MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Geben Sie den Code genau so ein, wie Sie ihn sehen; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Maria » Mittwoch, 28. Oktober 2026, 02:54:09

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:06:06 Vielleicht wollte sie sich als Retterin inszenieren, die den furchtbaren Spannungszustand des Vaters beendet, als eine Art Erlöserin, auch wenn der Fund selbst grausam war?
Seit wann weiss Gina H. eigentlich, dass MR sie kurz nach Fabians Verschwinden verdächtigt hat, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben und damit zur Polizei ging? Die Polizei war zwar an dem Wochenende bei ihr, aber das müssen sie ihr ja nicht auf die Nase gebunden haben, dass sie einem konkreten Verdacht MRs nachgehen.

Hat sie das aus der Presse durch das Interview mit RJ erfahren?

Zwar gibt es die frühe SMS an Dorina, in dem sie dieser mitteilt, Fabian sei nicht bei ihr, aber dass ist etwas anderes. Dorian hat schliesslich bei mehreren Menschen gefragt, ob der Junge bei ihnen sein, ohne diese deswegen zu verdächtigen, aktiv für Fabians
Verschwinden gesorgt zu haben? MR ging mit seinem frühem Verdacht, soweit mir bekannt nicht an die Öffentlichkeit. War er so konsequent auch Gina nicht.damit zu konfrontieren und es der Polizei zu überlassen, herauszufinden, ob etwas daran ist. Wenn trat sein Sinneswandel ein?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Mittwoch, 28. Oktober 2026, 00:12:30

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 22:34:34 In meiner Erinnerung […..] Ob diese Vereinbarung bis zu Fabians Tod Bestand hatte, weiß ich allerdings nicht.

[…..] offenbar aus dem Liveticker der Ostsee-Zeitung:
@Waldi erinnerte sich richtig
@Sronson erinnerte sich richtig
@GästinF erinnerte sich richtig

Es gab Variationen zwischen Tickern, YouTubern und mehreren Lives des Journalisten.

Meine „Erinnerung“ ist @Waldi und dem Focus Ticker ähnlich:
Spoiler
Focus Ticker, Donnerstag, 30.04.2026

Niklas Golitschek, Im Landgericht Rostock

15h08
Fabian wäre nie mit Fremden mitgegangen

Fabian habe keine Berührungsängste mit Fremden gehabt, wäre aber nicht mit ihnen mitgegangen, sagt Matthias R..

Vor dem Kontaktabbruch sei er manchmal vom Grundstück gelaufen und habe "eingefangen" werden müssen. Er sei aber nie über Stunden verschwunden.

Zu beiden Großeltern habe er ein gutes Verhältnis gehabt.

Das Mobbing in der Schule sei nie Thema gewesen.


14h59
Richter Schütt spricht nach den Schilderungen über Fabian von einem "typischen Dorfjungen" und will das positiv verstanden wissen.

Zuvor beschreibt Matthias R. eine Szene im September 2025, als sich der Junge einem Fußballverein anschloss, und zitiert: "Ich freue mich schon richtig drauf."

Gemeinsam hätten sie noch neue Fußballschuhe gekauft.

Auch vor dem Kontaktabbruch habe er immer wieder mal neue Kleidung gekauft, weil sie verschlissen gewesen sei und die Mutter sich entgegen ihrer Verpflichtung nicht darum gekümmert habe.


09h59

Umgang oder Unterhalt: Fabians Vater stellte Mutter vor die Wahl

Sie selbst sei nach der Trennung keine weiteren Beziehungen eingegangen, sagt Dorina L..

Matthias R. habe dagegen mindestens eine weitere Beziehung mit einer Mutter geführt. Dort sei ebenfalls ein Problem gewesen, dass er sich öfter melden sollte.

Über den Kontakt zum Sohn sagt sie: "Er hatte Umgang, um den ich gekämpft habe."

Dafür habe sie zu Anfang auf Unterhaltszahlungen verzichtet, da ihr Ex-Partner sie vor die Wahl gestellt habe: Unterhalt oder Umgang. Daraufhin hätten sie sich abgewechselt. Drei Tage sei Fabian bei der Mutter gewesen, zwei beim Vater.

2021 sei dann Gina H. aufgetaucht. "Fabian hat mir erzählt, dass Papa eine neue Freundin hat", sagt L.. Sie sei lieb zu dem Kind gewesen, sie verstünden sich gut.

^^^^^^

Zu Motiv oder Motivbündel:
„Nachgeschärft“ wurde bisher wenig, oder?

Wer kann die angenommenen Motive, oder sogar ein „handlungsleitendes Motiv“, eindeutig formulieren, und überzeugend begründen?
Oder wird das „Motivbündel“ so eine „in der Gesamtschau“ Angelegenheit?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 23:10:58

Gastleser hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 11:25:55 Was ist aus dem von Journalisten angedeuteten „Grillanzünder, Spiritus, Einweghandschuhe“ Auftrags-Einkauf durch einen TZ geworden?
Selbstleseverfahren?
Oder nicht anklagerelevant, weil „beim Edeka“ und nicht „beim Rewe“?
Ich hab mich nun bis Seite 1.100 durchgeackert, aber eine Auflösung war bislang nirgends zu lesen.

Eine Mittäterschaft lässt sich aus diesem Kauf mE nicht ableiten. Schließlich hat Olaf Gina allerlei Gefälligkeiten erwiesen, u.a. Lebensmittel nach ihrem Geschmack eingekauft, um sie zu überraschen. Warum sollte er also nicht auch auf ihren Wunsch hin Grillanzünder besorgt haben, ohne diesen Auftrag zu hinterfragen? Er scheint grds. sehr wenig von dem hinterfragt zu haben, was seine Angebetete tat.

Da Gina ihren Nachbarn zufolge ständig Haushaltsabfälle in ihrer Tonne verbrannt haben soll, finde ich diesen Kauf aber gar nicht relevant. Was meinst du?

^^^^^^
Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 09:20:30Und auf die zweimalige Nachfrage - ja ich werde ab morgen in Rostock weilen....
Können wir uns darauf verlassen, dass du uns freundlich zuwinkst, wenn Jens seine Kamera durch den Raum schwenkt?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 22:34:34

Gast_999 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:42:06 Mir ist bis heute nicht klar, ob Mathias jemals Unterhalt gezahlt hat.

Soweit ich mich erinnere ist Dorina bei ihrer Befragung durch das Gericht der Frage ausgewichen, indem sie auf das Wechselmodell hingewiesen hat.
Das Wechselmodell dürfte aber spätestens mit Schuleintritt nicht mehr praktiziert worden sein.

Weiß jemand mehr dazu?
In meiner Erinnerung wurde Dorina vor die Wahl gestellt: Entweder erlässt sie Adi den Unterhalt oder er verweigert den Umgang mit seinem Sohn. Fabian zuliebe soll sie deshalb auf den Unterhalt verzichtet haben. Ob diese Vereinbarung bis zu Fabians Tod Bestand hatte, weiß ich allerdings nicht.

[Hat sich mit Waldis Beitrag überschnitten.]

Nachtrag, 22:40 Uhr:

GästinF hatte diese Problematik angesprochen:
GästinF hat geschrieben: ↑Montag, 04. Mai 2026, 13:10:46 https://m.youtube.com/watch?v=qfYYQoCJdok&t=362s

Das ist ein Youtuber, der viel recherchiert.
Mathias hat sich wohl auch erfolgreich um den Unterhalt gedrückt, zumindest in der Zeit nach der Trennung. Unterhalt oder Umgang war seine Devise. :o

(Ob er später Unterhalt zahlte, als er Fabian nicht mehr betreute, oder ob Gina dann an seiner Stelle durch ihre Betreuung den Unterhalt abarbeiten musste? :lol: ).

Ich habe immer mehr das Gefühl, Löcker hat nicht gelogen mit der Behauptung, dass wir noch Erstaunliches zu hören kriegen!
Nachtrag, 22:46 Uhr:

Die Info stammt offenbar aus dem Liveticker der Ostsee-Zeitung:
Joris25 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 21. Mai 2026, 06:35:54 Das stand im Ostsee-Ticker:
https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/r ... 375HM.html

"Auch nach der Trennung habe sich Matthias R. um Fabian gekümmert. Anfangs habe es aber Diskussionen um den Unterhalt gegeben. „Da gab es ganz, ganz viele Diskussionen.“ Matthias R. habe sie vor die Wahl gestellt: Wenn er Unterhalt zahlen muss, würde er sich nicht mehr um Fabian kümmern. Dorina L. habe daraufhin auf Unterhalt verzichtet – damit Fabian weiterhin seinen Vater sehen kann."

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Waldi » Dienstag, 27. Oktober 2026, 22:32:45

Irgendwie, Irgendwann hat mal jemand erzählt (Dorina selber?), dass er ihr gedroht hat, wenn er Unterhalt zahlen müsse, dann würde er Fabian nicht mehr zu sich holen (es würde schließlich auch Geld kosten wenn er bei ihm ist). Fabian zuliebe habe sie dann auf Unterhalt verzichtet, damit er seinen Vater regelmäßig sehen kann.

Das ist ewig her und ich kann es auch nicht belegen aber vielleicht erinnert sich noch jemand anderes daran und kann es bestätigen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gast_999 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:42:06

Annimieke hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:53:11 Möglicherweise hat auch die finanzielle Komponente eine Rolle gespielt. Fabians Vater war sicherlich unterhaltspflichtig. Das sind mehrere Hundert Euro monatlich. Wenn G. davon ausging, irgendwie wieder mit ihm zusammenzukommen, hatte sie das vielleicht auf dem Schirm?
Mir ist bis heute nicht klar, ob Mathias jemals Unterhalt gezahlt hat.

Soweit ich mich erinnere ist Dorina bei ihrer Befragung durch das Gericht der Frage ausgewichen, indem sie auf das Wechselmodell hingewiesen hat.
Das Wechselmodell dürfte aber spätestens mit Schuleintritt nicht mehr praktiziert worden sein.

Weiß jemand mehr dazu?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gaston » Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:37:23

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:06:06 Es wurde auch die Vermutung geäußert, dass es ihr viel zu lange dauerte, bis Fabian von anderen [der Polizei, freiwilligen Helfern etc.] gefunden war.
Ich schätze da musste sie sich vor ihrer eigenen Courage fürchten, und hat dann lieber weiter agiert.
Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:06:06 Mglw. weiß Gina, sollte sie die Tat begangen haben, es selbst nicht so genau. Vielleicht wurde sie von einem Konglomerat verschiedener Motive zu der Tat getrieben. Ich befürchte, dass wir es niemals erfahren werden.
Vielleicht weiss sie es nicht, kann es nicht greifen, aber etwas muss ja den finalen Ausschlag gegeben haben, um sie derart die Kontrolle verlieren zu lassen. Das waren doch keine kaltblütigen Überlegungen, die sie dann zur Tat schreiten liessen. Nicht dass sie diese Ü. nicht angestellt haben könnte...aber trotzdem bleibt da etwas unbestimmtes im Dunkeln.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:36:11

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:06:06 Mglw. weiß Gina, sollte sie die Tat begangen haben, es selbst nicht so genau. Vielleicht wurde sie von einem Konglomerat verschiedener Motive zu der Tat getrieben. Ich befürchte, dass wir es niemals erfahren werden.
Kann gut möglich sein. Vll. hat sie es dissoziiert, wenn sie es gewesen sein sollte? Abgespalten.

Aber dass jemandem etwas nicht bewusst ist, heißt ja nicht, dass ein anderer nicht erkennen kann, dass es dieser Person nicht bewusst ist. Du kannst sogar sehen, warum es ihr nicht (mehr) bewusst ist. Du kannst es oft viel besser sehen, als sie selbst. Nichts anderes versuchen ja Psychologen mit ihren Patienten. Und diese begeben sich nicht zwei Schritte zurück, sondern müssen nicht selten in ferne Vergangenheiten des Patienten eintauchen. Sie versuchen, längst vergangene Erlebnisse, Gedanken und Gefühle wieder auszugraben und zurück ans Licht der Oberfläche zu holen.

Ein Spiegel?

Wer Fabian getötet hat, wollte vermutlich nicht nur den Jungen töten, wollte massiv seine Eltern verletzen, seine Familie, und darüberhinaus die Dörfer, Städte, Gemeinden der Umgebung. Die Verletzung schlägt Wellen bis in die entferntesten Ecken Deutschlands (im Ausland kennt diesen Fall so gut wie niemand). Die Verletzung hat sich deutschlandweit in konzentrischen Kreisen ausgebreitet. Wie ein Erdbeben, dessen Epizentrum der Tümpel in Klein Upahl war. Das Schöne und Unversehrte dieser Gegend wurde damit erstmal zerschlagen. Es wird lange dauern, bis es wieder in Erscheinung tritt.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 21:01:54

Annimieke hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:53:11 Möglicherweise hat auch die finanzielle Komponente eine Rolle gespielt. Fabians Vater war sicherlich unterhaltspflichtig. Das sind mehrere Hundert Euro monatlich. Wenn G. davon ausging, irgendwie wieder mit ihm zusammenzukommen, hatte sie das vielleicht auf dem Schirm?
Ausgeschlossen ist es nicht.
Wollte es nicht so direkt erwähnen.
Eine finanzielle Entlastung ist es allemal.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Annimieke » Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:53:11

Möglicherweise hat auch die finanzielle Komponente eine Rolle gespielt. Fabians Vater war sicherlich unterhaltspflichtig. Das sind mehrere Hundert Euro monatlich. Wenn G. davon ausging, irgendwie wieder mit ihm zusammenzukommen, hatte sie das vielleicht auf dem Schirm?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Turmfalke23 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:49:42

StilleMitleserin hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 10:36:29 Hallo zusammen, ich verfolge mehr oder weniger den Fall seit Anbeginn.
Von Mal zu Mal haut es bei mir mehr Fragenzeichen raus, und im stillen Momenten
versetzte ich mich dann doch mal in gewisse Personen des Geschehens rein.

Aber mal was ganz anderes, und ich will ich weiß Gott keine Unruhe stiften, aber mal ehrlich,
wer in diesem Fall hat bis jetzt, vor allem finanziell, am meisten davon profitiert?
Eine wirklich interessante und gute Frage.

In diesem Fall lässt sich die Frage bereits jetzt stellen, ohne dass ein endgültiges Urteil im Fall Fabian vorliegt. 
Es sind Quellen, aus denen wir zum Teil unsere Angaben und Informationen beziehen.
Egal, ob richtig oder falsch.

Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass derartige Berichterstattung ein Draufzahlgeschäft für sie sein kann.
Das hohe mediale Interesse an diesem Fall eignet sich hierfür besonders gut.

Auch jeder Prozesstag kostet Geld, was letztendlich vom Steuerzahler ausgeglichen werden muss.
Gutachter, Verteidiger, Nebenklagevertreter, auch Zeugen wollen ihre Auslagen, selbst wenn ihre Angaben teilweise unbrauchbar sind.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:06:06

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:49:48 Sehr gut möglich. So wie sie ihn gelöchert hat wollte sie wohl Fabian mit ihm gemeinsam finden. Echt krasse Vorstellung. (man rechnet ja in eine Suche ein, dass man evtl. fündig werden könnte....
Vielleicht wollte sie sich als Retterin inszenieren, die den furchtbaren Spannungszustand des Vaters beendet, als eine Art Erlöserin, auch wenn der Fund selbst grausam war? Anschließend hätte sie sich [wie hier schon mehrfach diskutiert wurde] als Trösterin anbieten können. In ihrer verqueren Gedankenwelt durchaus denkbar.

Es wurde auch die Vermutung geäußert, dass es ihr viel zu lange dauerte, bis Fabian von anderen [der Polizei, freiwilligen Helfern etc.] gefunden war.

^^^^^^
Pitahaya11 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:59:49 Und mein Eindruck ist, dass das Warum nicht vollständig entschlüsselt wurde. Sie tappen teilweise im Dunkeln.
Mglw. weiß Gina, sollte sie die Tat begangen haben, es selbst nicht so genau. Vielleicht wurde sie von einem Konglomerat verschiedener Motive zu der Tat getrieben. Ich befürchte, dass wir es niemals erfahren werden.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:59:49

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:12:35 Selbst wenn Adi sich nicht auf eine erneute Beziehung mit der mutmaßlichen Mörderin seines Sohnes eingelassen hätte, heißt das ja nicht, dass genau das nicht Ginas Plan gewesen wäre.

Ich glaube übrigens, dass Gina Adi [und einige andere Menschen in ihrem Umfeld] ziemlich gut kennt und einschätzen kann.

Nicht zuletzt: Der Versuch, sich mit gesundem Menschenverstand in die Gedankenwelt von Gina H. hineinzuversetzen, muss nicht gelingen. Dem Gutachter zufolge leidet sie an einer schwerwiegenden Störung.
Das kann gut sein. Oder auch nicht. Es dürfte kaum ihrem Wunsch entsprochen haben, eine Beziehung mit MR vom Knast aus zu führen. Deshalb glaube ich, dass sie weiterhin auf einen Freispruch hofft.

Wenn man zu verkopft an den Fall rangeht, verpasst man die Abfahrt. Es ist wichtig, das Gesamtbild zu erfassen. Dabei hilft es, sich in alles und jeden hineinversetzen zu können - mental UND emotional (unabhängig davon, wie man selbst tickt oder ticken sollte). Wie ein Medium.

„Ich weiß, dass die Kollegen mich für verrückt hielten, wenn sie wüssten, dass ich im Stillen mit den Opfern und dem Täter spreche. Doch nur so kann ich es fühlen und herausfinden, warum ihnen das angetan wurde.“ (Sophie Kaiser) - Im Kopf des Bösen, von Petra Mattfeldt und Axel Petermann


Ein Profiler versucht, mittels enormer Empathie die Tat aus der Perspektive aller Beteiligten nachzuempfinden, um das Motiv zu entschlüsseln - die Signatur des Täters. Es geht um das Warum.

Und mein Eindruck ist, dass das Warum nicht vollständig entschlüsselt wurde. Sie tappen teilweise im Dunkeln.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:49:48

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:41:24 Vielleicht hat Gina darauf spekuliert, dass Adi sie niemals für schuldig halten würde. In erster Linie wird sie aber [sofern sie die Tat begangen hat] darauf spekuliert haben, nicht überführt zu werden. Ich glaube nicht, dass es ihr ursprünglicher Plan war, andere zur Leiche zu führen.
Sehr gut möglich. So wie sie ihn gelöchert hat wollte sie wohl Fabian mit ihm gemeinsam finden. Echt krasse Vorstellung. (man rechnet ja in eine Suche ein, dass man evtl. fündig werden könnte....aber was rede ich schon, selbst der Herr D. hat wohl bei der Suche das Auffinden nicht mit eingerechnet....).
Nur reicht offenbar ein IQ von 76 am Ende nicht dazu, einen anonymen Hinweis zum Leichenfundort irgendwo zu platzieren, damit ihn wenigstens ein Polizeisuchtrupp findet.....aber was rede ich auch hier schon.....auch die TZ kamen nicht auf diese Idee. Die hatten gar keine Idee. Warum auch immer. Der eine setzt sich 7h auf einen kalten Hochsitz, der andere geht pennen. Manmanman.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:41:24

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:37:23 Nein ich denke schon dass er tatsächlich an ihre Unschuld glaubt. Daran würde eine Verurteilung wohl auch nichts ändern.
Vielleicht hat Gina darauf spekuliert, dass Adi sie niemals für schuldig halten würde. In erster Linie wird sie aber [sofern sie die Tat begangen hat] darauf spekuliert haben, nicht überführt zu werden. Ich glaube nicht, dass es ihr ursprünglicher Plan war, andere zur Leiche zu führen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:37:23

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:12:35 Du gehst davon aus, dass Adi glaubt bzw. akzeptiert, dass Gina seinen Sohn kaltblütig ermordet hat. Das scheint nach wie vor nicht der Fall zu sein.
Nein ich denke schon dass er tatsächlich an ihre Unschuld glaubt. Daran würde eine Verurteilung wohl auch nichts ändern.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:12:35

Pentax77 hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:41:20Oder umgekehrt gedacht würde das Motiv ja völlig zusammenbrechen wenn sie nicht wieder zusammen gekommen wären, denn:
Niemand kann ernsthaft vorhersagen, dass ein Mann, der sich selbst getrennt hat, die Beziehung zu der Frau, die vermutlich seinen Sohn getötet hat, wieder aufnimmt. Das ist eigentlich noch weiter von einem realitätsnahen Szenario entfernt wie so manche abstrakte Tathergangs-Theorie hier.
Du gehst davon aus, dass Adi glaubt bzw. akzeptiert, dass Gina seinen Sohn kaltblütig ermordet hat. Das scheint nach wie vor nicht der Fall zu sein.

Selbst wenn Adi sich nicht auf eine erneute Beziehung mit der mutmaßlichen Mörderin seines Sohnes eingelassen hätte, heißt das ja nicht, dass genau das nicht Ginas Plan gewesen wäre. Ein Motiv bricht definitiv nicht zusammen, nur weil das dahinterstehende Ziel nicht erreicht wird. Menschen morden bspw., um an eine Lebensversicherung oder ein Erbe zu kommen, bekommen das Geld aber nicht, weil sie als Täter enttarnt werden. Bricht das Motiv deshalb etwa zusammen?

Ich glaube übrigens, dass Gina Adi [und einige andere Menschen in ihrem Umfeld] ziemlich gut kennt und einschätzen kann.

Nicht zuletzt: Der Versuch, sich mit gesundem Menschenverstand in die Gedankenwelt von Gina H. hineinzuversetzen, muss nicht gelingen. Dem Gutachter zufolge leidet sie an einer schwerwiegenden Störung.

Last but not least:
Pentax77 hat geschrieben: ↑Montag, 26. Oktober 2026, 10:59:28Ich würde mich mehr von dem Thema klares Motiv lösen und gar nicht so daran abarbeiten, das ist oftmals Wunschdenken und auch keine zwingende Voraussetzung.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Dienstag, 27. Oktober 2026, 19:03:36

Heckengäu hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 15:41:40 Sehe ich ganz genau so. Die Motive liegen klar sichtbar, auch wenn sie nicht ganz mit denen der Anklagebehörde übereinstimmen

- Rasende Eifersucht weil Fabian es wagte, sich zwischen SIE und M. R. zu drängen (Fundament für die Ermordung des Kindes gelegt)
- […..]
- Das schlug bei G. H. ihrem Fass den Boden aus, […..] Bestrafung des Schuldbaren, […..]
Hätten „unsere H.E.T.“ Prozessbeobachter nicht berichtet, wäre ich möglicherweise auch deiner Meinung, aber die die Inhalte zum Prozess sind sehr unvollständig für Außenstehende.


Du meinst Eifersucht, die kurzfristig entstand, oder schon seit Monaten vorhanden war, und klar sichtbar belegbar ist?

Die anderen von dir angenommenen Motive hast du nicht aufgezählt.

Kannst Du bitte darlegen, „welches Motiv“ aus deinem „angenommenen Motivbündel“, das handlungsleitende Motiv war?

Die emotional verarmte Angeklagte hat bisher nur bezüglich Trauer, über Tod oder Verlust von Pferd und Adi, ernsthafte emotionale Reaktionen gezeigt.
Eifersucht, oder Kontrollzwang, nur auf der Adi sein tägliches Leben, aufgrund seiner ausgeprägten ….. Libido Kontakte.

Wäre bei deinen klar sichtbaren Motiven „eine Verantwortung der Angeklagten, ein Vorverschulden“, vorhanden?

Zu Motiven, handlungsleitenden Motiv, Motivbündel, und die Ansprüche der neueren BGH Leitsätze:
Spoiler
1. Ein Beweggrund ist nach ständiger Rechtsprechung dann niedrig, wenn er nach allgemeiner sittlicher Würdigung auf tiefster Stufe steht und deshalb besonders verachtenswert ist. Ob dies der Fall ist, beurteilt sich aufgrund einer Gesamtwürdigung, welche die Umstände der Tat, die Lebensverhältnisse des Täters und seine Persönlichkeit einschließt. Gefühlsregungen wie Wut, Zorn, Ärger, Hass und Rachsucht kommen nur dann als niedrige Beweggründe in Betracht, wenn sie nicht menschlich verständlich, sondern Ausdruck einer niedrigen Gesinnung des Täters sind.

2. Spielen bei der Tat mehrere Motive eine Rolle („Motivbündel“), muss das Tatgericht sämtliche wirkmächtigen Elemente einbeziehen und prüfen, ob der die Tat prägende Handlungsantrieb einen niedrigen Beweggrund darstellt. Lässt sich kein dominantes Motiv feststellen, ist ein Handeln aus niedrigen Beweggründen anzunehmen, wenn sämtliche denkbaren Motive auf sittlich tiefster Stufe stehen.

3. Das Motiv der Selbstjustiz […..]

4. Für die sozialethische Bewertung von Handlungsantrieben, die aus einem als verletzend erlebten Opferverhalten resultieren, ist die Verantwortung des Täters hierfür (Vorverschulden) ein wesentlicher Punkt, der im Rahmen der erforderlichen Gesamtwürdigung nicht außen vor bleiben darf.

https://www.hrr-strafrecht.de/5/23/5-446-23.php
Spoiler
1. […..] Übrigen stellt ein umsichtiges Nachtatverhalten ein gewichtiges Indiz gegen die Annahme fehlenden Ausnutzungsbewusstseins aufgrund "Gedanken- und Kopflosigkeit" dar.

2.
Geht das Tatgericht hinsichtlich des Mordmerkmals der niedrigen Beweggründe vom Vorliegen eines Motivbündels aus, ohne feststellen zu können, welches Motiv handlungsleitend war, darf es nicht versäumen näher zu prüfen, ob die verschiedenen Beweggründe des Angeklagten nicht ihrerseits jeweils auf einer niedrigen Gesinnung beruhten.

[…..]

Auch ein Mord aus niedrigen Beweggründen komme nicht in Betracht. Handlungsleitend sei ein "Motivbündel" aus Frustration über die Situation und Wut über die endgültige Zurückweisung sowie die Spontanität des Tatentschlusses gewesen, so dass kein "niedriges" Hauptmotiv gegeben sei […..]

So hat das Landgericht den Beweggrund für die Tötung der Geschädigten in einem Motivbündel gesehen. Ursächlich gewesen seien der Zorn über den Verlust einer Einnahmequelle, Wut über die Aussage der Geschädigten, die endgültige Zurückweisung sowie die Frustration über die Situation.

23
Zwar hat das Landgericht nicht festzustellen vermocht, welches Motiv handlungsleitend war. Es hat es aber versäumt näher zu prüfen, ob die verschiedenen Beweggründe des Angeklagten nicht ihrerseits jeweils auf einer niedrigen Gesinnung beruhten. Soweit der Angeklagte behauptet hat, die Geschädigte habe während des Treffens mit einem anderen Mann telefoniert, um ihn eifersüchtig zu machen, ist diese Einlassung durch die Auswertung der Verkehrsdaten des Mobiltelefons widerlegt. Vielmehr geriet der als eitel, aufbrausend und massiv gewalttätig beschriebene Angeklagte in Wut, als die Zeugin seinem manipulativen Verhalten diesmal nicht erlag und auf ihrem Trennungswunsch, den er nicht akzeptierte, beharrte. Ob dies geeignet ist, die Beweggründe des Angeklagten auf einer niedrigen Gesinnung beruhend anzusehen, bedarf umfassender neuer tatgerichtlicher Bewertung. […..]

https://research.wolterskluwer-online.d ... 6860c40906

^^^^^^

Plädoyer Spekulatius Hypothese:
Spoiler
Ra Ohm wird die Motive zur Farce machen, Ra Löcker ebenso, wird jedoch zusätzlich Indizien zur Farce zu verarbeiten und obendrein einen klassischen, brachial schonungslosen Stunt [in Fachkreisen möglicherweise als „Löcker Move“ bekannt] machen.
Ein Plädoyer Zielgruppe Schöffin, ein Plädoyer Zielgruppe Schöffe.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:41:20

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:27:56 Jonas Fedders, STERN
Das ist ja Quark, aus der erneuerten Beziehung einen Beleg für die These der Anklage zum Motiv zu bauen. Immerhin kamen sie offenbar erst wieder zusammen als sie schon einsaß, oder erst sehr kurz vorher. Da waren die Umstände schon gar nicht mehr vergleichbar.
Oder umgekehrt gedacht würde das Motiv ja völlig zusammenbrechen wenn sie nicht wieder zusammen gekommen wären, denn:
Niemand kann ernsthaft vorhersagen, dass ein Mann, der sich selbst getrennt hat, die Beziehung zu der Frau, die vermutlich seinen Sohn getötet hat, wieder aufnimmt. Das ist eigentlich noch weiter von einem realitätsnahen Szenario entfernt wie so manche abstrakte Tathergangs-Theorie hier.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Dienstag, 27. Oktober 2026, 18:27:56

Gaston hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Oktober 2026, 17:59:40 Ein bisschen arg kurzsichtig, aber auch nicht mein Bier
1. Wie drängt er sich denn plötzlich zwischen die beiden? Wenn wie hier geschrieben, sie nach zwei Monaten sich wieder meldet?...
2. Ist jene Beziehung gemeint, die er ja hinterher wieder aufnehmen wollte/will, obwohl sie angeklagt ist, sein Kind getötet zu haben.
Na egal...
Es empfiehlt sich, mindestens die Liveticker zu allen Sitzungstagen zu studieren, um sich ein umfassendes Bild von dem Fall zu machen. Dann klären sich auch deine Fragen.
Das völlig Verrückte an dem Fall ist ja, dass die Staatsanwaltschaft annimmt, dass Gina Fabian ermordet habe, weil sie die vage Hoffnung gehabt habe, dass der Vater zu ihr zurückkehre, wenn der Junge nicht mehr lebe. Und da fragt man sich ja erstmal, wie kommen die darauf? Das klingt ja total weit hergeholt, aber wenn man diesen Vater vor Gericht erlebt hat - sein wirklich denkwürdiger Auftritt - dann hat man das Gefühl, okay, vielleicht haben die Ermittler dann einen Punkt und vielleicht ist Gina das tatsächlich gelungen.
Jonas Fedders, STERN

Nach oben