VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Hellseher

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

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Gast 123455 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 22:37:25
Wie ich bereits schrieb: für mich war es seit dem Fund des Schädels ein völlig absurder Gedanke, es könnte sich um Alexandras handeln.
Offensichtlich hast Du Qualitäten und Wahrnehmungen, die andere nicht haben ?
Komisar_Rex_
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Fränkin hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 23:17:16 Eigentlich wollte ich mein im Gericht Mitgeschriebenes nicht komplett abtippen, aber nachdem jetzt schön häufiger nach dem verbrannten Zeug und auch dem Ruß im Ofenrohr und in dem Saugschlauch gefragt wurde und bevor es da weiter zu Verwirrungen kommt, hier mal, was ich im Gericht mitgeschrieben habe:

Die Rußproben wurden mit der Stereolupe untersucht.

Ofenrohreinlass Kamin:
Inhomogenes schwarzes Material, darin enthalten: weiße Partikel, schwarzglänzende Partikel, graues transparentes Material, farbloses hartes Material mit schwarzen Anhaftungen, weißes dünnes folienartiges Material, schwarzes glattes Material mit Pünktchen.

Rußhaltige Anhaftungen aus dem Saugschlauch:
Schwarz und pulvrig mit weißen Partikeln durchsetzt.

Die Infrarotspektren der weißen Partikel zeigt Übereinstimmung mit den Infrarotspektren von Calciumcarbonat.
Die Infrarotspektren der schwarzen Partikel zeigten Ähnlichkeit mit den Infrarotspektren von Holzkohle.
Die Infrarotspektren des grauen transparenten Materials und des schwarzen glatten Materials zeigte Ähnlichkeit zu den Infrarotspektren von Proteinen.
Die Infrarotspektren des farblosen harten Materials zeigte Übereinstimmung zu den Infrarotspektren von Silikaten.
Die Infrarotspektren des weißen dünnen Materials zeigten Ähnlichkeiten mit den Infrarotspektren und Mischungen aus Calciumoxid, Calciumcarbonat und Silikaten.
Die Infrarotspektren der weißen Partikel aus dem Saugschlauch zeigten Ähnlichkeiten zu den Infrarotspektren von Mischungen aus Calciumcarbonat und Gips

Es folgte eine Pyrolysegaschromatografie der rußartigen Materialien im Massenspektrometer (Pyrolysetemperatur 550 Grad).
Dabei gefundene Komponenten im Ofenrohreinlass: Styrol, Polyol, Methylstyrol, cyclische aromatische Kohlenwasserstoffe
Gleiche Untersuchung Saugschlauch: Styrol, Phenol, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und leider ein paar chemische Verbindungen, die ich leider nicht mitschreiben konnte

Der Gutachter fasste zusammen:
Ruß aus Ofenrohreinlass enthält Calciumcarbonat, Silikat, Calciumoxid, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe
Ruß aus dem Saugschlauch enthält: Calciumcarbonat, Gips, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe

Der Gutachter erklärte:
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe entstehen bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialien wie zum Beispiel Holzkohle oder von Heizöl oder Kraftstoff.
Eine exakte Spezifikation des verbrannten Materials war nicht möglich, da es vollständig verbrannt war. Aber es waren die typischen Bestandteile von normalem Ruß bzw. Verbranntem vorhanden, wobei Calciumcarbonat und Gips eher eine Verunreinigung des Rußes darstellen. Das könnte aber auch durch Verbrennen von kalkhaltigen Materialien oder eben Gips entstanden sein.
Vielen Dank, liebe Fränkin, für Deine Mühe!
D.h. unterm Strich, dass auszuschließen ist, dass dort etwas verbrannt wurde, was nicht in einen Ofen gehört... Bauschutt ist nichts, was ungewöhnlich ist, in einer Lagerhalle, die von Menschen benutzt wird, die beruflich, renovieren. Also jedenfalls nichts, was verdächtig wäre.
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Fränkin »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 23:38:55 Vielen Dank, liebe Fränkin, für Deine Mühe!
D.h. unterm Strich, dass auszuschließen ist, dass dort etwas verbrannt wurde, was nicht in einen Ofen gehört... Bauschutt ist nichts, was ungewöhnlich ist, in einer Lagerhalle, die von Menschen benutzt wird, die beruflich, renovieren. Also jedenfalls nichts, was verdächtig wäre.
Ich bin kein Chemiker, aber es klang nicht danach, dass da irgendetwas "Falsches" in dieser Halle verbrannt wurde. Der Vermieter der Halle hatte noch ausgesagt, dass zu früheren Zeiten, als noch eine Landwirtschaft an dem Anwesen ansässig war, in dem Raum mit dem Ofenrohrauslass ein Räucherofen stand, den er selber entsorgt hatte. Der Mieter vor den beiden Angeklagten wollte einen Kaminofen einbauen, aber ob er das gemacht hatte, das wusste der Vermieter nicht. Er hatte den Mieter darauf hingewiesen, dass er das nur machen darf, wenn er sich mit dem örtlichen Schornsteinfeger ins Benehmen setzt. Ob das der Mieter allerdings getan hatte, das entzog sich der Kenntnis des Vermieters.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Fränkin hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 23:17:16Laut Wetterdatenbank war es aber an der Wetterstation Roth bis 10.12.22 und ab 19.12.22 bis Jahresende über 0 Grad "warm" . Weiter fiel am 10., 11., 14., 15., 16., 19., 21., 22., 23. und 24.12.22 Niederschlag. Damit kann sich jeder selber überlegen, wann es Sinn gemacht hätte, Wäsche zum Trocknen rauszuhängen. Laut Zeugin soll "unter der Woche" und "nicht am Wochenende" gewaschen worden sein.
Erst einmal herzlichen Dank, dass du diese umfangreiche Mitschrift mit uns teilst.

Eine Anmerkung zum Wäschetrocknen im Freien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt/bei Minusgraden: Das ist durchaus möglich und funktioniert mittels Sublimation sogar sehr gut: Das Wasser in der Wäsche gefriert, geht dann sofort in den gasförmigen Aggregatzustand über und entweicht zuletzt als Wasserdampf.
Gast234 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 22:33:19 Es hiess doch mal, Alexandra sei öfters von einem (älteren?) Mann mit einem Jaguar (???) mit ERH Kennzeichen von ihrer Whg in Katzwang abgeholt worden. Weiss man eigentlich, wer das war?
Dass er älter gewesen sein soll, erinnere ich so nicht. Mürrisch und furchteinflößend soll er auf die Nachbarin gewirkt haben. Leider entstammt diese Info einem nicht mehr verfügbaren Bezahlartikel der BILD. Gehörte der Jaguar nicht zunächst ihrem rumänischen Schulfreund, der bereits vernommen wurde?
Gast 123455 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 22:37:25Wie ich bereits schrieb: für mich war es seit dem Fund des Schädels ein völlig absurder Gedanke, es könnte sich um Alexandras handeln.
Aus welchem Grund war dieser Gedanke für dich völlig absurd?
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 01:04:41 Erst einmal herzlichen Dank, dass du diese umfangreiche Mitschrift mit uns teilst.

Eine Anmerkung zum Wäschetrocknen im Freien bei Temperaturen um den Gefrierpunkt/bei Minusgraden: Das ist durchaus möglich und funktioniert mittels Sublimation sogar sehr gut: Das Wasser in der Wäsche gefriert, geht dann sofort in den gasförmigen Aggregatzustand über und entweicht zuletzt als Wasserdampf.



Stimmt, dass klappt wirklich. Das hab ich selbst schon getestet. Allerdings hat es bei meinem Versuch, Wäsche bei Minus Graden zu trocknen, nicht geregnet oder geschneit, sondern es war eine Wintersonne zu sehen. Fränkin schrieb, dass es Niederschlag gab.
Das entzieht sich jetzt meiner physikalischen Kenntnis, aber ich würde bei Schnee/Schneeregen oder nass/kalter Luft, den Wäschekeller, bevorzugen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass meine Wäsche, dann draußen, trocknen wird. (Ich kann mich aber auch täuschen). Bin ja schließlich keine Physiklehrerin...
zwischen Neugierde und Sensationsgier, liegen manchmal Welten... :!: :!: :!:
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 01:36:35 Stimmt, dass klappt wirklich. Das hab ich selbst schon getestet. Allerdings hat es bei meinem Versuch, Wäsche bei Minus Graden zu trocknen, nicht geregnet oder geschneit, sondern es war eine Wintersonne zu sehen. Fränkin schrieb, dass es Niederschlag gab.
Das entzieht sich jetzt meiner physikalischen Kenntnis, aber ich würde bei Schnee/Schneeregen oder nass/kalter Luft, den Wäschekeller, bevorzugen. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass meine Wäsche, dann draußen, trocknen wird. (Ich kann mich aber auch täuschen). Bin ja schließlich keine Physiklehrerin...

Sublimation funktioniert auch bei Schneefall und Schneeregen. Selbst, wenn die Wäsche klatschnass geregnet wird, klappt diese Art der Trocknung - Die Wäsche muss nur eben bald darauf gefrieren. Soll heißen: Die Nachbarin muss sich nicht geirrt oder gar geschwindelt haben, als sie angab, sie habe an dem Tag ihre Wäsche draußen getrocknet.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 01:57:25 Sublimation funktioniert auch bei Schneefall und Schneeregen. Selbst, wenn die Wäsche klatschnass geregnet wird, klappt diese Art der Trocknung - Die Wäsche muss nur eben bald darauf gefrieren. Soll heißen: Die Nachbarn muss sich nicht geirrt oder gar geschwindelt haben, als sie angab, sie habe an dem Tag ihre Wäsche draußen getrocknet.
Ah, gut. Vielen Dank, für die Erklärung!!
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

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Gast 123455 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 22:37:25

Wie ich bereits schrieb: für mich war es seit dem Fund des Schädels ein völlig absurder Gedanke, es könnte sich um Alexandras handeln.

Kennst du wohl die Auffindesituation des Schädels am Steinbrüchlein ?
Augenscheinlich hast du auch zweifellos erkannt, dass der Kopf nicht von Alexandra R. ist ?

Erst ab 27.05.2024 ist der Öffentlichkeit bekannt, dass der Schädel von einem Mann ist !

https://www.np-coburg.de/inhalt.nuernbe ... 3aac3.html
Gast234

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Gast234 »

Gast 123455 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 22:37:25 Keine Überraschung, zumindest für mich persönlich nicht.
Trotz der Tragik und des Verlustes hoffentlich auch eine Erleichterung für die Angehörigen, wenn geklärt wird, um wessen sterbliche Überreste es sich handelt.

Wie ich bereits schrieb: für mich war es seit dem Fund des Schädels ein völlig absurder Gedanke, es könnte sich um Alexandras handeln.

Da schließe ich mich an! Für mich war es auch eher abwegig, dass es sich um Alexandra handelt. Es hieß, der Schädel liege nicht mehrere Jahre dort und da das Steinbrüchlein meist sehr gut besucht ist (ich bin aus Nürnberg), hätte man meiner Meinung nach wohl schon eher was gefunden. Noch dazu denke ich nicht, dass wer auch immer sie umgebracht hat, sie nicht in der Nähe entsorgt hat, schon gar nicht in Nürnberg.

Ich tippe nach wie vor auf Laszlo V.:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles ... index.html Der Wohnort und letzte Sichtung sind auch vom Steinbrüchlein nicht weit weg.

Was ist eigentlich mit der Aussage von UTs Mitinsassen, sie hätten sie in die Türkei gebracht? Kann man das für voll nehmen?
Gast123455

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Gast123455 »

Hellseher hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 23:25:30 Offensichtlich hast Du Qualitäten und Wahrnehmungen, die andere nicht haben ?
Nö, aber ich sitz öfter mal im Gericht und hab deshalb halt auch nicht nur das wenige und falsche an Info aus der Presse und, nur nebenbei, eine eigene Meinung und gesunde Vorstellungskraft.

Der Prozess dient in erster Linie der Aufklärung des Geschehens und nicht der Verurteilung. Deswegen kann niemand, auch ich nicht, behaupten, die Wahrheit zu kennen.
Gast123455

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Gast123455 »

Turmfalke23 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:30:21 Kennst du wohl die Auffindesituation des Schädels am Steinbrüchlein ?
Augenscheinlich hast du auch zweifellos erkannt, dass der Kopf nicht von Alexandra R. ist ?

Erst ab 27.05.2024 war der Öffentlichkeit bekannt, dass der Schädel von einem Mann ist !
Und das verbietet mir jetzt meine eigene Meinung?

Es gibt die öffentliche Berichterstattung, aber auch Menschen mit Kontakten oder solche, die sich beruflich in einem Umfeld bewegen, welches Informationen oder Wissen zur verfügbar macht, das der Öffentlichkeit nicht oder nicht vollständig zur Verfügung gestellt wird.

Vielleicht hat aber auch jemand, den ich kenne, den Schädel gefunden.

Oder ich hab ihn im Traum gesehen ;) ist auch vollkommen egal.

Das ist keine Behauptung. Ich persönlich war halt nicht überrascht, dass es sich nicht um Alexandra handelt. Fertig.
Heckengäu
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Turmfalke23 hat geschrieben: Montag, 27. Mai 2024, 19:55:17 https://www.faz.net/agenturmeldungen/dp ... 47916.html

Ein in Nürnberg gefundener Schädel im Bereich am Steinbrüchlein, stammt von einem Mann. Identität ist noch nicht abschließend geklärt. Also nicht von Alexandra R.
Wenn nach fast einer Woche, trotz grossem Suchaufgebot mit Leichensuchhunden, keine weiteren Skelettteile aufgefunden wurden,
kann man annehmen dass ein Mann ermordet und zerstückelt wurde, dabei die Leichenteile an verschiedenen Orten abgelegt wurden, um eine Identifizierung zu erschweren bzw. zu verunmöglichen. Da der Fundort nahe der Autobahn 8 liegt, besteht auch die Möglichkeit dass der Schädel einst von dort her verbracht wurde; aus einem Personenwagen oder Lastkraftwagen, kurz dazu anhaltend auf dem Standstreifen mit Blinkwarnung. Allerdings müssten dann mindestens 2 Personen involviert sein.

Ein gemeinschaftliches Hassverbrechen, archaische Blutrache, Ausschalten eines Nebenbuhler, ein Mord um sich ein Erbe anzueignen, von noch im Zustand roher Barbarei befindlichen Völkerschaften, Fremden, oder, zwar Einheimischen, jedoch immer noch den alten Gesetzen und Gebräuchen aus der ehemaligen Heimat weiterhin verhaftet. Laut Polizeiinformationen liegt der Schädel noch nicht mehrere Jahre.
Eine dehnbare Aussage, zu interpretieren mit weniger als einem Jahr bis maximal 23 Monate.

Ohne weitere Funde von Teilen dieses ermordeten Mannes wird eine Aufklärung von Identität, Mordtat und Täter nahezu unmöglich werden.

Es wird sich ein langwieriger Fall daraus ergeben. Bestimmt wird irgendwann eine Zeichnung angefertigt, die nach Biometrischen Eckdaten das Aussehen dieses unbekannten Mannes, mehr oder weniger realistisch wird darstellen können. Auch die Abarbeitung der Listen mit Vermisstenfällen Bundesweit und auch darüber hinaus, da Grenznähe gegen Osten in Reichweite ist.

Falls nicht Pilzsammler, Hundegänger, Spaziergänger, Leute von Jagd und Forsten, nicht doch noch weitere Skelettteile, in der Umgebung oder ganz woanders auffinden.
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 01:04:41 ...

Dass er älter gewesen sein soll, erinnere ich so nicht. Mürrisch und furchteinflößend soll er auf die Nachbarin gewirkt haben. Leider entstammt diese Info einem nicht mehr verfügbaren Bezahlartikel der BILD. Gehörte der Jaguar nicht zunächst ihrem rumänischen Schulfreund, der bereits vernommen wurde?

...
Der Jaguar, den D.B. just am 09.12.2022, dem Tag von Alexandras Verschwinden seinem Kumpel C.G., dem zwielichtigen rumänischen "Geschäftsmann" zur Verfügung stellte, damit dieser dann damit umgehend in seinen und Alexandras Heimatort Hateg aufbrechen konnte, war ein Firmenwagen aus U.T.s MB ... GmbH und hatte ein Nürnberger Kennzeichen und die Buchstaben RB.
Eigentümer war also vermutlich ein Leasing-Geber, temporärer Nutzer C.G.
Die Physiognomie von C.G. würde durchaus zu mürrisch und furchteinflößend passen.

Dieser Jaguar wurde im vom deutschen Ermittlungsverfahren unabhängigen rumänischen Ermittlungsverfahren in Hateg sichergestellt und auf Spuren untersucht.
Von den deutschen Ermittlern wurde kommuniziert, dass Alexandra mehrfach in diesem Jaguar mitgefahren sei, es daher nicht ungewöhnlich sei, DNA von Alexandra an Stellen zu finden, an denen ein Mitfahrer normalerweise sitzt.
Spuren an ungewöhnlichen Stellen des Jaguars wurden wohl nicht gefunden.
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Gast234 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:50:15 ...

Was ist eigentlich mit der Aussage von UTs Mitinsassen, sie hätten sie in die Türkei gebracht? Kann man das für voll nehmen?
Kann man leider nicht. Es ist sowohl möglich, dass U.T. einen vom Pferd erzählt hat, also auch, dass der Zeuge Sachen erfunden hat.
Objektiv nachprüfen kann man nur, dass U.T. in der Türkei eine Firma hat (A.S. türkische Aktiengesellschaft), auf die er das Objekt seiner deutschen RB ... GmbH in Bad Windsheim übertragen wollte.
Gast123455

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Gast123455 »

Gast234 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:50:15 Da schließe ich mich an! Für mich war es auch eher abwegig, dass es sich um Alexandra handelt. Es hieß, der Schädel liege nicht mehrere Jahre dort und da das Steinbrüchlein meist sehr gut besucht ist (ich bin aus Nürnberg), hätte man meiner Meinung nach wohl schon eher was gefunden. Noch dazu denke ich nicht, dass wer auch immer sie umgebracht hat, sie nicht in der Nähe entsorgt hat, schon gar nicht in Nürnberg.

Ich tippe nach wie vor auf Laszlo V.:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles ... index.html Der Wohnort und letzte Sichtung sind auch vom Steinbrüchlein nicht weit weg.

Was ist eigentlich mit der Aussage von UTs Mitinsassen, sie hätten sie in die Türkei gebracht? Kann man das für voll nehmen?
Hier ebenfalls aus Nürnberg und aktiver Pilzsammler, ganzjährig. Hauptsammelgebiet: Steinbrüchlein, sogar exakt im Radius des gefundenen Schädels. Hätte also auch mir passieren können.
Wenn er nicht vergraben war oder erst kürzlich von Wild dorthingeschleppt wurde, behaupte ich sogar, ich hätte ihn gesehen. Wir Pilzfuzzis sind im Wald anders unterwegs, als Spaziergänger oder Wanderer. Es kann gut passieren, dass man was wirklich großes total übersieht, weil man nur auf kleinere Details guckt und sucht - vermutlich auch ein guter Grund, warum es oft Pilzsammler sind, die Verstorbene finden. Und auch deshalb, weil es uns dann doch mal an Stellen verschlägt, wo außer Jägern und Förstern sonst wirklich nie jemand rumrennt.

Bezüglich des Mitinsassen: theoretisch ist alles möglich. Selbst die Aussagen völlig seltsamer Leute vor Gericht. Ich bleib dabei, dass da noch gar nichts ansatzweise aufgeklärt ist. Alles ist Spekulation, egal, welcher These man folgt. So lange nichts bewiesen und belegt ist, wird das auch so bleiben
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Gast234 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:50:15 Da schließe ich mich an! Für mich war es auch eher abwegig, dass es sich um Alexandra handelt. Es hieß, der Schädel liege nicht mehrere Jahre dort und da das Steinbrüchlein meist sehr gut besucht ist (ich bin aus Nürnberg), hätte man meiner Meinung nach wohl schon eher was gefunden.
Aus anderen Fällen ist bekannt, dass Leichenreste durchaus an Stellen gefunden werden können, die zuvor bereits abgesucht oder gut frequentiert bewandert wurden. Aktuelles Beispiel ist der Fall des kleinen Émile.
Gast234 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:50:15Ich tippe nach wie vor auf Laszlo V.:
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles ... index.html Der Wohnort und letzte Sichtung sind auch vom Steinbrüchlein nicht weit weg.
László V. war zur Zeit des Schädelfundes bereits über zwei Monate vermisst. Du schriebst, das Steinbrüchlein sei gut besucht. Unter diesen Umständen hätte der Schädel doch viel eher gefunden werden müssen. Vielleicht wurde er nachträglich dort entsorgt oder von Tieren verschleppt.
Wie dem auch sei, zu Alexandra gehört er nicht.
Heckengäu hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 08:59:20 Wenn nach fast einer Woche, trotz grossem Suchaufgebot mit Leichensuchhunden, keine weiteren Skelettteile aufgefunden wurden, kann man annehmen dass ein Mann ermordet und zerstückelt wurde, dabei die Leichenteile an verschiedenen Orten abgelegt wurden, um eine Identifizierung zu erschweren bzw. zu verunmöglichen.
Oder der Schädel lag zuvor eben an einer anderen Stelle und wurde von Tieren an den Fundort verschleppt. Aktuell gehen die Ermittler nicht von einem Verbrechen aus; wobei man sich schon fragen muss, wie dies nur anhand des Schädels beurteilt werden kann. Auch an anderen Körperteilen kann es zu tödlichen Verletzungen kommen.
Gast234 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 06:50:15Was ist eigentlich mit der Aussage von UTs Mitinsassen, sie hätten sie in die Türkei gebracht? Kann man das für voll nehmen?
Das kann hier vermutlich niemand abschließend beurteilen. Es gibt durchaus Mitinsassen, welche die Wahrheit sagen und damit einen bedeutenden Beitrag zur Verhandlung leisten, siehe bspw. den Mithäftling im Gaucke-Fall. Dieser hat allerdings den Angeklagten be- und nicht entlastet.

Kannst du dir denn vorstellen, dass Alexandra lebend in die Türkei verbracht wurde, dort aber „nichts mehr sagen kann“? Was soll das überhaupt bedeuten?
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 10:10:38 ...

Kannst du dir denn vorstellen, dass Alexandra lebend in die Türkei verbracht wurde, dort aber „nichts mehr sagen kann“? Was soll das überhaupt bedeuten?
Wenn man der Phantasie freien Lauf lässt, könnte das bedeuten, dass sie von U.T. Nahestehenden in der Türkei gefangen gehalten wird.

Wie sollte Alexandra in die Türkei gebracht worden sein? Per Flugzeug unter ihrem richtigen Namen schließe ich aus. Auch per PKW oder LKW dürfte das wegen der dazwischen liegenden Länder und Grenzkontrollen nicht möglich gewesen sein.
Bliebe also mit einem gestohlenen Reisepass. Möglich. Gestohlene Reisepässe haben D.B. und U.T. auch beim Kauf der Prepaid-SIM-Karten benutzt.

Persönlich halte ich diese Variante für unwahrscheinlich.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

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Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 10:10:38 Kannst du dir denn vorstellen, dass Alexandra lebend in die Türkei verbracht wurde, dort aber „nichts mehr sagen kann“? Was soll das überhaupt bedeuten?
Danke. Also dieser Schwachsinn, dass sie angeblich lebt, in der Türkei sitzt und dort einfach "nichts mehr sagen kann" ist sowas von absurd, dass es kracht. Der Satz bedeutet nichts anderes, als dass sie tot ist.
Sronson
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Sronson »

RockyBalboa hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 10:33:47 Danke. Also dieser Schwachsinn, dass sie angeblich lebt, in der Türkei sitzt und dort einfach "nichts mehr sagen kann" ist sowas von absurd, dass es kracht. Der Satz bedeutet nichts anderes, als dass sie tot ist.
Alex123 hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 10:29:04 Wenn man der Phantasie freien Lauf lässt, könnte das bedeuten, dass sie von U.T. Nahestehenden in der Türkei gefangen gehalten wird.

Wie sollte Alexandra in die Türkei gebracht worden sein? Per Flugzeug unter ihrem richtigen Namen schließe ich aus. Auch per PKW oder LKW dürfte das wegen der dazwischen liegenden Länder und Grenzkontrollen nicht möglich gewesen sein.
Bliebe also mit einem gestohlenen Reisepass. Möglich. Gestohlene Reisepässe haben D.B. und U.T. auch beim Kauf der Prepaid-SIM-Karten benutzt.

Persönlich halte ich diese Variante für unwahrscheinlich.
Wenn man davon ausgeht, dass sie überwältigt und fortgeschafft wurde, ist es schwer vorstellbar, dass Alexandra noch lebt. Kein Mensch hält einen anderen seit 1,5 Jahren gefangen, ohne dass es zu irgendwelchen (politischen, monetären etc.) Forderungen kommt. Der Aufwand wäre viel zu groß.
Es ist zudem schwer vorstellbar, dass jemand eine Person gegen ihren Willen 2.000 km weit und über vier bis fünf Ländergrenzen hinweg transportieren kann, ohne dass es auffällt. Noch dazu hatte Alexandra keinen Pass dabei und war hochschwanger. Das Risiko, eine Leiche soweit zu fahren, würde wohl auch niemand eingehen, gibt es doch genügend Möglichkeiten zur spurlosen Beseitigung vor Ort.

[Zitat von Alex123 nachträglich eingefügt, da zuvor nicht gesehen.]
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Sronson hat geschrieben: Dienstag, 28. Mai 2024, 11:45:14 Wenn man davon ausgeht, dass sie überwältigt und fortgeschafft wurde, ist es schwer vorstellbar, dass Alexandra noch lebt. Kein Mensch hält einen anderen seit 1,5 Jahren gefangen, ohne dass es zu irgendwelchen (politischen, monetären etc.) Forderungen kommt. Der Aufwand wäre viel zu groß.
Es ist zudem schwer vorstellbar, dass jemand eine Person gegen ihren Willen 2.000 km weit und über vier bis fünf Ländergrenzen hinweg transportieren kann, ohne dass es auffällt. Noch dazu hatte Alexandra keinen Pass dabei und war hochschwanger. Das Risiko, eine Leiche soweit zu fahren, würde wohl auch niemand eingehen, gibt es doch genügend Möglichkeiten zur spurlosen Beseitigung vor Ort.

[Zitat von Alex123 nachträglich eingefügt, da zuvor nicht gesehen.]
Acht Jahre lang wurde Natascha Kampusch von ihrem Entführer gefangen gehalten, ohne dass der monetäre oder politsche Forderungen gestellt hätte.
Und das Ende kam nur, weil ihr zufällig die Flucht gelang.
Manchmal wird eben ein rational nicht begründbarer Aufwand betrieben.

Alexandra hat offensichtlich gegen ihren Willen mit Anzeichen von Angst und Panik im Schriftbild jenes an die Justiz gerichtete Schreiben mit der Hand geschrieben, dass dann wenige Tage nach ihrem Verschwinden bei der Justiz einging.
Warum soll sie sich bei der Fahrt in die Türkei, wann auch immer die gewesen sein soll, genauso gefügt haben?

Auch nicht auszuschließen wäre, dass sie mit gestohlenem Pass lebend in die Türkei gebracht und dort umgebracht wurde.
Dass Alexandras Leiche von Deutschland in die Türkei transportiert wurde, kann man in der Tat ausschließen.
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