MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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talida
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MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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In diesem Thread kommen alle Presseberichte rein.



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talida
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

Ungelesener Beitrag von talida »

Einige Presseartikel zum einlesen
10.02.2012

Nelli Graf gefunden?

Halle. Bei einer in Halle gefundenen Leiche handelt es sich vermutlich um die seit Oktober vermisste 46-jährige Nelli Graf. Die bereits skelettierte Leiche sei nach Polizeiangaben klein und zierlich - wie die vermisste Frau. Zudem trug sie eine Jacke des Sportvereins aus Halle.

Die Augen sollen mit einem Plastikband abgeklebt worden sein. Dies spricht für eine Entführung, so die Polizei weiter.

Dennoch bleibt die Polizei in Bezug auf Geschlecht und Identität des Opfers zurückhaltend, will die Obduktion abwarten. Bis spät in den Abend benötigten Hilfskräfte am Donnerstag, um die Leiche aus dem hart gefrorenen Boden zu bergen. Sie war am Nachmittag von einem Spaziergänger gefunden worden. Polizisten hat heute das Gelände rund um den Fundort der Leiche in Halle großräumig nach Spuren abgesucht. Nach Aussage der Polizei kann es noch einige Tage dauern, bis die Obduktion abgeschlossen ist.

http://www.kuvi.de/nrw/27302_nelli-graf-gefunden.html
17.05.2012

Mordfall Nelli Graf: Zeugen gesucht

Halle (gl) - Die Polizei sucht mögliche Zeugen im Mordfall Nelli Graf: Wie die Behörden mitteilen, ist ein Hinweis eingegangen, dass am Tag ihres Verschwindens ein Pärchen auf dem Waldweg spazieren ging - auf der Höhe des Orts, an dem später das Fahrrad von Nelli Graf gefunden wurde.

Nelli Graf verschwand am Freitag, 14. Oktober 2011. Zwischen 13.30 und 13.45 Uhr sei das Pärchen an dem Tag auf dem Waldweg spazieren gegangen. Darüber informieren Staatsanwaltschaft und Mordkommission Bielefeld sowie der Kreispolizeibehörde Gütersloh in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der aktuelle Tipp sei im Rahmen des in Halle durchgeführten Massengentests eingegangen („Die Glocke“ berichtete). Demnach sei das Paar aus Richtung Wiesenstraße gekommen und in Richtung der Bänke an der Hachhowe gewandert.

Die Mordkommission bittet dringend, dass sich die Gesuchten mit der Polizei in Verbindung setzen und gibt folgende Beschreibung: Die Frau war rund 55 Jahre alt und 1,75 Meter groß, hatte dunkelblonde Haare und trug eine rote Wind- oder Regenjacke ohne Aufschrift. Der Mann war rund 60 Jahre alt und 1,80 bis 1,85 Meter groß. Er trug einen Schnäuzer und eine auffallend große Brille. Er war bekleidet mit Jeans und einer beigefarbenen Jacke. Kontaktaufnahme mit der Mordkommission Bielefeld unter der Tel. 0521/5450.

http://www.die-glocke.de/lokalnachricht ... ca3d424-ds
29.06.2012

Nelli Graf: Massen-Gentest wird ausgeweitet

Kreis Gütersloh (mn) - Die Analyse der Speichelproben von rund 1500 Männern durch die Rechtsmedizin Münster ist abgeschlossen und hat nicht zu dem mutmaßlichen Mörder der 46-jährigen Nelli Graf geführt. Deshalb weitet die Mordkommission Bielefeld den Massen-Gentest in Halle aus.


http://www.die-glocke.de/lokalnachricht ... 3b3357e-ds
17.01.2013

Mordfall Nelli Graf: Polizei sucht Fahrzeug

Kreis Gütersloh (gl) - Es gibt einen neuen Ermittlungsansatz im Mordfall Nelli Graf. Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission am Donnerstag mit. Mit der derzeitigen Ausweitung weiterer Speichelproben hängen die neuen Erkenntnisse allerdings nicht zusammen.

Faserspuren von Fahrzeugsitzen entdeckt
Die Wissenschaftler des Landeskriminalamts haben in sehr aufwändigen Untersuchungen Spuren eines Fahrzeugs am Leichnam der Ermordeten entdeckt. Diese neuen Spuren bildeten und bilden neben den DNA-Untersuchungen einen zweiten Baustein bei den Ermittlungen. Bei den Spuren handelt es sich um Faserspuren, wie sie auch in Fahrzeugsitzen zu finden sind.

http://www.die-glocke.de/lokalnachricht ... b4b97d5-ds
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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02.03.2013

Mordfall Nelli Graf: "Er hat uns allen das Leben genommen"
Trauer bestimmt den Alltag der Hinterbliebenen

  • Am 14. Oktober 2011 verlässt Nelli Graf mittags das Haus. Zwei Tage darauf wird ihr Rad gefunden.
  • Vier Monate später findet ein Landwirt ihre Leiche bei Halle-Kölkebeck.
  • Unter großer Anteilnahme wird Nelli Graf am 22. Februar 2012 in Halle beerdigt.
  • Massengentests, Fahndungsaufrufe über "XY. . . ungelöst", eine Belohnung für Hinweise: Nichts hat bislang zum Täter geführt.
http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh ... cnt_page=2
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

Ungelesener Beitrag von talida »

28.02.2018

Mord an Nelli Graf wird neu untersucht

Am 9. Februar 2012 entdeckte ein Landwirt in Kölkebeck ihre Leiche. Das Polizeipräsidium Bielefeld den Fall Nelli Graf an die neue Datenbank "Cold Cases" des Landeskriminalamtes (LKA) Düsseldorf gemeldet.

http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh ... sucht.html
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

Ungelesener Beitrag von talida »

28.02.2018

JAHRELANG IM UNKLAREN!

NEUE BEWEGUNG IN GRAUSAMEM MORDFALL

NELLI GRAF WURDE 2012 ERSTOCHEN IM WALD IN HALLE (WESTF.) GEFUNDEN!

JETZT SOLL DAS LKA DÜSSELDORF ERMITTELN


https://www.tag24.de/nachrichten/halle- ... eld-461365
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AngRa
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Ein Bericht zur Auffindesituation

Neue Westfälische 10.2.2012

Leichenfund in Halle: Blauer Schlumpf auf gefrorenem Körper

Gespräch mit Nelli Grafs Familie




Halle. Der Leichenfund im Haller Ortsteil Kölkebeck lässt die Sonderkommission "Ahorn" wieder antreten. Am Montag nimmt die Soko unter der Leitung von Ralf Östermann ihren Dienst wieder auf. Viele Indizien des Fundes vom Donnerstag weisen darauf hin, dass es sich bei der gefundenen Person womöglich um die seit Oktober vermisste Nelli Graf handelt.

Obwohl die Polizei nach wie vor betont, dass Definitives erst nach Abschluss der DNA-Untersuchung gesagt werden kann, war Ralf Östermann Freitagmorgen bei der Familie von Nelli Graf zu einem Gespräch. Später fuhr der Kriminalhauptkommissar zu den Gerichtsmedizinern nach Bielefeld:

Dorthin wurden Leichnam und Bodenteile noch am späten Donnerstagabend gebracht.


Ehe gestern Morgen Einsatzkräfte der Staatspolizei mit Suchhunden das Waldstück am Kölkenweg durchkämmten, war Gerd Schacht bereits auf den Beinen. Der Landwirt hatte eine unruhige Nacht hinter sich, denn die schrecklichen Bilder, die er Donnerstagnachmittag gesehen hat, ließen ihn nicht zur Ruhe kommen: Der 66-Jährige und sein schwarzer Labrador Henry waren es, die bei einem Spaziergang die Leiche einer kleinen, zierlichen Person entdeckt hatten.

Blauer Schlumpf auf der Leiche
Entgegen anders lautender Aussagen lag die stark skelettierte Leiche in der Senke zwischen Acker und Waldrand allerdings nicht in einem blauen Sack mit einer weiteren Tüte über dem Kopf, sondern war lediglich mit etwas Sand sowie von einem blauen Schlumpf mit der Aufschrift "SC Halle" bedeckt – festgefroren am Boden. "Eigentlich wollte ich gar nicht so weit laufen, aber der Hund zerrte mich immer weiter in die Richtung und schnüffelte und bellte plötzlich ganz aufgeregt", erzählt Gerd Schacht. "Als ich näher kam, konnte ich nicht sofort erkennen, was dort liegt", fährt der Mann fort. "Erst bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Ball, so rot und rund, und ein paar Textilien handelt. Ich bin dreimal auf- und abgelaufen, dann bin ich noch näher ran und konnte kaum glauben, was ich da sehe. Aber tatsächlich, es war ganz offenbar eine Leiche."

................................

http://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh ... nt=6065671

AngRa
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Neue Westfälische vom 13.2.2012

Nelli Graf wurde offenbar erstochen

Tote mit großer Sicherheit identifiziert


Als der Fund mit speziellen Hilfsmitteln aufgetaut worden war, hat die Rechtsmedizin Münster am Wochenende eine erste Obduktion durchgeführt.


Ergebnis: Die Bekleidung des Opfers und der gefundene Schmuck stammen von der dreifachen Mutter und Ehefrau, zudem entspricht die Statur des Leichnams der der 46-Jährigen. Deshalb gehen die Ermittler mit hoher Sicherheit davon aus, dass es sich bei der Leiche um Nelli Graf handelt, die seit dem 14. Oktober 2011 vermisst wird. Endgültige Gewissheit werde erst eine DNA-Untersuchung geben. Sie wird in einem speziellen Sektionsraum eines Bielefelder Bestattungsunternehmens durchgeführt und noch einige Tage dauern.
http://www.nw.de/nachrichten/thema/6088 ... nt=6088251



Mordkommission wieder aktiv
Zu Art und Umfang der Verletzungen, die Nelli Graf zugefügt worden sind, wollen sich die Ermittler vorläufig nicht weiter äußern. Das sei Täterwissen, ebenso wie die genaue Auffindesituation am Fundort der Leiche. Auch dazu, ob das Opfer sexuell missbraucht worden ist, wie teilweise bereits verbreitet wurde, kann nach den Feststellungen der Rechtsmedizin noch keine abschließende Aussage gemacht werden. "Hierzu sind noch weitere rechtsmedizinische Untersuchungen nötig, die Wochen in Anspruch nehmen können", so die Staatsanwaltschaft.

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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Dreifache Mutter grausam ermordet - Wer tötete Nelli Graf?

(XY vom 9. Mai 2012)
Die 46-jährige Nelli Graf verschwindet am helllichten Tag. Ihre sämtlichen persönlichen Gegenstände lässt sie im Haus zurück. Nur ihr Fahrrad fehlt. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Vier Monate später wird Nelli Grafs Leiche gefunden.

Freitag, 14. Oktober 2011. Am Vormittag hat Nelli Graf aus Halle/Westfalen einen Arzttermin. Gegen 11.15 Uhr kommt sie nach Hause zurück. Was dann passiert, ist völlig unklar. Fest steht: Als ihre drei Kinder später das Einfamilienhaus betreten, ist Nelli Graf nicht mehr da. Ihre Handtasche mit Handy, Schlüssel und Geldbeutel hängt an der Garderobe. Aber ihr Fahrrad fehlt. Zunächst glauben die Geschwister, dass ihre Mutter bei einer Freundin ist. Doch als die 46-Jährige am Nachmittag auch nicht bei ihrer Arbeit erscheint, erstattet die besorgte Familie Vermisstenanzeige.


Fahrrad liegt im Wald
In den folgenden Tagen und Wochen unternehmen der Ehemann und die Kinder alles, um Nelli Graf zu finden. Doch niemand kann helfen. Nelli Graf bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Drei Tage nach ihrem Verschwinden wird ihr Fahrrad gefunden. Es liegt in einem Gebüsch im Wald - etwa 1,7 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt. Von Nelli Graf selbst gibt es nach wie vor keine Spur. Die Polizei durchkämmt das gesamte Waldgebiet - ohne Erfolg.

Ein Anwohner glaubt, am Mittag des 14. Oktober 2011 zwei Autos gesehen zu haben, die hintereinander in Richtung Wald fuhren. Das Besondere: Der vordere Wagen - Kennzeichen GT ... - hatte ein Fahrrad im Kofferraum. War es Nelli Grafs Rad? Hinter dem ersten Auto fuhr ein Pkw mit Paderborner Kennzeichen. Beide Fahrer konnten von den Ermittlern nicht identifiziert werden. Sie könnten wichtige Zeugen sein.

Schreckliche Gewissheit
Vier Monate nach dem Verschwinden erhält die Familie schließlich die furchtbare Nachricht: Nelli Graf ist tot - ermordet. Ein Spaziergänger hat ihre Leiche am Donnerstag, dem 9. Februar 2012, am Kölkenweg in Halle-Kölkebeck entdeckt. Die 46-Jährige ist mit Panzerband und Kabelbindern gefesselt. Der Körper weist mehrere Messerstiche auf. Der Täter hat die Tote im Waldboden vergraben. Sein Motiv ist völlig unklar.

Personenbeschreibung:

Nelli Graf war zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 46 Jahre alt, 1,52 m groß, schlank (etwa 55 Kilo) und hatte kurze, dunkelblonde Haare. Sie trug auffällige Ohrhänger, eine Kette mit großem Anhänger sowie eine Jacke ihres Sohnes, eine blau-schwarze Trainingsjacke des örtlichen Fußballvereins.

Beschreibung des Fahrrads:
Damenfahrrad rot, silber und schwarz, Aufschrift "Vortex".

Fragen nach Zeugen:
- Wer hat Nelli Graf am Freitag, 14. Oktober 2011, gesehen?
- Wer hat beobachtet, wie ihr Fahrrad in der Zeit vom 14. bis 16. Oktober 2011 am Maschweg entsorgt wurde?
- Wer hat gesehen, wie die Leiche von Nelli Graf in Halle-Kölkebeck vergraben wurde?
- Wer hat sonstige Beobachtungen gemacht, die mit dem Verschwinden und der Ermordung von Nelli Graf in Zusammenhang stehen könnten?

Belohnung: Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig: Kripo Bielefeld, Telefon 0521 / 54 50

http://web.archive.org/web/201210141820 ... 6&id=58277

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talida
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Neue Westfälische vom 23.2.2012
HALLE
Große Anteilnahme bei Trauerfeier für Nelli Graf 23.02.2012 | Stand 23.02.2012, 11:26 Uhr


Halle (ruh). Rund 450 Trauernde haben Mittowch Abschied von der ermordeten Nelli Graf genommen. Als um 13 Uhr das Trauergeläut erklang, hatten längst noch nicht alle Menschen einen Platz in der St.-Johannis-Kirche gefunden.

Viele standen im Vorraum. Die große Flügeltür wurde auch während der Predigt von Pastor Friedrich-Karl Völkner nicht geschlossen, damit auch die Trauernden vor der Kirche seine Worte hören konnten. Es waren Worte der Erinnerung und des Gedenkens, Worte der Anteilnahme, der Hoffnung und des Trostes.


Pastor Völkner zeichnete das Leben von Nelli Graf nach – von der Geburt in Kasachstan über die Gründung ihrer Familie und den Aufbau ihres Lebensmittelpunktes in Halle bis zu ihrem gewaltsamen Tod. Völkner sprach die Hoffnung aus, dass derjenige, der die Mutter dreier Kinder entführt, misshandelt und erstochen hat, gefunden wird und es damit Antworten auf offene Fragen gibt.

http://www.nw.de/nachrichten/thema/6175 ... source=owl

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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann:

„Der Fall Graf war immer wieder Thema“


Auszug:
Gibt es dennoch etwas, von dem Sie in dem Zusammenhang nach wie vor überzeugt sind?

ÖSTERMANN: Allein mit Blick auf den Leichenfundort in Kölkebeck bin ich mir bis heute sicher, dass der Täter Ortskenntnisse hatte.

Ansonsten bitten wir auch sechs Jahre später noch immer darum, uns Hinweise, die damals verschwiegen wurden, oder Aspekte, die jemandem im Nachhinein noch eingefallen sind, zu nennen.
http://www.haller-kreisblatt.de/lokal/h ... Thema.html
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Tacitus
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Re: MORDFALL NELLI GRAF -- Presseberichte

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Halle/Paderborn
Fall Nelli Graf: Polizei sucht einen Zeugen aus dem Kreis Paderborn
Dieses ist das Fahrrad von Nelli Graf. Es wurde mit einem Platten im Unterholz gefunden. Wurde es in einem Auto transportiert?

Donnerstag, 05. Januar 2012
- 09:27 Uhr
Von Stefan Küppers

Viele merkwürdige Details machen den Fall Nelli Graf so mysteriös. Fest steht, dass die 46-jährige Ehefrau und dreifache Mutter nach verschiedenen Terminen am Freitag, 14. Oktober, gegen 11.15 Uhr in ihr Zuhause am Ahornweg zurückgekehrt ist. Es gibt ein ungeklärtes Zeitfenster von etwa einer Stunde, denn gegen 12.30 Uhr kam Sohn Waldemar (23) nach Hause, ohne seine Mutter dort noch vorzufinden. Nelli Graf war am Vormittag bei einer Haller Frauenärztin, auf dem Rückweg führte sie kurz nach 11 Uhr ein letztes Gespräch über ihr Handy mit ihrer Cousine. Die Kripo weiß von dieser Cousine, dass Nelli Graf berichtete, sie sei zu Fuß unterwegs.

Warum Frau Graf nicht ihr Fahrrad benutzt hat, obwohl der Weg vom Ahornweg bis zur Praxis der Frauenärztin an der Gartenstraße mehr als zwei Kilometer lang ist, ist unklar. Nelli Graf muss auf jeden Fall noch zuhause gewesen sein, denn ihre Handtasche mit Portemonnaie, Handy und Schlüsseln fand sich daheim an der Garderobe.

Ebenso unklar ist, welche Rolle eine Ruhebank an der Hachhowe spielt, etwa 1,7 Kilometer vom Zuhause der Vermissten entfernt. Diese Bank war einmal Anlaufpunkt für Treffen von Nelli Graf mit ihren Freundinnen. Es bleibt Spekulation, dass die Vermisste diese Bank am Tag ihres Verschwindens mit ihrem Fahrrad aufgesucht hat. Das Rad, das später mit einem Vorderrad ohne Luft gefunden wurde, wurde im Umfeld dieser Bank im Unterholz versteckt.
05.01.2012 um 14:28
Neuer Artikel


Neue Spur im Fall Nelli Graf
05.01.12
unbenannt2.jpg
Von Nicole Donath Halle. Drei Monate nach dem Verschwinden von Nelli Graf hat die zuständige Sonderkommission »Ahorn« einen vielleicht bedeutenden Hinweis erhalten: Bei der persönlichen Befragung der Anwohner im Bereich Hachhowe und Maschweg wurde jetzt bekannt, dass in der Mittagszeit des 14. Oktober und damit zum Zeitpunkt des Verschwindens der 46-Jährigen ein Pkw mit Paderborner Kennzeichen gesehen wurde, der in Richtung des späteren Fahrradfundortes unterwegs war. Das Besondere daran: Dieses Fahrzeug folgte einem Pkw, in dessen Kofferraum ein Fahrrad lag.

„Die Polizei sucht jetzt zum einen die Fahrer der betreffenden Fahrzeuge oder Zeugen, die das Auto mit dem Paderborner Kennzeichen vor allem im Bereich Maschweg/Hachhowe gesehen haben”, erläuterte Polizeihauptkommissarin Sonja Rehmert gestern im Gespräch mit dem Haller Kreisblatt. „Das Problem an dem Hinweis: Leider liegen uns bislang keine näheren Informationen zu den Fahrzeugtypen vor.”

Inwieweit sich der Hinweis als entscheidender Tipp entwickelt, bleibe natürlich abzuwarten, so Sonja Rehmert weiter. Warum ein Hinweis, der unter Umständen von solch bedeutender Tragweite ist, erst so spät erfolgt, vermochte die Beamtin aus dem Leitungsstab der Polizeipressestelle Bielefeld indes nicht zu sagen. Nur so viel: „Manche Menschen trauen sich nicht, zur Polizei zu gehen. Andere stufen Auffälligkeiten zunächst als nicht von so hoher Bedeutung ein und kommen erst im persönlichen Gespräch darauf. Eben dann, wenn sie noch einmal sensibilisiert werden.”

Von Erfahrungen dieser Art hatte auch Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann, Leiter der Soko »Ahorn«, in einem bereits im Dezember geführten HK-Interview berichtet. Zunächst hatten die acht mit dem Fall befassten Kriminalhauptkommissare das direkte Umfeld der Ehefrau und dreifachen Mutter befragt - Familie, Freunde, Kollegen, direkte Nachbarn. Darüber hinaus hatte die Polizei angesichts der hohen Medienpräsenz in einer Kleinstadt wie Halle auf Hinweise gesetzt, die aus der Bevölkerung kommen. Seit Wochen sind die Beamten nun aber auch unterwegs, um die Anwohner rund um den Fundort des Fahrrades sowie das weitere Umfeld der 46-Jährigen zu befragen - unter Umständen mit Erfolg.

Wie die Polizei gestern weiter erklärte, geht sie davon aus, dass Nelli Graf am späten Vormittag des 14. Oktober, etwa gegen 11.15 Uhr, nach verschiedenen Terminen nach Hause zurückgekehrt ist, um ihre Wohnung unter Zurücklassung ihrer persönlichen Gegenstände wie Handy, Handtasche oder Hausschlüssel später zu verlassen.

Während bislang nicht ausdrücklich erklärt wurde, auf welche Weise Nelli Graf ihr Heim am Ahornweg verlassen hat, heißt es in der jüngsten Mitteilung der Polizei, dass die blonde Frau mit dem Fahrrad unterwegs gewesen sei. Das wiederum würde Spekulationen ein Ende bereiten, denen zufolge Nelli Graf bereits von zu Hause aus entführt oder abgeholt wurde und dass das Rad unabhängig davon im Waldstück an der Hachhowe abgelegt worden sein könnte.

Auf Grund von Erkenntnissen der Profilfahnder des Landeskriminalamtes Düsseldorf gehen die Beamten seit Anfang Dezember davon aus, dass Nelli Graf einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist und ihr Lebensumfeld nicht freiwillig verlassen hat. Suchaktionen von Hundertschaften, Such- und Leichenspürhunde nach der Vermissten im Bereich des Fahrradfundortes verliefen allerdings erfolglos.

Wer Hinweise geben kann, die womöglich zum Aufenthaltsort von Nelli Graf führen, möge sich bitte mit der Polizei in
Bielefeld unter ` (05 21)
54 50 oder der Polizei in Gütersloh unter ` (0 52 41) 86 90 melden.

NW 2012-02-10, 11:07 Uhr

Leiche in Waldstück bei Halle entdeckt
Polizei vermutet, dass es sich um Nelli Graf handelt

In diesem Waldstück wurde die Frauenleiche entdeckt. - © FOTO: ANDREAS EICKHOFF
IN DIESEM WALDSTÜCK WURDE DIE FRAUENLEICHE ENTDECKT. | © FOTO: ANDREAS EICKHOFF
Leiche in

Halle entdeckt - © HALLE
LEICHE IN
HALLE ENTDECKT | © HALLE
Halle. Ein Landwirt (66) hat Donnerstagnachmittag im Haller Ortsteil Kölkebeck am Rande eines kleinen Wäldchens eine Leiche entdeckt. Bei der Person, die sich in einem Müllsack befand, könnte es sich um die seit dem 14. Oktober vergangenen Jahres vermisste Nelli Graf (46) aus Halle handeln. Die Polizei gab sich allerdings noch zurückhaltend und betonte, dass die eindeutige Identität erst nach der noch durchzuführenden Obduktion geklärt werden kann.

Es war gegen 14 Uhr, als der Mann mit seinem Labrador spazieren ging. An einer etwas abgelegenen Stelle im Bereich zwischen Acker und Wäldchen rannte der Hund plötzlich bellend auf eine große blaue Mülltüte zu, die bereits am Boden festgefroren war. Dann der Schock: Als der Mann in den Sack schaute, sah er darin die stark verweste Leiche einer zierlichen, kleinen Person, deren Kopf zusätzlich abgedeckt worden war, der Mund mit einem Klebestreifen verbunden.

Unter Schock lief der Mann zur nächsten Straße, wo er zufällig einem Bekannten begegnete. Gemeinsam rannten die beiden Männer zum Fundort zurück, um dann umgehend die Polizei zu verständigen und die Beamten wenig später zum abgelegenen Fundort zu lotsen.


Mordkommission vor Ort

Drei Kriminalhauptkommissare aus Gütersloh und zwei Beamte aus Halle waren zunächst vor Ort und sicherten den Fundort. Gegen 17 Uhr traf auch die Bielefelder Mordkommission "Ahorn" unter der Leitung von Ralf Östermann am Kölkenweg ein, die sich seit vier Monaten mit dem Vermisstenfall Nelli Graf beschäftigt.
Bis dahin hatten die Beamten aus Halle das etwa vier Hektar große Waldstück weiträumig mit Flatterband abgesperrt und dabei Knochenarbeit geleistet, mussten die Pfähle, an denen das Band befestigt wurde, doch mit dem Vorschlaghammer in den eisigen Ackerboden gerammt werden. Wegen des starken Frosts, der längere Untersuchungen am Fundort erforderlich machte, erhielten die ermittelnden Beamten vor Ort Unterstützung: Das Technische Hilfswerk rückte mit zwei Fahrzeugen an und brachte neben einem Zelt und Flutlicht auch warme Getränke und Suppe. Ferner wurde die Gerichtsmedizin aus Münster angefordert.

Grundsätzlich stellten sich die Ermittler bei eisigen Temperaturen darauf ein, dass sie unter Umständen die ganze Nacht mit Presslufthämmern und anderem schweren Gerät den hartgefrorenen Boden unter dem Fundort der Leiche aufbrechen müssten, um Spuren zu sichern.

Fahrrad taucht kurz nach Grafs Verschwinden auf

Seit dem 14. Oktober fehlte von Nelli Graf jede Spur. Nach einem Arztbesuch in der Haller Innenstadt hatte sie noch ihre Cousine angerufen. Danach muss die Ehefrau und dreifache Mutter noch in ihrem Haus am Haller Ahornweg eingetroffen sein, denn dort fanden sich später ihre Handtasche, persönliche Papiere, ihr Handy und der Haustürschlüssel. An ihrem Arbeitsplatz kam sie jedoch nie an.
Das Fahrrad der 46-Jährigen wurde zwei Tage später in einem Waldstück gefunden. Die Sonderkommission erhielt bis Donnerstag keine entscheidenden Hinweise. Im November kam das Landeskriminalamt in Düsseldorf zu dem Schluss, dass Nelli Graf einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen sein muss.


NW 2012-02-10, 18:37 Uhr

HALLE
Leichenfund in Halle: Blauer Schlumpf auf gefrorenem Körper
Gespräch mit Nelli Grafs Familie

Die Sonderkommission "Ahorn" ist nach dem Leichenfund wieder im Einsatz. - © FOTO: DONATH
DIE SONDERKOMMISSION "AHORN" IST NACH DEM LEICHENFUND WIEDER IM EINSATZ. | © FOTO: DONATH
Blauer Schlumpf lag auf gefrorenem Körper - © HALLE
BLAUER SCHLUMPF LAG AUF GEFRORENEM KÖRPER | © HALLE
Halle. Der Leichenfund im Haller Ortsteil Kölkebeck lässt die Sonderkommission "Ahorn" wieder antreten. Am Montag nimmt die Soko unter der Leitung von Ralf Östermann ihren Dienst wieder auf. Viele Indizien des Fundes vom Donnerstag weisen darauf hin, dass es sich bei der gefundenen Person womöglich um die seit Oktober vermisste Nelli Graf handelt.

Obwohl die Polizei nach wie vor betont, dass Definitives erst nach Abschluss der DNA-Untersuchung gesagt werden kann, war Ralf Östermann Freitagmorgen bei der Familie von Nelli Graf zu einem Gespräch. Später fuhr der Kriminalhauptkommissar zu den Gerichtsmedizinern nach Bielefeld: Dorthin wurden Leichnam und Bodenteile noch am späten Donnerstagabend gebracht.

Ehe gestern Morgen Einsatzkräfte der Staatspolizei mit Suchhunden das Waldstück am Kölkenweg durchkämmten, war Gerd Schacht bereits auf den Beinen. Der Landwirt hatte eine unruhige Nacht hinter sich, denn die schrecklichen Bilder, die er Donnerstagnachmittag gesehen hat, ließen ihn nicht zur Ruhe kommen: Der 66-Jährige und sein schwarzer Labrador Henry waren es, die bei einem Spaziergang die Leiche einer kleinen, zierlichen Person entdeckt hatten.


Blauer Schlumpf auf der Leiche

Entgegen anders lautender Aussagen lag die stark skelettierte Leiche in der Senke zwischen Acker und Waldrand allerdings nicht in einem blauen Sack mit einer weiteren Tüte über dem Kopf, sondern war lediglich mit etwas Sand sowie von einem blauen Schlumpf mit der Aufschrift "SC Halle" bedeckt – festgefroren am Boden. "Eigentlich wollte ich gar nicht so weit laufen, aber der Hund zerrte mich immer weiter in die Richtung und schnüffelte und bellte plötzlich ganz aufgeregt", erzählt Gerd Schacht. "Als ich näher kam, konnte ich nicht sofort erkennen, was dort liegt", fährt der Mann fort. "Erst bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Ball, so rot und rund, und ein paar Textilien handelt. Ich bin dreimal auf- und abgelaufen, dann bin ich noch näher ran und konnte kaum glauben, was ich da sehe. Aber tatsächlich, es war ganz offenbar eine Leiche."
Mit Blick auf den Fundort, den die Polizei mit rot-weißem Flatterband weiträumig abgesperrt hat, erzählt er weiter. "Ich bin dann zur Straße gelaufen, weil ich kein Handy dabei hatte. Dort traf ich meinen Schwager und hab den erst mal mit zum Wald genommen. Das musst du dir anschauen, hab ich gesagt." Umgehend riefen die beiden bei der Leitstelle in Gütersloh an. Kurze Zeit später trafen die ersten Beamten ein und sicherten den Fundort.

Leiche mitsamt dem darunterliegenden Boden geborgen

Noch bis 22 Uhr waren die Ermittler und Gerichtsmediziner schließlich vor Ort und bargen unter Flutlicht, bereitgestellt vom THW, und mit Hilfe eines Radladers die Leiche mitsamt dem darunter befindlichen Boden. Der gesamte Fund wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft daraufhin nach Bielefeld zur weiteren Untersuchung und Obduktion gebracht.
Wie lange die beiden Rechtsmediziner benötigen, um die Identität sowie DNA-Spuren und weitere Details festzustellen, vermochte Freitag allerdings noch niemand zu sagen: "Das hängt von der Witterung ab, denn angesichts der eisigen Temperaturen muss der Fund erst einmal auftauen", erklärte Polizei-Pressesprecher Karl-Heinz Stehrenberg. Spätestens Anfang der Woche, so hoffen die Ermittler, können erste Obduktionsergebnisse bekanntgegeben werden. Dann würde zumindest Gewissheit darüber bestehen, ob es sich bei dem Leichenfund um Nelli Graf handelt.


Ist die Tote Nelli Graf?

Frauenleiche liegt am Waldrand in einer Senke - Rentner macht grausige Entdeckung - Obduktion soll Klarheit bringen
Freitag, 10. Februar 2012 - 09:13 Uhr

Halle (WB). Rentner Gerd Schacht aus Halle geht mehrfach am Tag mit seinem zweijährigen Labrador spazieren. Gestern Nachmittag nimmt der 66-jährige mit dem lauffreudigen Henry einen etwas anderen Weg als gewohnt. Gegen 14 Uhr macht der Hund eine grausige Entdeckung.

Genau auf der Grenze zwischen den Ortsteilen Bokel und Kölkebeck findet Gerd Schacht in einer Senke am Waldrand einen leblosen Körper, der im gefrorenen Boden mit Sand bedeckt ist.

Teile des Leichnams liegen frei und sind bereits skelettiert. »Der Anblick hat mich erschreckt«, berichtet der 66-jährige Landwirt. Der tote Mensch sei etwa 1,60 Meter groß, schätzt er. Was ihm auffällt, ist eine blaue Jacke, auf der er den Aufdruck »SC Halle« sieht.

Am haarlosen Kopf – Haare verwesen nach Aussage der Polizei sehr schnell – ist Schachts Schilderung zufolge um die Augen des Leichnams ein blaues Panzerband geklebt. Dies sind Bänder, die mit Glasfasern verstärkt sind und einen besonders starken Klebeeffekt haben.

Band um die Augen

Gerd Schacht hat kein Mobiltelefon dabei, trifft aber auf dem Weg zurück nach Hause den Postboten Peter Goldbecker, mit dessen Handy die Polizei verständigt wird. Die Kriminalpolizei rückt mit der Spurensicherung aus Bielefeld an, lässt das Waldstück am Kölkenweg rund um den Leichenfundort absperren. Um das Areal auszuleuchten, werden Kräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) aus Gütersloh hinzugezogen. Vor Ort übernehmen Ermittler der Mordkommission »Ahorn« die Arbeit.

Ob es sich bei dem Leichnam um die seit knapp vier Monaten vermisste Nelli Graf aus Halle handelt, das will und kann der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann, am Abend noch nicht genau sagen. »Aber es spricht einiges dafür«, sagt Östermann und verweist auf die Körperform und Größe der Leiche.

Leichnam festgefroren


Trotz der schnell einbrechenden Dunkelheit und der empfindlichen Kälte will die Polizei die Nacht durcharbeiten. Um die im Erdreich eingefrorene Leiche zu bergen, wird auch schweres Gerät eingesetzt. »Es werden Bohrlöcher gesetzt, um einen ganzen Erdblock sichern zu können«, erläutert der Polizeisprecher, Hauptkommissar Karl-Heinz Stehrenberg. Dabei werde sehr vorsichtig vorgegangen, um keine Spuren zu verwischen. Nach einer erfolgreichen Bergung steht dann die Obduktion des Leichnams an. Stehrenberg glaubt, dass dies noch einige Tage benötigen wird und dass wohl auch nicht schon am Freitag eine sichere Identifizierung möglich sein wird.


Die Familie von Nelli Graf ist bereits früh am Nachmittag über den Fund informiert worden. Die Angehörigen sollen es nicht aus den Medien erfahren.

Seit Oktober vermisst


Wie mehrfach berichtet, ist die dreifache Mutter und Ehefrau unter mysteriösen Umständen am 14. Oktober 2011 nach einem Arztbesuch verschwunden. An jenem Freitag führte die 46-Jährige um 11.07 Uhr mit ihrem Handy ein letztes Telefonat. Danach muss sie den Ermittlungen der Kripo zufolge noch in ihrem Haus am Ahornweg in Halle gewesen sein, weil sich dort alle ihre persönlichen Gegenstände wie Ausweise, Handy und Geldbörse fanden. Gegen 12.15 Uhr kam der älteste Sohn nach Hause, da war Nelli Graf aber nicht mehr dort.
Zwei Tage später fanden Pilzsammler in einem Waldstück an der Hachhowe in Halle, etwa 1,7 Kilometer von dem Wohnhaus der Familie Graf entfernt, das Fahrrad der Vermissten. Das Rad, das einen platten Vorderreifen hatte, war im Unterholz abseits eines Waldweges versteckt worden. Aufgrund der Spurenlage gingen Profiler des Landeskriminalamtes schon früh davon aus, dass Nelli Graf Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist.

Kaum Zeugenhinweise


Die Leichenfundstelle am Kölkenweg im Grenzbereich zwischen den Ortsteilen Bokel, Hörste und Kölkebeck liegt geschätzt etwa vier Kilometer vom Wohnhaus der Familie und rund drei Kilometer von der Stelle entfernt, an der das Fahrrad versteckt wurde. Dieses Gebiet hatten Polizei-Hundert-schaften mehrfach systematisch durchkämmt.


Obwohl der Fall große Aufmerksamkeit gefunden und die Familie eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt hat, gab es kaum Zeugenhinweise. Zuletzt schöpfte die Kripo etwas Hoffnung, als sich eine Zeugin mit mehrmonatiger Verspätung daran erinnerte, dass sie im Waldgebiet Hachhowe vermutlich am 14. Oktober um die Mittagszeit ein Auto gesehen hatte, in dessen Kofferraum ein Fahrrad transportiert wurde.

Quelle: Westfalenblatt, 10.02.2012 09:13


Freitag, 11. Januar 2013- 01:18 Uhr
Von Klaudia Genuit-Thiessen
Halle (WB). »Das ziehen wir jetzt durch.« Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann strahlt unerschütterliche Ruhe aus. Zig Haller sprechen den Chef der Mordkommission auf die Chancen an, die er im dritten Massengentest sieht, um den Mörder von Nelli Graf 15 Monate nach der Tat doch noch zu überführen.

Der kleine Raum im Berufskolleg ist gestern Nachmittag voller Männer. Zwölf Beamte der Mordkommission haben dort wieder ihre Arbeitsplätze aufgebaut. Denn 2200 weitere Haller sind jetzt zum Speicheltest aufgefordert worden. Bis Sonntag läuft der Test. Gestern folgen schon 500 der Einladung. Die Kripo ist hochzufrieden.

In Begleitung kommen nur wenige. Und doch sind drei weibliche Namen mehr als einmal zu hören: Neben Nelli Graf fragt der eine oder andere Teilnehmer auch nach den Ermittlungserfolgen in den Mordfällen Susanne Nieter und Martha Riewe, die sich vor Jahren in Amshausen ereignet haben. Zur Erinnerung: Der Fall Riewe konnte nach etlichen Jahren noch aufgeklärt werden.

»Haben Sie wirklich noch Hoffnung, den Mörder von Nelli Graf zu finden?«, erkundigt sich ein 46-jähriger Haller darum interessiert bei Ralf Östermann. Und fügt das hinzu, was viele denken: »Diese Fortsetzung des Gentests wirkt doch wie ein Greifen nach dem Strohhalm.«

Der Hauptkommissar stimmt ihm zu. »Aber es wäre immer noch ein guter Sachbeweis, durch den der Täter überführt werden kann«, wiederholt er geduldig das, was er schon oft gesagt hat. Und rekapituliert noch einmal das, was für die Kripo fest steht: Die Tat an diesem Freitagmittag, dem 14. Oktober 2011, wurde vermutlich in einem geschlossenen Raum begangen und bei »Top-Wetter«. »Es ist unwahrscheinlich, dass die Tat auf offener Straße begangen wurde. Das Entdeckungsrisiko war viel zu groß«, will der Chefermittler auch nicht daran glauben, dass ein Berufspendler, beispielsweise ein Monteur, die Hallerin in seiner Mittagspause irgendwo im Freien ermordet haben könnte. Und im Hotelzimmer »wäre so eine blutige Tat sofort aufgefallen.«

In den vergangenen Wochen hat die Kripo auch die neuen Anschriften von Bürgern ermittelt, die inzwischen verzogen sind. Sie sind ebenso angeschrieben worden wie Männer, die möglicherweise nur am Wochenende ihre Familie in Halle besuchen, oder die hier einen Nebenwohnsitz haben. Diese etwa 100 Personen sind jetzt aufgefordert worden, ihre Speichelprobe bei der zuständigen Polizeidienststelle abzugeben.

Die Kripo hat inzwischen die Alibis derjenigen überprüft, die sich bisher geweigert haben, sich testen zu lassen. Ralf Östermann: »Bei dieser überschaubar geringen Zahl von Leuten können wir definitiv ausschließen, dass sich der Täter unter ihnen befindet.«

Di., 14.10.2014
Hallerin wurde vor drei Jahren umgebracht


Halle (WB/ca). Vor genau drei Jahren verschwand Nelli Graf (46) aus dem Haus der Familie in Halle (Kreis Gütersloh). Vier Monate später wurde ihre Leiche in einem Wald entdeckt – gefesselt, mit Stichwunden.

Für ein Sexualverbrechen gibt es keinen Beweis, der Mörder ist bis heute unentdeckt. »Wir haben keinen Ermittlungsansatz mehr«, sagt Hauptkommissar Ralf Östermann.

Zwar hatten die Beamten eine DNA-Spur gesichert, die sie dem Täter zurechnen, aber ein Test aller 6600 Männer der Stadt zwischen 16 und 60 Jahren half nicht weiter. Und auch die 600 weiteren Spuren liefen ins Leere. Eine ist noch offen: Ein Zeuge meint, am Mittag des Tattages zwei Autos gesehen zu haben, die Richtung Wald fuhren. Der vordere mit »GT«-Kennzeichen hatte ein Fahrrad im Kofferraum, dahinter fuhr ein Wagen mit »PB«-Kennzeichen.


»Das Verschwinden der Frau ist für uns bis heute mysteriös«, sagt Östermann. Am 14. Oktober 2011 kehrte Nelli Graf gegen 11.15 Uhr von einem Arzttermin zurück. Als ihre drei Kinder mittags nach Hause kamen, war ihre Mutter weg, aber ihre Handtasche mit Handy, Schlüsseln und Portemonnaie hing an der Garderobe.

Ihr Fahrrad wurde drei Tage später in einem Wald gefunden – 1,7 Kilometer vom Haus entfernt. Östermann: »Vielleicht wird der Mörder ja bei einer anderen Straftat gefasst. Wenn seine DNA dann in der Datenbank des Bundeskriminalamts gespeichert wird, könnten wir ihn doch noch überführen.«


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