MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Anna17
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Anna17 »

Kalle hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 20:30:12 …Die Beweiskraft des Indizes wurde objektiv bewertet…
Die Wahrscheinlichkeitsstufe der am Tatort gesicherten Fußspuren konnte lediglich dem auf einer Skala von 1-5 befindlichen Faktor 4 zugeordnet werden. Aber ich glaube, das wurde hier auch schon erwähnt. Faktor 4 bedeutet möglich / zweifelhaft / offen, d.h. dass der Beweiswert / Indizienwert nur minimal ist.

Seltsamerweise befanden sich übrigens keine Fußspuren von CD direkt am Fundort, obwohl dieser die Brandleiche sogar angefasst haben will.
Sway
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Kabooka14 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 12:19:50 Hier eine Halb-Alternativ-Theorie:
Nun, wenn das stimmt, könnte ich damit leben, dass sie zu einer Höchststrafe verurteilt wird.
Grisuwi

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Geldmangel ......die Idee mit dem Alternativszenario kam.mir auch schon oder der Mord war Teil eines Lustszenarios....
Sex? Drogen ?
Ich glaube manchmal auch das F etwas erzählen wollte ....und man ihn zum Schweigen gebracht hat .
Jeanne
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jeanne »

Kalle hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 20:30:12 Ich denke, da solltest Du Dich noch mal mit dem Prozesstag sachlich intensiver beschäftigen. Die Beweiskraft des Indizes wurde objektiv bewertet. Das hat nichts mit glauben oder nicht-glauben zu tun. Das Thema, in verblassender Erinnerung, dann jetzt in eine schwarz oder weiß Schublade zu schieben macht wenig Sinn.
Ich habe nicht über meinen Glauben geschrieben.
Die Fußspuren wurden mit dem Wert 4 eingestuft, das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, dass es Fabians Abdrücke waren z.Bsp. lag bei „ eventuell“, „vielleicht“, „ vielleicht auch nicht“, könnte sein“, „ könnte nicht sein“…. ( ich habe im Übrigen immer bei meiner Anwesenheit zu Verhandlungstagen mitgeschrieben, um verblassende Erinnerung auszuschließen.)
Das Messer von OK, was einige als Tatwaffe bezeichnen, weißt keinerlei nachweisbare Spuren von GH auf, also könnte es die Tatwaffe sein… könnte auch nicht sein.
Meine Kommode hat viele Schubladen, nicht nur schwarz und weiß..
Es gibt allgemein viele Vielleichts, mir sind das einfach zu viele ohne einen einzigen sicheren Beweis.
Möglich, dass GH die Täterin war… vielleicht auch nicht.
Ich hoffe, dass sich irgendwann das Rätsel löst, denn ich sehe die Lösung noch nicht klar und ohne Zweifel.
Eine Regina Rick hätte hier mit Sicherheit mehr Fragen in den Gerichtssaal geworfen.
Die Gedanken sind frei..
Kalle
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Jeanne hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 22:29:59
Eine Regina Rick hätte hier mit Sicherheit mehr Fragen in den Gerichtssaal geworfen.
Sie hätte sicher intelligenter agiert wenn sie gemusst oder gewollt hätte. Allerdings hege ich die Vermutung, dass sie auch sehr wohl weiß, wann sie warum wo reingrätscht und hin fasst und wo sie mal besser vornehm die Finger von lässt. Die will gewinnen und nicht verlieren.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
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Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Anna17 hat geschrieben: ↑Sonntag, 11. Oktober 2026, 23:55:39 Lt. der gerichtlichen Aussage von Dorina stand das Fahrrad von F, als sie morgens am 10.10.2025 das Haus verließ, IM Haus. Später stand das Fahrrad VOR dem Haus. Folglich muss das Fahrrad an diesem Tag bewegt worden sein.
Keks22 hat geschrieben: ↑Montag, 12. Oktober 2026, 06:32:40 Diese Sache mit dem Fahrrad habe ich jetzt tatsächlich auch das erste mal bei Frank gehört.
Für die Behauptung, Dorina hätte vor Gericht ausgesagt, am Morgen das Fahrrad im Haus gesehen zu haben, findet sich keine Quelle. Im als Quelle angegebenen Stern-Artikel steht das nicht. Dort wird lediglich erwähnt, dass Fabians Fahrrad gut sichtbar vor dem Haus an einem Zaun stand. Falls jemand doch noch eine belastbare Quelle hat, möge er sie bitte mit uns teilen.
Der Profiler hält zwei Möglichkeiten für die Kontaktaufnahme für wahrscheinlich.
Entweder gab es eine Verabredung über das Onlinespiel, das Fabian spielte. Um das herauszufinden, müssten die Aktivitäten auf der Spieleplattform „Roblox" ausgewertet werden. Oder jemand klingelte an der Haustür. Dieser jemand, so der Profiler, müsse Fabian zuhause vermutet haben. Vor Gericht zeigte er Fotos von Fabians Fahrrad, das gut sichtbar außen am Wohnhaus an einem Zaun stand.
Wer also Fabians Fahrrad kannte, der konnte möglicherweise wissen, dass der Junge zuhause war. Wenn die Person auch die Mutter kannte, wusste er oder sie vielleicht sogar, dass Fabian allein zuhause war – die Mutter war bei der Arbeit.
Gina H. kannte die Mutter von Fabian. Es ist naheliegend, dass sie auch das Fahrrad kannte, das Fabian fuhr.
https://www.stern.de/gesellschaft/fall- ... 09842.html

^^^^^^

Und noch ein Offtopic-Update:
Sway hat geschrieben: ↑Samstag, 03. Oktober 2026, 01:01:28 Sorry für etwas Off-Topic, aber es geht nun auch um eine Frau, die bereits sehr jung zu einer grausamen Tat fähig war… und musste das gerade mal teilen:
[…]
Sie wird nun im Krankenhaus versorgt. Zählt das als „Sentence served“?
Nachdem Christa Pike zunächst für hirntot erklärt worden war, erwachte sie letzte Woche aus dem Koma. Sie kann inzwischen sprechen, erinnert sich jedoch nicht an den Hinrichtungsversuch. Mittlerweile befindet sie sich wieder in demselben Gefängnis, in dem sie die vergangenen 3 Jahrzehnte zugebracht hat.

https://www.bbc.com/news/articles/c8kgezxn54qko
https://www.theguardian.com/us-news/202 ... -in-prison
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 23:43:26 Falls jemand doch noch eine belastbare Quelle hat, möge er sie bitte mit uns teilen.
Hast du mal Kleingeld? Dann erzähle ich dir ein paar Geschichten und spiele dir ein Lied
Spoiler
Bild
Was ist eigentlich mit dem Messer was seit geraumer Zeit in Dorina Ls Küche fehlt?
Wurde überprüft ob Gina H. zB am 12.08. Fabian und J*** allein ließ, um möglicherweise den Ersatzschlüssel zu Dorinas Wohnung nachmachen zu lassen?
Wenn Fabian diesen dabei hatte wäre das gut möglich
^^
Ich sehe da auch noch Ermittlungspotential
🔒 „Ich werde ihm bestimmt nicht alles auf die Nase binden, weil das wird die Polizei nicht rausgeben solche Infos.“ 🔒
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

@Gastleser
Lieben Dank für deine Zuschrift!

Das ist selbstverständlich längst geschehen, bevor ich meinen Beitrag verfasst habe. Eine solche Textstelle kommt in dem als Quelle genannten Artikel nicht vor.

Da es nun sein könnte, dass der Artikel nachträglich überarbeitet und dabei die entsprechende Stelle entfernt wurde, hab ich auch die Autorin Jana Luck angeschrieben.
Sobald es eine Rückmeldung gibt, teile ich diese im Thread.
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Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 11:36:56[..,..]
Insbesondere besteht eine Hypothese für mich nicht aus Fragen von Dingen, die sich jemand nicht erklären kann.
Ergänzend, es sind die Fragen, die zur Hypothese führen:
[…..]
5.2 Methodische Grundsätze

1. Beurteilung des vorhandenen Informationspotenzials
2. Definition offener Fragen
3. Formulierung kriminalistischer Versionen/Hypothesen
4. Überprüfung auf Folgerichtigkeit (Ableitung von Untersuchungsmaßnahmen)
5. Verifizierung bzw. Falsifizierung der Versionen/Hypothesen

https://www.kriminalwissenschaft.de/Leh ... eitung.pdf

^^^^^^

Nebelparder hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 17:55:15[…..] Zumindest so weit, dass mir auch schon vor & während des ersten Prozess klar wurde, dass da jemand (Sebastian T.) dem Pöbel zum Fraß vorgeworfen werden sollte und das vieles einfach Passend gemacht und vorrangig Negativ ausgelegt wurde. Eine Arbeitshypothese und Anklage, die holperiger und unausgegorener eigentlich schon gar nicht mehr hätte sein können. […..]
Jeanne hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 22:29:59[…..]
Eine Regina Rick hätte hier mit Sicherheit mehr Fragen in den Gerichtssaal geworfen.
Kalle hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 23:21:39 Sie hätte sicher intelligenter agiert wenn sie gemusst oder gewollt hätte. Allerdings hege ich die Vermutung, dass sie auch sehr wohl weiß, wann sie warum wo reingrätscht und hin fasst und wo sie mal besser vornehm die Finger von lässt. […..]
@Kalle ist auch „ein Kenner“ dieses Falls, oder?

Die Einzelheiten zum Eiskellerfall sind mir nicht bekannt, daher habe ich nach „Rottweilerin Rick“ geguuurgelt, und diese Berichterstattung zu lesen bekommen, dagegen ist in Rostock die Verteidigung und Nebenklage, Umgang mit den Eltern des Opfers, in voller Harmonie:
Fall Hanna: Eltern wehren sich – Anzeige gegen Verteidigern Regina Rick

Der Mord-Prozess gegen Sebastian T. zieht sich in die Länge – das liegt auch an Verteidigerin Regina Rick. Hannas Eltern haben nun Anzeige erstattet.

AZ München, von Heidi Geyer | 26. Februar 2024 - 07:00 Uhr
Spoiler
AZ München, von Heidi Geyer | 26. Februar 2024 - 07:00 Uhr

Man kann das so sehen, dass Rick genau ihren Job macht und gründlich ist. Oder man kann es als "Selbstdarstellungsshow" sehen. So wie offenbar Hannas Eltern laut einer Pressemitteilung von ihrem Anwalt Walter Holderle. […..]

Holderle kritisiert auch, dass die Verteidigung "abstruse" Unfalltheorien aufstelle. In der Tat fragt man sich schon, ob es plausibel ist, dass Hanna in den Bärbach gefallen sein soll und von dort aus noch versucht haben soll, einen Anruf an ihre Eltern abzusetzen. Wenn man mit 2 Promille Alkohol im Blut in einen kalten Bach mit Hochwasser fällt, kriegt man das noch hin? Oder zieht man sich dann nicht erst mal die Klamotten aus und versucht, sich ans Ufer zu retten?

Eine Verhöhnung des Opfers

Holderle hält Ricks Theorien und Beweisanträge für Unfug. "Unabhängig davon, dass diese Meinung erkennbar haltlos ist, spielt zum größten Leid meiner Mandanten, die Person ihrer Tochter sowie das von ihnen mit der Tötung ihrer Tochter erlittene Leid dabei keinerlei Rolle mehr", schreibt der Anwalt. Nun sei eine Grenze überschritten: "Die getötete Hanna wurde hierdurch zu einem ,Gegenstand' degradiert, über den die Verteidigung beziehungsweise die für die Verteidigung insoweit tätigen Personen glauben, eigenmächtig und ohne Zustimmung, der hierfür berufenen Personen verfügen zu können." […..]

Zudem richtet sich die Anzeige gegen die Weitergabe des Antrags auf Befangenheit an die "Bild", die Teile daraus veröffentlicht hatte. Denn abermals hatte die "Bild" Informationen vor anderen Prozessbeteiligten.

Rick sieht das Vorgehen offenbar als legitim und sagt der AZ auf Anfrage: "Selbstverständlich darf sich die Verteidigung sachverständig beraten lassen, und selbstverständlich darf die Verteidigung mit Medienvertretern kommunizieren, sofern eine Schweigepflichtentbindungserklärung des Mandanten vorliegt. " Von diesem Recht mache der Nebenklägervertreter Holderle schließlich ausufernd Gebrauch. […..]

https://www.abendzeitung-muenchen.de/ba ... art-961479

War es für Prozessbeobachter so offensichtlich, dass die Anklagehypothese und Ermittlungen so unzureichend sind und die korrekte Alternativhypothese von Hobbyermittlern hätte aufgestellt werden können, oder tatsächlich aufgestellt werden konnte?


^^^^^^
Spoiler
Sronson hat geschrieben: ↑Mittwoch, 14. Oktober 2026, 00:50:07 @Gastleser
Das ist selbstverständlich längst geschehen, bevor ich meinen Beitrag verfasst habe. […..]
🐝⟡˚ ݁⋆˖₊.𓂃

:P
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

Sronson hat geschrieben: ↑Mittwoch, 14. Oktober 2026, 00:50:07 Da es nun sein könnte, dass der Artikel nachträglich überarbeitet und dabei die entsprechende Stelle entfernt wurde, hab ich auch die Autorin Jana Luck angeschrieben.
Sobald es eine Rückmeldung gibt, teile ich diese im Thread.
Genau aus diesem Grund gebe ich beim Zitieren aus Onlineartikeln Datum und Zeitstempel mit an, damit ein Leser beim Öffnen eines Links das von mir genannte Datum mit dem Bearbeitungsdatum vergleichen kann oder ich zumindest darauf verweisen kann, wenn ich darauf angesprochen werde, dass ich vor der Überarbeitung zitiert habe. Normalerweise wird nämlich ein Überarbeitungsdatum in Onlineartikeln zusätzlich zum ursprünglichen Veröffentlichungsdatum genannt.

Das kann übrigens auch in der Regel auch beim Vergleich des Überarbeitungsdatum des Onlineartikels mit dem Datum des Beitrags, innerhalb dessen ein User zitiert hat, es sei denn die Überarbeitung erfolgte am selben Tag. Dann ist es nur noch an der Uhrzeit erkennbar.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HE_Gffnkkd »

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 11:36:56 Insbesondere besteht eine Hypothese für mich nicht aus Fragen von Dingen, die sich jemand nicht erklären kann.
Gastleser hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 11:47:55 Wie weit wärst Du mit deiner gewählten Methodik und Argumentation im Eiskellerfall gekommen?
Gastleser hat geschrieben: ↑Mittwoch, 14. Oktober 2026, 02:18:30 Ergänzend, es sind die Fragen, die zur Hypothese führen:

"5.2 Methodische Grundsätze

1. Beurteilung des vorhandenen Informationspotenzials
2. Definition offener Fragen
3. Formulierung kriminalistischer Versionen/Hypothesen
4. Überprüfung auf Folgerichtigkeit (Ableitung von Untersuchungsmaßnahmen)
5. Verifizierung bzw. Falsifizierung der Versionen/Hypothesen"
Ich habe hier lediglich klargestellt, dass in meiner Definition von Hypothese, keine offenen Fragen enthalten sind, von daher verstehe ich nicht worauf du mit diesen Beiträgen hinauswillst.

Insbesondere habe ich an keiner Stelle, so wie du es hier suggerierst, gesagt, man dürfe oder solle keine Fragen stellen.
Fragen zu stellen ist selbstverständlich ein vollkommen legitimes und auch sehr empfehlenswertes Mittel, um zu einer Hypothese zu gelangen.

Wenn man dann aber zu Schritt 3 ("Formulierung kriminalistischer Versionen/Hypothesen") der von dir zitierten methodischen Grundsätze übergeht und ein Hypothese aufstellt, dann müsse die Fragen dort verschwunden sein (das heißt, es muss zumindest erstmal hypothetische Antworten auf diese Fragen geben). Nicht mehr und nicht weniger habe ich hier auf lakonische Weise ausgedrückt.

Und genau dieser Punkt ist im Übrigen der Punkt, den ich (und anscheinend auch andere Foristen) hier im Forum bisher vermissen.
Die Leuten, die an ein Szenario glauben, das wesentlich von dem der Staatsanwaltschaft abweicht, wagen hier nicht den Schritt von den Fragen hin zu einer Hypothese, sodass wir dann hier im Forum gemeinsam versuchen können, diese Hypothese zu überprüfen und zu verifizieren oder falsifizieren.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Gastleser hat geschrieben: ↑Mittwoch, 14. Oktober 2026, 02:18:30
@Kalle ist auch „ein Kenner“ dieses Falls, oder?

Die Einzelheiten zum Eiskellerfall sind mir nicht bekannt, daher habe ich nach „Rottweilerin Rick“ geguuurgelt, und diese Berichterstattung zu lesen bekommen, dagegen ist in Rostock die Verteidigung und Nebenklage, Umgang mit den Eltern des Opfers, in voller Harmonie:
Ja, aber ich denke dass z.B. Löcker/Ohm in diesem Fall auch besser hätten glänzen können, da die Indizienlage m.E. deutlich schlechter - und die Anklage nicht überzeugend war. Wenn man bedenkt dass im Eiskeller Fall die damaligen Pflichtverteidiger nicht die geringsten Anstrengungen auf z.B. Haftprüfung unternommen haben (bin mir aber nicht mehr ganz sicher....), dann bliebe einem im direkten Vergleich nur Kopfschütteln. Da hat Ohm von Anfang an seinen Kampfgeist deutlich gemacht. Ich bin mir relativ sicher, wenn man Gericht und Verteidiger in den anderen Fall beamen würde, hätte es keine weitere Instanz gebraucht. Frau Rick ist halt sehr provokativ, ihr Stil hat mir teilweise nicht gefallen (z.B. Gendizki als Show ins Publikum zu schleppen). Aber der Zweck heiligte die Mittel und ihre spürbare Leidenschaft war wirklich dringendst notwendig dieses Gericht und v.a. die eigenen Pflichtverteidiger wachzurütteln. Sie war trotz Späteinsteigerin m.E. die Einzige die ihre Hausaufgaben gemacht hat. Das muss man ihr lassen, da war sie genau die Richtige. Die Doku ist in Bezug auf ihre Persönlichkeit sehenswert, man bekommt einen guten Eindruck wie die drauf ist.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Kabooka14 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 12:19:50 Hier eine Halb-Alternativ-Theorie:
Diese Hypothese betrachte ich grundlegend als eine ergänzende Hypothese, da hier ein Mittäter ins Spiel kommt, Gina aber im Wesentlichen das macht, was die Staatsanwaltschaft ihr auch vorwirft (den Jungen aus der Wohnung locken, mit ihm in den Wald fahren und ihn dann am Tümpel mit einem Messer töten).

Bezüglich des Mittäters stellt sich nach meinen Maßstäben an eine Hypothese, die wie oben dargelegt auf den Grundsätzen des BGHs aufbauen, damit die Frage
"Welche konkreten Anhaltspunkte siehst du dafür, dass es einen Mittäter gibt?"


Ansonsten scheint mir das Szenario an einigen Stellen widersprüchlich, beziehunsweise ich kann mir die Widersprüche nicht plausibel erklären:
Kabooka14 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 12:19:50 Im Wald passiert etwas, vielleicht im Auto oder draußen. Sie zwingt/sie zwingen den Jungen, etwas zu tun. Eventuell bekommt/bekommen sie Geld dafür (sie googelte "Sex gegen Geld").
Doch es gibt Probleme: Plötzlich will F nicht mitmachen. F will zurück nach Hause. Er sagt, er möchte das nicht, er wird es alles seinen Eltern erzählen
Wenn Fabian hier in dieser Theorie sexuell missbraucht wird oder zumindest damit begonnen wird, dass er sexuell missbraucht werden soll, er dann aber klar ausdrückt, dass er das nicht will, dann stellt sich ganz klar die Frage
"Wie plausibel ist es, dass er danach nochmal mit zum Tümpel locken lässt"

Ich halte es für vollkommen unplausibel, dass ein achtjähriger der erkennt, dass gerade etwas passiert ist, was nicht passieren sollte, dann noch arglos zum Tümpel mitgeht um "Tiere zu gucken".
Sprich, die Arglosigkeit ist hier in meinen Augen auch bein einem 8-jährigen Jungen komplett aufgehoben und die kommt nach dem ungewollten Übergriff auch nicht mehr zurück, gerade wenn ein unbekannter an der Situation beteiligt war.
Kabooka14 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 12:19:50 Vielleicht sagt sie/sagen sie "ok, wir hören damit auf, wir machen das nie mehr, komm, Schwamm drüber, lass uns kurz zum Tümpel und vom Hochsitz aus Tiere gucken".
Damit ergibt sich für mich hier ein nicht plausibel aufgelöster Widerspruch zu dem Indiz, dass Fußspuren, die zu Fabi zugeordnet wurden, am Tümpel gefunden worden sind.


Außerdem stellen sich zwei weitere Fragen, die unplausibel auf wirken.
Kabooka14 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 12:19:50 Sie kriegt/sie kriegen es mit der Angst zu tun und sie befürchtet/sie befürchten das Schlimmste, sie nimmt/sie nehmen ein Messer aus dem Auto mit.
Wenn sie es anscheinend spontan mit der Angst zu tun kriegen, warum haben sie bereits vorher ein Messer mit im Auto dabei?

und

Warum fahren sie noch extra zum Tümpel, um den Jungen zu töten und töten ihn nicht da, wo sie bereits sind?
(Beide Orte dürften in etwa gleich verlassen sein soweit ich das sehe).
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Jeanne hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 22:29:59 Ich habe nicht über meinen Glauben geschrieben.
Die Fußspuren wurden mit dem Wert 4 eingestuft, das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, dass es Fabians Abdrücke waren z.Bsp. lag bei „ eventuell“, „vielleicht“, „ vielleicht auch nicht“, könnte sein“, „ könnte nicht sein“…. ( ich habe im Übrigen immer bei meiner Anwesenheit zu Verhandlungstagen mitgeschrieben, um verblassende Erinnerung auszuschließen.)
Ist das deine Interpretation ? Weil die Logik der Bewertung ist völlig anders berichtet. Aber da warst Du direkter dran. In den Tickern hatte das rein gar nichts mit "vage" zu tun, sondern eben mit der Beweiskraft in der Kategorie 4, im Ergebnis mit meinen Worten:

Die Spur stimmt mit dem Modell das Fabian getragen hat, überein. Eine exakte Schuhgrößen Ermittlung aus Spuren sei nicht eindeutig möglich, da z.B. der Untergrund, Gewicht, Geschwindigkeit und andere unbekannte Einflüsse eine Rolle spielen. Eine exakte Zuordnung zum Träger sei nicht möglich, d.h. die identifizierten Merkmale lassen sich dem Modell und einem Größenbereich zuordnen.

So hätte ich es verstanden, falls ich das übertreibe gerne berichtigen. Aber das ist m.E. deutlich mehr als "nichts". DAs kann man doch nicht einfach negieren, als Indiz völlig ausblenden, als wäre es "irgendeine Spur'" von '"irgendwem" in "irgendeinem Schuh" der "irgendwann" dort genau mit dem Modell bis dahin gegangen ist, wo dann die Leiche war. Da gibt es m.E. schon Erkenntnisse die zu bewerten sind.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

Übrigens nochmal die Blutspur auf der Küchenrolle: Dies wäre m.E. KEIN sinnvolles Indiz das sich mit dem Anklage-Szenario vereinen lässt und daher wohl wirklich nicht direkt mit der Tat zu tun hat. Wie sollte es im unterstellten Tatablauf wann dort hingekommen sein. Nasenbluten ?
Wenn die Spur etwas aufzeigen würde, was von einem Abwischen herrührt ok, aber so hörte es sich ja nicht an.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Anna17 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:47:37 Faktor 4 bedeutet möglich / zweifelhaft / offen, d.h. dass der Beweiswert / Indizienwert nur minimal ist.
Das ist m.E. so nicht richtig. Es ist eine konkrete Bewertung und nichts an dieser Bewertung ist zweifelhaft. Modell identifiziert, Größe nicht exakt aber eingrenzbar, Träger unbekannt. Was ist daran in der Gesamtschau ein "minimaler Beweiswert" ? Leider haben sich die Ermittler auf eine Metrik verständigt die immer wieder an Schulnoten erinnert. Eine Kategorisierung in unseren Landen z.B. in Form von A,B,C,D würde diese Assoziationen, dass da etwas "nicht so gut" sei, vermeiden.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Keks22 »

HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Mittwoch, 14. Oktober 2026, 08:14:04
Außerdem stellen sich zwei weitere Fragen, die unplausibel auf wirken.

Wenn sie es anscheinend spontan mit der Angst zu tun kriegen, warum haben sie bereits vorher ein Messer mit im Auto dabei?

und

Warum fahren sie noch extra zum Tümpel, um den Jungen zu töten und töten ihn nicht da, wo sie bereits sind?
(Beide Orte dürften in etwa gleich verlassen sein soweit ich das sehe).
Das sehe ich genauso. Es macht wenig Sinn den Ort zu verlassen wenn es dort evtl zu bestimmten Handlungen gekommen ist.

Allerdings stellt sich die Frage warum hat GH den Wald verlassen wenn sie doch den Plan hegte Fabian zutöten.
Warum hat sie ein doch sehr uneinsichtiges Terrain
verlassen und begibt sich zum Tümpelgebiet. Gut der Fundort mag uneinsichtig sein. Aber der Weg dorthin?
Eine Frau mit Kind hätte jederzeit beobachtet werden können
Und eine Frau die dann ohne Kind wieder zurück kommt wäre noch auffälliger gewesen. Wenn es jemanden gegeben hätte
der sich dort längerfristiger aufgehalten hätte.
Also sie ist ein grosses Risiko eingegangen.
Ich sage aber nicht das es nicht genauso so passiert sein kann.
Sie hatte dann aben Glück. Und das gleich zweimal. Denn sie ist ja später nochmal zurück um Fabian anzuzünden.

Warum sie aber ein Foto in Tatortnähe und am Tattag gemacht hat, ist auch wieder so ein Mysterium.

Und somit könnte man auch so stehen lassen, das auch ein Täterduo den Wald verließ um das Verbrechen woanders auszuführen.

Aber trotzdem für mich sehr unwahrscheinlich, weil ich mir nicht vorstellen kann das GH sexuelle Handlungen an einem Kind gutheissen würde und dann da mitmachen würde.
Ich würde mal sagen das man GH auch nicht alles zutrauen muss nur weil sie starke psychopathische Züge hat.
Vorstellen könnte ich mir allerdings auf Grund von Naivität
das sie sich hat was vorgaukeln lassen , wozu man evtl ein achtjähriges Kind benötigt.
Zb. Harmlose Fotos oder Videos

Aber was ich mir nicht vorstellen kann heisst ja nicht automatisch das es andere sich nicht vorstellen können
oder das es so gewesen sein könnte.

Allerdings glaube ich eher bei der Gurgel Suche nach "Sex gegen Geld" das sie das auf sich bezogen hat.
Nun ist glauben allerdings nicht wissen.
HE_Gffnkkd
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HE_Gffnkkd »

Jeanne hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 16:37:04 Die sogenannten Fußspuren/-Reste sind für mich absolut uninteressant und kein Indiz, geschweige denn ein Beweis. Halb Deutschland rennt mit Schuhgröße 38-41 durch die Gegend…
Anna17 hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 21:47:37 Die Wahrscheinlichkeitsstufe der am Tatort gesicherten Fußspuren konnte lediglich dem auf einer Skala von 1-5 befindlichen Faktor 4 zugeordnet werden. Aber ich glaube, das wurde hier auch schon erwähnt. Faktor 4 bedeutet möglich / zweifelhaft / offen, d.h. dass der Beweiswert / Indizienwert nur minimal ist.
Jeanne hat geschrieben: ↑Dienstag, 13. Oktober 2026, 22:29:59 Ich habe nicht über meinen Glauben geschrieben.
Die Fußspuren wurden mit dem Wert 4 eingestuft, das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, dass es Fabians Abdrücke waren z.Bsp. lag bei „ eventuell“, „vielleicht“, „ vielleicht auch nicht“, könnte sein“, „ könnte nicht sein“….
Bezüglich der Fußspuren ist es wirklich bemerkenswert wie hier trotz mehrfacher Hinweise und Erklärungen immer noch an einer sachlich eindeutig falschen Interpretation festgehalten wird. Ein letztes Mal unternehme ich daher den Versuch zu erklären, wo hier der alles entscheidende Denkfehler liegt.


Ihr beide bezieht euch hier auf die Wahrscheinlichkeit
P("Die festgestelle Fußspur gehört zu Fabian") .
Diese Wahrscheinlichkeit ist bei einer 4 auf der Skala des Trassologen tatsächlich eher gering. Das ist ein Fakt!
(Ganz analog natürlich gitl das natürlich auch für die Fußspuren, die zu Gina oder irgendwem anders zugeordnet wurden!)

ABER: Diese Wahrscheinlichkeit ist für die Aufklärung und die Betrachtung des Tatgeschehens nahezu uninteressant.
Die hier interessante und alles entscheidene Wahrscheinlichkeit ist nämlich die bedingte Wahrscheinlichkeit
P("Die festgestelle Fußspur gehört zu Fabian" | "Die festgestelle Fußspur wurde am Tümpel in Klein Upahl gefunden").

Während der tatsächliche Wert für die erste Wahrscheinlichkeit vielleicht irgendwo bei um die 50 % rumdümpeln dürfte (Der Trassologe hat hier leider nur eine qualitative und keine quantitative Aussage getätigt) dürfte der tatsächliche Wert für die bedingte zweite Wahrscheinlichkeit bei weit über 90 % liegen.
In der Vergangenheit habe ich bereits mit vereinfachten Annahmen, die alle zu Gunsten der Angeklagten getroffen wurden, eine grobe untere Schranke für diese bedingte Wahrscheinlichkeit ermittelt.

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Meiner Meinung nach sind die Fußspuren sogar das stärkste Indiz in diesem Fall überhaupt.
Denn für diejenigen Fußspuren, die am Hochsitz vorbei gelegen gefunden wurden, direkt nebeneinander lagen und Fabian und Gina zugeordnet wurden, gibt es auch nach der (voraussichtlich beendeten) Beweisaufnahme nur die Erklärung von Ohm (sinngemäß: "Ein Pammy ist ein Allerweltsschuh, den kann jeder getragen haben").
Diese Erklärung für die Fußspuren seiner Mandantin beziehen sich aber nur auf die Wahrscheinlichkeit P("Die festgestelle Fußspur gehört zu Gina") .

Auch das Gericht dürfte diesen Fußspuren eine extrem hohe Bedeutung beimessen. Nicht umsonst hat der Richter sowohl CD, als auch OK als auch Gina mindestens jeweils drei mal gefragt, ob man noch in Richtung des Hochsiztes gegangen sei.
Und lustigerweise hat selbst Gina gesagt, dass sie dort nur hingehen wollten, dann aber die Leiche gefunden haben und dann dort nicht mehr in diese Richtung weitergegangen sind, sondern schnell wieder zurück zum Auto.
Wie gesagt eine Aussage, die mindestens zweimal durch weiteres Nachhacken des Richters bestätigt wurde.

Der clevere Schütt, der selbstverständlich weiß, was eine bedingte Wahrscheinlichkeit ist, hat dieses Geschenk natürlich dankend und stillschweigend angenommen und sie nicht damit konfrontiert, dass dort aber Fußspuren gefunden wurden, die man ihr potentiell zuordnen konnte. Denn er wusste genau, konfrontiert er sie damit, kommt Gina mit einer weiteren Lüge, um die Ecke, die ihm in seiner Urteilsbegründung viel mehr Aufwand macht als ein "Hat die Angeklagte auf Nachfrage zweimal selbst so bestätigt".
Der Kommissar
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Der Kommissar »

In den letzten Wochen gab es ja ziemlich viel zu lesen und umso mehr neue Theorien / Hypothesen
und die Spitze für mich war die zu erwartende Einschätzung des Gutachters, dass eine Schuldfähig
vorliegt. Es scheint ja jetzt alles auf G als alleinige Tatverdächtige hinzudeuten, jedoch halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass es Mitwissen oder doch einen neuen TV gibt.

Insbesondere Frage ich mich warum G im Telefonat mit O. K. erwähnt hat, dass sie die hinteren Fußmatten entfernt hat. Die DNA von F wurde doch vermehr im Fußraum im vorderen Bereich gefunden. Das lässt den Gedanken zu, dass F sich bei der Abholung im vorderen Fußraum „verstecken“ sollte und eine zweite Person evtl. mit im Fahrzeug saß und dort Fußabdrücke vorhanden waren. Besonders das Telefonat wirft bei mit mehr Fragen auf als es Beantwortet.

O. K. schien ja irgendwie heiter gewesen zu sein und gab noch Tipps bzgl. Absetzen und Auslieferung. Auch gab es da kein Nachfragen warum G dies macht oder so eine Panik hat. Also wenn ich von einer Freundin so ein Anruf bekomme erfrage ich schon rein Interessenshalber warum sie sowas macht und warum so eine extreme Panik vorliegt. Da ich auch immer Frei rede würde ich Ihr mein Unbehagen mitteilen egal ob es meine gute Freundin / Nachbarin ist. Das Telefonat ist in meinen Augen sehr suspekt und zu abgeklärt oder Ruhig verlaufen. Genau so wie wie die über 1000 gelöschten Nachrichten von C. Das wirft doch eher noch mehr Fragen auf.
Passiver Leser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Passiver Leser »

Hi zusammen,
lese hier seit Monaten schon mit und bin eigentlich kein großer Schreiber in Foren.

Immer wieder wird ja diskutiert, warum GH genau an dem Morgen zum Wohnort von F gefahren ist, woher sie morgens schon wusste dass er krank ist, wie sie es geschafft hat ihn ungesehen wegzulocken, dass es generell bis auf die 1-2 Kamrea Bilder einfach null spuren gibt, etc.
Für mich wirkt es auch alles viel zu geplant, als dass das morgens eine "spontane" Situation war die sie genutzt hat. Da hätte sie sicher mehr Spuren hinterlassen. Sie ist ein Mensch der die totale Kontrolle will, die wird vorher alles dahingehend organisiert haben, damit alles so gut es geht nach ihrem Plan läuft (also zB. sie sicher ist dass F auch sofort und ohne Zeit zu verlieren mitgeht, er das Handy zuhause lässt, Falls F in einem Mehrfamilienhaus wohnte: Mega Risiko dass sie ein Nachbar sieht wenn die da einfach klingelt, etc.).

Mich beschäftigt eine Theorie:
F muss vorher gewusst haben dass sie ihn abholt!
Sie sollen sich ja am Vortag bereits ein paar Minuten getroffen haben können. Könnte GH dort bereits nicht alles arrangiert haben?
Entscheidender Punkt für mich wäre: F war eigentlich gar nicht wirklich krank am Tattag. Sie hat am Vortag unter dem Vorwand zB. irgendeiner tollen gemeinsamen Unternehmung F dazu bewegt, sich am nächsten Tag krank zu melden um alleine daheim zu sein. Dann haben sie vereinbart, dass er um X Uhr raus kommt, vllt hat sie irgendwo um die Ecke gehalten wo keine Häuser stehen etc. (bin nicht Ortskundig, keine Ahnung wie es da aussieht).
Der Rest ist dann die bekannte Geschichte mit all ihren Widersprüchen ...

So passt das alles viel besser für mich. Sie kann die ganze Tat komplett durch planen. Dann musste sie nur warten bis sie irgendwann mal auf F trifft um sich mit seiner vorgeschobenen Krankmeldung für den nächsten Tag zu verabreden. Würde auch erklären warum der Ranger schon Woche vorher vom Netz ging: Weil es eben jeden Tag soweit sein konnte und (wie der Sachverständige ja sagte) es nicht so easy mal eben gemacht ist wie ein Handy in den Flugmodus zu setzen.
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