MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Gast1986

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast1986 »

Hallo, ich bin bisher nur stiller Mitleser. Ich hoffe das der Fall noch gelöst werden kann. Problem: bei dem Fall sind halt fehlende Daten und scheinbar ändern sich manche "Fakten" immer mal wieder. Meine bescheidene Meinung: Kein "Einzeltäter" (denke mindestens 3 Personen die involviert sind) und das "Ende" war am Anfang so nicht "geplant" gewesen. Kann an einen völlig unbekannten "Täter" nicht glauben. Ich bin gespannt ob nach dem neusten Podcast die EB endlich mal den Fall nochmal völlig neu aufrollen und die Öffentlichkeit mehr einbeziehen. Die Familie Liebs hätte es absolut verdient, dass die Bemühungen nochmal unternommen werden. Nach 20 Jahren könnte man es wenigstens versuchen. Grüße
JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Trodat5203 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 17:02:47 Es gab doch am Samstagnachmittag einen Anruf aus dem Gewerbegebiet Mönkeloh. Das liegt neben Wewer.
Stimmt.

Ist das gesichert Mönkeloh gewesen oder kann es u. U. auch Wewer gewesen sein. Das sind Luftlinie ja 2-3km.
Error 404

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Error 404 »

Mitleserin hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 16:41:03 Es ist bedauerlich was hier daraus gemacht wird wenn man eine KI benutzt ich kann eine KI benutzen um Schwachsinn zu generieren oder z.B aber auch um Texte zu schreiben deren Gedanken von mir stammen während ich im Auto sitze und fahre und deshalb nicht am Handy sein darf also verstehe ich ehrlich gesagt hier diese künstliche Aufregung nicht
Versuchs mal mit Satzzeichen, das würde dein Gestammel halbwegs verständlicher machen. Wenn du die beim Verfassen deiner Texte eine KI brauchst ist dir iwo nicht mehr zu helfen. Ich bezweifel daß du überhaupt peilst wann dir die KI einen vom Pferd erzählt. Echt schwache Leistung von Dir!
aktenzeichen
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von aktenzeichen »

Natürlich ist einer der Schlüssel im Fall die Fahrt nach dem Pub. Wo ging diese denn hin? Ich glaube nicht an Nieheim/Entrup,dies war nur die Funkzelle im Moment der SMS. Die Fahrt ging womöglich wo anders hin oder war man schon wieder auf dem Rückweg? Nieheim/Entrup könnte eine viel zu große Rolle einnehmen in diesem Fall. Vielleicht spielt diese Örtlichkeit gar keine Rolle.

Andere Frage,die letzen Hausdurchsuchungen in diesem Fall waren,soweit ich mich erinnere,alle im Raum Lichtenau. Wie kommt es eigentlich daß sich in den letzten Jahren der Fokus dorthin verschoben hat?

Schönen Abend an alle!
aktenzeichen
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von aktenzeichen »

Gast1986 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 17:56:39 und das "Ende" war am Anfang so nicht "geplant" gewesen.
Sehe ich genau so. Ein typischer Sexualmörder oder sonstiger Mörder hätte sich genommen was er wollte und hätte sich des Opfers schnell entledigt. Das Szenario in dieser einen Woche spricht eine völlig andere Sprache. Ich meine wenn man über den Täter spricht oder nachdenkt muß man vielleicht beachten dass man es im Laufe der Woche noch nicht mit einem Mörder zu tun hat der dabei ist einen Mord zu vertuschen. Warscheinlich frühestens nach dem letzen Gespräch.

Liebe Grüße an alle!
Tequila

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Tequila »

Absolut d'accord!

Hinzu kommt, dass bis auf die erste SMS aus Nieheim ALLE Anrufe aus Gegenden kamen, die man befahren kann/muss, wenn man Paderborn auf dem Weg nach Norden verlässt, um eine Fahrt durch die aufgrund der WM belebten Innenstadt entweder westlich oder östlich auf schnellsten Wege unbeachtet verlassen möchte.
caro
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von caro »

Tequila hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 19:57:50 Absolut d'accord!

Hinzu kommt, dass bis auf die erste SMS aus Nieheim ALLE Anrufe aus Gegenden kamen, die man befahren kann/muss, wenn man Paderborn auf dem Weg nach Norden verlässt, um eine Fahrt durch die aufgrund der WM belebten Innenstadt entweder westlich oder östlich auf schnellsten Wege unbeachtet verlassen möchte.
Aber es wäre doch auch anders herum denkbar, oder?
Also ich meine Richtung Süden.
Detective Bartek

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Detective Bartek »

JohnLemon hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 14:16:38 Sofern man N. weiterhin mit einbezieht wäre ja DIE Frage, warum am Abend des Verschwindens der Großraum Nieheim eine Schlüsselrolle gespielt hat oder gibt es diese Schlüsselrolle gar nicht, weil man einfach "drauf los" gefahren ist.

Also welche Verbindung gibt es zu Nieheim - welcher Anreiz war da, diese Fahrtstrecke auf sich zu nehmen?

Was wäre an diesem Abend noch diesen Ausflug wert gewesen oder was hätte man ggf. zeigen wollen/können?

Losgelöst von N. wurde ja immer von diesem ominösen "Schrauber" gesprochen.

Es gibt unweit von Nieheim in 10 Minuten Entfernung die Rennstrecke "Bilster Berg". Das wäre aus meiner Sicht so ein Hotspot, der ein mögliches Ziel hätte sein können. Auch nachts. Aber diese Strecke gibt es nun erst seit 2011. Frauke soll ja auch Motorrad gefahren sein, also ein gewisses Faible zu Autos/Fahrzeugen war ggf. vorhanden.

Es muss eine Querverbindung zur Gegend Nieheim geben, irgendetwas, das der Täter ausspielen konnte und einen Anreiz geschaffen hat, erstmal dieses realistische Ziel ins Auge zu fassen. Dass es dann zur Eskalation, einem Übergriff oder ähnliches gekommen sein würde ich nah einbeziehen.

Hat Jemand eine Idee oder gibt es ggf. Jemanden, der aus der Gegend kommt und hier "Hotspots" nennen kann?
Ich halte es für möglich, dass Nieheim eine spontane Fahrt ins Blaue mit der bereits entführten Frauke gewesen sein könnte, um die Situation zu klären. Obwohl dieser Zufall mit dem Mechaniker geradezu erschütternd ist.
Gast7777

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast7777 »

Jolu65 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 15:39:11 Im ARG-Thread hat @Yorna ja interessanterweise zu "Das Spiel war lustig" "Nieheim = Nie Heim" und "Totengrund" etwas geschrieben.
Betrachtet man Nieheim als Ausgangspunkt der Tat, dann ist der Totengrund deren Ende. Nur bleibt es ein Rätsel was es mit den kryptischen Antworten während der Telefonate und den gewählten Orten, von denen telefoniert wurde, auf sich hat.

Ich denke, dass jedes Detail in diesem Fall bedeutsam ist, und dass eine Tatperson alles genau geplant und durchgeführt hat.
Alles erinnert an ein Spiel oder eine Anordnung. Ich nehme an, dass FL solange am Leben gelassen wurde, wie es der Spielverlauf zuließ oder erforderte. Ziel war wahrscheinlich nicht, dass lebend gefunden wird, sondern durch die Interaktionen der Mitspieler am Leben gehalten wird. Das letzte Telefonat verlief - so könnte man vielleicht vermuten - für den Täter ungünstig, weil sich plötzlich eine weitere Mitspielerin in das Spiel einbrachte......

Zufällig erscheint mir in diesem Fall gar nichts zu sein.
Ja das sind schon alles sehr viele Zufälle.
Fraukes Geburtstag war am 21.2 und sie ist ja in der Nacht zum 21.6 verschwunden bzw kam da die erste Nachricht. Auch Zufall?
Das erste Telefonat am 22.6 um 22:26
Am 23.6 um 23:04
Am 24.6 um 14:22
JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Ich denke das der Westen von PB eine zentrale Rolle spielt.

Sämtliche Kontaktaufnahmen lagen schwerpunktmäßig im Norden, Osten und mit Mönkeloh im Süden.

Die B64 war die ideale Einflugschneise für die Bereiche „Auf dem Dören“ und „Benhauser Feld“ mit der Ausfahrt auf den George-Marshall-Ring. Paderborn wird somit umkurvt und der Innenbereich gemieden.

Den „Berliner Ring“ ebenso über die B64 mit Abfahrt Warburger Strasse.

Polizeikontrollen sind auf einer Schnellstrasse/Bundesstrasse deutlich weniger zu befürchten.

Der Täter hat womöglich mit Beginn der Fahndung die Spuren in andere Richtungen lenken wollen.

Bin recht sicher dass Frauke im Westen oder im Norden festgehalten wurde. Wenn Frauke im Norden festgehalten wurde, dann über die A33 im Westen ebenso auf die B64.

Dem Ort Wewer im Westen sollte man noch mal genaue Beobachtung schenken.

Nieheim ist entweder ein Blindflug (Fahrt ins Blaue) oder aber es gab dort irgendeinen Hotspot oder etwaiges, den eine Fahrt rechtfertigte. Vielleicht stimmt die Theorie dass Fraukes Handy ausgeschaltet war und der Täter bereits mit der Fahrt sicherstellen wollte das nach dem Einschalten bereits eine falsche Spur gelegt wurde. Somit wurde Frauke bereits unmittelbar nach dem Aufeinandertreffen in ein mögliches Versteck gebracht. Der Täter dann allein unterwegs. Auch hier wäre der Westen (oder Norden) sehr gut möglich, ebenso wäre die B64 voll im Fokus und prädestiniert, um schnellstmöglich einen Bogen um PB zu machen. Fast wörtlich zu nehmen.

Persönlich glaube ich an McDonalds in Bad Driburg und von dort ein paar km weiter in die Funkzelle Nieheim. Ggf. mit k.o. Tropfen.. Laue Sommernacht, noch ein wenig Rumfahren/kleinen Hunger stillen - McD war in 2006 für viele junge Leute immer ein prima Ziel.

Ebenso bietet sich die B64 (evtl. dann auf die B68) an, um den Auffindeort von Frauke gut und schnell erreichen zu können - mit wenig Landstrasse/Risiko. Für mich würde daher auch gut passen, dass der Täter aus der westlichen Ecke kommt oder dort viel verkehrt (z. B. Freundeskreis) und sich auch gut in der Ecke südlich Paderborns auskennt. Vielleicht auf Partys, Schützenfesten oder sonstiges…

Insgesamt wundert mich dass es scheinbar kaum bis keine Erfassungsgeräte gab?! Der Täter ist derart viel unterwegs gewesen, da muss doch irgendwo etwas aufgezeichnet worden sein. Kameras, Private Überwachung, Autohöfe, Tankstellen, etc. pp
Bastian
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Bastian »

Trodat5203 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 17:02:47 Es gab doch am Samstagnachmittag einen Anruf aus dem Gewerbegebiet Mönkeloh. Das liegt neben Wewer.
Jaein, Nordborchen und Borchen liegen neben Mönkeloh. Wewer hat das Gewerbegebiet Barkhausen als Nächstes. Als Mönkeloh gilt alles zwischen Borchener Straße und Halberstädter Straße inklusive das Atlaswerk.

Irgendwo dort in der Gegend ist übrigens vor einem Jahr eine Scheune oder Ähnliches abgebrannt.

@Wiesenblume weiß da mehr
Scheich Manfred
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Scheich Manfred »

Mitleserin hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 16:41:03 Es ist bedauerlich was hier daraus gemacht wird wenn man eine KI benutzt ich kann eine KI benutzen um Schwachsinn zu generieren oder z.B aber auch um Texte zu schreiben deren Gedanken von mir stammen während ich im Auto sitze und fahre und deshalb nicht am Handy sein darf also verstehe ich ehrlich gesagt hier diese künstliche Aufregung nicht
Das ist aber sehr rücksichtsvoll von dir, dass du darauf verzichtest während der Fahrt am Handy zu schreiben und stattdessen deine Aufmerksamkeit und Konzentration darauf richtest, mit einer KI zu quatschen.
Hm.

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hm. »

Ich weiß nicht ob das schon mal zur Sprache hier kam.
Aber dieses mehrfache wiederholen "Ich bin in Paderborn.."
und 3x "Mama…" .. der ominöse Schrauber…
Es gibt in Bad Driburg die Paderbornerstraße ... .
Einfach mal googeln. Finde den Zufall auch wieder sehr interessant.
Zuletzt geändert von Iven am Donnerstag, 19. Februar 2026, 10:13:09, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Regelverstoß
Mitleserin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Mitleserin »

Error 404 hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 18:37:23 Versuchs mal mit Satzzeichen, das würde dein Gestammel halbwegs verständlicher machen. Wenn du die beim Verfassen deiner Texte eine KI brauchst ist dir iwo nicht mehr zu helfen. Ich bezweifel daß du überhaupt peilst wann dir die KI einen vom Pferd erzählt. Echt schwache Leistung von Dir!
Ich hatte bereits geschrieben wieso.
Warum bist du hier? Zum ermitteln oder dich aufzuspielen und andere zu denunzieren? Mühsam. Echt. Es gibt Menschen, die gehen arbeiten- den ganzen Tag - stell dir vor.
Aber dir ist wohl nicht zu helfen!
Mitleserin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Mitleserin »

Scheich Manfred hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 23:05:28 Das ist aber sehr rücksichtsvoll von dir, dass du darauf verzichtest während der Fahrt am Handy zu schreiben und stattdessen deine Aufmerksamkeit und Konzentration darauf richtest, mit einer KI zu quatschen.
Oh jee. Noch so jemand. Lass es bitte. Danke. Hier geht's um Frauke. Sonst nichts. Ende der Durchsage.
Gast7469

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast7469 »

Gast7469 hat geschrieben: Montag, 02. Februar 2026, 13:06:41
MMn kam der Täter gegen 23 Uhr beim Pub an, um N dort abzufangen (N wusste davon nichts). Vielleicht auch um Frauke unauffällig kennenzulernen, herauszufinden, was sie für Absichten mit N hat, evt um zu verhindern, dass N und Frauke alleine Zeit verbringen, dass sie ihn zu sich nach Hause mitnimmt etc.
Der Täter parkt also sein Fahrzeug in der Nähe und sah von Weitem wie Frauke sich von I und den anderen verabschiedet. Er sprach Frauke an und fragte, ob N denn schon angekommen wäre. Frauke klärte ihn dann auf, dass N nach Schloß Neuhaus zum Snookern gefahren war. So ergab sich ein nettes Gespräch. Ich glaube, dass der Täter nicht nur mit N, I und den anderen bekannt war, sondern auch T gekannt hat und mehr Informationen über seinen Suizid hatte, die Frauke interessierten.
Ich glaube, dass dann auf der Fahrt Richtung Schloß Neuhaus etwas passiert ist. Ich gebe zu, ich weiß nicht was. Ob Frauke irgendwas tat oder sagte, was den Täter reizte, der Täter ihre Anteilnahme am Selbstmord nach und nach als unehrlich und scheinheilig auslegte, ob er meinte, in ihrer Stimme Spott und Hohn zu hören, Schuldzuweisungen -keine Ahnung. Ich glaube aber, dass es zu einem Streitgespräch kam und Frauke deeskalierend auf den Täter einwirken wollte. Erschwerend aber hinzukam, dass der Täter halt das Fahrzeug steuerte und vielleicht eine Bewegung Fraukes im Streit so deutete, dass sie ihm ins Lenkrad fassen wollte, ihn das maximal stresste und es dann zu Handgreiflichkeiten kam, er zuschlug, das Fahrzeug anhalten musste. Vielleicht schrie Frauke Sie sind ja irre, ich gehe zu Polizei. Ich glaube, dass er dann völlig austickte.
Also mMn eine Situation, die so nicht gewollt und geplant war, die aber eskalierte. So wie das auch Frau Liebs einschätzt. Und was dann verkehrt gelaufen sein muss, und der Täter Frauke einfach mitnahm und tagelang festhielt... Zugegeben, da kommt meine Fantasie an ihre Grenzen.
Ich möchte noch mal einen längeren Beitrag schreiben für diejenigen, die sich nicht vorstellen können, dass Frauke aus freien Stücken mit dem Täter kooperiert hat.
Denkt die Szene, die ich im gekürzten Zitat beschrieben habe, mal weiter. Stellt euch einmal vor, dass wäre euch passiert.
Der Täter fährt einfach weiter zu sich nach Hause, sperrt euch in einen Raum, versorgt eure Verletzungen so gut es geht, lässt euch was zu Essen und zum Trinken und eine Campingtoilette da und verspricht, euch am nächsten Morgen ins Krankenhaus oder nach Hause zu bringen, je nachdem wie es euch geht.
Nur leider kommt der Täter am nächsten Morgen nicht zu euch, auch nicht um die Mittagszeit und auch nicht am Abend. Nur irgendwann nachts im Halbschlaf hört ihr, wie er Essen und Getränke bringt und sagt, dass er euch morgen definitiv nach Hause lässt. Doch dann vergehen wieder an die 18 Stunden und niemand kommt.
Und dann- es müsste mittlerweile Donnerstagabend sein- kommt der Täter herein, völlig geschockt und erzählt, dass jetzt alles aus ist. Die Polizei sucht bereits nach euch, Suchplakate hängen überall, das Radio meldet, dass die Polizei weiß, dass eure letzte SMS aus der Funkzelle Nieheim-Entrup gesendet wurde.
Und während der Täter vor sich selbst rechtfertigt, warum er euch bereits fast geschlagene 48 Stunden gefangenhält, von wegen, er musste doch eine Beerdigung vorbereiten, Termine bei Behörden wahrnehmen, das Jugendamt und weil er doch in Scheidung lebt und er hat das doch nicht gewollt und er wusste ja nicht. Und jetzt ist alles aus, er wird ins Gefängnis kommen, was werden die Leute sagen, er wird seine Arbeit verlieren, eine Anzeige bekommen, eure Verletzungen- jeder sieht doch, was euch passiert ist, die SMS, die Polizei könnte jeden Moment hier her kommen usw usw
Und während der Typ vor sich hin labert, merkt ihr, dass das ein Mensch ist, der massive Problem hat, vor allem mit sich selbst, der aber auch enorm gestört und gefährlich sein muss, denn sonst würdet ihr nicht seit den frühen Mittwoch-Nachtstunden in diesem Raum hocken.
Und plötzlich hört ihr, wie der Täter sagt: Ich kann dich nicht mehr gehen lassen, ich kann nicht zulassen, dass du zur Polizei gehst, sonst ist mein Leben vorbei, dann ist alles aus.
Was würde ihr jetzt sagen?
Also ich kann euch sagen was ich sagen würde. Ich würde so ruhig und gefasst wie möglich sagen:
Doch Sie können mich gehen lassen. Es ist nichts Schlimmes passiert. Meine Verletzungen sind nicht schlimm, die heilen wieder. Sie können mich ohne Sorgen gehen lassen. Ich verspreche Ihnen, ich sage niemanden etwas. Ich gehe auch nicht zur Polizei, ich zeige sie nicht an. Zuhause erkläre ich allen, was passiert, ist, ohne auf Ihre Person einzugehen. Ich kenne Sie ja auch gar nicht, ich weiß ja nicht einmal, wo ich hier bin.
Ein bisschen bin ich ja mit Schuld dran, dass es eskalierte. Ich habe da wohl einen wunden Punkt bei Ihnen getroffen. Sie haben das nicht gewollt und waren in einer Ausnahmesituation. Das kann passieren. Sie haben schon große Schwierigkeiten im Leben und ich will Ihnen keine zusätzlichen Problemen machen.
Ich habe eine Idee. Man könnte doch eine SMS von meinen Handy in Paderborn abschicken, um von Nieheim und Umgebung abzulenken. Oder wir machen es so, ich komme mit und rufe an, am besten jetzt gleich, wir fahren nach Paderborn in eine Gegend, wo gerade kein Mensch ist und dann rufe ich meinen Mitbewohner an und sagte, dass es mir gut geht und dass ich nach Hause komme. Dann sind alle beruhigt und die Polizei erfährt, dass ich mich gemeldet habe. Dann stellen Sie bestimmt die Suche ein. Oder zumindest merken sie, dass ich aus einer Funkzelle in Paderborn angerufen habe. Lassen Sie mich einfach mitfahren. ich verspreche, ich mache keine Problemen im Fahrzeug. Sie werden sehen, sie können mir vertrauen. Und vielleicht.... wenn wir dann eh schon in Paderborn sind, dann können sie mich auch irgendwo rauslassen, ja? Ist auch vollkommen egal wo, ich komme schon zurecht. Sie können dann beruhigt nach Hause fahren, ich verrate sie nicht. Okay? Ja?

Ich würde behaupten, dass die meisten Menschen so reagieren würde und ganz besonders eine Personengruppe: (junge) Menschen, die eher behütet aufgewachsen sind und sich noch nie zuvor in einer so bedrohlichen Situation befunden haben, die es gewohnt sind, Probleme und Konflikte mit Gesprächen und Kompromissen zu lösen und die an das Gute im Menschen glauben. Dazu zähle ich auch Frauke. Und ich behaupte mal, in mindestens 75% der Fälle, hätte der Täter auch eingelenkt und sein Opfer gehen lassen. Aber dieser Täter nicht.

Wenn solche Menschen (zu denen ich auch Frauke zähle) in eine bedrohliche Situation geraten, dann gehen sie (zumindestens anfangs) nicht in den Flucht oder Kampf Modus über, sondern sie werden starr vor Angst und "wählen" dann noch eine andere Überlebensstrategie, die auch als fawn Response/ Unterwerfungsmodus bekannt ist - ich unterwerfe mich, ich gebe mich so harmlos wie möglich, ich kooperiere, ich versuche alles um das Gegenüber nicht zu verärgern, um Konflikte zu vermeiden.
Das ist keine willentliche Entscheidung, sondern das passiert automatisch, wenn das Nervensystem eine Bedrohung registriert.

Und zu Beginn ist das auch zu empfehlen, damit der Täter merkt, von meinen Opfer geht keine Gefahr aus und vielleicht nachlässig wird. Aber man sollte sich schon bewusst sein, dass man schnellstmöglich in den Flucht und Kampf Modus wechseln muss, spätestens zb wenn der Täter einen fesseln oder betäuben will, sollte man das nicht zulassen, sondern sich wehren. Aber das ist schwer, das kostet viel Überwindung, weil man wie gesagt starr vor Angst ist und auch Hemmung hat, zu kämpfen oder zu flüchten, aus Angst, dass was schiefgeht und man erst recht den Täter gegen sich aufbringt.
Ich könnte mir vorstellen, wenn man schon mehrere Tage in diesem Unterwerfungsmodus steckt, so wie ich mir das bei Frauke vorstelle, ist es sehr schwer, aus diesem wieder herauszukommen und in den Flucht/Kampf Modus zu kommen. Vor allem wenn man sich in der Zeit noch ein (falsches) Bild vom Täter gemacht hat: Er ist ja kein schlechter Mensch und ich merke ja, dass ich zu ihm durchdringen kann. Ich bin ja schon kurz davor, dass er mich aus dem Fahrzeug lässt, er muss sich nur noch einen letzten Ruck geben, aber das wird schon, vielleicht morgen usw.

Mit anderen Worten, es ist nicht notwendig, das Opfer mit Waffengewalt zu zwingen, ins Auto zu steigen, um von irgendwo anzurufen. Man muss es auch nicht knebeln oder mit Medikamenten ruhigstellen und auch nicht zum Telefonieren zwingen und jedes Wort und jede Reaktion überwachen etc, das alles macht das Opfer schon selbst. Denn es will im Guten und so unbeschadet wie möglich aus der Sache herauskommen und überleben.

Denn ehrlich, würdet ihr passiv in eurem Gefängnis warten und darauf vertrauen, dass der Täter wie versprochen aktiv auf eure Freilassung hinarbeitet und mit eurem Handy eine SMS aus einer Funkzelle in Paderborn versendet?
Ich behaupte mal, wir würden alle sehr bereitwillig ins Fahrzeug steigen, und anbieten selbst anzurufen, hauptsache raus aus dem Loch, in dem man eingesperrt ist, hauptsache so nah wie möglich nach Paderborn. Wenn man erst einmal dort ist, ist man seinem Ziel schon 100x näher, ist es 100x wahrscheinlicher, dass der Täter einlenkt, einen aus dem Fahrzeug lässt, als wenn man irgendwo im zig km entfernte Nieheim oder so auf ihn einredet, einen frei zu lassen. Jeder Mensch hätte in der oben beschriebenen Situation selbstwirksam und aktiv auf seine Freilassung hingearbeitet, ich behaupte jeder.
MMn reagiert man aber nur so wie oben beschrieben, wenn man zwar einer ernsten Bedrohung ausgesetzt ist, aber noch nicht Todesängste aussteht, wenn einem (noch) nicht körperliche oder sexuelle Gewalt angetan wurde. Wenn der Täter im Grunde genommen "harmlos" erscheint, relativ glaubhaft versichert, dass alles nicht gewollt zu haben, am liebsten alles rückgängig machen würde, euch auf jeden Fall nach Hause lassen will. Ob das der Wahrheit entspricht, oder das tatsächlich passiert, steht dann auf einem anderen Blatt.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Wiesenblume »

Auf den Ortsteil Wewer Paderborn kann man in diesem Fall ja auf verschiedenen Linien kommen. Hat denn die Polizei in Wewer zeitnah auch einmal Durchsuchungen gemacht ? -- Eine Möglichkeit, die ich ja schon vor einiger Zeit hier erwähnte, ist, dass man nach dem Pub Besuch zum Gelände Bilster Berg aufbrach. Ich vermute, dass die Fahrt dort hin ging, Frauke aber im westlichen Teil (Wewer) und/ oder südlichen Teil (Buchenhof) Paderborns festgehalten wurde.--
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

Scheich Manfred hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 23:05:28 Das ist aber sehr rücksichtsvoll von dir, dass du darauf verzichtest während der Fahrt am Handy zu schreiben und stattdessen deine Aufmerksamkeit und Konzentration darauf richtest, mit einer KI zu quatschen.
Es braucht doch vernünftige Vorbilder für die jungen Leute von heute.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trodat5203 »

Bastian hat geschrieben: Mittwoch, 18. Februar 2026, 22:32:29 Jaein, Nordborchen und Borchen liegen neben Mönkeloh. Wewer hat das Gewerbegebiet Barkhausen als Nächstes. Als Mönkeloh gilt alles zwischen Borchener Straße und Halberstädter Straße inklusive das Atlaswerk.

Irgendwo dort in der Gegend ist übrigens vor einem Jahr eine Scheune oder Ähnliches abgebrannt.

@Wiesenblume weiß da mehr
Ahja, danke für die Aufklärung. 8-)
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JohnLemon
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von JohnLemon »

Wiesenblume hat geschrieben: Donnerstag, 19. Februar 2026, 09:35:54 Auf den Ortsteil Wewer Paderborn kann man in diesem Fall ja auf verschiedenen Linien kommen. Hat denn die Polizei in Wewer zeitnah auch einmal Durchsuchungen gemacht ? -- Eine Möglichkeit, die ich ja schon vor einiger Zeit hier erwähnte, ist, dass man nach dem Pub Besuch zum Gelände Bilster Berg aufbrach. Ich vermute, dass die Fahrt dort hin ging, Frauke aber im westlichen Teil (Wewer) und/ oder südlichen Teil (Buchenhof) Paderborns festgehalten wurde.--
Existiert die Strecke nicht erst seit Anfang der 2010er Jahre? Was war dort vorher?
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