VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Ines Heider, Ina K. (Gorleben), Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
z3001x
Moderator
Beiträge: 7030
Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔
Sterne: 👣

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von z3001x »

papaya hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 00:35:55 Das ist doch auch längst out. Neueste Lesart ist ja
... an einem Ort unterhalb des zum Wasserbecken führenden Wege ...
Also nix mit Bas Vernet. Was mir nur nicht einleuchten will ist, wieso Émile direkt am unteren Ortsrand gelegen von allen Suchmannschaften übersehen worden sein könnte.
Ist das aber eigentlich nicht nur eine Nuance der Formulierung, weil die Fortführung des Weges, der vom Waschhaus hinab verläuft, die führt nun mal nach Le Vernet-Haupt- bzw. Unterdorf? Neuerdings auch gern als Bas-Vernet betitelt. Da geht es doch einfach um die einzige echte Zufahrtsstraße nach Haut-Vernet, in Google-Maps als D457 bezeichnet. Oder etwa nicht?
Also die, rechts am Lavoir hinab ...

Info: Beim Anklicken der Karte können benutzerbezogene Daten an den Anbieter (Google) übertragen werden.
wenn jetzt eine Info lautet:
Der Leichnam soll direkt nach dem Tod in einem Gebiet an der Strasse nach Bas-Vernet gelegen haben und die andere Info lautet
Der Leichnam soll direkt nach dem Tod in der Umgebung von Bas-Vernet gelegen haben
...das ist doch jedenfalls ähnlich. Allerdings bezogen auf die Frage wie weit entfernt vom "Lavoir" da unterscheidet es sich etwas, das hängt v.a. davon wo an der Straße das gewesen sein soll. Aber da man den Ort ja wohl gar nicht kennt, wo das tote Kind zunächst lag, ist es schwer da klare schlüsse zu ziehen. Es geht ja wohl schon um die Pollen und Insektenspuren, die die örtliche EIngrenzung ausmachen. Aber die ist vermutlich nicht sagen wir mal Quadratmeter genau, sondern vll einige Hektar oder auch evtl auch nur Quadrat-km genau ?


Oder geht's um die Strasse ...?
Links vom Lavoir hinab...?

Info: Beim Anklicken der Karte können benutzerbezogene Daten an den Anbieter (Google) übertragen werden.
Das wäre dann in der Tat ein anderes Gebiet, aber würde nicht mehr mit der Bas-Vernet-Aussage aus den letzten Wochen zusammenlaufen. Allerdings wäre es eher nachvollziehbar, wenn man das tote Kind in dieser Richtung aus dem Ort geschafft hätte, weil da ist es einsamer, da sind keine PKWs, und es verzweigt sich in alle möglichen Richtungen.
papaya hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 00:35:55Generell blicke ich aber auch nicht mehr durch, warum jede Zeitung was anderes schreibt, und was davon mehr oder weniger gesicherte Erkenntnisse aus offiziellen Verlautbarungen der Ermittlungsbehörden sind.
Gibt halt viele Sorten Camembert. Aber nur einer ist der einzig wahre Weichkäse.
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

z3001x hat geschrieben: Dienstag, 22. April 2025, 16:56:07 In diesem Satz in dem Artikel aus "Valeurs Actuelles" ist das "geste" übrigens wohl nicht mit der deutschen "Geste" zu übersetzen. Im Sinne davon, dass der Adoleszent Maximin den kleinen Neffen Emile z.B. irgendwie provoziert oder erschreckt hätte, sondern dabei ist oder dürfe die Bedeutung "Handlung", "Handgriff", "Akt", "Handbewegung" von "le geste" gemeint sein. Also dass Maximin mit einer aktiven Handlung bzw. in einem mit der Hand verrichteten Akt, auf Emile eingewirkt haben könnte, was in der Folge unglücklicherweise, also wohl in dieser Dimension unbeabsichtigt, dessen Tod bewirkt haben könnte, in diesen kurzen Minuten, wo M. dem Bericht nach mit seinem Fahrrad E. in dessen Richtung die Straße bergab gefolgt sei - und ihn dann eingeholt haben müsste. Während Großvater Philippe V. die beiden aber noch nicht erreicht hatte. Der soll ja leicht später und zu Fuß gefolgt sein, ebenfalls dem Bericht zufolge.
"Le geste" hat im Französischen eine ganze Facette von Bedeutungen. Es heißt zum EInen wie bei uns im Deutschen "Geste". Aber außerdem auch Massnahme oder Bewegung. Und eben auch Handlung. Ursprünglich kommt es wohl von "Handbewegung". Z.B gibt es den Ausdruck "Joindre le geste à la parole". Das bedeute sinngemäß "den Worten Taten folgen lassen". Hier geht es also wohl um eine mögliche Tat.
Ist zu übersetzen mit " unglückliche Handbewegung".

Naja, das ist recht wohlwollend ausgedrueckt, oder?!

Soll heißen: ausgerutschte Hand, oder was?

Dabei gilt zu beachten, man muss sich schon zum kleinen Mann runterbeugen, um die Hand ausrutschen zu lassen; ein Schlag mit dem Fuss könnte hingegen auch aus aufrechter Position heraus treffen. Das wäre dann wohl aber weniger eine unglückliche Handbewegung...

Man deutet an... will aber keinesfalls zu harsch mit dem potentiellen Täter sein, daher reduziert man es auf ein unglückliches Geschehen, das jedem hätte passieren können...nicht auf einen gezielten gewalttätigen Akt!
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Hinter dem Friedhof an der Straße Les Faisses ist eine Einbuchtung , wo in Street View 2025 eine große grüne Tonne für Abfall ( grüner Abfall ? vermutlich vom Friedhof) steht.
Man hätte Emile erstmal dahinter ablegen oder sogar in der Tonne lagern und ihn dann von dort kurzfristig abholen können.

Geht einfach mal in Google Maps und ortsauswärts am Friedhof vorbei.
z3001x
Moderator
Beiträge: 7030
Registriert: Montag, 23. September 2013, 03:07:45
Kronen: ♔♔♔♔♔♔♔
Sterne: 👣

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Wann hat die Gendarmerie eigentlich begonnen, in dem Dorf zu suchen?
War das noch am Samstagabend?
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

laeuferin hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 02:31:11 Hinter dem Friedhof an der Straße Les Faisses ist eine Einbuchtung , wo in Street View 2025 eine große grüne Tonne für Abfall ( grüner Abfall ? vermutlich vom Friedhof) steht.
Man hätte Emile erstmal dahinter ablegen oder sogar in der Tonne lagern und ihn dann von dort kurzfristig abholen können.

Geht einfach mal in Google Maps und ortsauswärts am Friedhof vorbei.
Nein, ich glaube der erste Ablageort war weiter weg.
AngRa
Beiträge: 6346
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@laeuferin

Die Sache mit der unglücklichen Handbewegung, wie sie überall aus Blödsinn vorkommen kann, halte ich auch für eine Verharmlosung. Da muss Gewalt hinter gesteckt haben und kein harmloses Ausrutschen der Hand.

@z3001x

Ich vermute, dass die Polizei schon am Samstagabend gesucht hat, fragt sich nur mit welcher Intensität.

https://www.francetvinfo.fr/alpes-de-ha ... 39990.html
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 04:33:54 @laeuferin

Die Sache mit der unglücklichen Handbewegung, wie sie überall aus Blödsinn vorkommen kann, halte ich auch für eine Verharmlosung. Da muss Gewalt hinter gesteckt haben und kein harmloses Ausrutschen der Hand.

Auf jeden Fall, es sei denn eine harmlose Handbewegung führte zu einem Sturz ZB gegen einen festen Körper aus Beton o.ä. , wodurch sich das Schädeltrauma ergab.
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Kim hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 04:07:59 Nein, ich glaube der erste Ablageort war weiter weg.
Wo vermutest du ihn?
Kim

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Kim »

laeuferin hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 05:00:22 Wo vermutest du ihn?
Gute Frage. Ich vermute, Emile ist gegen Mittag des 8. Juli etwas zugestoßen und sein erster Ablageort ist irgendwo nördlich von Le Haut Vernet.
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

Es ist schon denkbar, dass sich die Zeugen in der Zeit irren. Irgendwann morgens haben Sie Emile gesehen, etwas bleibt in der Erinnerung hängen und man ordnet es dann zu, wenn jmd verschwindet. Zeuge 2 könnte auch richtig gesehen haben, dass Opa hinterherlief. Nur war das evtl. gestellt, um vorzugeben, Emile sei weggelaufen?

Für eine Tat beim Brunnen, Verstecken, Abholen halte ich den Zeitraum auch zu kurz.

Was ich immer merkwürdig fand, dass der Kleine so lange Mittagsschlaf hielt.

Einen häuslichen Unfall müsste man aber nicht vertuschen oder einen in der Hütte, doch wenn einer der Familienmitglieder ihn mit Gewalt tötete, sieht es schon anders aus.
AngRa
Beiträge: 6346
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Ich gehe auch davon aus, dass Émile nicht erst am späten Nachmittag verschwunden und gestorben ist, Vielmehr gehe ich davon aus, dass sich die Sichtungszeugen geirrt haben, was nicht selten vorkommt, aus welchen Gründen auch immer. Émile ist meiner Meinung nach zu einem früheren Zeitpunkt gestorben und es war somit genug Zeit vorhanden seine Leiche zum ersten Ablageort zu schaffen, der weiter außerhalb des Gebietes gelegen hat, das dann in den nächsten Tagen akribisch abgesucht worden ist, beispielsweise mit Hunden und Drohnen. Weil er weiter entfernt abgelegt worden ist, wurde er im Rahmen der Suchmaßnahmen nicht gefunden. Der Täter muss über sehr gute Ortskenntnisse verfügt haben. Da der Schädel weiß aussah, muss der Schädel und wohl auch der gesamte unbekleidete Körper eine Zeit lang hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt gewesen sein. Evtl. geschah dieses im kaum frequentierten Gebirge, wo oben die UV Strahlung wegen der dünneren Luft höher ist und schneller wirken kann. Evtl. reichen bei einem Kinderkörper bei hohen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung einige Monate aus bis aus dem Körper ein Skelett wird. Das weiß ich aber nicht sicher. An chemische Bleichungsmittel glaube ich nicht, weil man diese am Schädel hätte nachweisen können. Davon ist aber nichts bekannt. Als die Suchmaßnahmen beendet waren und es Herbst / Winter wurde, wurde der Leichnam meiner Meinung nach dann zum zweiten Ablageort in einen geschlossenen Raum gebracht.
Sronson
Beiträge: 417
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Sronson »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 16:10:30Evtl. reichen bei einem Kinderkörper bei hohen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung einige Monate aus bis aus dem Körper ein Skelett wird.
In der Sonne genügen zwei Wochen, bis eine Leiche fast vollständig skelettiert ist. In Innenräumen sorgt das Mikroklima unter Umständen dafür, dass Leichen schon binnen weniger Tage stark verwesen. Das im nachfolgenden Artikel erwähnte Verbrechensopfer war in seiner Dachgeschosswohnung innerhalb von nur 2,5 Tagen fast vollständig verwest. Es war Hochsommer.

https://www.wissenschaft.de/gesundheit- ... verwesung/
AngRa
Beiträge: 6346
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@sronson

Das passt dann ins Bild, dass bei einem Kindskörper die Skelettierung so schnell geht bei Sonneneinstrahlung.


-----------------------

Ich halte auch noch immer einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen um Emiles Tod und dem Tod seines Taufpriesters Claude Guilliot für möglich, der am 15.3.2025 im Alter von 85 Jahren Suizid begangen hat, auch wenn sich derzeit nichts beweisen lässt und die Ermittlungsbehörden daher keinen Zusammenhang sehen. Was soll sich auch beweisen lassen? Aufzeichnungen wird es keine geben. Möglicherweise wusste der Taufpriester über den Tod des Kleinen Bescheid, hat ihm vielleicht einen letzten Segen erteilt und er hat befürchtet, dass er im Rahmen von erneuten Vernehmungen belastet wird.
Sronson
Beiträge: 417
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Sronson »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 16:34:59 Ich halte auch noch immer einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen um Emiles Tod und dem Tod seines Taufpriesters Claude Guilliot für möglich, der am 15.3.2025 im Alter von 85 Jahren Suizid begangen hat, auch wenn sich derzeit nichts beweisen lässt und die Ermittlungsbehörden daher keinen Zusammenhang sehen. Was soll sich auch beweisen lassen? Aufzeichnungen wird es keine geben. Möglicherweise wusste der Taufpriester über den Tod des Kleinen Bescheid, hat ihm vielleicht einen letzten Segen erteilt und er hat befürchtet, dass er im Rahmen von erneuten Vernehmungen belastet wird.
Einen Zusammenhang mit dem Freitod des Priesters halte ich ebenfalls für möglich. Neben befürchteten rechtlichen Konsequenzen könnte es Claude Gilliot nicht ertragen haben, Mitwisser zu sein. Der Absender des anonymen Briefes wurde nie ermittelt oder?
AngRa
Beiträge: 6346
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@sronson

Nein, der Absender des anonymen Briefes wurde nie ermittelt. Aber es verstößt auch gegen das Beichtgeheimnis, wenn irgendweche Hinweise die der Verschwiegenheitspflicht unterliegen könnten , anonym abgegeben werden. Es muss auch nicht alles immer rechtliche Konsequenzen haben. Es reicht schon, wenn jemand wegen seines Gewissens damit nicht zurecht kommt.
Sronson
Beiträge: 417
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Sronson »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 17:07:13 Aber es verstößt auch gegen das Beichtgeheimnis, wenn irgendweche Hinweise die der Verschwiegenheitspflicht unterliegen könnten , anonym abgegeben werden. Es muss auch nicht alles immer rechtliche Konsequenzen haben. Es reicht schon, wenn jemand wegen seines Gewissens damit nicht zurecht kommt.
Vielleicht war genau das der Grund für den Suizid. Es wäre ja ein unüberwindbarer Zweispalt gewesen, das Beichtgeheimnis nicht verletzen zu dürfen, und zeitgleich nicht mit der Schuld leben zu können, Mitwisser eines ungeklärten Verbrechens an einem unschuldigen Kind zu sein. Vorausgesetzt natürlich es gab dieses Verbrechen und der Priester wusste davon.

Suizid wird in der katholischen Kirche ja sehr negativ bewertet. Deshalb gehe ich davon aus, dass schwerwiegende Gründe vorgelegen haben müssen, die letztlich zu dieser Entscheidung führten. Mag sein, dass der Ausschluss aus seinem Amt allein für Priester Claude Gilliot ausreichend schlimm war um nicht mehr leben zu wollen.
AngRa
Beiträge: 6346
Registriert: Freitag, 24. Oktober 2014, 08:54:34
Kronen: ♔♔♔♔♔♔
(ausgezeichnet mit sechs Goldenen Kronen für 6000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@sronson

An dem Umstand, dass PV es hinbekommen hat, dass der Priester Ämter verliert, weil er einige Fotos von Émile an die Presse weitergegeben hat, zeigt sich, dass er innerhalb der Kirche ein einfliussreicher Mann sein muss auf den Obere hören. Gleichzeitig empfinde ich es aber so, dass er den Priester warnen wollte ja nichts über Émile weiterzugeben, auch wenn es sich nur um Bilder handelt. Also absolutes Stillschweigen wurde eingefordert.
papaya
Beiträge: 1010
Registriert: Dienstag, 26. März 2019, 11:20:01
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von papaya »

Sronson hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 16:26:19 In der Sonne genügen zwei Wochen, bis eine Leiche fast vollständig skelettiert ist. In Innenräumen sorgt das Mikroklima unter Umständen dafür, dass Leichen schon binnen weniger Tage stark verwesen.
Das ist ein gutes Beispiel, aber wo sollte Émile denn innerhalb des Suchgebiets zwei Wochen offen in der prallen Sonne gelegen haben und den Suchmannschaften entgangen sein?
Sronson
Beiträge: 417
Registriert: Sonntag, 07. April 2024, 14:22:56
Kronen:
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von Sronson »

papaya hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 20:12:30 Das ist ein gutes Beispiel, aber wo sollte Émile denn innerhalb des Suchgebiets zwei Wochen offen in der prallen Sonne gelegen haben und den Suchmannschaften entgangen sein?
Wenn denn innerhalb des Suchgebietes tatsächlich alles akribisch abgesucht wurde, kann ich mir keine solche Stelle denken, schon allein wegen des unverwechselbaren Verwesungsgeruchs. Außerhalb des Suchgebietes wären u.a. Dächer, Balkone und Hochsitze Orte, die gut sonnenexponiert sind. Dort kommen allerdings keine Tiere hin (oder nur eingeschränkt). Ist mittlerweile zweifelsfrei geklärt, wann genau der Tierfraß stattgefunden haben soll?

Die getötete Frau aus dem zuvor verlinkten Artikel ist binnen weniger Tage in ihrem Bett unterm Dachfenster verwest, welches starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt war.
laeuferin
Beiträge: 2331
Registriert: Freitag, 25. November 2016, 07:28:23
Kronen: ♔♔
(ausgezeichnet mit zwei Goldenen Kronen für 2000 Beiträge)
Sterne:

Re: VERMISSTENFALL ÉMILE (2), LE VERNET (FRANKREICH), 2023

Ungelesener Beitrag von laeuferin »

AngRa hat geschrieben: Mittwoch, 23. April 2025, 16:34:59 @sronson

Das passt dann ins Bild, dass bei einem Kindskörper die Skelettierung so schnell geht bei Sonneneinstrahlung.


-----------------------

Ich halte auch noch immer einen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen um Emiles Tod und dem Tod seines Taufpriesters Claude Guilliot für möglich, der am 15.3.2025 im Alter von 85 Jahren Suizid begangen hat, auch wenn sich derzeit nichts beweisen lässt und die Ermittlungsbehörden daher keinen Zusammenhang sehen. Was soll sich auch beweisen lassen? Aufzeichnungen wird es keine geben. Möglicherweise wusste der Taufpriester über den Tod des Kleinen Bescheid, hat ihm vielleicht einen letzten Segen erteilt und er hat befürchtet, dass er im Rahmen von erneuten Vernehmungen belastet wird.
Ja! Und wohin wäre man gegangen, um zu beichten? Doch zuerst zu dem väterlichen Freund der Familie, der dem Orden angehört, den die Familie verehrt(e).
Erste Wahl!

Ob es für eine Segnung nicht zu spät war?

Es heißt , kleine Kinder gingen direkt in den Himmel, wonach eine Segnung evtl nicht als erforderlich erachtet werden würde?

Das Ausziehen der Kleidung könnte allerdings für das Ritual einer " Bestattung" im Totengewand ( einfaches Leinengewand) des Ordens sprechen.

Nicht einfach so den Verstorbenen der Natur überlassen, sondern eine Bestattung ermöglichen.
Vielleicht haben Familienmitglieder sich auch verabschiedet?
Und erst im späteren Verlauf entschied man sich ,die Kleidung aufzubewahren für den Fall, man wird gezielt verdächtigt, um ein Weglaufen Emiles simulieren zu können.
Es muss gar nicht sein, dass man diesen Plan von Anfang an hatte.
Antworten