MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Aufderspur

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Sorry....nachts ist es kälter als draussen
gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Aufderspur hat geschrieben: Mittwoch, 09. September 2020, 17:10:30 .....und abends mit Beleuchtung :lol:
Also doch nur der nächste Troll hier im Thema.... :lol:
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Agatha Christie
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Aufderspur hat geschrieben: Mittwoch, 09. September 2020, 17:10:30 .....und abends mit Beleuchtung :lol:
Wenn Du behauptest, mehr über den Fall zu wissen und Dich nicht selbst an die Polizei wenden möchtest, kann ich das gerne für Dich erledigen.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
z3001x
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

@AufDerSpur
Hast Du einen persönlichen Bezug zu dem Vermisstenfall von Frau Ameis?
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Das Verhalten von @Aufderspur ist irritierend. Er betrat mit einem konfrontierenden Rundumschlag den Thread und begrüßte die User damit, dass sie undurchsichtig und blamabel schreiben würden und dass es ein Gekritzel sei. Danach gab er drei Beiträge ab, in denen ich keinen Sinn erkennen konnte. Der User 'Aufderspur' verhält sich m. E. ungewöhnlich und nicht konstruktiv. Das passt zu seinem unfreundlichen Aufschlag im Thread. Ich glaube inzwischen, dass es sich um einen Troll handelt.
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CIC

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von CIC »

Das Verhalten von Aufderspur ist eine abgewandelte Version des Spiels "Ich sehe was, was du nicht siehst" und ist einfach nur TROLLig...
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

CIC, ich denke, es ist ein narzisstisches Angeberlein ohne Manieren. Es freut sich, wenn es andere ärgern kann. Diesen Gefallen sollten wir ihm nicht machen und uns nicht ärgern, sondern das Angeberlein einfach ignorieren.
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lindenstein
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

Das ist aber ein ganz schwaches Argument. Die Tochter mutmaßt nach den auch uns bekannten Umständen (keine fremde DNA, keine Kampfspuren usw) dass ihre Mutter den Täter kannte. Soweit sind wir ja auch....

Ok, das wir kann man ja dann auch offiziell deuten.

Nee, die Tochter hat sich ein Herz gefasst und damals einfach ihren Gedanken freien Lauf gelassen. Welche Reaktionen sie darauf bekommen hat kann dann auch leicht eine emotionale Linie überschritten haben. Ob das jetzt innerfamiliär war oder auch vom Umfeld wissen wir nicht.

Man kann jedoch nicht in die Köpfe sehen und somit ist für mich der Sternartikel schon von Bedeutung. Hier hat es einer verstanden das Vertrauen von Tamara der Tochter von Birgit zu gewinnen, so, dass sie sich öffnet und etwas fallspezifisch ja quasi von der Familienseite an die Öffentlichkeit gibt.

Vielleicht wurde das mit Einschüchterung jedweder Art quittiert.
Alle meine Beiträge spiegeln meine Meinung und ich kann auch völlig daneben liegen.
gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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lindenstein hat geschrieben: Freitag, 11. September 2020, 20:04:37 Man kann jedoch nicht in die Köpfe sehen und somit ist für mich der Sternartikel schon von Bedeutung. Hier hat es einer verstanden das Vertrauen von Tamara der Tochter von Birgit zu gewinnen, so, dass sie sich öffnet und etwas fallspezifisch ja quasi von der Familienseite an die Öffentlichkeit gibt.
Sehe ich nicht so. Der Stern-Artikel ist so lala und wiederholt praktisch nur das was aus Polizeikreisen bereits bekannt war. Wenn der Artikel überhaupt "investigativ" sein wollte -hätten sie hier mehr um Umfeld des Opfers recharchieren müssen. D.h. Erbverhältnisse, finazielle Situation der Bruders/Ehemannes, Liebesleben Ehemann bzw. BA, Kollegen, Arbeit, Wandergruppe usw. Im Artikel fehlt mir einfach der Wille was aufdecken zu wollen -er ist einfach eine Bestandsaufnahme.

Was die Tochter angeht sind das auch nur Floskeln -was soll sie auch sonst bei einer solchen Sachlage sagen? Natürlich sieht jedes ungeklärtes Verbrechen nach Außen als "perfekt" oder "organisiert" aus -aber was soll man auch sonst dazu sagen? Schlecht organisiet, schlampig ausgeführt und voller Fehlern...? :roll:
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

lindenstein hat geschrieben: Freitag, 11. September 2020, 20:04:37 Vielleicht wurde das mit Einschüchterung jedweder Art quittiert.
lindenstein, wie kommst du auf diesen Gedanken? Man würde das nur aus einer bestimmten Perspektive her vermuten können, wenn es denn so wäre. Aber deshalb bräuchte sie sich nicht einschüchtern lassen, denn eine logische Schlussfolgerung ist noch lange keine Verdächtigung.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

gast hat geschrieben: Samstag, 12. September 2020, 07:26:11 Der Stern-Artikel ist so lala und wiederholt praktisch nur das was aus Polizeikreisen bereits bekannt war. Wenn der Artikel überhaupt "investigativ" sein wollte -hätten sie hier mehr um Umfeld des Opfers recharchieren müssen. D.h. Erbverhältnisse, finazielle Situation der Bruders/Ehemannes, Liebesleben Ehemann bzw. BA, Kollegen, Arbeit, Wandergruppe usw. Im Artikel fehlt mir einfach der Wille was aufdecken zu wollen -er ist einfach eine Bestandsaufnahme.
Das wäre wirklich interessant gewesen, die Vermögensverhältnisse, den familienrechtlichen Güterstand, und eventuelle Änderungsabsichten zu erfahren. Wenn Enkel erwartet werden, hätte man vielleicht im Testament Enkel einsetzen können o.ä. Lag die gesetzliche Erbfolge vor, oder eine testamentarische?
Ich schätze, dass BA einiges Ersparte hatte, denn sie verdiente als Beamtin passabel und hatte wenig Eigenverbrauch. Ihr Mann hatte auch ein gutes Gehalt. Beide dürften für ihre Dienstwohnungen nicht viel oder gar keinen Eigenanteil abgezogen bekommen haben. Die Kinder waren aus dem Haus. Wenn sie ein Eigenheim besitzen, war der größte Brocken sicher auch schon abbezahlt.

Aber diese Sachen hätten auch den Ehemann betroffen und dieser hat Anspruch auf den Schutz seiner persönlichen Daten und Lebenssphäre. Diese Informationen, einschl. einer eventuellen anderen Partnerin, hätte auch eine XY-Sendung nicht bringen dürfen, so interessant sie gewesen wären.
Über BA und ihr unauffälliges Privatleben wurde einiges im Stern berichtet. Meines Erachtens liegt es weniger am Willen, als an den rechtlichen Vorschriften, dass die Öffentlichkeit nicht mehr weiß, als sie weiß.
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Gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Von der letzten möglichen Sichtung gegen 8.00 h bis zum Flugmodus vergingen 6 Stunden. Ein Täter/eine Täterin aus der Heimat von Birgit Ameis könnte in dieser Zeit locker die Leiche nach Lohmar verbracht haben, zurückgefahren und wieder heimgekehrt sein. Nirgendwo ist zu lesen, dass am Wohnort oder der dortigen gewohnten Wanderstrecken/Spazierwege von ihr Suchhunde/Leichenspürhunde eingesetzt wurden. Wenn der Täter/die Täterin gnädig war, wurde Birgit nach Hause gebracht. Es muss nicht zwingend ein geplanter Mord gewesen sein. Dass etwas aus dem Ruder lief, sehe ich als wahrscheinlicher an.
gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von gast »

Gast hat geschrieben: Samstag, 12. September 2020, 12:03:22 Ein Täter/eine Täterin aus der Heimat von Birgit Ameis könnte in dieser Zeit locker die Leiche nach Lohmar verbracht haben, zurückgefahren und wieder heimgekehrt sein.
Das wird ja immer skurriler hier.. :lol:

Warum sollte jemand >200km fahren um seine Frau umzuzbringen und mit der Leiche wieder zurück nach Hause zu fahren? :roll:
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

gast hat geschrieben: Samstag, 12. September 2020, 13:09:30 Warum sollte jemand >200km fahren um seine Frau umzuzbringen und mit der Leiche wieder zurück nach Hause zu fahren?
Kann man das ausschließen? Wenn nämlich jemandem das Handy einfiel, dass noch auf Empfang stand? Damit könnte sich der von 'Gast' erwähnte
6-Stunden-Abstand erklären. Beim Ort lege ich mich nicht fest.
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lindenstein
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

gast hat geschrieben: Samstag, 12. September 2020, 07:26:11 Was die Tochter angeht sind das auch nur Floskeln -was soll sie auch sonst bei einer solchen Sachlage sagen?
Was die Tochter angeht, können wir nur beurteilen, was medial von ihr über den Sternartikel veröffentlicht wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

Ergo geht die Tochter davon aus, dass Birgit ihren Mörder kannte, das impliziert selbstredend natürlich keine suizidalen Tendenzen, hier auch noch in Bezug die Tochter in anderen Umständen mit Zwillingen.

Logisch hat die Tochter, als direkt Betroffene fallspezifisch Kenntnisse, die womöglich nicht an die Öffentlichkeit gegeben wurden. Die leibliche Tochter hat auch das Recht auf Akteneinsicht, was z.B. auch durch den Vater nicht verhindert werden kann.

Die Tochter hat gerade bei dieser Sachlage ihre Meinung gesagt.
Alle meine Beiträge spiegeln meine Meinung und ich kann auch völlig daneben liegen.
gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von gast »

lindenstein hat geschrieben: Samstag, 12. September 2020, 20:11:51 Ergo geht die Tochter davon aus, dass Birgit ihren Mörder kannte, das impliziert selbstredend natürlich keine suizidalen Tendenzen, hier auch noch in Bezug die Tochter in anderen Umständen mit Zwillingen.
Dass Angehörige oft eine abweichende Meinung als die der Polizei haben ist ja nichts neues -hat man bei jedem 3.Verbrechen. Insofern kann die Meinung der Tochter keine Diskussionsgrundlage sein -da sie nur eine von mehreren ist.

Vielleicht ist alles deshalb so verrückt an dem Fall weil wir offenbar was übersehen bzw. nicht auf dem Schirm haben. Ähnlich hat sich der Polizeikommissar bei der letzten XY-Sendung zu einem ganz anderen Fall geäußert und sagte sinngemäß: "Ein Zuschauer hat uns Hinweise in eine Richtung gegeben, in der wir gar nicht ermittelt hatten". ;)
CIC

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von CIC »

lindenstein: Was die Tochter angeht, können wir nur beurteilen, was medial von ihr über den Sternartikel veröffentlicht wurde. Nicht mehr und nicht weniger.

Ja, man mag hier implizieren oder auch nicht. Es ist schwierig zu beurteilen, weil die genauen Hintergründe und die Familienverhältnisse der Öffentlichkeit nicht bekannt sind. Ich sehe es ähnlich, dass der Sternartikel erst einmal eine Zusammenfassung der Ereignisse und Fakten ist, jedoch nicht viel Investigatives enthält. So bleibt leider viel Spielraum für Interpretationen.

Nichtsdestotrotz sind vom psychologischen Standpunkt her die Aussagen der Tochter bzw. des Sohnes bemerkenswert: Haben sie diese Andeutungen bezüglich fehlender/nicht nachweisbarer Fremd-DNA "nur" gemacht, weil sie vielleicht der Polizei schlampige Arbeit unterstellten, oder hatten sie den Hintergedanken, was das Fehlen der Fremd-DNA für Familienangehörige bedeutete ("jeder verdächtigt jeden und einige vielleicht sogar eine(n) ein bisschen mehr)?

Am Rande: Die persönlichen Verhältnisse der Familie sind der Öffentlichkeit ja weitgehend unbekannt. An einer Stelle wurde spekuliert, dass Frau Ameis´ unauffälliger Lebenswandel dazu beigetragen habe, dass sie als Beamtin wohl ein hübsches Sümmchen zusammengespart hat. Das ist sicher richtig, ich gehe ja auch davon aus, dass sie jeden Groschen zur Seite gelegt hat, aber man darf nicht vergessen, dass sie vermutlich eine "kleine" Beamtin beim Wetterdienst war. Selbst für einen wahrscheinlich weitaus besser verdienenden Oberstudienrat am Gymnasium oder einen Richter dürfte es schwer heutzutage schwer sein auch bei entsprechend sparsamem Lebenswandel Reichtümer anzuhäufen, deretwegen sich eine Straftat lohnen würde. Man kann zwar sagen, dass einige auch schon wegen 50 Euro umgebracht wurden, aber im Fall Ameis gehe ich von einer anderen Sachlage aus.

Dazu kommt: Frauen dieses Alters sind oft jahrelang wegen der Kinder dem Job ferngeblieben und haben vom Gehalt ihrer Ehemänner, einer Erbschaft oder der Finanzspritze von Eltern und Schwiegereltern gelebt. Bei drei Kindern schätze ich die berufliche Auszeit auf rund zehn Jahre, in denen sie wahrscheinlich kaum Einkommen hatte, wenn nicht sogar noch mehr Jahre (das ist erst mal MEINE VERMUTUNG AUFGRUND VON LEBENSERFAHRUNG UND BEOBACHTUNGEN, keine unumstößliche Regel). Danach wird oft in Teilzeit wieder eingestiegen, was ebenso wenig zu einem nennenswert hohen Verdienst führt, mit dem man etwas ansparen könnte.

Daneben kosteten die Versorgung, Schulbildung und Ausbildung/Studium dieser drei Kinder auch Geld. Letztlich bleibt dann nicht mehr all zu viel zum Sparen übrig. Ich will damit nur sagen, dass ich das Motiv weniger im finanziellen Bereich als eher im zwischenmenschlichen sehe, obwohl man es natürlich nicht zu 100% ausschließen kann... Ob geplant oder Affekt, sei einmal dahingestellt.
gast

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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CIC hat geschrieben: Sonntag, 13. September 2020, 10:43:37 Nichtsdestotrotz sind vom psychologischen Standpunkt her die Aussagen der Tochter bzw. des Sohnes bemerkenswert: Haben sie diese Andeutungen bezüglich fehlender/nicht nachweisbarer Fremd-DNA "nur" gemacht, weil sie vielleicht der Polizei schlampige Arbeit unterstellten, oder hatten sie den Hintergedanken, was das Fehlen der Fremd-DNA für Familienangehörige bedeutete ("jeder verdächtigt jeden und einige vielleicht sogar eine(n) ein bisschen mehr)?
Dass Angehörige oft bzw. meistens einen anderen Standpunkt als die Polizei haben -habe ich bereits geschrieben und ich kann das durchaus menschlich verstehen. Welches Kind in den 40ern möchte sich den zugestehen, dass die Mutter vielleicht einen Liebhaber hatte, vielleicht Drogen genommen hat oder vielleicht heimlich getrunken hat? Das passt doch oft nicht ins Bild welches man vom Menschen wahrhaben will. Man nehme nur den Fall Rebecca aus Berlin, wo die Familie über die Medien gegen die Polizei Stimmung macht....

Die Polizei, aber auch wir hier als Hobby-Ermittler können uns dagegen alles vorstellen, da wir die Person nicht kennen und unvoreingenommen der Sache rangehen. Wir sehen Indizien und Fakten und schlußfolgern entsprechend anders als Familienangehörige.
CIC hat geschrieben: Sonntag, 13. September 2020, 10:43:37 Selbst für einen wahrscheinlich weitaus besser verdienenden Oberstudienrat am Gymnasium oder einen Richter dürfte es schwer heutzutage schwer sein auch bei entsprechend sparsamem Lebenswandel Reichtümer anzuhäufen, deretwegen sich eine Straftat lohnen würde. Man kann zwar sagen, dass einige auch schon wegen 50 Euro umgebracht wurden, aber im Fall Ameis gehe ich von einer anderen Sachlage aus.
Geld ist aber immer ein Motiv -für die einen halt 50€, für die anderen 5.000€, 10.000€ usw. Oft liegt ein Motiv aber nicht direkt in einer Barsumme, sondern bei Erbstreitigkeiten z.B. eher darin, dass man den anderen NICHT auszahlen muss. Man verdient von einem Mord netto rein gar nichts -aber man muss auf der anderen Seite auch niemand mehr auszahlen... ;)
CIC hat geschrieben: Sonntag, 13. September 2020, 10:43:37 Dazu kommt: Frauen dieses Alters sind oft jahrelang wegen der Kinder dem Job ferngeblieben und haben vom Gehalt ihrer Ehemänner, einer Erbschaft oder der Finanzspritze von Eltern und Schwiegereltern gelebt.
Das kann man pauschal so nicht sagen -weil jede Frau aus einer anderen arbeitsrechtlichen Situation kommt. In Deutschalnd gilt jedoch für Arbeitnehmerinnen Mutterschutz und Beamtinnen sind erst recht gut umsorgt. Von daher gehe ich davon aus, dass es diese von dir vorgerechneten Gehalts-Verluste gar nicht gab. ;)
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Ich denke, dass man bei Kindern und Enkeln einen Platz finden könnte, wenn man mehr verdient, als man selbst braucht.
Junge Familien können immer Unterstützung brauchen und sind froh damit.
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CIC

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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CIC hat geschrieben: ↑Sonntag, 13. September 2020, 10:43:37
Dazu kommt: Frauen dieses Alters sind oft jahrelang wegen der Kinder dem Job ferngeblieben und haben vom Gehalt ihrer Ehemänner, einer Erbschaft oder der Finanzspritze von Eltern und Schwiegereltern gelebt.
Das kann man pauschal so nicht sagen -weil jede Frau aus einer anderen arbeitsrechtlichen Situation kommt. In Deutschalnd gilt jedoch für Arbeitnehmerinnen Mutterschutz und Beamtinnen sind erst recht gut umsorgt. Von daher gehe ich davon aus, dass es diese von dir vorgerechneten Gehalts-Verluste gar nicht gab. ;)

Oh doch, die gab es sicherlich, wenn Frau Ameis über Jahre hinweg nach den Geburten zuhause geblieben wäre. Der Mutterschutz dauert nicht ewig (ein paar Wochen vor und nach der Geburt) und BeamtInnen bekommen keinesfalls ein Gehalt gezahlt, wenn sie nicht nach einer gewissen Zeit wieder zum Dienst erscheinen. Sie sind zwar bezüglich der späteren Pension einigermaßen gut versorgt, aber dass sie ihr Gehalt weiterbeziehen, obwohl sie jahrelang dem Dienst fernbleiben, wäre mir neu.

Wie gesagt, ich persönlich kenne so gut wie keine Frau im Alter der Verschwundenen, die nach einem Jahr oder weniger wieder voll ins Arbeitsleben zurückgekehrt ist. Die meisten saßen drei bis sechs Jahre zuhause oder haben sich von einer Schwangerschaft zur nächsten gehangelt und waren Minimum zehn Jahre völlig raus aus der Arbeitswelt. Gehaltsverluste gab es definitiv, das sehe ich auch bei Beamtinnen jedes Mal aufs Neue, und damit gab es auch weniger Möglichkeiten zum Ansparen.

Aber letztlich sehe ich persönlich, wie schon gesagt, das Motiv eher im zwischenmenschlichen, nicht finanziellen Bereich, obwohl man natürlich Erbschaftsstreitigkeiten auch nicht ganz ausschließen kann.
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