VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Heckengäu
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

AngRa hat geschrieben: Samstag, 13. Juli 2024, 16:46:29 Es ist eine Verleumdungsklage vor einem Marseiller Gericht gegen eine Frau anhängig, die in sozialen Netzwerken den Großvater von Émile beschuldigt hat Schuld am Verschwinden des Kindes zu sein und die behauptet hat hierfür Beweise vorlegen zu können. Terminiert wurde der Prozess auf den 11.7.2024.

Übersetzt:

Die Frau konnte aufgrund ihrer IP Adresse gefunden worden. Offenbar geriet zunächst der Rathaussekretär aus La Bouilladisse unter Verdacht. Möglicherweise hat die Frau sich auch als Rathaussekretär ausgegeben.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/info-bfm ... 80778.html


Der Termin vor dem Marseiller Gericht fand statt. Der Prozess wurde aber ins nächste Jahr auf den 25.6.2025 verschoben, weil die Angeklagte Prozesskostenhilfe beantragt hat.
https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-e ... 20504.html


Immerhin hängt der Prozess noch ein Jahr in der Schwebe, weil die Frau sich mit anwaltlicher Hilfe gegen die Vorwürfe verteidigen will. Zu einer schnellen Verurteilung, die wohl erwartet worden ist, ist es also bislang nicht gekommen. Offenbar hat das Gericht den Antrag auf Prozesskostenhilfe nicht von vorneherein als reine Prozessverschleppung gewertet.
Vollkommen absurde, monströse und sinnentstellende Übersetzungen :shock: . Google?! :evil: Schockierend! 10 von 10 :?

Beispiel Google: "... dass er im Rahmen seines Berufes als Osteopath die Sozialversicherung betrogen habe oder dass er sich verpflichtet hätte, seine Patienten zu berühren.
Beispiel Deepl : "...dass er im Rahmen seiner Tätigkeit als Osteopath die Sozialversicherung betrüge oder dass er seine Patientinnen berühre."
Letzteres im Sinne von unsittlich.

Beispiel 2 Google: "...Offenbar geriet zunächst der Rathaussekretär aus La Bouilladisse unter Verdacht. Möglicherweise hat die Frau sich auch als Rathaussekretär ausegeben."
Beispiel 2 Deepl : "... Die Frau, die immer noch als unschuldig gilt, war in Wirklichkeit gar keine Sekretärin des Bürgermeisters von La Bouilladisse."


Deepl Übersetzung der von AngRa zitierten Teile
Spoiler
Die wegen Verleumdung angeklagte Frau hatte unter einem Pseudonym geschrieben, dass sie Beweise für die Schuld des Großvaters am Verschwinden seines Enkels besitze. Sie wird am 11. Juli in Marseille vor Gericht gestellt.
Wie BFM DICI erfahren hat, wird am 11. Juli ein Verleumdungsprozess im Fall Émile stattfinden. Eine Frau, die sich als Sekretärin des Bürgermeisteramts von La Bouilladisse, einer Gemeinde im Département Bouches-du-Rhône, in der die Großeltern von Émile wohnen, bezeichnet hatte, wird vor dem Strafgericht von Marseille angeklagt, nachdem sie Anschuldigungen gegen den Großvater des kleinen Jungen erhoben hatte.

Auf Facebook hatte sie unter einem Pseudonym geschrieben, dass sie Beweise dafür habe, dass der Großvater für das Verschwinden des Kindes verantwortlich sei, dass er im Rahmen seiner Tätigkeit als Osteopath die Sozialversicherung betrüge oder dass er seine Patientinnen berühre.

Anhand seiner IP-Adresse gefunden
Diese Aussagen waren im März veröffentlicht worden und hatten das Umfeld des kleinen Jungen in Aufruhr versetzt. Es wurde eine Verleumdungsklage eingereicht und die Ermittlungen führten dazu, dass der Internetnutzer anhand seiner IP-Adresse ausfindig gemacht werden konnte. Die Frau, die immer noch als unschuldig gilt, war in Wirklichkeit gar keine Sekretärin des Bürgermeisters von La Bouilladisse.

Eine Frau wird beschuldigt, in sozialen Netzwerken schwere Anschuldigungen gegen den Großvater des Kindes erhoben zu haben, das im März dieses Jahres tot in einem Wald unweit von Haut-Vernet aufgefunden worden war.


Sie erschien am Donnerstagnachmittag, den 11. Juli, vor den Richtern des Strafgerichts von Marseille. "Sie erschien mit einer Akte über Prozesskostenhilfe, um einen Pflichtverteidiger zu bekommen", berichtet eine bei der Verhandlung anwesende Quelle.

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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Heckengäu hat geschrieben: Samstag, 13. Juli 2024, 21:06:49 Vollkommen absurde, monströse und sinnentstellende Übersetzungen :shock: . Google?! :evil: Schockierend! 10 von 10 :?

Beispiel Google: "... dass er im Rahmen seines Berufes als Osteopath die Sozialversicherung betrogen habe oder dass er sich verpflichtet hätte, seine Patienten zu berühren.
Beispiel Deepl : "...dass er im Rahmen seiner Tätigkeit als Osteopath die Sozialversicherung betrüge oder dass er seine Patientinnen berühre."
Letzteres im Sinne von unsittlich.

Beispiel 2 Google: "...Offenbar geriet zunächst der Rathaussekretär aus La Bouilladisse unter Verdacht. Möglicherweise hat die Frau sich auch als Rathaussekretär ausegeben."
Beispiel 2 Deepl : "... Die Frau, die immer noch als unschuldig gilt, war in Wirklichkeit gar keine Sekretärin des Bürgermeisters von La Bouilladisse."


Deepl Übersetzung der von AngRa zitierten Teile
Spoiler
Die wegen Verleumdung angeklagte Frau hatte unter einem Pseudonym geschrieben, dass sie Beweise für die Schuld des Großvaters am Verschwinden seines Enkels besitze. Sie wird am 11. Juli in Marseille vor Gericht gestellt.
Wie BFM DICI erfahren hat, wird am 11. Juli ein Verleumdungsprozess im Fall Émile stattfinden. Eine Frau, die sich als Sekretärin des Bürgermeisteramts von La Bouilladisse, einer Gemeinde im Département Bouches-du-Rhône, in der die Großeltern von Émile wohnen, bezeichnet hatte, wird vor dem Strafgericht von Marseille angeklagt, nachdem sie Anschuldigungen gegen den Großvater des kleinen Jungen erhoben hatte.

Auf Facebook hatte sie unter einem Pseudonym geschrieben, dass sie Beweise dafür habe, dass der Großvater für das Verschwinden des Kindes verantwortlich sei, dass er im Rahmen seiner Tätigkeit als Osteopath die Sozialversicherung betrüge oder dass er seine Patientinnen berühre.

Anhand seiner IP-Adresse gefunden
Diese Aussagen waren im März veröffentlicht worden und hatten das Umfeld des kleinen Jungen in Aufruhr versetzt. Es wurde eine Verleumdungsklage eingereicht und die Ermittlungen führten dazu, dass der Internetnutzer anhand seiner IP-Adresse ausfindig gemacht werden konnte. Die Frau, die immer noch als unschuldig gilt, war in Wirklichkeit gar keine Sekretärin des Bürgermeisters von La Bouilladisse.

Eine Frau wird beschuldigt, in sozialen Netzwerken schwere Anschuldigungen gegen den Großvater des Kindes erhoben zu haben, das im März dieses Jahres tot in einem Wald unweit von Haut-Vernet aufgefunden worden war.


Sie erschien am Donnerstagnachmittag, den 11. Juli, vor den Richtern des Strafgerichts von Marseille. "Sie erschien mit einer Akte über Prozesskostenhilfe, um einen Pflichtverteidiger zu bekommen", berichtet eine bei der Verhandlung anwesende Quelle.

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Das ist ein absolut besserwisserischer, sinnfreier und unnötiger Beitrag.
Bist du nur hier, um die Beträge anderer Teilnehmer zu zerreißen und zu kritisieren?
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Die Ermittlungen gehen weiter. Es sind in den letzten Wochen mindestens zwei Anwohner aus Le Vernet als Zeugen vernommen worden. Eine Zeugin, die an Suchaktionen teilgenommen hat, wurde zum ersten Mal gehört. Evtl. haben die Gendarmen eine Spur über die sie noch nicht reden.

L’une d’elles a témoigné pour BFMTV. Elle confie sa surprise de ne pas avoir été entendue plus tôt, alors qu’elle avait participé aux premières recherches pour retrouver l’enfant. L’enquêteur lui a demandé ce qu’elle pensait des théories autour d’un accident ou d’un crime : « J’ai dit que je n’en savais rien et que je ne dirais rien puisqu’il ne faut pas parler à tort et à travers. Ils m’ont demandé ce que j’avais fait le 8 juillet 2023, ce que j’avais vu, avec qui j’étais montée (…) Il m’a demandé ce que je pensais des habitants du Haut-Vernet, du jeune agriculteur qui roule vite et il voulait aussi savoir si le grand-père m’avait parlé. »
Übersetzt:
Einer von ihnen sagte für BFMTV aus. Sie gesteht ihr Erstaunen darüber, dass sie nicht früher gehört wurde, obwohl sie an den ersten Suchaktionen zum Auffinden des Kindes teilgenommen hatte. Der Ermittler fragte sie, was sie von den Theorien rund um einen Unfall oder ein Verbrechen halte: „ Ich sagte, dass ich nichts davon wüsste und dass ich nichts sagen würde, da man nicht mit Unrecht und Unrecht reden sollte.“ Sie fragten mich, was ich am 8. Juli 2023 gemacht hatte, was ich gesehen hatte, mit wem ich hinaufgegangen war (…) Er fragte mich, was ich von den Bewohnern von Haut-Vernet halte, von dem jungen Bauern , der schnell fährt, und ihm Wollte auch wissen, ob der Großvater mit mir gesprochen hat.


https://www.lavoixdunord.fr/1485234/art ... t-rien-des
Heckengäu
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Gast A hat geschrieben: Sonntag, 14. Juli 2024, 13:40:33 Das ist ein absolut besserwisserischer, sinnfreier und unnötiger Beitrag.
Bist du nur hier, um die Beträge anderer Teilnehmer zu zerreißen und zu kritisieren?
Richtiges Lesen hilft (vielleicht):
Ich habe lediglich die groteske, Sinnverzerrende Übersetzung mutmassliche Goggleübersetzung moniert.
In keinster Weise aber den Verfasser dieses Beitrages AngRa.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Es gibt weitere Berichte. Ein Bericht nimmt Bezug auf den Podcast, "La Famille" Folge 2:
Le jour de la disparition du petit Emile, le hameau du Haut-Vernet est en ébullition. La centaine d’habitants s’organisent pour venir en aide aux militaires, envoyés sur place pour retrouver l’enfant. Ils viennent également en aide aux grands-parents du garçon, chargés de le surveiller en ce début de vacances scolaires. Philippe et Anne V. expliqueront avoir perdu la trace de leur petit-fils juste après son réveil de la sieste.

Toutefois, d’après nos confrères, ce n’est qu’au bout de plusieurs heures que les gendarmes ont fini par faire une découverte surprenante. “Ce qui est assez curieux, c'est qu'au début, on croit qu'(Emile) est seul avec (ses grands-parents)”, explique Pauline Revenaz, cheffe du service police-justice de BFMTV. “Et puis, au fur et à mesure des heures d'enquête, on se rend compte que dans cette maison, finalement, il y avait plus de monde que prévu. Il y avait des oncles et tantes, il y avait des petits cousins…”, poursuit-elle.


Rapidement, cette histoire de disparition a fait le tour des médias et d’autres informations concernant le cercle familial du petit Emile ont été découvertes. “Par exemple Émile avait une petite sœur, ce qu'on ne savait pas au départ, que ses parents étaient très jeunes, mais en fait, la famille était surtout gérée par le grand-père et la grand-mère. En l'occurrence surtout le grand-père. Il y avait une sorte de patriarcat dans cette famille”, a confié notre consœur dans le podcast.

Un grand-père qui a “froissé” tout au long de l’enquête. “On avait l’impression d’être, tous, mille fois plus inquiets que lui”, a expliqué un témoin des battues au Figaro, le 6 juillet dernier. Un avis partagé par un gendarme venu prêter main forte : “J’ai été marqué par son agacement envers son petit-fils. Il n’arrêtait pas de dire qu’il était têtu et qu’il avait voulu retourner près de sa cabane, en forêt”. Une attitude étrange qui n’a pas non plus échappé au maire du village.
Übersetzt:
An dem Tag, als der kleine Emile verschwand, herrschte im Weiler Haut-Vernet Aufruhr . Die etwa hundert Bewohner organisieren sich, um den Soldaten zu helfen, die dorthin geschickt werden, um das Kind zu finden. Sie kommen auch den Großeltern des Jungen zu Hilfe, die zu Beginn der Schulferien für die Aufsicht über ihn verantwortlich sind. Philippe und Anne V. werden erklären, dass sie ihren Enkel aus den Augen verloren haben, kurz nachdem er von einem Nickerchen aufgewacht war.

Nach Angaben unserer Kollegen machten die Gendarmen jedoch erst nach mehreren Stunden eine überraschende Entdeckung. „ Was ziemlich merkwürdig ist, ist, dass wir zu Beginn glauben, dass (Emile) mit (seinen Großeltern) allein ist “, erklärt Pauline Revenaz, Leiterin der Polizei- und Justizabteilung von BFMTV. „ Und dann, im Laufe der Stunden der Ermittlungen, wurde uns klar, dass sich in diesem Haus letztendlich mehr Menschen aufhielten als erwartet. Es gab Onkel und Tanten, es gab kleine Cousins ​​… “, fährt sie fort.



Schnell machte die Geschichte des Verschwindens in den Medien die Runde und weitere Informationen über den Familienkreis des kleinen Emile wurden entdeckt. „ Zum Beispiel hatte Émile eine kleine Schwester, von der wir zu Beginn nicht wussten , dass seine Eltern noch sehr jung waren , aber tatsächlich wurde die Familie hauptsächlich vom Großvater und der Großmutter geführt. In diesem Fall insbesondere der Großvater. „ In dieser Familie herrschte eine Art Patriarchat “, vertraute unser Kollege dem Podcast an.


https://www.mariefrance.fr/faits-divers ... 50527.html

Wenn die Polizei am Anfang der Ermittlungen davon ausgegangen ist, dass Émile nur alleine mit seinen Großeltern vor dem Verschwinden zusammen war, dann fehlen zeitnahe Befragungen der Kinder vollkommen und zunächst konnte gar nicht aufgeklärt werden, was sie zum Zeitpunkt des Verschwindens gemacht haben und was sie möglicherweise beobachtet haben. Unklar ist auch inwieweit das nachholbar war, d.h. ob sie später ausgesagt haben. Insofern war der spätere Lokaltermin besonders wichtig.


Es gibt einen weiteren Bericht über einen möglichen neuen Zeugen, der der Zeitung "Le Figaro" gegenüber am 6.7.2024 Angaben gemacht hat.
Alors que personne ne sait ce qui est arrivé au ,fils de Marie et Colomban, un homme qui a préféré garder l’anonymat a fait de nouvelles révélations dans les colonnes du Figaro, samedi 6 juillet 2024. Il y a déjà un an, lors de la première battue qui s’était déroulée le 8 juillet 2023, celui-ci aurait été témoin d’une "scène étrange".

Ce témoin assure avoir vu l’un des oncles du petit garçon "partir seul, en direction de l’ubac, l’un des versants de la montagne". Alors que cela l’a interpellé, celui-ci a précisé : "Il m’a semblé déterminé. Il marchait droit, sans tourner la tête, comme s’il savait où il allait". Souhaitant savoir où cet homme était parti, ce témoin aurait alors interrogé la famille qui lui aurait assuré que ce qu’il avait vu était faux et que cet oncle n’était jamais parti seul. "Je n’ai pas compris ce mensonge", a-t-il assuré auprès de nos confrères. Une autre source locale a pourtant (...)

Während niemand weiß, was mit dem Sohn von Marie und Colomban passiert ist, machte ein Mann, der lieber anonym bleiben wollte, am Samstag, dem 6. Juli 2024, in den Kolumnen von Le Figaro neue Enthüllungen Am 8. Juli 2023 soll er Zeuge einer „merkwürdigen Szene“ gewesen sein.

Dieser Zeuge behauptet, gesehen zu haben, wie einer der Onkel des kleinen Jungen „allein in Richtung Ubac einen der Berghänge verließ“. Während dies seine Aufmerksamkeit erregte, stellte er klar: „Er schien mir entschlossen zu sein. Er ging geradeaus, ohne den Kopf zu drehen, als wüsste er, wohin er ging.“ Dieser Zeuge wollte wissen, wohin dieser Mann gegangen war, und befragte dann die Familie, die ihm versicherte, dass das, was er gesehen hatte, falsch sei und dass dieser Onkel nie allein gegangen sei. „Ich habe diese Lüge nicht verstanden“, versicherte er unseren Kollegen . Noch eine weitere lokale Quelle

https://fr.style.yahoo.com/sc%C3%A8ne-% ... 12112.html

Dieser Zeuge hat einen Onkel von Émile gesehen, die Großeltern daraufhin angesprochen, die gesagt haben, dass der Onkel nie alleine gegangen sei. Offenbar ist der Zeuge sicher, dass er einen der Onkel gesehen hat und wundert sich somit über die Aussagen der Großeltern.

Möglicherweise hängen die erneuten Zeugenbefragungen der Gendarmerie auch mit dieser neuen Zeugenaussage zusammen. Dass der Zeuge anonym bleiben will und dass auch die Zeugin, die bei der ersten Suche dabei war nicht zu viel direkt sagen will, ist nachvollziehbar, denn am Beispiel der Verleumdungsklage gegen die Frau aus Boualladisse sieht man, dass die Großeltern über ihre streitbare Anwältin Klage erheben, wenn sie sich verleumdet und angegriffen fühlen.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Hypothetisch ist auch dies denkbar.....

https://fr.news.yahoo.com/disparition-d ... 00667.html

Übersetzer, falls nötig, soll sich jeder selbst wählen.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Im Podcast von BFM-Dici - Folge 2 geht es um Émiles Familie.

Zu Wort kommt Pauline Revenaz. Pauline Revenaz hat für BFMTV die Ermittlungen begleitet. Sie ist Leiterin der Polizei-Justiz-Abteilung von BFMTV. Sie beschäftigt sich seit Beginn mit dem Fall des Verschwindens und anschließenden Todes des kleinen Émile.

"PLUS DE MONDE QUE PRÉVU"
Émile est le fils de Colomban et Marie. Le couple, âgé d'une vingtaine d’années, vit à la Bouilladisse dans les Bouches-du-Rhône. Le samedi 8 juillet 2023, le petit garçon passe les vacances chez ses grands-parents, Philippe et Anne, les parents de Marie, dans leur maison du Haut-Vernet.

Au cours de l'après-midi, aux alentours de 17, il échappe à la surveillance de ses grands-parents. Après sa sieste, il sort du jardin, pendant que son grand-père est en train de charger des palissades dans sa voiture. Ce dernier veut construire un enclos pour ses chevaux.

"Mais ce qui est assez curieux, c'est qu'au début, on croit qu'il est seul avec eux", explique Pauline Revenaz. "Et puis, au fur et à mesure des heures d'enquête, on se rend compte que dans cette maison, finalement, il y avait plus de monde que prévu. Il y avait des oncles et tantes, il y avait des petits cousins..."

"On a vraiment travaillé plutôt sur la composition de la fratrie", poursuit la cheffe du service police justice de BFMTV. "On a découvert par exemple qu’Émile avait une petite sœur, ce qu'on ne savait pas au départ, que ses parents étaient très jeunes, mais qu'en fait, la famille était surtout gérée par le grand-père et la grand-mère. En l'occurrence surtout le grand-père. Il y avait une sorte de patriarcat dans cette famille."


UNE FAMILLE DISCRÈTE ET SOUDÉE
Qui est la famille d'Émile? "Lorsqu’on s'intéresse à eux, on sait qu'elle est très discrète, très soudée, une grande famille qui a ses habitudes au Haut-Vernet depuis de très nombreuses années, depuis plusieurs décennies", complète Valentin Doyen, chef du bureau de BFM DICI, la chaîne locale de BFM dans les Alpes du Sud.

À ce jour, Colomban et Marie n'ont répondu qu'aux questions d'un seul média: Famille chrétienne, un hebdomadaire catholique qu'ils apprécient. C'est eux-mêmes qui ont téléphoné à Samuel Pruvot, le rédacteur en chef, pour pouvoir prendre la parole. "C’était juste avant un repas familial et je reçois un coup de fil d’un 06 que j’ignore", se souvient ce dernier. Je réponds et j’ai au téléphone la maman du petit Émile. Au départ je me demande si c’est une blague, un canular."

"Elle explique en deux mots: 'Nous avons gardé le silence par choix. C’est un silence qui est difficile pour nous mais qui est voulu. On ne veut pas être médiatisés parce que c’est terrible pour nous d’être au centre de toutes les attentions médiatiques et donc on veut vous solliciter. Est-ce que vous seriez d’accord pour qu’on puisse, ensemble, vous donner notre version des faits?'"

Samuel Pruvot se rend alors dans la maison des grands-parents, au Haut-Vernet: "Je pédale intérieurement. Je me dis que je ne comprends pas bien qui sont ces gens. Je ne sais pas trop comment je vais les interroger parce que j'ai l'impression que chaque question, c'est un peu comme si je posais un geste médical inapproprié et que je fais mal à quelqu'un qui a plusieurs plaies en fait. Je ne sais pas comment faire."
.........................
LE POISON DE LA RUMEUR
Quant au grand-père, "dans le village, cinq, six personnes nous disent la même chose, qu'il est autoritaire, qu'il a la main facile", raconte Boris Kharlamoff. "Cinq, six personnes, ça fait beaucoup. Surtout qu'à première vue, elles n'ont pas de lien entre elles. Donc on se dit mais d'où vient cette rumeur? On va se pencher sur ça. Mais ça fait partie de pistes multiples et il n'y a pas d'éléments probants sur l'implication de la famille."


Pauline Revenaz se rappelle que la rédaction s'est posée "beaucoup de questions autour du grand-père": "Il n'est pas exclu que les enquêteurs aient réfléchi un moment à le mettre en garde à vue. Ce qu'ils n'ont pas fait. Mais en tout cas, il a été auditionné plusieurs fois. Et c'est vrai qu'il y avait beaucoup de questions qui gravitaient autour de lui."

Übersetzt:

„MEHR LEUTE ALS ERWARTET“
Émile ist der Sohn von Colomban und Marie. Das etwa zwanzigjährige Paar lebt in La Bouilladisse in Bouches-du-Rhône. Am Samstag, den 8. Juli 2023, verbrachte der kleine Junge die Feiertage bei seinen Großeltern Philippe und Anne, Maries Eltern, in deren Haus in Haut-Vernet.

Im Laufe des Nachmittags, gegen 17 Uhr, entkam er der Aufsicht seiner Großeltern. Nach seinem Nickerchen verlässt er den Garten, während sein Großvater Zäune in sein Auto lädt. Letzterer möchte für seine Pferde ein Gehege bauen.

„Aber das Merkwürdige ist, dass wir am Anfang glauben, dass er mit ihnen allein ist“, erklärt Pauline Revenaz. „Und dann, im Laufe der Stunden der Ermittlungen, wurde uns klar, dass es in diesem Haus letztendlich mehr Menschen gab als erwartet . Es gab Onkel und Tanten, es gab kleine Cousins.

„Wir haben wirklich mehr an der Zusammensetzung der Geschwister gearbeitet“, fährt der Leiter der Polizeijustizabteilung von BFMTV fort. „ Wir entdeckten zum Beispiel, dass Émile eine kleine Schwester hatte, von der wir zunächst nicht wussten, dass seine Eltern noch sehr jung waren, dass die Familie aber tatsächlich hauptsächlich vom Großvater und der Großmutter geführt wurde In diesem Fall insbesondere der Großvater. In dieser Familie herrschte eine Art Patriarchat.

EINE DISKRETE UND VEREINTE FAMILIE
Wer ist Émiles Familie? „Wenn wir uns für sie interessieren, wissen wir, dass sie sehr diskret und sehr eng verbunden sind, eine große Familie, die seit vielen Jahren, seit mehreren Jahrzehnten ihre Gewohnheiten im Haut-Vernet hat“, fügt Valentin Doyen, Leiter des Büros, hinzu von BFM DICI, dem lokalen BFM-Sender in den Südalpen.

Bisher haben Colomban und Marie nur auf Fragen eines einzigen Medienunternehmens geantwortet: Famille Chrétienne , einer katholischen Wochenzeitung, die ihnen gefällt. Sie selbst riefen Samuel Pruvot, den Chefredakteur, an, um sprechen zu können. „Es war kurz vor einem Familienessen und ich erhielt einen Anruf von einem 06, den ich nicht kenne“, erinnert sich dieser. Ich gehe ran und die Mutter des kleinen Émile ist am Telefon. Zuerst frage ich mich, ob es ein Witz oder eine Fälschung ist.“

„Sie erklärt es mit zwei Worten: ‚Wir haben aus freien Stücken geschwiegen. Es ist ein Schweigen, das uns schwer fällt, aber gewollt ist. Wir wollen nicht in den Medien sein, weil es für uns schrecklich ist, im Mittelpunkt zu stehen.“ die ganze Medienaufmerksamkeit und deshalb möchten wir Sie fragen: Sind Sie damit einverstanden, dass wir Ihnen gemeinsam unsere Version der Fakten darlegen können?‘“

Dann geht Samuel Pruvot zum Haus der Großeltern in Haut-Vernet: „Ich trete hinein. Ich sage mir, dass ich nicht wirklich verstehe, wer diese Leute sind. Ich weiß nicht wirklich, wie ich sie fragen soll.“ „Ich habe das Gefühl, dass jede Frage ein bisschen so ist, als würde ich eine unangemessene medizinische Maßnahme ergreifen und jemanden verletzen, der tatsächlich mehrere Wunden hat. Ich weiß nicht, wie ich das machen soll.“

...............................
DAS GIFT DES GERÜCHTS
Was den Großvater betrifft: „Im Dorf erzählen uns fünf, sechs Leute dasselbe, dass er autoritär ist , dass er ein leichtes Blatt hat“, sagt Boris Kharlamoff. „Fünf, sechs Leute, das ist eine ganze Menge. Vor allem, weil es auf den ersten Blick keinen Zusammenhang zwischen ihnen gibt. Also sagen wir uns: Woher kommt dieses Gerücht? Wir werden dem nachgehen. Aber es gehört dazu.“ Es gibt mehrere Hinweise und es gibt keine schlüssigen Beweise für eine Beteiligung der Familie.“


Pauline Revenaz erinnert sich, dass die Redaktion „viele Fragen rund um den Großvater“ gestellt habe: „Es ist nicht auszuschließen, dass die Ermittler einen Moment lang darüber nachgedacht haben, ihn in Polizeigewahrsam zu nehmen, was sie aber auf jeden Fall nicht getan haben.“ Er wurde mehrmals interviewt und es stimmt, dass ihn viele Fragen umgaben.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/emile-1- ... 30038.html

Wenn die Polizei davon ausgegangen ist, dass Émile zum Zeitpunkt seines Verschwindens alleine mit den Großeltern im Haus war, dann zeigt das, dass sich anfangs die Polizei nicht genauer im Haus umgesehen hat, denn dann wären zumindest die Schlafplätze für die 8 Kinder der Großeltern aufgefallen, die das Haus mit bewohnt haben, auch wenn die Großeltern weitere Kinder nicht erwähnt haben. . Es scheint nicht klar zu sein, ob die Kinder zum Zeitpunkt des Verschwindens im Haus oder in der Nähe des Hauses waren. Zumindest hätten sie dann etwas zu den Umständen des Verschwindens aussagen können. Ich meine, dass das alles zu den Fragen gehört, die die Familie umgeben. Evtl. sind viele Fragen bis heute nicht umfassend beantwortet. Es scheint auch nicht klar zu sein, wo die Kinder nach dem Verschwinden waren und was sie gemacht haben, mit wem sie evtl. gesucht haben oder ob sie überhaupt gesucht haben. . Wenn die anderen Kinder draußen waren, dann wäre es zumindest möglich, dass Émile nach dem Aufstehen zu ihnen gelaufen ist, denn mit Kindern spielen scheint mir interessanter zu sein als dem Großvater beim Beladen des Autos zuzusehen. Einige der älteren Kinder müssten fast volljährig oder inzwischen volljährig sein. Von daher gesehen müssten sie in der Lage sein Aussagen zu machen. Ohne genaue Aufklärung der Umstände, die sich vor dem Verschwinden zugetragen haben, wird die Aufklärung schwierig bleiben.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

in diesem Fall seine Gedanken zu ordnen, ist schwierig.

Zum Zeitpunkt des verschwindens war Frau V. 48 Jahre alt. die Kinder:

24 Jahre Marie S.
22 Jahre verheiratete Tochter
20 Jahre
18 Jahre
16 Jahre
14 Jahre
12 Jahre
10 Jahre
8 Jahre
6 Jahre

Die beiden Ältesten waren nicht anwesend.

Die Rekonstruktion des 8. Juli 2023 hat anscheinend nichts gebracht. Alle 🙈🙊🙉
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Der letzte Stand bezüglich der "mise en situation" war, wohl dass die Ergebnisse weiter überprüft werden.
Jeudi 28 mars, 17 témoins clés ont été convoqués sur les lieux de la disparition du petit Émile, au Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence). Des membres de sa famille, mais aussi des voisins, étaient réunis pour une mise en situation, près de neuf mois après le début de l'enquête. L'objectif des juges est de préciser l'emploi du temps de chacun le jour de la disparition du garçon de 2 ans et demi, à la minute près.
Übersetzt:
Am Donnerstag, den 28. März, wurden 17 wichtige Zeugen zum Tatort des Verschwindens des kleinen Émile in Haut-Vernet (Alpes-de-Haute-Provence) vorgeladen. Mitglieder seiner Familie, aber auch Nachbarn, versammelten sich fast neun Monate nach Beginn der Ermittlungen zu einem Rollenspiel . Ziel der Jury ist es, den Ablauf aller Beteiligten am Tag des Verschwindens des zweieinhalbjährigen Jungen auf die Minute genau zu klären.


https://www.francetvinfo.fr/faits-diver ... 55285.html

Es hat dann insofern ein Ergebnis gegeben, als Émile gefunden worden ist. Lt. Ermittlungsbehörden soll der Fund des Schädels und der Kleidung allerdings nicht in Zusammenhang mit der Rekonstruktion stehen. Da fragt man sich schon, was die Ermittler bei dieser Einschätzung so sicher macht.

Wenn 17 Zeugen geladen worden sind, darunter auch einige Nachbarn, dann kann man davon ausgehen, dass ein Großteil von Émiles Familie ( wohl vor allem auch die älteren Kinder) zu den Teilnehmern der Rekonstruktion gehört haben.

Offenbar gab es zuvor keine klaren Angaben dazu, was die einzelnen Zeugen gemacht haben und wo sie sich vor dem Verschwinden, zum Zeitpunkt des verschwindens und nach dem Verschwinden aufgehalten haben. Ansonsten hätten sich die Ermittler den Aufwand sparen können.

Ich stelle es mir im Übrigen gar nicht so angenehm vor, wenn schon wieder Ermittler vor Ort waren und um genaue Angaben gebeten haben.
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Gast A
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Wenn jetzt erneut Anwohner befragt wurden,kann das daran liegen, ob sich möglicherweise jemand wieder an etwas erinnert,
was damals nicht direkt wahrgenommen wurde.
Es war immer nur von Sichtzeugen die Rede, aber nie von akustischen Wahrnehmungen.
Kinderrufe, Erwachsenenstimmen, Kinderweinen etc.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Und es kann daran liegen, dass Leute sich inzwischen gemeldet haben, die sich erinnern etwas gesehen zu haben dem sie früher vor dem Knochenfund keinerlei Bedeutung beigemessen haben. Lange Zeit wusste niemand, dass eines Tages sterbliche Überreste des Kleinen nicht weit entfernt vom Ort des Verschwindens gefunden werden. Wenn man von der Möglichkeit ausgeht, dass der Kleine sich nicht verlaufen oder verirrt hat und dabei ums leben gekommen ist, dann muss ihn jemand dort hingebracht haben und es besteht immer die Möglichkeit dass jemand in der Nähe des späteren Fundortes gesehen worden ist, als die Person den Ort verlassen hat.
laeuferin
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Für mich gibt es eine entscheidende ungeklärte Sache ( für die Ermittler allerdings nicht):

Hieß es nicht der ältere Zeuge habe Émile am Brunnen gesehen?
Zeitlich muss diese Sichtung nach der des jungen Zeugen ( Nachbar der Familie) gewesen sein. Der Standort des älteren Zeugen muss unterhalb des Standortes des jungen Zeugen gewesen sein, denn von dessen Blickwinkel aus war der Brunnen nicht einsehbar.

Wohin entfernte sich der ältere Zeuge nach der Sichtung ?
Wäre er bei/ nach der Sichtung die Hauptstrasse nach oben gegangen, so könnte man für die Zeit seiner Bewegung nach oben ausschließen ,dass sich Émile wieder Richtung Haus der Familie begab und auch dass von oben jemand anderes Richtung Brunnen lief/fuhr.

Stand der ältere Zeuge aber in der Nähe des Brunnes und ging danach in ein Haus hinein bzw. hatte kurz aus dem Fenster geschaut, so kann keiner sagen ob jmd Émile nachsetzte, ob ihn jmd am Brunnen auflas, sich mit ihm nach unten oder wieder nach oben Richtung Haus der Familie bewegte.

Denn der junge Zeuge, der zuvor Émile hangabwärts laufen ging nach der Sichtung ja wieder ins Haus zurück. Andere Zeugen die in zeitl. und örtlichen Zusammenhang Émile oder andere Personen/ Fahrzeuge sahen gibt es anscheinend nicht.

Leider werden wir nicht erfahren, wo der ältere Zeuge bei der Sichtung stand ( lief) und wohin er sich danach begab.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich habe generell Probleme damit, dass keine weiteren Zeugen erwähnt werden, die Émile kurz vor dem Verschwinden gesehen haben. Da gibt es offiziell nur den jüngeren und den älteren Mann, die anfangs widersprüchliche Aussagen gemacht haben, bis der junge Mann seine Aussage geändert hat.

Es ist nicht so, dass die Großeltern mit dem Enkel alleine waren. Das Markenzeichen der Familie ist nun mal , dass es viele Védos gibt. Es gibt noch acht Kinder der Großeltern, die wahrscheinlich alle zum Zeitpunkt des Verschwindens das Haus ebenfalls bewohnt haben. Nur die beiden ältesten Mädchen Marie, die Mutter von Émile und ihre älteste bereits ebenfalls verheiratete Schwester haben nicht mehr bei den Großeltern gelebt.

In Zeitungsberichten hieß es, dass Émile am Vormittag des Verschwindens zusammen mit seinen Cousins und Cousinen an einer Hütte in der Nähe gebaut habe. Im Podcast wird zwar nicht der Bau der Hütte erwähnt, es heißt aber, dass Émile zusammen mit den anderen Kindern auf den Wiesen gespielt habe und dass er dieses Spiel nicht beenden wollte um zu essen und danach zu schlafen. Also waren andere Kinder, die teilweise wohl auch schon volljährig waren, grundsätzlich anwesend und haben die Ferien nicht etwa andernorts verbracht.


https://www.bfmtv.com/bfm-dici/emile-1- ... 60049.html

Ich verstehe es daher nicht, dass niemand von ihnen mitbekommen hat was der Kleine nach dem Austehen gemacht hat. Befanden sich alle stationär auf einem Fleck außerhalb der Sichtweite? Wenn Émile schon mittags nicht nach Hause wollte, weil er weiter spielen wollte, dann liegt es doch nahe, dass er sich sofort nach dem Aufstehen wieder auf den Weg zu den anderen gemacht hat. Wo waren die anderen Kinder? Ist Émile zu ihnen gelaufen und von dort verschwunden? Dieser Komplex ist für mich mit großen Fragezeichen versehen. Hinzu kommt noch, dass die Großeltern lt. Podcast anfangs die Anwesenheit der anderen Kinder der Polizei gegenüber nicht erwähnt haben. Warum haben sie das getan? Wollten sie vielleicht polizeiliche Nachfragen bei den Kindern verhindern?
laeuferin
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

@AngRa

Das ist sehr interessant, was du ansprichst.

Schliesslich geht es nicht um einen Zeitpunkt sehr früh morgens, an dem die anderen Kinder und Jugendlichen noch schliefen oder spät abends oder in der Nacht.
Kaum vorstellbar, dass kein einziges der Kinder sich aussen aufhielt , keiner etwas mitbekam und den Kleinen nicht verfolgte, als er weglief. Wo waren die denn alle?

Es sei denn alle saßen vorm TV , wo etwas Interessantes lief. Aber ist in dieser Familie so etwas Weltliches wie TV oder auch Smartphone überhaupt erlaubt?

Nein das ist wahr, kaum nachvollziehbar das Ganze.

Die sehr jungen Verwandten Émiles dürften wohl kaum von den Ermittlern befragt worden sein ( zu deren Schutz)?
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@laeuferin

Die sehr jungen Verwandten von Émile sind vermutlich im Laufe der Ermittlungen auch befragt worden, aber ich gehe davon aus, dass dieses nur in Anwesenheit der Eltern möglich war, weil es sich um Zeugen gehandelt hat, die nicht volljährig waren. Außerdem hatte der Großvater auch recht schnell eine Verteidigerin zur Wahrnehmung seiner Rechte beauftragt. Auch die dürfte über Befragungen gewacht haben. Da anfangs gar nicht bekannt war, dass es weitere Kinder im Haus gab, können eigentlich alle Kinder auch nicht zeitnah unter dem unmittelbaren Eindruck des Verschwindens befragt worden sein. Die Befragungen fanden dann wohl erst sehr viel später statt, als Zeit vergangen war und die Situation, dass Émile nicht mehr da ist, nicht mehr neu war.


Ich gehe davon aus, dass der Großvater von Émile und auch sein Vater recht schnell in den Focus der Ermittler geraten sind, weil sie in der Vergangenheit mit Körperverletzungsdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Da gab es nicht nur fünf bis sechs Zeugen aus dem Dorf Le Vernet , die wohl auf die lockere Hand und das autoritäre Auftreten des Großvaters hingewiesen haben, sondern es gab auch frühere Einträge in Registerauszügen der Justiz. Zwar führten die Verfahren im Falle des Großvaters nicht zu einer Anklage und im Falle des Vaters nicht zu einer Verurteilung, aber die Namen wurden wohl bei Routine mäßigen Überprüfungen in entsprechenden Registern gefunden und diese Vorgeschichten gaben Anlass für Nachforschungen.

Journalisten von BFM Dici haben über den Vorfall recherchiert, in den der Großvater verwickelt war:

Philippe Vedovini a passé quelques mois au début des années 90 dans la communauté religieuse de Riaumont à Liévin (Pas-de-Calais). À cette époque, il souhaitait devenir prêtre et a donc suivi une formation religieuse en plus d’encadrer des enfants en pension.
Suspecté de violences, il a été entendu par les enquêteurs en 2018. L'avocate du grand-père d'Émile rappelle qu'il a été placé sous le statut de témoin assisté dans le cadre de cette affaire mais qu'il n'a pas été mis en examen. Elle affirme également qu'un non-lieu devrait être prononcé en sa faveur lors de la fin de l'instruction.
Übersetzt:
Philippe Vedovini verbrachte Anfang der 1990er Jahre einige Monate in der Religionsgemeinschaft Riaumont in Liévin (Pas-de-Calais) . Damals wollte er Priester werden und absolvierte daher neben der Betreuung von Kindern in Internaten auch eine religiöse Ausbildung.

Da er der Gewalt verdächtigt wurde, wurde er 2018 von Ermittlern befragt. Der Anwalt von Émiles Großvater erinnert sich, dass ihm im Rahmen dieses Falles der Status eines assistierten Zeugen zuerkannt wurde, er jedoch nicht angeklagt wurde. Sie macht außerdem geltend, dass am Ende der Untersuchung eine Einstellung des Verfahrens zu ihren Gunsten ausgesprochen werden sollte.
Von den Zeugen wurde Philippe wie folgt charakterisiert:
Et de conclure à propos de Frère Philippe: "C’était le plus fort, il le savait et nous le sentions. Il était un vrai chef de meute que nous devions suivre car c’était le plus fort. Je me souviens de son pas à lui, quand il faisait les 100 pas dans le dortoir à réciter ses chapelets. Imposant, avec un port de tête très haut et un regard de faucon, c’était un personnage flippant avec une attitude malsaine vis-à-vis de nous, comme si on lui appartenait".
Übersetzt:

Und zum Schluss über Bruder Philippe: „Er war der Stärkste, er wusste es und wir haben es gespürt. Er war ein echter Rudelführer, dem wir folgen mussten, weil er der Stärkste war. Ich erinnere mich an seinen Schritt zu ihm, als er die 100 lief.“ Schritte im Schlafsaal, seine Rosenkränze betend. Imposant, mit einem sehr hohen Kopf und einem Falkenblick, war er ein gruseliger Charakter mit einer ungesunden Einstellung uns gegenüber, als ob wir zu ihm gehörten.“


https://www.bfmtv.com/bfm-dici/disparit ... 20801.html


Ich vermute, dass es vor allem diese frühen Erfahrungen mit der Justiz es waren, die das Verhältnis von Großvater und Vater zu den Ermittlungsbehörden und zu der Presse von Anfang an bestimmt haben. Das war nicht die Angst, dass sie wegen ihres Glaubens oder ihrer politischen Einstellung angefeindet oder missverstanden werden. Das lieferte meiner Meinung nach nur eine in ihren Augen plausible Erklärung für das Schweigen und evtl. auch für die schnelle Beauftragung von Rechtsanwälten. Hinzu kam als Erklärung noch, dass die Familie über die Anwälte das Recht auf Akteneinsicht wahrnehmen wollte, was wiederum zeigt, dass es wohl keine regelmäßigen Kontakte zum Ermittlungsstand gab.
AngRa
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Laut Podcast war anfangs auch nicht bekannt, dass Émile eine kleine Schwester hat. Man kann sich darüber wundern, dass dieses Detail so ausdrücklich hervorgehoben wird und ihm somit eine gewisse Bedeutung zugesprochen wird, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt.
"On a vraiment travaillé plutôt sur la composition de la fratrie", poursuit la cheffe du service police justice de BFMTV. "On a découvert par exemple qu’Émile avait une petite sœur, ce qu'on ne savait pas au départ

„Wir haben wirklich mehr an der Zusammensetzung der Geschwister gearbeitet“, fährt der Leiter der Polizeijustizabteilung von BFMTV fort. „ Wir entdeckten zum Beispiel, dass Émile eine kleine Schwester hatte, von der wir zunächst nicht wussten

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/emile-1- ... 30038.html

Die kleine Schwester von Émile ist lt. Zeitungsberichten im April / Mai 2024 zwei Jahre alt geworden. Sie ist also im April/Mai 2022 geboren worden und war zum Zeitpunkt des Verschwindens des Bruders im Juli 2023 etwas über ein Jahr alt, ca. 14 Monate. In diesem Alter können Kinder schon laufen. Vielleicht wurde von Polizei und Presse in Betracht gezogen, dass sie zusammen mit ihrem Bruder zu den Großeltern gebracht worden war und dass die Möglichkeit besteht, dass die beiden Zeugen, die gegen 17 Uhr Émile haben laufen sehen wollen ihn mit ihr verwechselt haben?
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 31. Juli 2024, 15:00:44 Laut Podcast war anfangs auch nicht bekannt, dass Émile eine kleine Schwester hat. Man kann sich darüber wundern, dass dieses Detail so ausdrücklich hervorgehoben wird und ihm somit eine gewisse Bedeutung zugesprochen wird, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt.

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/emile-1- ... 30038.html

Die kleine Schwester von Émile ist lt. Zeitungsberichten im April / Mai 2024 zwei Jahre alt geworden. Sie ist also im April/Mai 2022 geboren worden und war zum Zeitpunkt des Verschwindens des Bruders im Juli 2023 etwas über ein Jahr alt, ca. 14 Monate. In diesem Alter können Kinder schon laufen. Vielleicht wurde von Polizei und Presse in Betracht gezogen, dass sie zusammen mit ihrem Bruder zu den Großeltern gebracht worden war und dass die Möglichkeit besteht, dass die beiden Zeugen, die gegen 17 Uhr Émile haben laufen sehen wollen ihn mit ihr verwechselt haben?
Soweit ich weiß, war die kleine Schwester in der fraglichen Zeit bei den Eltern, die ihre Wohnung tapezierten.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Die Großeltern hatten ja die Aufsichtspflicht über die jüngeren Kinder, nicht nur über Émile.

Zu Anfang las ich, als Émile weglief war die Oma am Telefon, der Opa beim Holz machen.

Wer kümmerte sich um die Kleinen frage ich mich. Hatte man die Aufsicht einem der Jugendlichen übertragen oder waren alle draussen in der Nähe des abgelenkten Grossvaters, und das genügte als Betreuung...
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Es wurde nichts darüber veröffentlicht, wo sich die Onkel und Tanten von Émile aufgehalten haben, als dieser verschwunden ist. Es wurde aber in Zeitungsberichten erwähnt, dass die Védo-Kinder am Samstagvormittag mit dem Bau einer Hütte beschäftigt waren. Ich nehme das mal als gegeben an und gehe davon aus, dass Émile am Vormittag bis zum Mittagessen bei ihnen war. Dann hieß es aber, dass Émile nach dem Mittagessen seinen Mittagsschlaf gehalten hat und es war geplant, dass er dann zusammen mit den Großeltern unterwegs sein wird um einen Zaun für eine Koppel zu richten. Ich nehme an, dass die anderen Védo-Kinder Mittag gegessen haben und dann weiter an der Hütte gebaut haben, als Émile seinen Mittagsschlaf hielt. Wir hatten hier schon Hüttendiskussionen über die Lage der Hütte. Ich gehe davon aus, dass sich die Hütte in der Nähe des großelterlichen Anwesens befand. Es ist aber wohl möglich, dass die Zeugen, die den Kleinen gesehen haben wollen, die anderen Kinder nicht sehen konnten und dass die Védo-Kinder auch Émile nicht sehen konnten, als er aufgestanden ist und auch mit seinem Aufstehen und Ankleiden nichts zu tun hatten, weil sie nicht im Haus waren. Ich vermute , dass Émile sich unmittelbar nach dem Aufstehen auf den Weg zur Hütte gemacht hat, obwohl die Großeltern mit ihm zur Koppel fahren wollten und ihm vermutlich verboten hatten erneut zur Hütte zu laufen.. Er könnte das trotz Verbots getan haben, weil er ein Freigeist war und ihm die Hütte sehr wichtig war und er sich schon vor dem Mittagsschlaf schlecht von ihr trennen konnte.

Bezüglich der Aufsichtspflichten gehe ich davon aus, dass, wenn Émile ohne Großeltern zusammen mit den anderen Védo -Kindern war, die ältesten Kinder das Sagen hatten und dass sie auf ihn aufgepasst haben und sicher auch bestimmt haben, was er darf und was er nicht darf. Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Védos gar nicht so begeistert waren, dass Émile am Vormittag beim Bau der Hütte dabei war. Ihm hat es vielleicht gefallen, aber vielleicht hat er die anderen mehr oder weniger gestört, weil er noch klein war und sie seine Anwesenheit eher als Last empfunden haben, denn als Hilfe. Im Vordergrund stand sicher dass sie auf ihn aufpassen mussten und nicht mehr so zügig und nach ihrem Gusto an der Hütte arbeiten konnten. Vielleicht haben sie sich ausbedungen, dass er nach dem Mittagsschlaf nicht mehr kommt. Das ist aber nur Spekulation von mir. Von daher gesehen wäre es schon wichtig zu wissen, was die Védo-Kinder gemacht haben und wo genau sie waren, als Émile aufstand und Haus und Hof verließ. Ich halte es für möglich, dass der Kleine zu ihnen lief und dann wären sie die Letzten gewesen, die Émile gesehen haben und evtl. mit ihm zu tun hatten. Unter diesen Umständen ergibt es auch Sinn, dass die Großeltern die anderen Kinder zunächst gar nicht erwähnt haben, denn sie wollten evtl. vermeiden, dass sie schnell in den Focus der Suchenden, d.h. dann auch in den Focus der Gendarmen geraten.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

AngRa hat geschrieben: Samstag, 03. August 2024, 08:01:26 Es wurde nichts darüber veröffentlicht, wo sich die Onkel und Tanten von Émile aufgehalten haben, als dieser verschwunden ist. Es wurde aber in Zeitungsberichten erwähnt, dass die Védo-Kinder am Samstagvormittag mit dem Bau einer Hütte beschäftigt waren. Ich nehme das mal als gegeben an und gehe davon aus, dass Émile am Vormittag bis zum Mittagessen bei ihnen war. Dann hieß es aber, dass Émile nach dem Mittagessen seinen Mittagsschlaf gehalten hat und es war geplant, dass er dann zusammen mit den Großeltern unterwegs sein wird um einen Zaun für eine Koppel zu richten. Ich nehme an, dass die anderen Védo-Kinder Mittag gegessen haben und dann weiter an der Hütte gebaut haben, als Émile seinen Mittagsschlaf hielt. Wir hatten hier schon Hüttendiskussionen über die Lage der Hütte. Ich gehe davon aus, dass sich die Hütte in der Nähe des großelterlichen Anwesens befand. Es ist aber wohl möglich, dass die Zeugen, die den Kleinen gesehen haben wollen, die anderen Kinder nicht sehen konnten und dass die Védo-Kinder auch Émile nicht sehen konnten, als er aufgestanden ist und auch mit seinem Aufstehen und Ankleiden nichts zu tun hatten, weil sie nicht im Haus waren. Ich vermute , dass Émile sich unmittelbar nach dem Aufstehen auf den Weg zur Hütte gemacht hat, obwohl die Großeltern mit ihm zur Koppel fahren wollten und ihm vermutlich verboten hatten erneut zur Hütte zu laufen.. Er könnte das trotz Verbots getan haben, weil er ein Freigeist war und ihm die Hütte sehr wichtig war und er sich schon vor dem Mittagsschlaf schlecht von ihr trennen konnte.

Bezüglich der Aufsichtspflichten gehe ich davon aus, dass, wenn Émile ohne Großeltern zusammen mit den anderen Védo -Kindern war, die ältesten Kinder das Sagen hatten und dass sie auf ihn aufgepasst haben und sicher auch bestimmt haben, was er darf und was er nicht darf. Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Védos gar nicht so begeistert waren, dass Émile am Vormittag beim Bau der Hütte dabei war. Ihm hat es vielleicht gefallen, aber vielleicht hat er die anderen mehr oder weniger gestört, weil er noch klein war und sie seine Anwesenheit eher als Last empfunden haben, denn als Hilfe. Im Vordergrund stand sicher dass sie auf ihn aufpassen mussten und nicht mehr so zügig und nach ihrem Gusto an der Hütte arbeiten konnten. Vielleicht haben sie sich ausbedungen, dass er nach dem Mittagsschlaf nicht mehr kommt. Das ist aber nur Spekulation von mir. Von daher gesehen wäre es schon wichtig zu wissen, was die Védo-Kinder gemacht haben und wo genau sie waren, als Émile aufstand und Haus und Hof verließ. Ich halte es für möglich, dass der Kleine zu ihnen lief und dann wären sie die Letzten gewesen, die Émile gesehen haben und evtl. mit ihm zu tun hatten. Unter diesen Umständen ergibt es auch Sinn, dass die Großeltern die anderen Kinder zunächst gar nicht erwähnt haben, denn sie wollten evtl. vermeiden, dass sie schnell in den Focus der Suchenden, d.h. dann auch in den Focus der Gendarmen geraten.
Diese Gedankengänge kann ich alle gut nachvollziehen.

Und ja, wo befindet sich diese Hütte? Liegt sie oberhalb des Hauses, daneben oder unterhalb also irgendwo in der Nähe des Weges den Émile den Vermutungen nach genommen hat?

Dann wäre auch denkbar er hat sie erreicht.

Entweder am Brunnen umgedreht und zurück gelaufen zur Hütte oberhalb, neben dem Anwesen.
Oder vom Brunnen aus abwärts Richtung unterhalb gelegener Hütte .

Keine Zeugen, die ihn nach dem Brunnenbesuch hätten sehen können.

Eine Familie, die zusammenhält.

Wenig denkbar halte ich, dass sie jungen Verwandten ihn nicht gesehen hätten, hätten sie sich im Garten aufgehalten.
Vermutlich waren sie wirklich bei der Hütte, weiterbauen.
So ein Vorhaben lässt einen ja nicht los, man will Erfolge sehen, gerade als Jugendliche.

Dass die anderen wenig Lust haben, auf einen Kleinen aufzupassen finde ich auch gut nachvollziehbar.
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