VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Ungeklärte Fälle: Martin Bach, Tabita Cirvele, Heidi Dannhäuser, Anna E. (Herrieden), Sergej Enns, Nancy Förster, Denis Franke, Helga Frings, Monika Frischholz, Inga Gehricke, Leonie Gritzka, Jascha Hardenberg, Karl Erivan Haub, Felix Heger, Ines Heider, Anett Carolin Kaiser, Baris Karabulut, Elke Kerll, Inka Köntges, Katrin Konert, Ralf Kottmann, Leitner/Baumgartner, Monika Liebl, Wolfgang Loh, Danuta Lysien, Jennifer M. (Bühl/Bremen), Alexandra May, Maddie McCann, Lars Mittank, Tanja Mühlinghaus, Mandy Müller, Mine O. (Duisburg), Harald Oelschläger, Alexandra R. (Nürnberg), Birgit Rösing (gen. Storck), Petra Schetters, Dirk Schiller, Émile Soleil, Rosi Strohfus, Anton Thanner, Hartmut Weiske

Geklärte Fälle: Vera B. (Datteln), Liam Colgan, Fritz Hagedorn, Kevin Hantl, Maria Henselmann, Rondk Kaniwar, Birgit Keller, Malina Klaar, Timo Kraus, Mike Mansholt, Marc Otto, Rainer Schaller, Sophie Sherpa, Jeannette Stehr, Annika T. (Seelze-Lohnde), Lars Wunder
Turmfalke23
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Alex123 hat geschrieben: Montag, 22. Juni 2026, 09:49:03 ...
Dass Klaus mit Sophia überfordert war, ist doch keine Überraschung, sonst hätte er sie doch nicht in Pflege gegeben.

Vater K. eher weniger, aber die leibliche Mutter kam mit der Frühgeburt von Sophia nicht zurecht.
Mit der medizinischen und pflegeintensiven Betreuung des „Frühchens“ war sie klar überfordert.
Vermutlich auch damit verbunden, dass hier kein inniges Mutter-Kind-Verhältnis entstehen konnte.

Der Altersunterschied der beiden Eltern war m. E.  deshalb auch nicht der Hauptgrund sie in Pflege zu geben.
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Turmfalke23 hat geschrieben: Montag, 22. Juni 2026, 18:42:23 Vater K. eher weniger, aber die leibliche Mutter kam mit der Frühgeburt von Sophia nicht zurecht.
Mit der medizinischen und pflegeintensiven Betreuung des „Frühchens“ war sie klar überfordert.
Vermutlich auch damit verbunden, dass hier kein inniges Mutter-Kind-Verhältnis entstehen konnte.

Der Altersunterschied der beiden Eltern war m. E.  deshalb auch nicht der Hauptgrund sie in Pflege zu geben.
Wenn Klaus mit Sophia weniger überfordert gewesen wäre, wie du schreibst, hätte er sich ja um sie kümmeen können und sie nicht in Pflege geben müssen.
Wie du weiter (und damit deinem eigenen ersten Satz widersprechend) schreibst, konnte er aufgrund der Überforderung durch seines hohes Alter (63 Jahre älter als Sophia) nicht.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Alex123 hat geschrieben: Montag, 22. Juni 2026, 19:23:33 Wenn Klaus mit Sophia weniger überfordert gewesen wäre, wie du schreibst, hätte er sich ja um sie kümmeen können und sie nicht in Pflege geben müssen.
Wie du weiter (und damit deinem eigenen ersten Satz widersprechend) schreibst, konnte er aufgrund der Überforderung durch seines hohes Alter (63 Jahre älter als Sophia) nicht.
Das hat er auch gemacht, nur wenn die leibliche Mutter von Sophia eigentlich selbst fast Betreuung braucht, wohl schwer möglich. Eine Person
schafft das leider nicht, bei einem Frühchen, so wurde es bei Gericht vorgetragen.

Und das habe ich geschrieben. Oder ?
Der Altersunterschied der beiden Eltern war m. E. deshalb auch nicht der Hauptgrund sie in Pflege zu geben.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Ja liebe @Fränkin eine 3 teilige Berichterstattung zum Fall Alexandra R.
Das Ultraschallbild des ungeborenen Kindes wird tatsächlich hier auf dem T-Shirt des Zeugen B. erwähnt.

Folge 1: Schwangere Frau verschwindet
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... nNwcmFjaGU

Folge 2: Spuren zum Verbrechen
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... U5OThlZTIw

Folge 3: Indizienprozess
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... M1NmU4NTBh

Vieles ist für die Prozessbeobachter nicht neu, zumindest mir nicht ;)
Alle drei Folgen gut und authentisch dargestellt, ohne Zweifel, ist allerdings meine eigene Meinung.

auch:
https://www.nn.de/nuernberg/mord-ohne-l ... 1.15166033
Dust
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Dust »

Turmfalke23 hat geschrieben: Dienstag, 23. Juni 2026, 20:12:16 Ja liebe @Fränkin eine 3 teilige Berichterstattung zum Fall Alexandra R.
Das Ultraschallbild des ungeborenen Kindes wird tatsächlich hier auf dem T-Shirt des Zeugen B. erwähnt.

Folge 1: Schwangere Frau verschwindet
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... nNwcmFjaGU

Folge 2: Spuren zum Verbrechen
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... U5OThlZTIw

Folge 3: Indizienprozess
https://www.ardmediathek.de/video/mord- ... M1NmU4NTBh

Vieles ist für die Prozessbeobachter nicht neu, zumindest mir nicht ;)
Alle drei Folgen gut und authentisch dargestellt, ohne Zweifel, ist allerdings meine eigene Meinung.

auch:
https://www.nn.de/nuernberg/mord-ohne-l ... 1.15166033
Ich persönlich finde gar nicht, dass da irgendetwas authentisch dargestellt wurde.
Es ist tatsächlich eher so, dass vieles von dem tatsächlich bei Gericht besprochenen abweicht. Kleine Verdrehungen hier, kleine Abweichung da, wie die Pflegschaft entstand und wer die Eltern sind, mal wieder kein Thema (könnte ja ein schlechtes Licht auf die Beteiligten werfen bei aller Kuriosität). Überhaupt werden sämtliche eher unangenehme Fakten, die die Zuschauerschaft zum Nachdenken anregen könnten, weggelassen.

Ihren Exmann hat sie zb auch nicht einfach "kennengelernt". Es ist doch inzwischen allen klar, dass es sich um eine Scheinehe gehandelt hatte.

Die Klarnamen der Verurteilten zu nutzen, während andere einen Decknamen bekommen haben, ist auch so ein Ding.

A. sei nach dem Streit mit D. im März 2022 direkt am nächsten Tag ins Frauenhaus? Nö, falsch.

Auch wird es so dargestellt und tatsächlich auch so gesagt, dass D.B. eine halbe Million auf sein Konto verschoben haben soll. Auch falsch.
Wieder wird es so dargestellt, als hätte es diese 27 Immobilien gleichzeitig im Bestand gegeben. Und wieder spricht niemand darüber, um welche Schrottanwesen es sich dabei gehandelt hatte.

Für alle, die nicht regelmäßig bei Gericht dabei saßen, klingt das alles mit den ganzen Kleinen Nicht-Tatsachen in Summe ganz anders, als es tatsächlich war.
Dust
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Dust »

Dust hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 08:03:39 Ich persönlich finde gar nicht, dass da irgendetwas authentisch dargestellt wurde.
Es ist tatsächlich eher so, dass vieles von dem tatsächlich bei Gericht besprochenen abweicht. Kleine Verdrehungen hier, kleine Abweichung da, wie die Pflegschaft entstand und wer die Eltern sind, mal wieder kein Thema (könnte ja ein schlechtes Licht auf die Beteiligten werfen bei aller Kuriosität). Überhaupt werden sämtliche eher unangenehme Fakten, die die Zuschauerschaft zum Nachdenken anregen könnten, weggelassen.

Ihren Exmann hat sie zb auch nicht einfach "kennengelernt". Es ist doch inzwischen allen klar, dass es sich um eine Scheinehe gehandelt hatte.

Die Klarnamen der Verurteilten zu nutzen, während andere einen Decknamen bekommen haben, ist auch so ein Ding.

A. sei nach dem Streit mit D. im März 2022 direkt am nächsten Tag ins Frauenhaus? Nö, falsch.

Auch wird es so dargestellt und tatsächlich auch so gesagt, dass D.B. eine halbe Million auf sein Konto verschoben haben soll. Auch falsch.
Wieder wird es so dargestellt, als hätte es diese 27 Immobilien gleichzeitig im Bestand gegeben. Und wieder spricht niemand darüber, um welche Schrottanwesen es sich dabei gehandelt hatte.

Für alle, die nicht regelmäßig bei Gericht dabei saßen, klingt das alles mit den ganzen Kleinen Nicht-Tatsachen in Summe ganz anders, als es tatsächlich war.
Um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen: Da wird lang und breit erklärt, warum der mutmaßliche Lebensgefährte nicht für die Nebenklage zugelassen wurde und zwei Sätze weiter erklärt ihn die Journalistin auf einmal zum "Verlobten".
Dass er gleichzeitig mehrere Frauen unterhielt, mit einer sogar gleichzeitig eine feste Partnerschaft führte, die bereits vor der zu A. bestand und die beiden Frauen zeitgleich schwanger von ihm waren, kein Wort davon. Auch nicht von allem anderen, was da bei Gericht ans Licht kam.

Zudem erzählt die Journalistin, der Zuschauerraum wäre "immer fast voll gewesen". Entspricht null den Tatsachen, es gab Tage, an denen im vorderen Bereich, also unter Richtern, Angeklagten etc. mehr Leute saßen, als Zuschauer und Presse anwesend waren.

Der Anwalt der Nebenklage stellt (ich weiß jetzt nicht, vielleicht hat er Psychologie als zweites Standbein studiert und Erfahrung) irgendwelche unbestätigte Diagnosen.

Das könnte man jetzt so weiterführen.
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Dust hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 08:03:39 Vollzitat
Natürlich ist das authentisch von den Rollen Ermittler und Staatsanwältin, die hauptsächlich zu Wort kommen.
Und bei Gericht wurde angeblich vieles besprochen, objektiv überprüfen lässt sich nur das Endergebnis. Richter und Schöffen haben zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Einer Revision hat das standgehalten.

Was spielt es für eine Rolle, dass Klaus der Ex-Mann der leibliche Vater der Pflegetochter Sophia ist?
Was spielt es für eine Rolle, dass Klaus sich Alexandra von einem Bekannten zur Eheanbahnung hat vorstellen lassen und dass Alexandra diese arrangierte Ehe als Sprungbrett genutzt hat, um dem dörflichen Rumänien zu entkommen und in Deutschland ihr wirtschaftliches Glück zu suchen?

Was spielt es für eine Rolle, ob Alexandra am Tag nach dem Streit ins Frauenhaus gegangen ist oder ein paar Tage später?
Überzeugender ist die Aussage der Mutter, dass sie ihr zu der Zeit am Telefon von Angst vor Dejan berichtet hat.

Es wird gesagt, dass Alexandra nach dem Streit Dejan wegen Verwendungen von Geldern für andere als für den vorgesehenen Zweck (aufmöbeln der Schrottimmobilien) angezeigt/verklagt hat.

Nein, es wird nicht behauptet, es seien 27 Immobilien gleichzeitig gewesen.
Und es sagte vor Gericht ein Zeuge aus, dass das Modell Fix and Flip hätte funktionieren können, wenn die dafür vorgesehenen Gelder nicht zweckentfremdet worden wären.

Für mich neu und schlagkräftig:
Ugur und seine Frau wurden bei der ersten Durchsuchung gefragt, ob der Bon von der Raststätte der Inntalautobahn von ihnen sein könnte, ob sie im Ausland gewesen seien. Ugur hat das verneint und damit nachweislich gelogen.

Ermittler und Staatsanwaltschaft haben festgestellt, dass Dejan und Ugur im Jahr 2023 ihe Geschäftstätigkeit nicht fortsetzen konnten, weil offensichtlich der Zuschuss aus Alexandras Gehalt fehlte.

Der Schriftsachverständige, der erläuterte, dass Alexandra das Rücknahmeschreiben unter heftigen negativen Gefühlen geschrieben haben muss.

Dass der geistige Urheber des Rücknahmeschreibens und der geistige Urheber der WhatsApps und der SMS wahrscheinlich identisch sind.

Dass die Eltern von Alexandra keine Nachricht bekommen haben, weil sie kein Deutsch können und der Schreiber der Nachrichten kein Rumänisch konnte.

Der Arbeiter, der das Bild der gefegten Halle mit Daum hoch an Dejan geschickt hat.

Dass Ugurs Fake-Smartphone mit nur einer anderen Mobilnummer kommuniziert hat und dass die regulären Smartphones von Dejan und Ugur am 09.12.2022 den ganzen Tag in der jeweiligen Funkzelle ihre Wohnung eingewählt waren.
Zuletzt geändert von Sronson am Mittwoch, 24. Juni 2026, 13:03:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
Komisar_Rex_
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Macht braucht man nur, wenn man Böses vorhat. Für alles andere reicht Liebe!
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Komisar_Rex_ hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 13:33:39 https://www.nn.de/nuernberg/mord-ohne-l ... ZYJIdImF1w
Hier ein Bericht der NN.
auch:
https://www.nn.de/nuernberg/mord-ohne-l ... 1.15166033
23.06.2026, 11:47 Uhr

Guten Tag, Kommissar Rex
Es gab jemanden, der schneller war als du, jemand, der meint, den Fall zu kennen.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Komisar_Rex_ »

Ja. Hab ich auch bemerkt. Erst lesen, dann posten 🙈.
Bitte meinen Beitrag löschen.
Danke @turmfalke für deinen Hinweis.
Macht braucht man nur, wenn man Böses vorhat. Für alles andere reicht Liebe!
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von papaya »

Die beste und konziseste Zusammenfassung des aktuellen ARD-Machwerks lieferte übrigens Catch22 in einem ganz anderen Thread:
Catch22 hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 16:40:10
Zurück zum Thema manipulativ einseitiger Berichterstattung. Ein abschreckendes Beispiel bietet die gestern in der ARD-Mediathek erschienene, dreiteilige Doku zum Fall Alexandra R. aus Nürnberg:

Billiger „He-said,- she-said“-Journalismus präsentiert eine Vertreterin der StA, zwei Opferanwälte, Polizeibeamte und Schreiberlinge der schlecht informierten, örtlichen Presse. Überhaupt nicht zu Wort kommt: die Verteidigung.

Außen vor bleiben jedwede kritische Betrachtung fragwürdiger Beweismittel und die betriebswirtschaftlichen Hintergründe als Voraussetzung für das konstruierte Tatmotiv. Dass die Verurteilten nicht gegen ihre Festnahme rebelliert und nicht lautstark ihre Unschuldsbeteuerungen ins Land geschrien haben, werten Polizeibeamte (!) allen Ernstes, wiederholt und unwidersprochen als Zeichen der Schuld. Ein widerwärtig manipulatives Machwerk, das allenfalls schlichte Gemüter überzeugt.
Vielen Dank Catch22, dieser treffenden Zusammenfassung und Charakterisierung ist nichts hinzuzufügen!
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

papaya hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 18:18:40 Die beste und konziseste Zusammenfassung des aktuellen ARD-Machwerks lieferte übrigens Catch22 in einem ganz anderen Thread:



Vielen Dank Catch22, dieser treffenden Zusammenfassung und Charakterisierung ist nichts hinzuzufügen!

Für die True-Crime-Reihe (3 × 25 Min.) als Zeitvorgabe vorgesehen.
Um den kompletten Sachverhalt im Fall Alexandra R. darzustellen, benötigt man bekanntlich das X‑Fache an Zeitaufwand. Deshalb gibt es auch logischerweise Einschränkungen in der Berichterstattung. Niemand ist gezwungen, sich die Serie anzusehen. Notfalls kann man sich beschweren, wenn es einem nicht passt.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Fränkin »

Turmfalke23 hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 19:34:56 Für die True-Crime-Reihe (3 × 25 Min.) als Zeitvorgabe vorgesehen.
Um den kompletten Sachverhalt im Fall Alexandra R. darzustellen, benötigt man bekanntlich das X‑Fache an Zeitaufwand. Deshalb gibt es auch logischerweise Einschränkungen in der Berichterstattung.
Alles richtig.
Es verlangt ja auch keiner, dass jedwede Fuzzeleinzelaspekte komplett abgebildet werden.
Nur wäre es durchaus möglich gewesen, auch z.B. die Kita-Mitarbeiterinnen kurz zu Wort kommen zu lassen.
Zur Erinnerung: Überraschendes im Mordprozess: Pflegetochter von Alexandra R. wirkte „wie ein verschrecktes Reh“

Auszugsweise - gekürzt:
Alexandra R. zeigte eine "auffällige Veränderung" im Verhalten zum Kind
Niemals hätte Alexandra R. ihre kleine Pflegetochter alleine zurückgelassen, versichern Angehörige und Freunde, es müsse ihr etwas Schlimmes zugestoßen sein. Zwei Erzieherinnen, die am 10. Verhandlungstag in den Zeugenstand gerufen wurden, berichteten nun von einer auffälligen Veränderung in der Mutter-Tochter-Beziehung. Seit Alexandra R. von ihrem neuen Lebenspartner ein eigenes Kind erwartete, sei das Verhältnis zum Mädchen regelrecht "abgekühlt".

Die Nürnbergerin habe die Kleine nicht mehr wie vorher beim Abholen kräftig umarmt, statt einem freudigen "Wie geht es Dir, was hast Du heute gemacht?" habe sie nur noch "Hallo!" gesagt. Beim Laternenbasteln sei sie sogar wortlos dabei gesessen, erzählen die Frauen. Auch habe sich Alexandra R. bei ihnen nicht mehr erkundigt, wie sich das Mädchen entwickle.

Das Mädchen habe beim Essen wieder wie ein Kleinkind gepanscht, sagen Erzieherinnen
Die Kleine habe zeitgleich Rückschritte gemacht: Sie sei plötzlich sehr zurückhaltend gewesen, habe beim Essen wieder wie ein Kleinkind gepanscht, habe nicht mehr laufen wollen und sehr in sich gekehrt gewirkt. "Wie ein verschrecktes Reh", berichtet eine der Erzieherinnen. Und als nachmittags die Zeit zum Nachhause-Gehen gekommen sei, habe man sie regelrecht dazu überreden müssen, sich dafür anzuziehen.
...
Hat die Frau aus Katzwang irgendwo ein neues Leben begonnen?
Auf die beunruhigende Entwicklung des Mädchens habe aber niemand die 39-Jährige angesprochen, räumte eine der Erzieherinnen gegenüber Richter Gregor Zaar ein. Und sie äußerte einen überraschenden Verdacht: Auch heute und im Rückblick halte sie es für denkbar, dass Alexandra R. ihr Pflegekind zurückgelassen und irgendwo ein neues Leben begonnen habe.
Ebenso hätte man vielleicht in der ARD-Doku wenigstens in einem Halbsatz erwähnen können, dass Alexandra Dejan zwar angezeigt hat, weil er ihr angeblich Geld vom Konto geholt hat, diese Anzeige aber kleinlaut eingestampft wurde, weil nicht mal das Gericht diese irren Beträge nachvollziehen konnte.

Zudem ist das mit dem "Geld vom Konto Holen" ja auch so eine Sache gewesen.
Wenn Alexandra für JEDE Überweisung, die Dejan von ihrem Konto getätigt hat, ihm erst eine TAN senden musste, dann sehe ich da irgendwie keinen rechten Diebstahl.

Auf der einen Seite wird Alexandra als die mit Zahlen so fitte Top-Bankerin dargestellt und auf der anderen Seite soll sie nicht geblickt haben, für was Dejan da TANs bekommt?
Fränkin
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Fränkin »

Zudem wäre es auch in einer zeitlich begrenzten Dokumentation möglich gewesen, einen Satz über die Auffindesituation des dreilagigen Panzertapes zu sprechen.
Aus diesem Artikel auszugsweise:
Der Ermittler führt das Gericht anhand von Bildern durch das Einfamilienhaus in Limbach. Dort liegen Bauschuttsteine, mutmaßlich von der laufenden Sanierung, ein Plüschbär, ein Kinderbett. Doch offensichtlich bemerkten weder die Angeklagten beim Verlassen des mutmaßlichen Tatorts noch die Polizisten, die zuerst in dem Haus waren, das belastende Panzertape. Die Spurensicherung fand an dem Klebeband allerdings Spuren von Ugur T. sowie die DNA von Alexandra R., die mit damit geknebelt worden sein soll.

Ein Problem: Die Tür des Hauses stand über Wochen offen. Sie war nicht verschlossen und konnte von der Polizei nicht zugesperrt werden. Der Ermittler der Spurensicherung berichtet von einer mutmaßlich durch Verschleiß beschädigten Feder. Zuvor hatten Polizisten, die am 17. Dezember in dem Anwesen nach dem Rechten sahen, versucht, die Tür mit Siegeln zu verschließen. Doch die rissen.

Tatort war unverschlossen - und für Jedermann zugänglich
Erst am 29. Dezember habe man Zugriff auf den Schlüssel gehabt - und die Eingangstür dann auch versperrt. Die Kellertür sei allerdings immer offen gewesen. "Jedermann hatte die Möglichkeit, sich in den Räumen zu bewegen, Gegenstände zu verändern, mitzunehmen oder hinzulegen", betont die Verteidigung.
Am 17.12.22 waren erstmals Polizisten in dem Einfamilienhaus in Schwabach.
Polizisten!
Menschen die darauf geschult sind, Spuren eines Verbrechens zu erkennen!

Aus der ARD-Doku wissen wir, wo das Panzertape genau lag

Tape.jpg
Tape.jpg (61.13 KiB) 993 mal betrachtet
(Screenshot aus der ARD-Doku, der rote Pfeil ist von mir)


Am 22.12.22 erschien die Spurensicherung in dem Einfamilienhaus.
Die Siegel waren gebrochen und am 22.12.22 finden Polizisten dann das Panzertape.

Ich finde, das hätte man in der Doku zumindest erwähnen können.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Mir scheint der Fussboden ist mit einem Fotolaminat bedeckt.
Das allermindeste unter den minden billigen, denn es ist nur aufgeklebtes Fotopapier und darunter Pressspan. Greulich. :shock:

Wenn eine Polizei nicht in der Lage ist 1 Haus geschlossen zu halten, dann sprcht das für ihre Pflicht - u. Dienstauffassung.
Wenn keine Schlüssel da sind, dann tauscht man eben die Schlösser aus. Jedoch in Frankenbayern gehen die Uhren anders
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Fränkin hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 20:24:23 Alles richtig.
Es verlangt ja auch keiner, dass jedwede Fuzzeleinzelaspekte komplett abgebildet werden.
Nur wäre es durchaus möglich gewesen, auch z.B. die Kita-Mitarbeiterinnen kurz zu Wort kommen zu lassen.
Zur Erinnerung: Überraschendes im Mordprozess: Pflegetochter von Alexandra R. wirkte „wie ein verschrecktes Reh“

Auszugsweise - gekürzt:

Ebenso hätte man vielleicht in der ARD-Doku wenigstens in einem Halbsatz erwähnen können, dass Alexandra Dejan zwar angezeigt hat, weil er ihr angeblich Geld vom Konto geholt hat, diese Anzeige aber kleinlaut eingestampft wurde, weil nicht mal das Gericht diese irren Beträge nachvollziehen konnte.

Zudem ist das mit dem "Geld vom Konto Holen" ja auch so eine Sache gewesen.
Wenn Alexandra für JEDE Überweisung, die Dejan von ihrem Konto getätigt hat, ihm erst eine TAN senden musste, dann sehe ich da irgendwie keinen rechten Diebstahl.

Auf der einen Seite wird Alexandra als die mit Zahlen so fitte Top-Bankerin dargestellt und auf der anderen Seite soll sie nicht geblickt haben, für was Dejan da TANs bekommt?
Auch Richtig !

Die meisten Menschen wollen doch im Rampenlicht stehen.
Beispiel für die beiden Anwälte in der Serie eine kostenlose Werbung, das lassen die sich doch nicht entgehen.
Was spielt da eine Kita-Mitarbeiterin für eine Rolle? Andere Leute halten sich doch für viel wichtiger.
Schau dir die Leute an, welche in der Serie mitwirken, und wie die sich herausgeputzt und vorbereitet haben, und an Selbstdarstellung kaum zu übertreffen. Da ist doch kein Platz für anderes. Aber was ist der eigentliche Grund ?

Das Thema Alexandra R. ist schwierig. Die Staatsanwaltschaft hat den Prozess diktiert, was den 4. Verteidiger leider erst spät aufgefallen ist.
Da war es schon vorbei.

Dass einiges anders war als in der Serie dargestellt wissen wir, es handelt sich auch um eine filmische Darstellung.
Was spielen da eine Baustellenkameras, unglaubwürdige Zeugen, wirtschaftliche Verhältnisse, Immobilien etc. noch für große Rolle ?
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Heckengäu hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 21:20:52 Mir scheint der Fussboden ist mit einem Fotolaminat bedeckt.
Das allermindeste unter den minden billigen, denn es ist nur aufgeklebtes Fotopapier und darunter Pressspan. Greulich. :shock:

Wenn eine Polizei nicht in der Lage ist 1 Haus geschlossen zu halten, dann sprcht das für ihre Pflicht - u. Dienstauffassung.
Wenn keine Schlüssel da sind, dann tauscht man eben die Schlösser aus. Jedoch in Frankenbayern gehen die Uhren anders
Ich gehe davon aus, dass Du die Lagerhalle in Sindersdorf meinst ?

Mit Reinigungsarbeiten, Laminatbodenentfernung waren 2 Mitarbeiter der R&B-Management durch den ehrenwerten Dejan B. beauftragt.
Beide waren nun als Zeugen geladen.

1. Zeuge: Man habe die Halle sauber gekehrt und anschließend gekärchert und ein Bild an den Chef gesendet. Glaubwürdig bei max. 60 %
2. Zeuge: Man habe die Halle nur kurz durchgelüftet, etwas zusammengekehrt, anschließend Spinnweben entfernt ?
Also keine große Sache“, sagte er zum Richter. Glaubwürdigkeit 0 %

Übrigens ein ganz dubioser Zeuge, der auch nicht grundlos observiert wurde. Ich glaube, hier hätte bei seiner Aussage nicht viel gefehlt,
dann hätten die Handschellen ein zweites Mal im Saal geklickt.
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Heckengäu hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 21:20:52 Mir scheint der Fussboden ist mit einem Fotolaminat bedeckt.
Das allermindeste unter den minden billigen, denn es ist nur aufgeklebtes Fotopapier und darunter Pressspan. Greulich. :shock:
Sorry, jetzt habe ich nochmal genau gelesen.
Meinst du das Wohnhaus in Schwabach/Limbach ?
Eigentlich egal, wie der Fussboden dort ausschaut, es wohnt ja schließlich seit mehreren Jahren keiner im Haus.
Dust
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Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Dust »

Turmfalke23 hat geschrieben: Mittwoch, 24. Juni 2026, 22:15:10 Ich gehe davon aus, dass Du die Lagerhalle in Sindersdorf meinst ?

Mit Reinigungsarbeiten, Laminatbodenentfernung waren 2 Mitarbeiter der R&B-Management durch den ehrenwerten Dejan B. beauftragt.
Beide waren nun als Zeugen geladen.

1. Zeuge: Man habe die Halle sauber gekehrt und anschließend gekärchert und ein Bild an den Chef gesendet. Glaubwürdig bei max. 60 %
2. Zeuge: Man habe die Halle nur kurz durchgelüftet, etwas zusammengekehrt, anschließend Spinnweben entfernt ?
Also keine große Sache“, sagte er zum Richter. Glaubwürdigkeit 0 %

Übrigens ein ganz dubioser Zeuge, der auch nicht grundlos observiert wurde. Ich glaube, hier hätte bei seiner Aussage nicht viel gefehlt,
dann hätten die Handschellen ein zweites Mal im Saal geklickt.
Nein, er meint den nicht sehr hochwertigen Boden im Wohnzimmer in Limbach.
So ganz egal ist es nicht, weil sie ja ursprünglich selbst da einziehen wollte.
Alex123

Re: VERMISSTENFALL ALEXANDRA R. (39), NÜRNBERG 2022

Ungelesener Beitrag von Alex123 »

Aus einem aktuellen Stellenangebot der Postbank: "Als Gebietsleiter*in, selbstständig gemäß § 84 HGB, beraten Sie Ihre Kunden situationsgerecht und professionell zur Finanzierung von Immobilien.
Mit Weitblick und Engagement bauen Sie den Kundenstamm in den Ihnen anvertrauten Marktgebieten oder Filialen weiter aus - die Gebietsleitung wissen wir bei Ihnen in den besten Händen.
Konkret fokussieren Sie sich auf die Geschäftsfelder „Eigene vier Wände“ und „Versichern & Vorsorge“, wo Ihr Fachwissen zu den Themen Bausparen und Baufinanzierung gefragt ist."
Es ist also gut möglich, dass Alexandra nicht bei der Postbank angestellt sondern selbständige, für Produkte der Postbank tätige Handelsvertreterin war.
Das würde auch erklären, warum es mit dem kreditfinanzierten Erwerb der privaten Immobilien keine Probleme gab.
Im Widerspruch dazu stünde die Aussage, dass sie sich nicht für Immobilien interessiert habe, sich nicht mit Immobilien ausgekannt habe.
Nicht ganz ausgeschlossen, dass sie Prospektinhalte so überzeugend präsentiert hat (ohne den Inhalt zu durchdringen), dass die Kaufinteressenten zugegriffen haben.
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