es gab die Idee, in Klein Upahl zu suchen. Da waren Kripobeamte da und sie hat das denen gesagt. Da sei sie mit den Kindern mal Schlitten gefahren.“ Dass sie dort Schlitten gefahren war, hat er aber nie mitbekommen.
Richter: „Kam ihnen das plausibel vor oder komisch?“
Zeuge: „Was heißt plausibel? In dem Moment ja.“

16.06.2026 - 11:25 Uhr
„Immer wenn sie die Unwahrheit sagte, wurde sie laut“
Am Abend des 13. Oktober kam dann Gina H. beim Zeugen Olaf K. vorbei, ihrem Nachbarn. Sie habe dann vom Leichenfund mit Christian D. berichtet. „Sie sind hingelaufen, Christian soll es berührt haben, aber sie sind sich nicht ganz sicher. Deswegen hat sie gefragt, ob wir hinfahren können, um nochmal nachzusehen“, so der Zeuge. „Sie hat gesagt, dass es Fabian sein könnte. Ich habe gefragt, warum sie nicht die Polizei gerufen haben. Sie hat gesagt, dass er Jäger ist und man in fremdem Revier nicht mit Nachtsichtgeräten sein dürfe.“
Der Richter hält ihm vor, in der Vernehmung erzählt zu haben, dass die Angeklagte gesagt habe, dass Christian herausgehalten werden müsse, weil er wegen des fremden Reviers Ärger bekommen könne. K. habe ihr gesagt, das sei Humbug. Gina sei dann laut und sauer geworden und habe ihn angeschrien, dass D. herausgehalten werden müsse.
Jetzt sagt Olaf K.: „Immer, wenn sie die Unwahrheit gesagt hat, wurde sie laut.“

16.06.2026 - 11:33 Uhr
Gina H. diktierte Weg zu Fabians Leiche
Es geht nun um die Fahrt zum Leichenfundort: Gina H. habe Nachbarn Olaf K. den Weg diktiert. Vorher sei er dort noch nie gewesen. Den Weg hätte er nie im Leben alleine gefunden, sagt der Zeuge.

16.06.2026 - 11:34 Uhr
Ausgeschaltetes Handy höchst ungewöhnlich
Richter: „Wie geht’s weiter? Sie steigen aus und haben eine Taschenlampe dabei? Was hatte Gina H. Dabei?“
Zeuge Olaf K.: „Das Handy hat sie bei mir schon ausgeschaltet, als wir los sind. Keine Ahnung warum.“ Er habe nicht weiter nachgefragt, auch wenn das höchst ungewöhnlich sei, sagt er.

16.06.2026 - 11:36 Uhr
Fabians Mutter verlässt Gerichtssaal
Als die Zeugenbefragung sich dem Moment des Leichenfundes nähert, steht Fabians Mutter Dorina L. auf. Sie verlässt gemeinsam mit dem psychologischen Beistand den Saal.

16.06.2026 - 11:39 Uhr
Gina H. sagte, es sei Fabian
Der Zeuge beschreibt, wie er den Leichnam vorgefunden hat. Ob sie verbrannt war, kann er nicht sagen. „Das habe ich schon der Polizei gesagt: Was weiß ich, wie eine verbrannte Leiche aussieht? Das hat die gesagt, dass die Leiche verbrannt aussieht“, so Olaf K. Er habe erkannt, dass es ein Mensch sei, aber er habe nicht Fabian erkannt. Frau H. habe gesagt, dass es zu 100 Prozent Fabian sei.

16.06.2026 - 11:51 Uhr
„Was willst du der Polizei erzählen?“
Der Richter will wissen, was dann passierte. Olaf K.: „Wir sind zurück zum Auto gegangen. Gina hat gefragt: ,Was machen wir jetzt? Rufen wir die Polizei?’ Ich habe gesagt: ,Lass uns erstmal zum Auto gehen, ich bin überfordert gerade’. Dann haben wir erstmal gar nicht gesprochen. Ich hab gesagt, lass uns morgen früh sprechen und überlegen, was wir machen. Ich habe an der Suhle (Fundort der Leiche, d. Red.) auch gesagt: ,Was willst du der Polizei erzählen? Du bist mitten in der Nacht an der Suhle am Arsch der Welt? Was willst du denen erzählen?’ Dann hat sie nichts gesagt.“

16.06.2026 - 11:52 Uhr
Gina H. starrt auf Tisch
Gina H. sitzt zwischen ihren Anwälten, stützt den Kopf auf einer Hand auf und spielt mit der anderen Hand mit ihrer roten Mappe. Ihr Blick ist auf den Tisch vor sich gerichtet.

16.06.2026 - 11:54 Uhr
Richter macht 30 Minuten Pause
Nach den heftigen Aussagen von Olaf K. sagt der Richter zum Zeugen: „Herr K., wir haben uns zwei Stunden unterhalten, ich würde uns beiden mal 30 Minuten Pause anbieten.“ Der nimmt dankbar an. Der Prozess wird eine halbe Stunde unterbrochen.

16.06.2026 - 12:10 Uhr
Es geht weiter
Olaf K. kehrt in den Zeugenstand zurück. Er hat einen Kaffee mitgebracht.

16.06.2026 - 12:16 Uhr
Fabians Mutter nicht zurück zum Prozess gekommen
Nach der Pause ist Fabians Mutter nicht in den Prozess gekommen. Ob sie heute noch an der Verhandlung teilnehmen wird, ist unklar.

16.06.2026 - 12:21 Uhr
Fahrt zum Fundort dauerte 20 Minuten
Laut Nachbar Olaf K. dauerte die Fahrt zum Fundort von Fabians Leiche 20 Minuten. Er sei noch nie zuvor an der Stelle gewesen.

16.06.2026 - 12:24 Uhr
Foto von Fabians Leiche wird gezeigt
Jetzt wird ein Bild von der Leiche Fabians gezeigt. Gina H. schaut das Foto nicht an und senkt den Blick. Olaf K. erklärt, wie weit er von der Leiche entfernt stand. Der Richter weist den Zeugen darauf hin, dass an genau der Stelle auch ein Schuhabdruck von ihm gefunden wurde. Der Zeuge sagt, dass die Leiche anders aussah, als er da war. „Das sah nicht so schlimm aus wie auf dem Bild. Die Beine waren gerade, das war alles nicht so, wie soll ich sagen. So hat das nicht ausgesehen. Es sah in Anführungsstrichen normal aus, sauber.“
Es wird noch ein anderes, noch schrecklicheres Foto von Fabians Leiche gezeigt. Der Zeuge bleibt dabei, dass es in seiner Erinnerung anders aussah, auch wenn es dunkel war. Gut, dass Fabians Mutter nicht im Saal ist und das ansehen muss.

16.06.2026 - 12:32 Uhr
Olaf K. wollte Angeklagter Alibi geben
Der Richter konfrontiert Nachbar Olaf K. mit einer Sprachnachricht: „Und zum Thema Alibi: Da ich nicht sagen möchte, dass ich mit dir zusammen war (…). Hat Olaf gesagt, ja, dann sagen wir, dass wir den ganzen Tag zusammen waren, und gut ist.“
Richter: „Herr K., sie hatte mit Ihnen besprochen, dass Sie Herrn D. aus dem Scheiß raushalten möchten und zwecks Alibi hätten Sie gesagt, dass Sie zusammen gewesen seien.“
Zeuge: „Es ging ja um den Freitag da. Das war ein stinknormaler Tag und da kam das dann …“
Richter: „Warum geht es am 11. Oktober, Fabian wird noch vermisst, um das Thema Alibi?“
Zeuge: „Ich weiß es nicht, ich habe das alles nicht hinterfragt.“

16.06.2026 - 12:47 Uhr
Fabians Mutter wieder im Saal
Dorina L. kommt wieder zurück in den Gerichtssaal.

16.06.2026 - 12:48 Uhr
Jetzt geht es um Grillanzünder
Jetzt geht es um den Grillanzünder, der bei Gina H. gefunden wurde. Olaf K. sei mit dem Grillanzünder zu der Angeklagten „herübergegangen“. „Da haben wir mit meinem Grillanzünder ein Feuer gemacht, weil da viel Zeug wie Pappe und so war. Sie hatte keinen Grillanzünder“, erklärt der Zeuge.

16.06.2026 - 12:53 Uhr
Gina H. hatte Angst vor Spurenfund
In einem Telefonat mit Olaf K. berichtete Gina H., dass sie Angst davor habe, dass man Spuren an ihrem Auto finde. Zuvor hatte sie die Information von einer Person erhalten, dass Wildkameras ausgewertet werden. „Ich habe ihm gesagt, dass mir der Arsch auf Grundeis geht wegen meines Autos. Aber er meinte, wenn ich ordentlich gereinigt habe, dann finden die da eh keine Spuren. Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. Das wäre natürlich auch die Arschkarte“, so Gina H. in dem Telefonat mit Olaf K.

16.06.2026 - 13:00 Uhr
Gina H. gab Olaf K. weiße Schuhe
Am Tag nach dem offiziellen Fund von Fabians Leiche gab Gina H. Olaf K. weiße Turnschuhe. „Sie brachte mittags ihre Schuhe, ein paar weiße Turnschuhe, die sie an dem Abend anhatte. Ein paar Tage später kam sie mit einer Tüte Schuhe zu mir, alles weiße Turnschuhe.“ Der Richter holt jetzt aus einem großen Karton mehrere durchsichtige Plastikbeutel mit hellen Turnschuhen raus.

16.06.2026 - 13:06 Uhr
Zeuge sollte Schuhe verstecken
Der Richter fragt: „Was sollten sie mit dem Paar Schuhe?“ Olaf K. gibt an, dass er sie „beiseite“ legen sollte. „Damit keiner kommt. Ich sollte die beiseitelegen, damit sie bei ihr nicht gefunden werden“, erklärt Olaf K. Warum er sie verstecken sollte, will der Richter jetzt wissen. „Weil ich der beste Freund bin“, erklärt Olaf K. Der Richter wird stutzig und will wissen, warum der Zeuge das nicht hinterfragt habe. „Ich denke über sowas nicht nach. Man macht und gut ist.“ Die Schuhe seien sauber gemacht geworden. „Ich habe die bei mir in der Garage ins Regal gestellt und da blieben sie stehen. Dann kam sie zwei Tage später mit einem großen Beutel mit noch mehr Schuhen. Die sollte ich auch beiseite tun.“

16.06.2026 - 13:11 Uhr
„Sache wurde mir zu heiß“
Einen Tag später bat Olaf K. Gina H. darum, die Schuhe wieder abzuholen. „Ich hab ihr am Tag danach gesagt, sie soll ihren Scheiß wieder abholen. Die ganze Sache wurde mir zu heiß. Sie war nicht begeistert“, schildert der Zeuge.

16.06.2026 - 13:18 Uhr
Sorge um Wildtierkameras
Dem Zeugen Olaf K. wird ein abgehörtes Telefonat zwischen ihm und der Angeklagten vorgespielt. Es geht um Wildtierkameras. Gina H. hat Angst, von diesen fotografiert worden zu sein. Sie sei in der Gegend von Fabians Leichenfundort mit dem Auto unterwegs gewesen, sie sei zum Tierheilpraktiker wegen ihres Pferdes gefahren.

16.06.2026 - 13:21 Uhr
Richter nimmt Zeugen in die Mangel
Der Richter hakt jetzt beim Nachbarn von Gina H. nach: „Frau H. hat ihnen gesagt, sie war mit Leo spazieren. Hier in dem Telefonat sagt sie was anderes, dass sie zu dem Tierheilpraktiker wollte. Sie haben sie sogar gefragt, ob das nachweisbar ist. Die Polizei hat bei dem Tierheiler gefragt, ob eine Frau H. bei ihm war.“
Er verliest einen Aktenvermerk: „Am 21. Oktober wurde die Praxis in Lohmen des Tierheilers durch die Beamten aufgesucht. Gina H. will dort bei ihm gewesen sein. Der Betreiber Frank H. wurde gefragt und gab an, sich bis 17 Uhr dort aufgehalten zu haben. Hunde und Katzen habe er seit acht Wochen nicht mehr behandelt. Gina H. war ihm vom Namen nicht bekannt, ihren auffälligen orangefarbenen Fiat hat er ebenfalls nicht gesehen.“
Richter: „Hat Frau H. noch mal etwas zu dem Tierheilpraktiker gesagt?“
Zeuge: „Nein, nur in dem Telefonat, ansonsten nichts.“

16.06.2026 - 13:25 Uhr
Gina H. strickte Verschwörungstheorie
Das abgehörte Telefonat wird fortgesetzt: Gina H.: „Und Adi (Matthias R., der Vater von Fabian, d.Red.) und Dorina sollen Versicherungsbetrug machen wollen. Adi hat einen Haufen Schulden, na die Lebensversicherung für Fabian.“
Olaf K. lachend: „Ziehen sie sowas auch in Betracht? Heftig, ehrlich.“
Gina H.: Ich hab richtig Schiss, wenn die sich jetzt schon sowas ausdenken.
Olaf K.: „Wenn du damit nichts zu tun hast, ist doch alles gut. Solange nichts bewiesen ist, ist doch alles gut. Wenn du nicht mit drinnen steckst, musst du dir keine Gedanken machen.“
Gina H.: „Ich hab schon die beklopptesten Geschichten gehört, wie unschuldige verhaftet werden, die dann im Knast sitzen. Ich kenn auch jemand der unschuldig im Knast gesessen hat und nie wurde der richtige Täter gefunden.“

16.06.2026 - 13:33 Uhr
Gina H. sprach Aussage von Olaf K. ab
Es wird ein weiteres Gespräch abgespielt. Darin erklärt Nachbar Olaf K., dass er erneut bei der Kriminalpolizei vorgeladen ist. Gina H. gibt dem Nachbarn Uhrzeiten und Orte vor, die er benennen soll, an denen sie zusammen gewesen seien.
Gina H. im abgehörten Telefonat: „Die wollen bestimmt mit dir reden wegen dem Misthaufen. Oder ob wir Freitag wirklich zusammen waren. Ich kann mir 1 und 1 zusammenzählen. Ich hab dir gestern gesagt, die Durchsuchung hat mit meinem Mist zu tun. Sagst du irgendwas, das nicht passt, dann kommen die, und dann bin ich weg.“
Eine Minute später ruft Gina H. Olaf K. nochmals an.
Gina H.: „Mir ist grad eingefallen: Weißt du, wie lange wir die Pferde gemacht haben?
Der Nachbar: „Nö.“
Die Angeklagte: „Bis 11. Von 11 bis 12 Uhr war ich dann mit Leo und dann war ich ja mit Christian zusammen. Ist mir nur grad noch eingefallen. Meld dich, wenn du da raus bist.“

16.06.2026 - 13:38 Uhr
Schmunzeln im Gerichtssaal
Folgende Passage aus dem Telefonat sorgt für Schmunzeln unter den Zuschauern.
Gina H.: „Ja, und Samstag und Sonntag. Wir waren das ganze Wochenende zusammen.“
Olaf K.: „Ja leider“, er lacht. „Wenn wir uns wenigstens im Bett zusammen rumgetrieben hätten.“
Gina H.: „Kannst du ja angeben.“
Der Nachbar: „Nein, dann musst du Taten sprechen lassen, dann kann ich das sagen. Ansonsten haben wir eine rein platonische Liebe.“

16.06.2026 - 13:41 Uhr
Richter hakt wegen falschen Alibi nach
Richter: „In diesen Telefonaten wird darüber gesprochen, wie sie Frau H. ein Alibi geben. Was können sie dazu sagen?“
Olaf K.: „Ich habe ja schon erwähnt, dass ich den Tag nicht zusammengekriegt hat. Ich war halt froh, dass sie mir das dann erzählt hat.“
Der Richter: „Sie hat betont, mehrfach, dass sie den ganzen Tag zusammen waren.“ Er liest aus der Vernehmung vor, um die es in dem Telefonat ging. In der Vernehmung sagte Olaf K., dass er nicht genau weiß, bis wann sie die Pferde gemacht haben. Obwohl Gina H. ihn vorher noch darauf eingeschworen hatte, dass sie bis um 11 Uhr zusammen gewesen waren.
Richter: „Wenn ich sie jetzt direkt frage: Waren sie bis um 11 Uhr dort? War das so?
Zeuge: „Ich glaube nicht, nein.“

16.06.2026 - 13:45 Uhr
Zeuge wollte Sex von Gina H.
Der Richter liest nochmal die Stelle mit der platonischen Liebe vor. „Ich frage Sie ganz direkt: Hatten Sie sich mehr erhofft von der Beziehung zu Frau H.?“, will er von Oalf K. wissen.
Der Nachbar antwortet: Zeuge: „Am Anfang ja, als wir uns kennengelernt haben.“
Der Richter fragt genauer. „Sex haben zum Beispiel?
„Ja“, antwortet Olaf K.
Richter. „Hat Frau H. das gewusst?“
Olaf K.: „Ja, weil ich das gesagt habe. Zum Anfang hat sie gesagt nein, weil sie in einer Beziehung war. Als sie es dann nicht mehr war, gab es dann immer irgendwelche Ausreden. Da war nie irgendwas. Sie hat Andeutungen gemacht. In der Zeit, als sie sich getrennt haben, hieß es ja irgendwann mal. Es gab auch keinen Kuss.“

16.06.2026 - 13:47 Uhr
Gina H. schickte Zeugen freizügige Fotos
Dann will der Richter wissen, ob die Angeklagte ihm Bilder geschickt hatte. In einem früheren Termin wurden Sprachnachrichten von Gina H. gezeigt, in denen sie den Nachbarn darum bat, freizügige Fotos für Onlyfans verwenden zu dürfen, die sie ihm gesendet hatte.
Der Zeuge lacht: „Ja, freizügig. Teils oben ohne, nackt. Damals habe ich mich drüber gefreut. Heute weiß ich, dass es war, um mich bei Laune zu halten. Die Bilder habe ich immer wieder bekommen, ohne danach zu fragen.“ Bei der Durchsuchung soll bei ihm ein Kalender mit freizügigen Bildern von ihr gefunden worden sein.

16.06.2026 - 13:53 Uhr
Jetzt geht es um Messer vom Zeugen
Olaf K. hatte ein Campingmesser, das seit Jahren an seiner Garagentür in einer Scheide steckte. Ihm sei dann aufgefallen, dass es plötzlich fehlte. Er machte sich Sorgen, weil zu dem Zeitpunkt bekannt war, dass Fabian erstochen worden war.

16.06.2026 - 13:57 Uhr
Auf einmal war Messer wieder da
Olaf K. schildert, dass er zu Gina H. ging, sie auf das Messer ansprach. „Da meinte sie, dass sie gleich rüberkommt und hilft mit suchen. Ich hab mein ganzes Werkzeug in einer großen Kiste, da war aber nichts. Dann sagte sie, ich soll in dem anderen Schuppen mal schauen, ob es da ist. Das habe ich dann auch gemacht. Dann bin ich ein und nachmittags wieder raus und gucke in die Kiste wieder rein. Da lag das Messer. Ich glaube nicht, dass ich das übersehen habe. Das habe ich der Kripo erzählt und die haben das Ding mitgenommen.“

16.06.2026 - 13:58 Uhr
Richter zeigt Messer
Der Richter zeigt das Messer: eine feststehende Klinge mit dunklem Griff, schwarz-rot. Jetzt wird das Messer auf einem Foto gezeigt, als die Kripo es fotografiert hat. Es werden noch weitere Bilder von seinem Grundstück gezeigt und seiner Schuppentür. In dieser Tür steckte immer das Messer. Dann Foto des Kartons, in dem Olaf K. das Messer wiederfand. Die Kiste hatte er vorher durchsucht, später lag es dann oben auf der Kiste.

16.06.2026 - 14:03 Uhr
Zeuge: Keine Widerworte – sonst „Explosion“
Es geht wieder um Gina H., die in einem Telefonat Nachbar Olaf K. schildert, man wolle ihr den Mord an Fabian in die Schuhe schieben. Das Gespräch wird abgespielt. Anschließend fragt der Richter den Zeugen: „Wenn ich Frau H. richtig verstehe, soll ein Täter das Kind getötet und dort abgelegt haben, in der Hoffnung, dass Frau H. ihn dort findet? Haben Sie das nicht hinterfragt?“
Der Zeuge: „Ich muss dazu sagen: Wenn Sie mit Frau H. länger diskutieren oder sprechen, dann gibt es keine Widerworte. Dann wird zugestimmt und man ist ruhig. Sonst gibt es eine Explosion.“
Reaktion von der Anklagebank: Gina H. schüttelt den Kopf.

16.06.2026 - 14:17 Uhr
Richter ist mit dem Zeugen fertig
Rund vier Stunden dauerte die Befragung des Nachbarn von Gina H. Immer wieder hakte der Richter bei Olaf K. nach und konfrontierte ihn immer wieder mit abgehörten Telefonaten. Es sind teilweise erschütternde Details, die während der Befragung ans Licht gekommen sind, etwa dass Gina H. nach dem Fund von Fabians Leiche lachte.

16.06.2026 - 14:20 Uhr
Verhandlung für 15 Minuten unterbrochen
Der Richter hat die Verhandlung für eine Viertelstunde unterbrochen. Offenbar wird es heute keine Mittagspause geben.

16.06.2026 - 14:47 Uhr
Zeuge erhebt Manipulations-Vorwürfe gegen Gina H.
Staatsanwalt Oliver Schley stellt jetzt die Fragen:
Schley: „Am 10.10. hatte die Angeklagte angegeben, dass sie mit dem Hund spazieren war bei Lähnwitz. Ist Ihnen bekannt, dass sie dort öfter spazieren war?“
Zeuge: „Nein. Sie war immer in der Umgebung von Reimershagen mit dem Hund spazieren.“
Schley: „Zum 13.10. abends, am Auffindeort. Haben Sie der Angeklagten verboten, dass sie die Polizei ruft?“
Zeuge: „Nein. Ich hatte nur gesagt, wir warten bis morgen früh. Am nächsten Morgen war ich bei ihr im Stall und habe ihr gesagt, dass ich darüber nachgedacht habe, was passiert ist und was sie mir erzählt hat. Ich habe ihr gesagt, dass das nicht hinhaut. Ich habe mir auch das halbe Jagdgesetz durchgelesen, ob es stimmt, dass man mit Wärmebildkamera nicht in andere Reviere darf als Jäger. Dann wurde sie kurz laut, aber ich habe ihr gesagt, dass ich raus bin. Dann hat sie gesagt, sie hat eine andere Idee. Erst meinte sie, dass ihr Hund angeschlagen haben soll. Dann habe ich ihr gesagt, dass das Quatsch ist. Dann meinte sie, dass sie Heike anruft.“
Schley: „In der Vernehmung wurden Sie gefragt, wie Sie Gina als Mensch einschätzen.“
Der Zeuge weiß nicht mehr, was er gesagt hat.
Schley: „Sie sollen gesagt haben, dass Gina ganz nett sein kann, wenn sie will. Aber auch wisse, wie sie Menschen manipulieren könne.“
Zeuge: „Ich habe genug Zeit gehabt, die letzten Wochen darüber nachzudenken, und es war Manipulieren ohne Ende. Wenn man mal gestritten hat, gab es mal wieder ein schönes Bildchen, und dann war wieder gut. Ich dachte, dass sie das mit den Bildchen nur bei mir macht.“
Der Staatsanwalt will wissen, wie Gina H. andere Menschen sonst manipuliert habe.
Zeuge: „Wenn es nicht nach ihrem Kopf geht, dann wird sie laut.“ Als Beispiel dafür nennt er einen anderen Mann aus Güstrow.

16.06.2026 - 14:58 Uhr
Fragen vom Oberstaatsanwalt
Oberstaatsanwalt Nowack stellt jetzt die Fragen:
Nowack: „Am 14.10 sind Sie morgens rüber und haben gesagt, dass das alles nicht zusammenpasst.“
Zeuge: „Der Zweifel war da, auf jeden Fall. Ich wollte es nicht wahrhaben, dass sie was damit zu tun hat.“
Nowack: „Haben Sie sich verpflichtet gefühlt, der Angeklagten gegenüber?“
Zeuge: „Irgendwo ja. Ich konnte diese beiden Sachen nie zusammenbringen, dass sie was mit dem was passiert ist zu tun hat.“
Nowack: „War die Angeklagte häufig mit dem Hund unterwegs?“
Zeuge: „Die war gut mit dem Hund unterwegs, meisten mit den Pferden.“
Nowack: „Können Sie sich erinnern, wann sie alleine mit dem Hund spazieren war?“
Zeuge: „Nee. Nie, ich wüsste nicht wann.“
Nowack: „Noch eine Frage zum Messer, haben sie das je in die Kiste gelegt, in der sie das gefunden haben?“
Zeuge verneint.
Nowack: „Nachdem die Angeklagte am Abend des 13.10 mit Herrn D. zurückkam, hat sie ihnen gesagt, was sie genau gesucht hat?“
Zeuge verneint.
Nowack: „Hatten Sie selbst Angst in den Fokus der Ermittlungen zu geraten?“
Zeuge: „Ja, am Auffindetag. Ich habe mich gefragt, was erzählt du denen. Vor den Vernehmungen bei der Polizei hatte ich noch ein mulmiges Gefühl, aber die Kripo hat mich dann nur als zeuge gesehen und dann wurde es besser.“ Über seine Spuren am Tatort habe er sich keine Gedanken gemacht, weil er nichts gemacht habe. Das einzige was er falsch gemacht habe, sei, nicht gleich die Polizei gerufen zu haben

16.06.2026 - 15:08 Uhr
Zeuge berichtet von Männern und Geldgebern
Christine Habetha, Anwältin der Mutter: „Welche Rolle spielt welcher Mann im Leben von Frau H.?
Zeuge: „Christian kann ich nicht einschätzen. Aber der Handykontakt von denen war nicht mehr gesund, das ging 24 Stunden. Ich weiß nicht, was da war. Die haben sehr viel Zeit miteinander verbracht am Handy, und sie hat mir von ein, zwei Treffen erzählt. Matthias R., wenn man die Beziehung kennt, das ist auf jeden Fall krank alles und hat nichts mit einer Beziehung zu tun. Meine Einschätzung ist, dass sie ihn zum Überleben braucht.“
Habetha: „Bei Ihrer Vernehmung erwähnten Sie, dass es auch andere ,Sponsoren’ gibt.“
Zeuge: „Es gibt ein Künstlerehepaar M. aus Breesen, wo der Mann einen Haufen Geld gibt. Der war auch bei dem Umzug aus Krakau dabei.“
Habetha: „Die Tiere spielen bei Frau H. eine große Rolle. Gab es ein Verhalten gegen die Tiere, das man missbilligen könnte?“
Zeuge: „Es gab zwei Situationen. Einmal auf dem Reitplatz wollte das große weiße Pferd nicht mehr, da hat sie mit der Gerte so geschlagen, das war heftig. Beim ersten Mal waren blutige Striemen zu sehen.
Habetha: „Die Turnschuhe, als Gina H. sie zu Ihnen gebracht hat, in welchem Zustand kamen die Schuhe denn zu Ihnen?“
Der Zeuge weiß es nicht. Die Anwältin hält ihm vor, dass er in der Vernehmung erklärt hat, dass die Turnschuhe nass gewesen seien. Dann erinnert er sich wieder.
Habetha hält ihm seine Vernehmung vom 6. November 2025 vor. In einem Telefonat habe Gina H. gesagt: „Bis jetzt haben die nur meine Fußspuren, meine Gummistiefel. Er: Meine wollen die nicht, Christians auch nicht. Sie: Christian hat ja auch Fabian angefasst. Aber siehst du doch, selbst das scheint nicht gefunden worden zu sein.“ Dann habe er bei der Vernehmung gesagt, dass sie keine Gummistiefel getragen habe, als er mit ihr am Fundort war.
Habetha: „Haben Sie mal etwas gehört von der früheren Beziehung mit dem Vater ihres Kindes?“
Zeuge: „Er soll ein Pole sein, der Alkohol trinkt, sie geschlagen und auf den Strich geschickt haben soll.“ Das seien Informationen gewesen, die er von ihr bekommen habe.
Dann erklärt er, dass er gewarnt wurde von einem anderen Bewohner von Reimershagen. „Der war vor mir Haus- und Hofsklave, hat jede freie Minute da verbracht und gemacht und getan und hat dann den Kontakt zu ihr abgebrochen. Der war mal bei mir und meinte: Lass die Finger von der, fass die bloß nicht an. Du hast guten Sex, aber sobald du dich umdrehst, hast du eine Klage wegen Vergewaltigung an der Backe. Die Frau ist geisteskrank.“

16.06.2026 - 15:08 Uhr
Zeuge versteckte sich mit Gina H. vor der Presse
Jetzt ist Thomas Löcker, der Pflichtverteidiger von Gina H., mit den Fragen dran.
Jens Schwarck, der freie Journalist, soll den Zeugen am gestrigen Montag angerufen und ihm viel Glück gewünscht haben. Er habe ihm mal ein Interview gegeben.
Richter: „Kann es sein, dass Herr Schwarck hier mal als Zeuge eine Rolle spielt?“
Löcker: „Ich respektiere ihn ja und glaube, er macht seine Arbeit gut. Ich möchte ihn nicht als Zeugen laden.“
Der Richter gibt den Hinweis, dass Herr Schwarck den Raum verlassen könnte. Schwarck aus dem Zuschauerraum: „Ich bleibe hier.“ Richter: „Gut, ist Ihre Entscheidung.“
Löcker: „Haben Sie mitbekommen, dass die Presse unmittelbar nach dem Verschwinden in Reimershagen unterwegs war?“
Zeuge: „Die Presse wurde mir von Gina madig gemacht. Ich habe mich dann mit Gina vor Schwarck versteckt, sobald wir sein Auto gesehen haben.“
Löcker: „Wie kam es dann trotzdem zum Kontakt mit ihm?“
Zeuge: „Irgendwann stand er mal am Gartenzaun und wir haben gequatscht. Irgendwann war er dann bei mir, und wir haben gesprochen über die ganze Geschichte.“
Löcker: „Was haben Sie da erfahren?“
Zeuge: „Ich habe da nichts erfahren. Er hat was erfahren. Ich habe ihm erzählt, wie die ganze Geschichte abgelaufen ist.“

16.06.2026 - 15:21 Uhr
Unfallversicherung zugunsten von Gina H.
Der Oberstaatsanwalt unterbricht Löcker jetzt, sagt, dass er unzulässige Fragen stellen würde. Nach einer kurzen Diskussion weist der Richter darauf hin, dass er die Fragen zulässt, aber Löcker zum Punkt kommen soll. Löcker regt sich auf, dass der Oberstaatsanwalt ihn aus dem Konzept gebracht habe.
Nach weiteren Fragen erklärt der Zeuge, dass er das Interview mit Schwarck gemacht habe, um sich zu erklären, warum er die Polizei nicht gerufen habe. Der Grund sei gewesen, dass er nicht wusste, was er der Polizei sagen soll. Löcker fragt weiter nach dem Interview mit Schwarck. Der Oberstaatsanwalt beanstandet wieder. Er fährt mit anderen Fragen fort.
Löcker: „Haben Sie eine Unfallversicherung abgeschlossen, bei der Frau H. als Begünstigte eingetragen wurden?“
Der Zeuge bejaht. Er habe in der Zeit, in der sich Matthias R. und Gina H getrennt haben, sie als Begünstigte eingetragen.
Löcker: „Haben Sie Frau H. die Bescheinigung dafür gegeben?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Haben Sie sie dabei geküsst?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Wohin?“
Zeuge: „Auf den Mund!“

16.06.2026 - 15:27 Uhr
Gab es zwei Täter?
Löcker hält ihm vor, dass der Zeuge in einer Vernehmung gesagt hat, dass er sich vorstellen kann, dass es zwei Täter gebe. Er will wissen, warum der Zeuge seine Meinung diesbezüglich geändert hat. Der antwortet: „Ich hatte genug Zeit zum Nachdenken seit meiner letzten Verhandlung. Ich kenne das Verhältnis von Gina und Fabian. Wenn sie dem erzählt hat, wir fahren nach Klein Upahl Tiere gucken, dann hat der sich gefreut wie ein Schneekönig und ist da mit gerannt.“ Sie habe deshalb keinen Mittäter gebraucht.

16.06.2026 - 15:33 Uhr
„Bis sie geblutet haben“: Schwere Vorwürfe gegen Gina H.
Es geht nun noch einmal um die Tiere. Auf Nachfrage erklärt der Zeuge, dass Gina H. tierlieb sei, aber er eben zweimal erlebt habe, wie sie ausgerastet ist und die Tiere mit der Gerte geschlagen habe, bis sie geblutet hätten.
Löcker und der Zeuge diskutieren dann über Kleinigkeiten: Ob er wirklich genau erklären könne, ob die bluten Striemen von dieser Behandlungen kämen. Darauf sagt Löcker: „Dann zu einem anderen Thema“. Daraufhin hämisches Lachen aus dem Zuschauerreihen. Löcker schaut in die Richtung, aus der das Lachen kam und sagt „Können Sie ihr dämliches Lachen unterlassen? Unverschämtheit.“ Richter Schütt ermahnt das Publikum.

16.06.2026 - 15:39 Uhr
„Mein Leben hat keine wirkliche Rolle gespielt“
Jetzt ist Andreas Ohm, der zweite Verteidiger von Gina H., mit den Fragen dran:
Ohm: „Über was haben Sie in der Anfangszeit Ihrer Freundschaft mit Frau H. gesprochen?“
Zeuge: „Vor allem hat sie über sich gesprochen. Mein Leben hat da keine wirkliche Rolle gespielt.“ Er wiederholt dann einiges, was bisher schon gesagt wurde.
Ohm: „Dann kam die Beziehung mit Matthias R., wie oft haben Sie die Angeklagte in der Zeit getroffen?“
Zeuge: „Wenn ich arbeiten war, nur am Wochenende.“ Der Zeuge war meist die ganze Woche auf Montage.

16.06.2026 - 15:42 Uhr
Nachhaken bei Grillanzünder und Geldzahlungen
Ohm fragt zum Grillanzünder: „Sie haben Grillanzünder von sich aus mitgebracht, weil sie die Feuertonne anzünden wollten. Wie viel der Flasche haben Sie davon verwendet?“
Zeuge: „Nein, keine Ahnung. War mir auch egal. Das ist mir doch egal, wie viel da weg ist. Man gibt halt.“
Ohm: „Sie haben gesagt, Matthias R. habe die Angeklagte monatlich mit 200 bis 300 Euro unterstützt. Woher kennen Sie diesen Betrag?“
Zeuge: „Das hat sie mir so erzählt. Er hat die Rechnungen bezahlt. Tierarzt, Futter, die Turniere.“

16.06.2026 - 15:44 Uhr
Zeuge hat die Leiche gesehen
Ohm: „Bei der Auffindesituation am 13. abends, da haben Sie erklärt, Kleidungsstücke gesehen zu haben. Können Sie noch einmal beschreiben, was Sie da gesehen haben?“
Zeuge: „Als ich den Jungen gesehen habe, sah das auf keinen Fall so schlimm aus wie auf den Bildern. Ich erinnere mich, dass ich auf der Brust etwas Grünliches gesehen habe. Auch dass die Bauchdecke geöffnet war, war auf jeden Fall nicht so, als ich die Leiche gesehen habe.“

16.06.2026 - 15:50 Uhr
Wer finanzierte Gina H.? Richter bohrt nach
Richter Schütt hat Fragen zu einem Mann namens Jörg M., der Gina H. für das Dach des Schuppens 800 Euro gegeben habe. Um ihn ging es vorhin schon einmal. M. ist der Mann eines Künstlerehepaars.
Schütt: „Was hat Frau H. zu dem erzählt, was ist das für einer? Warum gibt es Geld von dem?“
Zeuge: „Ich habe nicht weiter gefragt, sie meinte einfach so.“
Schütt: „Noch einmal zum Thema Finanzen: In der Vernehmung haben Sie genauer erklärt, wie viel Geld Gina H. im Monat braucht.“ Dann liest er vor, dass Gina H. ein Zelt gekauft habe (800 Euro), Überwachungskameras für den Stall mit eigenen Sim-Karten-Verträgen, Spezialfutter für die Pferde.
Ihm sei erzählt worden, dass Matthias R. 1300 Euro schwarz verdient habe, das ganze Geld bekomme Gina H. Auf die Frage, wie Gina H. nach der Trennung den Lebensunterhalt verdiene, habe er geantwortet, Oma und Opa würden angeblich bezahlen. Er selbst habe ihr einmal 250 Euro geliehen und nur die Hälfte zurückbekommen. Deshalb habe er ihr nur noch Kleinigkeiten bezahlt.

16.06.2026 - 16:00 Uhr
Streit, Wutausbrüche und das Verhältnis zu Fabian
Richter: „Gab es Situationen, Ausraster aus Wut, auch gegen Menschen?“
Zeuge: „Bei mir nicht. Bei Matthias habe ich mitbekommen, dass es da immer mal was gab. Türen geknallt worden, Geschirr geflogen ist.“ Mehr habe er nie mitbekommen. Nur, dass sie sich angeschrieen hätten.
Richter: „Haben Sie mitbekommen, dass es Ausraster gegen ihren Sohn oder gegen Fabian gab?“
Der Zeuge hat von Tätlichkeiten usw. nichts mitbekommen.
Richter: „Am Anfang haben Sie die Streitpunkte Finanzen, Eifersucht, Erziehungsmethoden für Fabian usw. beschrieben. Dann gab es keinen Kontakt mehr zwischen Fabian und Matthias R., aber es gab noch Kontakt zwischen Gina und Fabian. Wissen Sie, ob Matthias R. wieder Kontakt zu Fabian aufbauen wollte? Was war Ginas Meinung dazu?“
Zeuge: „Sie meinte, das würde nichts bringen, weil der Junge eh nichts mehr von ihm wissen will.“
Dann hält der Richter vor: In der Vernehmung habe er auch erzählt, dass Gina sich darüber ausgelassen hätte, dass Matthias R. „einen auf Super-Daddy“ machen würde und sich um 180 Grad gedreht habe und „ein Arsch“ sei.

16.06.2026 - 16:10 Uhr
Absprachen wegen eines Alibis
Abschließende Erklärung von Oberstaatsanwalt Nowack zur Zeugenvernehmung:
„Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein wesentliches Puzzlestück – nicht nur zum Auffinden des Jungen, sondern auch zu den Gesamtumständen. Der Zeuge war eine Vertrauensperson der Angeklagten. Er hat erzählt, dass die Angeklagte sich mit ihrem Lebenspartner Matthias R. oft gestritten hat, auch über Fabian.
Er selber stellte viele Ungereimtheiten in der Nacht des 13. auf den 14. Oktober 2025 fest. Dem Zeugen D. hatte Gina H. erzählt, dass sie Fabian suchen wolle, während sie dem heutige Zeugen erzählte, dass sie unterwegs gewesen sei, um mal abzuschalten. Dazu haben wir uns heute mehrere Schuhpaare angesehen, von der Marke Pammys. Die Spuren, die am Tatort aufgefunden worden, waren auch von dieser Marke.
Darüber hinaus hat die Angeklagte die Auffindestelle als Schweinesuhle benannt. Auch ihr Großvater kannte diesen Begriff. Auch das wird noch eine Rolle spielen, wenn wir die nächste Zeugin hören, bei der Frage, warum der Junge dort getötet wurde.
Wesentlich war bei der Zeugenaussage auch, dass es Absprachen wegen eines Alibis gegeben habe. Schon einen Tag nach dem Verschwinden von Fabian brachte sie den Zeugen dazu, ihr ein vermeintliches Alibi zu geben, am Vormittag und am Nachtmittag. Damit sollten genau die Tatzeitpunkte ausgeschlossen werden. Obwohl der Tatzeitpuntk noch nicht öffentlich bekannt war, suchte die Angeklagte bereits ein Alibi.

In einem Telefonat mit dem Zeugen sprach die Angeklagte langatmig über Wildkameras und sagte sogar, dass sie zu Gott bete, dass dort keine Kameras seien und wenn dann nur nachts. Auch zum Messer waren die Erkenntnisse gewinnbringend. Er selbst hat in Anwesenheit der Angeklagte gesucht, das Messer nicht gefunden und nur als er kurz weg war, war das Messer wieder da. In dem Pappkarton, in dem er es niemals reingelegt hat. Das an dem Messer keine Spuren waren, kann daran liegen, dass es gereinigt war.
Zurück zu den Fußspuren: Der Zeuge hat genau wie der Zeuge D. ausgeführt, dass die Zeugin sich nur in unmittelbarer Nähe des Leichnams aufgeführt habe. Es haben sich aber noch mehr Spuren entfernter von der Leiche gefunden, gemeinsam mit Kinderspuren. Die Frage ist, was dem Jungen gesagt wurde, dass er an diesen Ort mitgegangen ist. Diese Frage können nur zwei Personen beantworten und eine davon ist tot. Die Hinterbliebenen haben auf eine Antwort einen Anspruch.“

16.06.2026 - 16:16 Uhr
Prozess für heute beendet
Der Prozess ist für heute vorbei. Der nächste Prozesstag ist am 18. Juni.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09 Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.
Ich finde gar nicht, dass sie schlecht von Gina spricht. Ich denke, auch nicht, dass sie Gina schlechter darstellen will oder wollte.
Das sie die Wahrheit sagt, dass kann ihr niemand verübeln und wenn ihre Beobachtungen und Erzählungen von ihr so wahrgenommen wurden, dann hat sie ja jedes Recht, das auch auszusprechen.
Sie wird sich vor allem selbst erklären wollen, warum Gina sie nur benutzt hat. Wenn Gina kein Brot oder Apfel hat, dann war sie gut genug und hat ausgeholfen. Das man sich da irgendwie aber fragt, was gibt sie ihrem Kind denn überhaupt zum Essen, wenn von jetzt auf gleich, das Brot schimmelt und kein Obst gekauft wurde, ist irgendwie legitim, oder?
Wenn das die Wahrheit ist und Gina sich reflektieren würde, dann würde sie vielleicht selbst zu der Auffassung kommen.
Nachdem Fabian ja laut ihr, nichts richtiges zum ESsen bekommen hat.

Heike war eine Freundin. Und ich finde, nach diesem Ende einer Freundschaft, hat man das Recht Wahrheiten zu erklären um sich selbst klar zu machen, dass man leider für die andere Person niemals eine Freundin war.

Die Schuld seh ich da ganz klar bei Gina und Heike hat es nicht mal nötig, Gina noch schlechter dastehen zu lassen, indem sie gegen ihre Freundin hetzt. Böswillig.

Ich finde genau das bei Frauen so schwierig. Warum muss da immer der Vergleich gezogen werden? Warum ist es so wichtig, unbedingt besser da stehen zu wollen, als die andere?
Eine echte Freundin will auch eine ehemalige beste Freunin nicht hintergehen oder leiden sehen.
Aber nach einer beendetet Freundschaft, dürfen Wahrheiten aufgeklärt werden. Erst recht, wenn man dazu gefragt wird.
Heike hat es nicht nötig, sich auf das Niveau ihrer ehemaligen besten Freundin, hinabzubegeben.
Es tut ihr sehr weh, dass hat das Interview gezeigt und für das, was ihr angetan wurde, finde ich ihre Aussagen sogar noch respektvoll bis würdevoll formuliert. .

DA mag ich die Männer. Die sind freundschaftsmäßig für mich einfach gesünder und vor allem sachlicher. Was bei mir wichtig ist, denn ich kann das nicht so gut.
Und ich hatte 38 Jahre, eine beste Freundin. Bis ich erkannt habe, dass sie niemals eine beste Freundin war.
Mein ganzes Leben habe ich diese Freundschaft verteidigt, obwohl andere schon in unserer Kindheit erkannt haben, dass das keine Freundin sein kann.
Wir haben alles miteinander erlebt. Auch immer räumlich sehr nah. Sie war für mich wie eine Schwester, die zur selben Zeit Kinder bekam, wie ich.

Vor 3 Jahren habe ich die Freundschaft dann beendet. Und obwohl ich heute all die red Flags sehe, ich werde immer sagen können, ich hatte eine beste Freundin. Sie könnte das nie von sich behaupten, denn das wäre gelogen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 14:14:50

SherlockHolmes hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 10:37:13 Ich möchte kein Spielverderber sein.

Der Staatsanwalt muss am Ende in der Gesamtschau der Indizien (Beweise gibt es nicht) zu einem Der Kumpel vom Bolzsee nahm kein Brandgeruch bei Gina H wahr. Feuergeruch verbreitet sich sehr schnell in Fasern und Haut. Nein ich bin definitiv kein Gina Anhänger oder ähnliches.
Nee, bist doch kein Spielverderber.
ich will jetzt nicht auf all Deine Punkte eingehen, sonst wäre es wieder zu lang.

Deswegen den Brandgeruch:

Du gehst also davon aus, dass Gina, hätte nach Rauch riechen müssen.
Wie soll das gehen, wenn sie vor dem Treffen, den Leichnam noch nicht verbrannt hat?
Es gibt das Feuerfoto mit Uhrzeit und der Brandgutachter hat auch ausgesagt, dass das Verbrennen nicht unmittelbar nach der Tat stattgefunden haben kann. Bis zum Foto wäre das Feuer dann schon längst aus gewesen oder zumindest nicht mehr so lodernd, wie auf dem Bild. Gina ist NACH dem Treffen, erneut zum Tatort um ihre Spuren zu verwischen. DAs ist meine Erklärung hierfür.

Vielleicht hast Du ja andere Quellen, die dich zu dieser Annahme gebracht haben.

Ich will auch kein Spielverderber sein, deswegen spiel doch gerne mit und erkläre uns, wie Du zu Deinen Punkten kommst und warum.
Denn Deine Ansicht über diesen Punkt kann ich mir jetzt anhand der Faktenlage, nicht herleiten.
Ebensowenig, die anderen.
Von daher bin ich entweder desinformiert oder du liegst daneben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 14:13:00

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09 Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.
Erinnert mich schwer an eine gute Freundin, mit der ich seit längerem über ihre Scheidung diskutiere. Schwer Verdienender Manager verlässt seine auch sehr gut wenn auch nicht so gut verdienende (wir reden von locker sechsstellig im Jahr) Ehefrau und Mutter für eine jüngere.
Und nun der totale Scheidungskrieg und ihre Vorwürfe alles was sie sich aufgebaut hat, hat er zerstört. Etc.pp

Ich hab dann auch gesagt ja aber die letzten guten 20 Jahre die sind doch fix, die nimmt dir keiner mehr weg, dieses gute privilegierte leben. Nein, alles doof, nur noch Scherbenhaufen, total getäuscht, Arsch.
Seufz.

Das Leben ist ungerecht.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:27:04 Ja, genau. Dass Heike immer wieder aufs Neue vorgeworfen wird, eine schlechte Freundin zu sein, Gina hintergangen, verraten und beschmutzt zu haben oder was auch immer, finde ich ungeheuerlich. Immerhin wurde sie von ihrer Freundin Gina, die inzwischen wegen des Mordes angeklagt ist, gegen ihren Willen zu einer Kinderleiche geführt. Heike hat allen Grund, wütend & enttäuscht zu sein und das auch deutlich zu zeigen.

Verkehrte Welt!
Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Dienstag, 08. September 2026, 13:48:14

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:16:12[…..]
Interview-Stil […..]
Privatsphäre des Gegenübers […..]
Film Tipp zu diesem Thema, ausdrücklich ist damit weder Isabel noch der Journalist gemeint, sehr gute Darstellung eines Duo aus Journalistin und Kameramann bei der Recherche in einem Vermisstenfall, bei 1h08 ein typisches Zitat:
Ich kann das wieder einfangen, wenn du mir ein Interview gibst
Ähnlichkeiten sollen rein zufällig sein:

Spoiler
Nach dem Wechsel ins Investigativressort eines rechtskonservativen Newsportals reist Aga mit Fotograf Thorsten in die hessische Provinz. Die Familie der Verschwundenen schweigt, die Konkurrenz ist schnell – also greift Aga zu suggestiven Methoden.
Aga hat sich viel vorgenommen: Der Wechsel vom Sport- ins Investigativressort soll ihr beruflicher Durchbruch werden. Als sie gemeinsam mit dem erfahrenen Fotografen Thorsten über das Verschwinden einer Teenagerin berichtet, steht sie sofort unter Druck. Vor Ort verweigert die Familie des Mädchens jede Auskunft, während andere Medien bereits Schlagzeilen produzieren. Um dennoch an Informationen zu kommen, nutzt Aga die Mechanismen und Tricks des Boulevardjournalismus. Doch je weiter sie geht, desto mehr entgleiten ihr die Ereignisse – und aus der Chance, sich zu beweisen, wird ein riskanter Kontrollverlust.

https://www.zdf.de/filme/bis-es-blutet- ... #t=details
"BIS ES BLUTET"
In der Hölle des Boulevard-Journalismus
Stern, von Eric Leimann, 03. September 2026 08:00 Uhr

Daniel Sager hat sich mit preisgekrönten Dokumentarfilmen über Journalismus einen Namen gemacht. Mit seinem Spielfilmdebüt "Bis es blutet" trägt er das Thema nun in die Fiktion. Elisa Schlott spielt eine junge Boulevard-Journalistin, die Karriere machen will. Heiligt "die Story" sämtliche Mittel?

https://www.stern.de/kultur/tv/in-der-h ... 00468.html
https://www.zdf.de/filme/bis-es-blutet- ... #t=details

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Dienstag, 08. September 2026, 13:32:49

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 08:33:05 Lieber @Gastleser,
ich muss mich bei Dir entschuldigen! […..] Auch möchte ich mich für Deine netten Worte über mich bedanken! […..]

[…..] die Phantasie:
Er müsste erstmal sein Opfer ''finden''. […..]

Das Jagdmesser von Olaf hat er im Mund. Das alles hat er im Vorfeld durchgeplant und sich am Morgen in Reimershagen besorgt. […..]

Ich hoffe, mein Beitrag hat jetzt niemanden verletzt, gelangweilt oder angegriffen. […..]
Angenommen! Und eine überaus vorbildliche :P Art, du beschämst mich mit dieser umfangreichen Entschuldigung, dass wäre nicht notwendig gewesen, Dankeschön.
Spoiler
Du hast damit den Maßstab für Entschuldigungen geschaffen. Die Qualität hätte die @Jeanne von mir verdient gehabt….. :oops:


„Ich sehe ….. eine amüsierte, grinsende, schadenfrohe @Sronson, die sich ungeniert, unverblümt, in einer, für sie typischen, verächtlichen Anti-Chauvi-Haltung, sonnt und erfreut und dazu noch heimlich denkt: „Karma is a bitch!" :P

Zur Jäger-Phantasie:
Die Anklageschrift „[…..] unerwartet, zog die Angeklagte ein mitgeführtes Messer […..]“ ist sich sicher, dass das Tatwerkzeug eine feststehende Klinge hat und in einer Scheide, Holster, „um gezogen zu werden“, mitgeführt wurde.
Die Beschreibung passt weniger auf ein Küchenmesser, mehr auf eine Arbeits-, Camping- oder Jagdmesser.

Ob die Täterschaft das Opfer „finden“ musste, könnte in den nächsten Tagen deutlicher werden, Ra Ohm im Interview:
2min27
Was bedeuten denn diese Alternativgeschehen für die für ihre Mandantin?

Na ja, dass äh es eben alles nicht so ist, wie A in der Anklage drinne ist. B äh dazu möchte ich noch nicht sagen, da werden auch weitere Beweisanträge diesbezüglich gerade vorbereitet. […..]

2min56
Wir sind dabei, die Beweisanträge abzustimmen. Das ist im größtenteil mein Part, aber äh da halte ich ja auch Rücksprachen mit meinem Kollegen und das werden wir jetzt Wochenende machen und dann hoffen wir, dass wir das bis äh zum nächsten Verhandlungstag einreichen werden.
https://youtu.be/nDE9NeOLjC8?t=147
Es lässt sich nicht mit Sicherheit ausschließen, dass die Formulierung „was das eigentliche Tatgeschehen betrifft“, die Möglichkeit offen lassen könnte, dass der Transport vielleicht doch in einem Wildtrak stattgefunden haben könnte:
4min07
wenn aus ihrer Sicht nichts zu befürchten äh ist äh was die was das eigentliche Tatgeschehen betrifft, kann sie auch ruhigen gewissen Fragen beantworten.
https://youtu.be/nDE9NeOLjC8?t=239
Dein Beitrag war keineswegs langweilig.


^^^^^^

SherlockHolmes hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 10:37:13 Ich möchte kein Spielverderber sein. […..]

Nun kommt es noch vor Gericht zum Video der Raffaela. Es ist kein Hexenwerk von IT Forensikern das Erstelldatum, Änderungsdatum etc und das Hochladedatum auf Youtube technisch nachzuweisen. […..]
Bei möglicherweise bis zu 6 Smartphones im Haushalt und den bisherigen Untersuchungsqualitäten, wird hoffentlich ein entsprechendes Ergebnis zu erwarten sein, oder wird die Auswertung wieder „wie verhecksxt“ sein?

Die Beweisführung zur Video-Hypothese könnte sein:

Ist es auszuschließen, dass es ein frühes Video gab, dass aus frühzeitig erstellten Video-Sequenzen zusammengesetzt wurde, und kurzzeitig auf einer von mehreren Social Media Plattformen , unter einem der Accounts, vor dem 14. Oktober von der Angeklagten oder deren Umfeld zu sehen gewesen sein könnte?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 13:16:07

HE_Gffnkkd hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 11:37:00 Mal abgesehen davon, dass diese Story jetzt schon vollkommen unrealistisch ist, wären hiermit noch nicht mal alle scheinbaren Zufälligkeiten erklärt.

Von daher ist dein Fazit

mit der Wortwahl "weitaus schlüssiger" in meinen Augen die totale Untertreibung und noch maximal wohlwollend formuliert.
Wohl wahr.
Ich bin lieber wohlwollend. Besser als das zu schreiben, was ich dabei gern schreiben würde.
Im Alltag kann ich das nämlich selten und da ich niemanden mit meiner Ansicht verletzen will, übe ich im Internet, wohlwollende formulierungen zu wählen.
Ich hab die Erfahrung gemacht, damit eck ich weniger an und mit freundlichkeit komm ich weiter, als mit meinem Drang, sarkastisch zu werden.

Den Sarkasmus hab ich wohl mit dem phantasieren, soviel unterdrückt, dass mein Resumee wirklich schwach klingt!! Als Rechtsanwältin wäre ich ne Null.


Jetzt hab ich aber wieder gesunden Menschenverstand und der sagt mir, dass Gina, verurteilt werden wird. Und das wird sie nicht, weil andere Theorien vor Gericht nicht zur Sprache kamen oder ihr nicht geglaubt werden.
Bei allem anderen würde ich wohl wieder an meinem Menschenverstand zweifeln und weiter üben, den überhaupt mal zu finden.

Achso. Außerdem hatte ich beim herleiten meiner Phantasie immer das Geräusch einer Fahrradklingel im Ohr. Ganz schlimm war es beim Fazit.
War wohl ein kurzzeit Klingitus oder so.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Dienstag, 08. September 2026, 12:56:11

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:48:01 Ich finde, Siezen schafft künstliche Hierarchien & Distanz. MMn gehört es abgeschafft. In Großbritannien & Skandinavien, den USA, Kanada, Neuseeland etc. kommt man schließlich auch ohne Siezen gut zurecht.

Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass bestimmte Menschen, denen in einer Diskussion in den sozialen Medien die Argumente ausgehen, ganz plötzlich darauf bestehen, gesiezt zu werden? Das kam hier ja auch schon vor und ist doch ziemlich peinlich.
Das ist aber leider hierzulande historisch gewachsen und kommt auch auf den Kontext an. Toll findet das kaum einer. Ich kann nicht Herrn Ohm und Frau Habetha siezen und Zeugen duzen. Es mag ja sein, dass die das tun. Ausserdem finde ich es nicht ganz so einfach. Warum wer wen mit Sir oder Mam anspricht erfolgt auch nicht immer einer durchgängigen Logik. Polizeibeamte sprechen gerne den Verbrecher mit Sir an. Ich emfand als grad 20 jähriger Pimpf zumindest ziemlich befremdlich wenn mir mitten in der Nacht ein Cop bei einer Polizeikontrolle mir ins Gesicht leuchtet, mich abkanzelt und mich gleichzeitig mit Sir anspricht.

Natürlich ist es albern künstlich etwas zu inszenieren. Aber Distanz ist nicht per se negativ. Witzigerweise erlebe ich gerade jüngere oft irritiert wenn das nicht "passt". So richtig beschreiben kann es aber oft niemand warum.

Ist aber off topic. Nur so am Rande.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 08. September 2026, 12:48:01

Kalle hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:37:48 Außerdem - und da mag ich von der konservativen Spezies sein - aber dieses geduze und kumpelhafte rumgetue, erzeugt bei mir Würgereiz und transportiert eben auch nicht gerade sachliche Distanz.
Ich finde, Siezen schafft künstliche Hierarchien & Distanz. MMn gehört es abgeschafft. In Großbritannien & Skandinavien, den USA, Kanada, Neuseeland etc. kommt man schließlich auch ohne Siezen gut zurecht.

Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass bestimmte Menschen, denen in einer Diskussion in den sozialen Medien die Argumente ausgehen, ganz plötzlich darauf bestehen, gesiezt zu werden? Das kam hier ja auch schon vor und ist doch ziemlich albern.

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Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:40:35 Welche Voicemails der Staatsanwaltschaft? :shock: Ich hoffe, dass hab ich nicht wieder verpasst?
Nein, nein. Ich meine Ginas Sprachnachrichten.

Es wurden zwar mittlerweile allerlei Sprach- und Textnachrichten sowie sogar ganze WhatsApp-Chats unerlaubterweise veröffentlicht, aber den Austausch der Staatsanwaltschaft hat bislang noch niemand geschafft zu leaken. Kommt vielleicht noch, denn bei diesem Fall scheint es keinerlei ethische Grenzen mehr zu geben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 12:40:35

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 10:13:30 Auch die Staatsanwaltschaft sollte die Mehrtage sinnvoll nutzen, anstatt die Zuhörerschaft mit belanglosen Voicemails zu malträtieren. Ihr wäre anzuraten, Adi noch einmal in den Zeugenstand zu rufen, da ich glaube, dass er über hinreichend belastendes Wissen verfügt. Vielleicht hat ihn Ginas Aussage, ihn nur noch warmzuhalten, damit sie ihre Pferde nicht verliert, endlich aus seiner geistigen Umnachtung befreit.
Welche Voicemails der Staatsanwaltschaft? :shock: Ich hoffe, dass hab ich nicht wieder verpasst?

Oder meinst Du die zur Akte gehörige Datei, die Gina's Kommunikation mit ihren Marionetten, enthält?

- Falls Du diese Voicemails meinst, stimm ich Dir zu. Textnachrichten wären zumindest als Abwechslung mal ganz nett. Aber bevor die Staatsanwaltschaft eine Revision beantragt, müssen die besser Teil des Prozesses bleiben. Sonst heisst es noch, von der Verteidigung, dass die Nachrichten beweisen, dass sie doch ganz nett ist. Sie hat immerhin Dorina am Tag nach dem Verschwinden ganz mitfühlend gesagt, wie leid es ihr tut, was passiert ist und das sie sich an der Suche aktiv beteiligt. Sie hätte ja sofort bescheid gesagt, wenn sie wüsste, wo Fabi ist.
Für den Fall, dass Mathias Gina erwähnen sollte, hat sie ihr auch gleich eine Erklärung gegeben. Sie steht mit ihm in Kontakt. Dorina weiß ja nichts von davon, dass die beiden noch öfter's nach der Trennung gekuschelt haben, um Gespräche zu führen, die jetzt irgendwie aus Mathias' Erinnerung verschwunden sind.
Aber Du hast schon recht. Es ist immer das gleiche Muster und es sind immer die selben Themen in diesen Sprachnachrichten...Ein bisschen langweilig.
Das zweite Videoprotokoll ihrer Befragung fänd ich noch ganz interessant. Wie genau sind die Ermittler vorgegangen, um ihr was anzuhängen? Das hat sie da bestimmt nochmal komuniziert, dass sie nichts dafür kann, ihn gefunden zu haben, als sie freiwillig aufs Revier kam.
(Hm... vielleicht doch mein Phantasie ''Fake-Jäger''? Hypnose der Beteiligten... ich komme ins Nachdenken.).

Nee, lieber kein Fake-Jäger... irgendwie ist es schon interessant, wie sie für jeden Kommunikationspartner, andere Geschichten kreiert und auch erschreckend, dass es für Gina normal war, Menschen gegeneinander auszuspielen. Noch erschreckender ist es, dass es Menschen waren, die Gina H. als Freundin angesehen haben. Plötzlich mitten in einem Mordfall zu landen, hat mit Sicherheit niemand kommen sehen und auch niemand verdient.

OHHJAA. Mathias nochmal- unter Eid in den Zeugenstand. Staatsanwaltschaft Rostock, ich würde Euch dafür feiern!

Jetzt kommt erstmal Richter Schütt dran und auf dieses Gespräch mit der Angeklagten bin ich gespannt, wie ein Flitzebogen.
Wie gern würd ich da dabei sein.
Ich würde gerne verstehen, warum Gina überfordert sein könnte von den Fragen (haben ihre Anwälte ja angekündigt), wenn sie doch unschuldig ist und die Wahrheit antwortet. Eigentlich müsste ja dann eine riesen Last von ihr abfallen. Sie kann endlich alles beantworten, was unklar ist und warum sie ein ''Bauernopfer'' ist. Wenn sie die Wahrheit sagt, dann wird das doch auch nachprüfbar sein. Z.B. vielleicht haben die Polizisten bei ihrer ersten Vernehmung, sie einfach nur falsch verstanden. Sie wollte Olaf nicht mit reinziehen. Sie hat ihm nichts von dem Tümpelbesuch mit CD gesagt, in dieser Nacht. Dieser hat sie ja eingeschüchtert. Er will seinen Jagdschein nicht verlieren, wegen dem Equipment, dass ja für Gina nützlich war, in ihrer Sprachnachricht, an CD, weswegen er ja ein perfekter Suchkumpel für sie ist. CD fand die Suche mit der Wärmebildkamera aber nicht wirklich sinnvoll. Da im Wald. Dann hat er sie aber trotzdem dorthin geführt. Nämlich nicht in den Wald, sondern an einen Tümpel. Sie ist Nachtblind. Nicht mal ihre Hand hat er gehalten...

(ok. ich hör auf. )
Ich will Richter Schütt erleben, wie er mit Inteligenz und Feingefühl, die Wahrheit glaubhaft aus Gina rauskitzeln will. Er wird ihr sicher helfen, wenn es zu viel wird und ihr eine Pause geben.
Ich denke, dass Richter Schütt, Gina sogar das Gefühl geben kann, ernst genommen zu werden. Ich denke, er wird alles in seiner Macht stehende tun, um Gina ein sicheres Gefühl zu geben. Die Wahrheit hat nämlich immer eine faire Chance verdient.Wenn es ganz gut läuft, dann wird Gina ihm auch vertrauen. Zumindest ein kleines bisschen. Ihm geht es nicht darum Gina ''als Bauernopfer'' zu präsentieren oder sie blos zu stellen. Die Frage ist nur, ob Gina diese Chance zu ihrem Gunsten ausnutzen will, nur um von sich selbst abzulenken. Denn ich denke nicht, dass der Richter Gina vertrauen wird. Aber eben auch nicht misstrauen und darauf kommt es ja an. Er hört es sich wertfrei an, aber er wird sich nicht belügen lassen!
Dann ist die Frage, wie reagiert sie, wenn sie merkt, dass es nicht die Fragen sind, die sie überfordern- und ins Straucheln bringen. Was wird sie sagen, wenn sie erkennt, dass es ihre Lügen sind, die sie mit aller Macht verteidigt und durch neue Lügen erklären will? Auch ihre Verteidiger werden dann nicht helfen können.
Keine Frage der Welt wäre dann noch nötig.
Wird sie dann einsehen, dass sie es ist, die Verantwortung übernehmen muss? Wenigstens für sich selbst?
Reue und Schuldgefühle sind bestimmt fremd für sie (ok, bei den Pferden ist das etwas anders). Diese Selbsterkenntnis und die Einsicht, dass sie selbst für ihre Situation gesorgt hat wird hoffentlich durch ihre Befragung, in Gang gebracht. Vielleicht nicht vor Gericht, aber sie hat ja dann Zeit. Nur so wird sie anfangen können, ein besserer Mensch zu werden. Vielleicht merkt auch Gina irgendwann, dass man mit Ehrlichkeit und etwas Liebe, ganz viel davon zurück bekommen kann. Einfach nur, weil man ein Mensch ist, der in seinem Leben Fehler gemacht hat. Die Kunst ist immer, mit Fehlern umzugehen. Fehler können die größte Chance sein, um über sich hinaus zu wachsen.
Ich wünsche Gina, dass sie sich irgendwann mal selbst verzeihen kann. Egal ob Täterin oder nicht.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Dienstag, 08. September 2026, 12:37:48

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:16:12
Allerdings finde ich seinen Interview-Stil mehr als fragwürdig, weil er oft emotional in die Privatsphäre des Gegenübers recht übergriffig eindringt und immer wieder nach dem Befinden fragt, ganz besonders gerne dort nachbohrt, wo der ahnungslose Interviewte schon etwas über seine Gefühlslage offenbart hat und er dann einfach auf diesem gesicherten Terrain weiter bohrt.
Das bringt es sehr gut auf den Punkt. Ich bin nicht von der JS - bashing Fraktion. Ich persönlich erwarte auch keine Neutralität. Er ist für mich ein Pressesprecher der die Interessen von D vertritt und Opferschutz möchte. Ok.
Aber seine Pseudo-Einfühlsamkeit ist wirklich deplaziert

Aber der baut eine Couch auf:

"Wie fühlst Du Dich jetzt ?"
"Was ärgert Dich gerade ?"
"Was ist besonders schlimm für Dich ?"
"Wenn Du mal Deine Gefühle beschreibst..?"
"Warum redest Du mit mir ?"
usw....

Geht noch mehr Verstärker ?

Außerdem - und da mag ich von der konservativen Spezies sein - aber dieses geduze und kumpelhafte rumgetue mit Zeugen die er nie vorher kannte, erzeugt bei mir Würgereiz und transportiert eben auch nicht gerade sachliche Distanz. Als wäre man schonewigst best friend. Also kann man den Verschwörer-Geistern noch mehr schenken ? Wenn man sich schon nicht der Neutralität verschreibt.

Komischerweise kann er das. Bei den Anwälten.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Miss_Erfolg » Dienstag, 08. September 2026, 12:30:35

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:16:12 Jens ist ein recht smarter freundlicher Typ, dem man sicher gerne Vertrauen schenken kann. Allerdings finde ich seinen Interview-Stil mehr als fragwürdig,
Ich finde er ist ein Schmierlappen, so vom ersten Eindruck. Und ich hab ihn jetzt in zwei "Fällen" erlebt. Seine Interviews und Einblicke sind zweifelsfrei interessant. Aber soweit mir bekannt, ist er auch der einzige Reporter, der mehrfach vor Gericht genannt wurde und das nicht gerade lobend. Für mich arbeitet er grenzüberschreitend und hat die Linie der neutralen Berichterstattung auch schon längst überschritten ( was für den ein oder anderern menschlich durchaus sympathisch wirken mag).

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 08. September 2026, 12:27:04

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:16:12 Jens ist ein recht smarter freundlicher Typ, dem man sicher gerne Vertrauen schenken kann. Allerdings finde ich seinen Interview-Stil mehr als fragwürdig […]
Das sehe ich auch so. Diese sicherlich traumatisierte Zeugin hätte besser geschützt werden müssen.

Auch ein Vorabinterview mit dem Sichtungszeugen Olaf ist als fragwürdig zu bewerten, denn in der Folge war er tw. schlimmen Unterstellungen & Beschimpfungen ausgesetzt. Einen persönlichen Nutzen dürfte das Interview für ihn kaum gehabt haben.

Auf der anderen Seite ist es Jens’ Job, Medieninhalte zu generieren, indem er solchen Menschen eine Stimme & ein Gesicht gibt. Ich würde seine Arbeit jedenfalls nicht gern machen wollen.

^^^^^^
Kalle hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:03:44 .....kein gutes Haar (mehr?) .....Ist das nicht auch ein bisschen verständlich ?
Ja, genau. Dass Heike immer wieder aufs Neue vorgeworfen wird, eine schlechte Freundin zu sein, Gina hintergangen, verraten und beschmutzt zu haben oder was auch immer, finde ich ungeheuerlich. Immerhin wurde sie von ihrer Freundin Gina, die inzwischen wegen des Mordes angeklagt ist, gegen ihren Willen zu einer Kinderleiche geführt. Heike hat allen Grund, wütend & enttäuscht zu sein und das auch deutlich zu zeigen.

Verkehrte Welt!

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 12:16:12

Kalle hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:03:44 .....kein gutes Haar (mehr?) .....Ist das nicht auch ein bisschen verständlich ?
Aber ich verstehe es auch nicht, warum man sich als Zeugin dann hinterher auch noch umfangreich interviewen lässt. Das ist dann einfach nur noch "Nachtreten" und nochmal extra eins reinwürgen. Es ist einfach nur noch geifernder Belastungseifer und Rachegelüste was alle 3 Zeugen da so im Nachgang m.E unnötig abliefern.
Nach so einer aufregenden, emotionalen Zeugenaussage möchte man natürlich weiter über das Geschehen reden.

Jens ist ein recht smarter freundlicher Typ, dem man sicher gerne Vertrauen schenken kann. Allerdings finde ich seinen Interview-Stil mehr als fragwürdig, weil er oft emotional in die Privatsphäre des Gegenübers recht übergriffig eindringt und immer wieder nach dem Befinden fragt, ganz besonders gerne dort nachbohrt, wo der ahnungslose Interviewte schon etwas über seine Gefühlslage offenbart hat und er dann einfach auf diesem gesicherten Terrain weiter macht.

Meines Erachtens wurde sie hier ein zweites mal benutzt, so hart das jetzt klingen mag.

Das soll kein Vergleich zu dem sein was G gemacht hat aber sie hätte das nie so mit sich machen lassen dürfen. Jens hat hier einfach nochmals eine (außergerichtliche) Vernehmung durchgeführt, mit allem was bereits bekannt war.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Dienstag, 08. September 2026, 12:03:44

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 11:18:54 Zeugin Heike, die jahrelang beste Freundin war, lässt kein gutes Haar an GH…. Das ist für mich ein Widerspruch und ich hoffe, dass ich meine Freunde nie zu dieser Spezies zählen muss.
.....kein gutes Haar (mehr?) .....Ist das nicht auch ein bisschen verständlich ?
Aber ich verstehe es auch nicht, warum man sich als Zeugin dann hinterher auch noch umfangreich interviewen lässt. Das ist dann einfach nur noch "Nachtreten" und nochmal extra eins reinwürgen. Es ist einfach nur noch geifernder Belastungseifer und Rachegelüste was alle 3 Zeugen da so im Nachgang m.E unnötig abliefern.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 12:03:39

SherlockHolmes hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 10:37:13 Vollzitat
Es ist halt ein Indizienprozess.
Und in dem sollte die TV folgende Punkte irgendwie auflösen können:

- zufällig zur gleichen Zeit am Tatort wie das mutmaßliche Verschwinden von F
- zufällig an dem Tag Bankkarte vergessen
- zufällige anschließende Fahrt nach KU
- Zeugensichtung 12.20-12.30 in KU im mutmaßlichen Tatzeitraum
- googlen nach Polizei, vermisst etc. noch bevor irgendwer offiziell was wusste
- zufälliges Autoreinigen genau an diesem Tag
- zufälliges Auffinden am Ende der Welt ohne Bezug zu dieser Gegend
- vorheriges philosophieren über Neuanfang ohne Kinder

Der Rest wie Schuhe, Messer bei OK, Faserspuren, Blut an der Küchenrolle, Empathielosigkeit nach dem Verschwinden/bekannten Tod etc. ist dagegen doch alles Kleinkram.

Die Einlassung belässt es an sehr vielen Stellen einfach bei Kommissar Zufall.

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