TODESFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Fälle: Arian Arnold, Jenny Böken, Kirsten Heisig, Unbek. Junge (Oelsa/Osterzgebirge), Isabelle Kellenberger, Malina Klaar, Yolanda Klug, Elisa Lam, Paula Maaßen, Christian Morgenstern, Theresa Stahl, Georgeta Tapu
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Wenn Thermogutachten, dann unbedingt genau so einen Notruf Kontakt einpflegen.
Vielleicht wählt das Ding doch automatisch unter Extrembedingungen
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Catch22 hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 01:08:19
Speichert MacOS bei Nutzung von Face-ID die Gesichter? Ich weiß das nicht. Falls dies zuträfe, müsste sich feststellen lassen, bei welchem Gesicht der letzte Entsperrversuch scheiterte. Aber wie oben: Auf eine Antwort werden wir ebenso lange warten wie auf Godot …
Face ID soll ja auch mit 100 Jahren noch funktionieren, wenn man es regelmäßig nutzt.

Per KI oder so wird das aktuell gespeicherte pruef-image ständig aktualisiert, glaube ich.

Also muß JEDES neue Bild erstmal geprüft werden, ob es für ein Update in Frage kommt.
Könnte ich mir vorstellen.
Also eigentlich auch gespeichert werden zur weiteren internen Verwurstung.
Keine Ahnung leider wie es geht...

Allerdings sollten die Kamera Aktionen, gerade interne (wie face ID), genau von Ermittlern geprüft sein - SOFERN es sowas gibt
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Handy hat DOCH automatisch gewählt :?:

Die Apple Unfall Erkennung gibt's wohl offiziell nicht für das Hanna Handy XR.

Allerdings ist die Funktion schon "seit Jahren"im Test.
Und damit sehr wahrscheinlich bereits auf diversen alten Modellen aktiv. Unveröffentlichter Weise (skandalös, mMn).

Für Fußgänger, Sturzerkennung wurde genannt.

Das schließt andere Extremsituationen nicht aus. Absolut nicht. mMn.


https://www.computerbild.de/artikel/cb- ... 09021.html
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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@gastxyz..me
Deine Recherche zur Apple-Unfallerkennung hat mich elektrisiert. Danke!

Seit 26.10.2018 ist das iPhone XR am deutschen Markt präsent.
https://de.wikipedia.org/wiki/IPhone_XR

Am 13.09.2019 kam das iPhone 11 auf den Markt,
am 23.10.2020 das iPhone 12,
am 17.09.2021 das iPhone 13,
am 09.09.2022 das iPhone 14.
Ab iPhone 14/iOS 16 ist die Unfallerkennung offiziell implementiert.
https://support.apple.com/de-de/guide/i ... a628e9/ios


Am 01.11.2021 erschien der von Dir genannte Artikel der Computer-Bild.
https://www.computerbild.de/artikel/cb- ... 09021.html

Darin heißt es, „die Funktion befinde sich schon seit Jahren im Test“ (also offenbar mindestens seit 2019). Jedoch bezieht sich dies wohl auf die Unfallerkennung im Straßenverkehr (ich interpretiere: Kraftverkehr). Bereits im Programm habe Apple eine Sturzerkennung für Fußgänger, allerdings (nur?) für die Apple Watch.

Zwingend notwendig war, dass Apple per iOS-Updates Beta-Versionen einer Unfall- bzw. Sturzerkennung auf ältere Modelle aufspielte. Anders wäre Apple nicht an die Daten von 10.000.000 „mutmaßlichen Zusammenstößen“ gekommen.

Der Knackpunkt: Bietet das iPhone XR hardwareseitig überhaupt die Voraussetzungen für die Unfall- bzw. Sturzerkennung? Oder schaffen das erst spätere Modelle wie das iPhone 11 oder 12? (Ohne entsprechende Hardware-Komponente kein Software-Testlauf. Bei unzureichender iOS-Version wäre jedoch eine im Testlauf abgespeckte Software-Funktionalität denkbar.) Dafür fehlt mir leider das Hintergrundwissen.

Kennt sich hiermit vielleicht jemand aus?


Für weniger IT-affine Leser: Träfe all dies auf Hannas iPhone XR zu, käme eine automatische Unfall- bzw. Sturzerkennung und die daraus resultierende automatische Anwahl eines Notfallkontakts durchaus in Betracht – entgegen der offiziellen Apple-Dokumentation und im Widerspruch zu den Erkenntnissen der LKA-Forensik. (Was Apple nicht extern dokumentiert, kennt womöglich auch das LKA nicht.) Eine in der Tat steile These. Aber nicht auszuschließen.

Drei Vorgänge könnten dann in ein und demselben Zeitpunkt zusammengetroffen sein:
• Sturzgeschehen,
• Abfall der Akku-Temperatur,
• automatische Anwahl eines Notfallkontakts.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

Vermutlich wurde Unfall Erkennungs Technik nicht in jedem Handy des Typs eingebaut.
Anhand der MAC ID sollte Apple das aber nachvollziehen können.

Die erhoben Daten werden ja nach cupertino gesendet.
Also hätte Apple von einem automatischen Unfall Erkennungs Event auf dem Handy gewusst.

Was für ein Handy Experten Trottel soll von sowas nix wissen und insbesondere bei Notfall Anruf da nicht nachgefragt haben.



LKA Forensiker
War das nicht genau dieser LKA Forensiker, der neulich vor Gericht die "spätere" abkuehlzeit als relevant angegeben hat ?

Das wäre nicht mal einem Ultra IT Anfänger passiert.

Das war wo es diese 2 timestamps gibt.
Da bin ich vom Fach.
Das war ein super Knaller die spätere Zeit zu nennen.
Ganz schlimm. Nix weniger.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

WENN... wir Apple wären...

dann würden wir bei der Datensammlung im Notfall Event auch grad noch ein paar Fotos schießen, oder... ?

Warum nicht, wenns technisch geht und eh keiner was hinterfragt..

Und natürlich auch das nicht an die große Glocke hängen...
Mischa

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Mischa »

andi55 hat geschrieben: Samstag, 24. Februar 2024, 00:13:21 @Mischa
Dein Ernst? Herr Baumgärtel liked auf FB die Beiträge von RA Holderle? Keine weiteren Fragen!! Die Familie des Angeklagten war so naiv wie ich es auch wäre , vollkommen arglos in der Materie und haben sich auf den Pflichtverteidiger verlassen. Wäre Frau Rick von Anfang an dabei gewesen, hätte 10 Monate Zeit gehabt sich vorzubereiten, dann wäre der ganze Spuk längst vorbei, dann müßte nicht erst während des Prozesses mal recherchiert werden wann war der Angeklagte denn nun krankgeschrieben oder nicht. Die banalsten Dinge waren denen scheißegal. Der Prozess wäre längst zu Ende , ob mit oder ohne Schuldspruch und das Gericht müßte jetzt nicht rumjammern, dass die anderen Verfahren warten und keine Räume zur Verfügung stehen.
Der Angeklagte wurde um den 18.11. festgenommen und dann sagt ein Justizmitarbeiter aus, der Anwalt hat den Angeklagten im Dezember ein einziges mal aufgesucht. Ja, Herr Baumgärtel hat seine Kanzlei in Rosenheim aber er hat oft genug am Gericht in TS zu tun und die JVA in welcher er seinen Mandanten hätte sprechen können, ist einen Steinwurf entfernt. Anwälte legen bei ihrer Zulassung einen Eid ab, nur mal zur Erinnerung und dieser Eid besagt nicht, dass man seine Mandanten absaufen lässt und FB Beiträge der Gegenpartei liked. Pietätlos.
Dem ist nichts hinzuzufügen.Es schreit förmlich nach Spezi Wirtschaft,und dann kam eine RAW Rick,die dieses "Spiel "sofort durchschaut hat.(bitte nicht falsch verstehen,sollte es der TV gewesen sein,dann sollte er auch verurteilt werden)
Man erkennt,ab dem Zeitpunkt wo RAW Rick eingestiegen ist,nahm dieser Prozess kompetente Formen an.Vorher war es in meinen Augen eher "eine bezahlte Pflichtveranstaltung" von einem Herrn Baumgärtel und Kollege.
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 08:44:21 Vermutlich wurde Unfall Erkennungs Technik nicht in jedem Handy des Typs eingebaut. Anhand der MAC ID sollte Apple das aber nachvollziehen können. …
Das ist klar. Nur gilt Apple nicht als übertrieben kooperativ.

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 08:44:21 … Die erhoben[en] Daten werden ja nach cupertino gesendet. Also hätte Apple von einem automatischen Unfall Erkennungs Event auf dem Handy gewusst. …
Auch wenn das Datenvolumen erschöpft war (Fallback: 64 kbit/s)? Hierbei spielt wohl auch die Größe des Datenpakets eine Rolle.

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 09:54:50 Wenn... wir Apple wären... dann würden wir bei der Datensammlung im Notfall Event auch grad noch ein paar Fotos schießen, oder... ? …
Die wären dann aber auch lokal auf dem iPhone gespeichert worden, wo sie ein IT-Forensiker allein anhand des Zeitstempels hätte auffinden müssen, oder? Und: Einer Übertragung auf den Apple-Server wäre das Fallback im Wege gestanden.

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 08:44:21 … Das war ein super Knaller die spätere Zeit zu nennen. Ganz schlimm. …
Ganz schlimm wird es auch, wenn ein verbeamteter ITler die Steuererklärung seines in der freien Wirtschaft tätigen Kollegen sieht. Topqualifizierte ITler nur gegen Topbezahlung, die der ÖD nicht bieten darf.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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GLAUBE NICHT... das Apple "solche" Daten mit dem Nutzer Guthaben übermittelt.

Wie das ansonsten geht - keine Ahnung.
Aber es geht. Ganz offensichtlich.
Gast0815

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Gast0815 »

Catch22 hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 04:57:35Der Knackpunkt: Bietet das iPhone XR hardwareseitig überhaupt die Voraussetzungen für die Unfall- bzw. Sturzerkennung? Oder schaffen das erst spätere Modelle wie das iPhone 11 oder 12? (Ohne entsprechende Hardware-Komponente kein Software-Testlauf. Bei unzureichender iOS-Version wäre jedoch eine im Testlauf abgespeckte Software-Funktionalität denkbar.) Dafür fehlt mir leider das Hintergrundwissen.
Ich glaube nicht, dass da einen spezielle Sensoren erforderlich sind. Beschleunigungssensoren sind doch heute Standard. Und mit entsprechnder Firmware dürfte es mit einem Beschleunigungssensor ein leichtes sein einen Sturz zu erkenenn.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

Dass ein Temperatur Sensor Alarm geschlagen hat, so einer ist ja standardmäßig verbaut, muss ausgeschlossen werden.
Denn genau dieser Temperatur Sensor hat gerade noch und sogar in seiner nächsten Meldung alles im grünen Bereich berichtet.

Außerdem ging's Grad mal um 10grad. Ist ja nun auch nicht der schocker.

Sturz detected
Naja, wenn jeder 100cm Höhenunterschied den Notarzt bestellen würde :roll:
Kann eigentlich nicht sein...
oder wenn das Handy vom Kirchturm fällt..

Wassereinbruch
Nur weil Handy im Wasser liegt, sollte auch nicht 110 verständigt werden.

Warum oder aufgrund welcher Umgebungs-daten bzw variablen hätte überhaupt ein Notruf ausgelöst werden sollen / können :?:

- Halter rutscht ins Wasser, nix ist hoch. Nicht mal der Wasserstand.
- Handy fällt ins Wasser
- die Außentemperatur fällt rapide ab. Von 10 Grad in paar Minuten wissen wir.

.. dann war's wohl doch der Täter der den Notruf gewählt hat...
Haropa
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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Catch22 hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 00:14:39
Woher weiß der Forensiker das? Aus Deiner Tabelle ergibt sich für 2:32:17 Uhr noch eine Temperaturmessung im Normalbereich:

Wie kann man daraus auf einen Temperatursturz schließen, der just in demselben Augenblick begonnen haben soll? (Und nicht erst im Zeitraum bis zur nächsten Messung, die dann eine deutlich tiefere Temperatur ergab?) In einem Absinken um ca. 0,19 °C seit dem letzten Messpunkt um 2:31:47 Uhr vermag ich nicht den Beginn eines Absturzes zu erkennen.

Nach meiner Logik würde das voraussetzen, dass um 2:32:17 Uhr eine Temperatur schon im Niedrig- und nicht noch im Normalbereich hätte gemessen worden sein müssen. Das aber war nach Deiner Tabelle nicht der Fall. Ich verstehe das noch immer nicht.

Ich denke, dass das iPhone XR bis in geringere Tiefen wasserdicht ist. Sonst hätte es nicht noch bis zum Nachmittag im Wasser der Prien automatische Hintergrundaktivitäten aufzeichnen können.

Deshalb kann es sich nur um die plötzlich und drastisch veränderte Umgebungstemperatur (Luft → Wasser) handeln, die auf den Sensor gewirkt haben musste – nicht um die noch schneller zu erwartende Wirkung von eindringendem Wasser.

Oder hatte der Forensiker des LKA diese Verzögerung in seine Überlegungen bereits ausdrücklich einbezogen?
Also explizit wurde es nicht besprochen, aber ich weiß noch wie ich mir in dem Moment, als er auf der Skala markieren sollte wann der starke Temperatursturz war, gedacht hab dass er da ganz schön „großzügig“ war, weil die Temperatur schon vorher deutlich runter ging. Also gut möglich, dass er da irgendwas schon mit einberechnet hat, aber ohne Gewähr.

Und nach der Messung um 2:32:17 war ja der nächste Zeitpunkt 02:32:47 und da hab ich zwar die genauen Daten nicht, aber da die Linie fast senkrecht runterging um 02:32:17 muss der Temperatursturz ja zumindest in diesem Zeitraum begonnen haben, oder?. Linie übrigens, weil die Punkte wie du schon gesagt hast verbunden waren. Auch laut Rick muss um 02:32:17 das Handy im Wasser gewesen sein, die hat des Gutachten anscheinend gut durchgelesen und darauf ihren Beweisantrag gestützt.

Apple wurde so weit ich weiß nicht mit einbezogen. Der Gutachter, der klären sollte, wie der Notruf von H zustande kam hat auch nicht aus Erfahrung gesprochen, sondern meinte sowas a la „hab mir so ein IPhone XR mal geholt und ausprobiert…“. Dabei hat er zb rausgefunden, dass der Notruf im Sperrbildschirm aktiviert worden sein muss. Eine Verbindung wurde übrigens nicht aufgebaut.

Der Fall ist schon sehr verrückt, ich glaub langsam gar nix mehr. Weder dass H rücklings symmetrisch in den Bach gestürzt ist, noch dass ST sie angegriffen hat. Abgesehen vom theoretischen Tathergang, den ich persönlich auf jegliche Art unlogisch finde, sehe ich ST immer wie er da sitzt im Gericht und mit Fr. Rick redet und sowohl sie als auch seine ganze Familie sind überzeugt, dass er unschuldig ist. Trau ich ihm nicht zu, dass er alle so täuschen kann. Aber in Wirklichkeit gibt’s nur 3 Möglichkeiten: Unfall, ST wars, oder ein Unbekannter.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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https://www.br.de/radio/bayern1/standor ... n-100.html

Seit 2016 (test) gibt's AML in Deutschland.
Wird 112 gewählt, werden automatisch die Standortdaten mituebermittelt.

Auch wenn
- GPS deaktiviert
- WLAN deaktiviert
- Standort Dienste aus

Nur Google Play muss drauf sein.

Würde denken, das Medizin Studenten sowas wissen...
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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War es nicht genau die Verena, die WhatsApp geschrieben hat, dass sie den seit der 5ten Klasse kennt, und sie niemals denkt, das der sowas machen könnte.
Jemandem was antun.
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

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gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 18:34:28 Glaube nicht... das Apple "solche" Daten mit dem Nutzer Guthaben übermittelt. Wie das ansonsten geht - keine Ahnung. Aber es geht. Ganz offensichtlich.
Wie sollte es anders gehen als über eine Mobilfunkverbindung? Eine W-LAN-Verbindung ist im Straßenverkehr für gewöhnlich nicht zu erwarten. Und in einer akuten Notfallsituation macht es wenig Sinn, darauf zu warten, bis das iPhone irgendwann später vielleicht einmal wieder über eine Verbindung im heimischen W-LAN oder per Hotspot verfügt.
gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 20:14:09 … aufgrund welcher Umgebungs-daten … hätte … ein Notruf ausgelöst werden … können? …
Dazu müsstest Du die technische Dokumentation von Apple zur Sturz- bzw. Unfallerkennung in der Beta-Phase kennen und studieren.
gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 20:53:39 … Seit 2016 … gibt's AML … Wird 112 gewählt, werden automatisch die Standortdaten mituebermittelt. … Nur Google Play muss drauf sein. …
Mit Google Play wird das nix auf einem Apple-Gerät. Aber iOS kann's auch.
gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 20:14:09 … dann war's wohl doch der Täter der den Notruf gewählt hat...
Warum hätte er das tun sollen?


Gast0815 hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 19:14:06 … mit entsprechnder Firmware dürfte es mit einem Beschleunigungssensor ein leichtes sein einen Sturz zu erkenenn.
Ja, das denke ich auch. Aber ich weiß es eben nicht genau.

Über einen Beschleunigungssensor verfügt das iPhone XR:
https://de.wikipedia.org/wiki/IPhone_XR

Die Firmware (= iOS) wird von Apple je nach Benutzereinstellung automatisch aktualisiert. Damit könnten leicht Beta-Versionen neuer Features aufgespielt werden.

Nur kann all dies schwerlich ohne das Wissen der User erfolgt sein, die schließlich dafür verantwortlich sind, die Notfallkontakte einzurichten, oder? In der Testphase sei immerhin in 50.000 Fällen der „Notruf“ kontaktiert worden, wie Computer-Bild berichtete. Falls dies in Europa standardmäßig immer die 112 gewesen sein sollte, wäre eine nutzerseitige Konfiguration entbehrlich. Hannas Handy jedoch wählte die Eltern an. Und was in der meist noch wenig zuverlässigen Testphase für Apple bei der 112 als Standard hätte zum Problem werden können: der Straftatbestand des Missbrauchs von Notrufen (§ 145 StGB). Deswegen denke ich eher an eine nutzerseitig konfigurationspflichtige Liste von Notfallkontakten, zumindest während der Testphase.

Inwieweit Hanna davon Gebrauch gemacht haben könnte, wissen wir nicht. Vielleicht hatte sie die Notfallkontakte vor längerer Zeit aufgrund eines Hinweises von Apple einmal eingerichtet, später aber für wenig hilfreich erachtet und nicht mehr weitergepflegt. Dafür spräche, dass die gespeicherte Nummer des Vaters veraltet gewesen sein soll.

Ganz im Geheimen und ohne das Wissen der User wird Apple die Testphase m. E. nicht bestritten haben können. Angesichts der dicht beeinander liegenden Zeitstempel wäre ein Unfallszenario überaus plausibel: Sturz, Notruf, Handy im Wasser. Nur lässt sich das mit unserem bisherigen Wissensstand nicht erhärten.



@Haropa
Danke für die ergänzenden Infos! Ich gewinne zusehends den Eindruck, man setze vor Gericht alles daran, Verwirrung und Unklarheiten zielstrebig zu vertiefen ;-)
Haropa hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 20:42:55 … Apple wurde so weit ich weiß nicht mit einbezogen. Der Gutachter … hat auch nicht aus Erfahrung gesprochen, sondern meinte … „hab mir so ein IPhone XR mal geholt und ausprobiert…“. …
Das klingt, als ob ein Computer-Kiddie das auch hingekriegt hätte.
Haropa hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 20:42:55 … laut Rick muss um 02:32:17 das Handy im Wasser gewesen sein, die hat des Gutachten anscheinend gut durchgelesen und darauf ihren Beweisantrag [zur Thermodynamik] gestützt. …
Dann wäre eine genaue Beleuchtung der testweisen Unfallerkennung umso wichtiger. Ohne Einbeziehung von Apple wird das nicht möglich sein. Vielleicht kommt diesbzgl. noch ein Beweisantrag?
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

... Die Annahme, dass das Handy im Wasser war, kann auch auf den VERWASCHENEN GPS Daten begründet sein.
Nicht auf der Temperatur.

Das GPS verabschiedete sich ja schon früher, so 02:31 rum, glaube ich ..

Aber für mich komplett unverständlich, wie das Handy im Wasser landet und es Minuten dauern soll, bis der superempfindliche Temperatur Sensor was mitkriegt.

Warum sonst könnten die GPS Daten "unklar" werden, wenn nicht durch Wasser.

Also einen unmittelbaren Wasser Einbruch gab es bei dieser IP Schutzklasse wohl nicht.
Vielleicht doch wenn Screen gerissen oder sowas?

Warum sollten die GPS Daten UNTER WASSER überhaupt unklar werden?
Alle möglichen Sachen nutzen unter Wasser GPS.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

GPS geht NICHT "richtig" unter Wasser.
Sorry.

Das Signal dringt nicht richtig durch und ist sehr langsam, wohl.

Also kann man annehmen, dass das Handy um 02:31 rum (GPS Daten Event) im Wasser lag.
gastxyz..me

Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von gastxyz..me »

... Was sich dann der Temperatur Sensor gedacht hat, erschließt sich nicht.

Der hätte bei Wasser Kontakt reagieren sollen.
Beim nächsten oder über nächsten Meldepunkt die niedrigere Temperatur anzeigen sollen.
Hat er aber nicht. Scheinbar.

Sehr unverständlich mMn:
Wenn er misst, dann doch den aktuellen Zustand.


Es sei denn...
Das Handy lag 02:31 mit GPS Fehler im Wasser und jemand hats für den Notruf nochmal raus geholt.
Danach oder während Notruf endgültig ins Wasser geworfen.

Hatte ich schonmal gesagt... Vor Ewigkeiten

Man müsste Temperatur und GPS Daten nebeneinander sehen.
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

Ein Interview der OVB-Medien mit einem Rosenheimer Strafverteidiger soll die Leser in schonend milder Wortwahl wohl auf einen Neustart des Verfahrens und eine mögliche Entlassung Sebastians aus der U-Haft einstimmen:

Spoiler – hier klicken!
Pause im … Prozess: Was das für die U-Haft des Angeklagten Sebastian T. bedeuten könnte


Herr Dürr, wie beurteilen Sie den Befangenheitsantrag …, der für so viel Aufsehen gesorgt hat?

Peter Dürr: … Es heißt eigentlich Ablehnungsgesuch, manche sagen Befangenheitsantrag dazu. … Es wird oft falsch verstanden. Es kommt nicht darauf an, ob ein Richter wirklich befangen ist oder nicht. Abgelehnt werden kann er schon wegen der Besorgnis der Befangenheit, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit … zu rechtfertigen. Der Richter kann zwar behaupten: „Ich halte mich nicht für befangen“. Das ist jedoch nicht entscheidend. Der Ablehnungsgrund ist grundsätzlich vom Standpunkt eines … verständigen Ablehnenden zu beurteilen.

Ist das Duzen in der besagten E-Mail-Korrespondenz zwischen Richterin und Staatsanwalt so ein Grund?

Dürr: Also, in Justizkreisen kennen sich die Menschen, da duzen sich viele. Das wird nicht für den Befangenheitsantrag reichen. Gerade in Bayern gibt es einen starken Austausch unter Richtern und Staatsanwälten. Die müssen permanent wechseln. In andern Bundesländern ist das anders, da gibt es verhältnismäßig starre Schienen. In Bayern ist aber Durchlässigkeit erwünscht. Staatsanwalt … Fiedler war ja bis vor einigen Jahren selbst Richter in Rosenheim, man kennt sich also. Das Kuriose ist vielmehr, dass derlei Korrespondenz in die Akte wandert.

War das ein Versehen?

Dürr: Irgendjemand muss aufs Knöpfchen gedrückt haben. Überraschend ist dieser E-Mail-Austausch allemal. … Duzen, einander kennen, … das ist an der Tagesordnung. Den Verfahrensstand erörtern, rechtlich würdigen, ja, auch das. Aber dann macht man das mit allen Prozessbeteiligten, im Rechtsgespräch oder während der Verhandlung. Die Abstimmung nur unter Staatsanwaltschaft und Gericht hat ein Geschmäckle.

Wie sind die Aussichten für den Antrag?

Dürr: Mir fehlt derzeit die Phantasie, mir vorzustellen, wie man diesem Gesuch nicht stattgeben könnte. Es hat hohe Aussichten.

Und zwar weil ...

Dürr: ... weil hier an der Verteidigung vorbei Gespräche über den zugrunde zu legenden Sachverhalt stattfinden, in einem frühen Stadium, vor Ende der Beweisaufnahme. Das verursacht schon Bauchschmerzen. Zumal in einem so presseträchtigen Prozess, in einem Indizienprozess, in dem der Angeklagte schweigt. Die Beweisaufnahme ist noch nicht abgeschlossen, und dann tausche ich mich aus, darüber, wie ich dies und jenes werte. Wenn man das macht, dann macht man das mit allen Beteiligten. Elektronische Kommunikation – damit sind auch viele Angeklagte schon auf die Nase gefallen.

Jedes Schrifterl ist ein Gifterl, heißt es in Österreich.

Dürr: Ja, genau. Und kurioserweise wurde das dann auch noch aktenkundig. Die Verteidigung muss ja die Rechte ihres Mandanten wahren. Das Ablehnungsgesuch bei dieser Sachlage nicht unverzüglich anzubringen, entspräche nicht anwaltlicher Kunst.

Unverzüglich ist … das Gesuch kaum, so viele Wochen nach der Korrespondenz.

Dürr: Es gibt keine starre Frist. Ein solches Gesuch ist ohne schuldhaftes Zögern einzureichen … Ich darf es also nicht unnötig liegen lassen. Zudem kommt es nicht auf den Zeitpunkt der E-Mail, sondern den Zeitpunkt der Kenntnis von diesem E-Mail-Verkehr an. Selbst wenn dem Antrag nicht stattgegeben wird: Man kann davon ausgehen, dass, wenn es zu Verurteilung kommt, der Bundesgerichtshof das Urteil und das Verfahren überprüft. … Da hat sich ein großes Einfallstor für eine Revision aufgetan.

Wie läuft das Verfahren nun ab?

Dürr: Es gibt zunächst eine dienstliche Stellungnahme seitens der abgelehnten Richter. Die wird der Verteidigung übersandt, um ihr Gelegenheit zu einer Replik zu geben. Dann wird … die Erste Jugendkammer unter Vorsitz von Frau Will … sachgerecht entscheiden. Da wird sich das Gericht viel Mühe geben. Möglicherweise wird sich, wenn dem Gesuch stattgegeben wird, auch die Staatsanwaltschaft überlegen, … einen anderen Sitzungsvertreter zu schicken. Zudem könnte die Verteidigung auch hier noch einen sogenannten Ersetzungsantrag stellen.

Es könnte sein, dass der Prozess wirklich neu beginnen muss?

Dürr: Wenn das Gesuch Erfolg hat, dann sind alle 31 Tage bisher weg. … Auf null resettet. Und das Verfahren wird unter einer neuen Gerichtsbesetzung und erneuten Beweisaufnahme durchgeführt.

Wie geht es in diesem Fall für den Angeklagten weiter?

Dürr: Der Angeklagte sitzt … schon seit einem längeren Zeitraum in Untersuchungshaft. Die Frage der Haftfortdauer muss man sich stellen. Wir haben einen sehr jungen Angeklagten. Eine unsichere Beweislage. Die Verzögerung … ist nicht dem Angeklagten anzulasten. Kann man den noch in U-Haft lassen? Damit wird man sich möglicherweise auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten befassen müssen.

Das dürfte dauern.

Dürr: Nun, je nach Umfang des Erfolges des Ablehnungsgesuches muss sich das neue Gericht erstmal reinarbeiten in den Fall. Die Kammer, die dann zuständig ist, die haben auch Vorlaufzeiten und müssen erstmal Termine finden. Übrigens für alle Beteiligten, auch Anwälte und Gutachter. Ja, das kann dauern, bis der Prozess neu startet. Übrigens gibt es, was Befangenheitsanträge angeht, ein Nord-Süd-Gefälle. Im Norden sind diese häufiger anzutreffen. … In Bayern sind derartige Anträge … nicht so sehr an der Tagesordnung. Auch in dieser Hinsicht ist der Prozess – letztendlich aber aufgrund der nunmehr bekanntgewordenen E-Mail – etwas Besonderes.

Rosenheim24.de am 24.02.2024
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/ro ... 50781.html
http://hrg.chiemgau24.de/bayern/landkre ... 1.amp.html
Catch22
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Re: MORDFALL HANNA W. (23 †), ASCHAU - CHIEMGAU, 2022

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 22:26:20 … Die Annahme, dass das Handy im Wasser war, kann auch auf den verwaschenen GPS Daten begründet sein. Nicht auf der Temperatur. …
Beides zugleich: verwaschene GPS-Daten + Akku-Temperatur!

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 22:26:20 … Aber für mich komplett unverständlich, wie das Handy im Wasser landet und es Minuten dauern soll, bis der superempfindliche Temperatur Sensor was mitkriegt. …
Ein Blick in Deine eigene Timeline hätte Klarheit gebracht:
gastxyz..me hat geschrieben: Donnerstag, 15. Februar 2024, 14:19:13
02:31:41 : hanna-handy letzter genauer GPS-Punkt … q200

02:32:17 : hanna-handy temperaturabfall mehrere grad … q400

02:33:35 : hanna-handy GPS-Daten ungenau … q500
• 2:31:41 Uhr: GPS noch ok → an Land
• 2:33:35 Uhr: GPS verwaschen → im Wasser

• 2:32:17 Uhr: Temperatursturz → im Wasser

Das GPS-Aufzeichnungs-Intervall kennen wir nicht. Das heißt, irgendwann zwischen 2:31:41 Uhr und 2:33:35 Uhr muss das Handy ins Wasser gekommen sein. Der Messpunkt der Temperatur um 2:32:17 Uhr passt perfekt in dieses Zeitfenster!

gastxyz..me hat geschrieben: Sonntag, 25. Februar 2024, 22:26:20 … Also einen unmittelbaren Wasser Einbruch gab es bei dieser IP Schutzklasse wohl nicht. Vielleicht doch wenn Screen gerissen oder sowas? …
Wie hätten dann noch bis 14.49 Uhr automatische Hintergrundaktivitäten stattfinden können, die zudem geloggt wurden? Ein Eindringen von Wasser kann man weitestgehend ausschließen!


Ich hoffe, die allgemein entstandene Verwirrung konnte hiermit aufgelöst werden.
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