-JohnDoe- hat geschrieben: ↑Montag, 05. Januar 2026, 01:22:28
Ich befürchte dein Eindruck täuscht dich hier und könnte lediglich dem Umstand geschuldet sein, dass du dich anscheinend sehr viel mehr und sehr viel intensiver mit der Belastung und den Erklärungsversuchen von Gina Täterschaft befasst, als auch noch einmal andere und ebenfalls immer noch mögliche Szenarien intensiver zu betrachten und gewisse Sachverhalte stärker zu hinterfragen und diesen eben leider einfach sehr viel weniger Augenmerk/Aufmerksamkeit schenkst.
-JohnDoe- hat geschrieben: ↑Montag, 05. Januar 2026, 01:22:28
Und von den beiden wirklich tollen und absolut seriös erscheinenden Tümpelzeugen erwarte ich erst einmal eine plausible und nachvollziehbare Antwort auf die Frage, warum beide sich am besagtem Vorabend weigerten die Polizei zu rufen, um diese über den Fund von Fabian zu informierten.
Das hast du in den letzten Wochen in Bezug auf die beiden Männer verständlicherweise bereits mehrfach erwähnt. Da stimme ich dir vollkommen zu.
Diese Frage stellt sich mir ebenfalls – absolut!
Ich hoffe jedoch, dass du dieselbe Erwartungshaltung auch gegenüber Gina vertrittst.
Das gilt ja gleichermaßen auch für sie.
Während die beiden Männer und die Gassifreundin jeweils eine klare Gelegenheit hatten, die Polizei einzuschalten, hat Gina diese Möglichkeit gleich dreimal ungenutzt verstreichen lassen.
Das ist nun mal Fakt.
Erst beim dritten Besuch und auf Drängen der Freundin tat sie es schließlich.
Genau genommen hätte sie sogar viermal die Chance zum Handeln gehabt.
Nämlich im Vorfeld bereits: Da sie ja über Informationen, in welcher Form auch immer aus ihrer Sicht, verfügte, dass sie meinte, den Tümpel mit Zeuge 1 aufsuchen zu müssen.
Selbst im Szenario, dass der 1. Zeuge SIE (als Sündenbock) dorthin führte:
Spätestens dann wusste sie von einer Leiche und blieb untätig.
Dass sie den Toten sogar als Fabian identifizierte und dennoch nichts unternahm - nein -
sogar danach noch zweimal zum Fundort zurückkehrte, um anderen die Leiche ihres geliebten Ziehkindes zu zeigen, wirkt schlichtweg abstoßend, makaber und jenseits jeder Norm. Und es war spätestens bei der zweiten Tümpeltour ihre bewusste Entscheidung.
Diese Tatsache, dass sie danach noch zweimal hinfuhr, hebe ich als Höhepunkt ihrer Untätigkeit hervor, was die moralische Schwere deutlicher macht und das eigentliche Ausmaß ihrer Gefühlskälte offenbart.
Und genau dieses mehrfache Untätigbleiben von Gina verdeutlicht mMn. umso mehr, dass es sich nicht um eine einmalige Fehlentscheidung oder, wie auch gerne geschrieben, eine Schockstarre handelte.
Es war eine fortlaufende, bewusste Entscheidung gegen das logische und moralische Handeln.
Es entzieht sich in meinen Augen absolut jeder menschlichen, nachvollziehbaren Logik. Dafür gibt es keine moralische Rechtfertigung und erst recht keine Entschuldigung.