MORDFALL LIEBS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Snoopy

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Snoopy »

Hallo,

ich lese hier immer mal wieder mit und habe mir nun nach einiger Pause den Stern Podcast noch einmal genau angehört. Vorab: Ich bin offen für alle (realistischen) Theorien und dieser Post fasst nur meine persönlichen Gedanken und Fragen zum Fall zusammen.

Dennoch muss ich zugeben, bin ich mir unschlüssig, wie ich die Rekonstruktion des Abends vom 20. Juni 2006 nach den Schilderungen von N. und A. genau verstehen soll. Ich habe hierzu auch im Forum keine wirklich eindeutigen Antworten gefunden (verzeiht mir, wenn ich da auf den 2000+ Seiten etwas übersehen habe ;)) - vielleicht weiß jemand von euch aber mehr.

Um welche Snooker Halle soll es denn genau gegangen sein? Im Bereich Schloss Neuhaus liegt zumindest heute das Strike, wobei das Dienstags geschlossen hat (klar, das kann vor 20 Jahren komplett anders gewesen sein, hier finde ich keine historischen, zuverlässigen Daten mehr leider).

Was ich aber sehr wohl finden konnte - und was mich ehrlich gesagt ziemlich vom Hocker gehauen hat: In der Libori Galerie (welche ein Zufall!!!) gibt es eine Halle, in der man Snooker spielen kann: das Pader Bowling (mit zumindest im Jahr 2026 täglichen Öffnungszeiten bis Mitternacht unter der Woche). Das wäre natürlich schon eine berechtigte Frage, wenn ich doch in der Libori Galerie verabredet bin und noch mit Frauke schreibe den Abend über (und wohl relativ spontan entscheide, doch nicht mehr in den Pub zu wollen), würde es denn dann nicht Sinn machen, erst mal den Weg in die Paderborner Innenstadt einzuschlagen um ggf. dort zu snookern?
Auch hier ist es 20 Jahre später schwer verlässliche Daten zu finden. Über North Data konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass der Gesellschaftsvertrag für Pader Bowling im Mai 2006 unterschrieben wurde. Meine Frage wäre daher an die Locals: Gab es zum 20. Juni 2006 bereits das Pader Bowling in der Libori Galerie? Falls ja: weiß noch jemand, wie hier die Öffnungszeiten waren?

Was ich auch nie verstanden habe: Wenn ich nach einem langen Tag Feierabend mache - gerade wenn es so eine relativ körperliche Arbeit in einer Halle ist, die ja doch weitläufig sein kann je nach Größe - habe ich ehrlich gesagt schon Hunger. N und A hätten das Snooker Spiel ja angeblich unterbrochen, weil sie Hunger hatten. Davor haben sie noch Pause gemacht um Geld abzuheben, aber sie wollten nicht nach der Arbeit direkt noch was essen, obwohl sie sich doch sicher denken konnten, dass sie sonst während des Spiels Hunger bekommen würden (und gerade Snooker kann ja etwas dauern, wenn man mehrere Frames spielen will). So etwas würde ich nur machen, wenn ich entweder absolut keinen Hunger habe (scheint hier ja nicht der Fall zu sein, wenn der Hunger dann wohl schon etwa eine Stunde später so groß war, dass man früher gehen wollte) oder weil ich keine Zeit mehr habe - vielleicht weil die Halle nur noch eine Stunde offen hat, nachdem ich dort ankomme und ich zumindest 1-2 Frames schaffen will? Aber warum sollte man das nicht einfach so sagen, wenn es so war?

Das ist hier alles spekulativ, denn wie gesagt: Ich habe keine 100% sicheren Informationen gefunden, dass zum 20.6.2026 das Pader Bowling bereits eröffnet war oder falls dem so war, dass die Öffnungszeiten den heutigen gleichen.

Weiter würde mich auch interessieren, wo sich dieser "Dönermann" denn befunden haben soll? Hier wurden ja auch bereits mehrere Vermutungen geäußert.

Denn selbst wenn das alles so stimmt, wie N berichtet - wenn er erst um 1 Uhr, dann auf Nachfrage 2 oder plötzlich auch erst 3 Uhr) im Bett gewesen sein will - nehmen wir der Einfachheit halber mal den Mittelwert 2 Uhr an - bis dahin werden doch wohl mehr als nur ein "Dönermann" offen gehabt haben? Warum betont er, dass dieser Imbiss bis 6 Uhr morgens auf hatte und das auch der einzige war, wo sie noch was bekommen hätten? Vor allem während der WM 2006 kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass es in Paderborn nur einen Imbiss gab, der bis sagen wir mal 1-2 Uhr maximal geöffnet hatte. Und wenn ich das richtig verstehe soll dieser "Dönermann" in Paderborn gewesen sein. Also N und A fahren von ihrer Arbeit aus erst nach Schloss Neuhaus zum Snookern, dann unterbrechen sie ihr Spiel um nach Paderborn zum Döner essen zu fahren? Würde ja mehr Sinn machen, wenn man eh schon in Paderborn zentral beim Snookern war, dann wäre wohl auch der Weg zum Döner essen kürzer oder?

Und dann die große, offene Frage mit dem Auto. N wird ja wohl kaum gelaufen sein. Hat A. ihn dann zurück zur Arbeit gefahren (mit schneller Geschwindigkeit 45 MInuten von Paderborn Innenstadt entfernt) um sein Auto falls es denn überhaupt dort stand abzuholen oder hat A N dann nach Hause gefahren? Die Aussage, dass sie sich "da dann auch getrennt hatten" (wo ist da? Beim "Dönermann"?) ist entweder schlecht geschnitten im Podcast oder kann nicht hinkommen - wie hier im Forum ja auch schon ausgeführt.

Zum Thema Auto: Ich verstehe auch nicht, warum man während eines Arbeitstages Grillfleisch im Auto lässt. Hier hatte aber das Forum auch schon gerätselt, also glaube ich, da gibt es wohl keine plausible Antwort für.

Was ich allerdings gelesen hatte ist, dass sich die Ausbildung von Leichenspürhunden in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat und diese "heute" vermehrt mit echtem biologischem Material trainiert werden um verschiedene Stadien der Verwesung besser erkennen zu können. Ich bin kein Spürhundexperte und natürlich konnten Hunde auch 2006 bereits Leichen oder Blutspuren identifizieren, aber das Training hat sich wohl auch aus dem Grund mit der Zeit verändert, damit gerade frühere Stadien nach Eintritt des Todes besser erfasst werden können als es mit dem Training durch künstliche Substanzen der Fall war. Nun weiß ich natürlich nicht, wie die eingesetzten Hunde vor 20 Jahren genau trainiert wurden, aber spannend ist das dennoch.

Mit Blick auf den Transport von Frauke zum Totengrund gibt es genau 3 Möglichkeiten: 1. Frauke wurde noch lebend zum Ablageort gefahren und vor Ort getötet (halte ich persönlich für unwahrscheinlich), 2. Frauke war bereits tot, als sie zum Ablageort gefahren wurde, aber der Todeszeitpunkt lag noch nicht so lange zurück, d.h. der Transport erfolge vor einsetzten der Leichenstarre oder 3. Frauke war bereits seit "längerer" Zeit tot und der Transport erfolge nachdem die Leichenstarre schon abgeklungen war. Mit dem Wissen zur Ausbildung der Hunde halte ich persönlich einen Transport in einem frühen Stadium für am wahrscheinlichsten, auch weil ein Täter in der Regel insgesamt bemüht ist, nicht tagelang mit einer Leiche auszuharren, wenn die Polizei überall sucht.

(An dieser Stelle wird es etwas detaillierter, aber ich glaube, dass das wichtige Überlegungen sind und ich gehe nicht mehr ins Detail als nötig.)

Das grenzt den Zeitraum und den Ablauf aber weiter ein : Die Leichenstarre setzt unter normalen Bedingungen so in etwa 1-2 Stunden nach dem Tod ein, braucht aber unter normalen Bedingungen etwa 6-8 Stunden, bis sie sich wirklich ausgebreitet hat. Dabei beginnt die Starre mit den kleineren Muskelgruppen, die größeren Muskelgruppen wie in den Extremitäten, die den Transport nahezu unmöglich machen würden folgt erst zum Schluss. Also im frühen Zustand der Starre wäre ein Transport demnach noch möglich. Die Starre hält etwa 1-2 Tage und löst sich in der umgekehrten Reihenfolge (also Extremitäten zum Schluss).
Das ist der Normalzustand, aber:
Der Juni 2006 extrem heiß, wodurch die Totenstarre schneller einsetzten kann (und sich schneller ausbreiten könnte). Dazu kommt noch ein wichtiges kriminalistisches Detail: Wenn eine Person vor dem Tod unter extremen Stress oder Anstrengungen stand (was bei Frauke wohl der Fall war), setzt die Starre oft früher ein. Hintergrund: Für die Entspannung der Muskeln wird ein bestimmter Energieträger namens ATP (Adenosintriphosphat) benötigt. Unter extremem Stress, bei Panik oder starker körperlicher Aktivität verbraucht der Körper große Mengen dieser Energiereserven. Setzt nach dem Tod die normale Muskelentspannung ein, sind die ATP-Speicher bereits stark erschöpft. Infolgedessen tritt die Leichenstarre deutlich schneller ein – manchmal bereits innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden.

Was bedeutet das? Ich denke, dass es am wahrscheinlichsten ist, dass irgendetwas passiert ist (entweder ein bewusstes Tötungsdelikt oder ein Unfall) und der Täter schnell handeln müsste und Frauke bereits kurz nach dem Tod zum Totengrund brachte - damit meine ich, dass ich denke, der Täter dürfte innerhalb von einer bis max. 2 Stunden reagiert haben und Frauke dort abgelegt haben. Diese Eile würde erklären, warum die Ablage so provisorisch war (nur etwas Reisig drüber, auch wenn das natürlich im Sommer noch mehr Sichtschutz bot als beim Fund im Oktober) und warum Frauke so nah an der Straße gefunden wurde. Außerdem würde es erklären, warum Frauke das auffällige rote Oberteil noch trug (entweder, weil die Starre sich langsam schon ausbreitete und der Täter Schwierigkeiten hatte, den roten Stoff zu entfernen oder weil es eben einfach schnell gehen musste - oder es war ihm einfach egal). Außerdem dürfte der Täter selbst überrascht gewesen sein, wie schnell die Starre einsetzte wenn es so war, da er vermutlich nicht wusste, dass extremer Stress die Starre so beschleunigen könnte.

Auch zum fehlenden Zahn möchte ich noch etwas ergänzen: Ich habe mir durch einen kleineren Unfall vor mehreren Jahren dummerweise einen Schneidezahn ausgeschlagen. Es ist gar nicht so leicht, normal zu sprechen, wenn einem plötzlich einer der Schneidezähne fehlt. Daher halte ich es für sehr unwahrscheinlich bis nahezu unmöglich, dass Frauke insgesamt noch so "normal" (wenn auch verwaschen) geredet haben soll ohne erkennbares lispeln usw. wenn ihr ein Schneidezahn gefehlt haben soll. Nur ein verwaschenes Sprechen würde hier nicht ausreichen - zumindest ist das meine Erfahrung (kann sein, dass es da Ausnahmen gibt, aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich). Ich denke also, dass der Zahn ihr entweder nach dem letzten Telefonat ausgeschlagen wurde ODER, dass sie diesen erst nach dem Tod verlor.

Das waren ein paar der Gedanken, die mir in letzter Zeit immer mal wieder gekommen waren. Ich habe lange überlegt, ob ich das so schreiben möchte, da gerade der 2. Punkt teilweise graphisch ist. Aber es handelt sich um ein sehr trauriges und ernstes Verbrechen und solche Informationen auszuklammern hilft leider nicht. Ich habe versucht, es so neutral und kurz wie möglich zu halten.

Ich hoffe, dass da ein paar Gedankengänge dabei waren, die für die Diskussion interessant sind und hoffe auch, dass jemand mir meine o.g., Fragen beantworten kann. Wie gesagt, das sind meine Gedanken. Ich sage nicht, dass irgendwelche im Podcast dargestellten Personen unbedingt involviert sein müssen (das weiß ich natürlich auch gar nicht), aber ich würde zumindest die getätigten Aussagen besser verstehen können. Jeder ist unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist :)
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Meiner Kenntnis nach fuhren A und N den gesamten Abend über mit zwei Autos, d.h. nach der Arbeit zum Snookern und von dort nach Paderborn zum Dönermann, jeder mit seinem Auto. Insofern wird N am Abend des Abends, nachdem sie sich verabschiedeten, mit seinem Auto nach Hause gefahren sein. So genau erklärt er das nicht weiter, aber das ist schlüssig, weil sonst ja seit Jahren im Raum stünde, wie er wieder zum Arbeitsstelle und demnach zu seinem Auto gekommen sei.

Was mich an der Sache aber stutzig macht, ist die Tatsache, dass die beiden über zwei Autos verfügten, den ganzen Abend und die halbe Nacht lang. Sie hätten einfach mit einem der Autos zwischen 23:30 und 2:30 unterwegs sein können. Im verbliebenen Auto ja sogar ihre Handys hinterlassen können, die dann nachweislich den gesamten Abend über in Paderborn eingeloggt gewesen wären.

Frauke hält sich bis 23:00 und die gesamte Zeit ihres Verschwindens in Paderborn auf.
Sie hält sich nur nachweislich ausgerechnet dann nicht in Paderborn auf, wenn A und N auf jeden Fall in Paderborn sind - beim Dönermann. Das ist die einzige Zeitspanne, in der Frauke ausgerechnet NICHT dort ist, wo A und N gerade sind - als hätte man es exakt so haben wollen. Wir beim Döner in Paderborn, sie aber ziemlich weit draußen zur exakt selben Zeit und pünktlich am nächsten Tag wieder in Paderborn.
Mit zwei Autos wäre das easy machbar gewesen mit ihrem Wegsein - Funkzelle Nieheim - zu signalisieren, dass A und N das ja hätten gar nicht sein können. Die waren vielleicht sogar beim Dönermann. Vielleicht aber schon um 23:02 oder um erst 1:55.

Was wäre denn gewesen, wenn die SMS von Frauke aus der Funkzelle Paderborn gekommen wäre, während sich A und N zeitgleich dort auch beim Dönermann aufgehalten hätten? Wie wäre das weiter verlaufen?
Oliver Cromwell
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Oliver Cromwell »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 06:57:22 Meiner Kenntnis nach fuhren A und N den gesamten Abend über mit zwei Autos, d.h. nach der Arbeit zum Snookern und von dort nach Paderborn zum Dönermann, jeder mit seinem Auto. Insofern wird N am Abend des Abends, nachdem sie sich verabschiedeten, mit seinem Auto nach Hause gefahren sein. So genau erklärt er das nicht weiter, aber das ist schlüssig, weil sonst ja seit Jahren im Raum stünde, wie er wieder zum Arbeitsstelle und demnach zu seinem Auto gekommen sei.
Genau das ist ja einer der umstrittenen Punkte des Alibis!

N und A hatten wohl eine Fahrgemeinschaft. Wie es sich heraus kristallisierte, war A wohl in der Woche der Fahrer. Die Darstellungen der beiden lassen keinen Rückschluss darauf zu, dass 2 Fahrzeuge genutzt wurden.

Hinzu kommt, dass sich weder beim Snookern noch beim Dönermann daran erinnern konnte, dass die beiden an dem besagten Abend dort gewesen sind.
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Agatha Christie
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Heckengäu hat geschrieben: Sonntag, 19. Juli 2026, 19:30:18 Es lässt sich immer noch herunterladen. Aber ohne mich! ;)
Um den Podcast anzuhören, musst du ihn nicht runterladen; einfach nur "Play" anklicken.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

Einfach Link anklicken und runterladen da kann nix passieren
John

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von John »

Oliver Cromwell hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 08:10:44 Genau das ist ja einer der umstrittenen Punkte des Alibis!

N und A hatten wohl eine Fahrgemeinschaft. Wie es sich heraus kristallisierte, war A wohl in der Woche der Fahrer. Die Darstellungen der beiden lassen keinen Rückschluss darauf zu, dass 2 Fahrzeuge genutzt wurden.

Hinzu kommt, dass sich weder beim Snookern noch beim Dönermann daran erinnern konnte, dass die beiden an dem besagten Abend dort gewesen sind.
@Snopy danke für deinen Beitrag und die Mühe die damit einher ging.
Zum Thema Grillfleisch hab ich noch eine Frage an Pope - aber erst gleich.

@Oliver Cromwell
Umstritten ist der Punkt auf jeden Fall. Die EB müssten dazu aber definitiv MEHR wissen, als wir. Hinzu kommt die Darstellung das A in der Woche sein Auto für die Fahrgemeinschaft nutzte wissen wir doch nur von Toxicfriend oder? Also ob das nun gesichert ist oder überhaupt der Tatsache entspricht wissen wir nicht. Möchte ich damit sagen.

@Pope
Du kennst dich ja rechtlich aus. Folgendes Szenario und ich würde gerne von dir wissen, ob das in einem Prozess hätte so ablaufen können?
Also:
Gehen wir mal davon aus, dass A angeklagt werden würde, weil sich die Indizien gegen ihn erhärtet haben (damals 2006), unteranderem auch weil die Anklage das Anschlagen der Hunde in As Auto anführen. (Alles nur hätte, hätte, das ist mir bewusst)
Hätte die Verteidigung sich dann auf das Grillfleisch im Auto berufen, um die Spürhunde und die Polizeiarbeit an dieser Stelle zu entkräften? Ich denke ja.
Es gäbe vermutlich mehrere Tests mit Spürhunden und Autos, aber durch die Unbekannten (lag FL überhaupt tot im Fahrzeug, wenn ja wie lange, wenn nein, würden die Hunde dennoch anschlagen usw usf.) könnte man niemals mit Gewissheit diese Kofferraum Durchsuchung als Beweis anführen.
@Pope wäre so die Arbeit einer guten Verteidigung? Und was wären die Möglichkeiten der Anklage gewesen die Kofferraumdurchsuchung dennoch auf plausiblen Beinen fußen zu lassen?

Meine Gedanken: mit der Grillfleischaktion wurde die Durchsuchung des Kofferraums schon bevor das Auto auf den Parkplatz der Polizei fuhr auf extrem wacklige Beine gestellt.
Zugegeben wir wissen/ich weiß nicht ob die Hunde überhaupt was erschnüffelt haben oder ob sie nur komisch reagiert haben oder ob das Fleisch schon länger im Kofferraum lag oder noch vor der Durchsuchung gekauft wurde.
Nesrin
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nesrin »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 06:57:22

Was mich an der Sache aber stutzig macht, ist die Tatsache, dass die beiden über zwei Autos verfügten, den ganzen Abend und die halbe Nacht lang. Sie hätten einfach mit einem der Autos zwischen 23:30 und 2:30 unterwegs sein können. Im verbliebenen Auto ja sogar ihre Handys hinterlassen können, die dann nachweislich den gesamten Abend über in Paderborn eingeloggt gewesen wären.

So wie du das schreibst, gehst du dann von einer geplanten Tat aus?
Wenn die beiden extra ihre Handys in einem Auto lassen um mit dem anderen Auto nach Nieheim zu fahren um von dort die erste SMS abzuschicken, dass würde ja dann auf Planung hindeuten und nicht, dass etwas aus dem Ruder gelaufen wäre, wie das Frau Liebs einmal ausdrückte.
Ich muss dazu sagen, dass ich die beiden für unschuldig halte.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Nesrin hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 10:24:43 So wie du das schreibst, gehst du dann von einer geplanten Tat aus?
Wenn die beiden extra ihre Handys in einem Auto lassen um mit dem anderen Auto nach Nieheim zu fahren um von dort die erste SMS abzuschicken, dass würde ja dann auf Planung hindeuten und nicht, dass etwas aus dem Ruder gelaufen wäre, wie das Frau Liebs einmal ausdrückte.
Ich muss dazu sagen, dass ich die beiden für unschuldig halte.
Da ich gar nicht weiß, ob die Handys von A und N auf ihre Daten hin ausgewertet wurden und man deren Aufenthaltsorte an besagtem Abend anhand der Funkzellen überprüft hat, kann ich dazu auch weiter gar nichts schreiben. Ich vermute nämlich, dass es derartige Auswertungen gar nicht gab. Insofern hätten sie ihre eigenen Handys auch einfach bei sich tragen können.

Ich finde es jedenfalls merkwürdig, dass A und N sich ausgerechnet dann nach Paderborn wagten in der Nacht, als Frauke von dort weg "fuhr". Wie bereits erkannt, hätte ihnen auch eher klar sein können, dass sie nach ihrer Schicht Hunger haben würden. Aber es wäre höchst bedenklich gewesen für beide, wären sie bereits nach Schichtende nach Paderborn zum Essen gefahren. Überleg mal: Die beiden treffen dort um 23:00 Uhr ein und exakt zu jener Minute soll Frauke verschwunden sein. Das wäre ja ne blöde Nummer gewesen, super ungünstig.
Besser eben, direkt nach der Arbeit erstmal noch snookern zu fahren.
Und super ungünstig wäre aber auch gewesen, die beiden wären um 1:30 nachweislich beim Döner gewesen UND Frauke hätte sich zur selben Zeit ebenfalls, nur wenige Meter entfernt, aufgehalten oder wäre bereits auf ihrem Heimweg verschwunden gewesen und in Paderborn lokalisiert worden. Auch super ungünstig.
Was hingegen ganz günstig war, ist doch, dass Frauke rund um Funkzelle Nieheim auf gar keinen Fall in Paderborn war, als es A und N waren.
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Das beide (n und a) mit zwei Autos unterwegs waren, davon war nie die Rede. A war in jener Woche Fahrer, N Mitfahrer. Es gab eine Fahrtengemeinschaft. Bis heute ist es im Unklaren wie N nach dem Dönermann zurück zu seinem Fahrzeug kam bzw. ob er dorthin gebracht wurde weil nach seiner eigenen Aussage hin sich die Wege nach dem Döneressen getrennt haben.

Und wenn man nicht mehr weiß wann man an diesem Abend im Bett war, dann hat das schon einen faden Beigeschmack. Ich muss doch wissen was ich an jenem Abend gemacht habe. Es war nicht irgendein Abend, es war DER Abend. Als Gedächtnisstütze könnte hier mindestens das Deutschland-Spiel und auch das der Engländer an jenem Abend gewesen sein. Aber man bzw. ER kann sich nicht erinnern. Lachhaft
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nesrin »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 10:34:10 Da ich gar nicht weiß, ob die Handys von A und N auf ihre Daten hin ausgewertet wurden und man deren Aufenthaltsorte an besagtem Abend anhand der Funkzellen überprüft hat, kann ich dazu auch weiter gar nichts schreiben. Ich vermute nämlich, dass es derartige Auswertungen gar nicht gab. Insofern hätten sie ihre eigenen Handys auch einfach bei sich tragen können.

Die Frage wird dir hier niemand beantworten können, weil niemand hier Akteneinsicht hat. Ich weiß nicht ob das aus den Akten hervorgeht, die Frau Liebs vorliegen.

In dem Podcast der nicht mehr online ist, wird gesagt, dass die Ermittler Handynummern ausgewertet haben, die sich zu den Anrufzeiten in der gleichen Funkzelle aufgehalten haben, aus der die Anrufe kamen.
Also irgendwie wurde da ja schon ermittelt welche Handynummern da eingeloggt waren.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nesrin »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 10:34:10

Ich finde es jedenfalls merkwürdig, dass A und N sich ausgerechnet dann nach Paderborn wagten in der Nacht, als Frauke von dort weg "fuhr". Wie bereits erkannt, hätte ihnen auch eher klar sein können, dass sie nach ihrer Schicht Hunger haben würden.
Ich verstehe nicht, warum das mit dem Hunger für dich so wichtig ist.
Das waren halt junge Leute, Mitte 20, die planen doch ihren Abend nicht danach, wann sie Hunger bekommen.

Wir sind früher Abends auch erst mal losgezogen und wenn wir dann mal irgendwann Hunger bekommen haben, sind wir spontan irgendwo hingegangen oder gefahren und haben was gegessen. Aber da hat man doch nicht den ganzen Abend drauf ausgerichtet.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nesrin »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 10:51:16 Das beide (n und a) mit zwei Autos unterwegs waren, davon war nie die Rede. A war in jener Woche Fahrer, N Mitfahrer. Es gab eine Fahrtengemeinschaft. Bis heute ist es im Unklaren wie N nach dem Dönermann zurück zu seinem Fahrzeug kam bzw. ob er dorthin gebracht wurde weil nach seiner eigenen Aussage hin sich die Wege nach dem Döneressen getrennt haben.

Und wenn man nicht mehr weiß wann man an diesem Abend im Bett war, dann hat das schon einen faden Beigeschmack. Ich muss doch wissen was ich an jenem Abend gemacht habe. Es war nicht irgendein Abend, es war DER Abend. Als Gedächtnisstütze könnte hier mindestens das Deutschland-Spiel und auch das der Engländer an jenem Abend gewesen sein. Aber man bzw. ER kann sich nicht erinnern. Lachhaft

Ja, der N ist am rum eiern im Stern Podcast, als es um die Zeiten geht.
In dem Podcast kommt der ganze Abend unlogisch rüber.

Es kann aber sein, dass N zeitnah bei Befragungen bei der Polizei einen plausiblen Ablauf des Abends geschildert hat.
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Miss_Erfolg »

Nesrin hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 11:04:58 Ich verstehe nicht, warum das mit dem Hunger für dich so wichtig ist.
Das waren halt junge Leute, Mitte 20, die planen doch ihren Abend nicht danach, wann sie Hunger bekommen.

Wir sind früher Abends auch erst mal losgezogen und wenn wir dann mal irgendwann Hunger bekommen haben, sind wir spontan irgendwo hingegangen oder gefahren und haben was gegessen. Aber da hat man doch nicht den ganzen Abend drauf ausgerichtet.
Mh. Würde ich so nicht sagen. Bist du um 20 Uhr in Paderborn, dann hast du sicher recht. Kommst du eh schon spät von der Arbeit und hast dann noch Fahrzeiten, hat man schon im Kopf,dass es unter Umständen schwer wird noch was zu bekommen.
Was mich eher wundert, gab es vor Ort nichts? Ist ja schon umständlich fürn nen Döner extra nach Paderborn zu fahren....
Gast

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Miss_Erfolg hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 11:41:29 Mh. Würde ich so nicht sagen. Bist du um 20 Uhr in Paderborn, dann hast du sicher recht. Kommst du eh schon spät von der Arbeit und hast dann noch Fahrzeiten, hat man schon im Kopf,dass es unter Umständen schwer wird noch was zu bekommen.
Was mich eher wundert, gab es vor Ort nichts? Ist ja schon umständlich fürn nen Döner extra nach Paderborn zu fahren....
Zumal die beiden regelmäßig Spätschichten hatten. Die Situation war ja nicht neu. Man wusste immer, dass es nach 23 Uhr schwer wird, was zu Essen zu bekommen. Es wird aber so erzählt, als habe man das Snookern dann abgebrochen, weil man feststellte, dass man sonst nichts mehr zum Essen bekommt. Das muss aber beiden seit Jahren (?) exakt so bewusst gewesen sein. Das ist nicht speziell an diesem Abend so eingetreten, sondern muss doch regelmäßig so gewesen sein.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

Oder gings um Drogen besorgen beim Dönermann ?
ocram84
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von ocram84 »

HHmoin hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 12:12:02 Oder gings um Drogen besorgen beim Dönermann ?
Ein bisschen Grasziki zum runterkommen.
HHmoin

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HHmoin »

Na dann hoffentlich sauberes und nicht so ein Mistzeug..
Miss_Erfolg
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Miss_Erfolg »

HHmoin hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 12:12:02 Oder gings um Drogen besorgen beim Dönermann ?
Wie kommst du darauf?
Little Lulu

Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Little Lulu »

Gast hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 10:51:16 Das beide (n und a) mit zwei Autos unterwegs waren, davon war nie die Rede. A war in jener Woche Fahrer, N Mitfahrer. Es gab eine Fahrtengemeinschaft. Bis heute ist es im Unklaren wie N nach dem Dönermann zurück zu seinem Fahrzeug kam bzw. ob er dorthin gebracht wurde weil nach seiner eigenen Aussage hin sich die Wege nach dem Döneressen getrennt haben.

Und wenn man nicht mehr weiß wann man an diesem Abend im Bett war, dann hat das schon einen faden Beigeschmack. Ich muss doch wissen was ich an jenem Abend gemacht habe. Es war nicht irgendein Abend, es war DER Abend. Als Gedächtnisstütze könnte hier mindestens das Deutschland-Spiel und auch das der Engländer an jenem Abend gewesen sein. Aber man bzw. ER kann sich nicht erinnern. Lachhaft
Nur Scheinargumente, die das blindwütige Anschwärzen erleichtern sollen. N. soll sich an weit zurückliegende Ereignisse erinnern können weil es DER Abend gewesen sein soll. Da lachen ja die Hühner, Hauptsache etwas basteln damit es bei N als Schuldigem passt. der Typ muss kein Alibi vorweisen, nicht nach über 20 Jahren und einem Forum mit Aushilfsheriffs erst recht nicht.
Nesrin
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Re: MORDFALL LIEBS -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nesrin »

Oliver Cromwell hat geschrieben: Montag, 20. Juli 2026, 08:10:44

Hinzu kommt, dass sich weder beim Snookern noch beim Dönermann daran erinnern konnte, dass die beiden an dem besagten Abend dort gewesen sind.
Das Thema hatten war ja schon oft.
Ich weiß nicht genau, wann die Befragung war, aber wenn diese Befragung Wochen später durchgeführt wurde, finde ich es nicht verwunderlich, dass sich niemand mehr an die beiden erinnern konnte.

Komischer fände ich es, wenn der Dönermann Wochen später gesagt hätte: "an die beiden kann ich mich genau erinnern, die waren genau am 20.06. bzw. am 21.06. um 01.25 Uhr bei mir und haben jeder einen Döner Spezial gegessen, der eine mit extra Zwiebeln, der andere ohne Krautsalat und der eine hat ne Cola getrunken und der andere ne Apfelsaftschorle. Da kann ich mich ganz genau dran erinnern."
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