MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 08. September 2026, 17:59:32

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 17:53:48 Wenn man das nochmal revue passieren lässt:
Man kann zB auch die Aussagen des Zeugen vor Gericht komplett ausblenden und nur die Sprachnachrichten und abgehörten Telefonate betrachten.
Also ich kann nachvollziehen, wieso Haftbefehl erlassen wurde, wieso Anklage erhoben wurde und sie jetzt seit 10 Monaten in Untersuchungshaft sitzt.
Das ist mein Fazit des revue passieren lassen

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 17:53:48

Gastikus hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:33:58 Prozesstag 12 - 16.06.2026
Zeuge: Olaf K. / abgehörte Telefonate + Sprachnachrichten
t-online Ticker komplett (von unten nach oben)
Spoiler
16.16 Uhr: Damit ist der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian beendet. Am Donnerstag geht es weiter. Dann wird unter anderem die Bekannte gehört, die von Gina H. am 14. Oktober zur Leiche geführt worden sein soll, woraufhin Gina H. dann die Polizei alarmiert haben soll.

16.14 Uhr: Und jetzt ist Andreas Ohm dran und hält seine Erklärung. "Die Leiche wirkte auf den Zeugen angefressen." So könnte erklärt werden, warum die Angeklagte offenbar am 14. Oktober, als sie die Polizei rief, von "Wildfraß" gesprochen habe. Zum Thema "Alibi" sagte Ohm, die Angeklagte und K. seien schon kurz nach dem Verschwinden "vor der Presse geflohen", daher habe sie sich natürlicherweise schon Gedanken über ein Alibi gemacht. Zum Messer sagt Ohm: "Was uns das sagen soll, weiß ich nicht."

16.08 Uhr: Nowack sieht wesentliche Punkte der Anklage bestätigt: Man habe ein "wesentliches Puzzlestück bei der Auffindesituation" gewonnen. Gina H. habe den Begriff "Schweinesuhle" verwendet, der nur ihr und ihrem Großvater bekannt sein. Es habe zwischen Gina H. und Fabians Vater häufig Streit, "auch wegen Fabian" gegeben. "Sie wollte nicht, dass Matthias R. weiterhin Kontakt mit Dorina L. hat", so Nowack. Zudem habe der Zeuge "viele Ungereimtheiten" beim Auffinden des Leichnams am 13. Oktober festgestellt. Gina H. habe sich schon einen Tag nach dem Verschwinden Gedanken über ein Alibi gemacht. Wörtlich habe sie in einem Telefonat gesagt: "Ich bete zu Gott, dass da keine Kameras sind, und wenn, dass sie nur nachts aufnehmen." Auch über das Messer spricht Nowack noch einmal. Die Auffindesituation sei "alles andere als naheliegend". Das Messer sei verschwunden, und als der Zeuge kurz weg gewesen sei, habe er das Messer plötzlich wieder gefunden - und zwar in einem Karton, in der er das Messer niemals hineingelegt habe. Offenbar kann sich Nowack vorstellen, dass es sich bei dem Messer um die Tatwaffe handelt. "Dass auf dem Messer keine Spuren gesichert wurden, könnte auch daran liegen, dass es gereinigt wurde."

16 Uhr: "Ein langer Tag wendet sich dem Ende zu", sagt der Vorsitzende Richter. Die Befragung von Olaf K. ist beendet, der Zeuge wird entlassen.
Aussage macht Gina H. offenbar unzufrieden

15.58 Uhr: Olaf K. gab in einer Vernehmung bei der Polizei an, er habe den Eindruck, dass Gina H. nicht wollte, dass Fabian zurück zu Matthias R., also dem Vater des Kindes, zurückkommt. Als diese Aussage vorgelesen wird, schaut Gina H. den Zeugen eindringlich an, scheint mehr als unzufrieden mit dieser Aussage.

Mordfall Fabian: Gina H. wurde laut ihrem Kind gegenüber
15.54 Uhr: Der Richter will wissen, ob Gina H. gegenüber Fabian oder ihrem eigenen Sohn mal ausgerastet ist. "Nur laut geworden" gegenüber ihrem eigenen Sohn, von Tätlichkeiten habe er nichts mitbekommen, schildert der Zeuge.

15.51 Uhr: Gina H. soll schon einmal verurteilt worden sein, weil sie einen Pferdesattel geklaut haben soll, so berichtet es der Zeuge Olaf K. Gina H. habe ihr das selbst erzählt. In dem Moment schüttelt Gina H. heftig mit dem Kopf, runzelt die Stirn.

15.48 Uhr: Der Richter ergreift auch noch einmal das Wort und spricht über die finanziellen Verhältnisse von Gina H. Diese soll laut Staatsanwaltschaft von Fabians Vater abhängig gewesen sein. Der Zeuge Olaf K. gab in einer Vernehmung bei der Polizei zu Protokoll, Fabians Vater habe 1.300 Euro schwarz zusätzlich verdient, um die Kosten stemmen zu können. Gina H. habe demnach unter anderem hohe Ausgaben für ihre Pferde gehabt.

15.43 Uhr: Der Prozesstag im Fall Fabian zieht sich hin. Die Staatsanwälte und ein ebenfalls in dem Bereich sitzender Gutachter legen die Hände ins Gesicht. Die Befragung dauert nun seit etwa sechs Stunden an, inklusive zweier kleiner Pausen.

15.41 Uhr: Ohm fragt Olaf K. nach einem Grillanzünder, den er mal der Angeklagten mitgebracht haben soll, um ein Feuer in einer Feuertonne zu entzünden. Ohm will herausfinden, ob es sich bei diesem Grillanzünder um die bei Gina H. sichergestellte Flasche der Marke "ja!" handelte. Aber der Zeuge kann sich an die Marke nicht genau erinnern, und auch nicht, wie viel von diesem Grillanzünder verwendet wurde.

15.35 Uhr: Anwalt Andreas Ohm ergreift das Wort und will wissen, wie der Zeuge sein Erinnerungsvermögen einschätzt. Dann zitiert Ohm aus einem Polizeivermerk, wonach Olaf K. Erinnerungslücken gezeigt habe. K. kontert jetzt: "Wenn das so normale Tage sind, dann rauschen die eben so vorbei."

"Können Sie ihr dämliches Lachen einstellen?"
15.31 Uhr: Die Stimmung wird hitziger. Löcker kündigt an, den Zeugen noch zu einem anderen Thema befragen zu wollen. In dem Moment lachen mehrere Menschen im Publikum laut hörbar. Löcker: "Können Sie ihr dämliches Lachen einstellen? Frechheit!" Der Vorsitzende Richter ermahnt das Publikum, ruhig zu bleiben.

15.26 Uhr: Der Verteidiger betont, in einer Vernehmung bei der Polizei habe K. den Verdacht geäußert, Gina H. könnte die Tat "zu zweit" begangen haben. Heute sieht K. das anders. Löcker will wissen, warum. Der Zeuge begründet den Sinneswandel damit, er habe Zeit zum Nachdenken gehabt. Löcker wiederholt die Frage noch einige Male, scheint mit den Antworten nicht zufrieden. Dann will er noch einmal darauf eingehen, wie besorgt Gina H. während der Zeit des Verschwindens des Jungen war.

15.21 Uhr: Löcker bringt eine Version ins Spiel, Gina H. habe aus sozialen Medien von der Idee mitbekommen, in Klein Upahl nach Fabian zu suchen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Angeklagte im Laufe des Verfahrens selbst noch zu Wort melden wird. Ihre Verteidiger hatten das mehrfach in Aussicht gestellt.

15.17 Uhr: Ein paar Minuten geht die Fragerunde weiter. Dann geht Nowack wieder dazwischen: "Ich beanstande die Frage", so Nowack. Löcker fragt nach einem anderen Thema, es geht um von Olaf K. abgeschlossene Versicherungen. Olaf K. hatte offenbar eine Unfallversicherung abgeschlossen und Gina H. als Begünstigte eingetragen. Beim Übergeben der Dokumente hätten sich Gina H. und Olaf K. auf den Mund geküsst, bestätigt der Zeuge. Der Tonfall zwischen Löcker und dem Zeugen wird rauer.

Anwalt im Fall Fabian sauer: "Finde ich empörend!"
15.12 Uhr: Jetzt ist der Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker, an der Reihe. Er fragt den Zeugen, wann er einem Journalisten ein Interview gegeben habe. Es geht um Details, Löcker meint Unstimmigkeiten erkennen zu können. Dann geht Staatsanwalt Nowack dazwischen: "Ich finde die Fragen ja auch interessant, aber ich kann keine Beweisrelevanz erkennen", moniert er. Dann geraten die beiden Männer, nicht zum ersten Mal, aneinander. "Ich quatsche Ihnen ja auch nicht rein", so Löcker. "Sie bringen mich völlig aus dem Konzept. Das finde ich empörend!" Der Richter bittet Löcker, seine Frage zu stellen und zum Punkt zu kommen.

Warnung vor Gina H.: "Lass die Finger von ihr, fass die niemals an"
15.03 Uhr: Habetha fragt, ob der Zeuge schon einmal vor Gina H. gewarnt worden sei. Er bejaht: Ein Bekannter aus Reimershagen habe ihn ausdrücklich vor der 30-Jährigen gewarnt. Dieser Bekannte sei "vor mir" ihr "Haus- und Hofsklave" gewesen. Dann habe er gesagt: "Lass die Finger von ihr, fass die niemals an, sonst hast du den Vorwurf der Vergewaltigung am Hals." Mehr Details nennt der Zeuge nicht.

14.50 Uhr: Olaf K. erklärt, wieso er am 13. Oktober nicht sofort die Polizei gerufen hat, als er Fabians Leiche erblickte. Er habe Angst gehabt, selbst beschuldigt zu werden, sagt er. Heute sieht er das anders: "Ich habe nichts falsch gemacht. Der einzige Fehler war, dass ich nicht die Polizei gerufen habe."

14.48 Uhr: Nowack spricht noch einmal das Messer des Zeugen an, das kurzzeitig verschwunden war und dann wieder auftauchte. Ob er dieses jemals in die Kiste gelegt habe, in der es später auf seinem Grundstück gefunden wurde? "Nein, nie." Offen bleibt damit, warum das Messer verschwand und warum es in der Kiste gefunden wurde. Eine DNA-Spur konnte an dem Messer nicht festgestellt werden.

14.46 Uhr: Oberstaatsanwalt Harald Nowack hat "nur noch ein paar kleine Fragen", kündigt er an. Er will wissen, warum K. nach dem Leichenfund den Kontakt nicht abgebrochen hat, obwohl er Zweifel an allem hatte. "Ich wollte es nicht wahrhaben, dass sie etwas damit zu tun haben soll."

Zeuge über Gina H.: "Manipulieren ohne Ende"
14.44 Uhr: Olaf K. habe in den vergangenen Wochen lange über die Sache nachdenken können, berichtet er. "Es ist Manipulieren ohne Ende", beschreibt er das Verhalten der Angeklagten.

14.41 Uhr: Es geht noch einmal um den Moment am 13. Oktober, als Gina H. und Olaf K. die Leiche von Fabian sahen. Ob er ihr verboten habe, die Polizei zu rufen, will der Staatsanwalt wissen. Der Zeuge verneint. Am nächsten Tag sprachen er und die Angeklagte noch einmal darüber. Er habe sie mit Ungereimtheiten konfrontiert, diese sei daraufhin wieder laut geworden. Gina H. habe dann verschiedene Ideen geäußert, was man der Polizei sagen könnte, etwa, dass sie mit dem Hund spazieren gewesen seien, der Hund sich losgerissen und in Richtung Leiche gelaufen sei. Tatsächlich informierte Gina H. am 14. Oktober mit dieser Version die Polizei. Sie gab an, mit einer Nachbarin und dem Hund spazieren gewesen zu sein und Fabian zufällig entdeckt zu haben.

Fall Fabian: Staatsanwalt ergreift das Wort
14.40 Uhr: K. soll erzählen, wo Gina H. üblicherweise mit ihrem Hund spazieren war. "In Reimershagen", sagt K. Keinesfalls sei das in dem Waldstück gewesen, von dem sie am Tattag ein Foto mit ihrem Hund schickte, rund 1,6 Kilometer vom Tümpel entfernt. Außerdem will Schley wissen, ob ihm der Suchort Klein Upahl komisch vorkam. Der Zeuge verneint.

14.39 Uhr: Wir nähern uns der finalen Phase des zwölften Prozesstages im Mordfall Fabian. Die Befragung von Olaf K. wird fortgesetzt. Staatsanwalt Oliver Schley ergreift das Wort.

14.19 Uhr: Es gibt noch einmal eine Viertelstunde Pause. Dann sind die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger von Gina H. mit weiteren Fragen an der Reihe.

14.14 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt ist durch. Jetzt können die Schöffen Fragen an den Zeugen Olaf K. stellen. Eine Schöffin spricht noch einmal das Messer an. Olaf K. sagt aus, Gina H. habe grundsätzlich Zugang zu dem Schuppen gehabt, in dem das Messer gelagert war. Als er das Messer wiedergefunden habe, sei ihm nichts Ungewöhnliches an dem Messer aufgefallen.

Prozess im Mordfall Fabian: Aussage löst Lacher aus
14.09 Uhr: Gina H. sorgt für Lacher im Gerichtssaal: In dem Telefonat hofft sie auf ihre Anwälte: "Die werden die Beamten schon zur Räson ziehen", so ihre Aussage. Ihre beiden Anwälte, Andreas Ohm und Thomas Löcker, schauen sich ebenfalls offenbar amüsiert an.

14.02 Uhr: Immer wieder betont Gina H. in dem Telefonat: "Ich war doch gar nicht alleine." Doch tatsächlich verbrachte sie keineswegs den ganzen Tag mit Olaf K., wie dieser am Morgen des Prozesstages ausgesagt hat. Dann wird es wieder anzüglich: Fabians Vater habe bei der Polizei erzählt, dass Olaf K. und Gina H. Sex gehabt hätten. "Obwohl das gar nicht so war", so Gina. Die Hintergründe sind an dieser Stelle nur schwer zu verstehen, das Telefonat wirkt sehr wirr. Klar ist für die 30-Jährige nur: "Da läuft einiges im Hintergrund gegen mich." Olaf K. stimmt ihr zu.

13.57 Uhr: Weiter geht es in dem Telefonat. Es geht immer noch um den Besuch des Jugendamts bei Gina H. "Siehst du doch, was Dorina jetzt für ein Spiel abspielt. Warum erzählt sie plötzlich etwas von Kindeswohlgefährdung? Nur weil sie am Pranger steht mit der Scheiße, die sie mit Fabian abgezogen hat." Dann führt sie ihre Friseurin ins Feld, die habe das genauso gesehen. Olaf K. stimmt zu: "Das klingt einleuchtend." Gina H. ergänzt noch: "Ganz dumm bin ich auch nicht." Sie habe das Spiel durchschaut, so ihre Meinung. Staatsanwalt Oliver Schley kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Gina H. beschuldigte Fabians Mutter: "Scheiß-Mord"
13.48 Uhr: Harte Worte von Gina H. in dem abgehörten Telefonat gegen Fabians Mutter Dorina L. Offenbar verdächtigte die Angeklagte die Kindesmutter, etwas mit dem Tod zu tun zu haben. Gina H. spricht in dem Telefonat von "Scheiß-Mord von Fabian". Und bezogen auf Fabians Mutter: "Sie hat nichts geschissen bekommen mit ihrem Kind. Und ich soll jetzt die Blöde sein, die den Kopf hinhält?" Dorina L. habe außerdem bei der Polizei schon am 10. Oktober ausgesagt, Fabian sei tot. Woher diese Information kommen soll, kann sich der Richter nicht erklären. Dorina L. bleibt im Gerichtssaal in dem Moment beherrscht, knetet ihre Finger. Gina H. lacht an einer Stelle kurz auf.

Prozess im Fall Fabian: Gina H. sah Intrige gegen sich
13.43 Uhr: Jetzt wird ein mehr als 20 Minuten langes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 4. November vorgespielt. Der Richter erläutert den Hintergrund: Das Jugendamt stand zu dem Zeitpunkt bei Gina H. wegen einer Anzeige wegen Kindeswohlgefährdung ihres Sohnes vor der Tür. Die Anzeige hatte Christine Habetha erstattet, die heute Fabians Mutter in der Nebenklage vertritt. Gina H. wirkt in dem Telefonat erregt. Der Grund für die Kindeswohl-Anzeige: Gina H. hatte wohl einen Text im Internet gepostet: "Es ist meine Entscheidung, ob ich leben möchte oder nicht." Gina H. beteuert im Telefonat: "Das ist ein Text, den ich geschrieben habe, bevor Fabian überhaupt verschwunden ist. Das hat doch mit der jetzigen Situation nichts mehr zu tun." Olaf K. stimmt zu: "Das wird jetzt alles hochgeholt, um dir eins reinzudrücken." Gina H. stellt sich weiter als Opfer dar, sieht eine Intrige gegen sie.

13.39 Uhr: Richter Schütt betont, dass an dem Messer keine DNA-Spuren gefunden wurden. Worauf er genau mit dem Messer hinauswollte, bleibt in diesem Moment unklar. Jetzt geht es wieder um die Frage, warum Gina H. mit Olaf K. offenbar ein Alibi ausverhandeln wollte.

Messerfund im Fall Fabian: "Dann bin ich am Arsch"
13.33 Uhr: In einem abgehörten Telefonat unterhielten sich K. und H. intensiv über das verschwundene Messer. "Das ist nicht da, ich habe alles umgekrempelt", sagt Olaf K. "Musst du wissen", antwortet Gina H. "Ich weiß nicht mal, wie das aussieht, ich weiß nur, dass da mal was an der Tür hing." Olaf K.: "Wenn das gefunden wird und mit der Scheiße in Verbindung gebracht wird, bin ich am Arsch." Später, so seine Aussage gegenüber der Polizei, sei das Messer wieder aufgetaucht. K. meldete sich selbst bei der Polizei, um das verschwundene Messer anzuzeigen. Später am Nachmittag rief K. wieder an, das Messer sei wieder aufgetaucht. Er habe es in einem großen Karton im Schuppen entdeckt.

Richter im Mordfall Fabian holt Messer aus Karton
13.30 Uhr: Jetzt wird es hochinteressant: Der Richter holt ein Messer aus einem Karton. Dieses gehört dem Zeugen Olaf K. Dieser berichtet, das Messer sei plötzlich weg gewesen und später plötzlich wieder aufgetaucht. Bei dem Messer handelt es sich um eine Art Campingmesser mit einer Klingenlänge von zehn bis zwölf Zentimetern, berichtet K. Es ist einseitig geschliffen und hat einen orange-schwarzen Griff. Noch ist nicht ganz klar, was der Richter mit dem Messer vorhat. Klar ist: Die Tatwaffe im Mordfall Fabian, ein Messer, wurde bis heute nicht gefunden.

Fall Fabian: "Wenn wir wenigstens im Bett gewesen wären"
13.23 Uhr: Der Richter hakt nach, wie die Beziehung zwischen Gina H. und Olaf K. war. Er zitiert aus einem Chatverlauf der beiden. Gina H.: "Sonntag, was haben wir denn da gemacht?" Olaf K.: "Wenn wir wenigstens im Bett gewesen, uns rumgetrieben hätten." Gina H.: "Das kannst du denen ja sagen." Olaf K.: "Nein, ich soll doch nicht lügen. Dann musst du Taten sprechen lassen." Olaf K. sagt, er habe sich zu Beginn des Kennenlernens mehr erhofft, auch Sex. Er habe freizügige Fotos von Gina H. bekommen, teils oben ohne, teils nackt. Ein Raunen geht durch den Saal.

13.17 Uhr: Und direkt das nächste Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K., immer noch am 21. Oktober. "Weißt du, wie lange wir Pferde gemacht haben?", fragt Gina H. in dem Gespräch. Und gibt dann die Antwort selbst vor: "Bis um 11. Von 11 bis 12 mit Leo (Anm. d. Red.: ihrem Hund). Und dann mit Christian zusammen. Ist mir gerade eingefallen." Jetzt ist Richter Holger Schütt an der Reihe. Er will das Verhalten von Olaf K. erklärt bekommen.

13.14 Uhr: Im Gerichtssaal scheint sich die Angeklagte Gina H. bei dem Telefonat zu amüsieren. Sie lächelt, wippt mit ihrem Stuhl hin und her. In dem abgehörten Telefonat ist H.s Stimme zu hören: "Langsam wird's Zeit, dass ich mir einen Anwalt hole, bei dem, was die mir anhängen wollen", sagt sie. Dann macht sie Olaf K. Druck: "Sagst du bei der Polizei irgendwas, was nicht passt, dann kommen die und holen mich weg."

13.08 Uhr: Ein weiteres Telefonat vom 21.10. zwischen Olaf K. und Gina H. wird vorgespielt. Kurz zuvor war die Polizei bei K., um ihn zu einer weiteren Vernehmung am Nachmittag vorzuladen. In dem Telefonat besprechen Gina H. und Olaf K. genau, was sie an den Tagen rund um den Tattag gemacht haben. Noch einmal sagt Gina H., sie habe das Gefühl, man wolle ihr etwas in die Schuhe schieben. "Wichtig ist, dass wir zusammen waren, zwecks Alibi", sagt Gina H. "Wir waren die ganze Zeit zusammen, das ganze Wochenende." Olaf K. antwortet lachend: "Ja, leider." Dann folgen anzügliche Sprüche zwischen den beiden.

13.04 Uhr: Dem Richter kommt es komisch vor, dass sich Gina H. Sorgen machte, ihr könnte etwas angehängt werden. "Haben Sie sich auch solche Sorgen gemacht? Sie haben den Jungen ja auch gefunden", so Schütt. "Nein", antwortet K.

Gina H.: "Ich bete zu Gott"
13.02 Uhr: Immer wieder geht es im Telefonat um die Sorgen von Gina H., sie könnte weiter ins Visier der Ermittler geraten. "Ich hab' einfach nur Schiss, wenn die sich solche Geschichten einbilden, ich hätte damit etwas zu tun", so H. Olaf K. beteuert immer wieder, sie brauche sich keine Sorgen zu machen. "Wenn du nichts damit zu tun hast, dann ist doch gut." Dann sagt Gina H.: "Ich bete zu Gott, dass da keine Kameras da waren."

12.53 Uhr: Das Telefonat wird weiter angehört. Es geht weiter darum, was die Wildkameras, die möglicherweise rund um das Gebiet bei Klein Upahl platziert sind, aufgenommen haben könnten. Dann wird der Richter stutzig: Gina H. berichtet in dem Telefonat, sie sei am 10. Oktober vormittags in einem Waldstück unterwegs gewesen, um einen Wildpraktiker für ihr Pferd aufzusuchen. Allerdings: Ein paar Tage vorher hatte Gina H. noch behauptet, sie sei dort mit ihrem Hund spazieren gewesen. Ein Foto schickte sie an einen Bekannten. Die Polizei befragte den Wildpraktiker. Dieser konnte sich in einer Vernehmung nicht an Gina H. erinnern, auch nicht an den orangefarbenen Ford Ranger der Angeklagten.

Gina H. wollte offenbar Schuhe verschwinden lassen
12.51 Uhr: Eines der Paar Schuhe soll ihm Gina H. am 15. oder 16. Oktober zu Hause vorbeigebracht haben. Welches Paar Gina H. allerdings am 13. Oktober trug, kann er nicht sagen. Der Grund? "Ich sollte sie wohin tun, wo sie keiner sieht. Damit sie bei ihr nicht gefunden werden." Richter Holger Schütt fragt nach, warum. "Weil ich ihr bester Freund bin." Schütt hakt noch einmal nach: "Fanden Sie das nicht komisch?" K. verneint. Er habe die Schuhe dann bei sich in die Garage verbracht. Zwei Tage später habe die Angeklagte noch mehr Schuhe vorbeigebracht. Aber irgendwann sei ihm die Sache "zu heiß" geworden und Gina H. habe "ihren Scheiß" wieder abholen sollen. Gina H. sei davon "nicht begeistert" gewesen.

Kuriose Szene im Prozess im Mordfall Fabian
12.44 Uhr: Kuriose Szene im Gericht: Der Richter holt einen großen Pappkarton mit eingepackten Schuhen heraus. Der Zeuge und auch die Anwälte kommen nach vorn, um genau hinzuschauen. Olaf K. soll ein Paar Schuhe identifizieren.

12.38 Uhr: Gina H. bezieht sich in dem Telefonat immer wieder auf einen Bekannten, der angeblich Insiderwissen von der Polizei habe. "Er hat gesagt, wenn ich das Auto wasche, finden die eh keine Spuren mehr", sagt Gina H. Die Angeklagte sorgt sich zudem wegen möglicher Wildkameras in der Gegend um den Fundort. "Das wäre schön blöd", sagt Gina H. "Aber ich glaube nicht, dass der Tümpel da videoüberwacht ist." Im weiteren Verlauf des Gesprächs macht sich Gina H. wiederholt Sorgen, die Polizei könnte sie verdächtigen. Doch Olaf K. kann die Sorgen offenbar nicht nachvollziehen. "Wenn wir auf den Kameras sind, da habe ich keine Bauchschmerzen mit", sagt er. Gina H. antwortet: "Na, ich ein bisschen schon. Mein Problem ist dann das Thema Schuhe." Dann unterbricht der Richter das Abspielen des Telefonats und fragt nach.

Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. wird abgespielt
12.35 Uhr: Der Richter lässt jetzt ein abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 18. Oktober spätabends abspielen, rund zwölf Minuten lang. Insgesamt dauerte das Gespräch fast eine Stunde. In dem Gespräch berichtet Gina H. von angeblichen Ermittlungsfortschritten der Polizei. Die Ermittler "haben wohl Spuren gefunden". Sie sagt in dem Gespräch, die Beamten hätten Fabians Vater im Visier und sie als Mittäterin. Olaf K. entgegnet: "Oha, also gemeinschaftlicher Mord sozusagen."

12.33 Uhr: Der Richter enthüllt neue Details aus der Arbeit der Ermittler: Gina H. sei seit dem 16. Oktober vergangenen Jahres offiziell als Beschuldigte geführt worden. Seitdem wurden auch ihre Telefongespräche abgehört. In der Öffentlichkeit hatte die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt hingegen beteuert, noch keinen Verdächtigen im Visier zu haben.

12.31 Uhr: Ob Gina H. öfter mal Grillanzünder im Auto hatte, will Richter Schütt wissen. "Ich wüsste nicht, warum", so der Zeuge. Hintergrund: Gina H. soll die Leiche des Jungen nach Überzeugung der Ermittler mit Grillanzünder in Brand gesetzt haben. In Sprachnachrichten äußerte sie sich nach dem Tod des Jungen besorgt, dass ein Grillanzünder bei ihr gefunden werden könnte.

Fall Fabian: Gina H. sprach mit Olaf K. über Alibi
12.26 Uhr: Der Richter lässt eine Sprachnachricht der Angeklagten vorspielen. Daraus geht hervor, dass Gina H. und Olaf K. über ein Alibi für den 10. Oktober sprachen, und zwar bereits am 11. Oktober. Zu dem Zeitpunkt wurde noch fieberhaft nach Fabian gesucht. Am Ende einigten sich beide darauf, dass Gina H. sagen solle, beide seien den ganzen Tag zusammen gewesen. "Warum brauchten Sie am 11. Oktober schon ein Alibi?", wundert sich der Richter. Olaf K. sagt, Gina H. sei das Thema immer wieder wichtig gewesen.

12.22 Uhr: Es herrscht absolute Stille im Saal. Der Richter lässt ein Foto der Leiche aus sehr naher Position an die Wand projizieren. Gina H. schaut währenddessen beinahe verkrampft auf den Tisch, hat das Gesicht in beide Hände gestützt. Olaf K. schaut genau in Richtung des Fotos, versucht, alle Fragen des Richters zu beantworten. "Ich will Sie nicht weiter quälen", sagt der Richter. Dann wird das Foto ausgeblendet.

Fall Fabian: Schlimmes Foto wird gezeigt
12.12 Uhr: Jetzt lässt der Richter einige Fotos an die Wand projizieren. Auf diesen ist die nähere Umgebung des Tatorts zu sehen. Gina H. und der Zeuge schauen genau hin. Dann wird ein Foto von Fabians verbrannter Leiche gezeigt. In dem Moment blickt Gina H. wieder nach unten auf den Tisch. Der Zeuge sieht hin, meint aber, die Auffindesituation anders in Erinnerung zu haben. "Das sah anders aus", berichtet K. Aber mit Details tut er sich schwer. "Die Beine, das weiß ich hundertprozentig, lagen gerade." Auf dem Foto sind sie gespreizt.

12.11 Uhr: Olaf K. berichtete, dass auch der Großvater von Gina H. den Tatort, den Tümpel, kannte. "Ihm war die Schweinesuhle sofort ein Begriff." Der Opa sei Jäger und kenne den Ort gut.

12.09 Uhr: Die Befragung des Zeugen Olaf K. im Mordfall Fabian wird fortgesetzt. Dem Richter geht es noch einmal um "Schweinesuhle". Gina H. habe diesen Begriff zuerst verwendet, sagt K.

11.40 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt unterbricht die Sitzung für etwa 30 Minuten. Dann soll die Befragung von Olaf K. fortgesetzt werden.

Mordfall Fabian: Zeuge verhinderte, dass Polizei gerufen wird
11.33 Uhr: Gina H. habe danach gefragt, ob man die Polizei rufen solle. "Was willst du jetzt der Polizei erzählen?", habe Olaf K. entgegnet und abgelehnt. Er habe "Schiss" gehabt, erklärt er. H. habe dann nichts mehr gesagt. Beide seien zurück zum Auto gelaufen und wieder weggefahren.

Zeuge: Nach dem Leichenfund hat Gina H. gelacht
11.31 Uhr: Der Richter will wissen, wie die Reaktion bei Gina H. war. Sie habe nicht geweint oder betroffen gewirkt. In einer Vernehmung bei der Polizei gab K. zu Protokoll, Gina H. habe gesagt, sie könne nicht so viel weinen, das habe sie in den vergangenen Tagen schon so viel gemacht. Tränen will Olaf K. aber auch in den Tagen davor zu keinem Zeitpunkt bei Gina H. gesehen haben. Zurück in Reimershagen habe Gina H. dann sogar gelacht. Der Richter will es jetzt genau wissen: "Sie hat gelacht?", fragt der Richter. "Ja", so der Zeuge Olaf K.

11.29 Uhr: In einer Vernehmung bei der Polizei gab Olaf K. zu Protokoll, Gina H. habe am Tümpel gesagt: "Der wurde angezündet" oder "Der hat gebrannt". Er selbst habe hingegen keineswegs erkannt, dass die Leiche Brandspuren aufwies.

11.27 Uhr: Die Verteidiger von Gina H. beraten sich jetzt kurz. Gina H. hält sich die Hand vors Gesicht, schaut auf den Tisch vor sich.

Zeuge: Gina H. soll Fabian sofort erkannt haben
11.24 Uhr: Er habe eindeutig erkannt, dass es sich um einen Menschen handelt. Fabian habe er aber "definitiv nicht" erkennen können. Gina H. hingegen habe gefragt, ob er mit der Taschenlampe auf das Gesicht leuchten könne. Dann habe sie gesagt: "Das ist zu 100 Prozent Fabian." Sie sei sich ganz sicher gewesen.

Fall Fabian: Tümpelzeuge berichtet von Leichenfund
11.21 Uhr: Olaf K. sei mit einer Taschenlampe vorgegangen, Gina H. sei direkt hinter ihm gelaufen, leicht versetzt. Dann habe er den toten Körper entdeckt. "Das war kein schöner Anblick", beschreibt K. der jetzt spürbar Probleme hat, den Ablauf zu schildern. "Ich habe den Körper gesehen, der war schon von Tieren angefressen", so sei sein Eindruck gewesen. "Wie würden Sie die Leiche beschreiben?", will der Richter wissen. Der Zeuge muss tief durchschnaufen.

Fabians Mutter verlässt Gerichtssaal
11.19 Uhr: Jetzt verlässt Fabians Mutter Dorina L. den Saal. Der Grund bleibt unklar. Möglicherweise befürchtet sie, gleich könnten wieder Fotos vom Leichnam des Jungen gezeigt werden.

11.17 Uhr: Gina H. habe während der Fahrt ihr Handy ausgeschaltet. Nachgefragt, wieso, habe er aber nicht, berichtet Olaf K. Am Tümpel hätten sie geparkt und seien dann quer über den Acker in Richtung Tümpel gelaufen.

11.15 Uhr: Der Richter staunt: Auf Google Maps hat jemand an dem Tümpel einen Ort eingetragen, der mit "Fabians Gedenkstelle" beschriftet ist. "Oh, das ist schon eingezeichnet hier", so die Worte des Richters.

Prozess im Fall Fabian: Zeuge schildert Momente am Tümpel
11.12 Uhr: Jetzt geht es um die Fahrt von Olaf K. und Gina H. zum Tümpel. Die beiden seien mit seinem Auto gefahren, schildert K. Dann lässt der Richter eine Karte an die Wand projizieren. Der Zeuge soll dort genau zeigen, welche Strecke er mit Gina H. gefahren ist. Die Angeklagte habe ihn dabei genau navigiert, er selbst kenne sich in der Umgebung nicht aus.

11.08 Uhr: Gina H. habe Olaf K. dann berichtet, durch ein Nachtsichtgerät hätten Gina H. und der andere Tümpelzeuge "etwas gesehen", möglicherweise eine Puppe. Gina H. sei aber davon ausgegangen, dass es sich um Fabian handele, so K. Er und Gina H. hätten sich dann erst einmal längere Zeit unterhalten. Gina H. habe in diesem Gespräch schon erklärt, dass Christian D. aus der Sache "rausgehalten" werden solle. Dieser würde sonst Ärger bekommen, weil er nicht in seinem Jagdrevier gewesen sei. Olaf K. habe widersprochen, das sei Unsinn. Gina H. sei dann laut geworden. "So reagiert sie immer, wenn sie lügt", schlussfolgert der Zeuge heute vor Gericht.

Zeuge im Mordfall Fabian: Gina H. gab an, "Tiere gucken" zu wollen
10.59 Uhr: Am 13. Oktober, so berichtet es der Zeuge, habe Gina H. ihm gegen 22 Uhr geschrieben, "dass sie mit mir reden muss." In dem Gespräch habe Gina H. dann berichtet, sie sei mit dem anderen Tümpelzeugen Christian D. nach Klein Upahl gefahren, um "Tiere zu gucken". Gina H. habe "auf andere Ideen" kommen wollen. Der Tümpel, so habe Gina H. es beschrieben, sei als "Schweinesuhle" bekannt. Dem Richter ist der Begriff "Schweinesuhle" wichtig. Er fragt mehrfach nach.

10.53 Uhr: Olaf K. meint sich zu erinnern, dass Gina H. Polizeibeamten vorgeschlagen habe, "doch mal bei Klein Upahl" zu suchen. Sie sei dort einmal mit den Kindern Schlitten gefahren, habe sie den Beamten gesagt. K selbst kann sich aber nicht erinnern, dass Gina H. dort schon einmal Schlitten fahren war.

10.52 Uhr: Gina H. verfolgt den Prozesstag bisher auffällig ruhig, zeigt wenige Regungen. Jetzt spricht sie ein paar Worte mit ihrem Verteidiger Andreas Ohm.

Mordfall Fabian: Verhalten von Gina H. macht Zeugen stutzig
10.47 Uhr: Der Richter will wissen, wie Gina H. mit ihrem Auto umgegangen ist. Sie habe ihr Auto eher selten gewaschen, sagt Olaf K. Am 10. Oktober habe sie ihm aber erzählt, sie habe ihr Auto gewaschen. Als Grund habe sie angegeben, es hätte "mal wieder Not getan". In den folgenden Tagen hätten sie sich mehrfach über den aktuellen Stand beim vermissten Fabian ausgetauscht. Die Emotionen bei Gina H. "hielten sich in Grenzen", so K. "Das fand ich komisch." H. habe selbst nicht nach Fabian suchen wollen.

Prozess im Fall Fabian: Satz von Gina H. wirft Fragen auf
10.43 Uhr: Am Morgen des 10. Oktober hätten sich Gina H. und Olaf K. verabschiedet. "Ich muss noch einmal los", habe Gina H. nur gesagt. Wo sie hinwollte, habe sie dem Zeugen nicht mitgeteilt. Der Anklage zufolge soll Gina H. dann nach Güstrow gefahren sein, Fabian nach Klein Upahl gebracht und ihn an dem Tümpel mit sechs Messerstichen getötet haben. Abends, als er Gina H. den Döner vorbeibrachte, sei Gina H. "ganz normal" gewesen. Sie habe aber erzählt, dass Fabian verschwunden sei. Der Achtjährige war zu dem Zeitpunkt schon seit Stunden tot.

10.40 Uhr: Olaf K. habe Gina H. am Abend des 10. Oktober gegen 18 Uhr noch einen Döner gekauft und vorbeigebracht. Sie hätten dann noch kurz miteinander gesprochen. Wie Gina H. am 10. Oktober morgens gekleidet gewesen sei? "Reiterhose, Turnschuhe", an viel mehr kann sich der Zeuge nicht erinnern. Abends habe sie immer noch dieselbe Hose getragen, vermutlich auch dieselben Turnschuhe.

Richter spricht über den Tag des Mordes an Fabian
10.35 Uhr: Jetzt geht es um den Tattag, den 10. Oktober. Olaf K. soll seinen Tagesablauf schildern. Morgens sei er mit Gina H. bei den Pferden gewesen, bis etwa 10 Uhr. Gina H. habe er dann erst abends wieder gesehen. In der Zwischenzeit habe er einige Termine wahrgenommen.

10.31 Uhr: Der Richter will wissen, ob Gina H. am 9. Oktober noch einmal in Güstrow war. Doch das kann der Zeuge nicht beantworten. Hintergrund der Frage: Bis heute ist unklar, woher Gina H. gewusst haben soll, dass Fabian am 10. Oktober krank zu Hause blieb und alleine in der Wohnung war.

10.29 Uhr: Zum ersten Tümpelzeugen Christian D. habe K. "sehr viel Kontakt" gehabt. In dem Moment hebt Olaf K. die Augenbrauen. H. und D. hätten sich teils im Sekundentakt Nachrichten geschrieben. Am vergangenen Freitag waren teils anzügliche Nachrichten zwischen Gina H. und Christian D. ans Licht gekommen.

Zeuge: Gina H. wirkte am 9. Oktober "wütend"
10.26 Uhr: Jetzt springt der Richter zum 9. Oktober, zum Tag vor Fabians Tod. Olaf K. berichtet, da habe es erneut Streit zwischen Gina H. und Matthias R. gegeben. Gina H. habe an dem Tag "wütend" gewirkt.

Tümpelzeuge im Fall Fabian: "Damit hat die nichts zu tun"
10.25 Uhr: Nach dem Tümpel-Besuch habe er zwar Ungereimtheiten festgestellt. Doch er habe den Gedanken im Hinterkopf gehabt: "Das macht die nicht. Damit hat die nichts zu tun." Erst mit der Verhaftung habe sich das geändert, so K.

10.23 Uhr: "Wie ist Ihr derzeitiges Verhältnis zu Frau H.?" "Null", antwortet der Zeuge. "Wegen dem Vorfall." Damit meint er die Verhaftung von Gina H. am 6. November vergangenen Jahres. Ob es seitdem noch einmal Kontakt gegeben habe? "Nein, nein, nein." Nach dem Besuch am Tümpel hätten die beiden aber durchaus noch Kontakt gehabt.

10.21 Uhr: Gina H. war begeisterte Pferdeliebhaberin. Der Richter will wissen, wer sich jetzt um die Pferde kümmere. "Das macht Matthias R.", so der Zeuge. Zweimal am Tag gehe er zur Koppel und versorge die Tiere der Angeklagten.

10.17 Uhr: Jetzt springt der Richter plötzlich zum Handyverhalten der 30-jährigen Angeklagten. Das Handy sei ein "großes Thema" für sie gewesen, berichtet der Zeuge K. Es habe aber "mit Sicherheit" mal Momente gegeben, in denen sie nicht sofort geantwortet habe. Normalerweise habe er aber immer sofort eine Antwort von Gina H. erhalten. Zum Hintergrund: Laut Handyauswertung schaltete Gina H. ihr Handy insgesamt nur dreimal aus, unter anderem im Tatzeitraum am 10. Oktober vorigen Jahres. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian mit sechs Messerstichen getötet und seine Leiche anschließend angezündet zu haben.

10.15 Uhr: Der Richter bohrt nach, ob Gina H. explizit eifersüchtig auf Dorina L. gewesen sei. "Gina H. wollte nicht, dass die beiden Kontakt haben", so K. Zum Hintergrund: Fabians Mutter und Fabians Vater hatten regelmäßig Kontakt, auch, um abzuklären, in welchen Wochen der gemeinsame Sohn bei wem wohnen soll. Der Zeuge erinnert sich noch, dass Fabian nach dem Kontaktabbruch irgendwann wieder deutlich mehr Kontakt mit dem Vater hatte.

Zeuge im Fall Fabian berichtet von angeblicher Affäre
10.11 Uhr: "Gab es noch ein Streitthema?", will Schütt wissen. "Eifersucht. Großes Thema", antwortet K. Deshalb habe es immer wieder "Stress" gegeben. Matthias R. soll fremdgegangen sein. "Mit wem?" fragt Schütt. "Mit Dorina L.", habe Gina H. dem Zeugen erzählt. "Mit der Mutter von Fabian?" fragt Schütt ungläubig. Der Zeuge bejaht. In dem Moment scheint Fabians Mutter, die als Nebenklägerin am Prozess teilnimmt, tief durchatmen zu müssen. Aber sie bemüht sich, keine Regung zu zeigen. Gina H. stützt ihr Gesicht auf die zur Faust geballte Hand.

10.10 Uhr: Außerdem hätten Gina H. und Matthias R. häufig gestritten, weil R. angeblich zu wenig Zeit für sie gehabt habe. "Er war halt immer arbeiten", so der Zeuge. Gina H. habe außerdem ein Problem mit der Familie von Matthias R. gehabt. Dies seien "asoziale Leute" gewesen, so habe es Gina H. geschildert. Olaf K. bestätigt das: Er habe die Familie mal kennengelernt. Da sei alles "sehr unsauber, sehr unordentlich" gewesen.

10.07 Uhr: "Fabian war mal Streitthema", sagt Olaf K. Es habe eine Phase gegeben, in der Fabian seinen Vater nicht habe sehen wollen. In der Zeit habe Fabian weiter Gina H. besucht – ohne dass der Vater dabei gewesen sei. "Er wollte mit seinem Vater nichts zu tun haben", so K. über Fabian. Das habe er von Gina H. Erfahren.

Mordprozess Fabian: Olaf K. spricht über Beziehung zu Fabians Vater
10.04 Uhr: Jetzt will der Richter wissen, ob K. Fabians Vater Matthias R. kennt. R. und Gina H. sind nach Aussage von R. inzwischen wieder ein Paar, haben sich nach dem Tod des Achtjährigen angenähert. Von Gina H.s Seite habe er "nichts Gutes" über Matthias R. gehört. "Stress, Streitigkeiten, Alkoholkonsum." Er selbst habe das auch mitbekommen, sagt K. "Es waren kleine Streits, die ausgeartet sind." Die beiden hätten sich regelmäßig angeschrien und beschimpft. Gina H. habe zudem erzählt, Fabians Vater habe sie geschubst und sei handgreiflich geworden.

10.02 Uhr: Offenbar waren Olaf K. und die Angeklagte miteinander vertraut. Gina H. habe etwa gewusst, wo K. seinen Ersatzschlüssel für das Haus versteckte. K. hingegen habe das von Gina H. nicht gewusst. "Wie intensiv würden Sie den Kontakt einschätzen?" will Schütt wissen. Olaf K.: "Es war ein täglicher Kontakt."

9.56 Uhr: Der Richter betont, er verstehe, dass der Zeuge aufgeregt sei. "Aber jetzt möchte ich Ihnen einige Fragen stellen." Zuerst geht es um die Beziehung zwischen Olaf K. und Gina H. Aus einer Nachbarschaft sei eine "Freundschaft" geworden. Er habe ihr geholfen, auch mit den Pferden. "Täglich." Zudem habe er sie finanziell unterstützt. "Gelegentlich zehn bis 20 Euro" und auch mal etwas Materielles. Den Kontakt habe er am 6. November abgebrochen. An dem Tag wurde Gina H. Festgenommen.

Gina H. am Tümpel laut Zeuge: "Es ist Fabian"
9.51 Uhr: Im Schnelldurchlauf schildert Olaf K. die Geschehnisse am 13. Oktober vergangenen Jahres. An dem Tag hatte ihn Gina H. zur Leiche des Jungen geführt. Der Tag sei zunächst "ganz normal" gewesen, so K. Abends habe Gina H. angerufen und gesagt, "dass sie mit mir sprechen müsse". Später seien sie zum Tümpel in Klein Upahl gefahren. Sie habe dort "was entdeckt, war sich aber nicht sicher, was", habe Gina H. ihm erzählt. Vor Ort angekommen, habe Gina H. ihn gebeten, mit der Taschenlampe das tote Kind anzuleuchten. "Ich soll aufs Gesicht leuchten, hat sie gesagt." Dann habe Gina H. gesagt: "Es ist Fabian."

9.50 Uhr: Gina H. vermeidet den Blickkontakt zu Olaf K., sie schaut auf ihren Tisch und scheint in einer Akte zu lesen.

9.47 Uhr: Der Zeuge wirkt verunsichert, spricht so leise, dass er kaum zu verstehen ist. Immer wieder flüstert sein Anwalt ihm etwas zu. Er kenne Gina H., seit er 2020 nach Reimershagen gezogen sei. "Wir sind befreundet", sagt er, und fügt an: "Gewesen." Auch Fabian habe er in der Zeit kennengelernt, als dieser Gina H. zu Hause besucht habe.

9.45 Uhr: Olaf K. soll zunächst seine Beziehung mit der Angeklagten Gina H. beschreiben. Der Richter will den Zeugen einfach erzählen lassen. "Danach haben wir bestimmt jede Menge Fragen", so Richter Schütt.

Tümpelzeuge Olaf K. betritt Saal im Fall Fabian
9.42 Uhr: Jetzt kommt der einzige Zeuge des Tages in den Saal: Olaf K. Der Tümpelzeuge hat einen Rechtsanwalt mit dabei, der neben ihm Platz nimmt. Der Richter belehrt den Zeugen, dass er die Wahrheit sagen müsse. "Sie müssen keine Angaben machen, wenn Sie sich durch einzelne Angaben selbst der Gefahr der Strafverfolgung aussetzen würden."
Verteidiger von Gina H. stellt Beweisanregung

9.38 Uhr: Löcker begründet seine Beweisanregung: Die unter einem Fingernagel des toten Fabian gefundene blaue Kleidungsfaser könnte auch von einem Kleidungsstück des Sohnes der Angeklagten stammen. Ein Gutachter hatte zwar festgestellt, dass die Faser unter dem Fingernagel zu einem Pullover passt, den auch Gina H. getragen hat. "Er hat aber keine Individualidentität festgestellt", so Löcker. Zudem weist er noch einmal darauf hin, dass bei der Obduktion des kleinen Fabian keine Abwehrspuren festgestellt wurden und an der Kleidung der Angeklagten keine Blutspuren.

9.33 Uhr: Thomas Löcker stellt zuerst klar: "Für einen Beweisantrag hat es nicht gereicht." Nun sei es eine Beweisanregung geworden. Außerdem entschuldigt er sich für Rechtschreibfehler in dem Antrag, die die "Praktikantin" gemacht habe. Er habe diese nun "handschriftlich" korrigiert. Zum Inhalt des Antrags: Löcker hat mehrere Kleidungsstücke des Sohnes von Gina H. mitgebracht. Darunter mehrere blaue Jacken und Pullover. Löcker möchte erreichen, dass diese Kleidungsstücke untersucht werden.

9.32 Uhr: Mit leichter Verspätung haben auch die Richter und Schöffen den Saal betreten. Jetzt geht es los. Zunächst fragt der Vorsitzende Richter Holger Schütt die Beteiligten, ob es Anträge gibt. Verteidiger Thomas Löcker meldet sich zu Wort.

9.26 Uhr: Die Angeklagte im Fall Fabian, Gina H., betritt den Saal. Sie trägt eine hellblaue Jeans, weiße Turnschuhe und ein dunkelblaues kurzes Oberteil. Wie immer hält sie sich eine rosafarbene Mappe vor das Gesicht, um nicht fotografiert zu werden.

9.15 Uhr: Verteidiger Thomas Löcker ist da – und er hat zwei große blaue Müllsäcke mitgebracht, die er demonstrativ neben sich auf einem Stuhl platziert. In den Säcken dürften sich nach t-online-Informationen Kleidungsstücke befinden, die Löcker untersuchen lassen will. Wahrscheinlich wird er zu Beginn des Prozesstages einen entsprechenden Antrag stellen.

9.12 Uhr: In 17 Minuten geht es los mit der Befragung des Tümpelzeugen Olaf K. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Platz genommen. Kurz darauf kommt Andreas Ohm an, einer der Verteidiger von Gina H. Sichtbar gut gelaunt begrüßt er Oberstaatsanwalt Harald Nowack und Staatsanwalt Oliver Schley.

9.08 Uhr: Ungewöhnlich früh betritt Fabians Mutter Dorina L. den Saal im Landgericht Rostock. Begleitet wird sie, wie auch schon an anderen Prozesstagen, von einem Seelsorger. Von den anderen Prozessbeteiligten und insbesondere der Angeklagten Gina H. ist noch nichts zu sehen.

9.05 Uhr: Auch heute ist das Interesse am Prozess wieder riesig. Dutzende Menschen haben sich im großen Saal des Landgerichts eingefunden. Alle mussten sich einer intensiven Sicherheitskontrolle unterziehen. Der Saal ist nun fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

9.03 Uhr: Um 9.30 Uhr beginnt der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian. Olaf K. wird sich – ebenso wie am vergangenen Freitag Christian D. – die Frage gefallen lassen müssen, wieso er nicht sofort die Polizei rief, als Gina H. und er gemeinsam zum Tümpel fuhren und mutmaßlich die Leiche des kleinen Fabian sahen. Es dürfte eine intensive Befragung durch den Vorsitzenden Richter Holger Schütt werden.

9 Uhr: Die Tümpelzeugen gelten im Prozess um den getöteten Fabian als zentral und möglicherweise entscheidend. Das Gericht muss klären, ob Gina H. Täterwissen hatte, also etwa ob Gina H. den Ort der Suche gezielt auswählte und ob sie Fabian sofort erkannte. Auch die Mutter des getöteten Fabian, Dorina L., erwartet sich von den Zeugenaussagen neue Erkenntnisse, wie ihre Anwältin im Interview mit t-online betont hatte.

8.55 Uhr: Heute ist nur ein einziger Zeuge geladen, Olaf K. Er ist der zweite Tümpelzeuge im Fall Fabian. Gina H. soll ihn am 13. Oktober spätabends zur Leiche des Jungen geführt haben. Die Aussagen des ersten Tümpelzeugen im Fall Fabian, Christian D., können Sie hier nachlesen.

8.50 Uhr: Guten Morgen aus dem Landgericht Rostock. Heute steht der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian an. Der Junge aus Güstrow (Landkreis Rostock) war am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet worden. Gina H., die Angeklagte, soll zwei Zeugen nacheinander zur Leiche des Jungen an einen Tümpel bei Klein Upahl geführt haben.
...deswegen kann ich nur empfehlen einfach mal schön entspannt einzelne Tage Revue passieren zu lassen. Ich bin selbst überrascht, wieviele Information durch nicht-zielführende Drehtürthemen verdrängt wurden

Absolut!!! Mache ich auch manchmal gerne bei einzelnen Zeugen.

Wenn man das nochmal Revue passieren lässt:

Der Richter hält ihm vor, in der Vernehmung erzählt zu haben, dass die Angeklagte gesagt habe, dass Christian herausgehalten werden müsse, weil er wegen des fremden Reviers Ärger bekommen könne. K. habe ihr gesagt, das sei Humbug. Gina sei dann laut und sauer geworden und habe ihn angeschrien, dass D. herausgehalten werden müsse.
-> Warum sollte D sogar gegenüber OK unbedingt rausgehalten werden??? Hat sie Angst vor dem Kontaktverlust gehabt?

Der Zeuge beschreibt, wie er den Leichnam vorgefunden hat. Ob sie verbrannt war, kann er nicht sagen. „Das habe ich schon der Polizei gesagt: Was weiß ich, wie eine verbrannte Leiche aussieht? Das hat die gesagt, dass die Leiche verbrannt aussieht“, so Olaf K. Er habe erkannt, dass es ein Mensch sei, aber er habe nicht Fabian erkannt.
[...]
Jetzt wird ein Bild von der Leiche Fabians gezeigt. [...] Der Zeuge sagt, dass die Leiche anders aussah, als er da war. „Das sah nicht so schlimm aus wie auf dem Bild. Die Beine waren gerade, das war alles nicht so, wie soll ich sagen. So hat das nicht ausgesehen. Es sah in Anführungsstrichen normal aus, sauber.“

-> Ich habe ja die Fotos nicht gesehen, aber wenn ich lese von "Arme waren schon weg/verbrannt", alles verkohlt, dann zu sagen was weiß ich wie eine verbrannte Leiche aussieht? Ja, wie wohl??? Normal, sauber? hm.

Die Angeklagte: „Bis 11. Von 11 bis 12 Uhr war ich dann mit Leo und dann war ich ja mit Christian zusammen. Ist mir nur grad noch eingefallen. Meld dich, wenn du da raus bist.“
-> Wenn sie das selber so gesagt hat, was ist ihrer Meinung nach mit 12-13Uhr?

Der Richter liest nochmal die Stelle mit der platonischen Liebe vor. „Ich frage Sie ganz direkt: Hatten Sie sich mehr erhofft von der Beziehung zu Frau H.?“, will er von Oalf K. wissen.
Der Nachbar antwortet: Zeuge: „Am Anfang ja, als wir uns kennengelernt haben.“
Der Richter fragt genauer. „Sex haben zum Beispiel?
„Ja“, antwortet Olaf K.
Richter. „Hat Frau H. das gewusst?“
Olaf K.: „Ja, weil ich das gesagt habe. Zum Anfang hat sie gesagt nein, weil sie in einer Beziehung war. Als sie es dann nicht mehr war, gab es dann immer irgendwelche Ausreden. Da war nie irgendwas. Sie hat Andeutungen gemacht. In der Zeit, als sie sich getrennt haben, hieß es ja irgendwann mal. Es gab auch keinen Kuss.“
-> merken, und weiter:

Löcker: „Haben Sie eine Unfallversicherung abgeschlossen, bei der Frau H. als Begünstigte eingetragen wurden?“
Der Zeuge bejaht. Er habe in der Zeit, in der sich Matthias R. und Gina H getrennt haben, sie als Begünstigte eingetragen.
Löcker: „Haben Sie Frau H. die Bescheinigung dafür gegeben?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Haben Sie sie dabei geküsst?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Wohin?“
Zeuge: „Auf den Mund!“
-> Ahja. ok.

Unterm Strich wird m.E. hier auch nur die halbe Wahrheit erzählt, insbesondere was sein Verhältnis zu ihr angeht. Analog CD. Olaf hat nichts hinterfragt, alle mitgemacht, erst sehr viel später, am 6.11. fiel ihm ein, dass das G gwesen sein könnte. Manmanman.....wer soll denn bitte glauben dass der seine ganze Freizeit opfert, sie ein und ausgehen lässt, Geld gibt, Alibi gibt, sie als Begünstigte eingetragen, alles nur in der Hoffnung auf einmal poppen? Come on!!

So liebe G, wer soll dein Herzblatt sein?

Kandidat A

der gerne trinkt und raucht und grob ist, aber der einem Sicherheit bietet und mit dem man aber im Bett sehr gut Tätlichkeiten austauschen kann, die sogar die Nachbarn hören

oder

Kandidat B

der zwar Familie hat und deshalb eigentlich unerreichbar ist und immer aus allem rausgehalten werden muss, mit dem man aber zu jeder Tageszeit sehr viel Zeit verbringen kann, der ein Typ ist, in den man sich verlieben kann

oder

Kandidat C

der zwar schon recht alt für dich ist, einen in deiner Gegend ungewohnten Dialekt spricht und deshalb wohl ein paar Anpassungsschwierigkeiten mit anderen Nachbarn hat, dich aber wirklich geil findet und alles für Dich tun würde.

Wofür entscheidest du dich?

"Für Kandidat A!"

:evil:

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 08. September 2026, 17:41:53

Heckengäu hat geschrieben: Dienstag, 16. Juni 2026, 13:21:36 Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. "Das wäre natürlich auch die Arschkarte“, so Gina H. in dem Telefonat mit Olaf K.
Auch so ein kleiner Teil des Indizienturmbaus zu Babel.
Aber wer kennt es nicht? Wenn man nichts getan hat, kriegt man nunmal Paranoia und es geht einem der Allerwerteste auf Grundeis.
Während der Prozesstage ging es hier meist drunter und drüber, deswegen kann ich nur empfehlen einfach mal schön entspannt einzelne Tage Revue passieren zu lassen. Ich bin selbst überrascht, wieviele Information durch nicht-zielführende Drehtürthemen verdrängt wurden ^^
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8519&start=60

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 17:06:38

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 16:05:24 Ok. Vielleicht kannst Du ja der Vollständigkeithalber noch benennen, bei welchen Aussagen sie nachgetreten hat, ohne direkt dazu gefragt worden zu sein. Und wenn sie nicht gefragt wurde und Nachgetreten hat, dann kann ich Deine Ansicht vielleicht besser nachvollziehen.
Allerdings ändert das jetzt nicht meine Meinung.
Aber Dir geht es darum, warum eine ehemalige beste Freundin, nachtritt.
Zu Freundschaft gehören ja immer zwei.
Also folglich ist Gina da mit involviert. Und Gina ist keine Freundin. Denn sie hat sich wenig freunschaftlich verhalten. Das die Freundschaft jetzt beendet ist, ist Ginas Schuld. Gina hätte auch einfach nicht den Mord begehen müssen und kein Mensch würde sich heute für sie oder ihre Intrigen, interessieren oder diskutieren.
Wo setzt man denn da dann an?
Ok.
Für mich macht dieses ganze öffentliche Interview mit JS keinen Sinn. Was hatte es für einen Wert? Sie hat ihre Aussagen bei der Polizei und dem Gericht gemacht. Mehr war einfach nicht nötig.
Auf Blumen und Pralinen hätte man doch einfach verzichten können.
Was interessiert es die ganze Welt, ob G und M. beim Sex so laut waren, dass man es im ganzen Haus gehört hat?!
Sie erzählt sehr anschaulich, dass G total eskaliert ist, als sie ihr Handy abgeben sollte… die Polizei sagt das anders….

Mir stellt sich die Frage, warum war HEIKE mit G befreundet, wenn sie für sie doch so schlimm war und das nicht nur im Nachhinein. Welchen Grund gab es da.

Mir liegt es fern, H zu diffamieren, das schreibe ich ausdrücklich!
Und damit ist für mich diese Diskussion auch beendet.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 08. September 2026, 16:33:14

Grad wusste ich noch wie die Ford-Dame/Pilotin/Besitzerin des höchstpersonalisierten Super-Extra-Spezial-Design-Karren heisst und schon vergessen... :?
tä.JPG
tä.JPG (84.4 KiB) 230 mal betrachtet
Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 16:21:21 @Heckengäu... war ja jetzt klar, dass das ein Auto sein muss.

Wem gehört das? Wurde das auch gesichtet? Habs wahrscheinlich überlesen.
Edit, nach anklicken deines Links: Könnte irgendwie aussehen, wie Ginas. Aber es waren soviele Pickups in orange gesehen worden, da könnte man jetzt wieder argumentieren, dass da in der Gegen ein Nest sein muss, an orangenen Pickups. Nur einer hatte Berge.
Nest war es nicht, die Berge - Silhouetten (Schattenrisse) an den beiden Seiten sind sehr auffällig; es gibt einen 2. Ford Ranger in derselben Farbe, an einer Kindertagesspielgartenstätte Richtung WSW von Reimershagen aus gesehen, doch der ist vollkommen Serienmässig, ohne alles, wie er im fernen Südafrika vom Fliessband fiel dereinst, nicht zu verwecheln, bereits von vorne, ohne Tieftauchschnorchel für die Atemluft des Motors

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 16:21:21

Pentax77 hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:06:40 Vollzitat
Danke für die Untermauerung meiner Erinnerung, mit Zahlen und in sachlich.
(Die Spielregeln hier sind einfach und laden doch niemanden dazu ein, sich als Spielverderber fühlen zu müssen.
Der Ball läuft doch und wir zählen keine Tore :-))

@Heckengäu... war ja jetzt klar, dass das ein Auto sein muss.

Wem gehört das? Wurde das auch gesichtet? Habs wahrscheinlich überlesen.
Edit, nach anklicken deines Links: Könnte irgendwie aussehen, wie Ginas. Aber es waren soviele Pickups in orange gesehen worden, da könnte man jetzt wieder argumentieren, dass da in der Gegen ein Nest sein muss, an orangenen Pickups. Nur einer hatte Berge.
Zeit, zum ausloggen und nachlesen. (MIt dem festen Willen, danach den Laptop zuzuklappen und mir ne 5 Minuten-Teriene als 5-gänge Menü, vorzustellen.)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Dienstag, 08. September 2026, 16:18:05

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:53:30 kurze Frage: Wildtrak?
Muss ich googeln oder kann ich es mir herleiten, dass Du einfach einen Wild Track meinst, über den der Transport stattgefunden haben könnte? So ne Landstraße, im Feldweglook. Bei Autos bin ich raus und deswegen komme ich auf Wildtrack.
aber das könnte gut sein ;-).
Mein Hirn ist leider schon etwas langsam und hat etwas Pech, beim denken gerade. Obwohl ich es versuche.
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.
Spoiler
Früher gab es den Spottspruch: Mit dem Ford fort und mit dem Zug heim! :P

Das ist heute anders. Gegenüber hat ein Nachbar einen Ford Focus Kombi. Der einzig(st)e echte Garagenwagen auf weiter Flur.
Ich bewundere den seidenweichen Lauf des Motors nach 4 Jahren immer noch. Jahreszeitenunempfindlich.

Vermutlich liegt es doch an der Garage. Denn ein "Car Port" ist schnöder Betrug: Karren vereist im Winter. Überhitzt im Sommer - eine arge Pein für das arme Auto.
Daran ändert sich auch nichts, wenn er, pünktlich wie die Maurer, Dienstag - + Freitagnachmittag einen Kasten Löwenbräu Bier 0,5 Liter erbeutet heim bringt.
Ich weiss nichts von Bier. Es ist ein trauriges Gesöff

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 16:05:24

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:50:51 Es geht mir nicht darum, ob Gina sich Freundin nennen kann. Das mit Sicherheit nicht. Es ging mir alleinig um das Nachtreten von Heike.
Und ja, meine Ansprüche sind sehr hoch, und ich brauche zumindest in meinem Leben, Menschen die ehrlich zu mir sind, auch wenn es unbequem wird.
LG
Ok. Vielleicht kannst Du ja der Vollständigkeithalber noch benennen, bei welchen Aussagen sie nachgetreten hat, ohne direkt dazu gefragt worden zu sein. Und wenn sie nicht gefragt wurde und Nachgetreten hat, dann kann ich Deine Ansicht vielleicht besser nachvollziehen.
Allerdings ändert das jetzt nicht meine Meinung.
Aber Dir geht es darum, warum eine ehemalige beste Freundin, nachtritt.
Zu Freundschaft gehören ja immer zwei.
Also folglich ist Gina da mit involviert. Und Gina ist keine Freundin. Denn sie hat sich wenig freunschaftlich verhalten. Das die Freundschaft jetzt beendet ist, ist Ginas Schuld. Gina hätte auch einfach nicht den Mord begehen müssen und kein Mensch würde sich heute für sie oder ihre Intrigen, interessieren oder diskutieren.
Wo setzt man denn da dann an?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 15:53:30

Gastleser hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 13:32:49 Vollzitat
kurze Frage: Wildtrak?
Muss ich googeln oder kann ich es mir herleiten, dass Du einfach einen Wild Track meinst, über den der Transport stattgefunden haben könnte? So ne Landstraße, im Feldweglook. Bei Autos bin ich raus und deswegen komme ich auf Wildtrack.
aber das könnte gut sein ;-).
Mein Hirn ist leider schon etwas langsam und hat etwas Pech, beim denken gerade. Obwohl ich es versuche.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 15:50:51

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:37:09 Vollzitat
Es geht mir nicht darum, ob Gina sich Freundin nennen kann. Das mit Sicherheit nicht. Es ging mir alleinig um das Nachtreten von Heike.
Und ja, meine Ansprüche sind sehr hoch, und ich brauche zumindest in meinem Leben, Menschen die ehrlich zu mir sind, auch wenn es unbequem wird.
LG

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 15:37:09

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 15:01:34 Ich verstehe, was du meinst und stimme dir teilweise zu.
Mir ist auch völlig klar, dass Heike Resümee für sich zieht.
Aber: vieles, was sie vorbringt, weiß sie seit Jahren und hat das nie für dich reflektiert oder G darauf angesprochen? Ich bin ein absoluter Gegner davon, schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen. Das würde mir schon mein Stolz verbieten… und das wurde hier, dank JS, zur Genüge getan. MM
Ich erkenne Deine Meinung an.
Teile sie aber nicht, weil Heike, für mich, keine schmutzige Wäsche wäscht.
Sie ist eine der Hauptzeugen und ich sehe da echt keinen Ansatz oder Grund, die Freundschaft noch weiter zu verteidigen. Für mich wäre es mit der FReundschaft vorbei gewesen, als der Anruf kam.
(aus heutiger Sicht).
Und für den Status, keine Freundschaft, hat Heike jetzt nichts erzählt, was Gina in ein noch schlechteres Bild rücken würde.
DAs ihr Freundschaft nicht viel bedeutet sieht man ja nicht nur an Heike.
Auch Olaf, ist das gleiche passiert.
Und das, obwohl er ihr immer geholfen hat, wo er konnte. Ställe gemistet, Döner geholt, ihr zugehört...
Ist er dann auch so hinterhältig, wie Heike, nur weil er jetzt sagt, Gina würde wahnsinnig sein- nach ihrer Einlassung- mit üblen Unterstellungen´(sexuell usw)?
Waren oder sind die ehemaligen Freunde jetzt die bösen, dass Gina in der Öffentlichkeit so da steht, wie sie da steht?
- Also bei aller Liebe, Gina war und ist alles, aber niemals eine Freundin.
Denn das was Du von anderen erwartest, leistet Gina ja mal gar nicht!
Sie macht lieber ihre Freunde schlecht, obwohl sie vor Gericht steht, weil sie einen Mord begangen hat. (Unschuldsvermutung ist für mich nur noch eine Frage der Zeit.). Und Gina hätte meiner Meinung nach, gar keinen so guten Freunde verdient gehabt.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 08. September 2026, 15:33:58

Prozesstag 12 - 16.06.2026
Zeuge: Olaf K. / abgehörte Telefonate + Sprachnachrichten
t-online Ticker komplett (von unten nach oben)
Spoiler
16.16 Uhr: Damit ist der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian beendet. Am Donnerstag geht es weiter. Dann wird unter anderem die Bekannte gehört, die von Gina H. am 14. Oktober zur Leiche geführt worden sein soll, woraufhin Gina H. dann die Polizei alarmiert haben soll.

16.14 Uhr: Und jetzt ist Andreas Ohm dran und hält seine Erklärung. "Die Leiche wirkte auf den Zeugen angefressen." So könnte erklärt werden, warum die Angeklagte offenbar am 14. Oktober, als sie die Polizei rief, von "Wildfraß" gesprochen habe. Zum Thema "Alibi" sagte Ohm, die Angeklagte und K. seien schon kurz nach dem Verschwinden "vor der Presse geflohen", daher habe sie sich natürlicherweise schon Gedanken über ein Alibi gemacht. Zum Messer sagt Ohm: "Was uns das sagen soll, weiß ich nicht."

16.08 Uhr: Nowack sieht wesentliche Punkte der Anklage bestätigt: Man habe ein "wesentliches Puzzlestück bei der Auffindesituation" gewonnen. Gina H. habe den Begriff "Schweinesuhle" verwendet, der nur ihr und ihrem Großvater bekannt sein. Es habe zwischen Gina H. und Fabians Vater häufig Streit, "auch wegen Fabian" gegeben. "Sie wollte nicht, dass Matthias R. weiterhin Kontakt mit Dorina L. hat", so Nowack. Zudem habe der Zeuge "viele Ungereimtheiten" beim Auffinden des Leichnams am 13. Oktober festgestellt. Gina H. habe sich schon einen Tag nach dem Verschwinden Gedanken über ein Alibi gemacht. Wörtlich habe sie in einem Telefonat gesagt: "Ich bete zu Gott, dass da keine Kameras sind, und wenn, dass sie nur nachts aufnehmen." Auch über das Messer spricht Nowack noch einmal. Die Auffindesituation sei "alles andere als naheliegend". Das Messer sei verschwunden, und als der Zeuge kurz weg gewesen sei, habe er das Messer plötzlich wieder gefunden - und zwar in einem Karton, in der er das Messer niemals hineingelegt habe. Offenbar kann sich Nowack vorstellen, dass es sich bei dem Messer um die Tatwaffe handelt. "Dass auf dem Messer keine Spuren gesichert wurden, könnte auch daran liegen, dass es gereinigt wurde."

16 Uhr: "Ein langer Tag wendet sich dem Ende zu", sagt der Vorsitzende Richter. Die Befragung von Olaf K. ist beendet, der Zeuge wird entlassen.
Aussage macht Gina H. offenbar unzufrieden

15.58 Uhr: Olaf K. gab in einer Vernehmung bei der Polizei an, er habe den Eindruck, dass Gina H. nicht wollte, dass Fabian zurück zu Matthias R., also dem Vater des Kindes, zurückkommt. Als diese Aussage vorgelesen wird, schaut Gina H. den Zeugen eindringlich an, scheint mehr als unzufrieden mit dieser Aussage.

Mordfall Fabian: Gina H. wurde laut ihrem Kind gegenüber
15.54 Uhr: Der Richter will wissen, ob Gina H. gegenüber Fabian oder ihrem eigenen Sohn mal ausgerastet ist. "Nur laut geworden" gegenüber ihrem eigenen Sohn, von Tätlichkeiten habe er nichts mitbekommen, schildert der Zeuge.

15.51 Uhr: Gina H. soll schon einmal verurteilt worden sein, weil sie einen Pferdesattel geklaut haben soll, so berichtet es der Zeuge Olaf K. Gina H. habe ihr das selbst erzählt. In dem Moment schüttelt Gina H. heftig mit dem Kopf, runzelt die Stirn.

15.48 Uhr: Der Richter ergreift auch noch einmal das Wort und spricht über die finanziellen Verhältnisse von Gina H. Diese soll laut Staatsanwaltschaft von Fabians Vater abhängig gewesen sein. Der Zeuge Olaf K. gab in einer Vernehmung bei der Polizei zu Protokoll, Fabians Vater habe 1.300 Euro schwarz zusätzlich verdient, um die Kosten stemmen zu können. Gina H. habe demnach unter anderem hohe Ausgaben für ihre Pferde gehabt.

15.43 Uhr: Der Prozesstag im Fall Fabian zieht sich hin. Die Staatsanwälte und ein ebenfalls in dem Bereich sitzender Gutachter legen die Hände ins Gesicht. Die Befragung dauert nun seit etwa sechs Stunden an, inklusive zweier kleiner Pausen.

15.41 Uhr: Ohm fragt Olaf K. nach einem Grillanzünder, den er mal der Angeklagten mitgebracht haben soll, um ein Feuer in einer Feuertonne zu entzünden. Ohm will herausfinden, ob es sich bei diesem Grillanzünder um die bei Gina H. sichergestellte Flasche der Marke "ja!" handelte. Aber der Zeuge kann sich an die Marke nicht genau erinnern, und auch nicht, wie viel von diesem Grillanzünder verwendet wurde.

15.35 Uhr: Anwalt Andreas Ohm ergreift das Wort und will wissen, wie der Zeuge sein Erinnerungsvermögen einschätzt. Dann zitiert Ohm aus einem Polizeivermerk, wonach Olaf K. Erinnerungslücken gezeigt habe. K. kontert jetzt: "Wenn das so normale Tage sind, dann rauschen die eben so vorbei."

"Können Sie ihr dämliches Lachen einstellen?"
15.31 Uhr: Die Stimmung wird hitziger. Löcker kündigt an, den Zeugen noch zu einem anderen Thema befragen zu wollen. In dem Moment lachen mehrere Menschen im Publikum laut hörbar. Löcker: "Können Sie ihr dämliches Lachen einstellen? Frechheit!" Der Vorsitzende Richter ermahnt das Publikum, ruhig zu bleiben.

15.26 Uhr: Der Verteidiger betont, in einer Vernehmung bei der Polizei habe K. den Verdacht geäußert, Gina H. könnte die Tat "zu zweit" begangen haben. Heute sieht K. das anders. Löcker will wissen, warum. Der Zeuge begründet den Sinneswandel damit, er habe Zeit zum Nachdenken gehabt. Löcker wiederholt die Frage noch einige Male, scheint mit den Antworten nicht zufrieden. Dann will er noch einmal darauf eingehen, wie besorgt Gina H. während der Zeit des Verschwindens des Jungen war.

15.21 Uhr: Löcker bringt eine Version ins Spiel, Gina H. habe aus sozialen Medien von der Idee mitbekommen, in Klein Upahl nach Fabian zu suchen. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Angeklagte im Laufe des Verfahrens selbst noch zu Wort melden wird. Ihre Verteidiger hatten das mehrfach in Aussicht gestellt.

15.17 Uhr: Ein paar Minuten geht die Fragerunde weiter. Dann geht Nowack wieder dazwischen: "Ich beanstande die Frage", so Nowack. Löcker fragt nach einem anderen Thema, es geht um von Olaf K. abgeschlossene Versicherungen. Olaf K. hatte offenbar eine Unfallversicherung abgeschlossen und Gina H. als Begünstigte eingetragen. Beim Übergeben der Dokumente hätten sich Gina H. und Olaf K. auf den Mund geküsst, bestätigt der Zeuge. Der Tonfall zwischen Löcker und dem Zeugen wird rauer.

Anwalt im Fall Fabian sauer: "Finde ich empörend!"
15.12 Uhr: Jetzt ist der Verteidiger von Gina H., Thomas Löcker, an der Reihe. Er fragt den Zeugen, wann er einem Journalisten ein Interview gegeben habe. Es geht um Details, Löcker meint Unstimmigkeiten erkennen zu können. Dann geht Staatsanwalt Nowack dazwischen: "Ich finde die Fragen ja auch interessant, aber ich kann keine Beweisrelevanz erkennen", moniert er. Dann geraten die beiden Männer, nicht zum ersten Mal, aneinander. "Ich quatsche Ihnen ja auch nicht rein", so Löcker. "Sie bringen mich völlig aus dem Konzept. Das finde ich empörend!" Der Richter bittet Löcker, seine Frage zu stellen und zum Punkt zu kommen.

Warnung vor Gina H.: "Lass die Finger von ihr, fass die niemals an"
15.03 Uhr: Habetha fragt, ob der Zeuge schon einmal vor Gina H. gewarnt worden sei. Er bejaht: Ein Bekannter aus Reimershagen habe ihn ausdrücklich vor der 30-Jährigen gewarnt. Dieser Bekannte sei "vor mir" ihr "Haus- und Hofsklave" gewesen. Dann habe er gesagt: "Lass die Finger von ihr, fass die niemals an, sonst hast du den Vorwurf der Vergewaltigung am Hals." Mehr Details nennt der Zeuge nicht.

14.50 Uhr: Olaf K. erklärt, wieso er am 13. Oktober nicht sofort die Polizei gerufen hat, als er Fabians Leiche erblickte. Er habe Angst gehabt, selbst beschuldigt zu werden, sagt er. Heute sieht er das anders: "Ich habe nichts falsch gemacht. Der einzige Fehler war, dass ich nicht die Polizei gerufen habe."

14.48 Uhr: Nowack spricht noch einmal das Messer des Zeugen an, das kurzzeitig verschwunden war und dann wieder auftauchte. Ob er dieses jemals in die Kiste gelegt habe, in der es später auf seinem Grundstück gefunden wurde? "Nein, nie." Offen bleibt damit, warum das Messer verschwand und warum es in der Kiste gefunden wurde. Eine DNA-Spur konnte an dem Messer nicht festgestellt werden.

14.46 Uhr: Oberstaatsanwalt Harald Nowack hat "nur noch ein paar kleine Fragen", kündigt er an. Er will wissen, warum K. nach dem Leichenfund den Kontakt nicht abgebrochen hat, obwohl er Zweifel an allem hatte. "Ich wollte es nicht wahrhaben, dass sie etwas damit zu tun haben soll."

Zeuge über Gina H.: "Manipulieren ohne Ende"
14.44 Uhr: Olaf K. habe in den vergangenen Wochen lange über die Sache nachdenken können, berichtet er. "Es ist Manipulieren ohne Ende", beschreibt er das Verhalten der Angeklagten.

14.41 Uhr: Es geht noch einmal um den Moment am 13. Oktober, als Gina H. und Olaf K. die Leiche von Fabian sahen. Ob er ihr verboten habe, die Polizei zu rufen, will der Staatsanwalt wissen. Der Zeuge verneint. Am nächsten Tag sprachen er und die Angeklagte noch einmal darüber. Er habe sie mit Ungereimtheiten konfrontiert, diese sei daraufhin wieder laut geworden. Gina H. habe dann verschiedene Ideen geäußert, was man der Polizei sagen könnte, etwa, dass sie mit dem Hund spazieren gewesen seien, der Hund sich losgerissen und in Richtung Leiche gelaufen sei. Tatsächlich informierte Gina H. am 14. Oktober mit dieser Version die Polizei. Sie gab an, mit einer Nachbarin und dem Hund spazieren gewesen zu sein und Fabian zufällig entdeckt zu haben.

Fall Fabian: Staatsanwalt ergreift das Wort
14.40 Uhr: K. soll erzählen, wo Gina H. üblicherweise mit ihrem Hund spazieren war. "In Reimershagen", sagt K. Keinesfalls sei das in dem Waldstück gewesen, von dem sie am Tattag ein Foto mit ihrem Hund schickte, rund 1,6 Kilometer vom Tümpel entfernt. Außerdem will Schley wissen, ob ihm der Suchort Klein Upahl komisch vorkam. Der Zeuge verneint.

14.39 Uhr: Wir nähern uns der finalen Phase des zwölften Prozesstages im Mordfall Fabian. Die Befragung von Olaf K. wird fortgesetzt. Staatsanwalt Oliver Schley ergreift das Wort.

14.19 Uhr: Es gibt noch einmal eine Viertelstunde Pause. Dann sind die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger von Gina H. mit weiteren Fragen an der Reihe.

14.14 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt ist durch. Jetzt können die Schöffen Fragen an den Zeugen Olaf K. stellen. Eine Schöffin spricht noch einmal das Messer an. Olaf K. sagt aus, Gina H. habe grundsätzlich Zugang zu dem Schuppen gehabt, in dem das Messer gelagert war. Als er das Messer wiedergefunden habe, sei ihm nichts Ungewöhnliches an dem Messer aufgefallen.

Prozess im Mordfall Fabian: Aussage löst Lacher aus
14.09 Uhr: Gina H. sorgt für Lacher im Gerichtssaal: In dem Telefonat hofft sie auf ihre Anwälte: "Die werden die Beamten schon zur Räson ziehen", so ihre Aussage. Ihre beiden Anwälte, Andreas Ohm und Thomas Löcker, schauen sich ebenfalls offenbar amüsiert an.

14.02 Uhr: Immer wieder betont Gina H. in dem Telefonat: "Ich war doch gar nicht alleine." Doch tatsächlich verbrachte sie keineswegs den ganzen Tag mit Olaf K., wie dieser am Morgen des Prozesstages ausgesagt hat. Dann wird es wieder anzüglich: Fabians Vater habe bei der Polizei erzählt, dass Olaf K. und Gina H. Sex gehabt hätten. "Obwohl das gar nicht so war", so Gina. Die Hintergründe sind an dieser Stelle nur schwer zu verstehen, das Telefonat wirkt sehr wirr. Klar ist für die 30-Jährige nur: "Da läuft einiges im Hintergrund gegen mich." Olaf K. stimmt ihr zu.

13.57 Uhr: Weiter geht es in dem Telefonat. Es geht immer noch um den Besuch des Jugendamts bei Gina H. "Siehst du doch, was Dorina jetzt für ein Spiel abspielt. Warum erzählt sie plötzlich etwas von Kindeswohlgefährdung? Nur weil sie am Pranger steht mit der Scheiße, die sie mit Fabian abgezogen hat." Dann führt sie ihre Friseurin ins Feld, die habe das genauso gesehen. Olaf K. stimmt zu: "Das klingt einleuchtend." Gina H. ergänzt noch: "Ganz dumm bin ich auch nicht." Sie habe das Spiel durchschaut, so ihre Meinung. Staatsanwalt Oliver Schley kann sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Gina H. beschuldigte Fabians Mutter: "Scheiß-Mord"
13.48 Uhr: Harte Worte von Gina H. in dem abgehörten Telefonat gegen Fabians Mutter Dorina L. Offenbar verdächtigte die Angeklagte die Kindesmutter, etwas mit dem Tod zu tun zu haben. Gina H. spricht in dem Telefonat von "Scheiß-Mord von Fabian". Und bezogen auf Fabians Mutter: "Sie hat nichts geschissen bekommen mit ihrem Kind. Und ich soll jetzt die Blöde sein, die den Kopf hinhält?" Dorina L. habe außerdem bei der Polizei schon am 10. Oktober ausgesagt, Fabian sei tot. Woher diese Information kommen soll, kann sich der Richter nicht erklären. Dorina L. bleibt im Gerichtssaal in dem Moment beherrscht, knetet ihre Finger. Gina H. lacht an einer Stelle kurz auf.

Prozess im Fall Fabian: Gina H. sah Intrige gegen sich
13.43 Uhr: Jetzt wird ein mehr als 20 Minuten langes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 4. November vorgespielt. Der Richter erläutert den Hintergrund: Das Jugendamt stand zu dem Zeitpunkt bei Gina H. wegen einer Anzeige wegen Kindeswohlgefährdung ihres Sohnes vor der Tür. Die Anzeige hatte Christine Habetha erstattet, die heute Fabians Mutter in der Nebenklage vertritt. Gina H. wirkt in dem Telefonat erregt. Der Grund für die Kindeswohl-Anzeige: Gina H. hatte wohl einen Text im Internet gepostet: "Es ist meine Entscheidung, ob ich leben möchte oder nicht." Gina H. beteuert im Telefonat: "Das ist ein Text, den ich geschrieben habe, bevor Fabian überhaupt verschwunden ist. Das hat doch mit der jetzigen Situation nichts mehr zu tun." Olaf K. stimmt zu: "Das wird jetzt alles hochgeholt, um dir eins reinzudrücken." Gina H. stellt sich weiter als Opfer dar, sieht eine Intrige gegen sie.

13.39 Uhr: Richter Schütt betont, dass an dem Messer keine DNA-Spuren gefunden wurden. Worauf er genau mit dem Messer hinauswollte, bleibt in diesem Moment unklar. Jetzt geht es wieder um die Frage, warum Gina H. mit Olaf K. offenbar ein Alibi ausverhandeln wollte.

Messerfund im Fall Fabian: "Dann bin ich am Arsch"
13.33 Uhr: In einem abgehörten Telefonat unterhielten sich K. und H. intensiv über das verschwundene Messer. "Das ist nicht da, ich habe alles umgekrempelt", sagt Olaf K. "Musst du wissen", antwortet Gina H. "Ich weiß nicht mal, wie das aussieht, ich weiß nur, dass da mal was an der Tür hing." Olaf K.: "Wenn das gefunden wird und mit der Scheiße in Verbindung gebracht wird, bin ich am Arsch." Später, so seine Aussage gegenüber der Polizei, sei das Messer wieder aufgetaucht. K. meldete sich selbst bei der Polizei, um das verschwundene Messer anzuzeigen. Später am Nachmittag rief K. wieder an, das Messer sei wieder aufgetaucht. Er habe es in einem großen Karton im Schuppen entdeckt.

Richter im Mordfall Fabian holt Messer aus Karton
13.30 Uhr: Jetzt wird es hochinteressant: Der Richter holt ein Messer aus einem Karton. Dieses gehört dem Zeugen Olaf K. Dieser berichtet, das Messer sei plötzlich weg gewesen und später plötzlich wieder aufgetaucht. Bei dem Messer handelt es sich um eine Art Campingmesser mit einer Klingenlänge von zehn bis zwölf Zentimetern, berichtet K. Es ist einseitig geschliffen und hat einen orange-schwarzen Griff. Noch ist nicht ganz klar, was der Richter mit dem Messer vorhat. Klar ist: Die Tatwaffe im Mordfall Fabian, ein Messer, wurde bis heute nicht gefunden.

Fall Fabian: "Wenn wir wenigstens im Bett gewesen wären"
13.23 Uhr: Der Richter hakt nach, wie die Beziehung zwischen Gina H. und Olaf K. war. Er zitiert aus einem Chatverlauf der beiden. Gina H.: "Sonntag, was haben wir denn da gemacht?" Olaf K.: "Wenn wir wenigstens im Bett gewesen, uns rumgetrieben hätten." Gina H.: "Das kannst du denen ja sagen." Olaf K.: "Nein, ich soll doch nicht lügen. Dann musst du Taten sprechen lassen." Olaf K. sagt, er habe sich zu Beginn des Kennenlernens mehr erhofft, auch Sex. Er habe freizügige Fotos von Gina H. bekommen, teils oben ohne, teils nackt. Ein Raunen geht durch den Saal.

13.17 Uhr: Und direkt das nächste Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K., immer noch am 21. Oktober. "Weißt du, wie lange wir Pferde gemacht haben?", fragt Gina H. in dem Gespräch. Und gibt dann die Antwort selbst vor: "Bis um 11. Von 11 bis 12 mit Leo (Anm. d. Red.: ihrem Hund). Und dann mit Christian zusammen. Ist mir gerade eingefallen." Jetzt ist Richter Holger Schütt an der Reihe. Er will das Verhalten von Olaf K. erklärt bekommen.

13.14 Uhr: Im Gerichtssaal scheint sich die Angeklagte Gina H. bei dem Telefonat zu amüsieren. Sie lächelt, wippt mit ihrem Stuhl hin und her. In dem abgehörten Telefonat ist H.s Stimme zu hören: "Langsam wird's Zeit, dass ich mir einen Anwalt hole, bei dem, was die mir anhängen wollen", sagt sie. Dann macht sie Olaf K. Druck: "Sagst du bei der Polizei irgendwas, was nicht passt, dann kommen die und holen mich weg."

13.08 Uhr: Ein weiteres Telefonat vom 21.10. zwischen Olaf K. und Gina H. wird vorgespielt. Kurz zuvor war die Polizei bei K., um ihn zu einer weiteren Vernehmung am Nachmittag vorzuladen. In dem Telefonat besprechen Gina H. und Olaf K. genau, was sie an den Tagen rund um den Tattag gemacht haben. Noch einmal sagt Gina H., sie habe das Gefühl, man wolle ihr etwas in die Schuhe schieben. "Wichtig ist, dass wir zusammen waren, zwecks Alibi", sagt Gina H. "Wir waren die ganze Zeit zusammen, das ganze Wochenende." Olaf K. antwortet lachend: "Ja, leider." Dann folgen anzügliche Sprüche zwischen den beiden.

13.04 Uhr: Dem Richter kommt es komisch vor, dass sich Gina H. Sorgen machte, ihr könnte etwas angehängt werden. "Haben Sie sich auch solche Sorgen gemacht? Sie haben den Jungen ja auch gefunden", so Schütt. "Nein", antwortet K.

Gina H.: "Ich bete zu Gott"
13.02 Uhr: Immer wieder geht es im Telefonat um die Sorgen von Gina H., sie könnte weiter ins Visier der Ermittler geraten. "Ich hab' einfach nur Schiss, wenn die sich solche Geschichten einbilden, ich hätte damit etwas zu tun", so H. Olaf K. beteuert immer wieder, sie brauche sich keine Sorgen zu machen. "Wenn du nichts damit zu tun hast, dann ist doch gut." Dann sagt Gina H.: "Ich bete zu Gott, dass da keine Kameras da waren."

12.53 Uhr: Das Telefonat wird weiter angehört. Es geht weiter darum, was die Wildkameras, die möglicherweise rund um das Gebiet bei Klein Upahl platziert sind, aufgenommen haben könnten. Dann wird der Richter stutzig: Gina H. berichtet in dem Telefonat, sie sei am 10. Oktober vormittags in einem Waldstück unterwegs gewesen, um einen Wildpraktiker für ihr Pferd aufzusuchen. Allerdings: Ein paar Tage vorher hatte Gina H. noch behauptet, sie sei dort mit ihrem Hund spazieren gewesen. Ein Foto schickte sie an einen Bekannten. Die Polizei befragte den Wildpraktiker. Dieser konnte sich in einer Vernehmung nicht an Gina H. erinnern, auch nicht an den orangefarbenen Ford Ranger der Angeklagten.

Gina H. wollte offenbar Schuhe verschwinden lassen
12.51 Uhr: Eines der Paar Schuhe soll ihm Gina H. am 15. oder 16. Oktober zu Hause vorbeigebracht haben. Welches Paar Gina H. allerdings am 13. Oktober trug, kann er nicht sagen. Der Grund? "Ich sollte sie wohin tun, wo sie keiner sieht. Damit sie bei ihr nicht gefunden werden." Richter Holger Schütt fragt nach, warum. "Weil ich ihr bester Freund bin." Schütt hakt noch einmal nach: "Fanden Sie das nicht komisch?" K. verneint. Er habe die Schuhe dann bei sich in die Garage verbracht. Zwei Tage später habe die Angeklagte noch mehr Schuhe vorbeigebracht. Aber irgendwann sei ihm die Sache "zu heiß" geworden und Gina H. habe "ihren Scheiß" wieder abholen sollen. Gina H. sei davon "nicht begeistert" gewesen.

Kuriose Szene im Prozess im Mordfall Fabian
12.44 Uhr: Kuriose Szene im Gericht: Der Richter holt einen großen Pappkarton mit eingepackten Schuhen heraus. Der Zeuge und auch die Anwälte kommen nach vorn, um genau hinzuschauen. Olaf K. soll ein Paar Schuhe identifizieren.

12.38 Uhr: Gina H. bezieht sich in dem Telefonat immer wieder auf einen Bekannten, der angeblich Insiderwissen von der Polizei habe. "Er hat gesagt, wenn ich das Auto wasche, finden die eh keine Spuren mehr", sagt Gina H. Die Angeklagte sorgt sich zudem wegen möglicher Wildkameras in der Gegend um den Fundort. "Das wäre schön blöd", sagt Gina H. "Aber ich glaube nicht, dass der Tümpel da videoüberwacht ist." Im weiteren Verlauf des Gesprächs macht sich Gina H. wiederholt Sorgen, die Polizei könnte sie verdächtigen. Doch Olaf K. kann die Sorgen offenbar nicht nachvollziehen. "Wenn wir auf den Kameras sind, da habe ich keine Bauchschmerzen mit", sagt er. Gina H. antwortet: "Na, ich ein bisschen schon. Mein Problem ist dann das Thema Schuhe." Dann unterbricht der Richter das Abspielen des Telefonats und fragt nach.

Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. wird abgespielt
12.35 Uhr: Der Richter lässt jetzt ein abgehörtes Telefonat zwischen Gina H. und Olaf K. vom 18. Oktober spätabends abspielen, rund zwölf Minuten lang. Insgesamt dauerte das Gespräch fast eine Stunde. In dem Gespräch berichtet Gina H. von angeblichen Ermittlungsfortschritten der Polizei. Die Ermittler "haben wohl Spuren gefunden". Sie sagt in dem Gespräch, die Beamten hätten Fabians Vater im Visier und sie als Mittäterin. Olaf K. entgegnet: "Oha, also gemeinschaftlicher Mord sozusagen."

12.33 Uhr: Der Richter enthüllt neue Details aus der Arbeit der Ermittler: Gina H. sei seit dem 16. Oktober vergangenen Jahres offiziell als Beschuldigte geführt worden. Seitdem wurden auch ihre Telefongespräche abgehört. In der Öffentlichkeit hatte die Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt hingegen beteuert, noch keinen Verdächtigen im Visier zu haben.

12.31 Uhr: Ob Gina H. öfter mal Grillanzünder im Auto hatte, will Richter Schütt wissen. "Ich wüsste nicht, warum", so der Zeuge. Hintergrund: Gina H. soll die Leiche des Jungen nach Überzeugung der Ermittler mit Grillanzünder in Brand gesetzt haben. In Sprachnachrichten äußerte sie sich nach dem Tod des Jungen besorgt, dass ein Grillanzünder bei ihr gefunden werden könnte.

Fall Fabian: Gina H. sprach mit Olaf K. über Alibi
12.26 Uhr: Der Richter lässt eine Sprachnachricht der Angeklagten vorspielen. Daraus geht hervor, dass Gina H. und Olaf K. über ein Alibi für den 10. Oktober sprachen, und zwar bereits am 11. Oktober. Zu dem Zeitpunkt wurde noch fieberhaft nach Fabian gesucht. Am Ende einigten sich beide darauf, dass Gina H. sagen solle, beide seien den ganzen Tag zusammen gewesen. "Warum brauchten Sie am 11. Oktober schon ein Alibi?", wundert sich der Richter. Olaf K. sagt, Gina H. sei das Thema immer wieder wichtig gewesen.

12.22 Uhr: Es herrscht absolute Stille im Saal. Der Richter lässt ein Foto der Leiche aus sehr naher Position an die Wand projizieren. Gina H. schaut währenddessen beinahe verkrampft auf den Tisch, hat das Gesicht in beide Hände gestützt. Olaf K. schaut genau in Richtung des Fotos, versucht, alle Fragen des Richters zu beantworten. "Ich will Sie nicht weiter quälen", sagt der Richter. Dann wird das Foto ausgeblendet.

Fall Fabian: Schlimmes Foto wird gezeigt
12.12 Uhr: Jetzt lässt der Richter einige Fotos an die Wand projizieren. Auf diesen ist die nähere Umgebung des Tatorts zu sehen. Gina H. und der Zeuge schauen genau hin. Dann wird ein Foto von Fabians verbrannter Leiche gezeigt. In dem Moment blickt Gina H. wieder nach unten auf den Tisch. Der Zeuge sieht hin, meint aber, die Auffindesituation anders in Erinnerung zu haben. "Das sah anders aus", berichtet K. Aber mit Details tut er sich schwer. "Die Beine, das weiß ich hundertprozentig, lagen gerade." Auf dem Foto sind sie gespreizt.

12.11 Uhr: Olaf K. berichtete, dass auch der Großvater von Gina H. den Tatort, den Tümpel, kannte. "Ihm war die Schweinesuhle sofort ein Begriff." Der Opa sei Jäger und kenne den Ort gut.

12.09 Uhr: Die Befragung des Zeugen Olaf K. im Mordfall Fabian wird fortgesetzt. Dem Richter geht es noch einmal um "Schweinesuhle". Gina H. habe diesen Begriff zuerst verwendet, sagt K.

11.40 Uhr: Der Vorsitzende Richter Holger Schütt unterbricht die Sitzung für etwa 30 Minuten. Dann soll die Befragung von Olaf K. fortgesetzt werden.

Mordfall Fabian: Zeuge verhinderte, dass Polizei gerufen wird
11.33 Uhr: Gina H. habe danach gefragt, ob man die Polizei rufen solle. "Was willst du jetzt der Polizei erzählen?", habe Olaf K. entgegnet und abgelehnt. Er habe "Schiss" gehabt, erklärt er. H. habe dann nichts mehr gesagt. Beide seien zurück zum Auto gelaufen und wieder weggefahren.

Zeuge: Nach dem Leichenfund hat Gina H. gelacht
11.31 Uhr: Der Richter will wissen, wie die Reaktion bei Gina H. war. Sie habe nicht geweint oder betroffen gewirkt. In einer Vernehmung bei der Polizei gab K. zu Protokoll, Gina H. habe gesagt, sie könne nicht so viel weinen, das habe sie in den vergangenen Tagen schon so viel gemacht. Tränen will Olaf K. aber auch in den Tagen davor zu keinem Zeitpunkt bei Gina H. gesehen haben. Zurück in Reimershagen habe Gina H. dann sogar gelacht. Der Richter will es jetzt genau wissen: "Sie hat gelacht?", fragt der Richter. "Ja", so der Zeuge Olaf K.

11.29 Uhr: In einer Vernehmung bei der Polizei gab Olaf K. zu Protokoll, Gina H. habe am Tümpel gesagt: "Der wurde angezündet" oder "Der hat gebrannt". Er selbst habe hingegen keineswegs erkannt, dass die Leiche Brandspuren aufwies.

11.27 Uhr: Die Verteidiger von Gina H. beraten sich jetzt kurz. Gina H. hält sich die Hand vors Gesicht, schaut auf den Tisch vor sich.

Zeuge: Gina H. soll Fabian sofort erkannt haben
11.24 Uhr: Er habe eindeutig erkannt, dass es sich um einen Menschen handelt. Fabian habe er aber "definitiv nicht" erkennen können. Gina H. hingegen habe gefragt, ob er mit der Taschenlampe auf das Gesicht leuchten könne. Dann habe sie gesagt: "Das ist zu 100 Prozent Fabian." Sie sei sich ganz sicher gewesen.

Fall Fabian: Tümpelzeuge berichtet von Leichenfund
11.21 Uhr: Olaf K. sei mit einer Taschenlampe vorgegangen, Gina H. sei direkt hinter ihm gelaufen, leicht versetzt. Dann habe er den toten Körper entdeckt. "Das war kein schöner Anblick", beschreibt K. der jetzt spürbar Probleme hat, den Ablauf zu schildern. "Ich habe den Körper gesehen, der war schon von Tieren angefressen", so sei sein Eindruck gewesen. "Wie würden Sie die Leiche beschreiben?", will der Richter wissen. Der Zeuge muss tief durchschnaufen.

Fabians Mutter verlässt Gerichtssaal
11.19 Uhr: Jetzt verlässt Fabians Mutter Dorina L. den Saal. Der Grund bleibt unklar. Möglicherweise befürchtet sie, gleich könnten wieder Fotos vom Leichnam des Jungen gezeigt werden.

11.17 Uhr: Gina H. habe während der Fahrt ihr Handy ausgeschaltet. Nachgefragt, wieso, habe er aber nicht, berichtet Olaf K. Am Tümpel hätten sie geparkt und seien dann quer über den Acker in Richtung Tümpel gelaufen.

11.15 Uhr: Der Richter staunt: Auf Google Maps hat jemand an dem Tümpel einen Ort eingetragen, der mit "Fabians Gedenkstelle" beschriftet ist. "Oh, das ist schon eingezeichnet hier", so die Worte des Richters.

Prozess im Fall Fabian: Zeuge schildert Momente am Tümpel
11.12 Uhr: Jetzt geht es um die Fahrt von Olaf K. und Gina H. zum Tümpel. Die beiden seien mit seinem Auto gefahren, schildert K. Dann lässt der Richter eine Karte an die Wand projizieren. Der Zeuge soll dort genau zeigen, welche Strecke er mit Gina H. gefahren ist. Die Angeklagte habe ihn dabei genau navigiert, er selbst kenne sich in der Umgebung nicht aus.

11.08 Uhr: Gina H. habe Olaf K. dann berichtet, durch ein Nachtsichtgerät hätten Gina H. und der andere Tümpelzeuge "etwas gesehen", möglicherweise eine Puppe. Gina H. sei aber davon ausgegangen, dass es sich um Fabian handele, so K. Er und Gina H. hätten sich dann erst einmal längere Zeit unterhalten. Gina H. habe in diesem Gespräch schon erklärt, dass Christian D. aus der Sache "rausgehalten" werden solle. Dieser würde sonst Ärger bekommen, weil er nicht in seinem Jagdrevier gewesen sei. Olaf K. habe widersprochen, das sei Unsinn. Gina H. sei dann laut geworden. "So reagiert sie immer, wenn sie lügt", schlussfolgert der Zeuge heute vor Gericht.

Zeuge im Mordfall Fabian: Gina H. gab an, "Tiere gucken" zu wollen
10.59 Uhr: Am 13. Oktober, so berichtet es der Zeuge, habe Gina H. ihm gegen 22 Uhr geschrieben, "dass sie mit mir reden muss." In dem Gespräch habe Gina H. dann berichtet, sie sei mit dem anderen Tümpelzeugen Christian D. nach Klein Upahl gefahren, um "Tiere zu gucken". Gina H. habe "auf andere Ideen" kommen wollen. Der Tümpel, so habe Gina H. es beschrieben, sei als "Schweinesuhle" bekannt. Dem Richter ist der Begriff "Schweinesuhle" wichtig. Er fragt mehrfach nach.

10.53 Uhr: Olaf K. meint sich zu erinnern, dass Gina H. Polizeibeamten vorgeschlagen habe, "doch mal bei Klein Upahl" zu suchen. Sie sei dort einmal mit den Kindern Schlitten gefahren, habe sie den Beamten gesagt. K selbst kann sich aber nicht erinnern, dass Gina H. dort schon einmal Schlitten fahren war.

10.52 Uhr: Gina H. verfolgt den Prozesstag bisher auffällig ruhig, zeigt wenige Regungen. Jetzt spricht sie ein paar Worte mit ihrem Verteidiger Andreas Ohm.

Mordfall Fabian: Verhalten von Gina H. macht Zeugen stutzig
10.47 Uhr: Der Richter will wissen, wie Gina H. mit ihrem Auto umgegangen ist. Sie habe ihr Auto eher selten gewaschen, sagt Olaf K. Am 10. Oktober habe sie ihm aber erzählt, sie habe ihr Auto gewaschen. Als Grund habe sie angegeben, es hätte "mal wieder Not getan". In den folgenden Tagen hätten sie sich mehrfach über den aktuellen Stand beim vermissten Fabian ausgetauscht. Die Emotionen bei Gina H. "hielten sich in Grenzen", so K. "Das fand ich komisch." H. habe selbst nicht nach Fabian suchen wollen.

Prozess im Fall Fabian: Satz von Gina H. wirft Fragen auf
10.43 Uhr: Am Morgen des 10. Oktober hätten sich Gina H. und Olaf K. verabschiedet. "Ich muss noch einmal los", habe Gina H. nur gesagt. Wo sie hinwollte, habe sie dem Zeugen nicht mitgeteilt. Der Anklage zufolge soll Gina H. dann nach Güstrow gefahren sein, Fabian nach Klein Upahl gebracht und ihn an dem Tümpel mit sechs Messerstichen getötet haben. Abends, als er Gina H. den Döner vorbeibrachte, sei Gina H. "ganz normal" gewesen. Sie habe aber erzählt, dass Fabian verschwunden sei. Der Achtjährige war zu dem Zeitpunkt schon seit Stunden tot.

10.40 Uhr: Olaf K. habe Gina H. am Abend des 10. Oktober gegen 18 Uhr noch einen Döner gekauft und vorbeigebracht. Sie hätten dann noch kurz miteinander gesprochen. Wie Gina H. am 10. Oktober morgens gekleidet gewesen sei? "Reiterhose, Turnschuhe", an viel mehr kann sich der Zeuge nicht erinnern. Abends habe sie immer noch dieselbe Hose getragen, vermutlich auch dieselben Turnschuhe.

Richter spricht über den Tag des Mordes an Fabian
10.35 Uhr: Jetzt geht es um den Tattag, den 10. Oktober. Olaf K. soll seinen Tagesablauf schildern. Morgens sei er mit Gina H. bei den Pferden gewesen, bis etwa 10 Uhr. Gina H. habe er dann erst abends wieder gesehen. In der Zwischenzeit habe er einige Termine wahrgenommen.

10.31 Uhr: Der Richter will wissen, ob Gina H. am 9. Oktober noch einmal in Güstrow war. Doch das kann der Zeuge nicht beantworten. Hintergrund der Frage: Bis heute ist unklar, woher Gina H. gewusst haben soll, dass Fabian am 10. Oktober krank zu Hause blieb und alleine in der Wohnung war.

10.29 Uhr: Zum ersten Tümpelzeugen Christian D. habe K. "sehr viel Kontakt" gehabt. In dem Moment hebt Olaf K. die Augenbrauen. H. und D. hätten sich teils im Sekundentakt Nachrichten geschrieben. Am vergangenen Freitag waren teils anzügliche Nachrichten zwischen Gina H. und Christian D. ans Licht gekommen.

Zeuge: Gina H. wirkte am 9. Oktober "wütend"
10.26 Uhr: Jetzt springt der Richter zum 9. Oktober, zum Tag vor Fabians Tod. Olaf K. berichtet, da habe es erneut Streit zwischen Gina H. und Matthias R. gegeben. Gina H. habe an dem Tag "wütend" gewirkt.

Tümpelzeuge im Fall Fabian: "Damit hat die nichts zu tun"
10.25 Uhr: Nach dem Tümpel-Besuch habe er zwar Ungereimtheiten festgestellt. Doch er habe den Gedanken im Hinterkopf gehabt: "Das macht die nicht. Damit hat die nichts zu tun." Erst mit der Verhaftung habe sich das geändert, so K.

10.23 Uhr: "Wie ist Ihr derzeitiges Verhältnis zu Frau H.?" "Null", antwortet der Zeuge. "Wegen dem Vorfall." Damit meint er die Verhaftung von Gina H. am 6. November vergangenen Jahres. Ob es seitdem noch einmal Kontakt gegeben habe? "Nein, nein, nein." Nach dem Besuch am Tümpel hätten die beiden aber durchaus noch Kontakt gehabt.

10.21 Uhr: Gina H. war begeisterte Pferdeliebhaberin. Der Richter will wissen, wer sich jetzt um die Pferde kümmere. "Das macht Matthias R.", so der Zeuge. Zweimal am Tag gehe er zur Koppel und versorge die Tiere der Angeklagten.

10.17 Uhr: Jetzt springt der Richter plötzlich zum Handyverhalten der 30-jährigen Angeklagten. Das Handy sei ein "großes Thema" für sie gewesen, berichtet der Zeuge K. Es habe aber "mit Sicherheit" mal Momente gegeben, in denen sie nicht sofort geantwortet habe. Normalerweise habe er aber immer sofort eine Antwort von Gina H. erhalten. Zum Hintergrund: Laut Handyauswertung schaltete Gina H. ihr Handy insgesamt nur dreimal aus, unter anderem im Tatzeitraum am 10. Oktober vorigen Jahres. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian mit sechs Messerstichen getötet und seine Leiche anschließend angezündet zu haben.

10.15 Uhr: Der Richter bohrt nach, ob Gina H. explizit eifersüchtig auf Dorina L. gewesen sei. "Gina H. wollte nicht, dass die beiden Kontakt haben", so K. Zum Hintergrund: Fabians Mutter und Fabians Vater hatten regelmäßig Kontakt, auch, um abzuklären, in welchen Wochen der gemeinsame Sohn bei wem wohnen soll. Der Zeuge erinnert sich noch, dass Fabian nach dem Kontaktabbruch irgendwann wieder deutlich mehr Kontakt mit dem Vater hatte.

Zeuge im Fall Fabian berichtet von angeblicher Affäre
10.11 Uhr: "Gab es noch ein Streitthema?", will Schütt wissen. "Eifersucht. Großes Thema", antwortet K. Deshalb habe es immer wieder "Stress" gegeben. Matthias R. soll fremdgegangen sein. "Mit wem?" fragt Schütt. "Mit Dorina L.", habe Gina H. dem Zeugen erzählt. "Mit der Mutter von Fabian?" fragt Schütt ungläubig. Der Zeuge bejaht. In dem Moment scheint Fabians Mutter, die als Nebenklägerin am Prozess teilnimmt, tief durchatmen zu müssen. Aber sie bemüht sich, keine Regung zu zeigen. Gina H. stützt ihr Gesicht auf die zur Faust geballte Hand.

10.10 Uhr: Außerdem hätten Gina H. und Matthias R. häufig gestritten, weil R. angeblich zu wenig Zeit für sie gehabt habe. "Er war halt immer arbeiten", so der Zeuge. Gina H. habe außerdem ein Problem mit der Familie von Matthias R. gehabt. Dies seien "asoziale Leute" gewesen, so habe es Gina H. geschildert. Olaf K. bestätigt das: Er habe die Familie mal kennengelernt. Da sei alles "sehr unsauber, sehr unordentlich" gewesen.

10.07 Uhr: "Fabian war mal Streitthema", sagt Olaf K. Es habe eine Phase gegeben, in der Fabian seinen Vater nicht habe sehen wollen. In der Zeit habe Fabian weiter Gina H. besucht – ohne dass der Vater dabei gewesen sei. "Er wollte mit seinem Vater nichts zu tun haben", so K. über Fabian. Das habe er von Gina H. Erfahren.

Mordprozess Fabian: Olaf K. spricht über Beziehung zu Fabians Vater
10.04 Uhr: Jetzt will der Richter wissen, ob K. Fabians Vater Matthias R. kennt. R. und Gina H. sind nach Aussage von R. inzwischen wieder ein Paar, haben sich nach dem Tod des Achtjährigen angenähert. Von Gina H.s Seite habe er "nichts Gutes" über Matthias R. gehört. "Stress, Streitigkeiten, Alkoholkonsum." Er selbst habe das auch mitbekommen, sagt K. "Es waren kleine Streits, die ausgeartet sind." Die beiden hätten sich regelmäßig angeschrien und beschimpft. Gina H. habe zudem erzählt, Fabians Vater habe sie geschubst und sei handgreiflich geworden.

10.02 Uhr: Offenbar waren Olaf K. und die Angeklagte miteinander vertraut. Gina H. habe etwa gewusst, wo K. seinen Ersatzschlüssel für das Haus versteckte. K. hingegen habe das von Gina H. nicht gewusst. "Wie intensiv würden Sie den Kontakt einschätzen?" will Schütt wissen. Olaf K.: "Es war ein täglicher Kontakt."

9.56 Uhr: Der Richter betont, er verstehe, dass der Zeuge aufgeregt sei. "Aber jetzt möchte ich Ihnen einige Fragen stellen." Zuerst geht es um die Beziehung zwischen Olaf K. und Gina H. Aus einer Nachbarschaft sei eine "Freundschaft" geworden. Er habe ihr geholfen, auch mit den Pferden. "Täglich." Zudem habe er sie finanziell unterstützt. "Gelegentlich zehn bis 20 Euro" und auch mal etwas Materielles. Den Kontakt habe er am 6. November abgebrochen. An dem Tag wurde Gina H. Festgenommen.

Gina H. am Tümpel laut Zeuge: "Es ist Fabian"
9.51 Uhr: Im Schnelldurchlauf schildert Olaf K. die Geschehnisse am 13. Oktober vergangenen Jahres. An dem Tag hatte ihn Gina H. zur Leiche des Jungen geführt. Der Tag sei zunächst "ganz normal" gewesen, so K. Abends habe Gina H. angerufen und gesagt, "dass sie mit mir sprechen müsse". Später seien sie zum Tümpel in Klein Upahl gefahren. Sie habe dort "was entdeckt, war sich aber nicht sicher, was", habe Gina H. ihm erzählt. Vor Ort angekommen, habe Gina H. ihn gebeten, mit der Taschenlampe das tote Kind anzuleuchten. "Ich soll aufs Gesicht leuchten, hat sie gesagt." Dann habe Gina H. gesagt: "Es ist Fabian."

9.50 Uhr: Gina H. vermeidet den Blickkontakt zu Olaf K., sie schaut auf ihren Tisch und scheint in einer Akte zu lesen.

9.47 Uhr: Der Zeuge wirkt verunsichert, spricht so leise, dass er kaum zu verstehen ist. Immer wieder flüstert sein Anwalt ihm etwas zu. Er kenne Gina H., seit er 2020 nach Reimershagen gezogen sei. "Wir sind befreundet", sagt er, und fügt an: "Gewesen." Auch Fabian habe er in der Zeit kennengelernt, als dieser Gina H. zu Hause besucht habe.

9.45 Uhr: Olaf K. soll zunächst seine Beziehung mit der Angeklagten Gina H. beschreiben. Der Richter will den Zeugen einfach erzählen lassen. "Danach haben wir bestimmt jede Menge Fragen", so Richter Schütt.

Tümpelzeuge Olaf K. betritt Saal im Fall Fabian
9.42 Uhr: Jetzt kommt der einzige Zeuge des Tages in den Saal: Olaf K. Der Tümpelzeuge hat einen Rechtsanwalt mit dabei, der neben ihm Platz nimmt. Der Richter belehrt den Zeugen, dass er die Wahrheit sagen müsse. "Sie müssen keine Angaben machen, wenn Sie sich durch einzelne Angaben selbst der Gefahr der Strafverfolgung aussetzen würden."
Verteidiger von Gina H. stellt Beweisanregung

9.38 Uhr: Löcker begründet seine Beweisanregung: Die unter einem Fingernagel des toten Fabian gefundene blaue Kleidungsfaser könnte auch von einem Kleidungsstück des Sohnes der Angeklagten stammen. Ein Gutachter hatte zwar festgestellt, dass die Faser unter dem Fingernagel zu einem Pullover passt, den auch Gina H. getragen hat. "Er hat aber keine Individualidentität festgestellt", so Löcker. Zudem weist er noch einmal darauf hin, dass bei der Obduktion des kleinen Fabian keine Abwehrspuren festgestellt wurden und an der Kleidung der Angeklagten keine Blutspuren.

9.33 Uhr: Thomas Löcker stellt zuerst klar: "Für einen Beweisantrag hat es nicht gereicht." Nun sei es eine Beweisanregung geworden. Außerdem entschuldigt er sich für Rechtschreibfehler in dem Antrag, die die "Praktikantin" gemacht habe. Er habe diese nun "handschriftlich" korrigiert. Zum Inhalt des Antrags: Löcker hat mehrere Kleidungsstücke des Sohnes von Gina H. mitgebracht. Darunter mehrere blaue Jacken und Pullover. Löcker möchte erreichen, dass diese Kleidungsstücke untersucht werden.

9.32 Uhr: Mit leichter Verspätung haben auch die Richter und Schöffen den Saal betreten. Jetzt geht es los. Zunächst fragt der Vorsitzende Richter Holger Schütt die Beteiligten, ob es Anträge gibt. Verteidiger Thomas Löcker meldet sich zu Wort.

9.26 Uhr: Die Angeklagte im Fall Fabian, Gina H., betritt den Saal. Sie trägt eine hellblaue Jeans, weiße Turnschuhe und ein dunkelblaues kurzes Oberteil. Wie immer hält sie sich eine rosafarbene Mappe vor das Gesicht, um nicht fotografiert zu werden.

9.15 Uhr: Verteidiger Thomas Löcker ist da – und er hat zwei große blaue Müllsäcke mitgebracht, die er demonstrativ neben sich auf einem Stuhl platziert. In den Säcken dürften sich nach t-online-Informationen Kleidungsstücke befinden, die Löcker untersuchen lassen will. Wahrscheinlich wird er zu Beginn des Prozesstages einen entsprechenden Antrag stellen.

9.12 Uhr: In 17 Minuten geht es los mit der Befragung des Tümpelzeugen Olaf K. Die Staatsanwaltschaft hat bereits Platz genommen. Kurz darauf kommt Andreas Ohm an, einer der Verteidiger von Gina H. Sichtbar gut gelaunt begrüßt er Oberstaatsanwalt Harald Nowack und Staatsanwalt Oliver Schley.

9.08 Uhr: Ungewöhnlich früh betritt Fabians Mutter Dorina L. den Saal im Landgericht Rostock. Begleitet wird sie, wie auch schon an anderen Prozesstagen, von einem Seelsorger. Von den anderen Prozessbeteiligten und insbesondere der Angeklagten Gina H. ist noch nichts zu sehen.

9.05 Uhr: Auch heute ist das Interesse am Prozess wieder riesig. Dutzende Menschen haben sich im großen Saal des Landgerichts eingefunden. Alle mussten sich einer intensiven Sicherheitskontrolle unterziehen. Der Saal ist nun fast bis auf den letzten Platz gefüllt.

9.03 Uhr: Um 9.30 Uhr beginnt der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian. Olaf K. wird sich – ebenso wie am vergangenen Freitag Christian D. – die Frage gefallen lassen müssen, wieso er nicht sofort die Polizei rief, als Gina H. und er gemeinsam zum Tümpel fuhren und mutmaßlich die Leiche des kleinen Fabian sahen. Es dürfte eine intensive Befragung durch den Vorsitzenden Richter Holger Schütt werden.

9 Uhr: Die Tümpelzeugen gelten im Prozess um den getöteten Fabian als zentral und möglicherweise entscheidend. Das Gericht muss klären, ob Gina H. Täterwissen hatte, also etwa ob Gina H. den Ort der Suche gezielt auswählte und ob sie Fabian sofort erkannte. Auch die Mutter des getöteten Fabian, Dorina L., erwartet sich von den Zeugenaussagen neue Erkenntnisse, wie ihre Anwältin im Interview mit t-online betont hatte.

8.55 Uhr: Heute ist nur ein einziger Zeuge geladen, Olaf K. Er ist der zweite Tümpelzeuge im Fall Fabian. Gina H. soll ihn am 13. Oktober spätabends zur Leiche des Jungen geführt haben. Die Aussagen des ersten Tümpelzeugen im Fall Fabian, Christian D., können Sie hier nachlesen.

8.50 Uhr: Guten Morgen aus dem Landgericht Rostock. Heute steht der zwölfte Prozesstag im Fall Fabian an. Der Junge aus Güstrow (Landkreis Rostock) war am 10. Oktober mit sechs Messerstichen getötet worden. Gina H., die Angeklagte, soll zwei Zeugen nacheinander zur Leiche des Jungen an einen Tümpel bei Klein Upahl geführt haben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 15:12:40

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04
DA mag ich die Männer. Die sind freundschaftsmäßig für mich einfach gesünder und vor allem sachlicher. Was bei mir wichtig ist, denn ich kann das nicht so gut.
Das war jetzt bei dem anderen besten, männlichen, Freund, OK, dann direkt nicht so ;-)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 15:06:40

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:14:50 Nee, bist doch kein Spielverderber.
ich will jetzt nicht auf all Deine Punkte eingehen, sonst wäre es wieder zu lang.

Deswegen den Brandgeruch:

Du gehst also davon aus, dass Gina, hätte nach Rauch riechen müssen.
Wie soll das gehen, wenn sie vor dem Treffen, den Leichnam noch nicht verbrannt hat?
Es gibt das Feuerfoto mit Uhrzeit und der Brandgutachter hat auch ausgesagt, dass das Verbrennen nicht unmittelbar nach der Tat stattgefunden haben kann. Bis zum Foto wäre das Feuer dann schon längst aus gewesen oder zumindest nicht mehr so lodernd, wie auf dem Bild. Gina ist NACH dem Treffen, erneut zum Tatort um ihre Spuren zu verwischen. DAs ist meine Erklärung hierfür.
Das halte ich auch für recht wahrscheinlich.
Zumal
13.34-14.06 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeigt stationary an, also Verbleib an einem Ort(Funkzelle Bolzsee,keine aktive Handynutzung)
Treffen am Bolzsee war lt. CD 13.30. beendet, selbst wenn später, schien sie dort zu verbleiben, ggf.nachtätliches überlegen??)
14.06-14.23 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen Wechsel zwischen stationary und walk auf (oder doch gemeinsam? eigentlich egal)
14.32-14.47 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen stationary auf
zeitlich sehr gut dazu passt, wenn in der Zeit, in der sie mit zündeln beschäftigt war, das Handy im Auto lag. Um 15Uhr war das Feuer Dank Grillanzünder gut in Gang. 16 Uhr war es aus, aber noch Glut/Rauch. Absolut realistisch.

Es fehlt eine Lücke von 9 Minuten (14.23-14.32) in denen man zum Tümpel fahren kann.
Und vor allem die
14.51-15.19 h: Bewegungsdaten von Gs Handy zeichnen Autofahrt auf (wohl Sohn abholen)
inklusive
14.xxh : Erzieherin/Zeugin sieht Fzg. von G auf Höhe Klein Upahl, von Lohmen entgegen kommend, abbiegend nach Gestüt Gantschow

auffällig lange Autofahrt nach Krakow von 28 Minuten. Auch hier würde KleinUpahl sehr gut als Ausgangspunkt passen.

Die Reiterin sollte sich demnach mit G nur recht knapp verpasst haben um wenige Minuten. Genauso knapp wie die Kamera des Elektroladens das Parken des orangenen Autos mMn auch nur um nicht erfassen konnte weil um haaresbreite außerhalb des Kamera-Sichtfeldes.

Wenn man vlt. 2 Minuten fürs überschütten mit Grillanzünder und anzünden rechnet, verblieben von den 15min stationary noch 12-13 Minuten. Ergo kann sie wohl ca.6 Minuten zu Fuß weg im Wald geparkt haben. 450m weg ist eine Weg-Kreuzung mit einer etwas breiteren Lichtung als üblich. Gut zu parken, aber a) unerheblich und b) wirklich eher Fantasie ;-)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 15:01:34

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04 Vollzitat
Ich verstehe, was du meinst und stimme dir teilweise zu.
Mir ist auch völlig klar, dass Heike Resümee für sich zieht.
Aber: vieles, was sie vorbringt, weiß sie seit Jahren und hat das nie für sich reflektiert oder G darauf angesprochen? Ich bin ein absoluter Gegner davon, schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen. Das würde mir schon mein Stolz verbieten… und das wurde hier, dank JS, zur Genüge getan. MM

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Dienstag, 08. September 2026, 14:56:27

Prozesstag 12 - 16.06.2026
Zeuge: Olaf K. / abgehörte Telefonate + Sprachnachrichten
Bild Ticker komplett
Spoiler
16.06.2026 - 08:25 Uhr
Lange Schlange vor dem Gericht

Mehr als eine Stunde vor Prozessbeginn hat sich vor dem Rostocker Gericht eine lange Schlange gebildet. Mit Spannung wird die Aussage von Gina H.’s Nachbarn Olaf K. erwartet. Auch ihn soll sie zur Leiche von Fabian geführt haben. Auch er informierte die Polizei nicht.

16.06.2026 - 08:55 Uhr
Enormer Andrang am Dienstagmorgen

Die Schlange ist heute noch länger als am letzten Prozesstag am vergangenen Freitag, an dem Christian D. aussagte. Da war der Gerichtssaal bis auf den letzten Platz gefüllt. Am heutigen Dienstag ist der Vorraum noch voller, mehr als 60 Menschen haben sich lange vor Prozessbeginn angesammelt, berichtet der BILD-Reporter vor Ort.

16.06.2026 - 09:19 Uhr
Gina H.’s Anwalt kommt mit blauen Müllbeutel

Die Anwälte von Gina H. sind da. Thomas Löcker hat einen blauen Müllbeutel dabei, den er vor sich abgestellt hat. Er will sich später zum Inhalt des Beutels äußern.

16.06.2026 - 09:27 Uhr
Gina H. wird in den Saal geführt

Die Angeklagte verbirgt ihr Gesicht wieder mit einem roten Aktendeckel.

16.06.2026 - 09:28 Uhr
Bis auf den letzten Platz gefüllt

Der Prozesssaal ist wie am Freitag bis auf den letzten Platz gefüllt.

16.06.2026 - 09:33 Uhr
12. Prozesstag eröffnet
Das Gericht ist eingetroffen und hat den 12. Prozesstag eröffnet.

16.06.2026 - 09:41 Uhr
Gina H.s Anwalt stellt Beweisantrag
Gleich zu Beginn des Prozesses stellt Thomas Löcker, einer der Anwälte von Gina H., den Antrag, Fasern von Kleidungsstücken der Angeklagten zu analysieren und mit den unter Fabians Fingernagel und unter dem Rücksitz ihres Ford Rangers gefundenen zu vergleichen. Die Kleidung hat er im blauen Müllbeutel mitgebracht.

16.06.2026 - 09:47 Uhr
Anwalt bringt Kleidung mit
Thomas Löcker legt eine hellgraue Jacke, zwei hellgraue Jogginghosen, eine blaue Jogginghose, blaue Jacke, blaue Pulloverjacke vor. Die Kleidung komme aus dem Haus von Gina H.s Großeltern, die hellblauen Kleidungsstücke wurden alle von Gina H.s Sohn getragen. Der Verteidiger hatte Ginas Großeltern und Mathias R. darum gebeten, ihm alle hellblauen Kleidungsstücke zu überreichen, die Ginas Sohn regelmäßig getragen hat. Mathias R. erklärte gegenüber dem Verteidiger, dass Fabian z. B. die blaue Arbeitshose bei jedem Aufenthalt bei seinem Vater getragen habe.“ Zwischen den Faserspuren bestehe lediglich eine Klassenidentität, keine tatsächliche Identität. Er schließt mit dem Satz: „Kommt ein Gutachten lediglich zu diesem Ergebnis, würde die Belastbarkeit der Indizien gegen null gehen.“

16.06.2026 - 09:48 Uhr
Jacke könnte starkes Indiz sein
Die Verteidigung hat immer argumentiert, dass die Faserspur im Auto, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von Fabians grauer LIDL-Sweatshirtjacke stammt, auch vom leiblichen Sohn stammen könnte, da er wohl eine ebensolche LIDL-Sweatshirtjacke auch besitzen soll. Sollte sich herausstellen, dass es doch von Fabian ist, ist das ein starkes Indiz. Denn die Jacke wurde erst nach August 2025 gekauft. Also nachdem Fabian das letzte Mal Kontakt zu Gina hatte.

16.06.2026 - 09:50 Uhr
Zeuge Olaf K. tritt vor Gericht
Der Zeuge betritt den Saal und wird belehrt. Er trägt einen schwarz-braunen Pullover, eine dunkle Hose und je einen Ohrring an beiden Ohren: „Mein Name ist Olaf K., ich bin 1968 geboren und Verkehrstechniker.“

16.06.2026 - 09:51 Uhr
Olaf K. hat Zeugenbeistand
Olaf K. kommt nicht alleine. Er wird von einem Zeugenbeistand begleitet. Das ist ein Anwalt, der ihn bei seinen Aussagen berät, etwa ob er ein Aussageverweigerungsrecht hat.

16.06.2026 - 09:52 Uhr
Zeuge murmelt vor sich hin
Der spricht nicht sehr deutlich, murmelt eher seine Aussagen vor sich hin, hat sächsischen Dialekt.

16.06.2026 - 09:54 Uhr
Zeuge: „Sind befreudet … gewesen“
Olaf K.: „Frau H. kenne ich seit 2020, damals bin ich nach Reimershagen gezogen und ihr Grundstück mit den Pferden grenzte an meins an. Dort haben wir uns kennengelernt und sind befreundet … gewesen. Es hat sich dann im Laufe der Zeit eine Freundschaft entwickelt. Ich habe ab und zu bei ihr geholfen auf dem Grundstück mit Pferden und anderen Sachen. Fabian kenne ich daher, wenn er damals noch bei Frau H. zu Besuch war.“

16.06.2026 - 09:56 Uhr
Zeuge: „Der 10. war ganz normal“
Zeuge: „Der 9. Oktober war ein ganz normaler Tag, wir haben uns getroffen und die Pferde zusammen gemacht. Dann bin ich auf mein Grundstück und habe meinen eigenen Krempel gemacht. Erst gegen Abend haben wir uns wieder gesehen, nochmal kurz gesprochen und das war der 9.“ Zum Tag von Fabians Verschwinden sagt er aus: „Der 10. das war eigentlich alles ganz normal, da war nix auffälliges, wie gehabt. Ab und zu mal gesehen zwischendrin.“

16.06.2026 - 09:58 Uhr
Zeuge: Gina H. wollte „nicht am Telefon“ reden
Der Richter fragt dann nach dem 13.10., dem Tag als die Angeklagte ihn zu Fabians Leiche führte. „Der 13. genauso eigentlich, frühs getroffen und eigentlich wie die anderen Tage auch. Bis abends dann: Sie rief mich abends an, dass sie mich sprechen möchte. Ich fragte, was ist los? Dann sagt sie ,nicht am Telefon’ und sie kommt zu mir. 15 bis 20 Minuten später war sie dann bei mir und hat mir dann erzählt, dass sie mit dem Christian an dem Tümpel da gewesen ist und die da was entdeckt haben und sich aber nicht sicher sind was es ist und ob wir da hinfahren könnten. Ich habe mich angezogen, Taschenlampe mitgenommen und wir sind da hingefahren. Auf einem Feldweg angehalten, quer über den Acker gelaufen zu dem Tümpel runter und dann hab ich den Jungen da halt liegen sehen.“

16.06.2026 - 10:02 Uhr
Zeuge sollte Leiche ins Gesicht leuchten: „Das ist Fabian“
Richter: „Und dann?“ Der Zeuge: „Ja, und dann hat sie gesagt, ich soll ihn mal anleuchten und das habe ich dann kurz gemacht. Von den Füßen angefangen bis kurz vorm Gesicht und habe die Lampe wieder ausgemacht. Dann meinte sie, ich soll die Lampe wieder anmachen und aufs Gesicht leuchten. Das habe ich dann auch gemacht und dann hat sie gesagt ,das ist Fabian’. Dann sind wir zurück nach Reimershagen gefahren, ich habe sie abgesetzt, wir haben noch kurz gesprochen und dann bin ich nach Hause.“

16.06.2026 - 10:04 Uhr
Zeuge ging am Morgen danach zur Angeklagten
„Ich habe dann fast die ganze Nacht darüber nachgedacht, was ich da erlebt habe, und mir durch den Kopf gehen lassen, was sie mir erzählt hat. Und bin dann am nächsten früh zu ihr zum Stall gegangen und habe ihr gesagt, dass ich mit der ganzen Geschichte nichts zu tun haben will. Dann hieß es von ihr, dass sie da eine andere Idee hat, und dann bin ich zurück auf mein Grundstück.“

16.06.2026 - 10:05 Uhr
BILD-Reporter beim 12. Prozesstag

Neue Fragen im Fall Fabian (8): „Warum führte Gina H. zwei Männer zum Tatort?“
https://www.bild.de/news/12-tag-im-proz ... 0047eea948

16.06.2026 - 10:06 Uhr
Zeuge trennte sich von Ehefrau kurz nach Umzug
Olaf K. zog mit seiner Frau 2020 nach Reimershagen. Sie trennten sich dann, sind seit 2021 nicht mehr zusammen. Es habe sich auseinandergelebt, aber Frau H. hatte damit nichts zu tun, so der Zeuge.

16.06.2026 - 10:08 Uhr
Er half Gina H. mit den Pferden
Richter: „Sind das Frau H.s Pferde oder ihre Pferde? Haben Sie ihr immer geholfen?“
Zeuge: „Wenn ich zu Hause war, ja. Zu der Zeit war ich krankgeschrieben und war täglich zu Hause.“

16.06.2026 - 10:10 Uhr
Richter: „Haben Sie auch anderen Nachbarn geholfen?“
Richter: „Warum war das so? Sie sind der Nachbar und helfen jeden Tag, wie kommt das zustande?“
Zeuge: „Das ist von Anfang an so, ich hab meine Hilfe angeboten.“
Richter: „Haben Sie den anderen Nachbarn auch Ihre Hilfe angeboten?“
Olaf K.: „Wir sind von Anfang an ins Gespräch gekommen und sie hat mir viel von ihrer Beziehung erzählt, dass sie viel alleine ist. Daraus hat sich eine Freundschaft entwickelt.“

16.06.2026 - 10:11 Uhr
„Sie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?“
Richter fragt zur Freundschaft nach, spielt auf die Aussage von K. an, sie seien „befreudnet … gewesen“: „Sie sagen gewesen, seit wann ist das nicht mehr so?“
Zeuge: „Seitdem Frau H. festgenommen wurde, dem 6. November. Da ist mir … Ich weiß nicht, ich hab’s einfach sein gelassen und den Kontakt abgebrochen.“ Seitdem habe er auch nicht mehr mit ihnen gesprochen. „Zwei Tage später haben sie mich angerufen, dass ich zum Mittagessen kommen solle, ich habe das abgelehnt“, so der Zeuge weiter.

16.06.2026 - 10:13 Uhr
Zeuge hat Gina H. finanziell unterstützt
Richter: „Haben Sie Frau H. auch finanziell unterstützt?“
Zeuge: „Ja. Das waren materielle Sachen, die ich gekauft hab, und ab und zu 10 bis 20 Euro, damit sie sich was zu essen kaufen kann. Sie hat sich mal ein Zelt gekauft für Stroh und solche Sachen, das waren dann 150 Euro. Sie hatte gesagt, dass Matthias kein Geld dagelassen hat und sie was zu essen kaufen will.“

16.06.2026 - 10:15 Uhr
Olaf K. gab ihr monatlich Geld
Richter: „Wenn Sie das mal einordnen: Wieviel Geld haben Sie ihr pro Monat gegeben?“
Zeuge: „Weiß ich nicht, 30 bis 40 Euro.“

16.06.2026 - 10:16 Uhr
Hatte Angeklagte Schlüssel zu seinem Haus?
Richter: „Und dazu haben Sie sie täglich bei den Pferden unterstützt. Hatte Frau H. einen Schlüssel für ihr Haus?“
Zeuge: „Nein, aber sie wusste, wo der Ersatzschlüssel ist.“
Richter: „Sie hätte also theoretisch Zugang zu ihrem Haus gehabt. Wie sah es mit ihnen aus, hatten sie einen Schlüssel zu dem Haus der Großeltern?“
Der Zeuge verneint empört.

16.06.2026 - 10:17 Uhr
Richter fragt, wie intensiv Kontakt war
Richter: „Wie intensiv war der Kontakt, war es ein täglicher Kontakt?“
Zeuge: „Wenn ich auf Arbeit war, haben wir auch geschrieben und telefoniert.“

16.06.2026 - 10:19 Uhr
Frage zur Beziehung von Angeklagter zu Fabians Vater
Richter: „Was wissen Sie über Matthias R.?“ Wie schätzen sie das ein, seit wann kennen sie den?“
Zeuge: „Ihn selber kenne ich erst seit 2020 und habe ihn da kennengelernt. Wie soll ich ihn einschätzen? Ein sehr fleißiger und ansonsten, was die Beziehung angeht, da kam nichts Gutes rüber von Frau H.’s Seite. Die hatten immer Stress und Streitigkeiten wegen seines Alkoholkonsums. Er wollte gerne ein Bierchen trinken, durfte aber nicht. Der allgemeine Umgangston zwischen den beiden war nicht so berauschend. Das weiß ich aus ihren Erzählungen und habe es auch selbst mitbekommen. Meistens waren es Kleinigkeiten, die ausgeartet sind. Das hat sich untereinander hochgeschaukelt und ist lautstark ausgeartet, mit gegenseitigem Anschreien und Beschimpfen.“
Von Tätlichkeiten habe er nichts mitbekommen. Sie habe ihm aber mal erzählt, dass es Handgreiflichkeiten gegeben haben soll. Fabians Vater habe sie mal geschubst, als sie noch in Breesen bei ihm gewohnt habe.

16.06.2026 - 10:21 Uhr
Fabian war Streitthema
Richter: „Welche Konfliktthemen hatten die beiden noch, außer Alkohol?“
Zeuge: „Fabian war auch ein Streitthema. In der Zeit, als ich ihn kennengelernt habe, wollte er nichts mit seinem Vater zu tun haben. Das war ein heikles Thema. Wenn Fabian da war, war Matthias R. nicht da. Wenn dann nur kurz, er war dann arbeiten. Frau H. hat sich dann um Fabian und ihren Sohn gekümmert.“

16.06.2026 - 10:25 Uhr
Zeuge: Umgang mit Fabian von Vater war nicht gut
Warum Fabian keinen Kontakt haben wollte, weiß er nicht. „Der Umgang, den Matthias mit dem Jungen hatte, das war auch nicht so, von der Erziehung her, wie es eigentlich sein sollte. Das hat Frau H. erzählt. Die Erziehung war auch ein Streitthema. Das hat ihr nicht gepasst, er wollte Fabian am liebsten ins Zimmer einsperren, wenn er Blödsinn gemacht hat.“

16.06.2026 - 10:26 Uhr
Gina H. bezeichnete Familie R. als „asoziale Leute“
Der Zeuge zu weiteren Streitthemen: „Durch seine Arbeit war er (Fabians Vater, d.Red.) nie zu Hause, die gemeinsame Zeit hat gefehlt. Mit der Familie von Matthias R. in Breesen hatte sie auch ein Problem. Sie meinte, dass das asoziale Leute seien. Ich kenn die Familie auch, ich hab vorher in Lohmen gewohnt und die Familie mal kennengelernt. Sehr unsauber, sehr unordentlich. Frau H. wollte da nicht hin und Matthias sollte da auch nicht hin.“

16.06.2026 - 10:29 Uhr
Eifersucht wegen Affäre mit Fabians Mutter
Zeuge: „Eifersucht, war ganz großes Thema. Er durfte nicht mit anderen Mädels schreiben oder sonst irgendwelchen Kontakt haben. Das ging grundsätzlich nach hinten los, dann gabs Stress. Es soll wohl mal was vorgefallen sein und seitdem hat sie kein Vertrauen mehr gehabt, er soll irgendwann mal fremdgegangen sein. Das soll wohl mit der Mutter von Fabian gewesen sein, angeblich.“ Das habe Frau H. Berichtet.

16.06.2026 - 10:30 Uhr
Kontaktabbruch zu Fabians Mutter
Dorina L. kenne der Zeuge von ganz früher, aber damals sei sie noch „klein gewesen“. Aus den letzten Jahren kenne er sie nicht. Er wüsste nicht, dass Frau H. etwas über sie erzählt hat.
Richter: „Fabian war öfter mal da, hat Frau H. da nicht von Frau L. erzählt?“
Zeuge: „Kontakt soll da gewesen sein, das ist dann irgendwann wohl mal abgebrochen. Keine Ahnung warum.“
Richter: „Wie hat sie denn über Frau L. gesprochen?“
Zeuge: „Die hatten eigentlich guten Kontakt, dann der Abbruch und dann gab es nicht mehr viel Gutes zu berichten. Sie sei viel unterwegs an den Wochenenden, Frau H. war unzufrieden mit der Erziehung.“

16.06.2026 - 10:33 Uhr
Kontaktabbruch war „Eifersuchtsgeschichte“
Richter: „War Eifersucht in Bezug auf Frau L. ein Thema?“
Zeuge: „Sie wollte nicht, dass Matthias zu Frau L. noch Kontakt hat. Das war wieder so eine Eifersuchtsgeschichte. Das hat sich über die Jahre gezogen, auch 2025.“
Richter: „Wir wissen schon durch die Ermittlungen und andere Zeugen, dass Fabian ab August, September wieder Kontakt zu seinem Vater hatte.“
Zeuge: „Davon habe ich erst viel später erfahren.“ Wie es dazu kam, kann er nicht sagen.

16.06.2026 - 10:37 Uhr
Fabians Mutter reagiert nicht auf Aussage
Dorina L. blickt während seiner Aussage auf Zeuge Olaf K. Sie zeigt keine Regung bei seiner Einlassung. Auch nicht, als es um die Eifersucht von Gina H. Geht.

16.06.2026 - 10:39 Uhr
Richter fragt zum Handyverhalten
Richter: „Völlig aus dem Zusammenhang jetzt eine ganz banale Frage: Wie war denn das Handyverhalten von Frau H.?“ Gina H. hatte zweimal das Handy ausgeschaltet: einmal zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Mordes an Fabian und einmal, als sie mit Olaf K. bei Fabians Leiche war.
Zeuge: „WhatsApp, Instagram und alles. Handy war ein großes Thema. Sie war eigentlich schon immer erreichbar.“
Richter: „Gab es auch mal Zeiten, wo sie mehr als eine halbe Stunde nicht erreichbar war?“
Zeuge: „Gab es sicherlich auch.“ An einen konkreten Fall kann sich Olaf K. nicht erinnern. In der Regel habe sie auf Sprachnachrichten sofort geantwortet.

16.06.2026 - 10:43 Uhr
Fabians Vater macht jetzt alles für Angeklagte
Richter: „Hat Matthias Frau H. finanziell unterstützt, haben Sie da eine Größenordnung?
Zeuge: „Jeden Monat, es muss reichlich gewesen sein.“ Als das Paar sich getrennt habe, habe Matthias R. seine Technik abgeholt, unter anderem einen Traktor.
Richter: „Ich bin kein Pferdekenner, aber einen Traktor braucht man. Wie hat sie das dann bewältigt?“
Zeuge: „Mit mir!“
Richter: „Haben Sie Erkenntnisse, wie das jetzt läuft?“
Zeuge: „Das macht Matthias alles. Jeden Tag, früh und abends.“

16.06.2026 - 10:44 Uhr
Zeuge hatte Ungereimtheiten festgestellt
Der Richter will von Gina H.s Nachbarn und Bekannten Olaf K. jetzt wissen, wie sein aktuelles Verhältnis zu Gina H ist.
Zeuge: „Null. Kein Kontakt mehr seit der Festnahme.“ Er verneint alles. „Wegen des Vorfalls halt, wegen Fabian. Dass sie sie verhaftet haben.“
Richter: „Vor der Verhaftung hatten sie noch Kontakt, nach dem Besuch am Tümpel. Warum kam dann ein Umdenken?“
Olaf K.: „An dem Abend, als wir an dem Tümpel waren, hat sie mir vorneweg die Geschichte erzählt, wie sie mit Christian an dem Tümpel war. Da habe ich schon Ungereimtheiten festgestellt, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Ich habe aber im Hinterkopf gehabt, dass sie sowas nicht macht, auch wenn irgendwas nicht stimmen konnte. Ich wollte es nicht wahrhaben. So eine Festnahme kommt aber nicht grundlos.“

16.06.2026 - 10:52 Uhr
Zeuge zieht Augenbraue hoch bei Testament-Frage
Gina H.’s Nachbar und, nach eigener Aussage, enger Freund, zieht bei der Frage des Richters zum Testament, das sich Gina H. am Tag vor Fabians Verschwinden heruntergeladen hatte, die Augenbraue hoch: „Davon weiß ich nichts. Vom Testament hat sie immer wieder mal gesprochen, davon weiß ich aber nichts. Das mit dem Suizid-Scheiß war ja alles vorher, als sie sich getrennt haben. Da kam J. (Sohn von Gina H.) und meinte, ich soll rüberkommen. Er sagte: ,Mutti sitzt da und weint.’ Da lag sie vor dem Pferdestall, ich habe den Notarzt gerufen und J. zu mir genommen. Da ist sie nur komplett zusammengebrochen. Als sie sich selbst verletzt hatte, das war ein anderes Mal vorher, da hatte sie ihre Arme selbst verletzt.“
Das habe sie wegen der Trennung gemacht. „Sie hat sich Sorgen gemacht, wie es weitergeht mit der Technik und finanziell.“

16.06.2026 - 10:57 Uhr
Frage zur Kleidung
Der Richter will von Olaf K. wissen, wie die Angeklagte am Tag des Verschwindens von Fabian bekleidet war. Der Nachbar von Gina H.: „Reiterhosen, Turnschuhe, glaub ich, obenrum weiß ich nicht.“
Richter: „Hat sie einen Pullover angehabt? Einen blauen Pullover?“
Zeuge: „Kann ich nicht sagen.“
Der Richter hält Olaf K. vor, was er früher dazu ausgesagt hatte, nämlich dass sie Turnschuhe, eine Reithose und eine dunkelgrüne Jacke getragen habe. Ob sie abends was anderes bekleidet gewesen sei?
Zeuge: „Hose würde ich sagen die gleiche, Schuhe auch. Obenrum kann ich nichts sagen.“

16.06.2026 - 11:02 Uhr
Zeuge nennt Autowäsche ungewöhnlich
Der Richter will nun mehr zum Auto von Gina H. erfahren. Ob Olaf K. es schon mal gefahren sei? Der Nachbar habe es nur mal drei Meter auf der Pferdekoppel gefahren, andere Leute hätten das Auto seines Wissens nach nie gefahren.
Richter: „Wie ist Frau H. mit dem Auto umgegangen, eher als Gebrauchsgegenstand oder besonders pfleglich? Hat sie es oft gewaschen?“
Olaf K.: „Es war Gebrauchsgegenstand. Ganz am Anfang hat sie es noch gewaschen, später nicht mehr. Am 10. Oktober hat sie erwähnt, dass sie das Auto gewaschen hat. Das hat sie einfach so erwähnt.“
Richter: „Das war eher ungewöhnlich?“ Zeuge bejaht dies.

16.06.2026 - 11:11 Uhr
Warum Foto von sauberem Auto?
Richter: „Hat sie ihnen auch Bilder von dem sauberen Auto gezeigt?“
Olaf K. weiß es nicht mehr.
„Hätten Sie eine Idee, warum sie solche Fotos von dem Auto an Herrn D. schickt?“, will der Richter wissen. Der Nachbar hat keine Idee, warum sie das gemacht hat.

16.06.2026 - 11:13 Uhr
Reaktion auf Fabians Verschwinden „hielt sich in Grenzen“
Der Richter will wissen, wie Gina H. auf das Verschwinden von Fabian reagiert hatte. Der Nachbar: „Es hielt sich in Grenzen, sagen wir mal so.“ Rückblickend findet Olaf K. das komisch, weil die beiden ein gutes Verhältnis gehabt hätten. „Nach meinem Empfinden hätte ich da mehr erwartet, ein bisschen mehr Gefühl.“ Die Angeklagte habe nicht nach Fabian gesucht.

16.06.2026 - 11:17 Uhr
„Idee, in Klein Upahl zu suchen“
Es geht nun um den Tag, als Gina H. sowohl mit Christian D. als auch mit dem heutigen Zeugen Olaf K. bei Fabians Leiche war. Richter: „Am 13. Oktober haben Sie wieder morgens die Pferde gemacht, es ging auch da wieder um die Suche. Hat sie auch da einmal darüber gesprochen, wo man suchen könnte?“
Nachbar Olaf K.: „Es gab die Idee, in Klein Upahl zu suchen. Da waren Kripobeamte da und sie hat das denen gesagt. Da sei sie mit den Kindern mal Schlitten gefahren.“ Dass sie dort Schlitten gefahren war, hat er aber nie mitbekommen.
Richter: „Kam ihnen das plausibel vor oder komisch?“
Zeuge: „Was heißt plausibel? In dem Moment ja.“

16.06.2026 - 11:25 Uhr
„Immer wenn sie die Unwahrheit sagte, wurde sie laut“
Am Abend des 13. Oktober kam dann Gina H. beim Zeugen Olaf K. vorbei, ihrem Nachbarn. Sie habe dann vom Leichenfund mit Christian D. berichtet. „Sie sind hingelaufen, Christian soll es berührt haben, aber sie sind sich nicht ganz sicher. Deswegen hat sie gefragt, ob wir hinfahren können, um nochmal nachzusehen“, so der Zeuge. „Sie hat gesagt, dass es Fabian sein könnte. Ich habe gefragt, warum sie nicht die Polizei gerufen haben. Sie hat gesagt, dass er Jäger ist und man in fremdem Revier nicht mit Nachtsichtgeräten sein dürfe.“
Der Richter hält ihm vor, in der Vernehmung erzählt zu haben, dass die Angeklagte gesagt habe, dass Christian herausgehalten werden müsse, weil er wegen des fremden Reviers Ärger bekommen könne. K. habe ihr gesagt, das sei Humbug. Gina sei dann laut und sauer geworden und habe ihn angeschrien, dass D. herausgehalten werden müsse.
Jetzt sagt Olaf K.: „Immer, wenn sie die Unwahrheit gesagt hat, wurde sie laut.“

16.06.2026 - 11:33 Uhr
Gina H. diktierte Weg zu Fabians Leiche
Es geht nun um die Fahrt zum Leichenfundort: Gina H. habe Nachbarn Olaf K. den Weg diktiert. Vorher sei er dort noch nie gewesen. Den Weg hätte er nie im Leben alleine gefunden, sagt der Zeuge.

16.06.2026 - 11:34 Uhr
Ausgeschaltetes Handy höchst ungewöhnlich
Richter: „Wie geht’s weiter? Sie steigen aus und haben eine Taschenlampe dabei? Was hatte Gina H. Dabei?“
Zeuge Olaf K.: „Das Handy hat sie bei mir schon ausgeschaltet, als wir los sind. Keine Ahnung warum.“ Er habe nicht weiter nachgefragt, auch wenn das höchst ungewöhnlich sei, sagt er.

16.06.2026 - 11:36 Uhr
Fabians Mutter verlässt Gerichtssaal
Als die Zeugenbefragung sich dem Moment des Leichenfundes nähert, steht Fabians Mutter Dorina L. auf. Sie verlässt gemeinsam mit dem psychologischen Beistand den Saal.

16.06.2026 - 11:39 Uhr
Gina H. sagte, es sei Fabian
Der Zeuge beschreibt, wie er den Leichnam vorgefunden hat. Ob sie verbrannt war, kann er nicht sagen. „Das habe ich schon der Polizei gesagt: Was weiß ich, wie eine verbrannte Leiche aussieht? Das hat die gesagt, dass die Leiche verbrannt aussieht“, so Olaf K. Er habe erkannt, dass es ein Mensch sei, aber er habe nicht Fabian erkannt. Frau H. habe gesagt, dass es zu 100 Prozent Fabian sei.

16.06.2026 - 11:51 Uhr
„Was willst du der Polizei erzählen?“
Der Richter will wissen, was dann passierte. Olaf K.: „Wir sind zurück zum Auto gegangen. Gina hat gefragt: ,Was machen wir jetzt? Rufen wir die Polizei?’ Ich habe gesagt: ,Lass uns erstmal zum Auto gehen, ich bin überfordert gerade’. Dann haben wir erstmal gar nicht gesprochen. Ich hab gesagt, lass uns morgen früh sprechen und überlegen, was wir machen. Ich habe an der Suhle (Fundort der Leiche, d. Red.) auch gesagt: ,Was willst du der Polizei erzählen? Du bist mitten in der Nacht an der Suhle am Arsch der Welt? Was willst du denen erzählen?’ Dann hat sie nichts gesagt.“

16.06.2026 - 11:52 Uhr
Gina H. starrt auf Tisch
Gina H. sitzt zwischen ihren Anwälten, stützt den Kopf auf einer Hand auf und spielt mit der anderen Hand mit ihrer roten Mappe. Ihr Blick ist auf den Tisch vor sich gerichtet.

16.06.2026 - 11:54 Uhr
Richter macht 30 Minuten Pause
Nach den heftigen Aussagen von Olaf K. sagt der Richter zum Zeugen: „Herr K., wir haben uns zwei Stunden unterhalten, ich würde uns beiden mal 30 Minuten Pause anbieten.“ Der nimmt dankbar an. Der Prozess wird eine halbe Stunde unterbrochen.

16.06.2026 - 12:10 Uhr
Es geht weiter
Olaf K. kehrt in den Zeugenstand zurück. Er hat einen Kaffee mitgebracht.

16.06.2026 - 12:16 Uhr
Fabians Mutter nicht zurück zum Prozess gekommen
Nach der Pause ist Fabians Mutter nicht in den Prozess gekommen. Ob sie heute noch an der Verhandlung teilnehmen wird, ist unklar.

16.06.2026 - 12:21 Uhr
Fahrt zum Fundort dauerte 20 Minuten
Laut Nachbar Olaf K. dauerte die Fahrt zum Fundort von Fabians Leiche 20 Minuten. Er sei noch nie zuvor an der Stelle gewesen.

16.06.2026 - 12:24 Uhr
Foto von Fabians Leiche wird gezeigt
Jetzt wird ein Bild von der Leiche Fabians gezeigt. Gina H. schaut das Foto nicht an und senkt den Blick. Olaf K. erklärt, wie weit er von der Leiche entfernt stand. Der Richter weist den Zeugen darauf hin, dass an genau der Stelle auch ein Schuhabdruck von ihm gefunden wurde. Der Zeuge sagt, dass die Leiche anders aussah, als er da war. „Das sah nicht so schlimm aus wie auf dem Bild. Die Beine waren gerade, das war alles nicht so, wie soll ich sagen. So hat das nicht ausgesehen. Es sah in Anführungsstrichen normal aus, sauber.“
Es wird noch ein anderes, noch schrecklicheres Foto von Fabians Leiche gezeigt. Der Zeuge bleibt dabei, dass es in seiner Erinnerung anders aussah, auch wenn es dunkel war. Gut, dass Fabians Mutter nicht im Saal ist und das ansehen muss.

16.06.2026 - 12:32 Uhr
Olaf K. wollte Angeklagter Alibi geben
Der Richter konfrontiert Nachbar Olaf K. mit einer Sprachnachricht: „Und zum Thema Alibi: Da ich nicht sagen möchte, dass ich mit dir zusammen war (…). Hat Olaf gesagt, ja, dann sagen wir, dass wir den ganzen Tag zusammen waren, und gut ist.“
Richter: „Herr K., sie hatte mit Ihnen besprochen, dass Sie Herrn D. aus dem Scheiß raushalten möchten und zwecks Alibi hätten Sie gesagt, dass Sie zusammen gewesen seien.“
Zeuge: „Es ging ja um den Freitag da. Das war ein stinknormaler Tag und da kam das dann …“
Richter: „Warum geht es am 11. Oktober, Fabian wird noch vermisst, um das Thema Alibi?“
Zeuge: „Ich weiß es nicht, ich habe das alles nicht hinterfragt.“

16.06.2026 - 12:47 Uhr
Fabians Mutter wieder im Saal
Dorina L. kommt wieder zurück in den Gerichtssaal.

16.06.2026 - 12:48 Uhr
Jetzt geht es um Grillanzünder
Jetzt geht es um den Grillanzünder, der bei Gina H. gefunden wurde. Olaf K. sei mit dem Grillanzünder zu der Angeklagten „herübergegangen“. „Da haben wir mit meinem Grillanzünder ein Feuer gemacht, weil da viel Zeug wie Pappe und so war. Sie hatte keinen Grillanzünder“, erklärt der Zeuge.

16.06.2026 - 12:53 Uhr
Gina H. hatte Angst vor Spurenfund
In einem Telefonat mit Olaf K. berichtete Gina H., dass sie Angst davor habe, dass man Spuren an ihrem Auto finde. Zuvor hatte sie die Information von einer Person erhalten, dass Wildkameras ausgewertet werden. „Ich habe ihm gesagt, dass mir der Arsch auf Grundeis geht wegen meines Autos. Aber er meinte, wenn ich ordentlich gereinigt habe, dann finden die da eh keine Spuren. Dann meinte er, dass sie auch gucken wegen Wildkameras. Das wäre natürlich auch die Arschkarte“, so Gina H. in dem Telefonat mit Olaf K.

16.06.2026 - 13:00 Uhr
Gina H. gab Olaf K. weiße Schuhe
Am Tag nach dem offiziellen Fund von Fabians Leiche gab Gina H. Olaf K. weiße Turnschuhe. „Sie brachte mittags ihre Schuhe, ein paar weiße Turnschuhe, die sie an dem Abend anhatte. Ein paar Tage später kam sie mit einer Tüte Schuhe zu mir, alles weiße Turnschuhe.“ Der Richter holt jetzt aus einem großen Karton mehrere durchsichtige Plastikbeutel mit hellen Turnschuhen raus.

16.06.2026 - 13:06 Uhr
Zeuge sollte Schuhe verstecken
Der Richter fragt: „Was sollten sie mit dem Paar Schuhe?“ Olaf K. gibt an, dass er sie „beiseite“ legen sollte. „Damit keiner kommt. Ich sollte die beiseitelegen, damit sie bei ihr nicht gefunden werden“, erklärt Olaf K. Warum er sie verstecken sollte, will der Richter jetzt wissen. „Weil ich der beste Freund bin“, erklärt Olaf K. Der Richter wird stutzig und will wissen, warum der Zeuge das nicht hinterfragt habe. „Ich denke über sowas nicht nach. Man macht und gut ist.“ Die Schuhe seien sauber gemacht geworden. „Ich habe die bei mir in der Garage ins Regal gestellt und da blieben sie stehen. Dann kam sie zwei Tage später mit einem großen Beutel mit noch mehr Schuhen. Die sollte ich auch beiseite tun.“

16.06.2026 - 13:11 Uhr
„Sache wurde mir zu heiß“
Einen Tag später bat Olaf K. Gina H. darum, die Schuhe wieder abzuholen. „Ich hab ihr am Tag danach gesagt, sie soll ihren Scheiß wieder abholen. Die ganze Sache wurde mir zu heiß. Sie war nicht begeistert“, schildert der Zeuge.

16.06.2026 - 13:18 Uhr
Sorge um Wildtierkameras
Dem Zeugen Olaf K. wird ein abgehörtes Telefonat zwischen ihm und der Angeklagten vorgespielt. Es geht um Wildtierkameras. Gina H. hat Angst, von diesen fotografiert worden zu sein. Sie sei in der Gegend von Fabians Leichenfundort mit dem Auto unterwegs gewesen, sie sei zum Tierheilpraktiker wegen ihres Pferdes gefahren.

16.06.2026 - 13:21 Uhr
Richter nimmt Zeugen in die Mangel
Der Richter hakt jetzt beim Nachbarn von Gina H. nach: „Frau H. hat ihnen gesagt, sie war mit Leo spazieren. Hier in dem Telefonat sagt sie was anderes, dass sie zu dem Tierheilpraktiker wollte. Sie haben sie sogar gefragt, ob das nachweisbar ist. Die Polizei hat bei dem Tierheiler gefragt, ob eine Frau H. bei ihm war.“
Er verliest einen Aktenvermerk: „Am 21. Oktober wurde die Praxis in Lohmen des Tierheilers durch die Beamten aufgesucht. Gina H. will dort bei ihm gewesen sein. Der Betreiber Frank H. wurde gefragt und gab an, sich bis 17 Uhr dort aufgehalten zu haben. Hunde und Katzen habe er seit acht Wochen nicht mehr behandelt. Gina H. war ihm vom Namen nicht bekannt, ihren auffälligen orangefarbenen Fiat hat er ebenfalls nicht gesehen.“
Richter: „Hat Frau H. noch mal etwas zu dem Tierheilpraktiker gesagt?“
Zeuge: „Nein, nur in dem Telefonat, ansonsten nichts.“

16.06.2026 - 13:25 Uhr
Gina H. strickte Verschwörungstheorie
Das abgehörte Telefonat wird fortgesetzt: Gina H.: „Und Adi (Matthias R., der Vater von Fabian, d.Red.) und Dorina sollen Versicherungsbetrug machen wollen. Adi hat einen Haufen Schulden, na die Lebensversicherung für Fabian.“
Olaf K. lachend: „Ziehen sie sowas auch in Betracht? Heftig, ehrlich.“
Gina H.: Ich hab richtig Schiss, wenn die sich jetzt schon sowas ausdenken.
Olaf K.: „Wenn du damit nichts zu tun hast, ist doch alles gut. Solange nichts bewiesen ist, ist doch alles gut. Wenn du nicht mit drinnen steckst, musst du dir keine Gedanken machen.“
Gina H.: „Ich hab schon die beklopptesten Geschichten gehört, wie unschuldige verhaftet werden, die dann im Knast sitzen. Ich kenn auch jemand der unschuldig im Knast gesessen hat und nie wurde der richtige Täter gefunden.“

16.06.2026 - 13:33 Uhr
Gina H. sprach Aussage von Olaf K. ab
Es wird ein weiteres Gespräch abgespielt. Darin erklärt Nachbar Olaf K., dass er erneut bei der Kriminalpolizei vorgeladen ist. Gina H. gibt dem Nachbarn Uhrzeiten und Orte vor, die er benennen soll, an denen sie zusammen gewesen seien.
Gina H. im abgehörten Telefonat: „Die wollen bestimmt mit dir reden wegen dem Misthaufen. Oder ob wir Freitag wirklich zusammen waren. Ich kann mir 1 und 1 zusammenzählen. Ich hab dir gestern gesagt, die Durchsuchung hat mit meinem Mist zu tun. Sagst du irgendwas, das nicht passt, dann kommen die, und dann bin ich weg.“
Eine Minute später ruft Gina H. Olaf K. nochmals an.
Gina H.: „Mir ist grad eingefallen: Weißt du, wie lange wir die Pferde gemacht haben?
Der Nachbar: „Nö.“
Die Angeklagte: „Bis 11. Von 11 bis 12 Uhr war ich dann mit Leo und dann war ich ja mit Christian zusammen. Ist mir nur grad noch eingefallen. Meld dich, wenn du da raus bist.“

16.06.2026 - 13:38 Uhr
Schmunzeln im Gerichtssaal
Folgende Passage aus dem Telefonat sorgt für Schmunzeln unter den Zuschauern.
Gina H.: „Ja, und Samstag und Sonntag. Wir waren das ganze Wochenende zusammen.“
Olaf K.: „Ja leider“, er lacht. „Wenn wir uns wenigstens im Bett zusammen rumgetrieben hätten.“
Gina H.: „Kannst du ja angeben.“
Der Nachbar: „Nein, dann musst du Taten sprechen lassen, dann kann ich das sagen. Ansonsten haben wir eine rein platonische Liebe.“

16.06.2026 - 13:41 Uhr
Richter hakt wegen falschen Alibi nach
Richter: „In diesen Telefonaten wird darüber gesprochen, wie sie Frau H. ein Alibi geben. Was können sie dazu sagen?“
Olaf K.: „Ich habe ja schon erwähnt, dass ich den Tag nicht zusammengekriegt hat. Ich war halt froh, dass sie mir das dann erzählt hat.“
Der Richter: „Sie hat betont, mehrfach, dass sie den ganzen Tag zusammen waren.“ Er liest aus der Vernehmung vor, um die es in dem Telefonat ging. In der Vernehmung sagte Olaf K., dass er nicht genau weiß, bis wann sie die Pferde gemacht haben. Obwohl Gina H. ihn vorher noch darauf eingeschworen hatte, dass sie bis um 11 Uhr zusammen gewesen waren.
Richter: „Wenn ich sie jetzt direkt frage: Waren sie bis um 11 Uhr dort? War das so?
Zeuge: „Ich glaube nicht, nein.“

16.06.2026 - 13:45 Uhr
Zeuge wollte Sex von Gina H.
Der Richter liest nochmal die Stelle mit der platonischen Liebe vor. „Ich frage Sie ganz direkt: Hatten Sie sich mehr erhofft von der Beziehung zu Frau H.?“, will er von Oalf K. wissen.
Der Nachbar antwortet: Zeuge: „Am Anfang ja, als wir uns kennengelernt haben.“
Der Richter fragt genauer. „Sex haben zum Beispiel?
„Ja“, antwortet Olaf K.
Richter. „Hat Frau H. das gewusst?“
Olaf K.: „Ja, weil ich das gesagt habe. Zum Anfang hat sie gesagt nein, weil sie in einer Beziehung war. Als sie es dann nicht mehr war, gab es dann immer irgendwelche Ausreden. Da war nie irgendwas. Sie hat Andeutungen gemacht. In der Zeit, als sie sich getrennt haben, hieß es ja irgendwann mal. Es gab auch keinen Kuss.“

16.06.2026 - 13:47 Uhr
Gina H. schickte Zeugen freizügige Fotos
Dann will der Richter wissen, ob die Angeklagte ihm Bilder geschickt hatte. In einem früheren Termin wurden Sprachnachrichten von Gina H. gezeigt, in denen sie den Nachbarn darum bat, freizügige Fotos für Onlyfans verwenden zu dürfen, die sie ihm gesendet hatte.
Der Zeuge lacht: „Ja, freizügig. Teils oben ohne, nackt. Damals habe ich mich drüber gefreut. Heute weiß ich, dass es war, um mich bei Laune zu halten. Die Bilder habe ich immer wieder bekommen, ohne danach zu fragen.“ Bei der Durchsuchung soll bei ihm ein Kalender mit freizügigen Bildern von ihr gefunden worden sein.

16.06.2026 - 13:53 Uhr
Jetzt geht es um Messer vom Zeugen
Olaf K. hatte ein Campingmesser, das seit Jahren an seiner Garagentür in einer Scheide steckte. Ihm sei dann aufgefallen, dass es plötzlich fehlte. Er machte sich Sorgen, weil zu dem Zeitpunkt bekannt war, dass Fabian erstochen worden war.

16.06.2026 - 13:57 Uhr
Auf einmal war Messer wieder da
Olaf K. schildert, dass er zu Gina H. ging, sie auf das Messer ansprach. „Da meinte sie, dass sie gleich rüberkommt und hilft mit suchen. Ich hab mein ganzes Werkzeug in einer großen Kiste, da war aber nichts. Dann sagte sie, ich soll in dem anderen Schuppen mal schauen, ob es da ist. Das habe ich dann auch gemacht. Dann bin ich ein und nachmittags wieder raus und gucke in die Kiste wieder rein. Da lag das Messer. Ich glaube nicht, dass ich das übersehen habe. Das habe ich der Kripo erzählt und die haben das Ding mitgenommen.“

16.06.2026 - 13:58 Uhr
Richter zeigt Messer
Der Richter zeigt das Messer: eine feststehende Klinge mit dunklem Griff, schwarz-rot. Jetzt wird das Messer auf einem Foto gezeigt, als die Kripo es fotografiert hat. Es werden noch weitere Bilder von seinem Grundstück gezeigt und seiner Schuppentür. In dieser Tür steckte immer das Messer. Dann Foto des Kartons, in dem Olaf K. das Messer wiederfand. Die Kiste hatte er vorher durchsucht, später lag es dann oben auf der Kiste.

16.06.2026 - 14:03 Uhr
Zeuge: Keine Widerworte – sonst „Explosion“
Es geht wieder um Gina H., die in einem Telefonat Nachbar Olaf K. schildert, man wolle ihr den Mord an Fabian in die Schuhe schieben. Das Gespräch wird abgespielt. Anschließend fragt der Richter den Zeugen: „Wenn ich Frau H. richtig verstehe, soll ein Täter das Kind getötet und dort abgelegt haben, in der Hoffnung, dass Frau H. ihn dort findet? Haben Sie das nicht hinterfragt?“
Der Zeuge: „Ich muss dazu sagen: Wenn Sie mit Frau H. länger diskutieren oder sprechen, dann gibt es keine Widerworte. Dann wird zugestimmt und man ist ruhig. Sonst gibt es eine Explosion.“
Reaktion von der Anklagebank: Gina H. schüttelt den Kopf.

16.06.2026 - 14:17 Uhr
Richter ist mit dem Zeugen fertig
Rund vier Stunden dauerte die Befragung des Nachbarn von Gina H. Immer wieder hakte der Richter bei Olaf K. nach und konfrontierte ihn immer wieder mit abgehörten Telefonaten. Es sind teilweise erschütternde Details, die während der Befragung ans Licht gekommen sind, etwa dass Gina H. nach dem Fund von Fabians Leiche lachte.

16.06.2026 - 14:20 Uhr
Verhandlung für 15 Minuten unterbrochen
Der Richter hat die Verhandlung für eine Viertelstunde unterbrochen. Offenbar wird es heute keine Mittagspause geben.

16.06.2026 - 14:47 Uhr
Zeuge erhebt Manipulations-Vorwürfe gegen Gina H.
Staatsanwalt Oliver Schley stellt jetzt die Fragen:
Schley: „Am 10.10. hatte die Angeklagte angegeben, dass sie mit dem Hund spazieren war bei Lähnwitz. Ist Ihnen bekannt, dass sie dort öfter spazieren war?“
Zeuge: „Nein. Sie war immer in der Umgebung von Reimershagen mit dem Hund spazieren.“
Schley: „Zum 13.10. abends, am Auffindeort. Haben Sie der Angeklagten verboten, dass sie die Polizei ruft?“
Zeuge: „Nein. Ich hatte nur gesagt, wir warten bis morgen früh. Am nächsten Morgen war ich bei ihr im Stall und habe ihr gesagt, dass ich darüber nachgedacht habe, was passiert ist und was sie mir erzählt hat. Ich habe ihr gesagt, dass das nicht hinhaut. Ich habe mir auch das halbe Jagdgesetz durchgelesen, ob es stimmt, dass man mit Wärmebildkamera nicht in andere Reviere darf als Jäger. Dann wurde sie kurz laut, aber ich habe ihr gesagt, dass ich raus bin. Dann hat sie gesagt, sie hat eine andere Idee. Erst meinte sie, dass ihr Hund angeschlagen haben soll. Dann habe ich ihr gesagt, dass das Quatsch ist. Dann meinte sie, dass sie Heike anruft.“
Schley: „In der Vernehmung wurden Sie gefragt, wie Sie Gina als Mensch einschätzen.“
Der Zeuge weiß nicht mehr, was er gesagt hat.
Schley: „Sie sollen gesagt haben, dass Gina ganz nett sein kann, wenn sie will. Aber auch wisse, wie sie Menschen manipulieren könne.“
Zeuge: „Ich habe genug Zeit gehabt, die letzten Wochen darüber nachzudenken, und es war Manipulieren ohne Ende. Wenn man mal gestritten hat, gab es mal wieder ein schönes Bildchen, und dann war wieder gut. Ich dachte, dass sie das mit den Bildchen nur bei mir macht.“
Der Staatsanwalt will wissen, wie Gina H. andere Menschen sonst manipuliert habe.
Zeuge: „Wenn es nicht nach ihrem Kopf geht, dann wird sie laut.“ Als Beispiel dafür nennt er einen anderen Mann aus Güstrow.

16.06.2026 - 14:58 Uhr
Fragen vom Oberstaatsanwalt
Oberstaatsanwalt Nowack stellt jetzt die Fragen:
Nowack: „Am 14.10 sind Sie morgens rüber und haben gesagt, dass das alles nicht zusammenpasst.“
Zeuge: „Der Zweifel war da, auf jeden Fall. Ich wollte es nicht wahrhaben, dass sie was damit zu tun hat.“
Nowack: „Haben Sie sich verpflichtet gefühlt, der Angeklagten gegenüber?“
Zeuge: „Irgendwo ja. Ich konnte diese beiden Sachen nie zusammenbringen, dass sie was mit dem was passiert ist zu tun hat.“
Nowack: „War die Angeklagte häufig mit dem Hund unterwegs?“
Zeuge: „Die war gut mit dem Hund unterwegs, meisten mit den Pferden.“
Nowack: „Können Sie sich erinnern, wann sie alleine mit dem Hund spazieren war?“
Zeuge: „Nee. Nie, ich wüsste nicht wann.“
Nowack: „Noch eine Frage zum Messer, haben sie das je in die Kiste gelegt, in der sie das gefunden haben?“
Zeuge verneint.
Nowack: „Nachdem die Angeklagte am Abend des 13.10 mit Herrn D. zurückkam, hat sie ihnen gesagt, was sie genau gesucht hat?“
Zeuge verneint.
Nowack: „Hatten Sie selbst Angst in den Fokus der Ermittlungen zu geraten?“
Zeuge: „Ja, am Auffindetag. Ich habe mich gefragt, was erzählt du denen. Vor den Vernehmungen bei der Polizei hatte ich noch ein mulmiges Gefühl, aber die Kripo hat mich dann nur als zeuge gesehen und dann wurde es besser.“ Über seine Spuren am Tatort habe er sich keine Gedanken gemacht, weil er nichts gemacht habe. Das einzige was er falsch gemacht habe, sei, nicht gleich die Polizei gerufen zu haben

16.06.2026 - 15:08 Uhr
Zeuge berichtet von Männern und Geldgebern
Christine Habetha, Anwältin der Mutter: „Welche Rolle spielt welcher Mann im Leben von Frau H.?
Zeuge: „Christian kann ich nicht einschätzen. Aber der Handykontakt von denen war nicht mehr gesund, das ging 24 Stunden. Ich weiß nicht, was da war. Die haben sehr viel Zeit miteinander verbracht am Handy, und sie hat mir von ein, zwei Treffen erzählt. Matthias R., wenn man die Beziehung kennt, das ist auf jeden Fall krank alles und hat nichts mit einer Beziehung zu tun. Meine Einschätzung ist, dass sie ihn zum Überleben braucht.“
Habetha: „Bei Ihrer Vernehmung erwähnten Sie, dass es auch andere ,Sponsoren’ gibt.“
Zeuge: „Es gibt ein Künstlerehepaar M. aus Breesen, wo der Mann einen Haufen Geld gibt. Der war auch bei dem Umzug aus Krakau dabei.“
Habetha: „Die Tiere spielen bei Frau H. eine große Rolle. Gab es ein Verhalten gegen die Tiere, das man missbilligen könnte?“
Zeuge: „Es gab zwei Situationen. Einmal auf dem Reitplatz wollte das große weiße Pferd nicht mehr, da hat sie mit der Gerte so geschlagen, das war heftig. Beim ersten Mal waren blutige Striemen zu sehen.
Habetha: „Die Turnschuhe, als Gina H. sie zu Ihnen gebracht hat, in welchem Zustand kamen die Schuhe denn zu Ihnen?“
Der Zeuge weiß es nicht. Die Anwältin hält ihm vor, dass er in der Vernehmung erklärt hat, dass die Turnschuhe nass gewesen seien. Dann erinnert er sich wieder.
Habetha hält ihm seine Vernehmung vom 6. November 2025 vor. In einem Telefonat habe Gina H. gesagt: „Bis jetzt haben die nur meine Fußspuren, meine Gummistiefel. Er: Meine wollen die nicht, Christians auch nicht. Sie: Christian hat ja auch Fabian angefasst. Aber siehst du doch, selbst das scheint nicht gefunden worden zu sein.“ Dann habe er bei der Vernehmung gesagt, dass sie keine Gummistiefel getragen habe, als er mit ihr am Fundort war.
Habetha: „Haben Sie mal etwas gehört von der früheren Beziehung mit dem Vater ihres Kindes?“
Zeuge: „Er soll ein Pole sein, der Alkohol trinkt, sie geschlagen und auf den Strich geschickt haben soll.“ Das seien Informationen gewesen, die er von ihr bekommen habe.
Dann erklärt er, dass er gewarnt wurde von einem anderen Bewohner von Reimershagen. „Der war vor mir Haus- und Hofsklave, hat jede freie Minute da verbracht und gemacht und getan und hat dann den Kontakt zu ihr abgebrochen. Der war mal bei mir und meinte: Lass die Finger von der, fass die bloß nicht an. Du hast guten Sex, aber sobald du dich umdrehst, hast du eine Klage wegen Vergewaltigung an der Backe. Die Frau ist geisteskrank.“

16.06.2026 - 15:08 Uhr
Zeuge versteckte sich mit Gina H. vor der Presse
Jetzt ist Thomas Löcker, der Pflichtverteidiger von Gina H., mit den Fragen dran.
Jens Schwarck, der freie Journalist, soll den Zeugen am gestrigen Montag angerufen und ihm viel Glück gewünscht haben. Er habe ihm mal ein Interview gegeben.
Richter: „Kann es sein, dass Herr Schwarck hier mal als Zeuge eine Rolle spielt?“
Löcker: „Ich respektiere ihn ja und glaube, er macht seine Arbeit gut. Ich möchte ihn nicht als Zeugen laden.“
Der Richter gibt den Hinweis, dass Herr Schwarck den Raum verlassen könnte. Schwarck aus dem Zuschauerraum: „Ich bleibe hier.“ Richter: „Gut, ist Ihre Entscheidung.“
Löcker: „Haben Sie mitbekommen, dass die Presse unmittelbar nach dem Verschwinden in Reimershagen unterwegs war?“
Zeuge: „Die Presse wurde mir von Gina madig gemacht. Ich habe mich dann mit Gina vor Schwarck versteckt, sobald wir sein Auto gesehen haben.“
Löcker: „Wie kam es dann trotzdem zum Kontakt mit ihm?“
Zeuge: „Irgendwann stand er mal am Gartenzaun und wir haben gequatscht. Irgendwann war er dann bei mir, und wir haben gesprochen über die ganze Geschichte.“
Löcker: „Was haben Sie da erfahren?“
Zeuge: „Ich habe da nichts erfahren. Er hat was erfahren. Ich habe ihm erzählt, wie die ganze Geschichte abgelaufen ist.“

16.06.2026 - 15:21 Uhr
Unfallversicherung zugunsten von Gina H.
Der Oberstaatsanwalt unterbricht Löcker jetzt, sagt, dass er unzulässige Fragen stellen würde. Nach einer kurzen Diskussion weist der Richter darauf hin, dass er die Fragen zulässt, aber Löcker zum Punkt kommen soll. Löcker regt sich auf, dass der Oberstaatsanwalt ihn aus dem Konzept gebracht habe.
Nach weiteren Fragen erklärt der Zeuge, dass er das Interview mit Schwarck gemacht habe, um sich zu erklären, warum er die Polizei nicht gerufen habe. Der Grund sei gewesen, dass er nicht wusste, was er der Polizei sagen soll. Löcker fragt weiter nach dem Interview mit Schwarck. Der Oberstaatsanwalt beanstandet wieder. Er fährt mit anderen Fragen fort.
Löcker: „Haben Sie eine Unfallversicherung abgeschlossen, bei der Frau H. als Begünstigte eingetragen wurden?“
Der Zeuge bejaht. Er habe in der Zeit, in der sich Matthias R. und Gina H getrennt haben, sie als Begünstigte eingetragen.
Löcker: „Haben Sie Frau H. die Bescheinigung dafür gegeben?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Haben Sie sie dabei geküsst?“
Zeuge: „Ja.“
Löcker: „Wohin?“
Zeuge: „Auf den Mund!“

16.06.2026 - 15:27 Uhr
Gab es zwei Täter?
Löcker hält ihm vor, dass der Zeuge in einer Vernehmung gesagt hat, dass er sich vorstellen kann, dass es zwei Täter gebe. Er will wissen, warum der Zeuge seine Meinung diesbezüglich geändert hat. Der antwortet: „Ich hatte genug Zeit zum Nachdenken seit meiner letzten Verhandlung. Ich kenne das Verhältnis von Gina und Fabian. Wenn sie dem erzählt hat, wir fahren nach Klein Upahl Tiere gucken, dann hat der sich gefreut wie ein Schneekönig und ist da mit gerannt.“ Sie habe deshalb keinen Mittäter gebraucht.

16.06.2026 - 15:33 Uhr
„Bis sie geblutet haben“: Schwere Vorwürfe gegen Gina H.
Es geht nun noch einmal um die Tiere. Auf Nachfrage erklärt der Zeuge, dass Gina H. tierlieb sei, aber er eben zweimal erlebt habe, wie sie ausgerastet ist und die Tiere mit der Gerte geschlagen habe, bis sie geblutet hätten.
Löcker und der Zeuge diskutieren dann über Kleinigkeiten: Ob er wirklich genau erklären könne, ob die bluten Striemen von dieser Behandlungen kämen. Darauf sagt Löcker: „Dann zu einem anderen Thema“. Daraufhin hämisches Lachen aus dem Zuschauerreihen. Löcker schaut in die Richtung, aus der das Lachen kam und sagt „Können Sie ihr dämliches Lachen unterlassen? Unverschämtheit.“ Richter Schütt ermahnt das Publikum.

16.06.2026 - 15:39 Uhr
„Mein Leben hat keine wirkliche Rolle gespielt“
Jetzt ist Andreas Ohm, der zweite Verteidiger von Gina H., mit den Fragen dran:
Ohm: „Über was haben Sie in der Anfangszeit Ihrer Freundschaft mit Frau H. gesprochen?“
Zeuge: „Vor allem hat sie über sich gesprochen. Mein Leben hat da keine wirkliche Rolle gespielt.“ Er wiederholt dann einiges, was bisher schon gesagt wurde.
Ohm: „Dann kam die Beziehung mit Matthias R., wie oft haben Sie die Angeklagte in der Zeit getroffen?“
Zeuge: „Wenn ich arbeiten war, nur am Wochenende.“ Der Zeuge war meist die ganze Woche auf Montage.

16.06.2026 - 15:42 Uhr
Nachhaken bei Grillanzünder und Geldzahlungen
Ohm fragt zum Grillanzünder: „Sie haben Grillanzünder von sich aus mitgebracht, weil sie die Feuertonne anzünden wollten. Wie viel der Flasche haben Sie davon verwendet?“
Zeuge: „Nein, keine Ahnung. War mir auch egal. Das ist mir doch egal, wie viel da weg ist. Man gibt halt.“
Ohm: „Sie haben gesagt, Matthias R. habe die Angeklagte monatlich mit 200 bis 300 Euro unterstützt. Woher kennen Sie diesen Betrag?“
Zeuge: „Das hat sie mir so erzählt. Er hat die Rechnungen bezahlt. Tierarzt, Futter, die Turniere.“

16.06.2026 - 15:44 Uhr
Zeuge hat die Leiche gesehen
Ohm: „Bei der Auffindesituation am 13. abends, da haben Sie erklärt, Kleidungsstücke gesehen zu haben. Können Sie noch einmal beschreiben, was Sie da gesehen haben?“
Zeuge: „Als ich den Jungen gesehen habe, sah das auf keinen Fall so schlimm aus wie auf den Bildern. Ich erinnere mich, dass ich auf der Brust etwas Grünliches gesehen habe. Auch dass die Bauchdecke geöffnet war, war auf jeden Fall nicht so, als ich die Leiche gesehen habe.“

16.06.2026 - 15:50 Uhr
Wer finanzierte Gina H.? Richter bohrt nach
Richter Schütt hat Fragen zu einem Mann namens Jörg M., der Gina H. für das Dach des Schuppens 800 Euro gegeben habe. Um ihn ging es vorhin schon einmal. M. ist der Mann eines Künstlerehepaars.
Schütt: „Was hat Frau H. zu dem erzählt, was ist das für einer? Warum gibt es Geld von dem?“
Zeuge: „Ich habe nicht weiter gefragt, sie meinte einfach so.“
Schütt: „Noch einmal zum Thema Finanzen: In der Vernehmung haben Sie genauer erklärt, wie viel Geld Gina H. im Monat braucht.“ Dann liest er vor, dass Gina H. ein Zelt gekauft habe (800 Euro), Überwachungskameras für den Stall mit eigenen Sim-Karten-Verträgen, Spezialfutter für die Pferde.
Ihm sei erzählt worden, dass Matthias R. 1300 Euro schwarz verdient habe, das ganze Geld bekomme Gina H. Auf die Frage, wie Gina H. nach der Trennung den Lebensunterhalt verdiene, habe er geantwortet, Oma und Opa würden angeblich bezahlen. Er selbst habe ihr einmal 250 Euro geliehen und nur die Hälfte zurückbekommen. Deshalb habe er ihr nur noch Kleinigkeiten bezahlt.

16.06.2026 - 16:00 Uhr
Streit, Wutausbrüche und das Verhältnis zu Fabian
Richter: „Gab es Situationen, Ausraster aus Wut, auch gegen Menschen?“
Zeuge: „Bei mir nicht. Bei Matthias habe ich mitbekommen, dass es da immer mal was gab. Türen geknallt worden, Geschirr geflogen ist.“ Mehr habe er nie mitbekommen. Nur, dass sie sich angeschrieen hätten.
Richter: „Haben Sie mitbekommen, dass es Ausraster gegen ihren Sohn oder gegen Fabian gab?“
Der Zeuge hat von Tätlichkeiten usw. nichts mitbekommen.
Richter: „Am Anfang haben Sie die Streitpunkte Finanzen, Eifersucht, Erziehungsmethoden für Fabian usw. beschrieben. Dann gab es keinen Kontakt mehr zwischen Fabian und Matthias R., aber es gab noch Kontakt zwischen Gina und Fabian. Wissen Sie, ob Matthias R. wieder Kontakt zu Fabian aufbauen wollte? Was war Ginas Meinung dazu?“
Zeuge: „Sie meinte, das würde nichts bringen, weil der Junge eh nichts mehr von ihm wissen will.“
Dann hält der Richter vor: In der Vernehmung habe er auch erzählt, dass Gina sich darüber ausgelassen hätte, dass Matthias R. „einen auf Super-Daddy“ machen würde und sich um 180 Grad gedreht habe und „ein Arsch“ sei.

16.06.2026 - 16:10 Uhr
Absprachen wegen eines Alibis
Abschließende Erklärung von Oberstaatsanwalt Nowack zur Zeugenvernehmung:
„Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein wesentliches Puzzlestück – nicht nur zum Auffinden des Jungen, sondern auch zu den Gesamtumständen. Der Zeuge war eine Vertrauensperson der Angeklagten. Er hat erzählt, dass die Angeklagte sich mit ihrem Lebenspartner Matthias R. oft gestritten hat, auch über Fabian.
Er selber stellte viele Ungereimtheiten in der Nacht des 13. auf den 14. Oktober 2025 fest. Dem Zeugen D. hatte Gina H. erzählt, dass sie Fabian suchen wolle, während sie dem heutige Zeugen erzählte, dass sie unterwegs gewesen sei, um mal abzuschalten. Dazu haben wir uns heute mehrere Schuhpaare angesehen, von der Marke Pammys. Die Spuren, die am Tatort aufgefunden worden, waren auch von dieser Marke.
Darüber hinaus hat die Angeklagte die Auffindestelle als Schweinesuhle benannt. Auch ihr Großvater kannte diesen Begriff. Auch das wird noch eine Rolle spielen, wenn wir die nächste Zeugin hören, bei der Frage, warum der Junge dort getötet wurde.
Wesentlich war bei der Zeugenaussage auch, dass es Absprachen wegen eines Alibis gegeben habe. Schon einen Tag nach dem Verschwinden von Fabian brachte sie den Zeugen dazu, ihr ein vermeintliches Alibi zu geben, am Vormittag und am Nachtmittag. Damit sollten genau die Tatzeitpunkte ausgeschlossen werden. Obwohl der Tatzeitpuntk noch nicht öffentlich bekannt war, suchte die Angeklagte bereits ein Alibi.

In einem Telefonat mit dem Zeugen sprach die Angeklagte langatmig über Wildkameras und sagte sogar, dass sie zu Gott bete, dass dort keine Kameras seien und wenn dann nur nachts. Auch zum Messer waren die Erkenntnisse gewinnbringend. Er selbst hat in Anwesenheit der Angeklagte gesucht, das Messer nicht gefunden und nur als er kurz weg war, war das Messer wieder da. In dem Pappkarton, in dem er es niemals reingelegt hat. Das an dem Messer keine Spuren waren, kann daran liegen, dass es gereinigt war.
Zurück zu den Fußspuren: Der Zeuge hat genau wie der Zeuge D. ausgeführt, dass die Zeugin sich nur in unmittelbarer Nähe des Leichnams aufgeführt habe. Es haben sich aber noch mehr Spuren entfernter von der Leiche gefunden, gemeinsam mit Kinderspuren. Die Frage ist, was dem Jungen gesagt wurde, dass er an diesen Ort mitgegangen ist. Diese Frage können nur zwei Personen beantworten und eine davon ist tot. Die Hinterbliebenen haben auf eine Antwort einen Anspruch.“

16.06.2026 - 16:16 Uhr
Prozess für heute beendet
Der Prozess ist für heute vorbei. Der nächste Prozesstag ist am 18. Juni.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 14:52:04

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09 Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.
Ich finde gar nicht, dass sie schlecht von Gina spricht. Ich denke, auch nicht, dass sie Gina schlechter darstellen will oder wollte.
Das sie die Wahrheit sagt, dass kann ihr niemand verübeln und wenn ihre Beobachtungen und Erzählungen von ihr so wahrgenommen wurden, dann hat sie ja jedes Recht, das auch auszusprechen.
Sie wird sich vor allem selbst erklären wollen, warum Gina sie nur benutzt hat. Wenn Gina kein Brot oder Apfel hat, dann war sie gut genug und hat ausgeholfen. Das man sich da irgendwie aber fragt, was gibt sie ihrem Kind denn überhaupt zum Essen, wenn von jetzt auf gleich, das Brot schimmelt und kein Obst gekauft wurde, ist irgendwie legitim, oder?
Wenn das die Wahrheit ist und Gina sich reflektieren würde, dann würde sie vielleicht selbst zu der Auffassung kommen.
Nachdem Fabian ja laut ihr, nichts richtiges zum ESsen bekommen hat.

Heike war eine Freundin. Und ich finde, nach diesem Ende einer Freundschaft, hat man das Recht Wahrheiten zu erklären um sich selbst klar zu machen, dass man leider für die andere Person niemals eine Freundin war.

Die Schuld seh ich da ganz klar bei Gina und Heike hat es nicht mal nötig, Gina noch schlechter dastehen zu lassen, indem sie gegen ihre Freundin hetzt. Böswillig.

Ich finde genau das bei Frauen so schwierig. Warum muss da immer der Vergleich gezogen werden? Warum ist es so wichtig, unbedingt besser da stehen zu wollen, als die andere?
Eine echte Freundin will auch eine ehemalige beste Freunin nicht hintergehen oder leiden sehen.
Aber nach einer beendetet Freundschaft, dürfen Wahrheiten aufgeklärt werden. Erst recht, wenn man dazu gefragt wird.
Heike hat es nicht nötig, sich auf das Niveau ihrer ehemaligen besten Freundin, hinabzubegeben.
Es tut ihr sehr weh, dass hat das Interview gezeigt und für das, was ihr angetan wurde, finde ich ihre Aussagen sogar noch respektvoll bis würdevoll formuliert. .

DA mag ich die Männer. Die sind freundschaftsmäßig für mich einfach gesünder und vor allem sachlicher. Was bei mir wichtig ist, denn ich kann das nicht so gut.
Und ich hatte 38 Jahre, eine beste Freundin. Bis ich erkannt habe, dass sie niemals eine beste Freundin war.
Mein ganzes Leben habe ich diese Freundschaft verteidigt, obwohl andere schon in unserer Kindheit erkannt haben, dass das keine Freundin sein kann.
Wir haben alles miteinander erlebt. Auch immer räumlich sehr nah. Sie war für mich wie eine Schwester, die zur selben Zeit Kinder bekam, wie ich.

Vor 3 Jahren habe ich die Freundschaft dann beendet. Und obwohl ich heute all die red Flags sehe, ich werde immer sagen können, ich hatte eine beste Freundin. Sie könnte das nie von sich behaupten, denn das wäre gelogen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Komisar_Rex_ » Dienstag, 08. September 2026, 14:14:50

SherlockHolmes hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 10:37:13 Ich möchte kein Spielverderber sein.

Der Staatsanwalt muss am Ende in der Gesamtschau der Indizien (Beweise gibt es nicht) zu einem Der Kumpel vom Bolzsee nahm kein Brandgeruch bei Gina H wahr. Feuergeruch verbreitet sich sehr schnell in Fasern und Haut. Nein ich bin definitiv kein Gina Anhänger oder ähnliches.
Nee, bist doch kein Spielverderber.
ich will jetzt nicht auf all Deine Punkte eingehen, sonst wäre es wieder zu lang.

Deswegen den Brandgeruch:

Du gehst also davon aus, dass Gina, hätte nach Rauch riechen müssen.
Wie soll das gehen, wenn sie vor dem Treffen, den Leichnam noch nicht verbrannt hat?
Es gibt das Feuerfoto mit Uhrzeit und der Brandgutachter hat auch ausgesagt, dass das Verbrennen nicht unmittelbar nach der Tat stattgefunden haben kann. Bis zum Foto wäre das Feuer dann schon längst aus gewesen oder zumindest nicht mehr so lodernd, wie auf dem Bild. Gina ist NACH dem Treffen, erneut zum Tatort um ihre Spuren zu verwischen. DAs ist meine Erklärung hierfür.

Vielleicht hast Du ja andere Quellen, die dich zu dieser Annahme gebracht haben.

Ich will auch kein Spielverderber sein, deswegen spiel doch gerne mit und erkläre uns, wie Du zu Deinen Punkten kommst und warum.
Denn Deine Ansicht über diesen Punkt kann ich mir jetzt anhand der Faktenlage, nicht herleiten.
Ebensowenig, die anderen.
Von daher bin ich entweder desinformiert oder du liegst daneben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 08. September 2026, 14:13:00

Jeanne hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09 Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.
Erinnert mich schwer an eine gute Freundin, mit der ich seit längerem über ihre Scheidung diskutiere. Schwer Verdienender Manager verlässt seine auch sehr gut wenn auch nicht so gut verdienende (wir reden von locker sechsstellig im Jahr) Ehefrau und Mutter für eine jüngere.
Und nun der totale Scheidungskrieg und ihre Vorwürfe alles was sie sich aufgebaut hat, hat er zerstört. Etc.pp

Ich hab dann auch gesagt ja aber die letzten guten 20 Jahre die sind doch fix, die nimmt dir keiner mehr weg, dieses gute privilegierte leben. Nein, alles doof, nur noch Scherbenhaufen, total getäuscht, Arsch.
Seufz.

Das Leben ist ungerecht.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 08. September 2026, 13:51:09

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 08. September 2026, 12:27:04 Ja, genau. Dass Heike immer wieder aufs Neue vorgeworfen wird, eine schlechte Freundin zu sein, Gina hintergangen, verraten und beschmutzt zu haben oder was auch immer, finde ich ungeheuerlich. Immerhin wurde sie von ihrer Freundin Gina, die inzwischen wegen des Mordes angeklagt ist, gegen ihren Willen zu einer Kinderleiche geführt. Heike hat allen Grund, wütend & enttäuscht zu sein und das auch deutlich zu zeigen.

Verkehrte Welt!
Ich werfe ihr nicht vor, eine schlechte Freundin zu sein, für mich ist das gar keine Freundin. Es ist keine Frage, was Gina mit ihr in betreff auf F getan hat, abscheulich war. Aber: Dazu hat sie sich geäußert … zu Recht und ausgesagt. Dass im Nachhinein all die vergangenen Jahre nur schlecht geredet werden, inklusive G, ist für mich nicht akzeptabel. Wie gesagt, es gibt nicht nur NUR BÖSE und NUR GUT.

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