MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

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Agatha Christie
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Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Heute ist ein +Artikel in der BILD-Zeitung zu diesem Fall erschienen mit folgender Überschrift:

IN GUT ZWEI WOCHEN BEGINNT DER PROZESS
Mörder warf Georgines Leiche in Müllcontainer im Hof!

BILD erklärt, wie verdeckte Ermittler den angeklagten Ali K. (44) überführten


https://www.bild.de/bild-plus/regional/ ... .bild.html
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talida
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Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von talida »

Erster Prozesstag im Fall Georgine dauerte nur 9 Minuten
Die Mord-Anklage konnte nicht verlesen werden: Das Gericht teilte zu spät mit, wie es besetzt ist! Das muss bis spätestens eine Woche vor Prozessbeginn passieren.

Nun haben die Verteidiger von Ali K. eine Woche Zeit, die Besetzung zu prüfen.

Erst am 7. August geht der Prozess weiter.
https://www.bild.de/regional/berlin/ber ... .bild.html
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

PROZESS IN BERLIN

Mordfall Georgine Krüger: Anklage offenbart grausame Details

Der Mordprozess um die Schülerin Georgine Krüger hat begonnen. Bei der Verlesung der Anklage herrschte absolute Stille im Gerichtssaal.

Berlin. Nach einem holprigen Startversuch in der vergangenen Woche hat der Prozess um den Mordfall Georgine Krüger am Mittwoch endgültig begonnen. 13 Jahre nach dem Verschwinden der Schülerin aus Moabit muss sich der 44-jährige Ali K., ein Mann aus der Nachbarschaft der Familie Krüger, vor einer Schwurgerichtskammer des Landgerichts verantworten.

Obwohl die Leiche des Mädchens bis heute nicht gefunden wurde, ist die Staatsanwaltschaft nach langen und aufwendigen Ermittlungen überzeugt, dass K. die damals 14-Jährige bereits am 25. September 2006, dem Tag ihres Verschwindens, vergewaltigt und anschließend erwürgt hat.

Mordfall Georgine Krüger: Berichterstatter aus ganz Deutschland

Es sind nur wenige 100 Meter von der Stendaler Straße, wo die Tat verübt worden sein soll, bis zum Gerichtsgebäude an der Turmstraße, wo jetzt der vorerst letzte Akt des Dramas seinen Lauf nimmt. Das Interesse von Medien und Öffentlichkeit ist riesig, ähnlich wie nach dem Verschwinden der Schülerin und der Festnahme ihres mutmaßlichen Mörders.

Berichterstatter aus ganz Deutschland füllen den großen Schwurgerichtssaal 700. Fernsehteams und Fotografen rangeln um die besten Plätze für die besten Bilder. Auch der Zuschauerbereich ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Im Saal herrscht Stille, als Staatsanwältin Ilka von Koppenfels die Anklage verliest. Auch der amtlich nüchterne Tonfall der Anklagevertreterin kann nicht verbergen, dass es ein Dokument des Grauens ist, das sie da vorträgt. Am Nachmittag des 25. September 2006 gegen 13.50 Uhr, Georgine ist auf dem Heimweg von der Schule soeben aus dem Bus gestiegen, soll K. die Schülerin gebeten haben, ihr beim Tragen schwerer Einkaufstüten zu helfen. Hilfsbereit folgt das Mädchen der Bitte und landet so in einem Keller, den der Angeklagte zusätzlich zu seiner Wohnung an der Stendaler Straße 3 nutzt.

Kaum dort angekommen, schlägt K. der 14-Jährigen nach Darstellung der Staatsanwaltschaft von hinten mit voller Wucht einen schweren Metallgegenstand auf den Kopf. Als das hilflos am Boden liegende Opfer zu schreien beginnt, soll er erneut mit großer Kraft zugeschlagen haben, „um sich das Mädchen gefügig zu machen“, wie es die Staatsanwältin beschreibt.

Anschließend soll er den bewusstlosen Teenager entkleidet, ausgiebig und am ganzen Körper begrapscht und schließlich vergewaltigt haben. Aus Angst, das Opfer könne ihn anzeigen, soll K. sich schließlich hinter die Bewusstlose gesetzt und mit beiden Armen und aller Kraft so lange auf Hals und Kehlkopf gedrückt haben, bis der Tod eintrat.

Prozess um verschwundene Schülerin: Mutter als Zeugin erwartet

Auch darüber, was mit der Leiche geschah, glauben Staatsanwaltschaft und Polizei gesicherte Erkenntnisse zu haben. Ein Teppich und eine Müllverbrennungsanlage spielen dabei eine wichtige Rolle.

Nicht erschienen war am Mittwoch die als Nebenklägerin zugelassene Mutter von Georgine Krüger. Sie ließ sich von ihrem Anwalt Roland Weber vertreten. Seine Mandantin erhoffe sich von dem Prozess Klarheit, teilte dieser in einer Verhandlungspause mit. Ihre Befragung ist am Freitag, 9. August, vorgesehen.

„Sie wird an den kommenden Verhandlungstagen anwesend sein, um sich selbst ein Bild von den vorgebrachte Indizien und der Beweislage zu machen. Dann kann sie sagen, so kann es gewesen sein oder nicht“, sagte Weber.

Am dritten Verhandlungstag vor dem Berliner Landgericht war die Frau, die als Nebenklägerin am Prozess beteiligt ist, in Begleitung ihrer zwei weiteren Kinder erschienen. Der 35-jährige Sohn sagte als Zeuge, er habe immer gehofft, dass Georgine „irgendwann wieder auftaucht“.

Von der Leiche gibt es keine Spur

Nach wie vor gibt es von der Leiche keine Spur, womit zugleich auch der letzte ultimative Beweis fehlt, dass die Schülerin, die heute längst eine erwachsene junge Frau wäre, tatsächlich Opfer eines Verbrechens wurde.

Die Mutter hat sich viele Jahre lang an die Hoffnung geklammert, ihre Tochter werde eines Tages zurückkehren, auch als diese Hoffnung nach und nach zu einem Glauben an ein Wunder wurde.

Beim Landeskriminalamt hat man bereits in Betracht gezogen, dass Georgine Krüger einem Verbrechen zum Opfer fiel, als der Fall noch als Vermisstensache galt. Richtig Fahrt aufgenommen haben die Ermittlungen dann allerdings erst 2017. Eine Neubewertung aller bis dato gewonnenen Erkenntnisse und mehrere Anzeigen sowie ein rechtkräftige Verurteilung des Angeklagten wegen Sexualdelikten brachten die Ermittler endgültig auf die Spur des Mannes.

Aufwendige Ermittlungen

Als sich der Verdacht schließlich erhärtete, begann eine ungewöhnlich aufwendige Operation. Ein verdeckter Ermittler wurde auf K. angesetzt und gewann schließlich in mühsamer und langwieriger Kleinarbeit das Vertrauen des Verdächtigen.

Dem Ermittler gegenüber soll K. die Tat schließlich gestanden haben, worauf Ende 2018 seine Festnahme und schließlich die Anklage erfolgte.

Ali K., selbst Vater von drei Kindern, soll ein besonderes Interesse an sehr jungen Mädchen gehabt haben. Darauf deuten Kinderpornos hin, die auf seinem Handy gefunden wurden – für die Ermittler eines von vielen Indizien. Ein Video zeigt dabei, wie ein kleiner Junge zu Handlungen animiert oder gezwungen wird, die selbst bei einem Erwachsenen als widerwärtig gelten würden. Der Prozess wird bereits am Donnerstag fortgesetzt.
https://www.morgenpost.de/berlin/articl ... tails.html
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Tag 3 im Mord-Prozess gegen Ali K.!
Keine Spuren im Keller des Angeklagten Ali K. (44)

Tag 3 im Mord-Prozess gegen Ali K.! Der 44-Jährige soll im September 2006 die 14-jährige Georgine Krüger in seinem Keller vergewaltigt und ermordet haben. Vor dem Landgericht gab es am Donnerstag ernüchternde Nachrichten.


Erneut saß Kriminalhauptkommissar Thomas Ruf (56) im Zeugenstand: „Wir konnten keinen Nachweis der Geschädigten im Keller feststellen“, räumte der Chefermittler auf Nachfrage des besitzenden Richters ein. Der Raum sei
bis unter die Decke mit Kisten und Kram voll gestellt gewesen. „Es gibt nichts, das wir nicht untersucht haben“, so Ruf.

DNA, Haare oder Faserspuren von Georgine im Keller des Angeklagten sollten zweifelsfrei beweisen, dass das Mädchen dort gewesen sein muss. Die Suche geht weiter, die Ermittlungen dauern an, so Ruf.

Bisher stützt sich die Anklage nur auf Indizien, wie Funkzellenauswertung und das Geständnis von Ali K. gegenüber verdeckten Ermittlern. Im Prozess schweigt der mutmaßliche Mörder.

Schwierige Familienverhältnisse

Zum ersten Mal nahm gestern auch Georgines Familie an der Verhandlung teil. Mutter Vesna Krüger (54), Schwester Michelle (19) und Bruder Tomislav B. (35) sind Nebenkläger im Prozess.

K.s Anwälte beleuchteten in ihren Nachfragen vor allem die teilweise schwierigen Familienverhältnisse. So soll Georgine einem Jugendamtsbericht vom Januar 2005 zufolge von ständigem Schreien und sogar Schlägen der Mutter und Oma berichtet haben. „Es gab häufig Streit wegen alltäglicher Dinge“, bestätigte auch der Bruder in seiner Aussage.

Dass seine Schwester weggelaufen oder mit einem völlig Fremden mitgegangen sein könnte, schloss Tomislav B. allerdings aus.
https://www.bz-berlin.de/tatort/mensche ... n-ali-k-44
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Gast

Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von Gast »

Ehefrau und Sohn von Ali K. sagen in Mordprozess aus
Er soll die Tat einem von drei ab 2017 auf ihn angesetzten verdeckten Ermittlern gestanden haben. Ermittler „Kara“ habe zuvor erklärt, er suche einen Killer für seine Freundin und biete 100 000 Euro Lohn. Als Ali K. Ende 2018 verhaftet wurde, bestritt der Deutsche mit türkischen Wurzeln. Vor Gericht schweigt er. Der Sohn sagte, die verdeckten Ermittler hätten „ihre Geschichte gut verkauft“. Ali K. habe viel Zeit mit „Hakan“, „Kara“ und „Susann“ verbracht. Sie hätten sich als wohlhabend präsentiert, seinem Vater Ausflüge mit Sportwagen ermöglicht und ihn in Clubs mitgenommen.
Mehr zum Thema
Mordfall Georgine Krüger Verdeckter Ermittler berichtet über Geständnis von Ali K.
Dem 44-jährigen Angeklagten wird zur Last gelegt, die damals 14-jährige Georgine Krüger vergewaltigt und erwürgt zu haben.

Die Ehefrau wurde gefragt, ob sie von der Verurteilung ihres Mannes wisse. Melek K. konterte: „Die Mädchen haben sich an Ali rangemacht, zeigten sich nackt am Fenster.“ Der Richter sprach Aussagen von Zeuginnen an, wonach K. Mädchen mit sexuellem Bezug angesprochen haben soll. „Ich habe so etwas nie gehört“, so die Frau. In einem Telefonat allerdings soll sie im Mai 2017 unter anderem auf ihn geschimpft haben: „Was hast du für eine Dreckigkeit im Kopf.“ Der Prozess soll am Freitag fortgesetzt werden.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/fall ... 02800.html
Der Zeugin fiel die Aussage schwer. K. habe sie damals überredet, mit in seinen Keller zu gehen. Er habe ihr Handys zeigen wollen, für die sich vielleicht eine ihrer Freundinnen interessieren könnte. Doch als sie an der Tür seines Kellerraumes ankamen, habe er sie gegen ihren Willen auf die Wange geküsst. Und er habe gefragt, warum sie ihn eifersüchtig mache mit ihrem Freund. Er wolle „auch seinen Spaß haben“.


Ali K. habe sie geschlagen, schilderte die Zeugin. Sie habe dann auf dem Boden gelegen. In Angst und Panik habe sie gesagt, sie sei noch Jungfrau. Er habe dann von ihr abgelassen. „Er war aggressiv drauf, wütend – ein komplett anderer Mensch in dem Moment.“
https://www.tagesspiegel.de/berlin/mord ... 18888.html
Gast

Re: MORDFALL GEORGINE KRÜGER (14 †), BERLIN, 2006

Ungelesener Beitrag von Gast »

XY Gelöst - Georgine Krüger - Der Fall aus Aktenzeichen XY ungelöst + Aufklärung - Wahre Verbrechen
https://www.youtube.com/watch?v=7-kl85-cNcQ
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