Sronson hat geschrieben: ↑Sonntag, 11. Januar 2026, 00:29:16
Aus welchen Gründen schließt du eine spontane Tat aus?
Also mal vorab, ich schließe es nicht komplett aus, genausowenig wie ich komplett ausschließe, dass sie unschuldig sein könnte - aber die Wahrscheinlichkeit ist derart gering, dass ich das nicht jedesmal sprachlich berücksichtige.
Etwas komplett auszuschließen wäre dumm, wenn ich also von "definitiv beteiligt" spreche inkludiert das natürlich immer eine Restwahrscheinlichkeit für ein alternatives Szenario, in beide Richtungen.
Warum ich also (beinahe) sowohl GH als Unschuldige wie auch als Alleintäterin ausschließe, ist begründet in der goldenen Mitte.
Der Tatablauf im Gesamten, die Aussagen zur Aktenlage, die Voraussetzung einer gewissen Planung, Präzision im Ablauf verglichen mit der uns bisher bekannten Persönlichkeits- und Handlungsstruktur der TV (Sattelklau, Pferd vergraben, Komplizenschaften) schließt für mich eine Täterin aus, die erst im Nachtatverhalten offensichtliche Fehler begeht, aber die Tat an sich ungesehen und reibungslos in der Kürze der Zeit und entsprechender Vorbereitung hinter sich bringt. Auch das Bild, welches sich in ihren schriftlichen Äußerungen zeichnet, entspricht nicht dem Bild eines Täters, der dies ganz alleine und isoliert durchführt, ohne zumindest einen Mitwisser zu haben.
Wer im Nachtatverhalten so viele Zeugen involviert und dann noch an die Presse geht, der Mutter schreibt, mit dem Vater Kontakt hat, usw usf... hat das Vortatverhalten nicht völlig in sich gekehrt und isoliert vollzogen.
Das ist ein Mensch, der lebt davon sich mitzuteilen. Sie ist das Zentrum ihrer Welt. Und ich denke, sie spürt sich erst, wenn sie jemanden hat, in dem sie sich spiegeln kann. Und diese Spiegel wechselt sie, wie es die Umstände erfordern.
Das allein macht nun keinen Mörder. Aber nehmen wir mal an. sie ist an jemanden geraten, der hierin eine Möglichkeit gesehen hat, seine eigenen Abgründe auszuleben... sie darin bestärkt hat, mit ihr geplant hat, das Gerechtigkeit genannt hat.... oder es einfach mal ausprobieren wollte? Jemand der ihr Motiv benutzt um sein eigenes umzusetzen?
Man darf nicht vergessen, dieser Fundort ist ein Statement. Er sollte gefunden werden.
Eine instabile Alleintäterin hätte die Leiche anders versucht loszuwerden. Auch im Affekt. Wenn GH keinen Bezug zum Fundort aufweist... vielleicht weist der Fundort einen Bezug zum Mittäter auf?