Cherlock hat geschrieben: ↑Dienstag, 28. Juli 2026, 13:53:11
Angesichts dessen, dass sie an dem Punkt offenbar bereits nicht mehr mit einem Freikommen gerechnet hat und keine Hoffnung mehr hatte, finde ich das vor allem bei einer guten Bekanntschaft eher unwahrscheinlich.
Ja, da gebe ich Dir absolut Recht. Zu dem Punkt „warum hat sie nie einen Täternamen genannt wenn er ihr doch bekannt war“ habe ich mir auch den Kopf zerbrochen. Denn ab einem bestimmten Punkt, so wie Du ihn beschreibst, läge einem wohl selbst nahe, wenigstens einen derartigen Hinweis zu hinterlassen, dass es eine Chance gibt, den Täter später zu fassen. Wenn sie den Täter nicht kannt dann konnte sie auch keinen Namen nennen.
Was für mich wiederum für eine Beziehungstat (in welcher Form auch immer) spricht sind die gezielten Anrufe nur bei C.
Das sieht für mich so aus, als hätte der Täter da schon Hintergrundwissen erlangt, bevor er die Tat beging.
Ein völlig Fremder würde doch kaum fragen, wen sie denn am liebsten kontaktieren wolle und ebenso wäre es einem Unbekannten vermutlich völlig latte, derartige Anrufe zu tätigen. Denn die Angst, erkannt zu werden, würde hier wegfallen.
Für mich ist das schon eine gewisse persönliche Komponente und eine Art Genugtuung. Als wolle er damit jemandem zusätzlich zu FL besonders weh tun.
Den Eltern, indem er sie nicht direkt kontaktieren lässt und C, als wolle er die Last und Bürde der einzigen Anrufe ihm auferlegen und somit auch über ihn eine Art Macht und Kontrolle ausüben. Denn die Anrufe wurden ja, nachdem sie mehrfach sagte, sie komme nun bald heim, immer wiederholt und somit erneut Hoffnung geweckt jedoch gleichzeitig gezeigt, dass er (der Täter) die alleinige Macht über FLs Wohlergehen und in gewissem Maße auch die der anderen „Beteiligten“ -Freundeskreis, Familie, Kollegen,…- hat.
Für mich sind die Anrufe also sowohl eine Art Ablenkung vom Aufenthaltsort und aber auch ein gewisser (vlt auch erst während der Tatausübung entstandener) sadistischer Anteil.
In dem wenigsten Fällen sind es Hannibal Lecter like geplant vorgehende, hochintelligente Täter. Insofern muss man mit allen Spekulationen vorsichtig sein.
Tathergänge sind hochdynamische, teils komplexe Abläufe in denen Geplamtes verworfen und umdisponiert und neu improvisiert wird.
Ich habe in den vergangenen Tagen fleissig quer gelesen hier und am Ende lassen sich für mich überall recht schlüssige Erklärungen für die eine oder andere Theorie finden.
Die gegenseitigen Alibis von N und A halte ich dabei am wackeligsten ohne diese nun direkt zu beschuldigen. Es bleibt aber suspekt.
Auch kann man in Cs Verhaltensweise eine Menge rein interpretieren und durchaus abstrakt denken, was weitere Personen aus dem Umfeld angeht.
Dass hier Versäumnisse seitens der Polizei insbesondere in dem ersten Stunden/Tagen vorliegen bezweifelt wohl niemand.
In einer MoKo wird aber durchaus abstrakt und quer gedacht und am Ende bleibt es dabei: ohne stichhaltige Beweise kein Täter zur Tat.
Wir wissen also ehrlich gesagt sehr wenig, was genau getan wurde und was nicht.
Grundsätzlich bin ich bei Ö und nehme ihm ab, dass sie „diesen Scheissfall klären“ wollten.
Manchmal fehlt eben das Puzzelteil und das ist in solch einer Arbeit extrem frustrierend, glaubt mir.