MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gastleser hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:20:16 Guter Ansatz. Eine weitere Person als intim vertrauter Katalysator, um die Tat “in Gang zu setzen”.

Mein Einwand bei Szenarien ohne die TV als alleinige Täterin:

Wie sollte die Staatsanwaltschaft die Entscheidung begründen und verantworten, seit einem viertel Jahr, einen oder mehrere Tatverdächtige “unberührt” in Freiheit zu belassen, die sich dann munter in Verdunklung, Spurenverwischung, Spurenentsorgung, Entziehung, Taterweiterung und Absprachen ausleben könnten?
Aus denselben Grund, aus dem.man die TV lange noch im.Zeugenstatus behielt. Man wartet auf Fehler oder Geständnisse.
Sie wissen um die Tatwaffe, aber diese fehlt. Eine Tatwaffe mit DNA wäre ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.

Die Antwort auf Deine Frage? Weil es sich zu lohnen scheint.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:24:02 ……. Ich seh da bei keinem die strategisch-planerische und kognitive Fähigkeit diesen Mord zu begehen und dann so gelungen und nachhaltig der TV unterzuschieben. Bei keinem.
Wieder eine sehr gute, sachliche und richtige Darstellung.
Es wird wohl keinen “Ernst Stavro Blofeld of Reimershagen” oder “Prof. Moriarty of Güstrow” geben, der die Fäden zieht und “spinnt”.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:24:02 (…)
Ich seh da bei keinem die strategisch-planerische und kognitive Fähigkeit diesen Mord zu begehen und dann so gelungen und nachhaltig der TV unterzuschieben. Bei keinem.
sehe ich bei GH aber ehrlich gesagt auch nicht.
Gerade am letzten Wochentag vor einem „besonderen“ Wochenende (Jährung Todestag des Papas). Den eigene Sohn versorgen, zur Schule bringen?, die Tiere versorgen… um dann schnell einen Mord „zu erledigen“, weil man weiß, dass das Opfer nur heute zufällig allein ist, um dann in den Mittags-/ frühen Nachmittagsstunden den Sohn in Empfang zu nehmen, diesen zu versorgen und am Nachmittag mit ihm, den Großeltern und den Tieren zu verbringen, bevor man ggf. den 1. Todestag des geliebten Papas betrauert?
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Djuke hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:45:50 sehe ich bei GH aber ehrlich gesagt auch nicht.
Gerade am letzten Wochentag vor einem „besonderen“ Wochenende (Jährung Todestag des Papas). Den eigene Sohn versorgen, zur Schule bringen?, die Tiere versorgen… um dann schnell einen Mord „zu erledigen“, weil man weiß, dass das Opfer nur heute zufällig allein ist, um dann in den Mittags-/ frühen Nachmittagsstunden den Sohn in Empfang zu nehmen, diesen zu versorgen und am Nachmittag mit ihm, den Großeltern und den Tieren zu verbringen, bevor man ggf. den 1. Todestag des geliebten Papas betrauert?
Ob sich Gina tatsächlich so intensiv wie von dir beschrieben um ihren Sohn und ihre Großeltern kümmerte, wissen wir nicht. Es könnte möglich sein, dass sie die Betreuung und Versorgung ihres Sohnes an die Großeltern delegiert hat. Auch eine Hortunterbringung wäre möglich. Ihre Nachbarn gaben zu Protokoll, dass sie viel Zeit mit ihren Pferden verbracht haben soll; ihr Sohn fand dabei keine Erwähnung. Auch in ihrem Trauerpost räumt sie ihm lediglich eine nachrangige Stellung ein. Ob ihr Kind also tatsächlich viel Aufmerksamkeit erhielt, darf daher angezweifelt werden.

Ich halte den zeitlichen Rahmen für eine einzelne Person nicht für zu eng. Es geht immerhin um vier Stunden.
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Djuke hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:45:50 sehe ich bei GH aber ehrlich gesagt auch nicht.
Gerade am letzten Wochentag vor einem „besonderen“ Wochenende (Jährung Todestag des Papas). Den eigene Sohn versorgen, zur Schule bringen?, die Tiere versorgen… um dann schnell einen Mord „zu erledigen“, weil man weiß, dass das Opfer nur heute zufällig allein ist, um dann in den Mittags-/ frühen Nachmittagsstunden den Sohn in Empfang zu nehmen, diesen zu versorgen und am Nachmittag mit ihm, den Großeltern und den Tieren zu verbringen, bevor man ggf. den 1. Todestag des geliebten Papas betrauert?
Dafür brauchts aber kein Genie. Nur Hass, Support und Planung.

Wir reden da von verschiedenen Dingen.

Der Todestag könnte auch eine Rolle für die Terminierung gespielt haben im Übrigen. Muss aber nicht.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Ergänzend sollte man eines nicht außer Acht lassen.

Die TV wohnt im Haushalt der Großeltern, die (mindestens 1ner der beiden) viele Jahre beruflich damit verbracht hat/haben, Verhalten seiner Mitmenschen zu beobachten, zu analysieren, dokumentieren und ggf. „zu melden“.
Der Druck, dass die beiden eine solche, vom Alltag abweichende Tat mit dem Einfluss auf das eigene Verhalten nicht wahrgenommen hätten, wäre enorm (so sie gesundheitlich und geistig im Stande sind).
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Djuke hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:01:05 Ergänzend sollte man eines nicht außer Acht lassen.

Die TV wohnt im Haushalt der Großeltern, die (mindestens 1ner der beiden) viele Jahre beruflich damit verbracht hat/haben, Verhalten seiner Mitmenschen zu beobachten, zu analysieren, dokumentieren und ggf. „zu melden“.
Im Rahmen eines Systems, das seine Fehler verleugnet und nie sn die Oberfläche treten lassen hat?
Das dürfte Deinen Einwand von selbst beantworten.
"Das steht fest wie dicke Tinte".
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:58:24 Ob ihr Kind also tatsächlich viel Aufmerksamkeit erhielt, darf daher angezweifelt werden.

Ich halte den zeitlichen Rahmen für eine einzelne Person nicht für zu eng. Es geht immerhin um vier Stunden.
Da es zum Verhältnis zum eigenen Sohn keine konkreten Aussagen gibt, gehe ich von einem „normalen“ Verhältnis aus und würde das neutral bewerten.

Denkbar wäre eine Option… der Sohn könnte ggf. vom leiblichen Papa von der Schule übers Wochenende übernommen worden sein und Ihr damit einen offenen Zeitraum verschafft haben.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Djuke hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:01:05 Ergänzend sollte man eines nicht außer Acht lassen.

Die TV wohnt im Haushalt der Großeltern, die (mindestens 1ner der beiden) viele Jahre beruflich damit verbracht hat/haben, Verhalten seiner Mitmenschen zu beobachten, zu analysieren, dokumentieren und ggf. „zu melden“.
Der Druck, dass die beiden eine solche, vom Alltag abweichende Tat mit dem Einfluss auf das eigene Verhalten nicht wahrgenommen hätten, wäre enorm (so sie gesundheitlich und geistig im Stande sind).
Also dass alle ehemaligen hohen Stasi-Mitarbeiter über ausreichend analytische und psychologische Fähigkeiten verfügen, um einen Mörder im eigenen häuslichen Umfeld zu entlarven, glaube ich nicht. Das hängt mMn maßgeblich davon ab, welche Funktion sie innerhalb der Stasi innehatten.

Falls Gina tatsächlich seit ihrer Kindheit psychische Probleme mit häufigen Stimmungsschwankungen gehabt haben sollte, fiel ein sonderbares Verhalten zudem nicht weiter auf.

Möglich wäre außerdem, dass die Großeltern (verständlicherweise) gar nicht wahrhaben wollen, dass die Enkelin, die sie großgezogen haben, eine mutmaßliche Kindsmörderin ist.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:32:09 Aus denselben Grund, aus dem.man die TV lange noch im.Zeugenstatus behielt. Man wartet auf Fehler oder Geständnisse.
Sie wissen um die Tatwaffe, aber diese fehlt. Eine Tatwaffe mit DNA wäre ein Beweis. Nicht nur ein Indiz.

Die Antwort auf Deine Frage? Weil es sich zu lohnen scheint.
Der Meinung war ich bisher auch. Der Gedanke, die Staatsanwaltschaft wird nicht nicht ungeschickt agieren und wir kennen nicht alle Bedingungen in dem Spiel, begründet im Zweifel alles.

Aber nach einem viertel Jahr Chancen auf Verdunklung, Spurenverwischung, Spurenentsorgung, Entziehung, Taterweiterung und Absprachen im Tausch gegen die kleinen Chance auf den “Beweis-Jackpot”, erscheint mir das nicht sehr plausibel.
Finde kein passendes Lösungskonzept in der Spieltheorie, dass die Plausibilität zur Inkaufnahme der Risiken untermauern würde.
-JohnDoe-
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:10:49 • Nun, ehrlich gesagt... ja. Und dazu steh ich auch. Eine U-Haft wird nicht ohne Gründe vorgenommen und hat Bestand durch die Haftprüfung. Das trau ich denen schon zu.
Ehrlichkeit schätze ich sehr und danke dir an dieser Stelle auch ausdrücklich für deine.. 😉

Allerdings möchte ich ebenso auch einmal darauf aufmerksam machen, dass es auch nicht gerade wenige Menschen gibt, die als Unschuldige in Verdacht geraten und anschließend in U-Haft gekommen sind und entweder aus der U-Haft wieder entlassen wurden oder später vor Gericht freigesprochen wurden. Ebenso gab es auch schon einige Fälle, dass sich Menschen in U-Haft (..und Gefängnissen) befunden haben und dort wieder hinausfanden, als man den oder die wahren Täter gefunden hatte.

Womit ich lediglich darauf hinzuweisen versuche, dass eine U-Haft alleine, eben rein gar nichts über Schuld und Unschuld aussagt!
Ein nicht so unwichtiges Detail...wie ich finde.
Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:10:49 • Dann der Mangel an schlüssigen Szenarien ohne Gina. Cui bono? Welches Motiv in Verhältnis zu welchem Risiko mit welcher Wahrscheinlichkeit? Gleich Null.
Ok..
Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:10:49 • Bauchgefühl (ja, tatsächlich) Überzeugend war für mich die Art ihrer Sprache. Nicht dass sie ungeschickte Aussagen nicht auch unschuldig hätte tätigen können. Aber diese ganz spezielle Art ihrer Äußerungen macht das Salz in der Suppe.
Ok..
Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:24:02 Oh, eins noch. Mangel an Alternativen einer Verschwörung gegen GH.

• Fremdtäter ohne Bezug, hätte es GH nicht unterschieben können
• Nahfeldtäter mit Bezug: Klingt jetzt böse., aber bei den uns bekannten Nahfeldpersonen Fabians mit potentiellem Motiv zum Mord UND zur Schädigung von GH... Ich seh da bei keinem die strategisch-planerische und kognitive Fähigkeit diesen Mord zu begehen und dann so gelungen und nachhaltig der TV unterzuschieben. Bei keinem.
Ok..

Wie gesagt, ich schätze deine Ehrlichkeit und zolle selbiger auch allerhöchsten Respekt!

Aber einen Menschen schon lediglich aufgrund eines Bauchgefühls, der Ermangelung eigener schlüssiger Alternativ-Szenarien und allein aufgrund der Tatsache das diese Person in U-Haft sitzt, eines Mordes definitiv schuldig zu sprechen! Solltest du eindeutig noch mal gut und sehr intensiv überdenken!

Denn eine Welt ohne Fehler gibt es nun mal -leider- nicht und ist eine Utopie... 😉
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:59:22 Dafür brauchts aber kein Genie. Nur Hass, Support und Planung.
Aus welchen Gründen schließt du eine spontane Tat aus?
-JohnDoe- hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:21:23 Allerdings möchte ich ebenso auch einmal darauf aufmerksam machen, dass es auch nicht gerade wenige Menschen gibt, die als Unschuldige in Verdacht geraten und anschließend in U-Haft gekommen sind und entweder aus der U-Haft wieder entlassen wurden oder später vor Gericht freigesprochen wurden.
Die Freispruchquote bei Mordfällen, die tatsächlich vor Gericht landen, ist mehr als überschaubar, denn die Staatsanwaltschaft erhebt nur dann Anklage, wenn sie hinreichenden Tatverdacht sieht.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Djuke »

Jane Doe hat geschrieben: Samstag, 10. Januar 2026, 23:59:22 Dafür brauchts aber kein Genie. Nur Hass, Support und Planung.

Wir reden da von verschiedenen Dingen.

Der Todestag könnte auch eine Rolle für die Terminierung gespielt haben im Übrigen. Muss aber nicht.
Beim dem „Plan“ wären viele Details notwendig gewesen, die ich einem/r emotional labilen, von menschlichen Schicksalen gebeutelten TV nur unbedingt zutraue

Beispiele
- keine Mitnahme des eigenen Telefons (Tracking)
- nachweislos zum Opfer zu gelangen (nicht gesehen werden, keine WhatsApp Nachfrage, ohne nachweisbaren Anruf)
- Ausschluss einer Nachfrage des Opfers bei der Mutter zur Erlaubnis zum verlassen der Wohnung
- keine Mitnahme des eigenen Telefons vom Opfer
- möglichst ungesehen von Güstrow nach Klein Upahl fahren
- Tatort-/Ablageort auswählen
- Tatumsetzung ohne Zeugen

angenommen der Plan hätte vorab gestanden… Für die Umsetzung hätte man bei Erlangen der Information über das verbleiben des Opfers zu Hause spontan zur Umsetzung reagieren müssen. Würde man das nicht eher einer emotional gefestigt und kontrollierten Person, mit strategischen Denkvermögen und überlegtem Handeln zuordnen?
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Djuke »

Sronson hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:15:46 Also dass alle ehemaligen hohen Stasi-Mitarbeiter über ausreichend analytische und psychologische Fähigkeiten verfügen, um einen Mörder im eigenen häuslichen Umfeld zu entlarven, glaube ich nicht. Das hängt mMn maßgeblich davon ab, welche Funktion sie innerhalb der Stasi innehatten.

Falls Gina tatsächlich seit ihrer Kindheit psychische Probleme mit häufigen Stimmungsschwankungen gehabt haben sollte, fiel ein sonderbares Verhalten zudem nicht weiter auf.

Möglich wäre außerdem, dass die Großeltern (verständlicherweise) gar nicht wahrhaben wollen, dass die Enkelin, die sie großgezogen haben, eine mutmaßliche Kindsmörderin ist.
Wenn ich die öffentlich zugänglichen Informationen richtig deute, lässt sich ableiten, dass Geld für Informationen geflossen ist (IM -> Informant). „Hohe“ MfS Mitarbeiter/Führungsoffiziere waren in den zeitweise gesperrten Dokumentationen meinem Kenntnisstand nach nicht erfasst.

Ich gebe zu, die Hinweise zur erkrankten Mutter von GH in Verbindung mit den Beiträgen in SM können den Schluss zulassen, dass sie anfällig in dieser Hinsicht sein kann.

Beim letzten Punkt gehe ich fest davon aus. Es sehe den Druck eher auf Seiten GH, die damit rechnen musste, dass Ihre Großeltern durchaus ein trainiertes Auge für Verhalten, Ehrlichkeit und Abweichungen von der Norm haben könnten (ich gehe davon aus, dann Ihr aufgrund des kleinen Ortes die berufliche Vergangenheit bekannt ist).
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Djuke »

Jane Doe hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:08:30 Im Rahmen eines Systems, das seine Fehler verleugnet und nie sn die Oberfläche treten lassen hat?
Das dürfte Deinen Einwand von selbst beantworten.
"Das steht fest wie dicke Tinte".
das steht nicht im Widerspruch zu meiner Aussage.

Mir ging es um den „hausinternen“ Druck, dem man als TV standhalten müsste. Im Wissen das jeder inhaltliche Widerspruch, jede Nachfrage und jede Handlung die mit der Tat in Verbindung steht erkannt werden könnte, würde einen potenziellen Täter vor der Umsetzung abschrecken, oder?

Ob die Großeltern sie im Zweifel bei erkennen „ans Messer geliefert“ hätten, ins davon unbenommen.

Man darf nicht vergessen, die Wiedervereinigung liegt über 25 Jahre zurück.
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 00:29:16 Aus welchen Gründen schließt du eine spontane Tat aus?
Also mal vorab, ich schließe es nicht komplett aus, genausowenig wie ich komplett ausschließe, dass sie unschuldig sein könnte - aber die Wahrscheinlichkeit ist derart gering, dass ich das nicht jedesmal sprachlich berücksichtige.

Etwas komplett auszuschließen wäre dumm, wenn ich also von "definitiv beteiligt" spreche inkludiert das natürlich immer eine Restwahrscheinlichkeit für ein alternatives Szenario, in beide Richtungen.

Warum ich also (beinahe) sowohl GH als Unschuldige wie auch als Alleintäterin ausschließe, ist begründet in der goldenen Mitte.

Der Tatablauf im Gesamten, die Aussagen zur Aktenlage, die Voraussetzung einer gewissen Planung, Präzision im Ablauf verglichen mit der uns bisher bekannten Persönlichkeits- und Handlungsstruktur der TV (Sattelklau, Pferd vergraben, Komplizenschaften) schließt für mich eine Täterin aus, die erst im Nachtatverhalten offensichtliche Fehler begeht, aber die Tat an sich ungesehen und reibungslos in der Kürze der Zeit und entsprechender Vorbereitung hinter sich bringt. Auch das Bild, welches sich in ihren schriftlichen Äußerungen zeichnet, entspricht nicht dem Bild eines Täters, der dies ganz alleine und isoliert durchführt, ohne zumindest einen Mitwisser zu haben.

Wer im Nachtatverhalten so viele Zeugen involviert und dann noch an die Presse geht, der Mutter schreibt, mit dem Vater Kontakt hat, usw usf... hat das Vortatverhalten nicht völlig in sich gekehrt und isoliert vollzogen.

Das ist ein Mensch, der lebt davon sich mitzuteilen. Sie ist das Zentrum ihrer Welt. Und ich denke, sie spürt sich erst, wenn sie jemanden hat, in dem sie sich spiegeln kann. Und diese Spiegel wechselt sie, wie es die Umstände erfordern.

Das allein macht nun keinen Mörder. Aber nehmen wir mal an. sie ist an jemanden geraten, der hierin eine Möglichkeit gesehen hat, seine eigenen Abgründe auszuleben... sie darin bestärkt hat, mit ihr geplant hat, das Gerechtigkeit genannt hat.... oder es einfach mal ausprobieren wollte? Jemand der ihr Motiv benutzt um sein eigenes umzusetzen?

Man darf nicht vergessen, dieser Fundort ist ein Statement. Er sollte gefunden werden.

Eine instabile Alleintäterin hätte die Leiche anders versucht loszuwerden. Auch im Affekt. Wenn GH keinen Bezug zum Fundort aufweist... vielleicht weist der Fundort einen Bezug zum Mittäter auf?
Käthi227:

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Jane Doe hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 09:16:36 Also mal vorab, ich schließe es nicht komplett aus, genausowenig wie ich komplett ausschließe, dass sie unschuldig sein könnte - aber die Wahrscheinlichkeit ist derart gering, dass ich das nicht jedesmal sprachlich berücksichtige.

Etwas komplett auszuschließen wäre dumm, wenn ich also von "definitiv beteiligt" spreche inkludiert das natürlich immer eine Restwahrscheinlichkeit für ein alternatives Szenario, in beide Richtungen.

Warum ich also (beinahe) sowohl GH als Unschuldige wie auch als Alleintäterin ausschließe, ist begründet in der goldenen Mitte.

Der Tatablauf im Gesamten, die Aussagen zur Aktenlage, die Voraussetzung einer gewissen Planung, Präzision im Ablauf verglichen mit der uns bisher bekannten Persönlichkeits- und Handlungsstruktur der TV (Sattelklau, Pferd vergraben, Komplizenschaften) schließt für mich eine Täterin aus, die erst im Nachtatverhalten offensichtliche Fehler begeht, aber die Tat an sich ungesehen und reibungslos in der Kürze der Zeit und entsprechender Vorbereitung hinter sich bringt. Auch das Bild, welches sich in ihren schriftlichen Äußerungen zeichnet, entspricht nicht dem Bild eines Täters, der dies ganz alleine und isoliert durchführt, ohne zumindest einen Mitwisser zu haben.

Wer im Nachtatverhalten so viele Zeugen involviert und dann noch an die Presse geht, der Mutter schreibt, mit dem Vater Kontakt hat, usw usf... hat das Vortatverhalten nicht völlig in sich gekehrt und isoliert vollzogen.

Das ist ein Mensch, der lebt davon sich mitzuteilen. Sie ist das Zentrum ihrer Welt. Und ich denke, sie spürt sich erst, wenn sie jemanden hat, in dem sie sich spiegeln kann. Und diese Spiegel wechselt sie, wie es die Umstände erfordern.

Das allein macht nun keinen Mörder. Aber nehmen wir mal an. sie ist an jemanden geraten, der hierin eine Möglichkeit gesehen hat, seine eigenen Abgründe auszuleben... sie darin bestärkt hat, mit ihr geplant hat, das Gerechtigkeit genannt hat.... oder es einfach mal ausprobieren wollte? Jemand der ihr Motiv benutzt um sein eigenes umzusetzen?

Man darf nicht vergessen, dieser Fundort ist ein Statement. Er sollte gefunden werden.

Eine instabile Alleintäterin hätte die Leiche anders versucht loszuwerden. Auch im Affekt. Wenn GH keinen Bezug zum Fundort aufweist... vielleicht weist der Fundort einen Bezug zum Mittäter auf?
@Jane Doe , ich lese deine Gedankenbeiträge hier wirklich sehr gerne. Diese Sachlichkeit in den Schlussfolgerungen ist beeindruckend. Dieses meine ich nicht nur zu dem diskutierten Fall Fabian,hier. Ich beziehe es ebenso auf manche Diskussionsbeiträge von Mitforisten denen du , trotz ( ich nenne es Mal ) gesucht fiktiven Gegenwind , unverändert deine Einschätzung sachlich immer wieder neu und manchmal wiederholt, begründest.
Dazu kommt natürlich , dass ich mit deinen Gedanken/Begründungen konform gehe.
Dankeschön,
Fragjanur

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Fragjanur »

Gerade das kleine Zeitfenster deutet für mich auf eine Alleintat hin. Nach wie vor sehe ich das 1. Papa WE als springenden Punkt für die Tat. Sich überall zu identifizieren und einzubringen, sehe ich wie die Feuerteufel, die beim Löschen helfen, um von ihrer Täterschaft abzulenken.

Für mich spielen keine anderen Personen eine Rolle.

Und nehme ich den SM post, wo sie ihren Anker benennt, auf die Frage der anderen, dass sie ja noch ihr Kind und ihre Pferde hätte und sie aber ihren Ex, also Mathias als ihre Hauptperson bezeichnet, wäre das die einzige Person, wegen der sie schweigen würde. Nur als Spekulation. Denn der steht ja auch nicht im Verdacht, in diesen Mord involviert zu sein.

Klein Upahl schafft eine räumliche Distanz zu sich selbst und zum Wohnort Fabians. Die Ablage am Tümpel möglicherweise gewählt, dass er tatsächlich gefunden wird, in ihrer Abwesenheit (das WE, wo sie nicht in Reimershagen gewesen sein soll). Was nicht geschah und die Fahrt dorthin in der Nacht vor dem tatsächlichen "Fund" möglicherweise geschehen, um sich zu überzeugen, ob er noch dort liegt. Hierfür dann vielleicht auch die verbrannte Sexpuppengeschichte geschaffen, um die beiden Männer dort hinzulocken. Denen wurde die Brisanz des Besuches vielleicht auch dann erst wirklich klar, was sie erstmal schweigen ließ. Immer noch völlig schäbiges und für Normaltickende nicht nachvollziehbares Verhalten.

Für mich hat sie Tat entsprechend alleine begangen.

Könnte mir vorstellen, dass die Geschichte am Ende viel banaler erklärt wird und auch ziemlich eindeutig, warum sie inhaftiert wurde. Lediglich sie.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Käthi227: hat geschrieben: Sonntag, 11. Januar 2026, 11:06:59 @Jane Doe , ich lese deine Gedankenbeiträge hier wirklich sehr gerne. Diese Sachlichkeit in den Schlussfolgerungen ist beeindruckend.
Dem schließe ich mich sehr gern an.
Auch die Beiträge von @Djuke empfinde ich als echte Bereicherung für den Thread.
SonntagsGast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SonntagsGast »

Zeuge Olaf aus Reimershagen gibt Anfang Dezember während seines Interviews an (kurz vor Ginas Haftprüfung), seine Aussage schon viel früher bei der Polizei gemacht zu haben. In SM schreiben viele unter seinem Video, dass es genauso war und seine Beobachtungen eben jetzt erst das Licht der Welt erblicken. Wer aber noch einmal die stundenlangen Streams durchgeht, trifft einen Jens Schwarck, der unseren Zeugen zeitlich ganz anders einordnet.
Schlussendlich wurde die Sichtung in Klein Upahl am 10.10. um die Mittagszeit Wochen später zu Protokoll gegeben. Ein Umstand, den Jens S. im Gespräch mit jenem "What the heck"-Streamer so wiedergibt, Zitat: "nach den neuen Befragungen vor Ort" habe sich ein ganz wichtiger Zeuge gemeldet
(Olaf L.)

Er hat sich nach dem PKW-Aufruf Ende November zur Polizei begeben, weshalb man vermuten könnte, dass er evtl. aus Angst bis dahin geschwiegen hat.

https://www.youtube.com/live/L0oIZZEooR ... QEmqj2NxBs
(19:15/21:00)
Antworten