MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Anna17
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Anna17 »

Vorneweg: Anmeldungen unter meinem Namen leider nicht möglich.
Gastleserin = Anna17
Gastleser hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 12:21:03 … dass du nicht zitierfähig bist.
Valide Behauptungen, Informationen und Vermutungen werden anders verfasst.
Habe nie behauptet zitierfähig zu sein, geschweige denn, dass ich irgendwelche validen „Behauptungen“ aufgestellt hätte. Habe mehrfach erwähnt, dass ich absoluter „Laie“ bin. Meine Aussagen waren stets im Konjunktiv formuliert (zumindest habe ich mich um Formulierungen ausschließlich im Konjunktiv bemüht), und sind lediglich als Fragen in den Raum gestellt worden. Andere Aussagen wurden meinerseits durchaus durch Quellen belegt.
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Gastikus
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Prozesstag16 01.07.2026 BILD Ticker komplett Teil 1/2
Spoiler
01.07.2026 - 09:00 Uhr
Fabians Vater soll Prozess heute besuchen

Als Zeuge konnte sich Matthias R. (35) plötzlich nicht mehr an einen Streit mit der Angeklagten Gina H. (30) erinnern. Er verzichtete auf Akteneinsicht, zweifelte aber die Ermittlungen an. Vor Gericht sagte er aus, dass er wieder mit der Angeklagten in einer Beziehung sei. Jetzt äußerte er sich in einem Statement, das wohl erneut viele Menschen verstören wird. Für den heutigen Prozesstag hat er sein Kommen angekündigt.

01.07.2026 - 09:22 Uhr
Fabians Vater heute im Gerichtssaal

Heute verfolgt auch Fabians Vater die Verhandlung. Es ist erst sein zweiter Besuch im Gerichtssaal – an den meisten der bisherigen Prozesstage war er nicht anwesend.

Er nimmt als Zuschauer auf der Besucherbank Platz und verfolgt die Verhandlung von dort aus.

01.07.2026 - 09:31 Uhr
Angeklagte wieder hinter ihrer Mappe

Wenig später wird auch Gina H. in den Gerichtssaal geführt. Wie an den vergangenen Verhandlungstagen hält sie dabei ihre rote-rosafarbene Mappe vor das Gesicht, bevor sie auf der Anklagebank Platz nimmt.

01.07.2026 - 09:41 Uhr
Gerichtshelferin berichtet über Gespräch mit Gina H.

Als erste Zeugin wird die Rostocker Gerichtshelferin Christina F. vernommen. Sie führte Anfang Januar ein rund halbstündiges Gespräch mit Gina H. in der JVA.

Die Zeugin schildert, dass die Angeklagte vorab über Sinn und Zweck des Gesprächs informiert worden sei. Themen seien unter anderem ihre Kindheit, Familie, Partnerschaft, finanzielle Situation, ihr beruflicher Werdegang und auch die Tat gewesen.

„Sie hat keinen Themenkomplex verweigert und sich allen Fragen gestellt“, berichtet die Gerichtshelferin. Anschließend beginnt sie, ihren ausführlichen schriftlichen Bericht zu verlesen.

01.07.2026 - 09:55 Uhr
Schwierige Kindheit geschildert

Die Gerichtshelferin berichtet aus dem Gespräch mit Gina H. Anfang Januar. Die Angeklagte habe von einer schwierigen Kindheit erzählt. Ihren leiblichen Vater habe sie nie kennengelernt. Die Beziehung zu ihren Großeltern beschrieb sie dagegen als besonders eng. „Das sind ihre wichtigsten Bezugspersonen“, sagt die Zeugin.

Außerdem habe Gina H. von zahlreichen Schulwechseln und einer Halbschwester berichtet.

01.07.2026 - 09:56 Uhr
Vergewaltigung als Wendepunkt

Nach Angaben der Gerichtshelferin schilderte Gina H., dass sie nach einer Vergewaltigung psychisch „nicht mehr auf die Beine gekommen“ sei. Eine begonnene Ausbildung habe sie nicht abgeschlossen, beruflich habe sie sich nicht stabilisieren können.

Aus einer früheren Beziehung stamme ihr leiblicher Sohn. Diese Partnerschaft sei nach Angaben von Gina H. wegen häuslicher Gewalt gescheitert.

01.07.2026 - 09:56 Uhr
„Mein Ex und Vielleicht-Freund“

Über Fabians Vater Matthias R. habe Gina H. Anfang Januar so gesprochen, als bestehe weiterhin Kontakt. Er unterstütze sie und habe auch Kontakt zu ihren Großeltern, berichtet die Gerichtshelferin.

Irritiert habe sie dabei eine Formulierung der Angeklagten: Sie habe Matthias R. als „meinen Ex und Vielleicht-Freund“ bezeichnet.

Auffällig sei außerdem gewesen, dass Gina H. große Schwierigkeiten gehabt habe, Lebensabschnitte zeitlich einzuordnen. Sobald es um ihre Pferde ging, habe sie jedoch „alles wie aus der Pistole geschossen“ gewusst. Zum Tatvorwurf selbst habe sie lediglich erklärt: „Sie soll etwas getan haben, was sie nicht getan hat.“ Weitere Angaben habe sie nicht gemacht.

01.07.2026 - 09:58 Uhr
„Den nannte sie Papa“

Richter Holger Schütt fragt nach einem Mann, den Gina H. in dem Gespräch mit der Gerichtshelferin erwähnt hatte. Dabei handelte es sich um einen früheren Partner ihrer Mutter.

Die Zeugin berichtet, Gina H. habe diesen Mann als „Papa“ bezeichnet. Er sei die einzige männliche Bezugsperson gewesen, zu der sie ein väterliches Verhältnis aufgebaut habe. Auch nach der Trennung ihrer Mutter habe sie den Kontakt zunächst gehalten. Erst später sei dieser abgebrochen. Von seinem Tod habe sie schließlich über soziale Medien erfahren.

01.07.2026 - 09:59 Uhr
Mobbing, Vergewaltigung und Frührente

Die Gerichtshelferin berichtet weiter, Gina H. habe ihr erzählt, in der Schule häufig zurückstecken zu müssen – auch zugunsten ihrer Halbschwester. Sie sei gemobbt worden. Zu den schlimmsten Erlebnissen hätten gehört, dass Mitschüler ihr die Haare angezündet und sie in eine Mülltonne gesteckt hätten.

Außerdem habe Gina H. von einer Vergewaltigung im Jahr 2013 berichtet. Einen Täter oder eine Strafanzeige habe sie dabei nicht erwähnt. Wegen ihrer psychischen Belastung habe sie ihre Ausbildung schließlich abgebrochen. „Sie war nicht mehr frei im Kopf“, schildert die Zeugin. Seit 2015 beziehe Gina H. eine Erwerbsminderungsrente in Höhe von rund 1400 Euro.

01.07.2026 - 10:00 Uhr
Schwere Vorwürfe gegen früheren Partner

Nach Angaben der Gerichtshelferin schilderte Gina H. ihren aus Polen stammenden früheren Lebensgefährten als alkoholabhängig und gewalttätig. Er habe sie geschlagen und getreten – sogar während einer Schwangerschaft.

Richter Holger Schütt fragt nach, ob Gina H. auch von einer Vergewaltigung oder Zwangsprostitution durch den Mann berichtet habe. Das verneint die Zeugin. Aus ihrem Bericht zitiert der Richter jedoch, dass Gina H. nach der Trennung befürchtet habe, der Vater könne den gemeinsamen Sohn ins Ausland bringen. Deshalb habe sie ein gerichtliches Kontaktverbot erwirkt.

01.07.2026 - 10:01 Uhr
Trennung von Matthias R. traf sie schwer

Beim Bau eines Carports habe Gina H. später Matthias R. kennengelernt, berichtet die Gerichtshelferin. 2022 seien beide gemeinsam mit ihrem Sohn nach Krakow am See gezogen.

Die Trennung am 13. August habe Gina H. nach Darstellung der Zeugin stark belastet. Die gemeinsame Wohnung sei gekündigt worden, anschließend sei sie zu ihren Großeltern zurückgezogen.

Während dieser Schilderungen wendet sich Gina H. mehrfach ihrem Verteidiger Andreas Ohm zu, nickt und kommentiert leise: „Stimmt.“

01.07.2026 - 10:07 Uhr
„Matthias steht immer hinter mir“

Nach Angaben der Gerichtshelferin sprach Gina H. Anfang Januar auch über ihre Beziehung zu Matthias R. Er sei für sie „Ex-Freund und Vielleicht-Freund“ und stehe weiterhin hinter ihr. Er wisse, „dass sie nichts mit der Tat zu tun habe“.

Als wichtigste Menschen in ihrem Leben habe Gina H. ihre Großeltern, Matthias R., ihren Sohn sowie ihren verstorbenen „Papa“ genannt.

01.07.2026 - 10:07 Uhr
„Fabian war wie ein zweites Kind“

Die Gerichtshelferin berichtet weiter, Gina H. habe ihre Tiere als „einzigen Halt“ in ihrem Leben bezeichnet. Besonders der Tod ihrer Lieblingsstute habe sie schwer getroffen.

Über Fabian habe die Angeklagte gesagt, er sei für sie „wie ein zweites Kind“ gewesen. Er und ihr leiblicher Sohn hätten „wie Zwillinge ausgesehen“, wenn sie zusammen gewesen seien. Zugleich habe sie erklärt, sie verstehe nicht, warum ihr das Sorgerecht für ihren Sohn entzogen worden sei. Sie fühle sich körperlich und seelisch am Ende, wolle aber „weiter kämpfen“.

01.07.2026 - 10:07 Uhr
Gerichtshelferin: Keine Trauer um Fabian erkennbar

Die Zeugin schildert ihren Eindruck aus dem Gespräch. Gina H. habe berichtet, an Borderline und einer Persönlichkeitsstörung zu leiden. Außerdem habe sie von Suizidgedanken sowie der Einnahme von Antidepressiva und Schlaftabletten gesprochen.

Auffällig sei gewesen: Als Gina H. über ihre Tiere sprach, habe ihre Sorge authentisch gewirkt. Als sie über Fabian erzählte, habe sie dagegen keine Trauer oder Betroffenheit wahrgenommen. „Es wirkte mehr, als würde sie aus einer heilen Familienwelt der Vergangenheit berichten“, sagt die Gerichtshelferin.

01.07.2026 - 10:08 Uhr
Zeugin entlassen
Richter Holger Schütt hat keine weiteren Fragen. Nebenklagevertreterin Christina Habetha hakt noch zur finanziellen Situation von Gina H. nach und bezweifelt, dass die geschilderte Rentenhöhe zu ihrem bisherigen Lebenslauf passt. Die Gerichtshelferin kann dazu keine Angaben machen.

Anschließend wird die Zeugin entlassen.

01.07.2026 - 10:09 Uhr
Verhandlung unterbrochen

Nach der Aussage der Gerichtshelferin unterbricht das Landgericht die Verhandlung. Weiter geht es um 10.30 Uhr. Dann soll die nächste Zeugin gehört werden.

01.07.2026 - 10:41 Uhr
Tierärztin sagt aus

Als nächste Zeugin wird eine selbstständige Tierärztin vernommen. Die 37-Jährige betreut seit vielen Jahren die Pferde von Gina H. und kennt die Angeklagte bereits seit 2014. Privat habe es jedoch keinen Kontakt gegeben.

„Sie war eine meiner ersten Kundinnen in meiner eigenen Praxis“, berichtet die Zeugin.

01.07.2026 - 10:41 Uhr
„Vieles war öffentlich zu sehen“

Obwohl beide privat nicht befreundet gewesen seien, habe sie viel über Gina H. mitbekommen. „Sie hat über Facebook und ihren WhatsApp-Status viel kundgetan“, sagt die Tierärztin.

Neben Beiträgen über ihre Pferde habe Gina H. auch freizügige Fotos von sich veröffentlicht. In schwierigen Lebensphasen habe sie zudem öffentlich geschrieben, dass es ihr schlecht gehe und wer aus ihrer Sicht dafür verantwortlich sei.

01.07.2026 - 10:42 Uhr
„Sie schrieb, sie habe keinen Grund mehr zu leben“

Besonders in Erinnerung geblieben ist der Zeugin die Zeit nach der Trennung von Matthias R. Damals habe Gina H. öffentlich gepostet, sie habe „keinen Grund mehr, für den es sich zu leben lohnt“.

„Das ging mir auch nahe“, sagt die Tierärztin. „Für mich könnte die Welt untergehen. Aber solange ich Kinder habe, habe ich einen Grund zu leben.“

Matthias R. habe sie nur gelegentlich kennengelernt. Auch Fabian habe sie drei- bis viermal gesehen. Einen persönlichen Bezug zu beiden habe sie jedoch nicht gehabt.

01.07.2026 - 10:45 Uhr
Tierärztin erinnert sich an Tiffys Tod

Richter Holger Schütt fragt nach Gina H.s Pferden. Die Tierärztin berichtet, dass die Angeklagte heute fünf Pferde habe. Zuvor habe sie das Reitpferd „Tiffy“ besessen.

Das Tier sei bei einem Kutschenausflug plötzlich zusammengebrochen und gestorben. „Sie hat mich damals angerufen und so geweint, dass ich mit Matthias sprechen musste“, erinnert sich die Zeugin. Gemeinsam habe man überlegt, wie das tote Pferd vom Feld geborgen werden könne. Sie habe angeboten, eine Einäscherung zu organisieren. „Das hat sie aber abgelehnt.“

01.07.2026 - 10:46 Uhr
„Die Pferde waren ihr sehr wichtig“

Auf die Frage nach dem Stellenwert der Tiere sagt die Tierärztin: „Ich glaube, ihr waren alle Pferde sehr wichtig.“

Schon vor Tiffys Tod habe Gina H. ihr immer wieder gesagt, sie wisse nicht, was sie machen solle, wenn das Pferd einmal sterbe. Nach dem Tod habe es eine Gedenkstätte gegeben – nach Erinnerung der Zeugin ein Kreuz im Garten. Außerdem habe Gina H. regelmäßig in den sozialen Medien über Tiffy gepostet.


01.07.2026 - 10:57 Uhr
8000 Euro Tierarztkosten

Richter Holger Schütt fragt nach den hohen Behandlungskosten. Für die Tierärztin ist die Summe nicht ungewöhnlich. „Wenn man sich gut um seine Pferde kümmert, dann ist das eine angemessene Größenordnung“, erklärt sie.

Wer die Rechnungen letztlich bezahlt habe, könne sie allerdings nicht sagen. Die Abrechnung laufe über eine externe Stelle.

01.07.2026 - 10:58 Uhr
Auffällige Funkstille am Tattag

Dann geht es um den 10. Oktober 2025. Die Tierärztin berichtet, dass Gina H. sie wegen eines Hautproblems ihres Pferdes „Tedy“ kontaktiert hatte. Am Vormittag des Tattags schickte sie der Angeklagten eine Sprachnachricht und fragte, ob sie das Tier vor dem Wochenende noch untersuchen solle.

Die Antwort kam erst mehr als eine Stunde später. „Normalerweise antwortet sie innerhalb von etwa acht Minuten“, sagt die Zeugin. Auf die ungewöhnlich lange Funkstille sei sie allerdings erst durch die Ermittler aufmerksam gemacht worden.

Nun will das Gericht den WhatsApp-Verlauf vom 10. Oktober gemeinsam anhören.

01.07.2026 - 11:10 Uhr
Antwort erst nach mehr als einer Stunde

Vor Gericht wird eine Sprachnachricht der Tierärztin vom 10. Oktober 2025 abgespielt. Um 11.32 Uhr fragt sie Gina H., wie es ihrem Pferd „Tedy“ geht.

Die Antwort kommt erst um 12.46 Uhr – zu einem Zeitpunkt, als das Handy der Angeklagten erst seit wenigen Minuten wieder aktiv war. Darin berichtet Gina H. von Hautproblemen des Pferdes und einer auffälligen Pause mitten in der Nachricht.

01.07.2026 - 11:10 Uhr
„Das passte im Nachhinein nicht zusammen“

Auf Nachfrage des Richters erklärt die Tierärztin, ihr sei damals nichts Besonderes aufgefallen. Rückblickend habe die Beschreibung des Pferdes jedoch nicht zu dessen tatsächlichem Zustand gepasst.

Außerdem habe Gina H. an diesem Tag ungewöhnlich langsam geantwortet. „Normalerweise meldete sie sich innerhalb von etwa acht Minuten“, sagt die Zeugin.

01.07.2026 - 11:10 Uhr
Ungewöhnliches Verhalten bei der Behandlung

Die Tierärztin berichtet weiter, dass Gina H. sie am Abend des 10. Oktober zunächst gar nicht mehr beantwortete. Erst am nächsten Tag habe sie sich wieder gemeldet und schließlich einen Termin für die Behandlung vereinbart.

Dabei sei ihr Verhalten ungewöhnlich gewesen. Normalerweise habe Gina H. immer nach den Kosten gefragt oder ihre Pferde selbst in die Praxis gebracht, um die Anfahrt zu sparen. Diesmal sei das anders gewesen. „Da habe ich sogar zu meinem Mann gesagt: Mensch, was ist denn da los?“, erinnert sich die Zeugin.

01.07.2026 - 11:12 Uhr
„Nicht, dass du was damit zu tun hast“

Am Samstag behandelte die Tierärztin schließlich das Pferd auf der Koppel. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie bereits, dass in Güstrow ein Kind vermisst wurde – allerdings noch nicht, dass es sich um Fabian handelte.

Erst Gina H. habe ihr gesagt: „Das ist ja der Sohn von Matthias, der vier Jahre wie mein Ziehsohn war.“ Die Reaktion der Angeklagten habe sie irritiert. „Da dachte ich mir: Ach du grüne Neune, dafür steht sie ja ganz entspannt da.“

Die Tierärztin schildert offen ihren damaligen Gedanken: „Nicht, dass du was damit zu tun hast.“ Sie habe allerdings zunächst vermutet, Fabian sitze vielleicht bei Gina H. im Keller, um Matthias R. eins auszuwischen. „Wenn das mein Kind wäre, hätte ich für das Pferd keinen Kopf gehabt“, sagt die Zeugin.

01.07.2026 - 11:25 Uhr
Nach Leichenfund fragte sie nach Klein Upahl

Nach dem Fund der Leiche schrieb die Tierärztin Gina H. erneut. Als sie später erfuhr, dass die Angeklagte das Kind gefunden hatte, habe sie sich gefragt: „Was machst du denn in Klein Upahl?“

Nach ihrer Schilderung habe Gina H. zunächst geantwortet, sie seien gar nicht in Klein Upahl, sondern in Lähnwitz spazieren gewesen. Daraufhin habe sie ihr geschrieben, dass die Polizei das sicher aufklären werde.

01.07.2026 - 11:25 Uhr
Danach brach der Kontakt ab

Nach diesem Austausch riss der Kontakt zwischen der Tierärztin und Gina H. ab. Anfang November fertigte die Zeugin noch einen Screenshot von einem WhatsApp-Status der Angeklagten an.

Darin schrieb Gina H.: „Manchen Menschen musst du ihre schlechte Seite zeigen, damit sie einfach mal realisieren, wie nett du die ganze Zeit zu ihnen warst.“

01.07.2026 - 11:29 Uhr
„Ich habe damit nichts zu tun“

Vor Gericht wird eine Sprachnachricht von Gina H. vom 18. Oktober 2025 abgespielt. Darin spricht sie erstmals über den Leichenfund.

„Leider Gottes habe ich ihn gefunden“, sagt sie. Ihr eigener Sohn bekomme inzwischen zu hören, seine Mutter sei eine Mörderin. „Obwohl ich ja nicht mal tatverdächtig bin. Die Bilder waren schon schlimm genug für mich. Ich habe damit nichts zu tun.“

01.07.2026 - 11:29 Uhr
„Warum warst du in Klein Upahl?“

Die Tierärztin schreibt Gina H. noch am selben Tag zurück: „Ich verstehe auch nicht, welche Verbindung du nach Klein Upahl hast. Wieso warst du dort spazieren? Das ist ja schon komisch.“

Die Antwort der Angeklagten: „Wir waren nicht in Klein Upahl, wir waren hinten in Lähnwitz im Wald. Da sind wir öfter.“ Außerdem beklagt sie sich über die Berichterstattung: „Hier wird sicher das Wildeste spekuliert in den Nachrichten und es stimmt alles nicht.“

01.07.2026 - 11:41 Uhr
„Bei Tiffy war sie völlig hysterisch“

Richter Holger Schütt fragt die Tierärztin, wie Gina H. auf den Tod ihres Pferdes „Tiffy“ reagiert habe. Die Antwort fällt deutlich aus: „Sie war vollkommen aufgelöst, war nicht ansprechbar.“

Auch als sich ein Fohlen im Sommer 2025 verletzt habe, sei Gina H. „völlig aufgelöst und total hysterisch“ gewesen. „So eine Reaktion habe ich bei Fabian überhaupt nicht erlebt. Das war komplett anders.“

01.07.2026 - 11:41 Uhr
Matthias ließ die Pferde weiter versorgen

Nach der Festnahme von Gina H. habe Matthias R. die Versorgung der fünf Pferde übernommen, berichtet die Tierärztin. Er habe sie beauftragt, die Tiere weiter zu behandeln und impfen zu lassen.

„Die Pferde können am allerwenigsten dafür“, sagt die Zeugin. Noch heute kümmere sich Matthias morgens und abends um die Tiere.

01.07.2026 - 11:41 Uhr
Matthias suchte nach einer anderen Erklärung

Bei den Treffen auf der Koppel habe Matthias R. angedeutet, nicht an eine Täterschaft von Gina H. zu glauben, berichtet die Tierärztin.

Er habe stattdessen lose Vermutungen über eine andere Frau namens Raffaela geäußert. Konkrete Vorwürfe habe er allerdings nicht erhoben. „Ich habe nur schwammige Antworten gekriegt und wollte nicht intensiver nachfragen“, sagt die Zeugin.

01.07.2026 - 11:41 Uhr
„Er wirkte einfach durch“

Die Tierärztin schildert auch ihren Eindruck von Matthias R. nach Fabians Tod. Anfangs habe sie sogar Angst vor dem Treffen gehabt.

Vor Ort habe sie jedoch einen völlig erschöpften Mann erlebt. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass es ihm egal ist. Ich hatte das Gefühl, dass er es einfach nicht wahrhaben wollte und nach einer anderen Erklärung suchte.“ Als Psychologin verstehe sie sich nicht, sagt die Zeugin. „Er wirkte auf mich einfach durch.“

01.07.2026 - 11:52 Uhr
Tierärztin: Gina H. war körperlich fit

Der psychiatrische Sachverständige Dr. Keiper fragt, ob Gina H. den körperlichen Aufwand mit ihren Pferden überhaupt habe bewältigen können.

Die Tierärztin bejaht das. Gina H. sei nahezu täglich geritten. Kurz vor der Tat habe sie zudem ein freizügiges Foto veröffentlicht. „Da hat man jeden Muskel gesehen“, berichtet die Zeugin. „Ich habe damals noch zu meinem Mann gesagt: Die hätte ich auch gerne, die Muskeln.“

01.07.2026 - 11:52 Uhr
„Sie war sehr risikobereit“

Auf Nachfrage der Nebenklage schildert die Tierärztin Situationen, die ihr besonders in Erinnerung geblieben sind. Gina H. habe sie „schon immer als sehr risikobereit oder sich des Risikos nicht bewusst“ erlebt.

So sei sie häufig mit einem Pferd geritten, während weitere Pferde frei nebenherliefen. „Das würde ich nie machen“, sagt die Zeugin. Gina H. habe ihr erklärt, sie vertraue ihren Pferden.

01.07.2026 - 11:53 Uhr
Mit Baby über das Feld galoppiert

Besonders eindrücklich sei ihr eine weitere Situation in Erinnerung geblieben: Als ihr Sohn noch kein Jahr alt gewesen sei, habe Gina H. ihn in einer Kinderkraxe auf dem Rücken getragen und sei mit dem Pferd über ein Feld galoppiert.

Außerdem berichtet die Tierärztin von einem Einsatz am Stall. Während sie ein Pferd behandelte, hätten Fabian und der Sohn der Angeklagten Schränke ihres Tierarztwagens geöffnet. „Damals musste ich etwas sagen“, erinnert sie sich. Gina H. und Matthias R. seien in dieser Situation nicht eingeschritten.

01.07.2026 - 11:55 Uhr
Zeugin sieht weder Streit noch besondere Nähe

Zum Abschluss wird die Tierärztin gefragt, wie sie den Umgang von Gina H. mit den Kindern und Matthias R. erlebt habe. Etwas Negatives sei ihr dabei nie aufgefallen. Einen besonders liebevollen Umgang habe sie allerdings ebenfalls nicht wahrgenommen. „Da ist ja aber auch jeder anders“, ordnet die Zeugin ihre Beobachtung ein.

Anschließend wird die Tierärztin unvereidigt aus dem Zeugenstand entlassen.

01.07.2026 - 12:19 Uhr
Freund von Matthias R. sagt aus

Als nächster Zeuge wird Stefan E., 38-jähriger Berufskraftfahrer, vernommen. Er ist mit Fabians Vater Matthias R. befreundet.

Kennengelernt habe er Gina H. Anfang August 2025, als Matthias ihm beim Reparieren eines Tores half. Anschließend habe man sich noch zum Grillen und Baden an einem See getroffen.

01.07.2026 - 12:20 Uhr
„Ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll“

Nach der Trennung von Matthias R. habe Gina H. den Zeugen gefragt, ob er bereits wisse, was passiert sei. Einen Tag später trafen sich beide, um über die Trennung zu sprechen.

Nach seiner Aussage schilderte Gina H., wie es zu der Trennung gekommen sei. Sie habe von Streit und einem Handgemenge berichtet. Außerdem habe sie erzählt, ihre Großmutter sei dabei eine Treppe hinuntergestoßen worden. Auch habe Fabian den Kontakt zu seinem Vater abgebrochen.

01.07.2026 - 12:20 Uhr
Danach blockierte er Gina H.

Noch am selben Tag sei er zu Matthias R. gefahren und habe ihn auf die Vorwürfe angesprochen. Nach seiner Aussage habe Matthias vieles bestätigt, was Gina H. zuvor erzählt habe.

Am Ende des Gesprächs sei auch gefallen, Gina H. leide an Borderline und sei Narzisstin. Am nächsten Tag habe die Angeklagte versucht, ihn zu kontaktieren. „Es war mir einfach zu viel“, sagt der Zeuge. Er habe ihren Kontakt und ihr Facebook-Profil daraufhin blockiert.

01.07.2026 - 12:24 Uhr
Freundschaft seit der Kindheit

Der Zeuge berichtet, Matthias R. bereits seit seiner Kindheit zu kennen. Kennengelernt hätten sie sich Anfang der 2000er-Jahre, als seine Familie nach Groß Breesen zog. „Wir sind zusammen groß geworden“, sagt er. Daraus habe sich eine enge Freundschaft entwickelt.

Zu Fabians Mutter Dorina L. habe er dagegen kaum Kontakt gehabt. „Jein“, antwortet er auf die Frage des Richters, ob er sie kenne. Über die Trennung von Dorina L. und Matthias R. könne er deshalb nichts sagen.

01.07.2026 - 12:24 Uhr
Fabians Vater wieder im Saal

Während der Aussage seines langjährigen Freundes kehrt auch Fabians Vater in den Gerichtssaal zurück. Den ersten Teil der Vernehmung hat er verpasst. Er nimmt wieder auf der hinteren Besucherbank Platz und verfolgt die Aussage von dort aus.

01.07.2026 - 12:29 Uhr
„Fabian war ein Trennungsgrund“

Nach Angaben des Zeugen erklärte Matthias R. ihm kurz nach der Trennung, dass der Kontakt zu Fabian einer der Gründe für das Beziehungsende gewesen sei. Er habe den Eindruck gehabt, Gina H. verhindere den Kontakt zu dem Jungen.

Die Vorwürfe der Angeklagten, es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen und seine Großmutter eine Treppe hinuntergestoßen worden, habe Matthias R. ihm gegenüber dagegen ausdrücklich bestritten.

01.07.2026 - 12:29 Uhr
„Er wirkte gelöst und erleichtert“

Der Zeuge schildert außerdem, dass Gina H. das Handy von Matthias R. regelmäßig kontrolliert habe. „Sie hat in sein Handy geschaut und er musste es vorzeigen“, berichtet er. Das habe Matthias als belastend empfunden.

Nach der Trennung habe sein Freund auf ihn „gelöst und erleichtert“ gewirkt. Nur wenn Gina H. anrief, sei die Anspannung zurückgekehrt. „Das Telefon klingelte ununterbrochen“, sagt der Zeuge. Gleichzeitig habe sich Matthias darüber gefreut, wieder regelmäßig Kontakt zu Fabian zu haben. Er habe erzählt, dass sie gemeinsam ein Baumhaus bauten und sich fast jedes Wochenende sahen.

01.07.2026 - 12:36 Uhr
„Sie hat ihn komplett abgekapselt“

Der Zeuge berichtet, Matthias R. habe ihm erzählt, Gina H. habe Fabian immer wieder erklärt, „was sein Vater für einer sei“. Irgendwann habe der Junge deshalb keinen Kontakt mehr zu seinem Vater gewollt. „Wenn ich ein Kind wäre und mir würde jemand so etwas über meinen Vater erzählen, würde ich auch Angst kriegen“, sagt der Zeuge.

01.07.2026 - 12:36 Uhr
Streit um Videocalls und Handy-Kontrollen

Richter Holger Schütt hält dem Zeugen seine frühere Polizeiaussage vor. Darin hatte er erklärt, Gina H. habe Matthias R. „komplett abgekapselt“. Bei Videotelefonaten habe er zeigen müssen, dass sich keine andere Person bei ihm befinde. Auch sein Handy habe er regelmäßig vorzeigen müssen.

Der Richter weist darauf hin, dass Matthias R. diese Schilderungen vor Gericht bestritten hatte. Der Zeuge bleibt jedoch bei seiner Darstellung: „Das stimmt aber alles. Ich war auch nicht alleine, meine Kumpeline war dabei und kann das bestätigen.“

01.07.2026 - 12:38 Uhr
„Du bist ein stinkendes Schwein!“

Der Zeuge berichtet außerdem von Erzählungen aus dem Umfeld der Angeklagten. Nachbarn hätten ihm geschildert, dass Gina H. Matthias R. häufig angeschrien habe.

Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm ein Satz: „Du bist ein stinkendes Schwein!“ Hintergrund sei gewesen, dass Matthias nach der Arbeit manchmal zunächst auf dem Sofa Platz genommen habe.

01.07.2026 - 12:39 Uhr
Nachbarin schilderte angebliche Angst von Fabian

Der Zeuge berichtet weiter, eine Nachbarin von Gina H. habe ihm erzählt, Fabian habe keinen Kontakt mehr zu seinem Vater gewollt.

Als Grund habe die Frau genannt, Gina H. habe dem Jungen so viel Negatives über Matthias R. erzählt, dass Fabian Angst vor seinem Vater bekommen habe.

01.07.2026 - 12:44 Uhr
Zeuge bleibt bei seiner Aussage

Richter Holger Schütt hält dem Zeugen dessen frühere Polizeivernehmung vor. Darin hatte er erklärt, Matthias R. habe ihm erzählt, Gina H. sei „kontrollsüchtig“ gewesen. Er habe ihr regelmäßig sein Handy zeigen und per Videotelefonat beweisen müssen, dass er allein sei.

Der Richter erinnert daran, dass Matthias R. diese Schilderungen vor Gericht bestritten hatte. Der Zeuge bleibt jedoch dabei: „Er hat mir das so erzählt. Ich war nicht alleine. Es war nicht jeden Tag so, aber es gab diese Situation.“

01.07.2026 - 12:45 Uhr
Zeuge sieht Alkoholproblem bei Matthias R.

Der Richter fragt den Zeugen auch nach dem Alkoholkonsum von Matthias R.

Nach kurzem Überlegen antwortet er: „Ja, ich denke schon.“ Während der Beziehung mit Gina H. sei Matthias aus seiner Sicht „clean“ gewesen. Nach der Trennung habe er bei Besuchen jedoch häufig sechs oder sieben Bier getrunken. „Ich habe ihn auch darauf angesprochen, dass er auf sich achten soll“, berichtet der Zeuge. Wie die Situation heute sei, wisse er nicht.

01.07.2026 - 12:46 Uhr
Heimliches Treffen mit Fabian

Zum Schluss berichtet der Zeuge von einem Vorfall, den ihm Matthias R. geschildert habe. Demnach habe dieser Fabian einmal getroffen, ohne dass Gina H. davon wusste.

Als die Angeklagte später davon erfahren habe, habe sie Matthias R. deshalb eine Szene gemacht. So habe es ihm sein Freund erzählt.

01.07.2026 - 12:54 Uhr
Zeuge wollte bei Gina H. suchen

Richter Holger Schütt fragt den Zeugen, wie er vom Verschwinden Fabians erfahren habe. Er berichtet, zunächst über WhatsApp oder Facebook davon erfahren zu haben. Er habe Matthias R. seine Hilfe angeboten.

Schon früh habe er einen Gedanken gehabt: „Ich habe immer wieder gesagt: Lass uns jemanden zu Gina rüberschicken und dort suchen.“ Matthias R. habe auf diesen Vorschlag damals kaum reagiert.

01.07.2026 - 12:54 Uhr
„Er meinte, er wisse, wer es war“

Vom Leichenfund habe der Zeuge später im Radio erfahren. Nach einer ersten Nachricht an Matthias R. habe dieser zunächst um Ruhe gebeten.

Später habe ihn sein Freund jedoch angerufen und gesagt, er habe einen Verdacht. „Er meinte, er wüsste, wer es war.“ Diesen Verdacht habe Matthias R. nach Angaben des Zeugen bereits der Polizei mitgeteilt. Anschließend habe er ihn gebeten, gemeinsam nach Reimershagen zu fahren.

01.07.2026 - 12:55 Uhr
Widerspruch zu R.s Aussage

Auf Nachfrage des Richters erklärt der Zeuge, Matthias R. habe damals Gina H. verdächtigt, etwas mit dem Mord an Fabian zu tun zu haben. Das Gespräch habe am Abend des 14. Oktober stattgefunden.

Zwar habe Matthias R. Alkohol getrunken, auf ihn habe er jedoch nicht betrunken gewirkt. „Er war klar und orientiert“, sagt der Zeuge. Auch die Idee, nach Reimershagen zu fahren, sei von Matthias R. gekommen. Damit widerspricht der Zeuge der früheren Aussage von Matthias R., der vor Gericht erklärt hatte, an diesem Abend völlig betrunken gewesen zu sein.

01.07.2026 - 12:58 Uhr
„Gina hat etwas damit zu tun“

Der Zeuge berichtet, Matthias R. habe ihn am Abend des 14. Oktober um Hilfe gebeten. „Von dem Moment an, als ich angekommen bin, hat er klipp und klar gesagt: Gina hat etwas mit dem Mord zu tun.“

Auf der Rückfahrt habe Matthias R. ihn dann gebeten, einen Spendenaufruf für Fabians Beerdigung zu organisieren. Das habe er übernommen. Kurz darauf sei jedoch ein weiterer Spendenaufruf bekannt geworden. „Innerhalb von 30 Minuten hatte ich einen Shitstorm“, erzählt der Zeuge. Einen bösen Hintergedanken habe es dabei nicht gegeben. „Ich bin technisch eine absolute Null. Wenn ich meine Frau nicht hätte, könnte ich nicht mal in den Urlaub fahren.“

01.07.2026 - 13:04 Uhr
Freunde wollten Matthias aufbauen

Nach Fabians Tod habe er sich gemeinsam mit zwei weiteren Freunden mit Matthias R. getroffen, berichtet der Zeuge. „Wir wollten ihn aufbauen.“

Gesprochen habe man vor allem über Fabian und gemeinsame Erinnerungen. Danach habe es noch fünf oder sechs weitere Treffen gegeben. Der letzte Kontakt sei im Februar gewesen.

01.07.2026 - 13:05 Uhr
Erst Verdacht gegen Gina, später Zweifel

Der Zeuge schildert, dass sich die Haltung von Matthias R. im Laufe der Zeit verändert habe. Anfangs habe dieser Gina H. für die Täterin gehalten. Später habe er jedoch zunehmend an ihrer Schuld gezweifelt.

Matthias habe ihm erzählt, in den Akten gebe es Widersprüche. Außerdem fehle die Tatwaffe. „Er bräuchte einen Beweis, dass Frau H. schuldig ist, sonst könne er es nicht glauben“, berichtet der Zeuge. Stattdessen habe Matthias nach anderen möglichen Tätern gesucht.

01.07.2026 - 13:05 Uhr
Von neuer Beziehung wusste er nichts

Auf Nachfrage des Richters erklärt der Zeuge, Matthias R. habe zwar erzählt, wieder mit Gina H. gesprochen zu haben. Von einer erneuten Beziehung sei jedoch nie die Rede gewesen.

Als Richter Holger Schütt darauf hinweist, dass Matthias R. am dritten Prozesstag erklärt hatte, wieder mit Gina H. zusammen zu sein, zeigt sich der Zeuge überrascht. „Davon habe ich nichts gewusst.“ Im Februar habe Matthias noch gesagt: „Ich hab die Schnauze voll von Weibern. Ich will keine mehr, ich bleibe ewig Single.“

01.07.2026 - 13:09 Uhr
Warum bestreitet Fabians Vater das alles?

Richter Holger Schütt will vom Zeugen wissen, warum Matthias R. viele der geschilderten Gespräche vor Gericht bestritten habe.

Der Zeuge wirkt ratlos. „Seit ich das gelesen habe, überlege ich und kann es mir nicht erklären“, sagt er. Einen Streit zwischen den beiden habe es nie gegeben. „Manchmal sagt man ja: Liebe macht doof.“ Er betont außerdem: „Ich bin nicht der Einzige, dem er das erzählt hat.“

01.07.2026 - 13:09 Uhr
Geldsorgen waren Thema

Zum Schluss fragt der Richter nach der finanziellen Situation von Gina H.

Der Zeuge erinnert sich an eine offene Tierarztrechnung über etwa 700 bis 900 Euro. Gina H. habe nicht gewusst, wie sie diese bezahlen solle. Matthias R. habe damals lediglich gesagt, er müsse schauen, „wie das Geld reinkommt“.

01.07.2026 - 13:19 Uhr
1157 Euro für Fabians Beerdigung

Nebenklagevertreterin Christina Habetha fragt nach dem Spendenaufruf für Fabians Beerdigung. Der Zeuge berichtet, dieser sei Mitte Oktober gestartet und am 25. Oktober beendet worden.

Insgesamt seien 1157,51 Euro zusammengekommen. Das Geld habe er noch am selben Tag per Sofortüberweisung an Fabians Vater Matthias R. weitergeleitet.

01.07.2026 - 13:29 Uhr
Jetzt sagt ehemaliger Chef von Gina H. aus

Andresa M. tritt in den Zeugenstand. Er ist Chrf in einem Geschäft für Reitsportbedarf. Er hat Gina H. Von April bis Ende Juni 2025 hatte sie in seinem Geschäft als Aushilfe gearbeitet. Sie war im Lager tätig, verpackte Waren und räumte ein.

01.07.2026 - 13:31 Uhr
Beim Klauen erwischt

Laut Andreas M. erwischten Kollegen Gina H. beim Stehlen von Waren. Es sei Pferdezubehör gewesen. Zunächst habe Gina H. alles geleugnet, doch dann sei ihr Rucksack kontrolliert worden, der voll mit Diebesgut gewesen sei.

01.07.2026 - 13:36 Uhr

Kollegin muss Gerichtssaal verlassen

Eine Mitarbeiterin von Andreas M. sitzt im Saal, sie hat Gina H. damals erwischt. Der Richter bittet sie, den Saal zu verlassen. Offenbar will er sie später noch zu dem Vorfall vernehmen.

01.07.2026 - 13:38 Uhr
Gina H. log über Entlassung

In ihrer Zeugenaussage erklärte Heike M. vor wenigen Wochen, dass Gina H. behauptet habe, das Arbeitsverhältnis sei beendet worden, weil u.a. Tankgutscheine versprochen und nicht ausgeteilt worden seien. Dem widerspricht Zeuge Andreas E. Es gebe bei ihm zwar Tankgutscheine, aber nur für Mitarbeiter, die nicht in der Probezeit seien.

01.07.2026 - 13:39 Uhr
Vorher schon Diebstahlverdacht

Laut dem ehemaligen Chef von Gia H. gab es zuvor bereits den Verdacht, dass die Angeklagte sich in seinem Reitsportgeschäft selbst bedient habe. Er habe es nur nie beweisen können. Sie sei mit leerem Rucksack gekommen und mit vollem wieder gegangen. Die Beute hätte einen Wert von rund 200 Euro gehabt. Er habe aber keine Anzeige erstattet, weil sich das nicht lohne. Es werde sowieso eingestellt.

Der Zeuge wird entlassen.

01.07.2026 - 13:43 Uhr
Kollegin von Fabians Vater im Zeugenstand

Die nächste Zeugin ist dran. Ulrike K. ist eine Kollegin von Matthias R., Fabians Vater. Es geht um die Beziehung zwischen Matthias R. und Gina H.

01.07.2026 - 13:52 Uhr
„Gefühl, dass Matthias sehr kontrolliert wird“

Die Kollegin schildert, dass die Beziehung zwischendurch holprig gewesen sei. Gegen Ende habe es mehr und mehr Probleme gegeben, „bis Matthias die Reißleine zog“, so Ulrike K., die im selben Dorf wie die Angeklagte lebt. „Man hatte das Gefühl, dass Matthias sehr kontrolliert wird“, sagt die Kollegin aus. Dauernd habe das Telefon geklingelt. Er sei sehr unter Druck gesetzt worden.

01.07.2026 - 13:55 Uhr
„Haben uns alle gefragt, wie das finanziert wird“

Zur wirtschaftlichen Situation sagt die Kollegin und Zeugin: „Wir haben uns alle gefragt, wie das alles finanziert wird, dieses Leben mit fünf Pferden.“

01.07.2026 - 14:01 Uhr
„Seit Mai kein Verhältnis mehr“

Richter Holger Schütt fragt die Zeugin nach ihrem Verhältnis zu Matthias R. Die Antwort fällt deutlich aus: „Aktuell haben wir gar kein Verhältnis.“

Bis Ende April oder Anfang Mai habe man sich noch höflich begegnet, inzwischen gebe es keinen Kontakt mehr. Warum, könne sie nicht sagen. Sie vermute aber, dass ihre kritische Haltung gegenüber Gina H. eine Rolle spiele. „Wir haben ja alle aus den Medien mitbekommen, dass die beiden wieder zusammen sind.“

01.07.2026 - 14:02 Uhr
„Heute ist ein schöner Tag, ich habe Fabian gesehen“

Die Zeugin schildert außerdem, dass sie Matthias R. früher als zufriedenen Vater erlebt habe. Nachdem Fabian eine Zeit lang nicht mehr zu Besuch gekommen sei, habe Matthias ihr gesagt, darüber nicht sprechen zu wollen.

Kurz vor der Trennung von Gina H. habe sich das geändert. „Heute ist ein schöner Tag, ich habe Fabian gesehen“, habe Matthias damals glücklich zu ihr gesagt. Nach ihrem Eindruck habe er sich sehr über den wiederhergestellten Kontakt zu seinem Sohn gefreut.

01.07.2026 - 14:06 Uhr
Am Tattag nichts Auffälliges bemerkt

Richter Holger Schütt fragt die Zeugin nach dem 10. Oktober 2025. Sie berichtet, Matthias R. habe ihr an diesem Freitag gesagt, dass er etwa eine Stunde unterwegs sei. Als sie gegen 14 Uhr wieder im Betrieb gewesen sei, sei er bereits zurück gewesen.

„Er wirkte nicht verändert oder anders als sonst“, sagt die Zeugin. Sie habe außerdem gewusst, dass Matthias Fabian an diesem Wochenende nicht bei sich haben sollte.

01.07.2026 - 14:06 Uhr
„Könnte Gina etwas damit zu tun haben?“

Vom Verschwinden Fabians habe die Zeugin am Morgen des 11. Oktober erfahren. Gemeinsam mit anderen habe sie sich an der Suche beteiligt.

Am 14. Oktober habe sie über die Medien vom Leichenfund erfahren. Später telefonierte sie mit Matthias R., sprach ihm ihr Beileid aus und sagte ihm, er solle zunächst zu Hause bleiben. Vorher habe sie ihn auch gefragt, ob Gina H. etwas mit der Tat zu tun haben könnte. Als Grund nennt sie ihre Wahrnehmung, die Angeklagte habe „eine fehlende Impulskontrolle“ gehabt.

01.07.2026 - 14:06 Uhr
„Sie hat es wohl nicht so mit dem Arbeiten“

Die Zeugin berichtet außerdem von einem Vorfall im Oktober 2024. Nachdem Gina H. ihre Stelle in der Grünpflege verloren hatte, habe sie sie dafür verantwortlich gemacht und sie auf einem Parkplatz angeschrien.

Auf die Frage des Richters, warum das Arbeitsverhältnis beendet wurde, antwortet die Zeugin: „Sie hat es wohl nicht so mit dem Arbeiten.“ Gina H. sei häufig krank gewesen, außerdem seien Arbeiten nach Angaben des Arbeitgebers nicht erledigt worden. Den körperlich anstrengenden Alltag mit ihren fünf Pferden habe sie dagegen selbst bewältigt. Unterstützung habe sie dabei regelmäßig von Olaf und weiteren Männern aus ihrem Umfeld erhalten.

01.07.2026 - 14:15 Uhr
„Am Ende bekam Fabian den Ärger ab“

Die Zeugin berichtet, sie habe Gina H., Matthias R. und die beiden Jungen häufiger gemeinsam im Dorf gesehen.

Ein Vorfall sei ihr besonders in Erinnerung geblieben: „Einmal habe ich mitbekommen, dass die beiden Kinder sich gestritten haben. Man hat mitbekommen, dass Ginas Sohn angefangen hat – und am Ende hat Fabian den ganzen Ärger abgekriegt.“

01.07.2026 - 14:16 Uhr
Zeugin hielt Gina H. schon früh für auffällig

Bereits vor dem Leichenfund habe sie der Polizei ihre Eindrücke von Gina H. geschildert, berichtet die Zeugin. Sie habe die Angeklagte als „aggressiv, intrigant und laut“ beschrieben und ihr eine fehlende Impulskontrolle zugeschrieben.

Vor Gericht bestätigt sie diese Einschätzung. Auf Nachfrage des Richters ergänzt sie: „Sie ist immer in der Opferrolle, manipulierend.“

01.07.2026 - 14:16 Uhr
Spyware-Verdacht auf Matthias' Handy

Auch das Thema Spyware kommt erneut zur Sprache. Die Zeugin berichtet, Matthias R. habe sich ein neues Handy gekauft, weil ihm manches merkwürdig vorgekommen sei. „Woher sollte sie wissen, dass er Fabian gratuliert hat?“, sagt sie.

Matthias habe ihr außerdem einmal sein Handy gegeben und sie gebeten zu prüfen, ob darauf eine Spy-Software installiert sei. Warum Matthias R. diese Schilderungen vor Gericht später bestritt, könne sie sich nicht erklären. „Es ist ja vieles nicht mehr wahr – angeblich.“

01.07.2026 - 14:17 Uhr
Gerüchte über weißen Pick-up

Der Richter hält der Zeugin weitere Passagen aus ihrer früheren Vernehmung vor. Demnach habe Matthias R. ihr erzählt, Gina H. sei der Grund gewesen, warum Fabian den Kontakt zu seinem Vater abgebrochen habe. Als der Kontakt später wieder zustande kam, sei Matthias „strahlend“ ins Büro gekommen.

Zum Schluss spricht die Zeugin noch ein Gerücht an, das sie damals an die Polizei weitergegeben habe: Demnach soll Gina H. in einem weißen Pick-up gesehen worden sein. Mehr könne sie dazu jedoch nicht sagen.

01.07.2026 - 14:21 Uhr
„Dieser Mensch ist eine Aufgabe“

Richter Holger Schütt hält der Zeugin eine besonders deutliche Passage aus ihrer früheren Aussage vor. Darin beschrieb sie Gina H. mit den Worten: „Dieser Mensch ist eine Aufgabe. Sie ist impulsiv, sprunghaft, lechzt nach Aufmerksamkeit, hat nie Schuld. Hat immer einen Lakai um sich und ruht sich darauf aus.“

Vor Gericht bestätigt die Zeugin: „Ja, das habe ich so gesagt.“

01.07.2026 - 14:22 Uhr
Zeugin berichtet von Diebstählen

Anschließend schildert die Zeugin zwei frühere Vorfälle. Nach ihrer Darstellung habe Gina H. gemeinsam mit einem Mann einen Pferdesattel gestohlen. Als der Mann den Sattel später zurückgebracht habe, habe Gina H. versucht, ihm die Schuld zuzuschieben. „Das Gericht sah das nicht so und sie wurde verurteilt“, berichtet die Zeugin.

Außerdem erzählt sie von einem Vorfall in einem Supermarkt. Gina H. soll dort Hundefutter gestohlen und anschließend ihrem Sohn die Verantwortung zugeschoben haben. Sie sei dabei ertappt worden und habe später behauptet, das Kind habe lediglich einen Lolli gestohlen

01.07.2026 - 14:25 Uhr
„Ich habe ihn vor Selbstmorddrohungen gewarnt“

Die Zeugin berichtet, sie habe Matthias R. nach der Trennung eindringlich gewarnt. „Ich habe ihm gesagt, er soll aufpassen und standhaft bleiben. Sie wird bestimmt mit Selbstmordversuchen kommen.“

Damals habe sie nicht geglaubt, dass es tatsächlich dazu kommen würde. „Er ist aber standhaft geblieben“, sagt sie.

01.07.2026 - 14:25 Uhr
„Das Telefon klingelte in einer Tour“

Nach Darstellung der Zeugin habe Gina H. Matthias R. auch nach der Trennung ständig kontaktiert. „Das Telefon hat in einer Tour geklingelt. Man hat sofort gehört, dass es Gina war.“

Am Stall sei Matthias R. immer wieder lautstark zur Rede gestellt worden. Er sei dann einfach in sein Auto gestiegen und weggefahren. Nach der Trennung habe er ihr mehrfach gesagt, „dass es schön ist, einfach mal Ruhe zu haben“.

01.07.2026 - 14:25 Uhr
„Sie wollte, dass er kündigt“

Richter Holger Schütt hält der Zeugin ihre frühere Aussage vor. Darin hatte sie erklärt, Gina H. habe einen „totalen Kontrollzwang“ gehabt und von Matthias R. verlangt, seinen Job aufzugeben, damit er mehr zu Hause sei.

Als Matthias im Dorf einmal zusätzliche Arbeit habe übernehmen wollen, sei Gina H. sogar selbst hingegangen und habe für ihn abgesagt, berichtet die Zeugin.

01.07.2026 - 14:26 Uhr
Zeugin widerspricht Matthias R.

Nach Angaben der Zeugin sei für Matthias R. ein Wendepunkt gewesen, als herauskam, dass Gina H. Nachrichten an seine Familie geschrieben habe. Darin habe sie erklärt, sie könne nicht zur Beerdigung seines Vaters kommen.

Richter Holger Schütt weist darauf hin, dass Matthias R. diesen Vorfall vor Gericht bestritten habe. Die Zeugin bleibt jedoch bei ihrer Darstellung: „Er hat ja vieles hier geleugnet. Das hat er mir aber so erzählt.“

01.07.2026 - 14:28 Uhr
Gelächter im Gerichtssaal

Richter Holger Schütt hält der Zeugin eine Passage aus den Ermittlungsakten vor. Demnach soll Gina H. gegenüber Polizeibeamten behauptet haben, die Zeugin habe eine Affäre mit Matthias R. gehabt. Deshalb sei sogar ihr Handy von der Polizei sichergestellt worden.

Die Zeugin reagiert mit einem Lachen. Auch im Gerichtssaal wird leise gelacht. „Absolut lächerlich, da ist nichts dran“, sagt sie. Der Chatverlauf mit Matthias R. zeige, dass ausschließlich dienstliche Themen besprochen worden seien.

01.07.2026 - 14:32 Uhr
Keine Auffälligkeiten bei der Weihnachtsfeier

Richter Holger Schütt fragt nach der Weihnachtsfeier des Betriebs und möglichen Eifersuchts-Szenen. Er will wissen, ob dort weibliche Kollegen anwesend gewesen seien.

Die Zeugin nennt sich selbst, die Ehefrau des Chefs und eine ältere Mitarbeiterin. „Da ist nichts vorgefallen“, sagt sie.

01.07.2026 - 14:32 Uhr
Befragung durch den Richter beendet

Schütt hat keine weiteren Fragen an die Zeugin. Nun übernehmen Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung die Befragung.

01.07.2026 - 14:38 Uhr
Kritik an Gina H.s Arbeit

Nebenklagevertreterin Christina Habetha fragt nach der Begegnung, bei der Gina H. die Zeugin angeschrien hatte. Die Zeugin erklärt, sie sei damals neu in der Gemeindevertretung gewesen und habe sich nach der Stellenbeschreibung von Gina H. erkundigt. Hintergrund seien Beschwerden aus dem Dorf gewesen, die Arbeit in der Grünpflege werde nicht ordentlich erledigt.

01.07.2026 - 14:38 Uhr
Telefonliste für den Richter?

Habetha spricht außerdem einen Vorfall vom 4. Mai an. Damals habe Matthias R. von der Zeugin eine Telefonliste aller Mitarbeiter verlangt.

„Er wollte die für den Richter“, berichtet die Zeugin. Sie habe das jedoch aus Datenschutzgründen abgelehnt. „Der Richter hat sich aber nicht gemeldet.“

01.07.2026 - 14:39 Uhr
Noch drei Zeugen offen

Das Gericht unterbricht die Verhandlung für 30 Minuten. Danach sollen noch drei weitere Zeugen gehört werden, bevor der heutige Prozesstag endet.
Lohnt sich nachzulesen. Insgesamt 8 Zeugen:
Christina F. Gerichtshelferin
Tierärztin (37) betreute viele Jahre lang Gina H.s Pferde
Stefan E. (38) Berufskraftfahrer, Freund von Matthias R.
Andreas M. Ehemaliger Arbeitgeber von Gina H. (Reitsportgeschäft)
Ulrike K. Arbeitskollegin von Matthias R.
Jörg M. (70) Mathematiklehrer und Keramiker; Freund/Sponsor von Gina H.
Silke G. Friseurin von Gina H.
Marian J. Mechaniker aus Reimershagen; Bekannter von Gina H.
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Gastikus
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Prozesstag16 01.07.2026 BILD Ticker komplett Teil 2/2
Spoiler
01.07.2026 - 15:15 Uhr
Nächster Zeuge nimmt Platz

Nach der Pause wird die Verhandlung fortgesetzt. Als nächster Zeuge wird Jörg M. aufgerufen. Der 70-Jährige aus Groß Breesen arbeitet nach eigenen Angaben als Keramiker und Mathematiklehrer.

01.07.2026 - 15:15 Uhr
Gina H. sucht immer wieder Blickkontakt

Während der Verhandlung fällt auf, dass Gina H. heute immer wieder mit den Augen durch den Gerichtssaal sucht. Zwischendurch blickt sie dabei auch mehrfach in Richtung von Matthias R., der die Verhandlung als Zuschauer verfolgt.

01.07.2026 - 15:22 Uhr
„Ich kenne sie, seit sie im Kinderwagen lag“

Der nächste Zeuge schildert eine jahrzehntelange Bekanntschaft mit Gina H. „Eigentlich kenne ich sie, solange sie lebt. Ich habe sie schon im Kinderwagen kennengelernt“, sagt der 70-Jährige.

Intensiver sei der Kontakt geworden, als seine Tochter vor rund acht Jahren bei Gina H. Reitunterricht nahm. Beide hätten die Leidenschaft für Pferde verbunden. Nach eigenen Angaben habe er später versucht, Gina H. wegen ihrer psychischen Probleme zu unterstützen.

01.07.2026 - 15:22 Uhr
„Sie hat ein unterdurchschnittliches Selbstwertgefühl“

Auf die Frage des Richters, welches „psychische Dilemma“ er bei Gina H. erkannt habe, antwortet der Zeuge ausführlich. Nach seiner Einschätzung leide sie unter einem „unterdurchschnittlichen Selbstwertgefühl“, reagiere schnell über und verfüge über „sehr wenig Empathieempfinden“.

„Das macht den Umgang mit ihr schwierig“, sagt er. Wer das nicht wisse, könne daran verzweifeln. Alles, was ihr Selbstwertgefühl verletze, sei problematisch.

01.07.2026 - 15:23 Uhr
„Sie hat mir leid getan“

Richter Holger Schütt will wissen, warum der Zeuge sich trotz dieser Einschätzung so intensiv um Gina H. gekümmert habe.

„Sie hat mir leid getan“, antwortet der 70-Jährige. Er sei überzeugt gewesen, dass sie „eigentlich einen guten Kern“ habe, mit ihrem Zustand aber nicht umgehen könne. Deshalb habe er versucht, als Vermittler zu helfen. Nach ihrem Suizidversuch sei er nach eigenen Angaben sogar derjenige gewesen, den Gina H. angerufen habe. Seit ihrer Inhaftierung bestehe allerdings kein Kontakt mehr.

01.07.2026 - 15:26 Uhr
Richter hakt bei Geldzahlungen nach

Der Zeuge berichtet, dass ihn vor allem die gemeinsame Leidenschaft für Pferde mit Gina H. verbunden habe. Als sie sich ihr drittes Pferd kaufte, habe er sich „als Pate für dieses Pferd“ empfunden.

Richter Holger Schütt spricht anschließend die zahlreichen Geldzahlungen an, die sich aus den Chatverläufen ergeben. Der Zeuge betont, er habe nur Geld gegeben, wenn es um die Versorgung der Pferde gegangen sei. Der Richter hält dagegen: Die Akten zeichneten ein anderes Bild. „Sie bringen ihr ja nicht die Realität bei. Da ist jemand, der sich keine Pferde leisten kann“, gibt Schütt zu bedenken.

01.07.2026 - 15:31 Uhr
Zeuge kennt Gina H.s Finanzen genau

Richter Holger Schütt fragt, wie gut der Zeuge über die finanzielle Situation von Gina H. Bescheid gewusst habe. Die knappe Antwort: „Alles!“

Der 70-Jährige zählt anschließend die Einnahmen der Angeklagten auf – darunter Erwerbsminderungsrente, Kindergeld, Kindergeldzuschlag und Unterhaltsvorschuss. Insgesamt seien das nach seiner Erinnerung rund 1600 Euro im Monat gewesen. Nach Abzug von Miete, Nebenkosten und Bankverpflichtungen seien ihr etwa 700 Euro zum Leben geblieben.

01.07.2026 - 15:38 Uhr
„Bei Geld hört die Freundschaft nicht auf“

Schütt will wissen, warum der Zeuge Gina H. immer wieder größere Geldbeträge überwiesen habe. Auf die Frage, ob er viel Geld habe, antwortet der 70-Jährige: „Bei mir gilt nicht: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Ich bin da nachsichtiger.“

Er habe gehofft, Gina H. könne ihre Stute Cleo so gut ausbilden, dass sie als erfolgreiche Reiterin mit einem erfolgreichen Pferd ihren Lebensunterhalt verdienen könne. Ein Teil des geliehenen Geldes sei bis heute nicht zurückgezahlt worden.

01.07.2026 - 15:41 Uhr
Zeuge führte Notizbuch über Gina H.

Der 70-Jährige berichtet, Gina H. habe ihm selbst von ihrer Borderline-Erkrankung erzählt. Nach seiner Erinnerung habe sie kurz nach der Trennung von Matthias R. einen Suizidversuch unternommen.

„Am 16. August 2025 hat sie Tabletten genommen und mich aus dem Krankenhaus angerufen, ob ich sie abholen könnte“, sagt der Zeuge.

Für seine Aussage hat er ein Notizbuch mitgebracht. Darin habe er sich wichtige Ereignisse und Gespräche mit Gina H. über die Jahre notiert.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
„Die Pferde waren ihr Lebensinhalt“

Der Zeuge beschreibt Gina H. als durch ihre Vergangenheit geprägten Menschen. „Sie ist durch die traumatische Kindheit verdorben, aber kein schlechter Mensch“, sagt er. Nach seiner Schilderung habe ihre Mutter Drogen konsumiert, später sei ihr früherer Partner alkoholabhängig und gewalttätig geworden.

Über Matthias R. habe Gina H. ihm lediglich erzählt, dass dieser Alkohol trinke. Von Gewalt habe sie nie berichtet. „Die Pferde sind mehr als ein Hobby, das ist bei ihr Lebensinhalt“, sagt der Zeuge.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
„Sie will mehr, als sie kann“

Der 70-Jährige schildert außerdem seine Sicht auf den Charakter der Angeklagten. „Sie will mehr, als sie kann. Alle anderen sind schuld. Das macht nicht glücklich.“

Wenn sie akzeptieren würde, was sie leisten könne, wäre ihr nach seiner Einschätzung geholfen. „Wenn man den ganzen Tag zu Hause sitzt und nichts zu tun hat außer sich um die Pferde zu kümmern, dann kommt man auf Ideen“, sagt der Zeuge.

01.07.2026 - 15:51 Uhr
Richter hakt bei Fabian nach

Richter Holger Schütt hält dem Zeugen eine frühere Aussage vor. Darin hatte dieser erklärt: „Sie ist nicht die beste Mutter, aber sie bemüht sich. Ihr Sohn kannte ihre Eigenheiten und konnte darauf reagieren. Bei Fabian war das anders, der war im Nachteil.“

Der Zeuge bleibt auch heute bei dieser Einschätzung. Auf den Hinweis des Richters, er habe Fabian doch kaum gekannt, antwortet er: „Ich habe ihn so eingeschätzt.“ Mit dem „Nachteil“ habe er gemeint, dass Fabian aus seiner Sicht weniger Aufmerksamkeit bekommen habe.

01.07.2026 - 16:04 Uhr
Anruf nach dem Leichenfund

Schütt fragt den Zeugen nach dem 14. Oktober 2025. Der 70-Jährige berichtet, Gina H. habe ihn noch am Abend angerufen.

„Sie war bei der Polizeiwache und hat erzählt, dass sie Fabian gefunden hat“, sagt er. Das Gespräch sei sehr ungeordnet gewesen. „Sie hat viel dazwischen geweint.“ Am nächsten Tag habe er deshalb noch einmal nachgefragt. Gina H. habe ihm erzählt, sie sei mit Heike spazieren gewesen und deren Hund habe Fabian gefunden. Weitere Einzelheiten habe sie nicht geschildert. „Sie sagte, es war ein beschissener Zufall.“

01.07.2026 - 16:05 Uhr
Richter wundert sich über romantische Nachrichten

Anschließend spricht Richter Holger Schütt den intensiven Chatkontakt zwischen dem Zeugen und Gina H. an. Er hält ihm eine Nachricht vor: „Gute Nacht, schlaf gut und träume aufregend, romantisch, wunderbar, zärtlich und herrlich bezaubernd.“

„Erklären Sie mir das mal“, fordert der Richter.

Der Zeuge entgegnet: „Ich habe Gina auch gemocht. Aber Sie müssen daraus nichts machen, was es nicht war.“ Er habe ihr lediglich helfen wollen.

01.07.2026 - 16:05 Uhr
„Versteh ich nicht“

Der Richter hakt nach, ob sich der Zeuge eine Beziehung mit Gina H. gewünscht habe.
„Nein! Das wäre völlig kontraproduktiv gewesen. Ich wollte ihr ja helfen“, antwortet der 70-Jährige. Schütt entgegnet, er habe den gesamten Nachrichtenverkehr gelesen. Solche Formulierungen habe er bislang noch nie in einer rein freundschaftlichen Kommunikation gesehen. „Nehme ich so zur Kenntnis. Versteh ich nicht, aber muss ich nicht verstehen“, sagt der Vorsitzende.
01.07.2026 - 16:05 Uhr
Wieder 700 Euro geliehen

Zum Schluss hält der Richter dem Zeugen noch einen weiteren Chatverlauf vor. Darin bittet Gina H. um ein Darlehen über 700 Euro. Seine Ant
wort: „Okay, geht in Ordnung.“

Wofür das Geld gedacht gewesen sei, könne er heute nicht mehr sagen. Er gehe aber davon aus, dass es – wie so oft – um ihre Pferde gegangen sei.

01.07.2026 - 16:09 Uhr
Chats offenbaren massive Geldsorgen

Der Richter hält weitere Nachrichten von Gina H. vor. Darin bittet sie den Zeugen, mit einer Rückzahlung noch zu warten: „Kann das mit dem Geld noch etwas warten? Ich hab zu dolle Geldprobleme gerade. Inkassounternehmen und so weiter.“

In einer weiteren Nachricht vom 18. Juni 2024 schreibt sie: „Wenn das so weitergeht, kann ich bald Privatinsolvenz anmelden.“

Der Zeuge erklärt, nun wisse er wieder, worum es damals gegangen sei. Gina H. habe für eine Bekannte Zahlungen vorgestreckt und sei darauf sitzen geblieben. In einer weiteren Nachricht bittet sie erneut um Hilfe: „Ich habe 1500 Euro Schulden und es dauert nicht lange, dann steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür.“

01.07.2026 - 16:14 Uhr
Ehefrau sah Geldleihen kritisch

Holger Schütt will wissen, wie die Ehefrau des Zeugen zu den regelmäßigen Geldzahlungen an Gina H. stand.

Der 70-Jährige antwortet offen: „Da sind wir unterschiedlicher Meinung.“ Seine Frau halte nichts davon, anderen Menschen Geld zu leihen.

01.07.2026 - 16:21 Uhr
„Ich wollte sie aus dieser Grube holen“

Richter Holger Schütt fragt den Zeugen, was ihn dazu bewegt habe, Gina H. über Jahre zu unterstützen – mit Geld, Nachrichten und Hilfe im Alltag.

Der 70-Jährige antwortet: „Meine Ambition war, sie aus dieser Grube zu führen.“ Sein „Lohn“ wäre gewesen, wenn sie als erfolgreiche Reiterin mit ihrem Pferd wieder auf eigenen Beinen gestanden hätte. „Ich mochte sie, aber ich hatte keine anderen Ambitionen.“

01.07.2026 - 16:21 Uhr
„Zum Verlieben“

Der Richter hält dem Zeugen eine Nachricht vom 13. Oktober 2025 vor. Gina H. hatte ihm ein Spiegel-Selfie geschickt. Seine Antwort lautete: „Zum Verlieben.“

Auf die Nachfrage des Richters erklärt der Zeuge: „Ich mochte sie – und zwar nicht mehr.“ Er bestreitet erneut, jemals eine Beziehung oder sexuelle Interessen an Gina H. gehabt zu haben.

01.07.2026 - 16:22 Uhr
Richter wird deutlich

Zum Ende der Vernehmung spricht Richter Holger Schütt den ungewöhnlich engen Kontakt zwischen dem Zeugen und Gina H. noch einmal an. Er macht deutlich, dass ihm der gesamte Nachrichtenverkehr bekannt sei und erklärt dem Zeugen, nicht alle Chats und Bilder öffentlich zeigen zu wollen, obwohl sie den Verfahrensbeteiligten vorlägen.

Anschließend beendet der Vorsitzende seine Befragung und gibt das Fragerecht weiter. Dabei wirkt er deutlich unzufriedener als zuvor und macht aus seinem Unverständnis über die Erklärungen des Zeugen keinen Hehl.

01.07.2026 - 16:31 Uhr
Ehefrau wusste von dem Kontakt

Staatsanwalt Oliver Schley fragt den Zeugen, ob er auch anderen Menschen in ähnlichem Umfang finanziell geholfen habe. Der 70-Jährige verneint. „Nein, das kann ich mir nicht leisten. Früher habe ich mal einem Freund geholfen.“

Auf die Frage, ob seine Ehefrau den intensiven Chatkontakt mit Gina H. kenne, antwortet er: „Glücklich ist sie darüber nicht.“ Seine Frau kenne jedoch seine Einstellung. „Ich habe eine andere Haltung zu Mitmenschen.“

01.07.2026 - 16:40 Uhr
Mathelehrer diskutiert mit dem Psychologen

Der psychiatrische Sachverständige Dr. Keiper hakt nach, weil der Zeuge mehrfach Einschätzungen zur Persönlichkeit von Gina H. abgegeben hat. Er macht deutlich, dass sich seine fachliche Bewertung nicht mit den Schlussfolgerungen des 70-Jährigen deckt und möchte wissen, worauf dieser seine Einschätzungen stützt.

Die ungewöhnliche Fragerunde gipfelt darin, dass der Zeuge den Psychologen selbst fragt: „Wissen Sie, was ein Dunning-Kruger-Effekt ist?“

Auf die Gegenfrage des Sachverständigen, ob er sich von Gina H. manipuliert gefühlt habe, antwortet der Zeuge: „Es gab eine Zeit lang, da fühlte ich mich so und zog mich etwas zurück.“ Dieses unterschwellige Signal habe Gina H. verstanden.

01.07.2026 - 17:01 Uhr
„Der Friseur ist manchmal eine halbe Therapeutin

Mit einem Schmunzeln fragt Richter Holger Schütt die nächste Zeugin, eine Friseurin: „Der Friseur ist manchmal eine halbe Therapeutin. Was können Sie uns so erzählen?“

Die Zeugin berichtet, Gina H. habe bei ihren Besuchen von ihrem Sohn, einer früheren Vergewaltigung und konfliktreichen Beziehungen erzählt. „Einzelheiten hat sie nie erzählt. Ich frage da auch nicht so nach, ich lasse die Kunden erzählen.“

Einmal seien ihr besonders die ungewöhnlich kurz geschnittenen Haare am Hinterkopf aufgefallen. „Da meinte sie, da ist ihr Freund dran schuld.“

Während der Aussage muss Gina H. kurz schmunzeln. Sie beugt sich zu ihrem Verteidiger Andreas Ohm und erklärt ihm leise, wie es aus ihrer Sicht dazu gekommen sei.

01.07.2026 - 17:03 Uhr
Friseurin sah Fabian kurz vor seinem Verschwinden

Auf die Frage des Richters, ob sie Fabian gekannt habe, antwortet die Friseurin: „Nein.“

Etwa eine Woche vor seinem Verschwinden habe sie den Achtjährigen jedoch zweimal in der Nähe seiner Wohnung gesehen. Zunächst habe er auf dem Boden gesessen und auf sein Handy geschaut. Wenig später sei er ihr mit mehreren Einkäufen – unter anderem Fünf-Minuten-Terrinen und Chips – wieder begegnet. „Ich dachte mir noch: Du musst ja schnell selbstständig geworden sein.“ Fabian sei dabei „sehr freundlich“ zu den Kassiererinnen gewesen.

01.07.2026 - 17:05 Uhr
Vergewaltigung gleich beim ersten Friseurbesuch Thema

Richter Holger Schütt fragt nach den Gesprächen im Friseursalon. Die Zeugin berichtet, Gina H. habe ihr bereits beim ersten Termin im Jahr 2024 erzählt, vor etwa zehn bis zwölf Jahren vergewaltigt worden zu sein.

Nach ihrer Schilderung sei sie damals vom Fahrrad geholt und vergewaltigt worden. Die Friseurin erinnert sich, von dem Fall auch aus den Medien gehört zu haben. „Wenn Kunden so etwas schon beim ersten Besuch erzählen, ist das etwas merkwürdig. Da ist Frau H. aber nicht die Einzige“, sagt die Zeugin.

01.07.2026 - 17:17 Uhr
Sprachnachrichten über Fabian abgespielt

Vor Gericht werden nun Sprachnachrichten von Gina H. vom 11. Oktober 2025 abgespielt. Darin spricht sie mit ihrer Friseurin über den verschwundenen Fabian.

Sie kritisiert, dass der Achtjährige häufig allein zu Hause gewesen sei. „Er war gestern den ganzen Tag alleine“, sagt sie. Außerdem erklärt sie, Fabian habe weder den Hort besucht noch dort Mittag gegessen.

In einer weiteren Nachricht sagt Gina H.: „Früher oder später hätte was passieren müssen.“ Sie vermutet, Fabian habe Gründe gehabt wegzulaufen, und äußert zugleich die Sorge: „Ich hoffe, dass er nicht mit irgendjemandem mitgegangen ist.“

01.07.2026 - 17:22 Uhr
„Jeder glaubt, ich hätte Fabian umgebracht“

Vor Gericht werden weitere Sprachnachrichten zwischen Gina H. und ihrer Friseurin abgespielt. Nachdem die Friseurin aus den Medien erfahren hat, dass die Ex-Freundin von Fabians Vater die Leiche gefunden habe, fragt sie nach: „Bist du diese Ex-Freundin?“

Gina H. antwortet knapp: „Ja, das war ich.“

Die Friseurin zeigt sich erschüttert und schreibt: „Oh nein, das ist ja furchtbar. Oh Gott. Mir fehlen gerade die Worte. Oh Gina, ich drück dich ganz fest.“

Darauf antwortet Gina H.: „Momentan steh ich ja am Pranger und jeder denkt und glaubt, ich hätte Fabian umgebracht. Das ist gerade alles viel schlimmer, das aushalten zu müssen. Das ist einfach nur noch furchtbar.“

01.07.2026 - 17:22 Uhr
Beim Friseur sprach Gina H. vom Fund am Vortag

Nach den abgespielten Nachrichten blieb der Kontakt zwischen der Friseurin und Gina H. bis zu deren Festnahme bestehen. Noch am Montag vor der Verhaftung saß die Angeklagte bei ihr im Friseursalon.

Dabei habe Gina H. erzählt, sie habe Fabian bereits am 13. Oktober gemeinsam mit zwei Freunden gefunden – also einen Tag vor dem offiziellen Leichenfund.

01.07.2026 - 17:25 Uhr
Staatsanwalt hakt bei einer Formulierung nach

Oberstaatsanwalt Oliver Schley greift eine Formulierung aus einer Sprachnachricht von Gina H. vom 11. Oktober auf. Darin hatte die Angeklagte gesagt: „Fabian war wirklich fett.“

Schley fragt die Friseurin, ob ihr damals aufgefallen sei, dass Gina H. dabei bereits die Vergangenheitsform verwendete – obwohl Fabian zu diesem Zeitpunkt noch als vermisst galt und erst drei Tage später tot aufgefunden wurde. Die Zeugin verneint. Damals habe sie auf diese Formulierung nicht geachtet.

01.07.2026 - 17:28 Uhr
Letzter Zeuge des Tages

Zum Abschluss des Verhandlungstags wird Marian J. in den Gerichtssaal gerufen. Der Mann aus Reimershagen arbeitet als Mechaniker.

Sein Name war im Prozess bereits mehrfach gefallen: Nach früheren Aussagen soll er Gina H. geholfen haben, als sie einen Pferdesattel stahl.

01.07.2026 - 17:33 Uhr
Marian J. berichtet vom Sattel-Diebstahl

Der letzte Zeuge des Tages erzählt, dass er Gina H. zunächst nur flüchtig gekannt habe. Erst 2020 sei der Kontakt enger geworden. Man habe fast täglich Zeit miteinander verbracht. „Mehr als Freundschaft war da nicht“, sagt der Mechaniker.

Auf Nachfrage des Richters räumt er jedoch ein, dass er sich mehr hätte vorstellen können. „Ja, hatte ich. Das hat sie ausgenutzt.“

Er schildert anschließend den bereits mehrfach erwähnten Sattel-Diebstahl: Gina H. habe ihn eines Abends auf einen Hof geführt und ihn gebeten, einen Zaun zu öffnen. „Ich habe gesagt: Ich hau ab, weil ich nichts mitnehme, was mir nicht gehört.“ Gina H. habe daraufhin den Sattel genommen und in den Kofferraum gelegt.

01.07.2026 - 17:40 Uhr
Zeuge sieht sich von Gina H. „reingeritten“

Marian J. schildert weiter, dass Gina H. ihm den gestohlenen Sattel später stolz gezeigt habe. Anschließend habe sie einzelne Teile verkaufen wollen, um an Geld zu kommen. Für ein Foto eines Sattelpads habe er den Gegenstand sogar in die Kamera halten müssen. Später sei dann die Polizei auf ihn aufmerksam geworden.

Nach seiner Darstellung habe Gina H. ihn damit immer weiter in die Sache hineingezogen. Später habe sie ihm sogar gesagt, Matthias R. sei wütend auf ihn, weil dieser glaube, Marian habe den Diebstahl verraten. Vor Gericht habe Gina H. schließlich behauptet, er sei „für Diebstahl bekannt“.

01.07.2026 - 17:42 Uhr
Video soll Gina H. widersprechen

Marian J. berichtet, dass er nach dem Sattel-Diebstahl ein Video aufgenommen und später auch der Polizei übergeben habe.

Darin erkläre er Gina H., dass er „nicht mehr den Kopf für sie hinhalte“ und sie ihre Angelegenheiten künftig selbst regeln müsse. Er habe befürchtet, dass sie ihm vor Gericht „den schwarzen Peter zuschieben“ wolle. Das rund eineinhalb Minuten lange Video wird nun im Gerichtssaal abgespielt.

01.07.2026 - 17:43 Uhr
Video aus dem Schuppen abgespielt

m Gerichtssaal wird das von Marian J. aufgenommene Handyvideo abgespielt. Darauf ist zu sehen, wie Gina H. plötzlich im Eingang eines Schuppens erscheint und den Zeugen lautstark beschimpft. Neben ihr steht ihr leiblicher Sohn.

Nach rund eineinhalb Minuten endet die Aufnahme abrupt – nach Angaben des Zeugen, weil der Akku seines Handys leer war. Seit diesem Moment habe es keinen Kontakt mehr gegeben.

01.07.2026 - 17:49 Uhr
„Lass dich nicht mit der ein“

Auf die Frage des Richters beschreibt Marian J. die Angeklagte als „anstrengend“. „Sie kann sehr nett sein. Aber wenn sie ihren Willen nicht kriegt, geht's von 0 auf 100. Wenn du sie beim Lügen erwischst, wird sie sehr aufbrausend.“

Außerdem bestätigt der Zeuge, dass er Olaf K. vor Gina H. gewarnt habe. „Ich habe zu ihm gesagt: Lass dich nicht mit der ein.“ Der Richter hält ihm seine frühere Aussage vor, wonach er sogar gewarnt habe, Gina H. könne ihm später eine Vergewaltigung anhängen. Der Zeuge bestätigt auch das.

01.07.2026 - 17:50 Uhr
Richter überprüft Alibi am Tattag

Zum Abschluss fragt Richter Holger Schütt den Zeugen detailliert nach seinem Tagesablauf am 10. Oktober 2025, dem Tag von Fabians Verschwinden. Marian J. schildert, was er an diesem Tag gemacht habe und wo er sich aufgehalten habe.

Weitere Fragen hat der Vorsitzende anschließend nicht mehr.

01.07.2026 - 17:53 Uhr
„Was hatte sie in Klein Upahl zu suchen?“

Der Zeuge berichtet, dass ihn der Fundort von Fabian von Anfang an stutzig gemacht habe. „Als ich gehört habe, dass Fabian in Klein Upahl gefunden wurde, dachte ich mir: Wie kommt der denn dahin?“

Als später bekannt geworden sei, dass Gina H. den Jungen gefunden hatte, habe sich ihm sofort die nächste Frage gestellt: „Was hat die dort zu suchen?“ Nach seiner Erinnerung sei er mit ihr nie in Klein Upahl Schlitten gefahren. „Wenn wir im Winter draußen waren, dann immer in Reimershagen am See.“

01.07.2026 - 17:55 Uhr
„Wie ein Leibeigener“

Nebenklagevertreterin Christina Habetha greift eine frühere Aussage von Olaf K. auf. Dieser hatte Marian J. als den „Knecht“ vor ihm bezeichnet.

Der Zeuge kann mit der Beschreibung etwas anfangen. „Wie ein Leibeigener“, sagt er. Wenn er nur eine Minute zu spät gekommen sei, „ist sie unter die Decke gegangen“. Trotzdem habe er neben seiner normalen Arbeit regelmäßig die Pferde versorgt – morgens am Wochenende und abends nach Feierabend. „Dafür hat sie sich nicht erkenntlich gezeigt.“

Auf die Frage von Verteidiger Andreas Ohm, ob er dafür eine Gegenleistung erwartet habe, antwortet Marian J. knapp: „Ich hab nichts gefordert.“

01.07.2026 - 17:56 Uhr
Zeuge entlassen, Schlussstatements beginnen

Weitere Fragen gibt es nicht. Marian J. wird unvereidigt aus dem Zeugenstand entlassen.

Damit endet die Beweisaufnahme für heute. Nun folgen die Schlussbemerkungen der Verfahrensbeteiligten, bevor der Prozesstag beendet wird.

01.07.2026 - 18:01 Uhr
Staatsanwalt sieht Manipulation bestätigt

Oberstaatsanwalt Oliver Schley zieht zum Ende des Prozesstags ein deutliches Fazit. Nach seiner Ansicht habe die Beweisaufnahme heute vor allem die „manipulative Art“ der Angeklagten gezeigt.

Er verweist auf den 70-jährigen Mathematiklehrer, der Gina H. über Jahre finanziell unterstützt habe, sowie auf Marian J., der nach eigener Aussage durch sie in den Sattel-Diebstahl hineingezogen worden sei. Außerdem hätten mehrere Zeugen die Konflikte zwischen Gina H. und Matthias R. geschildert – Schilderungen, die Matthias R. vor Gericht teilweise bestritten habe.

Besonders eindrücklich sei für ihn die Aussage der Tierärztin gewesen. Diese habe Gina H. im Zusammenhang mit Fabians Verschwinden als auffallend emotionslos beschrieben, während sie den Tod ihrer Pferde als hoch emotional erlebt habe.

01.07.2026 - 18:04 Uhr
Verhandlung für heute beendet

Der 16. Prozesstag ist beendet.
🌍 Ich bin nicht der Mittelpunkt deiner Erde, wie es eigentlich sein sollte. 🌎
Anna17
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Anna17 »

Sronson hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 13:11:09 Danke dir für die Klarstellung, Anna. Ich nehme das so an und habe keinen Grund, weiterhin an deiner Aussage zu zweifeln. Ich denke, wir können uns jetzt wieder auf eine freundschaftliche Ebene begeben.


Liebe Sronson,

danke für deine Nachricht bzw. dein nettes Posting sowie dein Angebot auf eine freundschaftliche Ebene zurückzukehren. Dies würde ich natürlich gerne annehmen, aber bedauerlicherweise kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier kaum Raum für Zweifel ist. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass im Diskussions-Forum auch kontroverse Meinungen / Diskussionen möglich sein könnten. Ich war und bin stets daran interessiert Einiges / Vieles zu hinterfragen und habe es (zum Glück 🍀) geschafft ebenfalls meinem Sohn ein entsprechendes „Denken“ beizubringen und den gesunden Menschenverstand zu benutzen.

Hinterfragen bedeutet natürlich auch an diversen, vor allen Dingen durch Fernsehen / Medien usw. präsentieren Darstellungen Zweifel zu hegen. Schon allein aus diesem Grund gab es bei uns keinen Fernseher. Stattdessen haben wir lange Zeit (Jahre!) lieber Bücher gelesen und uns mit anderen Dingen beschäftigt (Musik, Kunst, Natur, Tiere, Praktisches usw.). Jedenfalls hatte er mit 8 Jahren noch kein Handy, hat damals auch nirgends an irgendeinem PC gesessen und “gezockt”. Aber die Zeiten haben sich geändert. Inzwischen ist auch er in den SM unterwegs, an der PlayStation zugange usw. Dennoch ist durchaus eine Basis zum „Hinterfragen“ vorhanden.

Ein solches Denken und Hinterfragen muss nicht zwingend und automatisch bedeuten, dass man dann in Folge irgendwelchen „Verschwörungstheorien“ nachhängt. Verschwörungstheorie heißt für mich lediglich eine andere Meinung, eine andere Sichtweise. Selbstverständlich heißt es auch solche (tw. „kruden“) Aussagen / Theorien / Hypothesen gründlich(st) genauso zu hinterfragen, wie alles andere auch.

Insofern: lass/t mich bitte wissen, falls für Zweifel in der vorliegenden Darstellung des schrecklichen Mordes kein Raum ist, dann werde ich meine Bemühungen (und nach wie vor - in vielen Punkten - bestehende Zweifel) zurück stellen und mich stattdessen lediglich sowie absolut problemlos in einen stillen Beobachter verwandeln. Ich muss nicht zwingend, was auch immer, infrage stellen, wenn von vornherein klar ist, dass ausschließlich nur eine Meinung akzeptabel und alles andere indiskutabel ist (🤷🏻‍♀️).

Gespannt blicken dürfen wir allerdings bestimmt alle auf den bevorstehenden 10.09.2026 👀.

Bedanken möchte ich mich noch an dieser Stelle für euren (deinen & Kalles) unermüdlichen, und sicherlich auch sehr zeitaufwendigen Einsatz, sowie auch ein „Danke“ an sehr viele Foristen für qualitativ hochwertige, gepostete Beiträge. Ich hatte und habe die Gelegenheit sehr viel dazu lernen zu dürfen. Danke!
Korkplatte
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Korkplatte »

Nachdem hier zunehmend auch OT aktuell sein darf, möchte ich mich auch kurz erklären.

Ich meinte lediglich, FALLS es nicht Fabians Fahrrad gewesen wäre, neben seinem Sarg, dass die Möglichkeit BESTÜNDE, dass es aufgrund Zeugenverwirrung/Befragung/Täterbefragung, eben nicht seins sein KÖNNTE.

Niemals wollte ich damit sagen" das ist nicht Fabians Rad" . Ich finde es sogar sehr schön, dass SEIN Rad dort stehen konnte und nicht "Ermittlungsmaterial" wurde und man deswegen ein Symbol verwenden musste.

Überhaupt war alles sehr persönlich her gerichtet und ich danke unbekannter Weise, dass wir als Außenstehende doch so einen persönlichen Einblick bekommen durften. Auch mit der Veröffentlichung des Grabsteines auf FB.

@Gastikus, danke für die Spoiler, man vergisst bei der Fülle an Informationen tatsächlich immer wieder große Teile.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Interview mit Nebenklage zu Tag 26
Spoiler
Turmfalke23
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Gastleser hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 21:27:31 Interview mit Nebenklage zu Tag 26
Spoiler
Ja, Gina wird sich Fragen gefallen lassen müssen am 10.09.2026, so sieht es die Nebenanklägerin.

Ob sie die Fragen zufriedenstellend beantwortet, ausweichend reagieren oder möglicherweise überhaupt nicht darauf eingehen wird,
ist eine andere Fragestellung. Nicht jede Frage muss sie ja beantworten.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie kritische Fragen mit ihren beiden Verteidigern vorab klärt. 
Sie dann entweder beantwortet oder die Auskunft verweigert, falls sie sich belastet.

So schlau wird sie wohl sein.
Gasterines

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gasterines »

Meiner Meinung nach gibt es in der Diskussion mehrere Denkrahmen

Einer ist: Der Fall Fabian an sich (Informationen sammeln und ergebnisoffen einordnen).

Der andere ist: Prozess gegen G.H. in den Varianten
a) G.H. ist angeklagt und im Gerichtsverfahren wird geprüft, ob sie schuldig oder unschuldig ist.
b) G.H. ist angeklagt und ist deshalb die Täterin. Es geht nur noch darum das zu beweisen.

Ich bin der Ansicht, im Fall Fabian ist das Problem, dass es zu früh eine Verdächtige gab, diese zu früh bekannt wurde und zu früh verhaftet wurde.

Ich gehe davon aus,
dass die Polizei über einen längeren Zeitraum G.H.s Telefon überwachen wollte, um Erkenntnisse zu Motiv, Tatwaffe, Tathergang, eventuelle Mittäter/andere Tatverdächtige zu gewinnen. Und während die Telefonüberwachung läuft, anderen Hinweisen nachgehen/ Alibis und Zeugenaussagen überprüfen/ Gutachtern Zeit geben/ ergebnissoffene Operative Fallanalyse/ usw. wollte. Durch das Bekanntwerden von G.H. als Tatverdächtige und ihre Verhaftung war die Telefonüberwachung hinfällig und statt sorgfältig in alle Richtungen Hinweise abzuarbeiten, entstand der Zeitdruck innerhalb von 6-monatiger U-Haft die Anklage zu erstellen, weshalb dann nur noch in Richtung G.H. als Täterin gearbeitet wurde.
Der Richter merkt dann, dass die Anklage auf wackligen Füßen steht und verlängert die Prozessdauer, damit die Ermittler mehr Zeit haben. Was ich auch o.k. finde, wenn es der Fallaufklärung an sich dient und nicht nur krampfhaft gegen G.H. geht. Was ich nicht o.k. finde, dass Prozesszeit mit Veröffentlichungen aus G.H.s Privat/Intimsphäre gefüllt wird, in einem Maß, dass sich nicht mehr mit sachdienlich begründen lässt, sondern nur noch Voyeurismus und Sadismus des Mobs bedient, in dem G.H. entblößt und damit entwürdigt wird.
Ich hoffe, dass für den Fall, dass G.H. nicht verurteilt werden kann, sei es, dass man ihr nichts nachweisen kann oder sich ihre Unschuld raus stellt, die Ermittler schon mal einen Plan B haben und für diesen die Prozesszeit nutzen.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Turmfalke23 hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 00:30:07 Ja, Gina wird sich Fragen gefallen lassen müssen am 10.09.2026, so sieht es die Nebenanklägerin.
[…..] Nicht jede Frage muss sie ja beantworten.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass sie kritische Fragen mit ihren beiden Verteidigern vorab klärt. 
So schlau wird sie wohl sein.
Und ziemlich unbeeindruckt vom bisherigen Prozess Geschehen. Die Verteidigung ist bisher um einen kontrollierten Ablauf der Einlassung bemüht gewesen.
Nach soviel Monaten kann man sich möglicherweise auch nicht mehr so genau erinnern, beispielsweise und möglicherweise an ein 7min Telefonat, oder?

„Preview“ Interview mit Ra Ohm Tag 26
[…..] zu den kindlichen Zeugen und der kommenden Befragung seiner Mandantin.
[…..]

Zeit Schranke: https://www.youtube.com/watch?v=nDE9NeOLjC8
Spoiler
Bild

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Dem gegenüber die Hausaufgaben für die Nebenklage, möglicherweise eine Hausaufgabe für eine halluzinierende KI?
Interview mit Nebenklage Tag 26

[…..]

Also, ich bin momentan noch dabei, die äh 75 Seiten Zeugenvernehmung der Angeklagten vom 14.10. mit den 95 Seiten ihrer Einlassung plus zwei heute ergänzende Seiten abzugleichen.

2min36
Ich muss da erstmal die Widersprüche herausfiltern und schauen, was daraus an Fragen entsteht. Dann gibt es ja zahlreiche Widersprüche in ihren Aussagen, also sowohl der Zeugenaussage als auch der Einlassung bei Gericht zu den Aussagen der, ich sag jetzt mal despektierlich „Tümpelzeugen“.

Wir wissen wen wir damit meinen. Da gibt es auch jede Menge Widersprüche. Ja, dazu wird sie sich Fragen gefallen lassen müssen.

Ob da ein Tag ausreichend ist, weiß ich nicht.

3min07
Heute gab es noch mal eine Ergänzung ihrer Erklärung. Was war da inhaltlich? Gab's da was Wichtiges?

3min13
Äh in nach meinem dafür halten war das äh überhaupt nichts von Bedeutung, wenn sie darauf Wert legt. Bittte schön.

[…..]

https://www.youtube.com/watch?v=qMsnSL5lXWw

Die nächste Prozessverlängerung erscheint am fernen Horizont :P

^^^^^^
Spoiler
@seppel ♡ & ✌️ :D
Eine berechtigte Frage von dir, sehr emphatisch :D
Das wird schon wieder werden :P
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Gastleser hat geschrieben: Samstag, 05. September 2026, 21:40:34 Saal Atmosphäre Tag 26

Spoiler
Es erscheinen in zeitlicher Reihenfolge die Saaldiatoren
Thomas Löcker
Oliver Schley
Protokollierende Schriftführerin erscheint täglich full dressed up im Kaminfegermantel
"Micha" XY Psüschologe/Psüschatrist
Richterin u. Pressesprecherin Frollein Anne Kruse
(Es gilt die Unschuldsvermutung: Ledig)
Andreas Ohm täglich mit schwerer Papiersackkarre
Mutter Dorle
Chrissie, morgens 3 Kaffee serviert von ihrem Hausdiener mit weissen Wollhandschuhen, dazu läuft in der Stereoanlage
der "Einstimmer" The Pretenders mit Back on the Chain Gang, mit Chrissy Hynde
Spoiler
Angeklagte (anonym)
Kammer alle 5 = 3 + 2
extern
Gefangenenwagen VauchWeh Blauporter

@Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

Heckengäu hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 07:08:02 @Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?
Der große blonde mit dem schwarzen Schuh dürfte der Radio Television Luxemburg group angehören. Der hat auch einen Exklusivplatz in row one direkt neben Isabella.
Zuletzt geändert von Sronson am Montag, 07. September 2026, 09:34:53, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
Korkplatte
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Korkplatte »

Gasterines hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 00:31:06
Ich bin der Ansicht, im Fall Fabian ist das Problem, dass es zu früh eine Verdächtige gab, .....
Der erste der sie verdächtig hat, etwas damit zu tun hat, war ihr on/off Partner und andere Leute aus ihrer Umgebung. Leute die sie persönlich kennen wohlgemerkt.
(Tierärztin/Nachbarn)
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

Korkplatte hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 08:19:20 Der erste der sie verdächtig hat, etwas damit zu tun hat, war ihr on/off Partner und andere Leute aus ihrer Umgebung. Leute die sie persönlich kennen wohlgemerkt.
(Tierärztin/Nachbarn)
Nicht zu vergessen Heike M., die direkt am 14.10. den hiesigen Polizisten mitgeteilt hat, das Gefühl zu haben, nur als Vorwand missbraucht worden zu sein und dass es ganz anders war.....und dass bereits am 14.10. klar war, dass da irgendwas faul ist an der Story.

"zu früh" ist da m.M.n. eher nicht früh genug.

Es ist ja auch nicht so dass das Augenmerk nur auf G gerichtet wurde. Es wurden ja direkt mehrere Telefone angezapft und geforscht....
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HE_Gffnkkd »

Anna17 hat geschrieben: Sonntag, 06. September 2026, 18:55:38 [...] bedauerlicherweise kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier kaum Raum für Zweifel ist. Ich bin ursprünglich davon ausgegangen, dass im Diskussions-Forum auch kontroverse Meinungen / Diskussionen möglich sein könnten. Ich war und bin stets daran interessiert Einiges / Vieles zu hinterfragen [...].

Insofern: lass/t mich bitte wissen, falls für Zweifel in der vorliegenden Darstellung des schrecklichen Mordes kein Raum ist, dann werde ich meine Bemühungen (und nach wie vor - in vielen Punkten - bestehende Zweifel) zurück stellen und mich stattdessen lediglich sowie absolut problemlos in einen stillen Beobachter verwandeln. Ich muss nicht zwingend, was auch immer, infrage stellen, wenn von vornherein klar ist, dass ausschließlich nur eine Meinung akzeptabel und alles andere indiskutabel ist (🤷🏻‍♀️).

Der implizite Vorwurf, dass hier keine Diskussion möglich ist, wenn man eine kontroverse Meinung hat, ist meiner Ansicht nach unfair und vollkommen ungerechtfertigt. Kontroverse Meinungen sind im Rahmen der Forenregeln sehr wohl zugelassen und darüber hinaus auch sehr erwünscht.

Was dir und womöglich anderen missfallen mag, scheint mir jedoch zu sein, da es sich auch hier, wie überall in Deutschland, mit der Meinungsfreiheit wie folgt verhält: Jeder Forist hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber kein Forist hat das Recht darauf, dass alle anderen Foristen dieser Meinung zustimmen und dass niemand es wagen darf, die vorgetragene Meinung mit Gegenargumenten zu entkräften.

---------
Anna17 hat geschrieben: Montag, 31. August 2026, 23:00:30 6 geübte, präzise und gezielte Messerstiche
Anna17 hat geschrieben: Dienstag, 01. September 2026, 09:38:01 Die hier wohl hier vorwiegend als „Hauptbelastungsaussage“ (von den meisten hier)nickend hingenommene Aussage, dass „die Tat von jedem ausgeübt worden sein könnte“ (was sich eindeutig lediglich auf den Kraftaufwand bezog) ist mir definitiv zu wenig. Sobald ich weitere Fragen stelle, wird jedenfalls ständig nur auf diese Aussage hingewiesen und alles weitere Hinterfragen kopfschüttelnd abgewiesen. Von einem möglichen anderen Täter auszugehen, oder diese Möglichkeit zumindest zu hinterfragen, könnte sicherlich die Glaubenswelt der meisten Prozessbeobachter zum Einsturz bringen.
Ich teile die Ansicht anderer Foristen, dass du hier bereits mit Annahmen arbeitest, die auf einer kompletten Überinterpretation der Aussagen des Gerichtsmediziners beruhen.
Dennoch lasse ich mich jetzt mal vollständig darauf ein und nehme folgende Annahmen von dir als zutreffend und gesetzt an und lade dich dazu ein, dass gesamte Geschehen mit mir und allen anderen Foristen, die Lust dazu haben, unter diesen Annahme logisch zu durchdenken.
Anna17 hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 09:59:42 Ich komme davon einfach nicht ab, dass es ein JÄGER gewesen sein könnte.
Anna17 hat geschrieben: Dienstag, 01. September 2026, 09:38:01 [...] ich [vermute] nach wie vor [...], dass die Tat (möglicherweise!) von jm. anderen, d.h. möglicherweise von einem Jäger verübt worden sein könnte. Ebenfalls möglicherweise sogar von zwei Tätern.
Anna17 hat geschrieben: Mittwoch, 02. September 2026, 12:22:54 Jedenfalls gehe ich nicht davon aus, dass es CD geschweige der Opa gewesen sein sollte.
Ok...
Also Fabian wurde von einem Jäger, den wir nicht kennen, auf eine Art und Weise erstochen wie sie nur von Menschen wie Jägern, die über spezielles Wissen verfügen, durchgeführt worden sein kann. Das ist unser Startpunkt.

Erste Fragen, die sich mir dann stellen:
Ist der Fundort auch der Tatort oder hat der Jäger Fabian woanders getötet?
Stammt dieser Jäger aus dem Umfeld von Fabian oder nicht?
Kannte Gina diesen Jäger?
Warum tötet der Jäger einen unschuldigen achtjährigen Junge? Mordlust? Sexuelle Motive? Persönliche Motive? Auftrag?

Wie verhält es sich bezüglich dieser Dinge in deiner Theorie? Was könntest du dir hier vorstellen?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pentax77 »

HE_Gffnkkd hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 09:08:23
Was dir und womöglich anderen missfallen mag, scheint mir jedoch zu sein, da es sich auch hier, wie überall in Deutschland, mit der Meinungsfreiheit wie folgt verhält: Jeder Forist hat das Recht seine Meinung frei zu äußern, aber kein Forist hat das Recht darauf, dass alle anderen Foristen dieser Meinung zustimmen und dass niemand es wagen darf, die vorgetragene Meinung mit Gegenargumenten zu entkräften.
Genau DAS ist der Punkt. Man nimmt für sich in Anspruch "in alle Richtungen" und in einer sehr weisen, weiten Sichtweise an die Sache heranzugehen, quasi im Gegensatz zu anderen in der Lage ist, über den Tellerrand hinaus zu schauen.

Unterm Strich verheddert man sich aber auf diese Weise permanent in Sackgassen und im Kleinklein, weil man das, um was es eigentlich geht, aus den Augen verliert.
Das war mit den Querdenkern in Corona-Zeiten im Übrigen genauso, als es da auf einemal um Bargeldabschaffung, geheime Weltregierung und Unterwerfung des Volkes ging.
Mit Argumenten kommt man da nicht weit, weil die Antwort oft nur beleidigt sein ist, weil es wieder als Angriff gewertet wird und man es ja nur nicht rafft. Genau wie deine sehr guten Fragen mit dem Jäger als Ausgangspunkt. Die werden aber auch in eine Sackgasse führen.

Die entscheidenden Fragen sind nach wie vor:
1. Wer hat wann F nach Klein Upahl verbracht?
2. Wie und warum wurde dieser Ort ausgewählt?
3. Wie kann man (im Dunkeln) per Zufall F genau an diesem Tümpel finden?
4. Wer hat evtl. ein, wenn auch nur entferntes, Motiv?

Selbst wenn da irgendwelche Jäger oder Nachbarn oder arabisch sprechende Menschen beteiligt sein sollten, erkennt man da schnell, dass sich da zwar mit dem ach so befreiten Denken immer ein kleiner Teil beantworten ließe, aber niemals das gesamte Tatgeschehen, man stößt zwangsläufig in eine Sackgasse. Das ist offenbar schwer sich einzugestehen, sofern man zu dieser Erkenntnis überhaupt gelangt.

Wenn man jede tolle neue Erkenntnis mit der ganzen bekannten Kommunikation (und anderen bekannten Hinweisen aus dem Verfahren) abgleicht, löst sich vieles dieser Ideen in Luft auf. Ein abgekartetes Spiel wie bei den Filmen Wild Things oder The Game mit extra vorab abgesprochener irreführenden Handlungen und Kommunikation kann man hier nun wirklich getrost ausschließen.....
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Mal wieder ein Hinweis auf ein Update der Timline, die letzten Anpassungen wie immer in grün
NEU:
Widerspruchssachverhalte jetzt in blau *)
Die Anklageverlesung ist nun zum Abgleich auch direkt angehängt.

*) Ich bin eigentlich kein Fan von allzuviel Farbenspielen oder Schriftarten. Aber i.S. der schnelleren Auffindbarkeit der Widersprüche hatte ich jetzt auch keine andere Idee.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
Maria
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

Sronson hat geschrieben: Freitag, 04. September 2026, 11:23:15 Ich denke, dass die beiden Kinder eine Sichtung vom Donnerstag beschrieben haben und es sich tatsächlich um Fabian gehandelt hat.
Reine Fiktion, pures Gedankenspiel

Angenommen, es wäre doch eine geplante Tat gewesen, die am Donnerstag nicht durchgefuhrt wurde, weil es Fabian gelang, dem zu entkommen? Soviel ich weiß, ging es ihm am Donnerstag Abend schlecht.

Angenommen die Begegnung mit dem Imbissbesitzer wäre am Donnerstag gewesen und Fabian wäre nicht in den Bus gestiegen, um zu seinem Vater zu fahren, sondern um einen räumlichen Abstand zwischen sich und jemanden, vor dem er weggelaufen ist, zu bringen? Kamen möglicherweise die Verfolger in den Imbiss, um nach dem Jungen zu fragen?

Das würde nicht ausschließen, dass RJ zwei Tage später am Samstag dort mit ihren selbstgebastelten Flyerndort war. War das Auslöser für den Imbissbesitzer sich zu erinnern und hat er dabei den Tag verwechselt?

Kann ausgeschlossen werden, dass Fabian am Freitag das Haus doch früher verlassen hat und jemand anderes mit dem Handy gespielt, um die Fiktion eines noch anwesenden Fabian aufrecht zu erhalten? Haben möglicherweise Personen am Freitag etwas ausgeführt, was eigentlich für den Donnerstag geplant war?

Hat man die Überwachungskameras der Busse erst ab Freitag oder ab Donnerstag überprüft?

Das Interview mit dem Imbissbesitzer ist im Thread der Presseberichte. Unabhängig von Farbfragen haben sowohl er als auch einer der Jungen haben jemanden mit Tshirt beschrieben. So wie ich das verstanden habe, war sich der Imbissbesitzer auch mit der Uhrzeit nicht ganz sicher. Ich kann aus dem Interview nicht zweifelhaft erkennen, dass er mit den Personen in seinem Laden zwangsläufig RJ gemeint haben muss.

Dann hätten sich allerdings vier Menschen unabhängig voneinander im Tag vertan.
Zuletzt geändert von Kalle am Montag, 07. September 2026, 10:40:24, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Formatierungsfehler angepasst
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Heckengäu hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 07:08:02 Es erscheinen in zeitlicher Reihenfolge die Saaldiatoren


Richterin u. Pressesprecherin Frollein Anne Kruse
(Es gilt die Unschuldsvermutung: Ledig)


@Herr bestinformierter Gastleser:
Wer ist der alerte junge rotblonde Mann der immer das Vorzugsinterview mit Pressesprecherin und Richterin Anne Kruse führen darf?

StadionSaalreporter Carsten Kulawik
Spoiler
https://carsten-kulawik.de/
https://www.youtube.com/@carstenkulawik/videos
Schalker Podcaster

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Bild Quelle Wuppertaler Rundschau „Stimme des Ruhrgebiets“, Benefizspiel


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Quelle Foto: Fischer, Andreas H503840 in WZ, Von Marc Kevin, 16.09.2023 , 08:48 Uhr
Elf Jahre lang war Carsten Kulawik Stadionsprecher beim Wuppertaler SV. Jetzt geht er beruflich nach Berlin.
https://www.wz.de/sport/fussball/wupper ... d-97768267


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Bild Quelle n-tv, 15.10.2025, 12:42 Uhr
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pa ... 98396.html
Trillerpfeife

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Trillerpfeife »

Ich persönlich denke nicht, dass es eine Vorverurteilung der Angeklagten gab und nicht in andere Richtungen ermittelt wurde. Die Mutter wurde mehrfach stundenlang verhört, ihr Alibi überprüft. Gleiches gilt für die Tümpelzeugen und den Vater. Die Häuser und Handys von OK und CD sowie deren Autos wurden ebenfalls durchwühlt.
Dass Anwohner es für völlig abwegig halten, dass ausgerechnet die Ex das Kind im Nirgendwo findet, ist nachvollziehbar. Da geht keiner spazieren. Wie hätte die Angeklagte nicht kurz nach Auffinden von Fabian verdächtig sein müssen. Sie hat Schuhgröße 40 und hat ein Selfie von sich gemacht, mit den Schuhen, die neben Fabians Abdrücken zum Tümpel führen. Sie hat sich in der ersten Zeugenaussage mehrfach widersprochen und sogar verplappert, dass sie mit Hund UND KIND spazieren war. Sie behauptet zuerst, sie war nicht in Güstrow. Die Kamera sagte was Anderes. Und wäre noch was Anderes unter Fabians Daumennagel gefunden worden, was man einer anderen Person außer GH zuordnen konnte, ist man dem mit Sicherheit auch nachgegangen. Auch die Faser der Reithose passt zu dem Selfie. Der Mörder müsste also solche Klamotten wie sie getragen haben. Konnten die Ermittler ganz objektiv bei diesen Ergebnissen anders handeln und sie nicht festnehmen?
SonntagsGast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SonntagsGast »

Maria hat geschrieben: Montag, 07. September 2026, 10:29:37

Dann hätten sich allerdings vier Menschen unabhängig voneinander im Tag vertan.
Fünf.
Jens Schw. hat nach eigenen Angaben eine 14-Jährige gesprochen die das Gleiche beobachtet hat wie das 12-j. Mädchen das zuletzt vor Gericht aussagte, F. sei von einem Mann verfolgt worden
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