MORDFALL LIEBS -- Diskussion

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SasiSaarbrooklyn
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SasiSaarbrooklyn »

HHmoin hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 09:07:12
Und immer diese Zahl 5

-5 mögliche Wohnorte der Täter/Mitwisser.
-5 männliche Person (laut wdr Lokalzeit MordOrte) die intensiver durchleuchtet wurden.
-5 Schützenfeste ..die zur Orientierung möglicher Zeugen dienen oder wie ich es vermute ein weiteres Gebiet von Bedeutung einrahmen könnten.
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:28:16 Mir ist das halt ein bisschen zu viel Zufall, dass sie ausgerechnet an dem Tag, an dem sie keinen Schlüssel hatte, verschwunden ist. Mehr Überlegung gibt es da von meiner Seite her nicht.

Warum jetzt Chris grosses Glück hatte, verstehe ich nicht. Er hätte die kurze Strecke ja auch laufen können, wäre Frau Liebs schon weggewesen, als er das Fehlen seines Schlüssels bemerkte. Oder was meinst du damit?
Du weißt doch gar nicht, wie oft Chris zuvor seinen Schlüssel schon vergessen hatte. Das kommt bei manchen Personen regelmäßig vor. Davon kann ich ein Lied singen.
Außerdem spielt der Schlüssel an sich für mich bei dieser Tat überhaupt keine Rolle. Aber wegen des vergessenen Schlüssels gab's überhaupt die 1. SMS, die wäre nämlich sonst nicht nötig gewesen. Und ohne diese SMS wüssten wir nicht, wo sich Fraukes Handy am Mittwoch um 0:49 Uhr befand. Verschwunden wäre Frauke dann ohne die geringste Spur.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von MauriceMüller »

SasiSaarbrooklyn hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:33:24 23 hinkende Illuminaten
Großartig :lol: :lol:
Nuka
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nuka »

HHmoin hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 09:07:12 @Trodat5203

Wenn ich mir das alles so anhöre könnte es sogar gut sein das einer der Täter .. entweder wirklich ein militärisches Hobby hat z.B. Begeisterung für Kriegsgeschichte... oder sogar ein Soldat ist oder vorher mal Soldat war.. oder in der Familie einen Soldaten hat.. oder wie auch immer..
Ob britisch oder doch Bundeswehr..keine Ahnung.

Und immer diese Zahl 5

-5 mögliche Wohnorte der Täter/Mitwisser.
-5 männliche Person (laut wdr Lokalzeit MordOrte) die intensiver durchleuchtet wurden.
-5 Schützenfeste ..die zur Orientierung möglicher Zeugen dienen oder wie ich es vermute ein weiteres Gebiet von Bedeutung einrahmen könnten.

Fragen der Polizei..
"Haben sich Feriengäste oder anders reisende verdächtigt benommen? .. möglicherweise wurden Täter und Opfer als Urlauber eingeschätzt"

'Anders reisende'.. könnte eine Anspielung auf ein Wohnmobil sein.

'Feriengäste'.. hat man Täter und Opfer vielleicht in einer Ferienwohnung oder sowas ähnliches vermutet?
Jemand könnte ein Zimmer oder eine Wohnung zur Verfügung gestellt haben .. möglicherweise ohne Kenntniss zu haben was da vor sich geht ?

Östermann Sprach von Urlaubs Alibis.
Ich denke, du meinst wieder den Fall der Kontramenüse...
Obwohl das hier nicht wirklich passt.
Assis
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Assis »

Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 Frauke und der Bekannte kannten sich viel früher als Chris und Frauke , Chris hatte beziehungstechnisch frauke für sich gewonnen und selbst nach der Trennung blieb ja ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chris und Frauke weiterhin bestehen.
Auf dieses Vertrauens Verhältnis denke ich war er eifersüchtig und das wiederum wusste Chris nicht.
Ich denke wie du, dass das Motiv etwas mit Eifersucht zu tun hat, glaube aber im Gegensatz zu dir, dass Chris, wie Frauke ja auch sagt, wusste, dass jemand eifersüchtig war.

Chris: „Warum bist du denn weg?"
Frauke: „Das weißt du doch, Chris."

Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass Frauke freiwillig zu ihm und seiner Freundin ins Auto gestiegen ist.

Meiner Meinung nach ist der Grund dafür, dass Frauke damals freiwillig in das Auto einer anderen Person eingestiegen ist, der, dass Frauke dieser Person vertraut hat, und zweitens, weil Frauke möglicherweise versichert wurde, dass Chris kein Problem damit hätte, das sie länger wegbleiben würde.

Ich könnte mir vorstellen, aber es ist nur eine Gedanke, dass jemand zum Beispiel Frauke überredet hat, mitzukommen, um noch etwas Fast Food zu holen, und dass Frauke sich dabei keine Sorgen um Chris machen musste, weil man, auf Wunsch, für Chris ja auch etwas zu essen mitnehmen würde und Chris dafür sowieso länger wach bleiben würde.

Dies könnte die erste SMS erklären, aber auch bedeuten, dass die erste SMS möglicherweise nicht von Frauke geschrieben und verschickt wurde, wenn Frauke davon ausging, dass Chris nicht ausschließlich auf sie wartete.

Natürlich ist es auch möglich, dass Frauke nicht freiwillig von einem Unbekannten in ein Fahrzeug gezogen wurde aber das unauffällig zu machen scheint mir schwierig, aber es ist naturlich machbar.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

@sasisaarbrooklyn
@Nuka

Doch ich glaube das ist alles wichtig im Bezug auf den Täter und Tatablauf..
Begeisterung für Militär ..strategisch denken..oder von mir aus auch Jagdschein..Heimatschutz..einer verschwand ja plötzlich während eines Schützenfestes.. Internet Profile...Mitleidserregend.. will auch mal die Regeln bestimmen.. Dorfkids..

Warum sollte Frauke nach der Meldung am Donnerstag nicht erstmal weiter weg Richtung Osten gebracht worden sein?
Was sich groß bewegt hat war lediglich ihr Handy denke ich mal..
Sie wurde irgendwo Fixiert... von mir aus auch irgendwo in Bad Driburg... Altenbeken..

Die Ortungspunkte in Paderborn könnten zusätzlich dazu gedient haben Sie unauffällig in einer anderen Gegend umzusiedeln... sie war ja anscheinend in PB während der Telefonate.

Ich schätze mal der Täter hat auch bei der Suche geholfen so gut er konnte .. Vielleicht beruhigende Kommentare abgeben wie z.B. 'ach sie kommt schon wieder'.
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

@HHmoin

Bist Du wirklich sicher, dass der Täter mitgesucht hat? Das kann eigentlich nicht sein, wenn er einem Beruf nachgegangen sein sollte und auch noch auf Frauke aufpassen musste. Wie könnte er das angestellt haben?
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
Hamburger
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Agatha Christie hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 17:51:11 [...]

Bist Du wirklich sicher, dass der Täter mitgesucht hat? [...]
Von welcher Suche sprichst Du? Unmittelbar nach Fraukes Verschwinden wurden in einer privat organisierten Aktion Suchplakate aufgehängt, und es gab öffentliche "Suchaufrufe", die aber lediglich fragten, wer Frauke nach Verlassen des Pubs gesehen hätte. Eine aktive Suche nach Frauke gab es doch nicht?
gastmann

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von gastmann »

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:28:16 Mir ist das halt ein bisschen zu viel Zufall, dass sie ausgerechnet an dem Tag, an dem sie keinen Schlüssel hatte, verschwunden ist. Mehr Überlegung gibt es da von meiner Seite her nicht.

Warum jetzt Chris grosses Glück hatte, verstehe ich nicht. Er hätte die kurze Strecke ja auch laufen können, wäre Frau Liebs schon weggewesen, als er das Fehlen seines Schlüssels bemerkte. Oder was meinst du damit?
Grosses Glück ist vielleicht ubertrieben. Ich meine, wenn ein Opfer ohne Schlüssel aufgefunden wird, könnte man annehmen, dass es von zu Hause aus verschwunden ist. Frau Liebs konnte aber bezeugen, dass Ihr Mitbewohner seinen Schlüssel vergas, woraufhin sie ihn zurrück zum Pub fuhr...um ihn dann wieder an der Wohnadresse abzusetzen.


Bei dieser Gelegenheit könnte jemand auch das Auto von Frau Liebs aufgefallen sein... theoretisch.
Gasr

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gasr »

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 01:16:51 Chris war am Wochenende in Lübbecke. Das müsste von Donnerstag Abend bis Montag Früh gewesen sein. Er dürfte also nicht jeden Tag bei der ermittelnden Dienstelle Paderborn gewesen sein.

Auch ich glaube an eine Vorgeschichte. Dabei spielt meiner Meinung nach eine Rolle, dass Chris Fraukes Schlüssel hatte.
Voll bemüht, oder?!
Hamburger
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hamburger »

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 01:16:51 Chris war am Wochenende in Lübbecke. Das müsste von Donnerstag Abend bis Montag Früh gewesen sein. Er dürfte also nicht jeden Tag bei der ermittelnden Dienstelle Paderborn gewesen sein. [...]

Woher weißt Du, dass Chris an diesem Wochenende in Lübbecke war? Mit ist nur bekannt, dass er sich dort zum Zeitpunkt des 1. Anrufs aufhielt.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

@Agatha Christie

Ja ich denke schon.. vlt bei der ersten oder bei den ersten privaten Flugblatt Aktionen.. Ich könnte mir vorstellen er oder die beiden packten sich Flugblätter ins Auto und verteilten sie nicht :lol:

Immer versuchen nah dran zu sein.. da gibt es die besten Infos..
StaffBro

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von StaffBro »

Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 @ Gastmann
Frauke und der Bekannte kannten sich viel früher als Chris und Frauke , Chris hatte beziehungstechnisch frauke für sich gewonnen und selbst nach der Trennung blieb ja ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chris und Frauke weiterhin bestehen.
Auf dieses Vertrauens Verhältnis denke ich war er eifersüchtig und das wiederum wusste Chris nicht.
Ich vermute das er schon länger für Frauke schwärmte ( passend zur Abfuhr) und zuerst Chris als Konkurrent wahrnahm und später eifersüchtig auf ihre vertrauensvolle Beziehung war.

@ Staffelbro
Besuche - allein die Besuche als Frauke mit dem Jugendfreund zusammen war und ihn kennenlernte sind auch nicht verdächtig , jedoch nach dem Ende der Beziehung besuchte Frauke ihn weiterhin.
Daraus vermutete ich das er weiterhin den Kontakt aufrecht erhielt , weil er selber für Frauke schwärmte.
Ich lag mit meiner Vermutung nicht falsch , denn er selber bestätigte Fraukes Abfuhr.
Das könnte bedeuten das er Chris zuerst als Konkurrent wahrnahm und später eifersüchtig auf ihre Vertrauens volle Beziehung zueinander , auch ohne Beziehungs Status.
Wenn Du schreibst das der Filmemacher, Frauke schon sehr viel länger kannte als Chris, dann würde das aber auch bedeuten, dass da sehr viele Jahre zwischen lagen. Immerhin war Chris 5 Jahre mit Frauke ein Paar und Frauke hatte nach Chris ja auch noch einen anderen Freund. Am Tag von Fraukers verschwinden waren Chris und Frauke jedenfalls schon seit einem Jahr kein Paar mehr. Somit liegen -sofern deine obigen Angaben an @Gastmann tatsächlich stimmen- also schon mal mindestens 6 Jahre dazwischen!

Darf ich fragen wo du die Information her hast, dass der Filmemacher selber bestätigt, dass er von Frauke eine Abfuhr erhielt ? Und wann diese Abfuhr gewesen sein soll ?

Doch selbst, wenn es tatsächlich so gewesen wäre das er von Frauke schwärmte -was ja durchaus sein könnte und nichts ungewöhnliches wäre- , er sich mehr erhoffte und einen Korb von Frauke erhielt. So müssten dann ja eigentlich auch andere davon wissen (Chris, Karen, die Mutter, enge Freunde von Frauke usw. ) und es müssten dann ja auch Chats, Anruflisten, e-Mails usw. für die Ermittler ersichtlich gewesen sein, sofern die Abfuhr nicht schon vor 6 Jahren erfolgte! Und genau das hätte wiederum doch eine sehr zeitnahe Vernehmung des Filmemachers von Nöten gemacht..

Wie erklärst du dir denn dann, dass der Filmemacher erstmalig jedoch erst Ende 2013 / Anfang 2014 ins Fadenkreuz der Ermittler und den Ermittlungen geriet ? (aufgrund eines irritierendem HTML Zeitstempels, den allesMist User der Polizei meldeten )
Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 Während der Suche im August bezeichnete er Frauke in seiner Suchmeldung schon als eine „ehemalige Bekannte“ die Bezeichnung fand ich äußerst seltsam weil gehofft wurde sie lebend zu finden.
Wenn jemand von „ehemalige Bekannte“ spricht bzw. schreibt, dann sagt das doch zu allererst einmal aus, dass dieser Jemand schon seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zu dieser Person hatte oder hat. Diese Aussage impliziert doch überhaupt nicht, dass dieser Jemand von einer toten Person gesprochen hat!
Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 Seine Distanzierung in seinen Worten zu Frauke fiel mir besonders auf.
ausgerechnet seine Sister und mögliches Binde Mitglied zwischen ihm und Frauke schaltete in der Zeit der Suche eigene Threads über Frauke.
Das war der Grund für meinen Anfangsverdacht gegen beide , weil mir das persönlich zu konstruiert vorkam.
Na wenn die Erwähnung "ehemalige Bekannte" jetzt deine einzigste "Distanzierung" des Filmemachers zu Frauke war und dir das dann, zusammen mit den Suchaufrufen der beiden, schon ausreicht einen Anfangsverdacht gegen die beiden zu konstruieren. Dann bin ich wahrlich froh darüber, dass du nicht bei der Polizei arbeitest oder ein Teil meines Bekannten und Freundeskreis bist..

Bei aller liebe und ohne dir jetzt etwa zu nahe treten zu wollen..
Konstruiert kommt mir im Moment eher deine willkürliche Aneinanderreihung von eigenen Annahmen und deine kruden Missdeutungen von Textpassagen vor. Welche ohne deinen offensichtlichen Belastungseifer und den kruden Deutungen, doch sehr viel eher als nachvollziehbare Niederschriften und Aufrufe von Personen zu werten und zu lesen sind, die eben versuchen mit genau diesen Texten bei der Suche nach Frauke zu helfen. Die beiden kannten Frauke schließlich persönlich und eben nicht nur -wie wir- aus den Medien!

Warum begründet das um alles in der Welt für dich einen Anfangsverdacht ?!

Und was haben die beiden denn so verdächtiges in diesen Frauke Threads und Suchaufrufen geschrieben ?! Ich selbst konnte jedenfalls auch da keinerlei Passagen finden, die eine Verdächtigung der beiden in irgendeiner Weise begründen oder etwa rechtfertigen würde ?

Aber vielleicht möchtest du diese verdächtigen Passagen, die dich zu deinem „Anfangsverdacht“ gegen diese beiden Bekannten von Frauke triggerten, hier ja noch mal im Detail präsentieren. Was einem Diskurs hinsichtlich deiner für dich als "folgerichtig" erscheinenden Deutungen sehr hilfreich wäre.

Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 Zusätzlich fiel er mit seltsamen verhalten nach Fraukes Tod auf , in dem er einen virtuellen Grabstein für Frauke auf seiner HP anfertigte
Was genau ist denn daran seltsam, wenn eine Person -die eine ehemalige „Freundin“ oder gute Bekannte auf so tragische Art & Weise verloren hat- auf der eigenen Homepage einen Trauerbereich eröffnet und damit an diese Person gedenkt ? Dort dann auch einen virtuellen Grabstein zu „errichten“, ist doch ebenfalls nichts ungewöhnliches und schon mal gar nichts seltsames ?!
Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 ..und äußerst negativ auffiel das er mit Frauke Doppelgängerin Entführungsszenen drehte.
Könnte durchaus auch ein Versuch und seine Art gewesen sein, dieses -ihn schwer getroffene und belastende- Ereignis irgendwie zu verarbeiten. Immerhin datiert das Video, nach seinem psychischen „Zusammenbruch“ und wurde ja schließlich auch durch die Hochschule/Uni und andere Institutionen unterstützt. Es war also keineswegs ein Projekt, dass er allein und im stillen dunklem Kämmerchen produziert hat! Was zumindest ich schon mal als einen sehr wichtigen Aspekt erachte..
Shadow hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:16:00 Aufgrund seiner Vorgeschichte der enttäuschten Gefühle und seltsamen Verhaltens nach Fraukes Tod , habe ich überlegt ob seine Widmung über Frauke nicht eher ironisch gemeint sein könnte und auf eine ganz bestimmte Zeit anspielen.
„Auch wenn Du dies nicht mehr lesen kannst, möchte ich Dich wissen lassen, dass ich für die Zeit, die ich einst mit Dir verbringen durfte, unendlich dankbar bin und dass meine Erinnerung an Dich für immer ein wichtiger Teil meines Lebens sein werden“
Na ja, da sind sie wieder, die "unfehlbaren" Deutungen..
Du hast offensichtlich bei deinen -sorry- kruden Deutungen und der damit herbei konstruierten Theorie, offensichtlich dass Bild eines Täters (Geschwister-Mörderpärchen) vor deinem geistigem Auge, in das dieser -zugegeben- „etwas“ schräg wirkende, langhaarige „Jesus“ Verschnitt und Horror-Fan, -rein optisch- doch allzu gut hineinpasst! (..und dann war da ja auch noch das Empathie befreite Monster "The Sister"..)

Für mich ist die von dir hier zitierte Textpassage jedenfalls lediglich ein Ausdruck dessen, was eine trauernde Person eben bewegt, wenn ein lieb gewonnener Mensch -den diese Person ja sogar persönlich kannte!- auf so abscheuliche und grausame Weise aus dem Leben gerissen wurde. Also definitiv keine ungewöhnlichen Zeilen, eines -zur Empathie fähigen- Menschen.

Wenn man sich meine eigentliche Frage an Dich anschaut und all deine Antworten darauf liest, dann scheint mir, dass du die Frage und den eigentlichen Hintergrund gar nicht so recht verstanden hast. Denn deine Antworten, beantworten die -eigentlich explizit gestellte- Frage leider nicht. Deine Antworten sind, im Hinblick auf die Timeline der Geschehnisse, Entwicklungen und „Recherche Entdeckungen“, rundum und hinsichtlich des Filmemachers, jedenfalls keinesfalls stringent! Sehr viel eher retroperspektiv erdacht und eben nicht von Anfang an gedanklich und kriminalistisch denkend, der tatsächlichen Filmemacher-Timeline ab 2013 folgend..

Ich bezweifle deshalb ehrlich gesagt auch "ein wenig", dass du dich wirklich schon seit 2013 mit deiner „Mörder-Geschwisterpärchen-Theorie“ oder dem Filmemacher als stand alone „Psycho-Terror-Mörder“ beschäftigst..

Mehr als einen mehr oder weniger eindeutigen und größtenteils ungefilterten Belastungseifer, beim kruden konstruieren der „eigenen“ Theorie, kann ich da leider beim besten Willen nicht erkennen. Tut mir leid..

(habe mir natürlich auch mal deine ganzen Beiträge hier im Het-Forum durchgelesen..
Da du ja schreibst, dass du schon seit 2013 den Filmemacher verdächtigst, kann ich dementsprechend dann davon ausgehen das du auch bei allesMist aktiv bist oder zumindest dort aktiv warst ? Würdest du deinen dortigen Nick hier verraten oder lieber nicht ? )

Hoffe du nimmst mir meine klaren Worte jetzt nicht allzu Übel. Ich denke jedenfalls dass du dich beim konstruieren deiner Theorie stark verrannt hast. Dich viel zu sehr von eigenen Annahmen und Deutungen, statt Fakten leiten lässt und dabei leider auch der gebotenen Objektivität nicht den Stellenwert einräumst, der eigentlich zwingend notwendig und geboten wäre.

Trotzdem Vielen Dank für deine Antworten. ;)

Klugscheißer hat geschrieben: Samstag, 31. August 2024, 11:28:16 Mir ist das halt ein bisschen zu viel Zufall, dass sie ausgerechnet an dem Tag, an dem sie keinen Schlüssel hatte, verschwunden ist.
Was wäre denn an Fraukes verschwinden anders gelaufen, wenn sie ihren Schlüssel dabei gehabt hätte ?! Warum ist das für dich ein bisschen zu viel Zufall ?! Cui bono ?
vul_kuolun
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von vul_kuolun »

­0 Einleitung.
Zunächst möchte ich mich schon einmal für die Menge an Text, mit der ich dieses Forum gleich fluten werde entschuldigen und hoffe damit nicht gegen irgendwelche Forenregeln, die ich eventuell überlesen haben sollte, zu verstoßen. Aber bzgl. Textlänge oder -menge habe ich keine Einschränkungen gefunden, also hau ich das jetzt einfach mal raus. Ursprünglich hatte ich mal eine andere Vorgehensweise angedacht, aber davon bin ich inzwischen abgewichen und deshalb landet dies jetzt in diesem Forum.
Worum geht es? Nun, ich habe mich im letzten Jahr einmal ein paar Wochen intensiv mit dem Fall Frauke Liebs beschäftigt. Das dabei entstandene Ergebnis lag jetzt nen Jahr oder so unberührt in einer imaginären Schublade. Irgendwie gelangte es dann vor ein paar Wochen von dort wieder in meine Hände und während ich es mir durchlas, dachte ich mir, daß es falsch wäre es danach einfach wieder in die unbeachtete, verschwiegene Bedeutungslosigkeit zurückzubefördern. Also habe ich es dementsprechend noch einmal überarbeitet und in Form gebracht. Ich habe versucht mich so kompakt wie möglich zu fassen und meinen ursprünglichen Text zusammengerafft wie es nur ging. Um das Ganze einigermaßen übersichtlich und forumsgerecht zu gestalten, habe ich es in fünfzehn Teile aufgesplittet.
Kurzum: Ich habe eine Theorie ausgearbeitet, die beschreibt, was ich persönlich für das wahrscheinlichste Geschehen im Fall Frauke Liebs halte – aber möge sich jeder selbst seine Meinung bilden.
Ich möchte an dieser Stelle den leitenden Staatsanwalt Kai Uwe Waschkies zitieren: "Es ist ein schwieriger Fall, keine Frage. Man kann das auch mit einem Puzzle vergleichen. (..) Das Problem ist, daß Teile fehlen. Aber es ist aus meiner Sicht kein unlösbarer Fall."
Diese Meinung teile ich unbedingt. Ich fände es zwar zuträglich, wenn uns der Herr Staatsanwalt und die Ermittler zu diesem nunmehr achtzehn Jahre zurückliegenden Fall ein paar Puzzleteile mehr, so sie diese denn haben sollten, zur Verfügung stellen würden, aber nun gut, hilft ja nix, arbeiten wir mit dem, was wir haben und fangen an zu puzzeln..
"Kriminalität ist weit verbreitet. Logik ist selten. Daher solltest du dich eher mit der Logik als mit dem Verbrechen befassen." Sherlock Holmes
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von vul_kuolun »

1 Fraukes Verschwinden.
Begeben wir uns zurück ins Jahr 2006. Es ist Dienstag, der 20. Juni, ca. 23:00 Uhr. Frauke verlässt den Irish Pub "The Auld Triangle". Ihre Freundin Isabella sagte später: "Frauke sei müde gewesen und hätte Chris nicht länger zu Hause warten lassen wollen." Sie kann nicht sagen in welche Richtung Frauke gegangen ist. Danach kann sich niemand erinnern Frauke an diesem Abend oder in der Nacht gesehen zu haben. Es gibt keinen Hinweis auf ein Verbrechen, aber Frauke kommt nie zu Hause an und ist verschwunden.
Hätte man Frauke unbemerkt von ihrem Nachhauseweg abgreifen und entführen können? Ja, das hätte sicherlich so geschehen können, aber es spricht, mMn, wenig dafür. Die Stadt war belebt an diesem Abend. Frauke hätte mit Sicherheit lauthals auf sich aufmerksam gemacht wäre ihr etwas widerfahren das gegen ihren Willen gewesen wäre. Irgendjemand hätte irgendetwas mitbekommen oder zumindest mitbekommen können. Das wäre schon ein riskantes Unterfangen gewesen. Bestimmt gab es dunkle Ecken, die ein solches Vorgehen möglich gemacht hätten, und es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, daß es sich so zugetragen hat, aber ich gehe eher nicht davon aus.
Da Frauke aber trotzdem nie zu Hause ankam, bleiben, mMn, ab diesem Zeitpunkt, eigentlich nur zwei wahrscheinliche Szenarien: Entweder, Frauke verliess den Pub überhaupt nicht in der Absicht nach Hause zu gehen, sondern schlug vorsätzlich einen anderen Weg ein, um sich an einen vereinbarten Treffpunkt zu begeben und dort jemanden zu treffen, oder, Frauke war auf dem Weg nach Hause und traf dabei zufällig auf jemanden.
In beiden Fällen stellt sich die Frage: Kannte Frauke diese Person oder handelte es sich dabei um einen Unbekannten? Und falls Frauke sich überhaupt nicht auf den Heimweg machte, hieße das dann wiederum aber auch, sie hätte ihrer Freundin nicht die Wahrheit gesagt. Und wenn Frauke gelogen hatte, warum tat sie dies? Hatte Frauke möglicherweise ein bis heute gut gehütetes Geheimnis?
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von vul_kuolun »

2 Die SMS aus Nieheim.
Knapp zwei Stunden nach Fraukes Verlassen des "The Auld Triangle" wurde, am Mittwoch, den 21.Juni um 00:49 Uhr, aus dem Bereich der Funkzelle "Nieheim-Entrup", eine SMS von ihrem Handy an ihren Mitbewohner Chris verschickt. Frauke befand sich nun ca. 35 km von ihrem Ausgangsort entfernt. Wie gelangte sie dorthin? Hier muss man von der These "Frauke wurde mit einem Fahrzeug in diese Gegend gefahren", ausgehen. Das muss so gewesen sein, hierfür gibt es wohl kaum eine andere vernünftige Erklärung. Da hierüber weitestgehend Einigkeit herrschen dürfte, erspare ich euch, und mir, eine Aufzählung der Dinge die man hier ausschließen kann. Frauke wurde also in dieser Nacht mit einem Fahrzeug von Paderborn in den Funkzellenbereich "Nieheim-Entrup" gefahren. Dabei kann es sich sowohl um ihre freie Entscheidung gehandelt haben, ebenso kann sie dazu gezwungen worden sein. Da es allerdings keinen Hinweis auf eine Entführung o.ä. gibt, gehe ich zunächst eher davon aus, daß sich Frauke freiwillig auf diesen Weg machte. Des Weiteren muss man annehmen, daß sich mindestens eine Person mit Frauke in diesem Fahrzeug befand. Natürlich besteht hier, ich möchte es nur erwähnt haben, eine minimale Wahrscheinlichkeit, daß sich lediglich Fraukes Handy in dieser Funkzelle befand, aber diesen Gedanken verwerfen wir dann auch gleich wieder und betrachten uns den Inhalt der verschickten Nachricht etwas genauer: "Komme später. Das Spiel war lustig nicht gegen England :-D Hdgdl bis später".
Frauke kündigt an, später als mit Chris vereinbart, nach Hause zu kommen. Sie hatte also noch etwas vor, das, so dachte sie zumindest zu diesem Zeitpunkt, jedoch nicht so lange dauern würde und daß sie danach heimkehren würde. Des Weiteren kann man herauslesen, daß sie wohl einen guten Abend im Pub hatte, sie bezieht sich noch auf einen Insider mit Chris, demnach die beiden vorher darüber sprachen, daß die deutsche Mannschaft bei dieser WM im Achtelfinale hoffentlich nicht gegen die englische spielen müsse und endet mit einer ganz normalen Abschlussformel. Sowohl Chris als auch Fraukes Mutter Ingrid, waren sich sehr sicher, daß diese SMS von Frauke selbst verfasst wurde und auch die Ermittler stuften diese als authentisch ein. Aber hier kommen wir zu einer wichtigen Schlüsselfrage: Wann wurde die Nachricht geschrieben? Um 00:49 Uhr? Oder früher?
Soweit ich im Bilde bin, lässt sich das technisch wohl leider nicht eindeutig klären. Aber mal fernab jeglicher technischen Aufarbeitung möchte ich anmerken, daß sich das Geschriebene für mich nicht so liest als wäre es zwei Stunden nach dem Besuch im Pub verfasst worden. Daß Frauke später nach Hause kommen würde, das war Chris um diese Zeit ja wohl auch so schon klar. Wozu das noch schreiben? Es war mitten in der Nacht und Chris konnte ja auch nicht ewig warten. So hätte wahrscheinlich auch Frauke gedacht und hätte um diese Zeit sicherlich konkretere Angaben hinsichtlich ihres Heimkommens gemacht. Klar, es gibt unterschiedliche Definitionen von "später", aber die beiden kannten sich seit Jahren, waren lange ein Paar, da ist man in solchen Dingen, i.d.R., ganz gut aufeinander abgestimmt. Und daraufhin ein direkter Bezug auf ein Fußballspiel das fast zwei Stunden vorher beendet wurde? Ich weiß nicht. Ich denke, es ist am ehesten davon auszugehen, daß Frauke die SMS verfasste als sie noch die Gelegenheit dazu hatte und das war im Pub, mit Isabellas Akku. Es war also möglicherweise schon "später" als diese Nachricht verschickt wurde. Wenn dies zutreffen würde, wäre ein zufälliges Aufeinandertreffen mit einer Person nahezu ausgeschlossen. Was also bleibt und wovon ich ausgehe, ist, auch wenn es im Moment noch unwahrscheinlich erscheinen mag, daß Frauke sich mit einer Person verabredete und daraufhin traf. Aber um wen hätte es sich hierbei handeln können? Und wie hätte es überhaupt zu einer Verabredung an diesem Abend kommen können?
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vul_kuolun
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von vul_kuolun »

3 Fraukes Geheimnis!?
Als Frauke an diesem Abend mit ihren Freunden im Pub das Fußballspiel verfolgte, interessierte sie sich nicht wirklich für das Spiel. Sie schrieb hauptsächlich SMS-Nachrichten mit Niels. Sie fragte, ob er nicht noch vorbeikommen wolle. Niels wollte an diesem Abend nicht mehr kommen. Allein Fraukes Nachfrage auf ein Treffen mit Niels offenbart doch Folgendes: Frauke hätte sich, zu diesem Zeitpunkt, anscheinend durchaus vorstellen können noch weiter im Pub zu verweilen oder anderweitig um die Häuser zu ziehen. Was zum einen gegen die von Isabella erwähnte Müdigkeit, aber gleichzeitig auch gegen ein vereinbartes Treffen, kurze Zeit später, mit einer anderen Person spricht. Merkwürdig, da ich ja eben noch auf ein solches Szenario hinwies. Nun, es scheint für mich so als hätte bei Frauke, irgendwann während ihres Aufenthalts im Pub, ein Sinneswandel stattgefunden haben können. Wie aber hätte es zu einem solchen kommen können? Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich unseren Blick auf etwas anderes lenken. Ich hatte ja darauf hingedeutet, daß, wenn Frauke sich nicht auf den Nachhauseweg machte, sie ihre Freundin angelogen hatte. Aber wieso sollte sie das tun? Natürlich wäre es in diesem Moment nur eine kleine Lüge gewesen, aber was könnte dahinterstecken? Nunja, Menschen lügen u.a. um Dinge zu verbergen, die sie vor anderen geheim halten wollen. Wenn dem so wäre, worum hätte es sich hierbei handeln können? Was könnte eine junge Frau vor ihrem Umfeld verbergen wollen? Zugegeben, das könnte vieles sein.
Frauke war vor kurzem in eine neue Stadt gezogen, hatte eine Ausbildung begonnen und war im Begriff sich in dieser neuen Umgebung ein eigenes Leben, bzw. eine eigene Existenz aufzubauen. Es war bestimmt noch nicht alles perfekt, aber im Großen und Ganzen gefiel ihr das sicherlich – sie war dabei unabhängig zu werden. Aber was könnte nun Fraukes Geheimnis gewesen sein? Trug sie dieses Geheimnis möglicherweise unter ihrem Herzen? Frauke könnte einen Verdacht gehabt haben schwanger zu sein und daraufhin ihren, oder irgendeinen, Gynäkologen aufgesucht haben. Möglicherweise hatte sie auch eine Vertrauensperson, z.B. im St. Vincenz-Krankenhaus, die sie im Verlauf ihrer Ausbildung dort kennenlernte, an die sie sich in solch einer Angelegenheit hätte wenden können. Vielleicht wurde während einer Standarduntersuchung eine Schwangerschaft diagnostiziert? Was wäre, wenn dabei nicht nur eine Schwangerschaft, sondern eine sogenannte "verdrängte Schwangerschaft" diagnostiziert worden wäre?
"Unter einer verdrängten Schwangerschaft (..) versteht man das Phänomen, daß eine bestehende Schwangerschaft von der Frau nicht bewusst als solche wahrgenommen wird. Dabei wird die Schwangerschaft erst zu einem fortgeschrittenen Gestationszeitpunkt bekannt beziehungsweise ärztlich diagnostiziert. (..) Die verdrängte Schwangerschaft die bis zur 20. Schwangerschaftswoche diagnostiziert wird, hat eine Inzidenz von 1:475. (..) Bei der verdrängten Schwangerschaft wird zwischen drei Arten der Verdrängung unterschieden.
Tiefgreifende Verdrängung: Bei dieser Art der Verdrängung wird einerseits die emotionale Bedeutung, andererseits auch die bloße Existenz der Schwangerschaft aus dem Bewusstsein verdrängt. Das beinhaltet, daß typische Schwangerschaftszeichen (Gewichtszunahme, Mastodyne, Amenorrhoe etc.) entweder gar nicht vorkommen oder falsch interpretiert werden.
Affektive Verdrängung: Hierbei verändert sich die schwangere Frau weder körperlich noch emotional, obwohl sie sich ihrer Schwangerschaft bewusst ist. Diese Frauen denken, fühlen und handeln weiter so wie vor der Schwangerschaft.
Psychotische Verdrängung: Diese Form der Verdrängung tritt vor allem bei Frauen mit einer psychatrischen Vorgeschichte auf. Die psychotische Verdrängung kann auch bei Frauen vorkommen, denen früher ein Kind weggenommen wurde.
Untersuchungen haben ergeben, daß es sich bei den betroffenen Frauen um eine heterogene Gruppe mit keiner besonderen Häufung hinsichtlich Alter, Bildung, Integration in das soziale Umfeld und sozioökonomischen Status handelt. (..)".

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verdr%C ... ngerschaft
Ob überhaupt, und wenn ja, in welche dieser Kategorien Frauke zuzuordnen wäre, überlasse ich natürlich jedem selbst, aber ich halte ein solches Szenario für denkbar. Diese Dinge gibt es und sie passieren. Und auch nicht so selten wie man vielleicht zuerst annehmen würde.
Im Laufe meines Lebens stand in Gesprächen mit jungen Frauen, also Freundinnen, Bekanntschaften, Arbeitskolleginnen o.ä., immer mal wieder die Situation einer ungewollten Schwangerschaft zur Diskussion. Nicht selten war dabei die erste Reaktion: "Dann wäre mein (bisheriges; vom Autor eingefügtes Adjektiv um die Aussage etwas abzumildern) Leben vorbei." Ich frage mich, wie hätte Frauke in solch einer Situation reagiert? V.a. in Anbetracht ihrer, eben beschriebenen, neuen Lebenssituation. Hätte sie sich darüber gefreut? Hätte sie Zweifel gehabt? Wie hätten z.B. ihre Eltern reagiert? Ich möchte mich dbzgl. nicht zu sehr in Spekulationen verlieren, aber halte es durchaus für denkbar, daß es, v.a. seitens ihrer Mutter, ganz klare Ansagen oder Vorgaben bzgl. einer solchen Situation gab. Eigentlich bin ich mir dessen relativ sicher. Grundsätzlich glaube ich schon, daß zwischen Frauke und Ihrer Mutter ein normales bis gutes Vertrauensverhältnis bestand, dennoch ereilen uns manchmal Momente im Leben die wir nicht einmal mit unseren engsten Vertrauten teilen wollen oder können. Zumindest denken wir das mitunter.
Nun, allein mit solch einer Tatsache praktisch aus dem Nichts konfrontiert zu werden, kann, wenn man nicht wirklich damit rechnet, natürlich erstmal ein Umstand sein der das komplette Leben auf den Kopf stellen würde. Wenn man nun, aus welchen Gründen auch immer, für sich zu dem Schluß käme die Leibesfrucht nicht zu gebären, dann jedoch zusätzlich noch erfahren müsste, daß dies auf legalem Weg nicht mehr möglich wäre? Das könnte einem dann schon richtig den Boden unter den Füßen wegreißen und in Panik versetzen. Wäre es undenkbar, daß dieser Gynäkologe einer jungen Frau in ihrer Verzweiflung eine Alternative offenbart? Er sagt z.B. etwas wie: "Ich kenne da jemanden in Nieheim und derjenige kann Ihnen weiterhelfen."
"Kriminalität ist weit verbreitet. Logik ist selten. Daher solltest du dich eher mit der Logik als mit dem Verbrechen befassen." Sherlock Holmes
vul_kuolun
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4 Der "Schrauber" aus Nieheim.
Fraukes Mutter Ingrid erinnerte sich daran, daß Frauke sie einmal, kurz vor Ihrem Verschwinden, nach Nieheim fragte. Frauke wollte wissen, wo das denn wäre. Auf Nachfragen Ingrids warum sie das wissen wolle erwiderte Frauke, sie kenne dort einen "Schrauber" mit einer "Werkstatt". Ich halte es durchaus für denkbar, daß Frauke sich in diesem Moment spontan einer Notlüge bediente und so kurzerhand aus "Doktor" ein "Schrauber", und aus "Praxis" eine "Werkstatt" wurde. Manchmal sind die Dinge einfach nicht so wie sie uns erscheinen.
Und nur um schon einmal vorzugreifen und damit kein falscher Eindruck entsteht, da ich Frauke immerhin schon zum zweiten Mal einer Lüge bezichtige: Nein, ich denke nicht, daß Frauke eine notorische Lügnerin o.ä. war und möchte sie auch nicht so darstellen. In beiden Fällen wären es, mMn, Notlügen gewesen, die aber in Verbindung zu "Etwas" standen und die, aus Fraukes Sicht, nötig waren um dieses "Etwas" zu verbergen. Einmal vor Isabella, einmal vor ihrer Mutter.
Ausgehend von dieser These, wie könnte eine Kontaktaufnahme zu dieser Person aussehen? Sicherlich würde man nicht sagen: "Hier haben Sie Namen und Adresse, fahren Sie doch mal hin.", oder: "Ich gebe Ihnen die Telefonnummer. Rufen Sie einfach mal an." Ich denke, es wäre auch eher nicht anzunehmen, daß diese Person sich einfach so auf Fraukes Handy melden würde. Vorstellbar wäre z.B., daß man ihr ein anonymes Prepaid-Handy mit den Worten: "Die Person wird sich in naher Zukunft bei Ihnen melden.", überreichen würde, das sie die nächste Zeit stets bei sich tragen solle.
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vul_kuolun
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5 Ein Treffen und eine folgenreiche Entscheidung.
Begeben wir uns anhand dieser Annahmen erneut ins "The Auld Triangle", am Abend des 20. Juni. Frauke schreibt SMS-Nachrichten mit Niels. Sie fragt, ob er nicht noch vorbeikommen wolle. Niels möchte nicht mehr kommen. Kurz darauf empfängt Frauke eine Nachricht auf ihrem "Zweithandy", mit der sie an diesem Abend mit Sicherheit nicht gerechnet hatte: "Können wir uns noch heute treffen? Es ist wichtig!". Da laut Isabella kein Toilettengang Fraukes o.ä. stattfand, hätte dann das Lesen und Beantworten dieser Nachricht irgendwie von Fraukes Platz aus stattfinden müssen. Nun, Fraukes Freunde haben sicherlich auch hin und wieder mal das Spiel verfolgt, sich miteinander oder anderweitig unterhalten, oder könnten sonst wie für einen Moment abgelenkt gewesen sein. Ich denke, das wäre schon irgendwie zu bewerkstelligen und möglich gewesen. Frauke war einen Großteil der Zeit damit beschäftigt Nachrichten mit Niels auszutauschen und wenn sie dabei einigermaßen verdeckt, etwa unter dem Tisch, für einen Augenblick mit einem ähnlichen oder womöglich gleichen Handymodell herumhantiert hätte? Wem wäre da etwas aufgefallen und warum hätte darauf überhaupt jemand achten sollen? Es wurde also möglicherweise ein Treffen vereinbart. Als Zeitfenster würde ich hier von ca. 23:05-23:15 Uhr und als Treffpunkt von einem relativ nahe gelegenen Ort ausgehen.
Das Spiel ist zu Ende. Frauke tippt auf ihrem Handy noch schnell eine SMS an Chris, da sie jetzt annimmt später nach Hause zu kommen, ohne zu merken, daß die SMS noch nicht verschickt wurde und zieht den von Isabella geliehenen Akku aus ihrem Handy. Frauke gibt vor müde zu sein und Chris nicht warten lassen zu wollen. Sie verlässt den Pub, macht sich jedoch nicht auf den Heimweg, sondern geht direkt zum vereinbarten Treffpunkt – möglicherweise irgendwo im Bereich um das St. Vincenz-Krankenhaus. Also ca. 5-10 Minuten Fußweg, wenn überhaupt.
Wesentlich wäre dann natürlich immer noch die Frage, bzw. die Antwort auf die Frage: "Mit wem hatte sich Frauke verabredet?". Ich habe es eben schon vage angedeutet – ich könnte mir vorstellen, daß diese Person zu dieser Zeit für das St. Vincenz-Krankenhaus tätig gewesen ist oder zumindest in irgendeiner Verbindung dorthin stand. Frauke kannte diese Person bislang vermutlich eher nicht, oder wenn, dann nur vom Sehen oder flüchtig.
Am Treffpunkt angekommen, steigt Frauke in das wartende Auto. Die nächsten ca. 15-20 Minuten findet ein Gespräch statt. Entweder verweilt man währenddessen am Treffpunkt oder fährt ein bißchen durch die Gegend. Frauke wird damit konfrontiert eine spontane Entscheidung treffen zu müssen: "Wenn du diese Sache durchziehen willst, dann muss es jetzt sein. Entweder jetzt oder überhaupt nicht. Es ist deine Entscheidung." Ein möglicher Grund für diesen auferlegten Entscheidungs-, bzw. Zeitdruck könnten z.B. die in der folgenden Woche beginnenden Sommerferien sein. In NRW begannen diese im Jahr 2006 am 26. Juni. Mit dem vorhergehenden Wochenende könnte man auch schon am 24. Juni in den lange geplanten und lange ersehnten Sommerurlaub starten. Somit wäre man erst in zwei bis drei, vielleicht vier Wochen wieder zurück. Zum einen wäre dann eine Schwangerschaft immer deutlicher sichtbar und irgendwann kaum mehr zu verbergen, zum anderen ginge auch ein entsprechender Eingriff mit mehr möglichen Komplikationen und erhöhtem Risiko einher. Sicherlich fühlte Frauke sich in diesem Moment überrumpelt, aber Einwänden wie: "Ich muss morgen in die Berufsschule.", "Mein Mitbewohner wartet auf mich." o.ä., wurde mit: "Du bist eine erwachsene Frau. Wenn du mal zwei Tage nicht da bist, wird nicht gleich ein Suchtrupp losgeschickt und bis du zurück bist, wird dir schon irgendeine Erklärung einfallen.", entgegnet. Nach kurzer Überlegung, aber innerlich wankelmütig, entschloß sich Frauke das jetzt durchzuziehen.
Das Auto begibt sich ca. 23:20-23:35 Uhr in Richtung Nieheim, ca. 35-45 Minuten Fahrzeit später war das Ziel erreicht. Es war mittlerweile ca. 23:55-00:20 Uhr. Frauke wurde ihre Unterkunft gezeigt, möglicherweise ein Gästezimmer, eine Einsiedlerwohnung o.ä., in einem mittleren oder mittelgroßen Einfamilienhaus, und es wurde ihr die Möglichkeit geboten den leeren Akku ihres Handys aufzuladen. Das Nokia 6230 war zu dieser Zeit das weitverbreitetste Handy Europas und auch andere Nokia-Ladekabel hätten wohl ein Aufladen des Handys ermöglicht. Daß der Haushalt über mindestens ein Nokia-Handy verfügte, davon ist auszugehen. Sie durfte ihr Handy allerdings über die Dauer ihres Aufenthaltes nicht bei sich behalten – keine nachvollziehbaren Kontakte zur Außenwelt in dieser Zeit. Die Gründe hierfür sollten offensichtlich sein. Auf Bitten Fraukes wurde ihr ausnahmsweise gewährt noch einmal nachzuschauen, ob sie eine Antwort von Chris oder sonstige Nachrichten empfangen hatte und sie schaltete das Handy kurz ein. Zu diesem Zeitpunkt war natürlich nicht mit den Entwicklungen der nächsten Tage zu rechnen, wobei man hier womöglich "Fünfe gerade sein ließ", wie man so sagt. Erst jetzt, um 00:49 Uhr, wurde die im Pub verfasste SMS an Chris versendet, was, wenn überhaupt, in diesem Moment vermutlich nur Frauke mitbekam. Danach wurde ihr das Handy abgenommen und auch das "Zweithandy", das sie zur Kontaktaufnahme erhielt, musste sie ebenfalls seinem Besitzer übergeben.
Mir ist bekannt, daß umfangreiche Ermittlungen im Bereich Nieheim stattfanden und die Ermittlungsbehörden lange Zeit von Nieheim als Festhalteort ausgingen oder es noch tun. Auch ich gehe davon aus, daß Frauke sich, möglicherweise über den gesamten Zeitraum, zumindest aber die ersten Tage, in Nieheim befand. Allerdings zu diesem Zeitpunkt, mehr oder weniger, aus freiem Willen. Sie war nun zwar eingeschränkt in ihrem Sein und Tun, aber ich denke nicht, daß sie im "klassischen Sinne" festgehalten wurde. Noch nicht!
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vul_kuolun
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6 Die Vorbereitungen laufen an.
Wie läuft ein operativer Schwangerschaftsabbruch ab?
Auf familienplanung.de stand bis vor kurzem Folgendes:
"Der operative Schwangerschaftsabbruch wird in der Regel ambulant in einer Klinik oder Arztpraxis durchgeführt. Nach dem Eingriff und einer kurzen Ruhepause kann die Frau nach Hause gehen. Der operative Abbruch kann in einer kurzen Vollnarkose oder in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. (..) Das Standardverfahren ist die Vakuumsaspiration, auch Absaugung oder Saugkürettage genannt. (..) Die früher häufig durchgeführte Kürettage, bei der mit einem löffelartigen Instrument die Gebärmutter ausgeschabt wird, wird aufgrund einer höheren Komplikationsrate nicht mehr empfohlen. (..) Der operative Schwangerschaftsabbruch verläuft in der Regel in drei Schritten:
1. Beratung und Vouruntersuchung
(..) Die Ärztin oder der Arzt prüft mit einer Ultraschall-Untersuchung die Lage der Gebärmutter und das Alter der Schwangerschaft. (..) Bei der Voruntersuchung werden Sie auch über Vor- und Nachteile der Vollnarkose und der örtlichen Betäubung aufgeklärt, sodass Sie sich für eine Methode entscheiden können, sofern beide angeboten werden. Wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt, dürfen Sie wie bei jeder Narkose einige Stunden vorher nichts essen, trinken, kein Kaugummi kauen und nicht rauchen.
2. Eingriff und Narkose
(..)
3. Nach dem Eingriff
Nach der Vollnarkose werden Sie etwas benommen sein."

Für das, was Frauke bevorstand, wurden ursprünglich vermutlich zwei, vielleicht drei Tage eingeplant. Im Laufe des Tages hätten die notwendigen Untersuchungen, Aufklärung über den bevorstehenden Eingriff und weitere Vorbereitungen vorgenommen werden können. Vielleicht entschied sich Frauke für eine Vollnarkose, vielleicht hatte sie keine Wahl. Am nächsten Tag, mittlerweile war es Donnerstag, der 22. Juni, gab es dann, wie im Artikel beschrieben, nichts mehr zu essen, nichts mehr zu trinken etc., und am Abend sollte dann der eigentliche operative Eingriff erfolgen.
Das Narkosemittel Propofol, das oft als kurzzeitiges Narkosemittel bei operativen Eingriffen eingesetzt wird, ist, laut einer Studie, nach einer Anästhesie lediglich bis zu 15 Stunden im Blut nachweisbar, sein Stoffwechselprodukt Propofol-Glucuronid im Blut und Urin bis zu 60 Stunden. Wie es sich mit einer sonstigen Nachweisbarkeit, wie z.B. einer Haarprobe verhält, dazu konnte ich bzgl. Propofol leider nichts finden. Allgemein scheint aber zu gelten, daß eine einmalige, oder geringe Verabreichung verschiedener Stoffe, i.d.R., bei einer Haaranalyse, nicht oder nur sehr schwer nachweisbar ist. Dies wird auch am Ende meiner Ausführungen noch einmal wichtig werden.
Natürlich steht auch irgendwann die Frage des finanziellen Aspekts dieses geplanten "operativen Eingriffs" im Raum. Auch diesen hätte es, über kurz oder lang, geben müssen. Auf der Suche nach möglichen Kosten für einen legalen Schwangerschaftsabbruch bin ich immer wieder auf eine Summe um die € 800.– gestoßen. Ich habe keine Ahnung, in welchem Bereich man sich hier auf dem "Schwarzmarkt" bewegt, oder damals bewegte. Das Doppelte? So würde ich das zumindest ungefähr einschätzen, aber ich weiß es nicht. Hätte Frauke die finanziellen Möglichkeiten hierfür gehabt? Wahrscheinlich. Gab es zeitnah zu Fraukes Verschwinden eventuell ungewöhnliche, ungeklärte höhere Geldabhebungen von ihrem Konto? War sie also diesbezüglich auf dieses Vorhaben schon vorbereitet und hatte das Geld bei sich? Vielleicht zeigte man sich aber, aufgrund der Spontanität des Ganzen, auch kulant und einigte sich auf eine spätere Bezahlung?
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