papaya hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Dezember 2022, 12:50:09
Für eine Vereinbarung im Eiskeller könnte das Kostümfest der Polizei sprechen. Die haben Videos, mit wem Hanna gesprochen hat, auf denen sie Kleidung, aber nicht die Gesichter erkennen können.
Was eine Verabredung draußen angeht, hängt vermutlich auch davon ab, wie lange Hanna hätte ausschlafen können bzw wann ihr Rückflug ging. Ein Internet-Date, mit dem man bisher schon telefoniert hat und das man dann noch mal kurz persönlich sehen will vor der Abreise, sowas hab ich auch schon gemacht. Das entscheidet dann, ob man aus Rumänien heraus noch weitere Zeit in die Person investiert, um ihn warmzuhalten. Bei einem Psychopathen könnte daraus auch ein Konfliktmotiv entstanden sein.
Den für 2:30 nach Aschau zu bestellen, wenn man selbst wegen Disco eh da ist, ist ja auch ein Test, was der mit sich machen lässt.
Nur so als Idee: könnte es womöglich sogar ein Blind Date zwischen ihr und dem Jogger gewesen sein, wobei man im Vorfeld einseitig oder gegenseitig nicht wusste, wer der andere war?
Leider scheint es aussichtslos, alle Datingportale nach potentiellen Profilen abzusuchen.
sehr gute Überlegungen, ja das Kostümfest hat mir Sicherheit dazu gedient Gespraechs- und Sichtkontakte festzustellen.
über die Möglichkeit, dass der Jogger mit Hanna ein Treffen vereinbart hat ,habe ich auch schon nachgedacht. dann müssten sein Handy / PC entsprechende Nachweise liefern.
Also ich finde das von Anfang an gegenüber dem mutmaßlich Tatverdächtigen, Dreck geschleudert wurde. Von wegen geistiger Zustand und Förderschule und so.
Gastgeber hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Dezember 2022, 21:37:38Das alles ist reine Spekulation von mir. Sollte der Jogger jedoch definitiv nichts damit zu tun haben und unschuldig gesprochen werden, darf er samt Familie Aschau verlassen. Ich glaube in so einer kleinen Gemeinde ist es schwierig nach so einem Fall, auch wenn definitiv die Unschuld bewiesen ist, wieder Fuß zu fassen
Dieses hier oben- aus einem vorherigen Beitrag - kann auch eine Motivlage sein, als auch in das Kalkül der Vorgehensweise, des wahren Täters einbezogen sein.
papaya hat geschrieben: ↑Dienstag, 27. Dezember 2022, 20:14:54
Weil da tausend (na gut 200) Leute sind, die sie kennen und sie keine Lust auf Dorftratsch hatte beim Blind Date?
Warum sollte Hanna ein "Blind Date" um 02:30 Uhr am Kampenwandparkplatz geplant haben? Meinst du wirklich, junge Leute daten noch ohne vorher zu wissen wie die aussehen?
Da ist er hundert Mal wahrscheinlicher, dass Hanna spontan links abbog und den kleinen Umweg über den Kampenwandparkplatz in Kauf nahm, weil sich vielleicht auf ihrem Hauptweg ein düstere Gestalt auf ihrer Straßenseite näherte.
gastxyz hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 01:04:55
sehr gute Überlegungen, ja das Kostümfest hat mir Sicherheit dazu gedient Gespraechs- und Sichtkontakte festzustellen.
über die Möglichkeit, dass der Jogger mit Hanna ein Treffen vereinbart hat ,habe ich auch schon nachgedacht. dann müssten sein Handy / PC entsprechende Nachweise liefern.
Sorry, ich habe mich bei der gewünschten Änderung des Autors im Beitrag vertan, würde das gerne korrigieren. Werwar der ursprüngliche Autor dieses Beitrags?
U.s.1 883 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 03:18:36Also ich finde das von Anfang an gegenüber dem mutmaßlich Tatverdächtigen, Dreck geschleudert wurde. Von wegen geistiger Zustand und Förderschule und so.
Ich hatte das mit der Förderschule etc gar nicht mehr auf dem Schirm. Deswegen traue ich jemanden nicht sofort einen Mord zu. Auch sehr intelligente Menschen sind zu so einer Tat in der Lage.
Ich vermute, dass die Polizei mehr in der Hand gegen ihn hat, als sie öffentlich angibt, und sie ihm deswegen auf die Schliche gekommen sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alleine die Beweise „joggen in Tatortnähe“ oder „der war immer schon so komisch“ reichen.
Aber das Dorf wird sich bestimmt schon das Maul zerreißen ala „dem habe ich das schon immer zugetraut. Der hat ja nie gegrüßt der Bub!“
Deswegen auch mein Einwand dass die Familie aus dem Ort wahrscheinlich weg muss, egal wie es für den TV ausgeht. Auch wenn morgen in der Presse zu lesen wäre „wahrer Täter gefasst, jetziger TV zu unrecht in U-Haft gesessen.“. Da würde die Dorfgemeinschaft vermutlich trotzdem davon ausgehen, dass er da nicht mit rechten Dingen zugehe und er doch was mit der Tat zu tun hätte.
U.s.1 883 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 03:18:36Dieses hier oben- aus einem vorherigen Beitrag - kann auch eine Motivlage sein, als auch in das Kalkül der Vorgehensweise, des wahren Täters einbezogen sein.
Aber vielleicht liege ich da auch falsch.
Das ist natürlich auch möglich. Was mich in diesem Fall auch so irritiert, ist der Abholer von Hanna, der sie angeblich nicht mehr angetroffen hat. Komische Zufälle. Mehrere haben ihr angeboten sie heim zu begleiten und ein Abholer (wenn ich richtig in Erinnerung habe, ist der Abholer mitten in der Nacht zum Eiskeller gefahren und war nicht vor Ort feiern) wäre bzw ist extra zum Eiskeller gefahren zwischen 02.00 und 03.00 Uhr.
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 10:07:28
Das ist natürlich auch möglich. Was mich in diesem Fall auch so irritiert, ist der Abholer von Hanna, der sie angeblich nicht mehr angetroffen hat. Komische Zufälle. Mehrere haben ihr angeboten sie heim zu begleiten und ein Abholer (wenn ich richtig in Erinnerung habe, ist der Abholer mitten in der Nacht zum Eiskeller gefahren und war nicht vor Ort feiern) wäre bzw ist extra zum Eiskeller gefahren zwischen 02.00 und 03.00 Uhr.
Ups… Ich habe meine Antworten zu deinem Text teils mit zitiert. In der „grünen Box bzw Schrift“ sind meine Antworten zu lesen
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 00:18:06
Nur noch ein knappes Jahr Zeit für die Anklageerhebung …
Die Höchstdauer der U-Haft von einem Jahr greift hier nicht (diese gilt nur beim Haftgrund der Wiederholungsgefahr). Einschlägig ist hier vielmehr die sechsmonatige Dauer, über die hinweg U-Haft nur dann aufrechterhalten werden darf, wenn etwa Schwierigkeit oder Umfang der Ermittlungen ein Urteil noch nicht zulassen und die Fortdauer rechtfertigen (im Jugendstrafrecht unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit); darüber zu entscheiden hat das OLG. Eine gesetzliche Höchstgrenze gibt es nicht, Schranken setzt etwa das Verfassungsrecht. Möglich sind u. U. sogar mehrere Jahre U-Haft.
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 00:18:06
… wenig Informationen wegen wahrscheinlicher Verhandlung nach Jugendstrafrecht. … Für die, die jetzt endlich wissen wollen wie es war, bleibt nur übrig dass ein Volljähriger verurteilt wird, mit entsprechendem Presserummel. …
Auch wenn der Täter Jugendlicher oder Heranwachsender (der übrigens stets volljährig ist!) sein sollte, ist eine Pressekonferenz von Polizei und StA zu erwarten, ebenso die Unterrichtung der Öffentlichkeit über den Ausgang einer Hauptverhandlung, also eine Verurteilung oder einen Freispruch.
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 00:18:06
… Und wenn es kein Verfahren gibt … und der Fall als Cold Case dahin schmort. …
Von einem Cold Case zu reden, setzt voraus, dass sämtliche Ermittlungsansätze ausgeschöpft sind – und abgewartet wird, bis es neue gibt. Dem allerdings steht der Ermittlungsstand im Fall Hanna geradezu diametral gegenüber.
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 10:07:28
… Ich vermute, dass die Polizei mehr in der Hand gegen ihn [den Jogger] hat … Ich kann mir nicht vorstellen, dass alleine die Beweise „joggen in Tatortnähe“ oder „der war immer schon so komisch“ reichen. …
Der dingende Tatverdacht (Haftbefehl) gründet sich auf einen Hinweis aus dem Umfeld des Joggers (z. B. Familie, Freunde, Berufsschule, Ausbildung, Vereinsleben).
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 10:07:28
… Was mich … irritiert, ist der Abholer von Hanna, der sie angeblich nicht mehr angetroffen hat. …
Der Abholer wurde allein von „Bild“ erwähnt. Quelle sei ein Nachbar der Familie W. Womöglich zählt der Abholer zur Familie. Das könnte erklären, warum die Polizei dazu schweigt. Zudem wäre ein Abholer ein guter Grund, weshalb Hanna (andere) Angebote im Eiskeller zur Mitfahrt abgelehnt hatte.
An der Existenz des Abholers zweifle ich nicht ernsthaft, auch wenn die Bildzeitung keine seriöse Quelle ist. Bei der Recherche emotionsgeladener und identifikationsträchtiger Details nämlich lässt sich die „Bild“-Journaille nicht lumpen und blättert oft genug Bares hin.
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 10:07:28
… ein Abholer … ist extra zum Eiskeller gefahren zwischen 02.00 und 03.00 Uhr.
Hanna verließ den Eiskeller um 2.26 Uhr. Da der Abholer Hanna nicht mehr angetroffen haben will, kann er erst nach dieser Zeit dort angekommen sein (nicht schon um 2 Uhr). Die genaue Uhrzeit der vereinbarten Abholung kennen wir nicht. Nur von „später“ war die Rede, bezogen auf Hannas Verlassen des Eiskellers. Reine Mutmaßung: vielleicht um 3 Uhr …
Doch weshalb hätte Hanna ihren Abholer versetzen und damit vor den Kopf stoßen sollen? Ich vermute daher, dass sie schlicht verhindert war, das vereinbarte Treffen zur Abholung wahrzunehmen – verhindert durch den Täter und dessen zwischenzeitlich verübte Tat.
Catch22 hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 13:07:46Doch weshalb hätte Hanna ihren Abholer versetzen und damit vor den Kopf stoßen sollen? Ich vermute daher, dass sie schlicht verhindert war, das vereinbarte Treffen zur Abholung wahrzunehmen – verhindert durch den Täter und dessen zwischenzeitlich verübte Tat.
Vielleicht hat der Abholer was mit der Tat zu tun (weiter oben wurde bereits erwähnt, dass der Jogger eventuell absichtlich in die Pfanne gehauen wurde, um vom eigentlichen Täter abzulenken). Sind jetzt natürlich alles wilde Spekulationen.
Ich denke aber nach wie vor, dass sie den richtigen gefasst haben. Trotzdem finde ich diese misslungene Abholung irgendwie eigenartig.
Die Eckpunkte zum Tatgeschehen sind zusammengefasst, zB sehr präzise durch Catch22.
Momentan scheint der Jogger der einzig Tatverdächtige zu sein. Eine gewisse Substanz der Indizienkette muss man vermuten. Sonst wäre fraglich, ob ein heranwachsender Untersuchungshäftling, der wahrscheinlich zu Hause bei seinen Eltern wohnt, ohne Vorstrafen und mit kompetenten Rechtsbeistand noch einsäße. Natürlich gibt es die Möglichkeit des unbekannten Dritten. Es spricht jedoch nichts wirklich Belastbares gegen den Jogger als Besitzer der Holzuhr und vermeintlichen Täters.
Das Szenario, in dem sich Opfer und Jogger über ein Chat-/Datingportal „kennenlernen“, er ihre Identität kennt, sie aber nicht seine, ist interessant, da es zu vielen Eckdaten passt. Über Monate könnte er sich in eine platonische, virtuelle (und objektiv vielleicht unerreichbare)„Liebe“ hineingesteigert, Kommunikation manipuliert haben. So erlangte er auch direkt Kenntnis vom Abreisedatum Hannas und nötigte ihr das „erste persönliche Treffen“ um 2:30 auf. Der Rest liesse sich aus einer brüsken Zurückweisung durch das Opfer Hanna erklären, die sich gehörig verschaukelt vorgekommen wäre, Beschimpfungen, Aggression …
Gast hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 15:49:22
Kannst du die misslungene Abholung belegen? …
Focus am 06.10.2022 (aktualisiert am 07.10.2022):
Bekannter wollte Studentin abholen, doch sie war schon weg
Laut „Bild“ wollte ein Bekannter die junge Frau abholen. Als der jedoch am „Eiskeller“ eintraf, war sie einem Nachbarn zufolge schon weg. Mutmaßlich hatte sich die 23-Jährige alleine auf den Heimweg gemacht. … www.focus.de/panorama/prien-am-chiemsee ... 75589.html
Und ja, bestimmt hatte Hanna mit dem Jogger um 2:30h ein "Blind Date". Als Erkennungsmerkmal hat er mit ihr ausgemacht, er komme in kurzer Hose und mit Stirnlampen
Guest hat geschrieben: ↑Mittwoch, 28. Dezember 2022, 16:30:43
Das Szenario, in dem sich Opfer und Jogger über ein Chat-/Datingportal „kennenlernen“, er ihre Identität kennt, sie aber nicht seine, ist interessant, da es zu vielen Eckdaten passt. Über Monate könnte er sich in eine platonische, virtuelle (und objektiv vielleicht unerreichbare)„Liebe“ hineingesteigert, Kommunikation manipuliert haben. So erlangte er auch direkt Kenntnis vom Abreisedatum Hannas und nötigte ihr das „erste persönliche Treffen“ um 2:30 auf. Der Rest liesse sich aus einer brüsken Zurückweisung durch das Opfer Hanna erklären, die sich gehörig verschaukelt vorgekommen wäre, Beschimpfungen, Aggression …
Dass sie sich mit einem treffen wollte, damit er mal Ruhe gibt weil sie danach eh im Ausland weg war, könnte ich mir noch vorstellen, aber nachts um die Zeit auf den letzten Drücker.
Wenn ein Stalker sein Handwerk gut genug versteht, hätte er schon erfahren können dass sie im Eiskeller ist, aber einzuschätzen ob sie alleine nach hause geht, wäre schwierig gewesen.
Sie hat es aber gemacht und wieso wissen wir nicht.
Der Extremfall wäre, sie wollte sich mit dem Jogger locker Treffen und ein Extremstalker kommt dem zuvor und der Jogger bekommt noch ein paar Sachen der Tat mit.
Jetzt gibt es etwas Neues im Fall Hanna. Leider kann ich den Artikel nicht vollständig lesen, da Bezahlschranke (ovb-online). Die Überschrift lautet: Soko im Endspurt- was der Strafverteidiger nun plant.
Ich kann dem Artikel nur entnehmen, dass die SoKo reduziert wurde und was der RA im nächsten Jahr vor hat.
Vielleicht kann jemand, der bei ovb-online freigeschaltet ist, hier eine kurze Zusammenfassung geben.
Der Verteidiger erhielt weitere Akteneinsicht, wie Rosenheim24 heute berichtet:
… Wenige Tage vor Weihnachten war er [RA Baumgärtl] noch von der Staatsanwaltschaft mit weiteren Akten bedacht worden - summa summarum über 1000 Seiten. „Die werde ich nun durchforsten.“ Dabei immer im Blick: Ob es Ansätze für eine mögliche Haftprüfung gibt. Ob dieses Mittel infrage kommt, will der erfahrende Strafverteidiger nach Durchsicht der Akten entscheiden. Denn: Ein Antrag auf Haftprüfung kann nur alle drei Monate gestellt werden. „Man sollte deshalb schon genug Pulver im Lauf haben“, sagt Baumgärtl. … www.rosenheim24.de/rosenheim/chiemgau/m ... 5.amp.html
Weiter berichtet das Blatt:
Bis jetzt seien über 600 Eiskeller-Gäste ausfindig gemacht und vernommen worden. Etwas mehr als 150 Gäste habe man noch nicht zuordnen können. Die Soko sei inzwischen von zuletzt 50 auf 34 Mitarbeiter reduziert worden, die OFA in München bleibe eingebunden.
Schwerpunkte sind … die Auswertung der immensen Datenmenge (etwa 50 Gigabyte), die im Club und aus Überwachungskameras im Umfeld sichergestellt wurde, und die Spuren, die zur … Holzuhr führen könnten. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass etwa 700 Holzuhren des betreffenden Modells … in die erweiterte Region verkauft worden waren. All diesen Spuren gehen die Ermittler nun nach - um so den Verbleib jeder einzelnen Uhr rekonstruieren zu können. … Rosenheim24, a. a. O.
Zur Haussuchung beim Tatverdächtigen am 18.11.2022 heißt es:
… Die Kripo stellte dabei zahlreiche Gegenstände sicher. Deren Auswertung gestaltet sich sehr zeitaufwändig. Polizeisprecher Sonntag zufolge dauern die kriminaltechnischen Untersuchungen der sichergestellten Gegenstände, darunter eine Vielzahl an Kleidungsstücken, weiter an. „Das ist Feinstarbeit, da Zentimeter für Zentimeter untersucht werden muss. Das bedeutet bei etlichen Kleidungsstücken viele Wochen Arbeit.“ … Rosenheim24, a. a. O.
Anscheinend wird vor allem Kleidung auf Faserspuren und DNA untersucht.
Gastgeber hat geschrieben: ↑Donnerstag, 29. Dezember 2022, 10:14:53
… Leider kann ich den Artikel nicht vollständig lesen, da Bezahlschranke (ovb-online). …
Hab mir den Bericht eben durchgelesen. Wirklich was neues gibt es nicht. Lt. Anwalt kann sich die Sache noch bis zum Frühjahr ziehen.
Mittlerweile bin ich auch etwas skeptisch bzgl der Täterschaft des Joggers. Ich war der Meinung, dass die Polizei mehr in der Hand gegen ihn hätte. Aber lt dem aktuellsten Bericht, klingt es so, als versuche man mit aller Gewalt Beweise zu finden, die gegen den Jogger sprechen könnten. Hier wurden explizit die Klamotten des Täters erwähnt, die sichergestellt wurden und nun in Feinarbeit cm für cm analysiert werden müssen. Liest sich so, als wären die einzigen Sachbeweise die Hoffnung auf Auffindung von Hannas DNA auf der Kleidung des Joggers. Sollte er der Täter sein, wird er die Tatklamotten entsorgt, zumindest aber gewaschen haben. Keine Ahnung, ob nach paar mal waschen in der Waschmaschine noch verwertbare DNA gefunden werden kann. Blut, meine ich, ist ziemlich hartnäckig und kann auch nach mehrmaligem waschen noch festgestellt werden. Vorausgesetzt Hanna hatte Verletzungen, die geblutet haben.
Aber andererseits sitzt er schon seit 6 Wochen in U-Haft und der RA hat ihn bis heute nicht rausbekommen. Wäre die Beweislage so dünn bzw. vage, gebe es ja keine Rechtsgrundlage für die U-Haft. Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte der TV in drei Monaten (bzw abzüglich der 6 Wochen, die er schon einsitzt, schon in 6 Wochen) entlassen werden, wenn bis dahin nix konkretes gegen ihn vorliegt.