Jane.Doe hat geschrieben: ↑Dienstag, 24. Februar 2026, 20:35:05
@ Gast der soviel über Kriminalstatistik in D abgelassen hat.
Für mich steht fest, dass sie das (auch kognitiv und emotional!) nicht alleine war bezüglich Vor- und Nachtatverhalten. Die Tat selbst könnte sie aktiv verübt haben, tendiere aber zu mindestens dem Beisein einer zweiten Person oder einer vorherigen Sedierung des Opfers um die Hemmschwelle zu senken.
Alternativ könnte sie ihn ausgeliefert haben, die Sache "in Auftrag" gegeben an einen oder mehrere, aber auch dann eher mit als ohne ihr Beisein.
Dass sies
gar nicht war und
nichts damit zutun hat halte ich nach wie vor für Unterkomplex.
Würde bei einem Auftragsmord der Auftraggeber nicht in der Regel für ein sicheres Alibi sorgen?
Dass sie es nicht alleine war ist eine Überlegung, mit der ich grundsätzlich mitgehen kann.
Ich tue mich jedoch schwer mit dem angeblichen Motiv einer Frau, zu der Fabian nach Einschätzung der Mutter bedenkenlos ins Auto gestiegen wäre und bei der sie in der Vergangenheit nie ein schlechtes Gefühl hatte, wenn der Junge bei ihr war. Die selbe Frau soll den Jungen umgebracht haben, um sich bei einer Wiederannäherung an MR als Trösterin anzubieten?
Deswegen wäre für mich das Szenario, dass ihr eine Falle gestellt wurde, nicht ausgeschlossen. Es gibt Menschen, die aus Angst, ihnen würde die Unschuld nicht geglaubt werden, falsche Angaben machen, sich zum Beispiel ein falsches Alibi besorgen. Könnte hier so etwas ähnliches passiert sein? Sie verstrickt sich ohne Not in Widersprüche, was berechtigterweise auf Ermittlerseite die Alarmglocken zum Läuten bringt, und war es trotzdem nicht?
Weiß sie, wer es war und hat berechtiger Weise Angst, ihr oder ihrem Sohn könnte etwas angetan werden, noch bevor die Polizei genügend in der Hand hat, ihn hinter Gitter zu bringen? Hat der- oder diejenige eine Erpressungsgrundlage?
Könnte es jemanden geben, der oder die aufgrund der Trennung von MR und Gina H., Hoffnungen in
ihn oder sie machte und eine Wiederannäherung von MR und Gina H. verhindern wollte? Wäre
MR von Gina Hs. Täterschaft überzeugt, hätte er sich bestimmt von Gina H. abgewandt.
Gab es wirklich sexuellen Missbrauch und jemand hatte Angst, Fabian könne am Wochenende vorhaben, sich seinem Vater gegenüber zu offenbaren. Jetzt bitte nicht das Argument, er hätte das seiner Mutter erzählt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder eben genau das nicht tun. War alles so geplant, dass es nach einem Konflikt auf Mann-Frau-Ebene aussehen sollte? Dann würden sich meine Überlegungen einen Absatz darüber natürlich erledigen.
Dass der Ablageort aus Dorina Ls. Sicht kein Zufall war, -zumindest habe ich die im Berliner Kurier wiedergegebenen Äußerungen ihrer Anwältin (vgl. das von mir eingestellte Zitat
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=323550#p323550) so interpretiert- könnte dafür sprechen, dass er in der Vergangenheit für MR und Dorina L. eine Rolle gespielt hat. War das der Anlass für die anfangs noch zweifelnde Mutter, Fabians,
die ihren ursprünglichen Gedanken, als es noch ein Vermisstenfall war, das Kind könne bei Gina sein, wieder verwarf (vgl. die von mir in einem Beitrag vom 15. Januar wiedergegebene Passage aus dem Berliner Kurier
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=317857#p317857), letztlich doch von Gina Hs. Täterschaft auszugehen?
Sollte für Dorina L. und MR die Umgebung des Ablageorts in glücklicheren Zeiten eine Bedeutung gehabt haben, könnte auch MR Schlussfolgerungen gezogen haben, ganz ohne, dass Gina H. ihm irgendeine Geschichte erzählen müsste. Der Ablageort könnte aber auch dazu gedient haben, vom wirklichen Motiv abzulenken.
Nikas hat geschrieben: ↑Montag, 23. Februar 2026, 08:09:26
Ich hab mal ne Frage an die Ortskundigen.
Hat das Haus in dem Dorina lebt einen Hinterausgang / weiteren Ausgang z.B. durchs Treppenhaus oder den Keller?
Wenn ja, wo liegt dieser denn?
Ich bin zwar nichts ortskundig, möchte aber nicht, dass Deine Frage untergeht, ob es alternativ zur Haustür noch einen anderen Zu- bzw. Ausgang zu Fabians Zuhause gibt. Deswegen bin ich so frei sie wieder aufzugreifen. Gehen Deine Überlegungen in die Richtung, ob es an anderer Stelle besser möglich gewesen wäre, Fabian unbemerkt aus dem Haus zu lotsen, wenn der alternative Zugang zum Beispiel an einer weniger stark frequentierten Straße wäre?