MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 03. November 2026, 00:34:59

Kalle hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 23:59:04 Dieses Urteil ist mir zu hart. Es ist keine Schande sich zurückzunehmen wenn man eben nichts handfestes hat, ganz im Gegenteil. Und dann ist es m.E. Gerade nicht egal ob man nun einfach mal rausposaunt wen man in Verdacht hat, sondern überlegt ob das jemanden schadet, der erstmal völlig unbescholten ist.
Alternativen und Verdacht wird sich gegen Zeugen richten. Da hab ich auch nen Favoriten, aber es reicht halt nicht….
Danke @Kalle. Genau so!
Es wurden schon so viele öffentlich verdächtigt, was sich als haltlos heraus stellte. Auch ich kann mich irren. Und wenn es denn so sein sollte, dann akzeptiere ich das auch.
Also warten wir das Urteil ab und was dann eventuell noch kommt.

@Pentax77: das tue ich.. ne Vita Cola…. grins.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Dienstag, 03. November 2026, 00:30:29

Fragjanur hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 23:26:34 Wie schade. :|

Hättest du den oberen Teil weggelassen und einfach deinen Verdacht inkognito niedergeschrieben, würden dich die Menschen aus dem geografischen Umfeld nicht erkennen und du wärst einfach Jeanne Doe geblieben. :|

Ich verstehe nicht, wozu der Beitrag mit den ganzen Andeutungen gut sein soll, aber fundierte Antworten bekommt man ja eh nicht. Da stellen sich die, die an Ginas Unschuld glauben und keine Skrupel haben, anderen die Tat anzulasten, über die sie noch sehr viel weniger wissen,lieber selber als Opfer dar, die ihre Meinung hier nicht vertreten dürfen.
Und es ist vollkommen egal, wen du in Verdacht hast, wenn du nicht in der Lage bist, nicht uns, aber die Ermittlungsbehörden informiert zu haben. Insbesondere, wo du doch seit Tag 1 nicht an ihre Täterschaft glaubst. Echt bitter. Für Gina H.
Ich schrieb zu keiner Zeit: Ich weiß!
Ich schrieb meine persönliche Meinung und über mein persönliches Gefühl.
Das ist ein großer Unterschied.
So wie fast jeder hier seine Meinung vertritt, tue auch ich das. Durch räumliche Nähe bekommt man außerhalb der Presse natürlich mehr zu Ohren… zumindest in den ersten Tagen.
Und nein, nie würde ich mit dem Finger auf jemanden zeigen und sagen, du warst es, wenn ich das nicht untermauern kann.
Ich schrieb, dass mein erster Gedanke, mein erstes Gefühl damals war: Die Trennung wurde bewusst herbeigeführt.
Zu den Indizien: welche meinst du, die passenden oder die, die nicht näher überprüft wurden und passen?
Mir ist es letztendlich egal, WER verurteilt wird. Ich möchte nur, dass dieser Fall aufgeklärt wird und sich später niemand hinstellen kann und sagt: Ich war es nicht und Zweifel bleiben.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Dienstag, 03. November 2026, 00:07:25

Korkplatte hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:35:26 Sehr viele Möglichkeiten gibt es nicht bezüglich der Rechtsmittel. Wenn die Revision abgeschmettert wird, ist es fast unmöglich für G, nochmal ein Verfahren zu bekommen.
Ich fürchte, auch da war sie zu naiv mit ihrem pathetischen letzten Wort.
Das ist so nicht vollständig.
Es scheint Personen zu geben, die sich an diesem Fall aus privaten und möglicherweise Creator:in Interesse beteiligen oder beteiligt haben, die eine gewisse Nähe zur NGO „Innocence Project Deutschland“ haben, möglicherweise aufgrund der Nähe zur FU Berlin, und weil es ein interessantes Forschungsfeld bietet. Einst gegründet unter dem Namen „Projekt Fehlurteil und Wiederaufnahme“:

https://de.wikipedia.org/wiki/Innocence ... eutschland

https://jurios.de/2025/10/22/unschuldig ... -schaffen/

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/ ... 97e92bada0 [Schranke]

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Montag, 02. November 2026, 23:59:04

Fragjanur hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 23:26:34 Da stellen sich die, die an Ginas Unschuld glauben und keine Skrupel haben, anderen die Tat anzulasten, über die sie noch sehr viel weniger wissen,lieber selber als Opfer dar, die ihre Meinung hier nicht vertreten dürfen.
Und es ist vollkommen egal, wen du in Verdacht hast, wenn du nicht in der Lage bist, nicht uns, aber die Ermittlungsbehörden informiert zu haben. Insbesondere, wo du doch seit Tag 1 nicht an ihre Täterschaft glaubst. Echt bitter. Für Gina H.
Dieses Urteil ist mir zu hart. Es ist keine Schande sich zurückzunehmen wenn man eben nichts handfestes hat, ganz im Gegenteil. Und dann ist es m.E. Gerade nicht egal ob man nun einfach mal rausposaunt wen man in Verdacht hat, sondern überlegt ob das jemanden schadet, der erstmal völlig unbescholten ist.
Alternativen und Verdacht wird sich gegen Zeugen richten. Da hab ich auch nen Favoriten, aber es reicht halt nicht….

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 02. November 2026, 23:30:04

GastI hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 22:22:04 Von welcher Seite her? ...und welches Kalkül?
Danke!

LG
Das Fass mache ich hier ganz sicher nicht auf :D

Irgendwie dreht sich derzeit sowieso alles nur im Kreis. Fragen zum Fall will oder kann keiner mehr beantworten.
images.jpeg
images.jpeg (24.39 KiB) 169 mal betrachtet

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Fragjanur » Montag, 02. November 2026, 23:26:34

Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:28:12
Ich verfolge seit der 1. Vermisstenmeldung den Fall, zumal ich nur eine halbe Stunde von Güstrow weg meine Zelte aufgeschlagen habe. Zwei meiner Angestellten kennen zwei der direkt Betroffenen persönlich, ich hatte noch das Glück" mir M's Facebookseite in den ersten Tagen anzuschauen, bevor sie auf privat gestellt wurde, habe viele... sehr viele Meinungen und Gespräche über die Beteiligten mitangehört", war zu einigen Prozesstagen vor Ort, habe
anfangs sogar noch ein paar WTH Videos angeschaut aber wegen der krassen Einseitigkeit der Berichterstattung unterlassen).....usw, usf..
Seit Tag 1 glaube ich nicht daran, dass G die eigentliche Täterin ist...hatte/ habe immer jemand anderen in Verdacht. Ich werde den Teufel tun, diesen Verdacht schriftlich zu formulieren, da ich relativ in der Offentlichkeit stehe und einige Menschen aus dem geographischen Umfeld mich kennen.
Wie schade. :|

Hättest du den oberen Teil weggelassen und einfach deinen Verdacht inkognito niedergeschrieben, würden dich die Menschen aus dem geografischen Umfeld nicht erkennen und du wärst einfach Jeanne Doe geblieben. :|

Ich verstehe nicht, wozu der Beitrag mit den ganzen Andeutungen gut sein soll, aber fundierte Antworten bekommt man ja eh nicht. Da stellen sich die, die an Ginas Unschuld glauben und keine Skrupel haben, anderen die Tat anzulasten, über die sie noch sehr viel weniger wissen,lieber selber als Opfer dar, die ihre Meinung hier nicht vertreten dürfen.
Und es ist vollkommen egal, wen du in Verdacht hast, wenn du nicht in der Lage bist, nicht uns, aber die Ermittlungsbehörden informiert zu haben. Insbesondere, wo du doch seit Tag 1 nicht an ihre Täterschaft glaubst. Echt bitter. Für Gina H.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Kalle » Montag, 02. November 2026, 23:23:43

Gastleser hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 22:18:43
@Kalle sind deine Liste Methodik, Gewichtung „nach Technical Manual“ oder „nach Gefühl“?
Also meine Prognose beruhte auf laienhafter, allenfalls von gewisser Lebenserfahrung geprägtem Interesse, das von Lydia Benicke und ihren Fallbeispielen weiblicher Mörderinnen inspiriert war. Eine Gewichtung gibt es ja in der Checkliste nicht. Validiert habe ich mich selbst durch die böse KI (die damals exakt auf das Ergebnis von 22 kam). Ich war strenger, vermutlich durch meine Empörung und Voreingenommenheit. Leider kann ich nicht mehr rekonstruieren wo der Diff lag.

Ich nehme grundsätzlich die Warnung (auch durch die KI selbst) sehr ernst, dass eine Ferndiagnose der Psychopathie nicht möglich sei, allerdings behaupte ich, dass dieser Fall in dieser Hinsicht absolutes Neuland ist und Präzidenzcharachter hat. Es ist außergewöhnlich dass eine Einschätzung möglich sein kann, wenn das Objekt der Begutachtung sich selbst (wohl in der Justizgeschiche erstmalig?) derart digital dokumentiert und das dann auch derart detailliert und in Echtzeit-tickernd der Öffentlichkeit offenbart wird. Allerdings hatte auch niemand Motivation ihre andere Seite- die vielleicht genauso im Datenwahnsinn schlummert, zu offenbaren. Ich denke Misstrauen ist angebracht, was ihre vermeintliche Monstereigenschaft bedingt durchaus angebracht. Wer will sich schon vielleicht sogar mit liebenswertem der Angeklagten beschäftigen?

Im Eiskellerfall war der erste krtitische Artikel von der “Zeit” mit der Schlagzeile: “Sie brauchten einen Mörder”. Hier kommt vielleicht noch: “Sie brauchten ein Monster”…..

Ein Grund warum ich SM meide. Hab keine Lust dass die KI irgendwann der Welt sagt wer ich bin ( oder war)

Ehrlich gesagt meine Hauptmotivation diesen Fall zu begleiten. Er ist für mich eine Art “Zeitenwende” der Berichterstattung und Selbstoffenbarung. Gruselig.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Bernhard » Montag, 02. November 2026, 23:09:19

Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:28:12 Seit Tag 1 glaube ich nicht daran, dass G die eigentliche Täterin ist...hatte/ habe immer jemand anderen in Verdacht. Ich werde den Teufel tun, diesen Verdacht schriftlich zu formulieren, da ich relativ in der Offentlichkeit stehe und einige Menschen aus dem geographischen Umfeld mich kennen.
Schade, weil das natürlich enorm interessant wäre wen du verdächtigst als jemand der recht nahe dran ist. Ich verstehe das natürlich vollkommen dass du dich da bedeckt halten musst.
Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:28:12 weil von Anfang an durch verschiedene Personen das Augenmerk auf sie gelenkt wurde [...]
Das geht mir arg in Richtung Verschwörungstheorie, sollen das alles Mordbeteiligte sein? Oder Leute die fälschlicherweise an Ihre Schuld glauben aber selbst mit dem Mord nichts zu tun haben?

Zumindest das könntest du doch, ohne Namen oder Hinweise auf Personen zu nennen, genauer ausführen?

Anonym hat gerade geschrieben was ich auch denke:
Anonym hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 21:42:36 Falsch, sie wird nicht verurteilt, weil verschiedene Personen ein Augenmerk auf sie gelenkt haben oder sie sich in Lügen verstrickte, sondern weil eine durchgängige Indizienkette gegen sie spricht.
--> genau so ist es

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Montag, 02. November 2026, 23:01:02

Gastleser hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 17:03:09 Wäre einen Versuch wert, oder? Dann verstehen sich ein paar Anmerkungen in den Plädoyers besser.

Wir könnten @Kalle Ergebnisse und Forenmeinungen mit dem Gutachten vergleichen.

[…..] können wir die […..\
  • „17. Viele kurzzeitige ehe(ähn)liche Beziehungen“
durchgehen, ob es eine „0“, „1“, oder „2“ ist.
Gastleser hat geschrieben: ↑Sonntag, 01. November 2026, 22:18:43
MMn ist 19. eine „0“, denn […..]

Tatsächlich wird der Gutachter für jeden Punkt Nachweise haben?

@Kalle sind deine Liste Methodik, Gewichtung „nach Technical Manual“ oder „nach Gefühl“?

@Caris Einwurf ist gerne gesehen.
Sronson hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 00:29:44 Oder ein interdisziplinäres Talent? Lass uns Nr. 19 streichen!

^^^^^^

Der parasitäre Lebensstil ist mMn auch sehr stark ausgeprägt. […..]
Wollen wir die zwei Punkte Vergabe von qualifizierten Mann in grauer Jacke übernehmen?

Der OSt hatte eine ähnliche Mimik, möglicherweise ärgerte er sich bereits, dass er am Tag der Verteidiger Plädoyers und dem letzten Wort nicht anwesend sein wird:
Spoiler
42min40

Die Verteidigung kann dem Gutachter nicht folgen, warum sie nun psychopathische Züge haben soll.

Dann geht es weiter in das Motiv. Er führt das auch noch mal aus, warum verschiedene Punkte dann mit äh der Wir wissen ja, das gab diese diese drei Ankreuzvarianten 0 1 und 2. Null trifft gar nicht zu, eins möglicherweise und zwei ganz sicher.

Und es waren unter anderem mehrere Partnerschaften oder Verbindungen zu Männern. War mit zwei ange ähm angekreuzt und er hat dann gesagt, na ja, wenn man in der heutigen Zeit drei Partner hat, dann gilt man ja eher als Keusch. Ähm und er kann nicht verstehen, warum da zwei angekreuzt war.

Mhm.

Ja. Motiv.
Die Verteidigung hat sich bemüht, ein Motiv zu ergründen, das wegen der Kälte auch stark sein muss.

Eine solche Tat ist nach eigenen Recherchen so selten durch eine Frau ausgeführt. Eine Übertötung deute auf so einen Hass hin, der noch unerklärlicher wird, weil sich das Opfer und Täter über Jahre kannten und s und sogar für einen kurzen Zeitraum mochten. Warum sollte sie dann ihr eigenes und das Glück ihres Kindes gefährden und aufs Spiel setzen?

Sie war ja in der Lage ohne Matthias zu leben und schon lange getrennt. Dass sie einmal im Leben ohne Anhang sein wollte, war doch Spinnerei. Sie liebt ihren Sohn doch viel zu sehr. Es gibt doch viele Eltern, die mal denken, dass Leben ohne Kinder billiger und stressfreier wären. […..]

https://youtu.be/Qxvljmul4D0?t=2560

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von GastI » Montag, 02. November 2026, 22:22:04

Pentax77 hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:32:51 Lustig, genau das habe ich letzte Woche vor Ort auch von jemandem als "Verdacht" gehört. Kann ich mir nur extrem schwer vorstellen, eigentlich gar nicht, aber du stehst damit nicht alleine da ;-)
Von welcher Seite her? ...und welches Kalkül?
Danke!

LG

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastleser » Montag, 02. November 2026, 22:20:07

Anonym hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 21:42:36 […..]
Des weiteren empfehle ich mal achtjährige aus dem Umfeld am Samstag zu fragen, mit wem sie am Dienstag gespielt haben. Sehr aufschlussreich. Und da sprechen wir noch nicht von einer emotionsgeladenen Situation wie einem Vermisstenfall, was bei starke Ängste bei Kindern verursacht.
Der Vater hat die mutmaßliche Sichtung vom Freitag am selben Freitag erfahren. Ist das möglicherweise aufschlussreich?

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Anonym » Montag, 02. November 2026, 21:42:36

Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:28:12 ...
Ich glaube, G wird verurteilt werden, aber nicht weil 100% ig feststeht, dass sie die Täterin ist, sondern weil von Anfang an durch verschiedene Personen das Augenmerk auf sie gelenkt wurde und sie sich selbst durch unbedachte Aussagen in der Hoffnung, sich zu entlasten, belastet hat.
Falsch, sie wird nicht verurteilt, weil verschiedene Personen ein Augenmerk auf sie gelenkt haben oder sie sich in Lügen verstrickte, sondern weil eine durchgängige Indizienkette gegen sie spricht. Sie war (zufällig?) zu gegen als der Junge aus der Wohnung verschwunden ist, sie war dreimal (zufällig?) zugegen als verschiedene Personen die Leiche gefunden haben und sie war (zufällig?) in der Gegend des Tatortes zum Zeitpunkt als dieser abscheuliche Mord passierte (an einem Ort, an dem sie sonst nicht ist). Dazu Fasern und Blutspuren, auffälliges Verhalten wie (zufällig?) an diesem Tag das einzige Mal in drei Jahren ihr Handy abgeschaltet, eine entsprechende Persönlichkeitsstörung, ein Motiv, Hinweise auf Täterwissen.
Ich kann verstehen, dass eine objektive Betrachtung des Falls bei persönlichen Verstrickungen und räumlicher Nähe besonders schwer fallen. Und wir alle müssen aushalten, das Fragen offen bleiben und einige Details nie geklärt werden, aber das ist bei den meisten Indizienprozessen so. Es gibt viele Fälle, wo die Indizien nicht so durchgängig und zahlreich sind und es dennoch zurecht zu einer Verurteilung kommt. Ob hier tatsächlich Verfahrensfehler vorliegen, die für eine Revision reichen, ist juristisch zu klären.
Des weiteren empfehle ich mal achtjährige aus dem Umfeld am Samstag zu fragen, mit wem sie am Dienstag gespielt haben. Sehr aufschlussreich. Und da sprechen wir noch nicht von einer emotionsgeladenen Situation wie einem Vermisstenfall, was bei starke Ängste bei Kindern verursacht.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Gastikus » Montag, 02. November 2026, 21:13:51

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__344.html
Revisionsbegründung
(1) Der Beschwerdeführer hat die Erklärung abzugeben, inwieweit er das Urteil anfechte und dessen Aufhebung beantrage (Revisionsanträge), und die Anträge zu begründen.
(2) Aus der Begründung muß hervorgehen, ob das Urteil wegen Verletzung einer Rechtsnorm über das Verfahren oder wegen Verletzung einer anderen Rechtsnorm angefochten wird. Ersterenfalls müssen die den Mangel enthaltenden Tatsachen angegeben werden.
Verfahrensrüge
StPO insbesondere Hauptverhandlung § 226 - 275
https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__226.html
Absolute Revisionsgründe
https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__338.html
Sachrüge kann alles Mögliche sein. StGB, GG und alle Gesetzbücher die für den Mandanten relevant sind.
BtMG und StVO sind es hier zB nicht.

Wenn möglicherweise Revisionsanträge eingereicht werden, die Presse nachfragt und detaillierte Informationen rausgegeben werden... dann könnte man sich eher darüber unterhalten was der BGH wohl davon hält.
Etwa 90% aller Revisionen werden ohne Verhandlung durch Beschluss entschieden.
https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__349.html
Die weit überwiegende Anzahl der Revisionen (2.293; 69,5 %) wurde gemäß § 349 Abs. 2 StPO als offensichtlich unbegründet verworfen.
BGH Tätigkeitsbericht 2024 https://www.bundesgerichtshof.de/Shared ... onFile&v=4&

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Korkplatte » Montag, 02. November 2026, 20:35:26

Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:28:12
Sehr viele Möglichkeiten gibt es nicht bezüglich der Rechtsmittel. Wenn die Revision abgeschmettert wird, ist es fast unmöglich für G, nochmal ein Verfahren zu bekommen.
Ich fürchte, auch da war sie zu naiv mit ihrem pathetischen letzten Wort.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 02. November 2026, 20:32:51

Jeanne hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:25:21 Mein erster Gedanke damals war: Die Beziehung zwischen M und G wurde damals aus Kalkül beendet.
Lustig, genau das habe ich letzte Woche vor Ort auch von jemandem als "Verdacht" gehört. Kann ich mir nur extrem schwer vorstellen, eigentlich gar nicht, aber du stehst damit nicht alleine da ;-)

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Pentax77 » Montag, 02. November 2026, 20:28:59

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:02:08 Ne ne ne, Momemt mal.

Der Antrag von Ohm zielte auf den Aufenthaltsort von CD um die Zeit beim Bolzsee Treffen mit Gina herum ab. Insbesondere ging es darum festzustellen, wann denn wohl dieses Treffen zu Ende gewesen sein soll. Und Die Verteidigung beabsichtigte mit dem Antrag, zu zeigen, dass das Treffen länger ging, als von der Staatsanwaltschaft angeommen und Gina die Leiche nach diesem Treffen somit nicht mehr verbrannt haben kann.

Unter diesen Voraussetzungen ist es aber komplett logisch und folgerichtig den Antrag abzulehnen und im Kern zu sagen "Was interessiert es uns hier in diesem Verfahren, ob CD noch länger am Bolzsee war oder nicht, wenn wir daraus ohnehin nicht schlussfolgern können, dass Gina auch noch länger am Bolzsee gewesen sein muss?"
Ja du hast bei diesem Antrag natürlich völlig Recht.
Aber dann frage ich umgekehrt, wenn das schon so abgelehnt wird, wieso sollten anderen Anträgen in Richtung CD dann erst stattgegeben werden? Aufenthalt CD? Interessiert uns nicht. Vlt musste man das auch so formulieren, weil hätte man gesagt wir wollen/beantragen die Bewegungsdaten von ihm, evtl. sieht man dann ob er das Feuer gelegt hat, hätte man es wohl erst Recht abgelehnt. Oder? Keine Ahnung, dazu bin ich zu wenig Anwalt.
Sway hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 19:58:21 Es ist weder ein Beweis noch Indiz, wenn jemand etwas wiedergibt, was ein anderer gesagt hat. Es ist schwach. Ausserdem gibt es einen mittelbaren Zeugen, dessen Glaubwürdigkeit geprüft werden kann. Der war sich ja recht sicher, dass es Freitag war und hat es auch so gesagt.
Ja so begründet wurde es ja auch abgelehnt. Aber es war am Ende ungeklärt an welchem Tag die Sichtung war. Und die StA hat nunmal mehr oder weniger gesagt ja dann wird wohl der Donnerstag gewesen sein, die haben sich eben geirrt. Unschön.
In den Akten stehen quasi alle früheren Vernehmungen, aber nicht umsonst werden Zeugen dann nochmal vorgeladen und man greift nicht einfach nur auf die Vernehmungen von damals zurück.
Der Vater hätte natürlich nicht die Sichtung selbst bestätigen können, aber die Zuordnung zum Tag und wie er damit umgegangen ist, ob er seinem Sohn noch Fragen dazu gestellt hat die das untermauern etc.
Naja nun ist es zu spät.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Jeanne » Montag, 02. November 2026, 20:28:12

:P Weder mag ich Bier, noch Stammtische. Kritischsein, nicht wie ein Schaf in der Herde zu agieren wurde mir wohl in die Wiege gelegt. Ist heute noch so und bleibt den Rest meines
Lebens auch so.
Ich verfolge seit der 1. Vermisstenmeldung den Fall, zumal ich nur eine halbe Stunde von Güstrow weg meine Zelte aufgeschlagen habe. Zwei meiner Angestellten kennen zwei der direkt Betroffenen persönlich, ich hatte noch das Glück" mir M's Facebookseite in den ersten Tagen anzuschauen, bevor sie auf privat gestellt wurde, habe viele... sehr viele Meinungen und Gespräche über die Beteiligten mitangehört", war zu einigen Prozesstagen vor Ort, habe
anfangs sogar noch ein paar WTH Videos angeschaut aber wegen der krassen Einseitigkeit der Berichterstattung unterlassen).....usw, usf..
Seit Tag 1 glaube ich nicht daran, dass G die eigentliche Täterin ist...hatte/ habe immer jemand anderen in Verdacht. Ich werde den Teufel tun, diesen Verdacht schriftlich zu formulieren, da ich relativ in der Offentlichkeit stehe und einige Menschen aus dem geographischen Umfeld mich kennen.
Mein erster Gedanke damals war: Die Beziehung zwischen M und G wurde damals aus Kalkül beendet.
Ich mag Diskussionen, sie müssen nur fair sein. Bisher fühle ich mich nicht wirklich hier angegriffen.. Danke @ Keks, @Pentax77, @Gastleser, dass ihr andere Denkweiser nachvollziehen könnt und dies auch kundtut.
Heute, kurz vor dem Urteil, hat sich meine Meinung nicht geändert... möglich, weil es daherrührt, dass ich ähnliche Familienkonstruktionen im direkten Umfeld habe, also auch mit ähnlichem Aggitationsverhalten, was Lebensweise und Beziehung betrifft. Ich hatte das immer mal wieder angesprochen: möge sich jeder selbst hinterfragen, wie schnell man etwas sagt oder schreibt und dies völlig anders ausgelegt werden kann, wenn Unbeteiligte es lesen, hören.

Ich glaube, G wird verurteilt werden, aber nicht weil 100% ig feststeht, dass sie die Täterin ist, sondern weil von Anfang an durch verschiedene Personen das Augenmerk auf sie gelenkt wurde und sie sich selbst durch unbedachte Aussagen in der Hoffnung, sich zu entlasten, belastet hat.
Ich hoffe von Herzen, dass dieser Fall bis zur letzten Instanz durchgezogen und aufgeklärt wird, fair und ohne iffene Fragen zu hinterlassen.
Ich habe fertig.
Euch einen schönen Abend 😉

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Korkplatte » Montag, 02. November 2026, 20:28:12

Pitahaya11 hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 20:09:50 Ich wusste, dass du damit kommst. :P

Gents first! Nenne du bitte die Gründe, warum es für G keinen Grund gäbe, ein Plus nicht zu benennen.
Das habe ich bereits mehrfach getan. Da du immer und grundsätzlich ausweichst, darfst du gerne meine Beiträge diesbezüglich durchsuchen. Ich bin übrigens weiblich.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Sronson » Montag, 02. November 2026, 20:24:28

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 19:40:23
Vielleicht ist das im Fall Darsow herausgearbeitete Motiv für manche nicht nachvollziehbar, weil sie selbst nicht besonders geräuschempfindlich sind oder extrem auf chronischen Schlafmangel reagieren. Für andere Menschen bedeuten solche dauerhaften Belastungen allerdings schlimmsten Terror. Ich kann verstehen, wenn man Gewaltfantasien gegenüber seinen lärmenden Nachbarn entwickelt; den Mord an sich selbstverständlich nicht [ich würde in einer solchen Situation wegziehen.]

Der Doppelmord von Babenhausen ist bei Weitem nicht der einzige Fall, in dem Nachbarn infolge eines lang andauernden Lärmstreits getötet wurden.

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

von Korkplatte » Montag, 02. November 2026, 20:15:16

Gastikus hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 18:36:13
Ein wenig Müde werde ich schon. Vielleicht liegt es an einem Konglomerat aus Lernbehinderung, niedrigem IQ und Verschwörungswahn, dessen Wurzeln und Stamm in einer kleinen Minderheit in Güstrow liegen und über ähnlich veranlagte Kartenleger, Pseudodetektive, Rechtsextreme sowie Tiktoker und andere SM Kasperle über mittlerweile 12 Monaten hinweg Äste geschlagen hat und dessen Zweigspitzen auch hier aktiv sind 😌
;) Ich ziehe mal wieder meinen Hut vor dir und freue mich über alle Maßen dich zu lesen.

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