MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:26:58

RTL

Vor 27 Minuten
Svenja Hoffmann
Staatsanwalt Schley geht auf verschiedene Widersprüche ein
Grillanzünder
„Bei der Durchsuchung konnte ein Grillanzünder der Marke 'ja!' gefunden werden. Darauf sind ausschließlich Fingerabdrücke der Angeklagten zu finden gewesen." 500 bis 600 ml hätten in der Flasche gefehlt. Laut Gutachter sei diese Menge ausreichend gewesen, um einen Menschen anzuzünden.
Schley sagt, Gina H.s Angaben seien „lebensfremd". „Es gibt auch in Reimershagen eine funktionierende Abfallentsorgung." Daher sei nicht erforderlich gewesen, nur für das Abbrennen von Pappe einen Grillanzünder genutzt zu haben. Das habe auch kein Zeuge bestätigt.
Blutspuren
„Aus der Smartphone-Auswertung ist bekannt, dass die Angeklagte ihr Auto am 10.10. um 17 Uhr gereinigt hat." Dass Christian D. ihr Fahrzeug als dreckig empfunden und sie damit aufgezogen habe, habe dieser nicht bestätigt. Dies seien nur „Schutzbehauptungen" der Angeklagten. Sie habe damit Spuren beseitigen wollen.
Man würde Spuren von Fabian in ihrem Auto finden, weil sie es „ewig und drei Tage nicht gereinigt" habe, hat Gina H. in ihrer Befragung am 14.10. gesagt. Damit habe sie den Kommissar angelogen.

Die Blutanhaftungen an einer Küchenrolle hinter dem Fahrersitz stammten zweifelsfrei von Fabian. Es sei möglich, dass diese Spur auch unbewusst bei Gina H.s Reinigung an die Rolle gelangt sei.
Google-Suchen
Es sei „abwegig", dass sich die Google-Suchanfragen von Gina H. unter anderem nach „Polizei Güstrow" auf einen Unfall bezogen hätten. Naheliegend wäre gewesen nach einem „Unfall" und dem genauen Ort zu suchen. Medien würden über Unfälle früher berichten als die polizeieigenen Seiten. Daraus schließt die Staatsanwaltschaft, sie habe sich über laufende Vermisstensuchen informiert.
„Fressen Wildschweine tote Menschen" habe Gina H. am 11.10. morgens um 7 Uhr gegoogelt. Weshalb sie zu so einem frühen Zeitpunkt vom Tod ausgegangen sei und nicht nur von einer Verletzung – wenn sie doch nach eigener Aussage mit Christian D. spekuliert habe, was passiert sein könnte – könne nur einen Schluss zulassen. „Die Anfrage 'Fressen Wildschweine verletzte Menschen' gab es ausdrücklich nicht", stellt Schley fest.

Gina H. habe sogar versucht, die Suchanfrage Matthias R. in die Schuhe zu schieben, alternativ sei ihr Handy gehackt worden. Dafür gebe es jedoch keine Anhaltspunkte.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:25:39

Bild

29.10.2026 - 11:21 Uhr
Google-Suche nach Wildschweinen wirft Fragen auf

Noch vor dem Fund von Fabians Leiche googelte Gina H. nach „fressen wildschweine tote menschen“. Ihre Erklärung, Christian D. habe zuvor von Wildtieren gesprochen, überzeugt Schley nicht. Er fragt, warum sie gezielt nach Wildschweinen suchte und vor allem, warum sie zu diesem Zeitpunkt bereits davon ausging, dass Fabian tot sei.
29.10.2026 - 11:20 Uhr

Gina H. reagiert zunehmend aufgebracht

Schley hält Gina H.s Erklärung zu ihrer Google-Suche für unglaubwürdig: Christian D. habe ihr bereits zuvor von dem Verkehrsunfall erzählt. „Hat er gar nicht!“, sagt Gina H. leise zu ihrem Anwalt Andreas Ohm. Mit jedem weiteren Indiz, das der Staatsanwalt vorträgt, wirkt die Angeklagte zunehmend aufgebracht.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sway » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:24:22

Heckengäu hat geschrieben: ↑Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:20:55 Bild

29.10.2026 - 11:18 Uhr
Google-Suche schon vor Vermisstenmeldung

Am Tattag suchte Gina H. laut Staatsanwaltschaft bei Google nach Polizeimeldungen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Fabians Verschwinden gewusst haben soll. Ihre Erklärung: Ihr Großvater habe sie wegen eines Verkehrsunfalls in der Umgebung gefragt. Als Schley diese Darstellung aufgreift, reagiert Gina H. leise mit: „Schwachsinn!“
Wie sagt man? Getroffene Hunde bellen. Diesen "Schwachsinn" hat sie doch selbst in die Welt gesetzt...

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:20:55

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29.10.2026 - 11:18 Uhr
Google-Suche schon vor Vermisstenmeldung

Am Tattag suchte Gina H. laut Staatsanwaltschaft bei Google nach Polizeimeldungen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Fabians Verschwinden gewusst haben soll. Ihre Erklärung: Ihr Großvater habe sie wegen eines Verkehrsunfalls in der Umgebung gefragt. Als Schley diese Darstellung aufgreift, reagiert Gina H. leise mit: „Schwachsinn!“

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:20:36

Christian D. hatte in seiner Vernehmung ausgesagt, er habe am Tümpel etwas gesehen, das er für Rohre gehalten habe. Die Angeklagte habe zu diesem Zeitpunkt etwa sieben Meter vom Leichnam entfernt gestanden und nur mit ihrem Handy in die Dunkelheit geleuchtet. Trotzdem will Gina H. Fabian erkannt und gesagt haben: „Das ist er.“

„Das lässt den Schluss zu, dass die Angeklagte genau wusste, was sie an diesem Tümpel erwartet“, sagt Schley. „Sie wusste, dass es sich um Fabian handelt, weil sie ihn wenige Tage zuvor dort getötet hat.“

#Stern

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:19:58

bamberg24

1:16
29.10.2026
NEUESTES UPDATE
Blutspur auf Küchenrolle wird zum weiteren Belastungsindiz

Auf einer Küchenrolle aus Gina H.s Auto wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Blutspur von Fabian nachgewiesen.

Gina H. hatte erklärt, das Blut könne von einer Fußverletzung bei einem Badeausflug im August stammen.

Oliver Schley hält diese Erklärung jedoch für wenig überzeugend. Aus seiner Sicht ist besonders auffällig, dass die Küchenrolle genau in dem Bereich des Fahrzeugs gefunden wurde, in dem auch Faserspuren festgestellt worden seien und den Gina H. später gereinigt habe.

Für die Staatsanwaltschaft fügt sich auch die Blutspur damit in die Reihe der Indizien ein, die gegen die Darstellung der Angeklagten sprechen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:17:25

Bild

29.10.2026 - 11:12 Uhr
Fabians Blut an Küchenrolle entdeckt

Auf einer Küchenrolle aus Gina H.s Auto wurde eine Blutspur von Fabian nachgewiesen. Die Angeklagte erklärte, das Blut stamme von einer Fußverletzung bei einem Badeausflug im August. Schley hält dagegen für auffällig, dass die Küchenrolle genau dort gefunden wurde, wo auch Faserspuren entdeckt wurden und das Auto gereinigt worden war.
29.10.2026 - 11:10 Uhr
Autoreinigung soll der Spurenbeseitigung gedient haben

Als nächstes Indiz sieht Schley die Reinigung von Gina H.s Auto am Abend des Tattages. Ihre Erklärung, ein Bekannter habe sie zuvor immer wieder wegen des dreckigen Wagens aufgezogen, wertet die Staatsanwaltschaft als Schutzbehauptung. Gina H. habe damit aus Sicht der Anklage die „Spurenbeseitigung rechtfertigen“ wollen.
29.10.2026 - 11:09 Uhr
Staatsanwaltschaft sieht weiteres „Täterwissen“

Als weiteres Indiz nennt Schley eine Nachricht von Gina H., in der sie „ohne erkennbaren Kontext“ über DNA-Spuren an Wasser- und Brandleichen gesprochen habe. Auch das Anschlagen von Leichenspürhunden am Inselsee bezeichnete sie demnach als „absoluten Schwachsinn“. Für die Staatsanwaltschaft lässt das nur den Schluss zu, dass Gina H. zu diesem Zeitpunkt bereits wusste, wo sich Fabians Leichnam befand.
29.10.2026 - 11:03 Uhr
Staatsanwaltschaft spricht von „Täterwissen“

Bei Gina H. wurde eine Flasche Grillanzünder gefunden, deren Inhalt laut Staatsanwaltschaft große Ähnlichkeit mit der Substanz am Leichnam aufweist. Aus der Flasche fehlten zudem genau jene 500 bis 600 Milliliter, die laut Sachverständigem zum Entzünden ausgereicht hätten. Besonders belastend aus Sicht von Schley: Gina H. habe schon über Grillanzünder gesprochen, bevor die Ermittler von einem Brandbeschleuniger wussten. Für ihn könne das nur „Täterwissen“ gewesen sein.

Als Schley darüber spricht, wendet sich Gina H. leise an ihren Verteidiger Andreas Ohm: „Woher soll ich das wissen?“

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:16:53

Nun spricht Oliver Schley über den seltsamen Umstand, dass ausgerechnet Gina H. den Leichnam fand, am Abend des 13. Oktober und gemeinsam mit Christian D. Das „gezielte Aufsuchen des Tümpels“ bei Klein Upahl sei nicht nachvollziehbar zu begründen, so Schley.

Es könne ausgeschlossen werden, dass Gina H. durch ein Video in den sozialen Medien auf den Ort Klein Upahl aufmerksam gemacht worden sei. Schließlich hatte sie den Ort selbst in einer Sprachnachricht an Christian D. vorgeschlagen.

#Stern

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:16:08

bamberg24

11:14
29.10.2026
NEUESTES UPDATE
Autoreinigung wird zum nächsten Indiz

Auch die Reinigung von Gina H.s Auto am Abend des 10. Oktober spielt für Oliver Schley eine Rolle.

Gina H. hatte erklärt, ein Bekannter habe sie zuvor wiederholt wegen des verschmutzten Fahrzeugs aufgezogen. Diese Begründung überzeugt die Staatsanwaltschaft nicht.

Schley wertet die Erklärung als Schutzbehauptung. Nach Auffassung der Anklage habe Gina H. damit versucht, die „Spurenbeseitigung rechtfertigen“ zu wollen.

Für die Staatsanwaltschaft fügt sich auch dieser Punkt in die von ihr dargestellte Indizienkette ein.

11:12
29.10.2026

Staatsanwaltschaft wertet weitere Aussagen als mögliches Täterwissen

Oliver Schley nennt nun eine weitere Nachricht von Gina H., die aus Sicht der Staatsanwaltschaft auffällig ist.

Darin habe sie „ohne erkennbaren Kontext“ über DNA-Spuren an Wasser- und Brandleichen gesprochen. Auch das Anschlagen von Leichenspürhunden am Inselsee habe sie als „absoluten Schwachsinn“ bezeichnet.

Für Schley sind solche Aussagen deshalb von Bedeutung, weil sie aus Sicht der Anklage auf Kenntnisse hindeuten könnten, die Gina H. zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch nicht hätte haben dürfen.

Die Staatsanwaltschaft zieht daraus den Schluss, dass Gina H. bereits gewusst haben soll, wo sich Fabians Leichnam befand.

11:08
29.10.2026
Grillanzünder wird zum möglichen Schlüsselindiz

Besondere Bedeutung misst Oliver Schley einer bei Gina H. gefundenen Flasche Grillanzünder bei. Deren Inhalt habe nach Darstellung der Staatsanwaltschaft große Ähnlichkeit mit der Substanz aufgewiesen, die am Leichnam festgestellt worden sei.

Hinzu komme die fehlende Menge: Aus der Flasche hätten etwa 500 bis 600 Milliliter gefehlt – genau jene Größenordnung, die nach Einschätzung des Sachverständigen zum Entzünden ausgereicht haben könnte.

Noch schwerer wiegt für Schley ein anderer Punkt: Gina H. habe bereits über Grillanzünder gesprochen, bevor die Ermittler selbst von einem Brandbeschleuniger wussten. Für den Staatsanwalt könne es sich dabei nur um „Täterwissen“ gehandelt haben.

In diesem Moment wendet sich Gina H. leise an ihren Verteidiger Andreas Ohm und sagt: „Woher soll ich das wissen?“

11:06
29.10.2026
Handydaten sollen Zeitpunkt des Treffens eingrenzen

Für die Staatsanwaltschaft ist jetzt entscheidend, wie lange Gina H. mit Christian D. zusammen war – und ob danach noch genügend Zeit blieb, Fabians Leichnam in Brand zu setzen.

Die Ermittler stützen sich dabei auf Handydaten, aus denen sie den mutmaßlichen Zeitpunkt ableiten, zu dem das Treffen beendet gewesen sein soll.

Die Erklärung der Verteidigung, Gina H. und Christian D. hätten während des Treffens lediglich nebeneinander ihre Smartphones benutzt, überzeugt Oliver Schley nicht. Er bezeichnet diese Darstellung als „abwegig“.

Während dieser Ausführungen richtet Richter Holger Schütt seinen Blick immer wieder intensiv auf Gina H.

11:01
29.10.2026
Brandzeitpunkt lässt sich nicht exakt festlegen

Auch bei der Frage, wann Fabians Leichnam in Brand gesetzt worden sein soll, bleibt nach Darstellung der Staatsanwaltschaft eine gewisse Unsicherheit.

Der Sachverständige ging von einer Brenndauer von ungefähr eineinhalb Stunden aus, konnte nach den bisherigen Erkenntnissen aber auch eine längere Dauer nicht ausschließen.

Für wahrscheinlicher hält Oliver Schley deshalb ein späteres Geschehen. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft könnte Gina H. den Leichnam erst nach dem Treffen mit Christian D. angezündet haben.

Schley begründet diese Annahme damit, dass Gina H. zu diesem Zeitpunkt „in Panik verfallen“ sei.

10:58
29.10.2026
Tatmesser konnte nicht eindeutig bestimmt werden

Welche Waffe bei der Tötung eingesetzt worden sein soll, lässt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei feststellen.

Auch das Campingmesser von Gina H.s Nachbarn Olaf K. wertet Oliver Schley trotz der „sonderbaren Auffindesituation“ nicht als nachgewiesene Tatwaffe.

Seine Formulierung dazu ist eindeutig: „Die Staatsanwaltschaft sieht es nicht als bewiesen an.“

Damit bleibt die konkrete Tatwaffe weiterhin ungeklär

10:56
29.10.2026
Wie Fabian genau getötet wurde, bleibt offen

Den exakten Ablauf der Tötung konnte die Beweisaufnahme nach Einschätzung von Oliver Schley nicht zweifelsfrei klären.

Der Rechtsmediziner habe als mögliches Szenario beschrieben, dass Fabian von hinten mit einem Arm „umfasst und gewürgt“ worden sein könnte.

Schley verweist darauf, dass eine solche Vorgehensweise für Gina H. „anatomisch auch leistbar gewesen“ wäre.

Damit bleibt offen, wie die einzelnen Verletzungen genau entstanden sind. Die Staatsanwaltschaft sieht diese Unsicherheit jedoch nicht als Widerspruch zu ihrer grundsätzlichen Tatannahme.

10:54
29.10.2026
Faserspuren an Fabians Kleidung rücken in den Fokus

Die Staatsanwaltschaft verweist nun auf weitere Spuren, die aus ihrer Sicht eine Verbindung zwischen Gina H. und Fabian herstellen.

An Fabians Ärmelbündchen sei eine Polyesterfaser gefunden worden, die mit einer Reiterhose übereinstimme, die Gina H. am Tattag getragen haben soll.

Hinzu komme eine weitere Faser unter einem Fingernagel von Fabian. Diese soll nach Angaben der Anklage zu einem Pullover der Angeklagten passen.

Für die Staatsanwaltschaft sind auch diese Funde weitere Bausteine in der von ihr vorgetragenen Indizienkette.

10:49
29.10.2026
Schuhspuren am Tümpel werden zum weiteren Indiz

Am Tatort fanden Ermittler neben Abdrücken von Fabians Temu-Schuhen auch Spuren von PAMMYS-Sportschuhen.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft gibt es ein Foto, das Gina H. am Tattag mit Schuhen dieser Marke zeigt.

Oliver Schley leitet daraus ab, dass sich Fabian und Gina H. gemeinsam im Bereich des Tümpels bewegt haben sollen.

Die Möglichkeit, dass dort zufällig eine andere Person mit identischen Schuhen unterwegs gewesen sein könnte, weist der Staatsanwalt zurück. Das sei „absolut abwegig“.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pitahaya11 » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:14:52

batho66 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:49:01 "mit meinem Lütten" oder "mit dem Lütten"? Das wäre schon wichtig.
Wenn sie tatsächlich "mit meinem Lütten" gesagt hat, passt es definitiv zu ihrer pathologischen Tendenz zu lügen. In diesem Fall vermutlich voll spontan und von den Nerven getrieben, um glaubwürdiger rüberzukommen (ohne in dem Moment auf dem Schirm zu haben, dass die Polizei in drei Sekunden überprüfen könnte, dass ihr Sohn J in der Schule war). Dass sie sich dadurch quasi verraten hat, wie die Staatsanwaltschaft behauptet, kann man daraus mMn nicht wirklich schließen.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:10:36

Ostseewelle

möglich ist auch, dass Gina H. am Tattag zufällig zu Fabians Wohnung gefahren ist, denn auch sein Fahrrad stand vor dem Haus
die Suchanfragen von Gina H. auf Seiten der Polizei MV sieht der Staatsanwalt als belastend, denn die Angeklagte wusste zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, dass Fabian vermisst wurde
auch die google-Suche "Fressen Wildschweine tote Menschen?" ist ein Indiz, denn es wurde nicht nach "Fressen Wildschweine verletzte Menschen?" gesucht
bereits am 11.10.2026 hat Gina H. ihrer Friseurin gesagt, "Fabian war wirklich fett", da stellt sich für die Staatsanwaltschaft die Frage, warum Gina H. als die Suche nach Fabian noch lief in der Vergangenheit sprach

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:09:21

Bild

29.10.2026 - 11:03 Uhr
Staatsanwaltschaft spricht von „Täterwissen“

Bei Gina H. wurde eine Flasche Grillanzünder gefunden, deren Inhalt laut Staatsanwaltschaft große Ähnlichkeit mit der Substanz am Leichnam aufweist. Aus der Flasche fehlten zudem genau jene 500 bis 600 Milliliter, die laut Sachverständigem zum Entzünden ausgereicht hätten. Besonders belastend aus Sicht von Schley: Gina H. habe schon über Grillanzünder gesprochen, bevor die Ermittler von einem Brandbeschleuniger wussten. Für ihn könne das nur „Täterwissen“ gewesen sein.

Als Schley darüber spricht, wendet sich Gina H. leise an ihren Verteidiger Andreas Ohm: „Woher soll ich das wissen?“
29.10.2026 - 11:02 Uhr
Streit um die Dauer des Treffens

Entscheidend ist, wie lange Gina H.s Treffen mit Christian D. dauerte und ob danach noch Zeit blieb, den Leichnam in Brand zu setzen. Aus Handydaten leiten die Ermittler ab, wann das Treffen endete. Die Erklärung der Verteidigung, beide hätten nebeneinander ihre Smartphones benutzt, hält Schley für „abwegig“. Währenddessen beobachtet der Richter Gina H. intensiv.
29.10.2026 - 10:57 Uhr
Wann wurde Fabians Leichnam angezündet?

Nun geht es um den Zeitpunkt des Brandes. Der Sachverständige geht von einer Brenndauer von etwa 1,5 Stunden aus, konnte eine längere Dauer aber nicht ausschließen. Für wahrscheinlicher hält die Staatsanwaltschaft, dass Gina H. den Leichnam erst nach dem Treffen mit Christian D. in Brand setzte, weil sie „in Panik verfallen“ sei.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 11:04:28

Schley verweist darauf, dass Gina H. sich frühzeitig Gedanken um ein mögliches Alibi gemacht habe. „Wofür braucht die Angeklagte ein Alibi?“, fragt er. Und antwortet: „Weil sie ihren Tagesablauf verschleiern wollte.“

#Stern

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:59:41

Staatsanwalt Oliver Schley geht auf die Suchanfragen von Gina H. am 10. Oktober und in den Tagen danach ein. Dass sie am Nachmittag des Tattags nach „Polizei“ und „Polizei News aktuell“ googelte, hatte Gina H. damit erklärt, dass ihr Großvater sie gebeten habe, zu einem Verkehrsunfall in der Region zu recherchieren. Es sei „absolut fernliegend“, sagt Schley, „bei der Suche nach einem Verkehrsunfall nicht die naheliegende Suchangabe „Unfall“ zu verwenden“.

Gina H. hatte zudem am Morgen des 11. Oktober gegoogelt: „Fressen Wildschweine tote Menschen?“ In ihrer Einlassung hatte sie das damit begründet, dass ihr Bekannter Christian D. nach Fabians Verschwinden gesagt habe, wenn der Junge irgendwo draußen verletzt liegen würde, könne es gut sein, dass er von Wildtieren angefressen werde. Gina H. habe aber gerade nicht nach verletzten Menschen gegoogelt, sondern nach toten – weil sie „naheliegend über Täterwissen verfügte“, so Schley.

#Stern

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von batho66 » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:54:33

Heckengäu hat geschrieben: ↑Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:50:07 Dass eine andere Person mit identischen Schuhen am Tümpel unterwegs war, sei „absolut abwegig“.
Wie ein Staatsanwalt zu genau dieser Wahrscheinlichkeitsaussage kommt, bleibt offen. Offenbar gibt es keine weitere Erläuterung, woraus sich diese Wahrscheinlichkeit ableitet. Da hätte ich doch ein, zwei Sätze mehr erwartet.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:53:11

Bild

29.10.2026 - 10:52 Uhr
Tatwaffe bleibt unklar

Die Tatwaffe konnte nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht zweifelsfrei gefunden werden. Auch das Campingmesser von Gina H.s Nachbarn Olaf K. gilt für Schley trotz der „sonderbaren Auffindesituation“ nicht als Tatmesser: „Die Staatsanwaltschaft sieht es nicht als bewiesen an.“
29.10.2026 - 10:51 Uhr
Genauer Ablauf der Tötung bleibt unklar

Wie genau Fabian getötet wurde, habe sich in der Hauptverhandlung nicht sicher feststellen lassen, sagt Staatsanwalt Oliver Schley. Der Rechtsmediziner habe als mögliches Szenario geschildert, dass Fabian von hinten mit einem Arm „umfasst und gewürgt“ worden sei. Dies wäre für Gina H. „anatomisch auch leistbar gewesen“, so Schley.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:52:04

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29.10.2026 - 10:49 Uhr
Weitere Faserspuren belasten Gina H.

Auch an Fabians Kleidung wurden laut Staatsanwaltschaft auffällige Fasern gefunden. Eine Polyesterfaser an seinem Ärmelbündchen stimme mit einer Reiterhose überein, die Gina H. am Tattag getragen habe. Unter Fabians Fingernagel sei zudem eine Faser gefunden worden, die zu einem Pullover der Angeklagten passe.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:51:32

Bild

29.10.2026 - 10:46 Uhr
Schuhspuren sollen Gina H. belasten

Am Tatort wurden neben den Spuren von Fabians Temu-Schuhen auch Abdrücke von PAMMYS-Sportschuhen gefunden. Ein Foto belege, dass Gina H. am Tattag Schuhe dieser Marke trug. Für Staatsanwalt Oliver Schley lässt das den Schluss zu, dass sich beide dort gemeinsam bewegt haben. Dass eine andere Person mit identischen Schuhen am Tümpel unterwegs war, sei „absolut abwegig“.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:50:34

Anhaltspunkte für die Täterschaft von Gina H. ergäben sich laut Schley auch aus der „tatzeitbezogenen Verfassung der Angeklagten“.

So habe ihr Bekannter Christian D. vor Gericht geschildert, dass Gina H. bei einem Treffen am Bolzsee unmittelbar nach der mutmaßlichen Tat „niedergeschlagen und down“ gewirkt habe. Auch in einer Sprachnachricht vom Nachmittag an ihre Tierärztin habe sie – im Gegensatz zu Sprachnachrichten vom Morgen – „nachdenklich“ gewirkt.

„Dieses mitgenommene und niedergeschlagene Verhalten zeugt aus Sicht der Staatsanwaltschaft davon, dass es unmittelbar zuvor zu einem emotional stark belastenden Ereignis gekommen sein muss“, sagt Schley.

#Stern

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Heckengäu » Donnerstag, 29. Oktober 2026, 10:50:07

Bild

29.10.2026 - 10:46 Uhr
Schuhspuren sollen Gina H. belasten

Am Tatort wurden neben den Spuren von Fabians Temu-Schuhen auch Abdrücke von PAMMYS-Sportschuhen gefunden. Ein Foto belege, dass Gina H. am Tattag Schuhe dieser Marke trug. Für Staatsanwalt Oliver Schley lässt das den Schluss zu, dass sich beide dort gemeinsam bewegt haben. Dass eine andere Person mit identischen Schuhen am Tümpel unterwegs war, sei „absolut abwegig“.

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