von Gastleser » Dienstag, 20. Oktober 2026, 12:03:33
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 08:45:10[…..]
Ein befangenes Gericht ist aber die absolute (nichtsdestorotz natürlich sehr beschähmende und traurige) Ausnahme. […..]
Wenn man die Logik, die hier teilweise angewandt wird, jedoch auf den Fall Alexeandra R. überträgt, dann würde einige hier wohl arumentieren
"Vollkommen lächerlich, dass hier zwei Menschen wegen Mordes verurteilt wurden, denn es ist nichtmal bewiesen, dass überhaupt jemand gestorben ist.".
„Befangenheit“ oder möglicherweise „Confirmation Bias“, auch bei H.E.T.en zu beobachten, wenn Einladungen zu Alternativhypothesen anstehen:
[…..]
Wer als Verteidiger mit seinem Plädoyer etwas beim Richter erreichen möchte, muss dabei wissen, dass er i.d.R. dessen Einstellung ändern muss. Richter haben nämlich - wie erfahrungswissenschaftliche Untersuchungen zeigen - durch die Eröffnung des Hauptverfahrens tendenziell den Standpunkt eingenommen, dass die Anklage zutrifft (SCHONEMANN StV 2000, 159/163 [sog. Perseveranz- oder lnertia-Effekt]).
Dies führt dazu, dass spätere Informationen, welche diese Hypothese stützen, systematisch überschätzt werden, während entgegengesetzte Informationen also solche, die die Anklage infrage stellen - tendenziell unterschätzt werden (SCHONEMANN, a.a.O.; BARTON StraFo 1993, 13
ff.).
Damit ist kein Vorwurf gegen Richter verbunden, sie seien grds. befangen oder voreingenommener als andere Menschen. Der Umstand, dass ein einmal eingenommener Standpunkt nur schwer wieder verlassen wird, stellt vielmehr eine kommunikationstheoretische Binsenweisheit dar, die es zu beherzigen gilt […..]
Der Aufbau des Verteidigerplädoyers: Empfehlungen aus sozialpsychologischer Sicht, von Prof. Dr. Stephan Barton, Bielefeld
https://www.uni-bielefeld.de/fakultaete ... doyers.pdf
Im Fall A.K.gab es zwar nur Indizien („gefundene Haare, die mittels DNA-Analyse klar Alexandra R. zugeordnet werden konnten, Geruchsspuren, Tankbelege“), aber eine nicht alternativ erklärbare digitale Spur („nach der Tat nach Italien gebracht und auf einem Lkw entsorgt […..] Sein Prepaid-Telefon habe sich demnach im gleichen Fahrzeug mit dem Telefon von Alexandra R. befunden“).
Vor allem gab es ein handfestes Motiv, dass sich durch eine Anzeige des Opfers gegen die Angeklagten im Vorfeld der Tat, ermitteln ließ.
https://www.nordbayern.de/nuernberg/mor ... 1.14359166
Letzteres wird in Rostock, aufgrund der Planungsleistung und Geduld, in Kombination mit der Emotionalität bei Ausführung, im Plädoyer bestimmt anhand der Ausführungen des Gutachters „nachgeschärft“.
Da jedoch an jedem Finger ein Arbeits-, Geld-, …..-Sklave hing, es wurde hart an TZ1 gearbeitet, 1000 und eine Sprachnachricht innerhalb weniger Wochen, und offen über „das Beziehungs- und Gefühlsleben“ während der vielen Wald- und See-Treffen gesprochen wurde, müssten sich eine Laienrichter:innen vielleicht mehr überzeugen lassen (damit sind nicht Kuchen und Gebäck aus gut vernetzter Hand gemeint, sondern die Verteidiger Plädoyers), als ein Berufsrichter:innen.
Außer der Reitgerte, gab es keine Anzeichen die auf eine aggressive Handlung in den folgenden Stunden hinweisen könnten. Im Gegenteil, „Hufpflege wie immer“, etwas gestresster Eindruck am Telefon während der Autofahrt, der Adi für 7min am Telefon, anschließend ohne ungewöhnliche Geruchsspuren (nach eisenhaltigen Blut, Brandgeruch oder verdeckenden Parfüm Düften), oder Stress Symptome, das übliche Treffen mit TZ1.
Wären, unter Zuhilfenahme des Gutachtens, Anzeichen für ein so lang geplantes Tatgeschehen und die emotionale Intensität der Tat in der Zeit davor zu erwarten gewesen?
„Instabile psychopathische Persönlichkeit“ deckt die Hypothese mMn ab, aber dann wären auch weitere solcher „unüblichen Handlungen“ zu erwarten gewesen, oder?
Spätestens wenn außergewöhnliche Lebensereignisse stattgefunden haben, Pferdverlust, „Vater“Verlust, ….., oder staut sich dass dann im psychopathischen Anteil, der dann darauf lauert, das es BL instabil wird, um dann in Ruhe die Planungsleistung und Ausführung zu steuern, und die Emotionen ausnahmsweise bei der Tat „mindestens sechs“mal zulässt?
@Caris @Sway
[quote=HE_Gffnkkd post_id=367322 time=1792478710 user_id=12034][…..]
Ein befangenes Gericht ist aber die absolute (nichtsdestorotz natürlich sehr beschähmende und traurige) Ausnahme. […..]
Wenn man die Logik, die hier teilweise angewandt wird, jedoch auf den Fall Alexeandra R. überträgt, dann würde einige hier wohl arumentieren
"Vollkommen lächerlich, dass hier zwei Menschen wegen Mordes verurteilt wurden, denn es ist nichtmal bewiesen, dass überhaupt jemand gestorben ist.".
[/quote]
„Befangenheit“ oder möglicherweise „Confirmation Bias“, auch bei H.E.T.en zu beobachten, wenn Einladungen zu Alternativhypothesen anstehen:
[quote][…..]
Wer als Verteidiger mit seinem Plädoyer etwas beim Richter erreichen möchte, muss dabei wissen, dass er i.d.R. dessen Einstellung ändern muss. Richter haben nämlich - wie erfahrungswissenschaftliche Untersuchungen zeigen - durch die Eröffnung des Hauptverfahrens tendenziell den Standpunkt eingenommen, dass die Anklage zutrifft (SCHONEMANN StV 2000, 159/163 [sog. Perseveranz- oder lnertia-Effekt]).
Dies führt dazu, dass spätere Informationen, welche diese Hypothese stützen, systematisch überschätzt werden, während entgegengesetzte Informationen also solche, die die Anklage infrage stellen - tendenziell unterschätzt werden (SCHONEMANN, a.a.O.; BARTON StraFo 1993, 13
ff.).
Damit ist kein Vorwurf gegen Richter verbunden, sie seien grds. befangen oder voreingenommener als andere Menschen. Der Umstand, dass ein einmal eingenommener Standpunkt nur schwer wieder verlassen wird, stellt vielmehr eine kommunikationstheoretische Binsenweisheit dar, die es zu beherzigen gilt […..]
[size=85]Der Aufbau des Verteidigerplädoyers: Empfehlungen aus sozialpsychologischer Sicht, von Prof. Dr. Stephan Barton, Bielefeld
https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/rechtswissenschaft/ls/barton/publikationen/StRR-2007-95-102-Der-Aufbau-des-Verteidigerplaedoyers.pdf[/size]
[/quote]
Im Fall A.K.gab es zwar nur Indizien („gefundene Haare, die mittels DNA-Analyse klar Alexandra R. zugeordnet werden konnten, Geruchsspuren, Tankbelege“), aber eine nicht alternativ erklärbare digitale Spur („nach der Tat nach Italien gebracht und auf einem Lkw entsorgt […..] Sein Prepaid-Telefon habe sich demnach im gleichen Fahrzeug mit dem Telefon von Alexandra R. befunden“).
Vor allem gab es ein handfestes Motiv, dass sich durch eine Anzeige des Opfers gegen die Angeklagten im Vorfeld der Tat, ermitteln ließ.
[size=60]https://www.nordbayern.de/nuernberg/mord-mit-besonderer-schwere-der-schuld-das-urteil-im-fall-alexandra-r-ist-gefallen-1.14359166[/size]
Letzteres wird in Rostock, aufgrund der Planungsleistung und Geduld, in Kombination mit der Emotionalität bei Ausführung, im Plädoyer bestimmt anhand der Ausführungen des Gutachters „nachgeschärft“.
Da jedoch an jedem Finger ein Arbeits-, Geld-, …..-Sklave hing, es wurde hart an TZ1 gearbeitet, 1000 und eine Sprachnachricht innerhalb weniger Wochen, und offen über „das Beziehungs- und Gefühlsleben“ während der vielen Wald- und See-Treffen gesprochen wurde, müssten sich eine Laienrichter:innen vielleicht mehr überzeugen lassen (damit sind nicht Kuchen und Gebäck aus gut vernetzter Hand gemeint, sondern die Verteidiger Plädoyers), als ein Berufsrichter:innen.
Außer der Reitgerte, gab es keine Anzeichen die auf eine aggressive Handlung in den folgenden Stunden hinweisen könnten. Im Gegenteil, „Hufpflege wie immer“, etwas gestresster Eindruck am Telefon während der Autofahrt, der Adi für 7min am Telefon, anschließend ohne ungewöhnliche Geruchsspuren (nach eisenhaltigen Blut, Brandgeruch oder verdeckenden Parfüm Düften), oder Stress Symptome, das übliche Treffen mit TZ1.
Wären, unter Zuhilfenahme des Gutachtens, Anzeichen für ein so lang geplantes Tatgeschehen und die emotionale Intensität der Tat in der Zeit davor zu erwarten gewesen?
„Instabile psychopathische Persönlichkeit“ deckt die Hypothese mMn ab, aber dann wären auch weitere solcher „unüblichen Handlungen“ zu erwarten gewesen, oder?
Spätestens wenn außergewöhnliche Lebensereignisse stattgefunden haben, Pferdverlust, „Vater“Verlust, ….., oder staut sich dass dann im psychopathischen Anteil, der dann darauf lauert, das es BL instabil wird, um dann in Ruhe die Planungsleistung und Ausführung zu steuern, und die Emotionen ausnahmsweise bei der Tat „mindestens sechs“mal zulässt?
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