TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Arian Arnold, Jenny Böken, Kirsten Heisig, Unbek. Junge (Oelsa/Osterzgebirge), Isabelle Kellenberger, Malina Klaar, Yolanda Klug, Elisa Lam, Paula Maaßen, Christian Morgenstern, Theresa Stahl, Georgeta Tapu
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von andi55 »

@Popeye
Komisch komisch, jedesmal wenn ich Beiträge wie deinen lese, stelle ich mir einen hochsympathischen, sozial völlig integrierten jungen Mann vor, vielleicht noch engagiert bei der Freiwilligen Feuerwehr oder Bergwacht oder Trachtenverein. Ja und dieser nette junge Mann sitzt chic gemütlich in seinem Voralpenstyle ausgebauten Dachgeschoss und amüsiert sich köstlich darüber wie sich die Justiz abarbeitet und diese arme Wurst Sebastian seit
einem Jahr im Bau sitzt weil er halt einfach ein bissi freaky ist und der einzige im Chiemgau der Gewaltpornos konsumiert. Die anderen jungen Männer gucken nämlich nur lustige Katzenvideos auf youtube. Nein , ich bin nicht realitätsfremd, aber Sebastian ist für mich nicht einen Deut mehr verdächtiger als diese ganzen anderen netten Jungs, wobei ich auch eine weibliche Person keinesfalls ausschließe. Man kann die Sache auch umdrehen, Sebastian stand nicht unter Alkoholeinfluss , die anderen aus dem Eiskeller sehr wohl. Und dass Alkohol persönlichkeitsverändernd wirken kann , wissen wir ja. Also könnte doch dieses Eiskellerpublikum wesentlich verdächtiger sein ?
Gast

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast »

Malina Klaar und 6 gstandene Mannsbilder im Suff ertruken.
https://www.merkur.de/bayern/malina-kla ... 62904.html

https://www.n-tv.de/panorama/Polizei-st ... 66949.html

https://www.stern.de/panorama/weltgesch ... 56758.html

https://www.focus.de/regional/wuerzburg ... 29469.html

https://www.hessenschau.de/panorama/ang ... d-100.html

https://www.merkur.de/lokales/erding/mo ... 11135.html

https://www.merkur.de/bayern/gefunden-d ... 94065.html

Und Sina M
Sina M. aus Kreuth stirbt in einem Bachbett, wenige hundert Meter vor ihrem Elternhaus. Jetzt wurde Sina beigesetzt - doch die Umstände zu ihrem Tod bleiben nebulös.

In der Nacht auf Sonntag gegen 2 Uhr springt die 17-jährige Sina M. aus Kreuth 50 Meter vor ihrem Wohnort aus dem Taxi und verschwindet in der Nacht.
https://www.merkur.de/lokales/region-te ... 86242.html
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

dachte erst an bungee-sprung, aber ... tandemflug / gleitschirmflug ?
gibt es natürlich auch in aschau.

da hängt man in einem gurtzeug, und die kräfte - z.b. wenn man wogegen knallt - sind enorm, aber wirken dann recht selektiv - könnte ich mir vorstellen.
bestimmt primär auf den schulterbereich, so wie das zeug aussieht...
verletzungen
- 5 auffällig gleichförmige Rissquetschwunden, gleichmäßig verteilt auf dem Kopf; definitiv keine treibverletzungen
- symmetrische Frakturen im Schulterbereich
- fünfte Halswirbelkörper rechts gebrochen.
- fast am ganzen Körper Schwellungen, Rötungen, kräftige Abschürfungen und Einblutungen fest. (vor/nach tod nicht feststellbar)
- unklar, ob bewusstlos war, als sie ins wasser gefallen ist
- 186cm groß
- 2,06 promille
quelle:
https://www.abendzeitung-muenchen.de/ba ... art-942371
die brüche (halswirbel, schulter) brauchen wohl erhebliche gewalteinwirkung.
bei einem autounfall oder anderen bekannten sachen wären laut experten wohl weitere verletzungen zu erwarten, die aber nicht da sind.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

DRACHENFLUG !!! nicht gleitschirm
sorry, hatte mich vertan

gibt aber auch drachenflug in der nähe
Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Aschau - DHV.de
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von andi55 »

Auweh, jetzt wird es wohl noch emotionaler als eh schon. Angeblich kommt heute der Badewannen-Genditzki als Zuschauer zum Gericht.
Hm., weiß nicht ob das so klug ist. Gehen da nicht ein bißchen die Emotionen mit Frau Rick durch? Den Fall Genditzki kann man nicht mit Hanna vergleichen, diese ominösen Verletzungen gibt es nun mal, die kann man nicht wegdiskutieren. Also mit dem Genditzki Auftritt hätte ich nun doch lieber noch abgewartet bis das Gutachten vorliegt. Frau Rick ist eine abgezockte Anwältin, aber jetzt gehts wohl gerade ein bißchen mit ihr durch.
Heute steht ein Bericht in der Bild angeblich hinter Paywall, aber man kann ihn dann doch komplett lesen. Angeblich hätte RA Frau Rick gesagt, nachdem sie den Namen der Ermittlerin las, "...daß die überhaupt noch arbeiten darf". Da hat sie wirklich recht. In der freien Marktwirtschaft hätte man diese Ermittlerin ins Archiv verbannt oder den Traktorverkehr auf einem Bauernhof im Chiemgau regeln lassen, stattdessen setzt man sie wieder auf so einen äußerst komplexen Fall an.
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von papaya »

andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 11:26:44 Auweh, jetzt wird es wohl noch emotionaler als eh schon. Angeblich kommt heute der Badewannen-Genditzki als Zuschauer zum Gericht.
Hm., weiß nicht ob das so klug ist. Gehen da nicht ein bißchen die Emotionen mit Frau Rick durch? Den Fall Genditzki kann man nicht mit Hanna vergleichen, diese ominösen Verletzungen gibt es nun mal, die kann man nicht wegdiskutieren. Also mit dem Genditzki Auftritt hätte ich nun doch lieber noch abgewartet bis das Gutachten vorliegt. Frau Rick ist eine abgezockte Anwältin, aber jetzt gehts wohl gerade ein bißchen mit ihr durch.
Heute steht ein Bericht in der Bild angeblich hinter Paywall, aber man kann ihn dann doch komplett lesen. Angeblich hätte RA Frau Rick gesagt, nachdem sie den Namen der Ermittlerin las, "...daß die überhaupt noch arbeiten darf". Da hat sie wirklich recht. In der freien Marktwirtschaft hätte man diese Ermittlerin ins Archiv verbannt oder den Traktorverkehr auf einem Bauernhof im Chiemgau regeln lassen, stattdessen setzt man sie wieder auf so einen äußerst komplexen Fall an.
Im Grunde wird die ganze Diskussion hier von zwei Weltbildern getrieben:

Das sexistische Schwein muss hart bestraft werden!
Es darf auf gar keinen Fall ein Unschuldiger eingesperrt werden!

Das ist nur emotional. Und insofern tut RA Rick meiner Meinung nach genau das Richtige: sie demonstriert ein Justizopfer, damit sich so etwas nicht wiederholt.
ben
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von ben »

andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 11:26:44 Auweh, jetzt wird es wohl noch emotionaler als eh schon. Angeblich kommt heute der Badewannen-Genditzki als Zuschauer zum Gericht.
Wieso? Auch die Staatsanwaltschaft nutzt doch seit Prozessbeginn alles um den armen Kerl schlecht darzustellen.

Das Momentum hat sich halt gedreht. Neben den unglaubwürdigen Zeugen auch wegen des Eintritts der Rechtsanwältin.

Es geht auch nicht darum was alles passiert sein könnte. Sondern um die Frage, ob man derzeit genügend hat, dass man ihn ohne Urteil einbuchten kann. Aus was resultiert derzeit noch der dringende Tatverdacht?
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

Unfall ?

jemand auf allesmist mutmaßt die hose könnte sich im wasser aufgeplustert haben.

daraus könnte man überlegen:
- hosenstoff schlechter wasserdurchlässig als der rest der kleidung
- hosenstoff müsste extrem elastisch sein
- plustert sich eher auf, obwohl vermutlich recht eng am körper
- damit ist der UNTERkörper breiter als der rest
- damit würde sie kopf zuerst (meistens) den bach hinabtreiben :?:
- erst nach schulterverletzungen könnten sich die billigen china-nähte gelöst haben
Die Brüche an der Schulter:
- Wenn der Körper mit dem Kopf voran durch das Wasser treibt, z.B. in Rückenlage, dann sind Kopf, Rücken, Nacken und Schultern exponiert für Kollisionen
von allesmist
ertrinken todesursache
- der täter hat nicht sichergestellt, dass sie tot ist
- nichts was ihr angetan wurde, war im entferntesten tödlich
- der täter konnte nicht sicher sein, dass sie nicht mehr aus dem wasser kommt
- sie hätte nach dem niederschlagen (sofern bewusstlos) im wasser wieder zu sich kommen können
- da hat er so einen hype veranstaltet, mit komischen kopfverletzungen + symmetrischen-schulterdächer-bruch, aber versäumt sie zu töten ?
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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@ben
Ich bin kein Jurist, aber Verena hat ja ihre ursprüngliche Aussage nicht widerrufen, von daher geht das Gericht nach wie vor von diesem "Geständnis" aus. Hoffe unsere Profis hier können dazu noch was sagen.
Mal noch eine ganz andere Frage, rein deshalb weil es mich interessiert. Warum hat es eigentlich dieses Erbstück von Sebastians Opa, diese Taschenuhr mit Kette, bis in die Presse geschafft?? Stand da nicht irgendwo mal, man dachte, er hätte sie mit dieser Kette stranguliert? Ich weiß es nicht mehr. Das ergäbe ja null Sinn, Hannas Handtasche hatte als Riemen zum umhängen so eine richtig fette Kette dran, wenn dann stranguliert man doch mit dieser Monsterkette und nicht mit einer popeligen Schmuckkette. Aber irgendwas muss ja gewesen sein, dass es diese Taschenuhr mit Kette vom Opa bis in die Presse geschafft hat. Fassbinder von drüben war heute anscheinend wieder bei Gericht, ist aber noch platt, da es angeblich krass war. Bin gespannt was er berichtet.
DJSU6N6

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von DJSU6N6 »

Vielleicht mit der Uhr auf den Kopf gehauen. Staatsanwaltschaft hat viel Fantasie.

Aber zu heute:
Hab in Radio gehört, die Schwester von Verena hat Sebastian heute nochmal stark belastet. Angeblich am 03.10 hat er auch sie gefragt, ob sie schon was von der Getöteten gehört haben. Da war in Aschau noch relativ wenig davon bekannt.
Giulia

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Giulia »

andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 11:26:44 Auweh, jetzt wird es wohl noch emotionaler als eh schon. Angeblich kommt heute der Badewannen-Genditzki als Zuschauer zum Gericht.
Hm., weiß nicht ob das so klug ist. Gehen da nicht ein bißchen die Emotionen mit Frau Rick durch? Den Fall Genditzki kann man nicht mit Hanna vergleichen, diese ominösen Verletzungen gibt es nun mal, die kann man nicht wegdiskutieren. Also mit dem Genditzki Auftritt hätte ich nun doch lieber noch abgewartet bis das Gutachten vorliegt. Frau Rick ist eine abgezockte Anwältin, aber jetzt gehts wohl gerade ein bißchen mit ihr durch.
Heute steht ein Bericht in der Bild angeblich hinter Paywall, aber man kann ihn dann doch komplett lesen. Angeblich hätte RA Frau Rick gesagt, nachdem sie den Namen der Ermittlerin las, "...daß die überhaupt noch arbeiten darf". Da hat sie wirklich recht. In der freien Marktwirtschaft hätte man diese Ermittlerin ins Archiv verbannt oder den Traktorverkehr auf einem Bauernhof im Chiemgau regeln lassen, stattdessen setzt man sie wieder auf so einen äußerst komplexen Fall an.
Das ist doch völlig richtig so, am besten in der 1. Reihe mit Flutlicht.

Ben hat völlig recht, was wurde nicht alles seitens Aßbichler und Fiedler unternommen (und in wichtigen Dingen versäumt), um den Angeklagten massiv in der Öffentlichkeit vorzuverurteilen, Inszenierungen wie bei Filmfestspielen, markante Versäumnisse der StA unter Ausschluß der Grundregeln der Logik, eine Vorsitzende, die sich bis zur Beauftragg von Rick wiederholt im Bereich der Befangenheit gg dem Angeklagten bewegte, was die Pflichtverteidiger nur dazu veranlasste, die Nagelpfeile rauszuholen und wegzuhören.

Jetzt kommt Rick und mischt den selbstverliebten bayrischen Bauernhof auf, indem sie demonstrativ jenen mitbringt, der 16 Jahre umsonst saß, weil dort auch ein Bauernhof am Werk war.

Worüber regst Du Dich eigentlich auf, Deine Beiträge waren doch sonst einigermaßen. Wir sind hier eben nicht bei "Film & Frau", sondern vorliegend besteht die Gefahr, dass juristische Egozentriker an "Genditzki 2" basteln.
Giulia

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Giulia »

andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 13:44:29 @ben
Ich bin kein Jurist, aber Verena hat ja ihre ursprüngliche Aussage nicht widerrufen, von daher geht das Gericht nach wie vor von diesem "Geständnis" aus. Hoffe unsere Profis hier können dazu noch was sagen.
Mal noch eine ganz andere Frage, rein deshalb weil es mich interessiert. Warum hat es eigentlich dieses Erbstück von Sebastians Opa, diese Taschenuhr mit Kette, bis in die Presse geschafft?? Stand da nicht irgendwo mal, man dachte, er hätte sie mit dieser Kette stranguliert? Ich weiß es nicht mehr. Das ergäbe ja null Sinn, Hannas Handtasche hatte als Riemen zum umhängen so eine richtig fette Kette dran, wenn dann stranguliert man doch mit dieser Monsterkette und nicht mit einer popeligen Schmuckkette. Aber irgendwas muss ja gewesen sein, dass es diese Taschenuhr mit Kette vom Opa bis in die Presse geschafft hat. Fassbinder von drüben war heute anscheinend wieder bei Gericht, ist aber noch platt, da es angeblich krass war. Bin gespannt was er berichtet.
Das ist doch auch klar. Verenas Zeugenaussage darf insgesamt nicht verwertet werden. Erstens versuchte Aßbichler sie unter Druck zu setzen und zweitens berief sie sich auf 55 StPO. Die Verweigerungsgrunde stützen sich nicht auf einen Lebenssachverhalt, der zeitlich zwischen ihren Zeugenaussagen vor Gericht entstand, sondern sie basieren auf der Zeit um den Tod von Hanna.
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

18. Sitzungstag

Überra­schung unter den Zuhörern: der im Badewannen-Mordfall freigesprochene Manfred G. Das Justizopfer aus Rottach-Egern sei nur „zufällig“ im Sitzungssaal, um im Anschluss RAin Rick nach Salzburg zu chauffieren, von wo aus sie dann nach Düsseldorf fliege …

https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ch ... 14892.html

Abriss zur Wiederaufnahme des Falls Manfred G. – in Kürze mit Würze:
viewtopic.php?p=198655#p198655
viewtopic.php?p=198667#p198667


Zur Einvernahme der jüngeren Schwester der Hauptbelastungszeugin und besten Freundin des Angeklagten Verena S.:
…
Eine Beziehung hätte der Angeklagte zu ihrer Schwester … nicht gehabt. „Und das war auch nicht gewünscht.“ Trotzdem habe es einmal einen eindeutigen Annäherungsversuch von Sebastian T. gegeben: ein Griff auf ihren Oberschenkel im Auto. Ihre Schwester habe das aber nicht gewollt. …

…

Die Vernehmung … beginnt und es geht gleich um den 3. Oktober 2022: „Am späten Nachmittag“ sei sie mit ihrer Schwester, dem Angeklagten und einem weiteren Bekannten beim Tischtennisspielen gewesen. Danach, beim Ratschen am Parkplatz, sei von Sebastian … der Satz gefallen: „Habt Ihr schon gehört, dass in Aschau ein Mädel umgebracht worden ist?“ Der Name Hanna sei aber nicht gefallen.

Die Zeugin wirkt bei der Befragung recht sicher, antwortet ruhig und überlegt. „Ich hab mir damals nicht viel dabei gedacht und hab es nicht so wirklich ernst genommen.“ Auch der Rest der Gruppe habe den Satz aber hören müssen, man stand eng beieinander. Die Prozessbeteiligten wollen die genauen Abstände wissen und lassen die Zeugin auch noch eine Skizze zeichnen, wo sich der Tischtennisplatz befand. Man merkt gleich: Heute geht es um jedes Detail.

Kann das Gespräch wirklich am 3. Oktober stattgefunden haben? Denn am späteren Nachmittag war in der Öffentlichkeit von Hannas Tod noch nichts bekannt. Die Zeugin ist sich beim Datum sicher, denn der Vierte in der Runde arbeitet sonst als Zimmerer – und wäre es nicht der Feiertag gewesen, hätte der wohl keine Zeit gehabt. Soweit scheint das ganze stimmig. Doch dann ist die Verteidigung am Zug…

„Wie ging es Ihnen denn am 3. Oktober? Hatten Sie da nicht Corona?“, fragt Rechtsanwalt Markus Frank. Und er legt nach: Es gibt eine Sprachnachricht von ihrer Schwester an die Zeugin vom 5. Oktober. Darin heißt es, der Angeklagte habe ihr von einem getöteten Mädel aus Aschau erzählt. Doch wenn man bereits zwei Tage zuvor darüber gesprochen hätte, wäre das dann überhaupt noch eine Nachricht wert gewesen? Die 18-Jährige kann sich daran nicht erinnern.

Das Handy der Zeugin wurde im Zuge der Ermittlungen nicht gesichert und nicht ausgewertet. Doch jetzt wird es so weit sein. „Würden Sie Ihr Handy abgeben?“, fragt die Vorsitzende Richterin Aßbichler, und die junge Frau willigt ein. Auch wenn sie die damaligen Chats mit ihrer Schwester angeblich gelöscht hat, könnten sie wiederherstellbar sein. Fest steht: Für einige Wochen wird das Handy nun im Besitz der Ermittler sein.

„Haben Sie ihm so eine Tat zugetraut?“, will Verteidigerin Regina Rick wissen. Zuerst nicht, „und dann habe ich viel darüber nachgedacht. Aber so richtig sicher bin ich mir da immer noch nicht“. Dann die Hausparty daheim bei der Zeugin und ihrer Schwester am 17. November 2022 – einen Tag vor Sebastian T.s Festnahme. „Ja, ich war‘s, ich hab sie umgebracht“, habe er da plötzlich vor allen gesagt, als man über Hannas Tod gesprochen hatte.

Früher sei Sebastian T. vielleicht zweimal pro Woche bei ihnen zuhause gewesen. Nach dem 3. Oktober 2022 dann aber plötzlich etwa doppelt so oft. „Wie wenn er sich verstecken will. Das Gefühl hatten wir alle“, so die 18-Jährige im Zeugenstand. Außerdem sei er nicht mehr so lustig gewesen wie zuvor.

Immer wieder, wenn die Verteidigung am Zug ist und die Zeugin befragt, liegt Spannung in der Luft. Zweimal entlädt sie sich. „Hören Sie mal auf, den Vernehmungsfluss zu stören! Sie gehen immer dazwischen, wenn es für die Zeugin eng wird“, ruft Rechtsanwältin Rick zur Richterin. Später macht die Verteidigung der Zeugin einen falschen Vorhalt, der die junge Frau verunsichern könnte. Staatsanwalt Wolfgang Fiedler knallt vor Emotionen einen Stapel Papier auf den Tisch und schreit: „Ein falscher Vorhalt! Das ist eine absolute Frechheit!“

Insgesamt drei Stunden ist die Schwester der besten Freundin des Angeklagten im Zeugenstand. Dann wird sie entlassen. …
…

Rosenheim24.de am 07.12.2023
https://www.rosenheim24.de/bayern/landk ... 14559.html
andi55
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von andi55 »

@Guilia
Hääää? ich hab mich doch gar nicht darüber aufgeregt , wegen der Genditzki-Show, ich weiß nur einfach nicht ob es sonderlich klug ist. Ich habe auch jetzt noch keine sichere Meinung dazu, da ich nicht so schlau bin wie du. Und ja , hast du ganz richtig erkannt, wir sind hier nicht bei Film und Frau, wo man in beleidigender Art und Weise herablassend über andere spricht.
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Nachtrag zum 18. Sitzungstag

RAin Rick zieht eine Zwischenbilanz und bringt einen weiteren Beweisantrag an:
…
… In dem Statement, das Regina Rick vorträgt, spürt man: Die Anwälte von Sebastian T. wähnen sich im Aufwind. „Bisher gibt es kein einziges Indiz, das zu einem Schuldspruch beitragen kann“, so Rick.

… Es „steht fest“, dass Sebastian T. Hanna nach dem „Eiskeller“-Besuch nicht verfolgt haben kann. Es habe sich nicht mal bestätigt, dass er zur Tatzeit am Tatort war. Auf ein Sexualdelikt gebe es „keine wirklichen Hinweise“. All die Verletzungen, die am Leichnam der jungen Aschauerin festgestellt wurden, könnten durch einen Sturz selbstverschuldet oder erst in der reißenden Prien passiert sein.

Keine Hinweise auf ein Kampfgeschehen, keine Hinweise auf eine Strangulation, dazu keine DNA-Spuren, fasst es die Rechtsanwältin zusammen. Und wie die heutige Zeugenaussage der Bekannten von Sebastian T. gezeigt habe: „Unser Mandant hat auch kein Täterwissen haben können.“ Als Nächstes will man sich den „Knast-Zeugen“ vornehmen. …

„Dieser Zeuge hat schon zahllose Male gelogen. Er leidet an einer Borderline-Störung. Er ist ein notorischer Lügner“, so Verteidigerin Rick. Das schließt sie aus früheren Prozessen gegen den verurteilten Sexualstraftäter. In einem Beweisantrag fordern die Anwälte deshalb, u.a. einen Richter vom Amtsgericht Laufen zu vernehmen, der den „Knast-Zeugen“ schon verurteilte. Außerdem habe der Zeuge durch seine Aussage im „Hanna-Prozess“ Vorteile für sich selbst erhofft. Das gab er in der Vernehmung zu.
…

Rosenheim24.de am 07.12.2023
https://www.rosenheim24.de/bayern/landk ... 14559.html

Weiter geht's am 12.12.2023 mit der Auswertung von Chats, Sprachnachrichten und Webcam-Bildern aus Aschau.
Giulia

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Giulia »

andi55 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 15:28:42 @Guilia
Hääää? ich hab mich doch gar nicht darüber aufgeregt , wegen der Genditzki-Show, ich weiß nur einfach nicht ob es sonderlich klug ist. Ich habe auch jetzt noch keine sichere Meinung dazu, da ich nicht so schlau bin wie du. Und ja , hast du ganz richtig erkannt, wir sind hier nicht bei Film und Frau, wo man in beleidigender Art und Weise herablassend über andere spricht.
Dass Du nicht so schlau bist wie ich, macht doch nichts. Nimm' Dir das nicht zu sehr zu Herzen. Wer hat hier wo wie wen beleidigt?

Der Hinweis auf "Film & Frau" war - nicht schwer zu erraten - lediglich gedacht als Erinnerung daran, dass es hier darum geht, ggf das Leben eines Menschen - Im Namen der Volkes - zu versauen und nicht um eine virtuelle Scheinwelt.

Wenn also der Staat als schärfste Waffe staatlicher Sozialkontrolle qua Strafrecht bestraft, wird gefordert, dass er schon erdrückend Belastendes auf der Pfanne hat. A. e. c., andernfalls will er keine Bestrafung.
Techniker

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Techniker »

Die Aussagen der Schwestern werden ja langsam Vogelwild. Erst belastet die beste Freundin Sebastian T. durch Angabe eines falschen Datums für Ihren Spaziergang (angeblich 03.10.2022), bei dem vom Mord in Aschau geredet wird, schwer. Darauf schießen sich Ermittler und Staatsanwaltschaft vollkommen auf Herrn T. ein. Dann stellt sich raus es gibt eindeutige belege (Webcam Bilder, GPS-Daten, Sprachnachricht), dass dieser Spaziergang erst am 4. Oktober 2022 war. Jetzt kommt ihre kleine Schwester und behauptet, der Angeklagte hätte halt doch am 03.10.2022 vom Mord berichtet nur eben beim Tischtennis mit ihrer Schwester, einem Zimmerer und ihr selbst. Sie wüsste das noch so genau, weil der Zimmerer hätte ja sonst arbeiten müssen. Na, hoffentlich kann sie sich noch erinnern, wie der Zimmerer hieß, auf das man ihm dazu befragen kann. Zumal ja bekannt ist, dass sie erst am 05.10.2022 durch eine Sprachnachricht ihrer Schwester vom Mord erfahren hat.
Gast

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast »

Techniker hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 16:39:46 Die Aussagen der Schwestern werden ja langsam Vogelwild. Erst belastet die beste Freundin Sebastian T. durch Angabe eines falschen Datums für Ihren Spaziergang (angeblich 03.10.2022), bei dem vom Mord in Aschau geredet wird, schwer. Darauf schießen sich Ermittler und Staatsanwaltschaft vollkommen auf Herrn T. ein. Dann stellt sich raus es gibt eindeutige belege (Webcam Bilder, GPS-Daten, Sprachnachricht), dass dieser Spaziergang erst am 4. Oktober 2022 war. Jetzt kommt ihre kleine Schwester und behauptet, der Angeklagte hätte halt doch am 03.10.2022 vom Mord berichtet nur eben beim Tischtennis mit ihrer Schwester, einem Zimmerer und ihr selbst. Sie wüsste das noch so genau, weil der Zimmerer hätte ja sonst arbeiten müssen. Na, hoffentlich kann sie sich noch erinnern, wie der Zimmerer hieß, auf das man ihm dazu befragen kann. Zumal ja bekannt ist, dass sie erst am 05.10.2022 durch eine Sprachnachricht ihrer Schwester vom Mord erfahren hat.
Dass er die Gruppe schon am 03.10 nach einer Toten gefragt hat, dass hat die Schwester von Verena schon bei ihrem ersten Auftritt im Gericht gesagt, soweit ich das in Erinnerung habe. Zumindest kommt mir diese Aussage jetzt nicht als neu vor. Also ganz so vogelwild sehe ich das jetzt nicht, zumindest wenn man den Prozess von Anfang an lückenlos verfolgt hat.
Giulia

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Giulia »

Techniker hat geschrieben: ↑Donnerstag, 07. Dezember 2023, 16:39:46 Die Aussagen der Schwestern werden ja langsam Vogelwild. Erst belastet die beste Freundin Sebastian T. durch Angabe eines falschen Datums für Ihren Spaziergang (angeblich 03.10.2022), bei dem vom Mord in Aschau geredet wird, schwer. Darauf schießen sich Ermittler und Staatsanwaltschaft vollkommen auf Herrn T. ein. Dann stellt sich raus es gibt eindeutige belege (Webcam Bilder, GPS-Daten, Sprachnachricht), dass dieser Spaziergang erst am 4. Oktober 2022 war. Jetzt kommt ihre kleine Schwester und behauptet, der Angeklagte hätte halt doch am 03.10.2022 vom Mord berichtet nur eben beim Tischtennis mit ihrer Schwester, einem Zimmerer und ihr selbst. Sie wüsste das noch so genau, weil der Zimmerer hätte ja sonst arbeiten müssen. Na, hoffentlich kann sie sich noch erinnern, wie der Zimmerer hieß, auf das man ihm dazu befragen kann. Zumal ja bekannt ist, dass sie erst am 05.10.2022 durch eine Sprachnachricht ihrer Schwester vom Mord erfahren hat.
Es ist wirklich ein bisschen wie im bayrischen Provinztheater, oder? Auch der cholerische Staatsanwalt spielt seine emotionale Rolle glaubwürdig. Vielleicht kann man ihm für die weiteren Tage der Beweisaufnahme und Zeugenbefragung durch die Verteidigerin für seine Ausbrüche noch ein paar dickere Akten bereitstellen?
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