MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Jolu65
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Bei dem Brand wird eine Geige vielleicht auch als Rest nicht mehr zu finden gewesen sein.
Die Fahrt nach Nürnberg diente natürlich ausschließlich der Tatortverschleierung.
ABER:
Der Täter MUSS sich in dieser Umgebung ausgekannt haben. Denn den Weg von der Autobahnausfahrt zum Hauptbahnhof in der Kürze der Zeit ohne Google-Maps zu finden, verlangt eindeutig Ortskenntnisse.

Klar ging es um ein Geschäft im Transportmilieu- und wenn eine Mülldeponie im Zentrum des Geschehens steht, eben um Transport und Lagerung von Müll.
Ich denke Hr. Horn wird maßlos überschätzt.....
Der Fall ist so offenkundig, dass man eigentlich nur Beschäftigte abklopfen muss, die an der Sanierung und dem Betrieb der Müllkippe beteiligt waren. Das liegt doch auf der Hand.
Data
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Jolu65 hat geschrieben: Mittwoch, 12. November 2025, 08:22:34 Klar ging es um ein Geschäft im Transportmilieu- und wenn eine Mülldeponie im Zentrum des Geschehens steht, eben um Transport und Lagerung von Müll.
23/24.12. 1991
Vertrag zwischen dem Landkreis Traunstein und der Firma Entsorga zum Mülltransport von bis zu 60'000 Tonnen nach Frankreich.....

17.8.1992
Importverbot für deutschen Hausmüll nach Frankreich wegen Verstoss der Trennungspflicht von medizinischem Müll.

Für solche Aufträge braucht es Logistik und internationale Beziehungen. Ob hier ein Zusammenhang besteht mit dem Tötungsdelikt im Hölzl lässt mich zweifeln.
Die weitern Transport an die verschieden Abnehmer und Verwerter dürften alle an örtlich Transportunternehmungen vergeben worden sein.

https://www.bluesanlagen.de/site/images ... alchen.pdf
Jolu65 hat geschrieben: Mittwoch, 12. November 2025, 08:22:34 Der Täter MUSS sich in dieser Umgebung ausgekannt haben.
Die Täterschaft dürfte nicht nur im Raum Nürnberg über Ortskenntnisse verfügt haben, sondern auch im Landkreis Traunstein. Aber sicher keinen weitern Bezug oder gar Ankerpunkt. Ja ich denke auch, die Analyse von Horn lässt durchaus Skeptik zu.
Data hat geschrieben: Mittwoch, 12. November 2025, 00:55:37 Der Fall ist so offenkundig, dass man eigentlich nur Beschäftigte abklopfen muss, die an der Sanierung und dem Betrieb der Müllkippe beteiligt waren. Das liegt doch auf der Hand.
Wenn da etwas auf der Hand liegt, dann vielleicht noch die Transporte nach Frankreich. Der Rest dürfte eher als nicht - Ergebnislos bleiben. Und wenn da all zu grosse Unstimmigkeiten vorhanden gewesen wären, wären die zeitnah aufgeflogen.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Ja, das bleibt zunächst rätselhaft. HL war jedenfalls in gewisserweise in Transportfragen versiert.
Angenommen es geht um Müll.
Sollte etwas nach Litzlwalchen gebracht werden oder von dort weg ?
Egal.,,,,,
Hier liegt der Schlüssel zum Fall. HL wurde gebraucht, um mit seiner Expertise ein Problem zu lösen.
Data
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Ja ich denke auch, dass HL in Transport und Logistik versiert war. In welchem genauem Transportbereich sehe ich als untergeordnet an. Ob der Tatort Hölzl bzw. die Mülldeponie eine Rolle spielt lasse ich mal offen. Mit Tendenz eher nicht. Wie gesagt, das Tatmotiv dürfte im Geschäftlichen Bereich zu suchen sein. Da hat sich jemand hintergangen gefühlt. Was zu der These nicht so recht passt sind die durchgeschnitten Kehlen.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von DerGeiger »

Die letzten beiden Beiträge sind von bestechender Logik.

Denn in der Tat handelte Harry Langendonk mit LKW-Ersatzteilen wie Bremsen und führte einen Reparaturbetrieb.
Offensichtlich wollte er am Hölzl illegal von ihm in den Wassertanks des Campingmobils nach Deutschland geschmuggelte alte Bremsflüssigkeit entsorgen und wurde dabei von einem militanten Umweltschützer und Mitglied der Friedensbewegung gestellt.
Als Harry den Umweltschützer mit seinem Tischbein angriff, eskalierte die Lage.

So erklärt es sich auch, dass der Umweltschützer umweltfreundlich mit der Bahn zurückreisen wollte und durch die überregionale Beteiligung an Umwelt- und Friedensdemos gute Orts- und Eisenbahnkenntnisse hatte.
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Ergänzen will ich um in Erinnerung zu rufen, was ich schon vor Jahren geschrieben habe:
Jolu65 hat geschrieben:
Meines Erachtens kann es nur so sein, dass sich Täter und Opfer gekannt haben und die Tat längerfristig vorbereitet wurde. Denn sie wurde ja so durchgeführt, dass Spuren vorhanden sind, die keiner zu deuten vermag und eben keinerlei Spuren vorhanden sind, die zu einem Täter führen. Bei einer spontanen Tatbegehung geht immer irgendetwas schief, sei es weil der Täter nervös ist, sei es weil er etwas nicht mit einkalkuliert hat, sei es weil Opfer manchmal ganz anders reagieren, sei es weil doch plötzlich Zeugen auftauchen, sei es weil man von einer festen Radaranlage geblitzt wurde, sei es, sei es...Deshalb gehen Verbrechen meistens schief. Hier ist aber offenbar nichts schiefgegangen. Man kennt noch nicht einmal das Motiv des Täters- es ist alles perfekt verschleiert.

Ein solches Verbrechen zu planen setzt voraus, dass man Ortskenntnisse hat und dass man das Opfer und dessen Reaktionsweise einschätzen kann. Und hier muss man ansetzen. Der Tatort und der Ort, an dem das Wohnmobil angezündet wurden, sind mit Bedacht gewählt worden, weil der Täter sich dort auskennt.

Das würde ich als Grundhypothese für den Fall annehmen. Als nächstes würde ich über das Motiv spekulieren.
Was kann denn der Täter von den L´s gewollt haben ? Die mitgeführte offizielle Barschaft (Reisekasse) und die alte Geige waren es ganz sicher nicht. Davon bin ich überzeugt. Die Geige wurde gar nicht zur Kenntnis genommen, weil sie mit verbrannt ist und ein großer Teil der Barschaft wurde für eine - auf den ersten Blick völlig sinnlose- Taxifahrt verplempert. Und dann kehrt der Täter auch noch an den Tatort zurück- und zwar so, dass er davon ausgehen muss, dass sich der Taxifahrer an ihn erinnern wird. Das stimmt doch hinten und vorne nicht. Der Typ im Taxi dient als Ablenkungsmanöver. Den soll man für den Täter halten und damit von den/dem wahren Täter ablenken. Es kann nur so sein.
Data
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Für mich ist es auch unzweifelhaft, dass hier eine Tat vorliegt, welche gut vorbereitet und durchaus erwogene Züge aufweist. Das die wenig vorhanden Spuren nicht zur Täterschaft führen weist schon auf ein professionelles vorgehen hin. Was nahe legt, dass die Täterschaft das Hölzl gar nicht verschleiern wollten. Folglich auch der Brandplatz so gewählt wurde, dass der Brand möglichst schnell entdeckt wird. Somit schliesst der Taxigast mit der Rückkehr ins Hölzl die Tat ab.

Dem Umstand entsprechen, dass sich wohl niemand an einem solchen trostlosen Ort aufhält, lässt durchaus die Annahme zu, dass Täter und Opfer sich gekannt haben, und gemeinsam im Hölzl auftauchten. Ich glaube sogar, dass sich Täter und Opfer nahe standen. Von daher stellt sich mir die Frage, wollte man Ursachen bedingt die LS töten. Oder war es letztlich so, dass die Situation einfach eskalierte, und es zur Tötung kam.

Der Täterschaft war wohl die Beute überhaupt nicht wichtig. Mindestens wenn man von unserm Wissen bezüglich höhe ausgeht.
Hihi

Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Hihi »

Chiemgauer hat geschrieben: Sonntag, 09. November 2025, 22:09:10 Servus, ich komme auch aus der Nähe Litzlwalchen.
Melde doch das bitte sofort!
Gruß

Ja, aus Nußdorf um genauer zu sein.
Ich habe Angst dass ich mir das nur einbilde oder dass nichts dabei raus kommt und der Mann erfährt dass ich das gemeldet habe.
Kann ich der Polizei einen anonymen Brief mit meinem Verdacht schicken?
lindenstein
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

Hier ein interessanter Beitrag von der Welt. Auch Bildonline berichtet gegenwärtig darüber. Man hatte ja nie ganz ausgeschlossen im Laufe der Recherchen, dass womöglich auch der Langendonk Fall etwas damit zu tun haben könnte.


Stradivarius-Fall: Zwei Angeklagte wegen Mordes an einem Deutschen und seiner Tochter vor Gericht
Von admin
Der Prozess gegen den Deutschen Yves Asriel Sapartacus Steinmetz und den Anwalt Jimmy Alberto Páez Giret, die des Mordes an Bernard Raymond Von Bredow und seiner Tochter Loreena beschuldigt werden, beginnt. Der Richter Juan Oviedo vom Strafgericht von Capiatá hat entschieden, dass beide Angeklagten sich einem öffentlichen und mündlichen Verfahren stellen müssen. Der Fall, der durch den Besitz wertvoller Stradivarius-Violinen motiviert gewesen sein soll, hat vor vier Jahren die paraguayische Gesellschaft erschüttert.

Die Anklage gegen Steinmetz und Páez Giret wurde von den Staatsanwältinnen Sandra Ledesma und Sophia Galeano erhoben. Sie beschuldigen die beiden, am 22. Oktober 2021 in der Gemeinde Patiño in Areguá Bernard Von Bredow und seine 14-jährige Tochter ermordet zu haben. Zusätzlich wird Páez Giret der Fälschung von Dokumenten beschuldigt.

Die Vorverhandlung fand im Mai dieses Jahres statt, fast vier Jahre nach der Tat. Der Staatsanwalt Orlando Paiva vertrat die Anklage, nachdem Sandra Ledesma im Februar 2025 einer anderen Einheit zugewiesen worden war. Die Verteidigung von Yves Steinmetz, vertreten durch den Anwalt Rubén Escurr, kritisierte die Änderung der Anklagestrategie. Anfangs wurde Steinmetz als mutmaßlicher Drahtzieher beschuldigt, später jedoch ohne neue Beweise als Täter des Doppelmordes angeklagt.

Zwei weitere deutsche Staatsbürger, Volker Grannass und Stephen Jorg Messing Darchinger, die ursprünglich als Täter beschuldigt wurden, wurden schließlich freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft beantragte deren endgültige Einstellung des Verfahrens, was vom Strafgericht von Capiatá genehmigt wurde.

Am 10. November 2022 erhob die Staatsanwältin Sandra Ledesma Anklage gegen den deutschen Musiker Yves Steinmetz und den Anwalt Jimmy Páez, auch bekannt als „der Anwalt des Teufels“, wegen vorsätzlichen Mordes. Die Anklage besagt, dass Steinmetz und Páez in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2021 in das Haus von Bernard Von Bredow eingedrungen seien, ihn und seine Tochter gefoltert und schließlich mit einer Waffe Kaliber 38 erschossen hätten.

Bei einer Durchsuchung des Hauses von María Antonia Giret Garcete, der Mutter von Jimmy Páez Giret, wurden ein Testament und weitere Dokumente sichergestellt. Das Testament, das Páez Giret als Erben von Bernard Von Bredow ausweist, wurde als gefälscht eingestuft. Weitere Dokumente, darunter ein Darlehensvertrag zwischen Von Bredow und Steinmetz, wurden ebenfalls sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass die Fingerabdrücke auf diesen Dokumenten manipuliert wurden.

Zu Beginn der Ermittlungen wurde vermutet, dass der Besitz wertvoller Stradivarius-Violinen das Motiv für den Mord gewesen sei. Allerdings wurden keine konkreten Beweise für den Besitz dieser Violinen gefunden, und die Tatwaffe wurde ebenfalls nicht sichergestellt. Insgesamt wurden sieben Instrumente aus dem Haus von Yves Steinmetz beschlagnahmt, darunter ein Violine von Antonius Granani und andere historische Violinen.

Auch aus dem Haus von Jimmy Páez wurden Violinen beschlagnahmt, darunter eine Gewa-Violine und eine Nicolucus Simoutre-Violine. Beide Angeklagten bleiben in Untersuchungshaft.

Der Fall hat erneut Aufmerksamkeit erlangt, da ein Roman mit dem Titel „El misterio del último Stradivarius“ von Alejandro G. Roemmers, mit einem Vorwort von Mario Vargas Llosa, veröffentlicht wurde. Der Roman basiert auf den Ereignissen und hat das Interesse der Öffentlichkeit an diesem Fall neu entfacht.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Jetzt sind wir wieder bei der Geige- einem sehr merkwürdigen Utensil, das von zwei unmusikalischen Holländern in einem Wohnmobil nach Oberbayern gebracht wurde- bekanntlich einer Hochburg des Geigenbaus.
Es wurde darüber ja auch wochenlang diskutiert. Und ja, die Entwendung der Geige könnte ein Motiv für den Mord an dem Ehepaar gewesen sein.
Nur:
Wie wurde alles angebahnt, dass sich der potenzielle Geigenkäufer und die L´ s sich ausgerechnet in Litzlwalchen treffen. Vor allem wozu und warum dort ?

Leider wissen wir nichts über die Geige- vielleicht weiß die Polizei etwas mehr.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Jolu65 hat geschrieben: Samstag, 28. März 2026, 08:32:26 Leider wissen wir nichts über die Geige- vielleicht weiß die Polizei etwas mehr.
Davon ist auszugehen. Warum sie sich da so bedeckt gibt verstehe ich nicht.

Warum nimmt man einen ungewöhnlichen Gegenstand oder eben eine Geige mit auf Reisen. Doch nur um darüber etwas in Erfahrung zu bringen. Oder eben ihn zu verkaufen. Ersteres wäre in Holland wohl auch möglich gewesen. Und zudem noch mit viel weniger Risiko und Aufwand. Weiter erbrachten die Ermittlungen zur Schatzung der Geige keine Erkenntnisse. Bleibt letzteres.

Profiler Horn geht von einer Raubtat aus. Was Geld annehmen lässt. Folgt man dieser Logik, wäre die teure Geige gegen ein anderes billigeres Model getauscht worden. Der Differenzbetrag wurde ausbezahlt. Was dann auch diese grösser Reisekasse begründet.

Was die LS dazu veranlasst hat mitten am Nachmittag im Hölzl eine Rast einzulegen, und sich dabei auch noch Stunden zu verweilen, findet wohl keine Erklärung. Persönlich zweifle ich die Darstellung bei XY aufs äusserste an. Und geh davon aus, dass sie deutlich später und in Begleitung im Hölzel aufgetaucht sind. So und nun passt die These von Horn schon ganz gut. Da hat also der Geigenhändler die LS ins Hölzl gelockt und überfallen.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Das ist alles so merkwürdig, dass es nicht mit einem vernünftigen Resultat diskutiert werden kann.
Die Kinder der L´ s werden sicher mehr über die Geige wissen. Die Eingangsfrage ist ja:
Wie gelangt eine Geige in den Besitz einer Familie, die alle - soweit ich weiß- gar nicht Geige spielen konnten.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Jolu65 hat geschrieben: Montag, 06. Juli 2026, 10:06:35 Wie gelangt eine Geige in den Besitz einer Familie, die alle - soweit ich weiß- gar nicht Geige spielen konnten.
Das ist eine sehr interessante Frage. Da gab es ja weiter vorne diese Diskussion, dass die Eltern der LS ein jüdisches Mädchen vor der Verfolgung gerettet hatten. Und eben dieses Mädchen hätte ein Geige bei sich gehabt. Als Danke übergabt dann das Mädchen die Geige den LS. Ich halte zwar von der These nichts Allerdings, dass es letztlich ein Erbstück sein könnte, finde ich gar nicht weit hergeholt. Genau das lässt mich annehmen, dass es gar nicht so eine super teure Geige war. Ein solches Stück wär in einem der bekannten Auktionshäusern versteigert worden. Für mich besagt die Logik, dass die LS die Geige verkaufen wollten. Aber zum Zeitpunkt des Überfalls den möglichen Interessenten gar noch nicht kontaktiert hatten. Persönlich geh ich davon aus, dass die Geige beim Überfall im Hölzl keine Beachtung wie Interesse fand.

Mich beschäftigt da aber noch ganz was anderes. Bei XY wird explizit darauf hingewiesen, dass die LS eine grössere Reisekasse bei sich hatten. Das finde ich schon mal bemerkenswert. Was mich folglich annehmen lässt, hier einen Betrag von 5000 - 6000 DM in Betracht zu ziehen. Und würde sogar einen höhen Betrag nicht mal ausschliessen wollen. So stellt sich auch hier die Frage, zu welchem Zweck wurde das Geld mitgenommen. So und nun rückt auch die These von Profiler Horn eines Raubüberfalls in ein anzunehmendes Feld.

Natürlich wirft auch diese These mehr Fragen auf als sie beantwortet. Der genannte Betrag scheint mir zu klein zu sein um irgend was zu erwerben was es nicht auch in Holland gibt. Was mich immer wieder dazu bringt, hinter den Doppelmord finanzielle Interessen aus der Erwerbszeit der LS zu sehen.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Die Herkunft der Geige ist ungeklärt und es gibt keinen Hinweis, dass die Geige einem jüdischen Mädchen gehörte. Es ist auch als sicher anzunehmen, dass die Geige verbrannt ist, Trotzdem bleibt es rätselhaft aus welchem Grund die Geige mitgenommen wurde. Es gilt ebenfalls als sicher, dass die Geige nirgends angeboten wurde- jedenfalls konnte dahingehend niemand ermittelt werden
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von DB Cooper »

Jolu65 hat geschrieben: Montag, 06. Juli 2026, 15:49:05 Die Herkunft der Geige ist ungeklärt und es gibt keinen Hinweis, dass die Geige einem jüdischen Mädchen gehörte. Es ist auch als sicher anzunehmen, dass die Geige verbrannt ist, Trotzdem bleibt es rätselhaft aus welchem Grund die Geige mitgenommen wurde. Es gilt ebenfalls als sicher, dass die Geige nirgends angeboten wurde- jedenfalls konnte dahingehend niemand ermittelt werden
Wie soll, wenn das stimmen sollte, ein jüdisches Mädchen an eine solch wertvolle Geige gekommen sein? Würde man eine Geige schätzen lassen, wenn man nicht weiß, dass sie sehr wertvoll sein muss? Und wüsste eine der Angehörigen Töchter nicht, um was es genau ging? Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen. Und zu dem hohen Geldbetrag, der lässt sich relativ einfach erklären. Es gab damals keinen €uro und man musste zwangsläufig verschiedene Währungen dabei haben, wenn man auch ins Ausland wollte. Bei einem Unternehmer ist es wahrscheinlich, dass er über Bargeld verfügte, dass nicht unbedingt vom Finanzamt gesehen werden sollte. Er hat sich das in 3 oder 4 verschiedene Währungen umgetauscht und mitgenommen. n# Alexander Horn´s Einschätzung kann ich nachvollziehen. Vielleicht waren sie unvorsichtig und der Täter hat mitbekommen, dass sie viel Geld dabei hatten. Ein Blick ins Portemonnaie könnte da gereicht haben, wenn er alles darin aufbewahrte. Er folgte ihnen vielleicht und es kam zu dem Mord. Es könnte auch ein psychisches Problem bei ihm gegeben haben, was sein Verhalten erklärt. Letztendlich kann er auch aus der Umgebung gekommen sein, oder dort irgendetwas zu tun gehabt haben. Aber warum trug er eine Waffe? Oder gehörte sie vielleicht Harry und keiner wusste davon? Es gibt ja Gründe, sein Vermögen zu verteidigen und im Nahkampf kann einem so eine Waffe auch entrissen werden. Etwas Schnelligkeit und Kampferfahrung könnte schon reichen. In dem Fall wäre es dann auch egal, die Hülsen liegen zu lassen, was einem Killer sicher nicht passieren würde. Der Einsatz des Messers im Anschluss, kann aus einer Panik heraus entstanden sein, um Zeugen zu vermeiden. ( Aber ich rate auch nur und habe vielleicht auch in der Logik etwas übersehen.)
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Sicherlich dürfte die Herkunft der Geige, wie der Rechtsmässige Besitz in der Familie bekannt sein.
Jolu65 hat geschrieben: Montag, 06. Juli 2026, 15:49:05 Trotzdem bleibt es rätselhaft aus welchem Grund die Geige mitgenommen wurde.
Verstehe ich auch nicht warum da die Ermittler so ein Geheimnis draus machen. Wo von die Nennung auch keine weitern Erkenntnisse einbringen dürften.

Diese grösser Reisekasse wäre für einen daher gelaufen Dieb schon eher ein Tatmotiv als eine Geige. Nur tut ich mich mit dieser These auch schwer. Zumal das Tatverhalten mit Schusswaffe und Messer sehr ungewöhnlich sind. Aber auch der weitere Verlauf mit der Fahrt nach Altenfurt und dem abfackeln des Campers lässt einen kriminellen Hintergrund annehmen.
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Warum wurde die Geige mitgenommen ?
Es kann ja sein, dass die Geige irgendwo im Keller war und man wollte sich von Horst Lichter duzen lassen.....
Man hat in Erfahrung gebracht, dass das Zentrum des Geigenbaus wohl in Mittenwald ist. Da man da ohnehin hin will, nimmt man die Geige eben mit, um nicht von einem Bares für Rares Experten etwas zu erfahren, sondern vom richtigen Experten. Nur kommt man halt nicht dazu einen Tag in Mittenwald zu vertrödeln, sondern geht lieber schwimmen oder Schlösser angucken....
Also die Geige wurde eher ganz zufällig mitgenommen.

ODER

Man platziert in der Geige einige Diamanten- (ich will dem Ehepaar nun wirklich nicht Kriminelles unterstellen- warum sie Diamanten haben könnten und die außer Landes bringen wollen, kann sich nun jeder denken). Bei einer Zollkontrolle wäre das das ideale Versteck.

Letztere Idee würde vielleicht schon erklären, warum man sich an einer sehr abgelegenen Stelle trifft, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.....
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Re: MORDFALL EHEPAAR LANGENDONK -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Data »

Dass die Geige mitgenommen wurde um sie in Mittenwald auffrischen zu lassen, anbei noch etwas über den Wert in Erfahrung zu bringen, was dann letztlich aus welchen Gründen auch immer nicht geklappt hat, würde zumindest mal die mittgenommene grössere Reisekasse erklären. So ganz abwegig finde ich den Gedanken nicht.

Klar in einen Geigenkoffer findet sich schon Platz für Wertmettale oder Steine. Dass sich die LS dazu auf den schwarz Märt bedienen bzw. zum verkauf anbieten halte ich für weit hergeholt.

Diskutiert wurde mal, ob der LS Camper mit einem andern Holländischen Camper in welchem Drogen geschmuggelt verwechselt wurden. Was dann letztlich zur totalen Eskalation zwischen den LS und den Abholern führte. Am Gedanken, dass das Hölzl als Umschlagplatz diente, könnte durchaus etwas dran sein. Und die LS einfach zufällig im Hölzl landeten.
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