MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Bmp1981

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 09:39:53 M spricht von „die Hälfte von der ganzen Wahrheit“
Daraus schließe ich, dass R bestimmte Dinge eben nicht erzählt.
Mir stellt sich hier die Frage: lässt sie Dinge weg die G entlasten könnten oder lässt sie Dinge weg, die andere evtl belasten könnten, bzw andere in ein anderes Licht stellen könnten als bisher dargestellt.
Dass R (und natürlich die engere Familie) vermutlich ein bisschen mehr weiß als wir, ist klar.
Aber warum sollte M ein Interesse daran haben, dass Details an den Tag kommen? Wohl doch nur, wenn diese Details ein anderes Bild präsentieren als uns jetzt vorgehalten wird.
Die eigentliche Frage ist doch, warum M nicht selbst präzisiert, was er meint, also quasi die zweite Hälfte der Wahrheit, die R seiner Meinung nach verschweigt, öffentlich macht.

Ich vermute, er meint die Jäger-Story, die aber gerüchteweise ohnehin bekannt ist. Diese könnte zwar erklären, warum die TV den Auffindeort aufsuchte, aber nicht, warum das gleich 3x der Fall war, warum sie nicht sofort die Polizei informierte, warum sie darüber (zunächst) log und warum sie jetzt schweigt.

Angenommen, ein Jäger hat tatsächlich vermutet, dass dort eine Puppe verbrannt wurde, bedeutet das weder, dass er der Täter ist, noch dass die TV nicht trotzdem die Täterin sein kann. Darüberhinaus kann diese Geschichte auch noch immer frei erfunden sein.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Wie sähe das denn eigentlich aus, wenn Fabian bei einem „Jagdunfall“ verletzt worden wäre.
Nur mal rein theoretisch:
Er wird angeschossen von einem Jäger. Stirbt am Blutverlust.
Könnte man diese Tat durch entfernen der Patrone, Einstichen mit einem Messer (auch in die Schusswunde) und Inbrandsetzung so derart manipulieren, dass eine Schusswunde nicht mehr nachweisbar wäre?
Also eine Art Manipulation der ursprünglichen Verletzung, die zum Tode führte?
Lassen sich Schmauchspuren durch Brandspuren beseitigen?
Habe dazu jetzt in Google nicht direkt was belegbares dazu finden können.
Bmp1981

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bmp1981 »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 09. Januar 2026, 16:55:41 Oder die Leiche war von Anfang an absichtlich so platziert, dass sie schnell gefunden wird.
Das könnte auch der Grund dafür sein, warum die TV andere zum Auffindeort führte (möglicherweise mit einer konstruierten Geschichte). Es könnte sein, dass sie wollte, dass F gefunden wird, um ihren Plan (M weh zu tun, M wieder näher zu kommen etc) zu vollenden. Und wenn sie selbst F findet, war anzunehmen, dass M mit ihr sprechen möchte, weil er Fragen hat, sie ihn trösten kann ...
Käthi227:

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Käthi227: »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 11:28:09 Wie sähe das denn eigentlich aus, wenn Fabian bei einem „Jagdunfall“ verletzt worden wäre.
Nur mal rein theoretisch:
Er wird angeschossen von einem Jäger. Stirbt am Blutverlust.
Könnte man diese Tat durch entfernen der Patrone, Einstichen mit einem Messer (auch in die Schusswunde) und Inbrandsetzung so derart manipulieren, dass eine Schusswunde nicht mehr nachweisbar wäre?
Also eine Art Manipulation der ursprünglichen Verletzung, die zum Tode führte?
Lassen sich Schmauchspuren durch Brandspuren beseitigen?
Habe dazu jetzt in Google nicht direkt was belegbares dazu finden können.
@Nikas,deine beschriebene angenommene Situation hat es natürlich gar nicht so selten gegeben.
Allerdings ist dann unverändert die Frage,wie ist ein acht jähriger Junge in eine solche Situation geraten. Wie und vor allem warum war Fabian dort. Welchen Anlass hat es gegeben dass Fabian am Vormittag ohne Info die Wohnung verlassen hat ? Eine kurze Nachricht mit seinem Handy oder ganz trivial eine Zettelnotiz hätte keine Minute in Anspruch genommen.
Ich glaube auch sehr sicher, damit Fabian von seinen üblichen Gewohnheiten abweicht, bedarf es definitiv eine ihm wirklich sehr Vertraute und nahe stehende Person.
Zuletzt geändert von Sronson am Samstag, 10. Januar 2026, 12:53:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatformat korrigiert
Bmp1981

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bmp1981 »

Wenn die Jäger-Geschichte stimmen sollte, hätte die TV den beiden Männern und ihrer Freundin das vermutlich auch erzählt, um sie überhaupt zu bewegen, mit ihr an den Tümpel zu gehen/fahren.

Sie könnte sich diese Geschichte aber auch von vornherein als Erklärung ausgedacht haben.

Die Frage ist, was sie und die drei Personen drr Polizei gegenüber diesbezüglich ausgesagt haben.

Jedenfalls kann einem Jäger diese Geschichte auch nur zu Ohren gekommen sein und das Gerücht hat dann die Runde gemacht.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 11:28:09 Wie sähe das denn eigentlich aus, wenn Fabian bei einem „Jagdunfall“ verletzt worden wäre.
Nur mal rein theoretisch:
Er wird angeschossen von einem Jäger. Stirbt am Blutverlust.
Könnte man diese Tat durch entfernen der Patrone, Einstichen mit einem Messer (auch in die Schusswunde) und Inbrandsetzung so derart manipulieren, dass eine Schusswunde nicht mehr nachweisbar wäre?
Also eine Art Manipulation der ursprünglichen Verletzung, die zum Tode führte?
Lassen sich Schmauchspuren durch Brandspuren beseitigen?
Habe dazu jetzt in Google nicht direkt was belegbares dazu finden können.
Google wird schon seine Gründe dafür haben.

“Betroffener” Bereich: Von weiträumigen Gewebeveränderungen im Dezimeterbereich, äußerlich nicht direkt sichtbar, durch z.B. hydrodynamische Wirkung der sehr schnellen Gase und Körperflüssigkeiten, bis zu Metallfragmenten, die 1 Meter entfernt vom Wundkanal Sekundäraustritte verursachen können und kleinsten Partikeln, die im nahezu dem gesamten Körper nachweisbar sein können. Bei Beteiligung von Knorpel oder Knochen addieren sich dazu weitere Merkmale, und das “betroffene” Areal bzw. Volumen vergrößert sich drastisch.
Bekleidungsfasern, Schmelz- und Reaktionsprodukte kommen hinzu.

Partikelgrößenverteilung, Röntgenaufnahmen, CT-Scans und Fragmente
“Minimierung des Eintrags metallischer Rückstände von Geschossen”, BfR, Monika Lahrssen-Wiederholt, Ellen Ulbig, 26.11.2019
https://www.bfr.bund.de/cm/343/minimier ... ldbret.pdf


Wirkung, Metallreste approximativ bestimmen, Geschossverhalten im weichen Medium
“Abschlussbericht über die Erarbeitung eines Entwurfs einer TJR”, Projektbericht für BLE, 31.03.2015
https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloa ... onFile&v=2
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Käthi227: hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 11:48:58 @Nikas,deine beschriebene angenommene Situation hat es natürlich gar nicht so selten gegeben.
Allerdings ist dann unverändert die Frage,wie ist ein acht jähriger Junge in eine solche Situation geraten. Wie und vor allem warum war Fabian dort. Welchen Anlass hat es gegeben dass Fabian am Vormittag ohne Info die Wohnung verlassen hat ? Eine kurze Nachricht mit seinem Handy oder ganz trivial eine Zettelnotiz hätte keine Minute in Anspruch genommen.
Ich glaube auch sehr sicher, damit Fabian von seinen üblichen Gewohnheiten abweicht, bedarf es definitiv eine ihm wirklich sehr Vertraute und nahe stehende Person.
Das wirft bei mir nach wie vor Fragen auf.
Mit wem und / oder warum hat Fabian die Wohnung verlassen. Das scheint ggf auch für die EB noch nicht endgültig geklärt.
Die EB scheinen davon auszugehen, dass G ihn „eingesammelt“ hat, da sie nach Sichtungen ihres Autos in der Schweriner Str fragen.
Wenn sie es sicher wüssten, bräuchten sie hierzu vermutlich nicht unbedingt (weitere) Zeugen.

Ich könnte mir als alternatives Szenario zu Gs Täterschaft nach wie vor vorstellen, dass G Fabian zum Täter gebracht hat und dass sie zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass es in einem Mord enden wird.
Dieser Täter müsste dann G mit irgrndwas in der Hand gehsbt haben, dass sie dieser Forderung nachgegsngen ist.
Und der Grund dass sie diesen Namen nicht gegenüber den EB verlauten lässt, liegt darin, dass sie womöglich Angst vor Beihilfe hat, Angst um ihre Familie, und so einfach hofft, aus Mangel an Beweisen entlassen bzw später freigesprochen zu werden.

Ist nur eine Theorie, aber ich halte sie nicht für ganz unmöglich
Turmfalke23
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 11:28:09 Wie sähe das denn eigentlich aus, wenn Fabian bei einem „Jagdunfall“ verletzt worden wäre.
Nur mal rein theoretisch:
Er wird angeschossen von einem Jäger. Stirbt am Blutverlust.
Könnte man diese Tat durch entfernen der Patrone, Einstichen mit einem Messer (auch in die Schusswunde) und Inbrandsetzung so derart manipulieren, dass eine Schusswunde nicht mehr nachweisbar wäre?
Also eine Art Manipulation der ursprünglichen Verletzung, die zum Tode führte?
Lassen sich Schmauchspuren durch Brandspuren beseitigen?
Habe dazu jetzt in Google nicht direkt was belegbares dazu finden können.

Bei einem Jagdunfall tritt in erster Linie die Jagdhaftpflichtversicherung  des Schützen ein.
Die Patronenhülsen bleiben bei den meisten Waffen nach Schussabgabe im Patronenlager.
Nur das Geschoss verlässt den Lauf bzw. die Waffe.

Jeder Jäger hat sich vor Schussabgabe zu vergewissern,
ob die Gegebenheiten eines Kugelfangs vorhanden sind, die Gefährdung von Leib und Leben anderer
ausgeschlossen ist und es sich augenscheinlich um jagdbares Wild handelt.

Wenn Fabian lt. Ermittler am 10.10.2025 zwischen ca. 11.00 - 15.00 Uhr um Leben gekommen ist,
handelt es sich nicht um eine übliche Jagdzeit.

Des Weiteren verursacht Jagdmunition in der Regel einen gewünschten hohen Blutverlust auch mit Gewebezerstörung
um Tiere schnell zu töten. Eine Anschussstelle von Fabian müsste demnach leicht auffindbar sein.

Ich glaube dass die Ermittler auch keine Jagdwaffe gesucht haben.
Bernhard
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bernhard »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 13:09:02 Ich könnte mir als alternatives Szenario zu Gs Täterschaft nach wie vor vorstellen, dass G Fabian zum Täter gebracht hat und dass sie zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass es in einem Mord enden wird.
Dieser Täter müsste dann G mit irgrndwas in der Hand gehsbt haben, dass sie dieser Forderung nachgegsngen ist.
Und der Grund dass sie diesen Namen nicht gegenüber den EB verlauten lässt, liegt darin, dass sie womöglich Angst vor Beihilfe hat, Angst um ihre Familie, und so einfach hofft, aus Mangel an Beweisen entlassen bzw später freigesprochen zu werden.

Ist nur eine Theorie, aber ich halte sie nicht für ganz unmöglich
Klar ist so ein Szenario nicht vollkommen ausgeschlossen, allerdings erfordert es einige Zusatzannahmen:

- die TV müsste ohne Tötungsabsicht Fabian abgeholt haben ohne irgendwem Bescheid zu geben. Warum wenn sie keine Mordabsicht hätte? Unter normalen Umständen hätte sie der Mutter Bescheid gegeben.
- sollte kein Mord von der TV geplant gewesen sein hätte es keinen Grund gegeben Fabian dazu zu bringen entgegen seiner Gewohnheiten das Handy zu Hause zu lassen
- es müsste einen anderen Täter geben mit einem Motiv
- dieser Täter müsste die TV so erpressen können, dass sie lieber unter Mordverdacht im Gefängnis sitzt

Das sind eine ganze Menge Zusatzannahmen die so ein Szenario sehr unwahrscheinlich machen

https://de.wikipedia.org/wiki/Ockhams_Rasiermesser

Ich denke man kommt den tatsächlichen Verlauf am ehesten nahe wenn man versucht das Geschehen mit möglichst wenig Zusatzannahmen zu erklären.

Meine Vermutung ist, dass entweder Tötungsabsicht oder ein psychischer Ausnahmezustand vorlag der im Tod von Fabian endete. Die ganze Sache mit Verbrennen, Ablegen der Leiche in einem Bereich wo man gesehen werden kann, die ganzen Fahrten mit den Zeugen sind für mich ein Zeichen von Planlosigkeit und das Gegenteil eines perfekt geplanten Mordes. Kein weiterer Täter, kein Jagdunfall, keine Drogen und kein Vertuschen von sexuell motivierten Missbrauchstaten. Ich vermute, die TV hat den Mord alleine begangen.

Nicht falsch verstehen, ich finde es super alternative Szenarien zu diskutieren. Das sollten wir weiterhin tun. Allerdings sollten diese Alternativ - Szenarien daran gemessen werden, wieviele Zusatzannahmen sie benötigen.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Turmfalke23 hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 13:31:34 Bei einem Jagdunfall tritt in erster Linie die Jagdhaftpflichtversicherung  des Schützen ein.
Die Patronenhülsen bleiben bei den meisten Waffen nach Schussabgabe im Patronenlager.
Nur das Geschoss verlässt den Lauf bzw. die Waffe.

Jeder Jäger hat sich vor Schussabgabe zu vergewissern,
ob die Gegebenheiten eines Kugelfangs vorhanden sind, die Gefährdung von Leib und Leben anderer
ausgeschlossen ist und es sich augenscheinlich um jagdbares Wild handelt.

Wenn Fabian lt. Ermittler am 10.10.2025 zwischen ca. 11.00 - 15.00 Uhr um Leben gekommen ist,
handelt es sich nicht um eine übliche Jagdzeit.

Des Weiteren verursacht Jagdmunition in der Regel einen gewünschten hohen Blutverlust auch mit Gewebezerstörung
um Tiere schnell zu töten. Eine Anschussstelle von Fabian müsste demnach leicht auffindbar sein.

Ich glaube dass die Ermittler auch keine Jagdwaffe gesucht haben.
Das heißt, man könnte wenn man von Jagdmunition getroffen wird durch Entfernung der sich im Körper befindenen Munition und anschließender Nutzung einer Stichwaffe (u.a. in der gleichen Eintrittsstelle) nicht den zuvor abgegebenen Schuss vertuschen?
Verstehe ich das richtig?

Wenn es vertuschbar wäre, dann wüsste man ja nix von einem Jagdgewehr und würde dementsprechen auch nicht danach suchen.
War ja auch nur eine Überlegung, ob eine Tötung mit Schusswaffe durch nachträgliche Einstiche mit einer Stichwaffe (nach entfernen der Munition) sozusagen unkenntlich gemacht werden könnte mit zusätzlicher Hilfe durch Inbrandsetzung
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 14:01:10 Das heißt, man könnte wenn man von Jagdmunition getroffen wird durch Entfernung der sich im Körper befindenen Munition und anschließender Nutzung einer Stichwaffe (u.a. in der gleichen Eintrittsstelle) nicht den zuvor abgegebenen Schuss vertuschen?
Verstehe ich das richtig?

Wenn es vertuschbar wäre, dann wüsste man ja nix von einem Jagdgewehr und würde dementsprechen auch nicht danach suchen.
War ja auch nur eine Überlegung, ob eine Tötung mit Schusswaffe durch nachträgliche Einstiche mit einer Stichwaffe (nach entfernen der Munition) sozusagen unkenntlich gemacht werden könnte mit zusätzlicher Hilfe durch Inbrandsetzung
Schusswunden verursachen charakteristische Gewebeschäden. Deshalb müsste ein Pathologe erkennen können, wenn eine Schusswunde nachträglich manipuliert wurde.

Außerdem unterscheidet sich eine Stichverletzung von einer „Operationswunde“, die beim Entfernen einer Kugel entstanden ist.
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Müsste ein Jäger zwangsläufig mit einer offiziellen Jagdwaffe schießen? Oder gibt es vielleicht (auch illegal) andere Möglichkeiten, eher stichartige Verletzungen durch eine Fernwaffe zu verursachen?

Eine Armbrust o.ä.?
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:15:06 Müsste ein Jäger zwangsläufig mit einer offiziellen Jagdwaffe schießen? Oder gibt es vielleicht (auch illegal) andere Möglichkeiten, eher stichartige Verletzungen durch eine Fernwaffe zu verursachen?

Eine Armbrust o.ä.?
Interessanter Gedanke mit der Armbrust.
Braucht man für diese Art von Waffe auch eine WBK (Waffenbesitzkarte)?
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:15:06 Müsste ein Jäger zwangsläufig mit einer offiziellen Jagdwaffe schießen? Oder gibt es vielleicht (auch illegal) andere Möglichkeiten, eher stichartige Verletzungen durch eine Fernwaffe zu verursachen?

Eine Armbrust o.ä.?
Ergänzend dazu noch folgende Informationen:

Kalte Waffen, also Hieb- und Stoßwaffen, die häufig zur Jagdausübung genutzt werden, sind Hirschfänger, Waidblätter oder Saufedern. Bei der Saufeder handelt es sich um eine Art Speer. Allerdings wird die Saufeder gestoßen und nicht geworfen.

Denkst du bei deinem Szenario an eine absichtliche oder an eine versehentliche Tötung?

https://www.pirsch.de/ausruestung/jagdz ... tion-37705
https://waidwissen.com/kalte-oder-blanke-waffen
https://www.gunfinder.de/articles/17
Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:25:28 Interessanter Gedanke mit der Armbrust.
Braucht man für diese Art von Waffe auch eine WBK (Waffenbesitzkarte)?
Laut Waffengesetz ist für den Erwerb und Besitz keine Erlaubnis erforderlich.
Der Gebrauch einer Armbrust wird im Waffengesetz (WaffG) geregelt. Aus Anlage 1 geht hervor, dass Armbrüste Schusswaffen gleichgestellt sind, da sie feste Körper verschießen. Ihre Antriebskraft, die mittels einer Sperrvorrichtung gespeichert werden kann, wird dabei durch Muskelkraft eingebracht.

Anlage 2 benennt Armbrüste als Waffen, deren Erwerb und Besitz keiner Erlaubnis bedürfen. Dementsprechend ist für eine Armbrust kein (kleiner) Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte nötig. Das bedeutet allerdings auch, dass Sie die Waffe erst mit der Vollendung des 18. Lebensjahres kaufen dürfen – eine Armbrust ist für Kinder nicht erwerblich.
https://www.bussgeldkatalog.net/waffeng ... 0geschieht.
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fragjanur »

Nikas hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:25:28 Interessanter Gedanke mit der Armbrust.
Braucht man für diese Art von Waffe auch eine WBK (Waffenbesitzkarte)?
Findet ihr das alles wirklich realistisch?

Diese ländliche Gegend, die involvierten Ortschaften. Irgendwie kennen sich die Leute da entfernt untereinander. Hier wird ein Jäger mit dieser Tat in Verbindung gebracht, entsprechend einer mutmaßlichen Aussage oder eines posts der TV. Fakt ist, seit gut 2 Monaten sitzt nur die TV in U-Haft und es gibt keinerlei Anzeichen darauf, dass ein welcher Jäger auch immer in diese Tat involviert ist. Seit Wochen gibt es gar keine Neuigkeiten zu dem Fall. Ich verstehe zwar einen insgesamten Diskussionswillen - halte es aber für sehr, sehr weit hergeholte Spekulationen. Es ist auch nichts davon bekannt, dass es Schusswunden gab, sondern die Rede war von Stichverletzungen. Gewalteinwirkungen, die klar auf Mord schließen lassen, warum sie auch des dringenden Tatverdachts des Mordes verhaftet wurde. Nur sie.

Wenn Gina das Gerücht mit der Sexpuppe gestreut hat, um ihre Anwesenheit am Fundort zu erklären und diese ihren Erzählungen nicht statthält, weil es ja augenscheinlich keinen involvierten Jäger geben zu scheint, dann wird sie mit dieser Mär zwar ihre Tümpelfreunde hingelockt haben können, aber eben nicht die EB. Die werden wohl ihre Gründe (Ermittlungsergebnisse) haben, warum sie überhaupt in U-Haft gelandet ist und verbleibt.
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jane Doe »

Sronson hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:35:31Denkst du bei deinem Szenario an eine absichtliche oder an eine versehentliche Tötung?
Eher absichtlich. Es sind viele Hochsitze direkt am und um den Fundort herum.

Ich frag mich, ob es zum Beispiel bei illegalen Jagden solche frisierten Waffen geben könnte... Armbrust mit höherer Reichweite etc
Aus ethischen Gründen darf Wild soweit ich weiß nicht mehr mit solchen historischen kalten Waffen erlegt werden... aber vielleicht gibt es da einen Graubereich, der von manchen praktiziert werden könnte?
Zuletzt geändert von Sronson am Samstag, 10. Januar 2026, 17:23:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatformat korrigiert
Realist

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Realist »

Fragjanur hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:42:34 Findet ihr das alles wirklich realistisch?

Diese ländliche Gegend, die involvierten Ortschaften. Irgendwie kennen sich die Leute da entfernt untereinander. Hier wird ein Jäger mit dieser Tat in Verbindung gebracht, entsprechend einer mutmaßlichen Aussage oder eines posts der TV. Fakt ist, seit gut 2 Monaten sitzt nur die TV in U-Haft und es gibt keinerlei Anzeichen darauf, dass ein welcher Jäger auch immer in diese Tat involviert ist. Seit Wochen gibt es gar keine Neuigkeiten zu dem Fall. Ich verstehe zwar einen insgesamten Diskussionswillen - halte es aber für sehr, sehr weit hergeholte Spekulationen. Es ist auch nichts davon bekannt, dass es Schusswunden gab, sondern die Rede war von Stichverletzungen. Gewalteinwirkungen, die klar auf Mord schließen lassen, warum sie auch des dringenden Tatverdachts des Mordes verhaftet wurde. Nur sie.

Wenn Gina das Gerücht mit der Sexpuppe gestreut hat, um ihre Anwesenheit am Fundort zu erklären und diese ihren Erzählungen nicht statthält, weil es ja augenscheinlich keinen involvierten Jäger geben zu scheint, dann wird sie mit dieser Mär zwar ihre Tümpelfreunde hingelockt haben können, aber eben nicht die EB. Die werden wohl ihre Gründe (Ermittlungsergebnisse) haben, warum sie überhaupt in U-Haft gelandet ist und verbleibt.
Es ist eine vor mehreren Varianten, die ich für wesentlich realistischer halte als die offizielle Version, ja.
Bernhard
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bernhard »

Realist hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 16:58:12 Es ist eine vor mehreren Varianten, die ich für wesentlich realistischer halte als die offizielle Version, ja.
Du hältst es für realistischer, dass ein Jäger nicht mit einem Gewehr wie 99% der anderen Jäger sondern mit einer Armbrust versehentlich oder absichtlich auf Fabian schoss und die TV hat sich nicht bei der Polizei gemeldet "hier schiesst jemand auf meinen Ziehsohn" sondern versucht die Tat zu vertuschen und sitzt in Haft wissend dass sie unschuldig ist, redet aber nicht.

Das meinst du sei realistischer als die offizielle Version? Verstehe ich das richtig?
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Bernhard hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 17:38:22
Das meinst du sei realistischer als die offizielle Version? Verstehe ich das richtig?
Findest du denn die „offizielle“ Version rund?
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jane Doe »

Bernhard hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 17:38:22Du hältst es für realistischer, dass ein Jäger nicht mit einem Gewehr wie 99% der anderen Jäger sondern mit einer Armbrust versehentlich oder absichtlich auf Fabian schoss und die TV hat sich nicht bei der Polizei gemeldet "hier schiesst jemand auf meinen Ziehsohn" sondern versucht die Tat zu vertuschen und sitzt in Haft wissend dass sie unschuldig ist, redet aber nicht.
Wer sagt denn, dass die TV nicht daran beteiligt gewesen sein kann?
Zuletzt geändert von Sronson am Samstag, 10. Januar 2026, 18:01:57, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitatformat korrigiert
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