VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
urmai

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von urmai »

Ich denke auch die Unfalltheorie kann nicht ganz ad acta gelegt werden. Wenn Emile von einem Fahrzeug angefahren wurde und dann auf einen Gegenstand ( evtl. Brunnen ) aufgeschlagen ist, dann könnte auch eine stumpfe Verletzungen im Gesicht die Folge sein.
laeuferin
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Unfall ja, sehe ich ähnlich. Gegen den Brunnen, gegen den Blumenkübel, etc

Und die gekonnten Vertuschungsaktionen ( mehrere Lagerorte, getrennte Aufbewahrung von Kleidung, Waschen von Kleidung ( wann? ) , Trennung von Leichenteilen , Verbringung von Ueberresten), Inszenierungen ( Schädelplatzierung) sprechen für mich dafür, nicht das Werk eines Einzelnen!

Nach Emiles Verschwinden und an Tag 1 soll reger Verkehr geherrscht haben zum Dorf ( Helfer bei der Suche), aber auch im Dorf und aus diesem heraus!!!

Es wäre nicht aufgefallen, hätte man Emile mit einem Fahrzeug abtransportiert. Zudem suchte man nicht nach einem im Heck eines Fahrzeugs versteckten toten Jungen, sondern nach einem entlaufenen hoffentlich lebenden Jungen!

Bin ich eigentlich allein mit der Meinung, dass das Platzieren des Schädels such ein absolut böser Akt gewesen sein könnte?! Hass? Inszenierung eines grausamen Mörders?

Gar nicht ein mitleidiger, mitfühlender Akt? ( Gewissheit für die Eltern)

Ich stelle mir vor, mein Kind ist vermisst, ja ich muss damit rechnen, eines Tages sagt mir die Polizei, wir haben ihn gefunden. Aber wenn die erste Nachricht ist, sein Schädel wurde gefunden ist das doch der blanke Horror für die Eltern allein die bildliche Vorstellung der Schädel auf einem Weg. Wie inszeniert.
Ich hoffe es wurde ihnen nicht so beigebracht , sondern schonend, aber die Story um den Fund würde sich schnell verbreiten.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

z3001x hat geschrieben: Montag, 07. April 2025, 22:01:28 Ich meine über Socialmedia-Recherchen rausgefunden zu haben - und das wurde meiner Erinnerung nach anfangs im Sommer 2023 in der frz Presse auch so dargestellt, aber später dann nicht mehr erwähnt (oder täusche ich mich da?) - dass der junge Sichtzeuge "Tim" (frz "Tintin") der Sohn vom älteren Zeugen ist. Und wenn es stimmt, dann ist der außerdem ein Schäfer bzw. übt diese Tätigkeit aus und er ist viel in den Wäldern um Haut-Vernet unterwegs. Das ist das, was man über Social Media mitkriegt.

Also Tim ist nicht der Sohn vom älteren Zeugen.

Hier ist eine Zusammenfassung dessen, was ich rausgefunden habe, da eine Bekannte von mir in der Nähe von Le Vernet ebenfalls ein Ferienhaus besitzt.

Tom All..... ist der direkte Nachbar der Großeltern und der Teenager, der als Zeuge auftritt. Er ist der Cousin des 16-jährigen Traktorfahrers aus dem Weiler Roussimal, der zu Beginn der Ermittlungen eine Rolle spielte, da er oft sehr schnell mit seinem Traktor unterwegs war.

Der ältere Zeuge, der angeblich gesehen hat, wie der Großvater Emile verfolgt hat, ist R.B., der stellvertretende Bürgermeister von Le Vernet und etwa 50 Meter von den V... entfernt wohnt (am Brunnen). Er besitzt einen Berner Sennenhund. Über R.B. wohnen Nathalie und Pascal, die einen Schäferhund haben. Diese Nachbarn berichteten, dass ihr Hund am Tag von Emiles Verschwinden beim Tierarzt war, nicht R.B.. In den Medien wird oft viel Unsinn verbreitet, und eine Zeitung kopiert häufig von der anderen.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das würde in üblen Tratsch ausarten und erst mal abwarten, wie sich der Fall entwickelt. ;)
papaya
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Vielen Dank für Deine ganzen Informationen. Ich finde Insider-Kenntnisse über das Dorf für uns alle sehr hilfreich.

Es ist kein Tratsch, denn es sind ja keine Spekulationen oder haltlosen Verdächtigungen. Wir alle möchten die Konstellation bestmöglich verstehen.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

laeuferin hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 02:08:02
Bin ich eigentlich allein mit der Meinung, dass das Platzieren des Schädels such ein absolut böser Akt gewesen sein könnte?! Hass? Inszenierung eines grausamen Mörders?

Gar nicht ein mitleidiger, mitfühlender Akt? ( Gewissheit für die Eltern)

Ich stelle mir vor, mein Kind ist vermisst, ja ich muss damit rechnen, eines Tages sagt mir die Polizei, wir haben ihn gefunden. Aber wenn die erste Nachricht ist, sein Schädel wurde gefunden ist das doch der blanke Horror für die Eltern allein die bildliche Vorstellung der Schädel auf einem Weg.
Ich erwäge ebenfalls verschiedene Hypothesen, solange kein Täter ausgemacht ist. Ist es nicht das Grauenhafteste für Eltern eines verschwundenen Kindes, im Ungewissen über das Geschehen zu sein? In diesem Fall hätte der "Perversling" den Eltern zumindest einen kleinen Dienst erwiesen.
Dank der Eltern, 31.März 2024

Der Anwalt der Eltern von Émile, Jéròme Triomphe, veröffentlicht ein Kommuniqué. "Die sterblichen Überreste des kleinen Emile werden gerade gefunden. Auch, wenn diese herzzerreißende Nachricht gefürchtet wurde, es ist nun die Zeit der Trauer, des Rückzugs und des Gebets", so der Rechtsanwalt.

"Marie und Colomban wissen seit dem heutigen Ostersonntag ("dimanche de la Résurrection"), dass Émile im Licht und in der Zärtlichkeit Gottes über sie wacht", so der Anwalt und fährt fort, "dass Schmerz und Kummer bleiben werden".

Die Eltern danken "der Gesamtheit all jener, die ihnen geholfen und sie unterstützt haben, sowie auch den Ermittlungsrichtern und den Ermittlungsbeamten für ihre Arbeit, ihre Professionalität, ihren persönlichen Einsatz und ihre Menschlichkeit".
https://www.bfmtv.com/bfm-dici/direct-l ... cle_272946

Gut, man weiß auch nicht, was im Kopf so eines Perverslings vorgeht und nicht jede Handlung muss logisch nachvollziehbar sein, daher ist es auch nicht zu 100 Prozent auszuschließen.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

papaya hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 10:56:02 Vielen Dank für Deine ganzen Informationen. Ich finde Insider-Kenntnisse über das Dorf für uns alle sehr hilfreich.

Es ist kein Tratsch, denn es sind ja keine Spekulationen oder haltlosen Verdächtigungen. Wir alle möchten die Konstellation bestmöglich verstehen.
Sehr gerne. ;)

Nur soviel kann ich preisgeben, ist dem einen oder anderen bereits bekannt.
  • P.V. ist sehr einflussreich, unter anderem ist er mit dem Bischof von Aix Christian Delarbre befreundet, welcher auf sein Geheißen hin dafür sorgte, dass Pater Gilliot sein Amt abgeben musste.
    P.V. lässt regelmäßig Spenden für die Gemeinde Le Vernet einfließen, aus eigener Tasche und über Sponsoren.
    Hinter vorgehaltener Hand wird er von vielen im Dorf verdächtigt, etwas mit dem Tod von Emile zu tun zu haben, aber man fürchtet seinen Einfluss und schweigt.
Die Großmutter Anne hat keinen Beruf, da sie sich dafür entschied Mutter und Hausfrau zu sein. Sie stammt aus einer wohlhabenden Familie, war Einzelkind und hat beträchtlich geerbt.

Ich möchte noch anfügen, dass dies keine gesicherten Fakten sind, sondern was man sich so in der Umgebung erzählt.
Alles andere möchte ich nicht preisgeben, da geht es teilweise um Inzucht innerhalb des Dorfes und andere Sachen jenseits des guten Geschmacks.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Kim hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 10:04:25 Also Tim ist nicht der Sohn vom älteren Zeugen.

Hier ist eine Zusammenfassung dessen, was ich rausgefunden habe, da eine Bekannte von mir in der Nähe von Le Vernet ebenfalls ein Ferienhaus besitzt.

Tom All..... ist der direkte Nachbar der Großeltern und der Teenager, der als Zeuge auftritt. Er ist der Cousin des 16-jährigen Traktorfahrers aus dem Weiler Roussimal, der zu Beginn der Ermittlungen eine Rolle spielte, da er oft sehr schnell mit seinem Traktor unterwegs war.

Der ältere Zeuge, der angeblich gesehen hat, wie der Großvater Emile verfolgt hat, ist R.B., der stellvertretende Bürgermeister von Le Vernet und etwa 50 Meter von den V... entfernt wohnt (am Brunnen). Er besitzt einen Berner Sennenhund. Über R.B. wohnen Nathalie und Pascal, die einen Schäferhund haben. Diese Nachbarn berichteten, dass ihr Hund am Tag von Emiles Verschwinden beim Tierarzt war, nicht R.B.. In den Medien wird oft viel Unsinn verbreitet, und eine Zeitung kopiert häufig von der anderen.

Ich könnte noch viel mehr schreiben, aber das würde in üblen Tratsch ausarten und erst mal abwarten, wie sich der Fall entwickelt. ;)
Also ich glaub du hast Recht darin, dass ich mich wohl getäuscht habe und ein "Tim" nicht der jüngere und mit den V's benachbarte Zeuge ist. Ich bin mit Tom und Tim durcheinander geraten. Da gibt es ja schon ein Namenswirrwarr, der Tom wird teils auch Marc genannt, oder ist das noch mal eine andere Person?
Allerdings gibt es durchaus einen "Tim", oder Tintin auf frz, der mMn schon der Sohn des älteren Zeugen RB sein muss, weil die Tochter des älteren Zeugen RB diesen Tim/Tintin eben oft als ihren Bruder bezeichnet und RB mehrfach als ihren Vater. Außerdem postet er, "Tim", viele Bilder, wo er sich eben genau an diesem Haus aufhält (also dem des 2. Zeugen dem Brunnen-nahen), bzw. an der Kapelle oder dem Brunnen-Dreieck.
Wenn er aber nur der Sohn von RB ist und nicht der junge Zeuge, ist ja nicht so relevant wie angenommen.
Ich finde trotzdem diese lokalen Zusammenhänge interessant und relevant. Weil ich mir die Situation konkret vorstelle, insbesondere auch den Aspekt wie das wohl so angekommen ist, wenn in einem Ort mit formal 25 Einwohner eine Familie ferienweise da aufschlägt, und die selbst schon aus 12 Leuten bestehen. Ich kenne selbst so kleine ländliche frz Dörfer und die Leute legen da großen Wert auf Zusammenhalt. Das beinhaltet aber auch das man sich in die "Ordnung" einfügt, wenn man von außen kommt. Da frag ich mich, ob das gut geklappt hat mit den Vedos und ihren sehr eigenständigen Lebensstil und Ansichten etc. Und weil die Aussagen des Traktorfahrers (nicht schlimm, wenn ich einen Vedo umniete) und die Auseinandersetzung zwischen PV und ihm am Morgen des 8.7.23, evtl. auch die beschädigte Mauer (war's ein Versehen oder aber Provokation?) ja durchaus ein real existierendes Konfliktpotential offenbaren.
Wobei muss man auch sagen der Traktorfahrer selbst wurde wohl eingehend untersucht und am Ende entlastet, weil er wohl mit seinem Moped in der angenommenen Verschwindezeit einige KM entfernt war. An einer Tankstelle. @AngRa hat dazu was gepostet seinerzeit Ende 2023.
Allerdings zählt das nur, wenn das Verschwinden nach 17:15 war. Ausgangs hieß auch, Emile sei ab 16:30 oder 16:45 verschwunden. Bzw ab da wurde er in ersten Aussagen in der Straße gesehen.
Und selbst wenn der Traktorfahrer raus ist. Diese Thematik bzgl. der lokalen Situation, ob es da welche gab, denen die V's auf den Zeiger gingen, find ich relevant. Allerdings in der Tat ein Wespennest für Gerüchte.
Ein kleines Kind kommt eben viel schneller "unter die Räder" wenn einer gerade ein bisschen auf Beef aus ist, als ein Erwachsener. Das muss ja nicht ein Ritualmord sein, oder irgendwas extrem abseitiges. Es kann auch alles recht banal gewesen sein, also die Umstände wie Emile zu Tode kam, anfangs. Es muss kein Mord gewesen sein.
papaya
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

z3001x hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 12:27:55 Ein kleines Kind kommt eben viel schneller "unter die Räder" wenn einer gerade ein bisschen auf Beef aus ist, als ein Erwachsener. Das muss ja nicht ein Ritualmord sein, oder irgendwas extrem abseitiges. Es kann auch alles recht banal gewesen sein, also die Umstände wie Emile zu Tode kam, anfangs. Es muss kein Mord gewesen sein.
Das ist völlig unstrittig, andererseits sind die aktuellen Informationen ungewöhnlich komplex für die Vertuschung eines Unfalls.

Eigentlich müsste das doch die große Stunde der Profiler und operativen Fallanalytiker (in Frankreich profilage criminel) sein, insbesondere der Freiberufler und Rentner, die zu allem ungefragt ihren Senf beisteuern. Habe allerdings im Fall Émile noch nichts dergleichen gefunden.

Wahrscheinlich sind dort nur die Profis mit ihrer Software ANACRIM im Rennen.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

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z3001x hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 12:27:55
Allerdings gibt es durchaus einen "Tim", oder Tintin auf frz, der mMn schon der Sohn des älteren Zeugen RB sein muss, weil die Tochter des älteren Zeugen RB diesen Tim/Tintin eben oft als ihren Bruder bezeichnet und RB mehrfach als ihren Vater. Außerdem postet er, "Tim", viele Bilder, wo er sich eben genau an diesem Haus aufhält (also dem des 2. Zeugen dem Brunnen-nahen), bzw. an der Kapelle oder dem Brunnen-Dreieck.
Hast du mal einen Link? Ich habe davon noch nichts gehört oder gesehen. Gerne auch per PN.
z3001x hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 12:27:55
Ein kleines Kind kommt eben viel schneller "unter die Räder" wenn einer gerade ein bisschen auf Beef aus ist, als ein Erwachsener. Das muss ja nicht ein Ritualmord sein, oder irgendwas extrem abseitiges. Es kann auch alles recht banal gewesen sein, also die Umstände wie Emile zu Tode kam, anfangs. Es muss kein Mord gewesen sein.
Da bin ich ganz deiner Meinung.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

papaya hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 15:07:15 Das ist völlig unstrittig, andererseits sind die aktuellen Informationen ungewöhnlich komplex für die Vertuschung eines Unfalls.

Eigentlich müsste das doch die große Stunde der Profiler und operativen Fallanalytiker (in Frankreich profilage criminel) sein, insbesondere der Freiberufler und Rentner, die zu allem ungefragt ihren Senf beisteuern. Habe allerdings im Fall Émile noch nichts dergleichen gefunden.

Wahrscheinlich sind dort nur die Profis mit ihrer Software ANACRIM im Rennen.
Vielleicht könnten wir als Hobbyermittler diese Aufgabe übernehmen. Jeder von uns erstellt unabhängig eine Liste, die sowohl Argumente für als auch gegen einen oder mehrere Täter innerhalb der Familie V. enthält. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, eine weitere Liste zu erstellen, die Gründe aufzeigt, warum ein Täter außerhalb der Familie in Betracht gezogen werden könnte. Zum Schluss fassen wir alle wichtigen Punkte zusammen! Die Kraft der Schwarmintelligenz sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. ;)

Wer macht mit?
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

papaya hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 15:07:15

Wahrscheinlich sind dort nur die Profis mit ihrer Software ANACRIM im Rennen.
Wir kennen die Akten nicht und ich bin mir ziemlich sicher, dass da bereits "mehr am Rennen" ist. Durch diese mediale Berichterstattung wurde bereits Druck aufgebaut, und das nicht ohne Grund.
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Gast A »

Also ich halte es für möglich, dass die Zeugen ein anderes Kind für Émile gehalten haben

und dass möglicherweise schon vor dem langen Mittagsschlaf etwas passsiert ist.
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

Gast A hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 16:46:59 Also ich halte es für möglich, dass die Zeugen ein anderes Kind für Émile gehalten haben

und dass möglicherweise schon vor dem langen Mittagsschlaf etwas passsiert ist.
Das halte ich auch für möglich. Der jugendliche Zeuge ist sich ohnehin nicht mehr sicher, und es besteht die Möglichkeit, dass R.B. (älterer Zeuge) unter Druck gesetzt wurde. Allerdings unterstützt seine Aussage auch die Version des "Ausbüchsens". Es könnte auch sein, dass er versuchte, von sich selbst abzulenken.

Fragen über Fragen....
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

Wenn jemand Interesse hat, außerhalb der Medien zu recherchieren, hier ein Link. Es sind Informationen zu Grundbucheintragungen, Eigentum, Eheschließungen und ähnlichem in Frankreich zu finden. Ich habe es persönlich noch nicht getestet, aber es ist auf jeden Fall öffentlich zugänglich und somit legitim.

Einfach einen entsprechenden Namen eingeben...

https://www.pappers.fr/
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

Es gibt einen neuen Artikel von Le Nouveau Détective /08/04/2025 à 16h40) , leider hinter Paywall. Ich finde den Artikel (Zusammenfassung) ziemlich interessant und stelle ihn deshalb auf Französisch zur Verfügung. Übersetzen kann es sich ja jeder selbst, sofern er möchte.

https://www.lenouveaudetective.com/enqu ... CljReHWGBg

Tod von Émile: Warum zieht sich die Schlinge um die Familie immer enger zu?

Plus d’une semaine après la levée des gardes à vue des grands-parents d’Émile ainsi que de son oncle et de sa tante, le mystère sur la mort de l’enfant semble toujours entier. Détective fait le point.

On a bien cru que la vérité allait enfin éclater. Mais non. Plus d’une semaine après la levée de la garde à vue des grands-parents d’Émile, sans aucune poursuite, c’est toujours le flou complet sur les circonstances précises qui ont conduit l’enfant à sa mort. Seules certitudes désormais acquises (mais elles sont de taille), le petit garçon a reçu un choc à la tête, et son corps a été déposé dans le vallon où on l’a découvert. Tout semble donc indiquer qu’une des dix-sept personnes présentes au Haut-Vernet ce 8 juillet 2023 serait en cause. Mais qui ?
La semaine dernière, notre reporter Mathieu Fourquet est retourné arpenter le hameau montagnard et ses abords, pour tenter de percer un peu du mystère de ce Cluedo glaçant. Une entreprise difficile : au Haut-Vernet, ancien havre de paix aujourd’hui privé de sa tranquillité, c’est peu dire qu’on est lassé de voir défiler les uniformes, et encore plus les journalistes. « Vous racontez tous n’importe quoi ! », dit d’emblée une dame avant de lui claquer la porte au nez. On comprend son hostilité et la respecte. Mais elle se trompe. Ce que nous allons vous livrer maintenant, ce ne sont pas des inventions pour vendre du papier. C’est le fruit du travail de terrain, pour recouper les éléments, interroger les témoins, vérifier. Le carnet de route d’un reporter en quête de vérité(s). Avec à la clé, quelques éléments nouveaux et révélations inattendues…


Le jeune témoin qui aurait vu Émile n’en est plus très sûr


Il s’appelle Tom. Il a 17 ans. Depuis le début des investigations, on rapporte qu’il aurait vu le petit garçon passer devant chez lui, quelques minutes seulement avant de disparaître. Un témoigne crucial qui semble appuyer l’idée que l’enfant s’est bien, sinon enfui, du moins éloigné seul de chez lui. Sauf que Tom n’est pas complètement sûr qu’il s’agissait bien d’Émile ! C’est en tout cas ce que m’affirme un membre de sa famille, absent ce jour-là.
— Tom bricolait à l’étage, explique-t-il. Il a dit aux gendarmes qu’en descendant chercher une perceuse, il a vu un enfant passer devant la maison, mais il avait la tête dans ses travaux et n’est pas très curieux de la vie des autres. Il n’est pas sûr du tout que c’était Émile !


L’autre témoin ne veut rien dire


Le deuxième témoin qui aurait vu Émile descendre vers le Bas-Vernet est un sexagénaire qui habite à cinquante mètres de la maison des Vedovini. Impossible pour moi de l’interviewer : il refuse de s’exprimer devant la presse et possède un gros chien marron qui n’a pas l’air très causant non plus (ou alors, pas comme l’espère un reporter sans armure). Dommage. Mais une source fiable, très proche de l’enquête, me le confirme : le sexagénaire a bien déclaré avoir vu Émile descendre la route. Selon lui, Philippe Vedovini l’a imité quelques minutes plus tard. Le témoin aurait également vu le grand-père d’Émile remonter seul.

On en sait plus sur le coup de sang du grand-père avant les faits


On rapporte que, peu avant la disparition d’Émile, son grand-père se serait emporté contre un jeune agriculteur du voisinage. Un épisode qui semble accréditer l’idée qu’il était à cran. Vrai ou faux ? Un proche du jeune homme impliqué m’explique :
— Il était venu en tracteur aplanir le terrain où je gare ma voiture. Philippe Vedovini l’a accusé d’avoir abîmé son mur dans l’opération. Mais il n’y a pas eu de dispute violente. Juste des mots.
Mais alors, le patriarche reprochait-il aussi au jeune homme sa conduite dangereuse au quotidien, comme on l’a également rapporté ?
— Non ! jure mon interlocutrice. Il est agriculteur, il faut bien qu’il travaille. Mais son tracteur ne peut pas dépasser les 30 km/h.
Selon plusieurs sources du village, Philippe Vedovini n’était de toute façon pas apprécié de beaucoup d’habitants. Il avait eu par le passé d’autres accrochages, notamment autour des terrains qu’il empruntait pour parquer ses chevaux.


Le Haut-Vernet n’est pas un « cul-de-sac »


On dit depuis le départ qu’on ne peut accéder au Haut-Vernet que par une seule route sans issue. C’est faux. On peut aussi atteindre le hameau par un autre chemin, certes plus difficile, mais qui existe, via le col du Labouret.


On devine pourquoi les gendarmes se sont intéressés au van équestre


Le 25 mars dernier, au moment de placer Philippe Vedovini en garde à vue, les enquêteurs ont également saisi le van avec lequel il transporte ses chevaux. Pourquoi ? J’ai appris que durant l’été 2023, cet attelage, toujours garé au même droit, avait été stationné un temps au Bas-Vernet à une place inhabituelle. Sans doute les gendarmes ont-ils voulu vérifier qu’il n’avait pas servi à transporter le petit corps d’Émile…

Pas de « petit bonhomme à l’aventure » qui tienne


Émile a-t-il pu marcher au hasard, jusqu’à s’égarer dans ce vallon où l’on allait retrouver ses os ? Vraisemblablement pas. Je me suis rendu à l’endroit précis où la promeneuse a retrouvé son crâne. Depuis le Haut-Vernet, il faut d’abord prendre un chemin de terre en direction du col du Labouret, parcourir 500 mètres, prendre à droite à une intersection, choisir le sentier le plus difficile, puis parcourir encore un bon kilomètre entre pentes abruptes et taillis touffus. J’arrive alors devant un sapin mort, couché dans le silence de la forêt. C’est là. Intuitivement, on pense que jamais un garçonnet de deux ans et demi n’aurait pu atteindre ce point, ni même osé s’il avait pu. Au terme de cette marche, je n’étais lui-même pas très à l’aise, tressautant au premier battement d’ailes dans ce décor inhospitalier… De fait, je pense que les gendarmes sont tout de suite arrivés à la même conclusion que moi, et n’ont jamais cru à la théorie du « petit bonhomme parti à l’aventure ». Pour avoir méticuleusement inspecté les lieux, je ne crois pas non plus que le crâne ait pu rouler depuis le haut de la pente, très accidentée. C’est donc bien que quelqu’un l’a déposé !


Émile a pris un coup dans la mâchoire


De source confidentielle, je sais que les experts ont relevé sur le crâne d’Émile une trace de choc au niveau de l’attache de la mandibule (jamais retrouvée par ailleurs). Autrement dit la joue. La localisation de cet impact fait bien sûr penser à une gifle. Mais elle n’exclut pas d’autres scénarios (contact avec un pare-chocs, chute, coup avec un objet…).


Le corps aurait séjourné dans trois lieux différents


Selon cette même source, le corps d’Émile a été déplacé au moins deux fois. Une première depuis l’endroit où il est mort vers un espace clos, à l’abri des éléments extérieurs. Et une deuxième fois pour être déposé dans ce vallon.

Dix-sept suspects et pas un de plus


En plus d’Émile, ils étaient donc dix-sept, ce 8 juillet 2023 au Haut-Vernet. Soit dix-sept suspects qui auraient pu, d’une manière ou d’une autre, être impliqués dans la mort du petit garçon. Comment les gendarmes peuvent-ils être sûrs qu’il n’y avait pas quelqu’un d’autre, un 18e personnage qu’on n’aurait jamais identifié ? Simplement parce qu’ils ont étudié toutes les lignes téléphoniques actives ce jour-là dans le secteur ainsi que toutes les voitures en circulation. Si quelqu’un leur a échappé, il faudrait que ce soit un étranger au village qui soit venu sans téléphone ni voiture, et en plus sans être vu. La probabilité semble très mince…


Le grand-père et son fils Maximin au cœur des soupçons ?


Selon mes sources, si l’hypothèse d’un crime familial se confirmait, les gendarmes considéreraient alors que seuls Philippe Vedovini et son fils Maximin auraient pu donner la mort à Émile, « du fait de leur personnalité et de leur comportement ». Précisons que pour l’heure, ils ne font l’objet d’aucunes poursuites judiciaires et sont, plus que jamais, présumés innocents.



Une enquête de Mathieu Fourquet
papaya
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Danke @Kim. Hab's mal für alle per Google übersetzt.

Mehr als eine Woche, nachdem Émiles Großeltern, Onkel und Tante aus der Haft entlassen wurden, bleibt das Rätsel um den Tod des Kindes weiterhin bestehen. Detektiv zieht Bilanz.

Wir dachten wirklich, dass die Wahrheit endlich ans Licht kommen würde. Aber nein. Mehr als eine Woche nachdem Émiles Großeltern ohne Anklage aus der Haft entlassen wurden, sind die genauen Umstände, die zum Tod des Kindes geführt haben, noch immer völlig unklar. Die einzigen heute bekannten (aber bedeutsamen) Gewissheiten bestehen darin, dass der kleine Junge einen Schlag auf den Kopf erlitten hat und seine Leiche in dem Tal abgelegt wurde, in dem man ihn entdeckt hat. Alles deutet daher darauf hin, dass eine der siebzehn Personen, die am 8. Juli 2023 in Haut-Vernet anwesend waren, daran beteiligt sein könnte. Aber wer?
Letzte Woche kehrte unser Reporter Mathieu Fourquet zurück, um das Bergdorf und seine Umgebung zu erkunden und zu versuchen, einige der Geheimnisse dieses gruseligen Cluedo zu lüften. Ein schwieriges Unterfangen: Im Haut-Vernet, einer ehemaligen Oase des Friedens, die nun ihrer Ruhe beraubt ist, ist es eine Untertreibung zu sagen, dass wir es leid sind, die Uniformierten vorbeiziehen zu sehen, und noch mehr die Journalisten. „Ihr redet alle Unsinn!“ „, sagte eine Frau unmittelbar, bevor sie ihm die Tür vor der Nase zuschlug. Wir verstehen ihre Feindseligkeit und respektieren sie. Aber sie irrt sich. Was wir Ihnen jetzt präsentieren, sind keine Erfindungen, um Zeitungen zu verkaufen. Dies ist das Ergebnis von Feldforschung, bei der Elemente verglichen, Zeugen befragt und verifiziert wurden. Das Reisetagebuch eines Reporters auf der Suche nach der Wahrheit. Mit einigen neuen Elementen und unerwarteten Enthüllungen …


Der junge Zeuge, der Émile gesehen hat, ist sich nicht mehr ganz sicher.


Sein Name ist Tom. Er ist 17 Jahre alt. Seit Beginn der Ermittlungen wurde berichtet, dass er den kleinen Jungen nur wenige Minuten vor seinem Verschwinden an seinem Haus vorbeigehen sah. Eine entscheidende Aussage, die die Annahme zu stützen scheint, dass das Kind, wenn nicht weggelaufen, so doch zumindest allein von zu Hause weggegangen ist. Nur ist Tom nicht ganz sicher, ob es wirklich Émile war! Das hat mir zumindest ein Familienmitglied erzählt, das an diesem Tag abwesend war.
– Tom hat oben herumgebastelt, erklärt er. Er erzählte der Polizei, dass er auf dem Weg nach unten, um eine Bohrmaschine zu holen, ein Kind am Haus vorbeigehen sah, aber er war mit den Gedanken bei der Arbeit und nicht sehr neugierig auf das Leben anderer Leute. Es ist überhaupt nicht sicher, dass es Émile war!


Der andere Zeuge will nichts sagen


Der zweite Zeuge, der Émile in Richtung Bas-Vernet hinuntergehen sah, ist ein Sechzigjähriger, der fünfzig Meter vom Haus der Vedovinis entfernt wohnt. Es ist mir unmöglich, ihn zu interviewen: Er weigert sich, mit der Presse zu sprechen und hat einen großen braunen Hund, der auch nicht sehr gesprächig zu sein scheint (oder zumindest nicht so, wie es sich ein Reporter ohne Rüstung erhoffen würde). Schaden. Doch eine zuverlässige Quelle, die den Ermittlungen sehr nahe steht, bestätigt es mir: Der Sechzigjährige gab tatsächlich an, Émile die Straße herunterkommen gesehen zu haben. Ihm zufolge ahmte Philippe Vedovini ihn wenige Minuten später nach. Der Zeuge sah auch, wie Emiles Großvater alleine zurückkam.

Wir wissen mehr über den Ausbruch des Großvaters vor den Ereignissen


Es wird berichtet, dass Emiles Großvater kurz vor seinem Verschwinden gegenüber einem jungen Bauern aus der Nachbarschaft die Beherrschung verloren hatte. Eine Episode, die die Annahme zu stützen scheint, dass er nervös war. Wahr oder falsch? Ein Verwandter des betroffenen jungen Mannes erklärte mir:
— Er kam mit dem Traktor, um den Boden zu ebnen, auf dem ich mein Auto parke. Philippe Vedovini warf ihm vor, bei der Operation seine Mauer beschädigt zu haben. Es kam jedoch zu keiner gewalttätigen Auseinandersetzung. Nur Worte.
Aber hat der Patriarch dem jungen Mann auch sein gefährliches Verhalten im Alltag vorgeworfen, wie ebenfalls berichtet wurde?
- NEIN ! flucht mein Gesprächspartner. Er ist Bauer, er muss arbeiten. Sein Traktor darf allerdings nicht schneller als 30 km/h fahren.
Laut mehreren Quellen im Dorf war Philippe Vedovini bei vielen Einwohnern ohnehin nicht beliebt. In der Vergangenheit war es bereits zu anderen Auseinandersetzungen gekommen, insbesondere rund um das Grundstück, auf dem er seine Pferde unterbrachte.


Haut-Vernet ist keine Sackgasse


Von Anfang an hieß es, dass Haut-Vernet nur über eine einzige Sackgasse erreichbar sei. Das ist falsch. Der Weiler kann auch über eine andere, sicherlich schwierigere, aber dennoch existierende Route über den Col du Labouret erreicht werden.


Wir können uns vorstellen, warum sich die Polizei für den Pferdetransporter interessierte.


Als Philippe Vedovini am 25. März in Gewahrsam genommen wurde, beschlagnahmten die Ermittler auch den Lieferwagen, in dem er seine Pferde transportiert. Wofür ? Ich erfuhr, dass dieses Gespann, das immer auf derselben rechten Seite parkte, im Sommer 2023 eine Zeit lang an einem ungewöhnlichen Ort in Bas-Vernet geparkt hatte. Die Polizei wollte wahrscheinlich überprüfen, ob damit nicht Émiles kleiner Körper transportiert worden war …

Kein "kleiner Mann auf einem Abenteuer", der hält


Könnte Émile aufs Geratewohl umhergewandert sein, bis er sich in diesem Tal verirrte, wo seine Knochen gefunden wurden? Wahrscheinlich nicht. Ich ging genau zu der Stelle, wo der Spaziergänger ihren Schädel gefunden hatte. Von Haut-Vernet aus muss man zunächst einen Feldweg Richtung Col du Labouret nehmen, 500 Meter fahren, an einer Kreuzung rechts abbiegen, den schwierigsten Weg wählen und dann noch einen guten Kilometer zwischen steilen Hängen und dichtem Unterholz zurücklegen. Dann stehe ich vor einer toten Tanne, die in der Stille des Waldes liegt. Es ist da. Intuitiv würde man meinen, dass ein zweieinhalbjähriger Junge diesen Punkt niemals hätte erreichen können und es auch nicht gewagt hätte, wenn er es gekonnt hätte. Am Ende dieses Spaziergangs fühlte ich mich selbst nicht sehr wohl und zuckte beim ersten Flügelschlag in dieser unwirtlichen Umgebung zusammen... Tatsächlich glaube ich, dass die Polizei sofort zu derselben Schlussfolgerung kam wie ich und nie an die Theorie des „kleinen Mannes, der auf ein Abenteuer ging“ geglaubt hat. Auch nach sorgfältiger Untersuchung des Geländes glaube ich nicht, dass der Schädel von der Spitze des sehr steilen Abhangs heruntergerollt sein könnte. Also ist es gut, dass es jemand fallen gelassen hat!

Emile bekam einen Schlag auf den Kiefer


Aus vertraulicher Quelle weiß ich, dass Experten an Emiles Schädel auf Höhe des Unterkieferansatzes eine Aufprallspur festgestellt haben (die sonst nirgends gefunden wurde). Mit anderen Worten: die Wange. Der Ort dieses Aufpralls erinnert natürlich an eine Ohrfeige. Andere Szenarien (Kontakt mit einer Stoßstange, Sturz, Schlag mit einem Gegenstand usw.) sind jedoch nicht ausgeschlossen.


Die Leiche soll an drei verschiedenen Orten gelegen haben.


Der gleichen Quelle zufolge wurde Emiles Leiche mindestens zweimal bewegt. Zum ersten Mal wurde er von seinem Sterbeort in einen geschlossenen Raum versetzt, der vor den Elementen geschützt war. Und ein zweites Mal, um in diesem Tal abgesetzt zu werden.

Siebzehn Verdächtige und nicht einer mehr


Neben Émile waren es am 8. Juli 2023 siebzehn in Haut-Vernet. Siebzehn Verdächtige, die auf die eine oder andere Weise am Tod des kleinen Jungen beteiligt gewesen sein könnten. Wie kann die Polizei sicher sein, dass es nicht noch eine weitere, 18. Person gab, die nie identifiziert worden wäre? Einfach, weil sie alle an diesem Tag in der Gegend aktiven Telefonleitungen sowie alle im Verkehr befindlichen Autos untersucht haben. Wenn ihnen jemand entkommen ist, dann musste es ein Fremder im Dorf sein, der ohne Telefon oder Auto und noch dazu ungesehen angekommen ist. Die Wahrscheinlichkeit scheint sehr gering …


Großvater und Sohn Maximin im Zentrum des Verdachts?


Laut meinen Quellen würde die Polizei, wenn sich die Hypothese eines Familienverbrechens bestätigen würde, davon ausgehen, dass nur Philippe Vedovini und sein Sohn Maximin „aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihres Verhaltens“ Émile getötet haben könnten. Es sei darauf hingewiesen, dass gegen sie derzeit kein Gerichtsverfahren läuft und dass mehr denn je die Unschuldsvermutung gilt.



Eine Untersuchung von Mathieu Fourquet
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

@papaya Merci, c'est gentil. :)
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Kim hat geschrieben: Dienstag, 08. April 2025, 20:09:35 @papaya Merci, c'est gentil. :)
Ne t'en fais pas. :)
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Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Einiges an diesem Artikel überrascht schon. Ich frage mich, wie glaubwürdig das alles ist.
dass der kleine Junge einen Schlag auf den Kopf erlitten hat und seine Leiche in dem Tal abgelegt wurde, in dem man ihn entdeckt hat.
Das mit dem Schlag auf den Kopf geht weit über das hinaus, was offiziell als "Gesichtstrauma" bekannt ist. Siehe dazu noch weitere Aussagen weiter unten.

Die Leiche wurde dort eben nicht abgelegt, sondern Schädel ohne Kiefer sowie ein Knochen.

Dass beide Zeugen nun nicht mehr so genau sagen wollen oder können, dass sie Émile gesehen haben, war letzte Woche schon bekannt. Quelle war meiner Erinnerung nach die gleiche Zeitung.
Von Anfang an hieß es, dass Haut-Vernet nur über eine einzige Sackgasse erreichbar sei. Das ist falsch. Der Weiler kann auch über eine andere, sicherlich schwierigere, aber dennoch existierende Route über den Col du Labouret erreicht werden.
Wie man schnell nachprüfen kann, liegt der Col du Labouret an der D900, natürlich kann man dort langfahren. Ob die Abzweigung von der D900 nach Le Haut Vernet aber befahrbar ist, müssen Ortskundige sagen. Ich glaube allerdings eher nicht, denn der gleiche Artikel sagt
Ich ging genau zu der Stelle, wo der Spaziergänger ihren Schädel gefunden hatte. Von Haut-Vernet aus muss man zunächst einen Feldweg Richtung Col du Labouret nehmen, 500 Meter fahren, an einer Kreuzung rechts abbiegen...
Dann wäre die Strecke von Le Vernet aus gesehen hinter Haut Vernet eben doch ein Feldweg.
Aus vertraulicher Quelle weiß ich, dass Experten an Emiles Schädel auf Höhe des Unterkieferansatzes eine Aufprallspur festgestellt haben (die sonst nirgends gefunden wurde). Mit anderen Worten: die Wange. Der Ort dieses Aufpralls erinnert natürlich an eine Ohrfeige. Andere Szenarien (Kontakt mit einer Stoßstange, Sturz, Schlag mit einem Gegenstand usw.) sind jedoch nicht ausgeschlossen.
Das ist neu. Wir wissen nicht, was wir von der "vertraulichen Quelle" halten können.
Der gleichen Quelle zufolge wurde Emiles Leiche mindestens zweimal bewegt. Zum ersten Mal wurde er von seinem Sterbeort in einen geschlossenen Raum versetzt, der vor den Elementen geschützt war. Und ein zweites Mal, um in diesem Tal abgesetzt zu werden.
Das wird immer wieder behauptet. Letztlich wissen wir aber nicht, ob mehr als der Schädel und der eine Knochen zum zweiten, geschlossenen Raum verbracht wurden, da die Leiche fehlt.
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