MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Gastikus
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Heckengäu hat geschrieben: ↑Dienstag, 09. Juni 2026, 12:21:3409.06.2026 - 12:28 Uhr
Selbstmordversuch, um Mitleid zu erregen?

Der Beamte berichtet nun über die Auswertung des Handys von Matthias R., Fabians Vater: Am 21. August 2025 berichtet er von einem Suizidversuch von Gina H. Er habe Gina im Pferdestall bewusstlos und an den Armen blutend gefunden. „Aber naja, so wie du sagst, sie weiß genau wo sie ansetzen muss“, schreibt er einem Freund. Er wertet den Suizidversuch so, dass Gina H. Mitleid erregen möchte
16.08. und 21.08. sind bestätigt
Der Tag an dem J zu Olaf rüberging war ein Meltdown und kein Suizidversuch. Trotzdem rief Olaf die 112 und J blieb erstmal bei ihm.
Dies soll ausdrücklich nach den Suizidversuchen nach der Trennung stattgefunden habe. Weiter komme ich nicht bei der Thematik ^^
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Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Waren Ginas Social-Media-Posts eigentlich jemals Thema bei Gericht? Ich kann mich nicht daran erinnern. MMn sind sie aufschlussreich genug, um in die Ausarbeitung eines Motivs u/o in die psychiatrische Einordnung ihres Gesundheitszustandes/ ihrer Persönlichkeit einbezogen zu werden.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 17:38:17Entscheidend kommt es an auf unmittelbar tatbezogene Indizien.
[….]
Unmittelbar tatbezogene Indizien können beispielsweise sein:
[…]
► Videoaufzeichnung der Tat,
► Augenzeugen der Tat,
► DNA oder Fingerabdrücke auf der Tatwaffe,
► DNA des Angeklagten am Opfer,
► DNA des Opfers beim Angeklagten,
► Schmauchspuren am Angeklagten (falls Schussverletzung),
► ein glaubhaftes Geständnis,
► Täterwissen (unter bestimmten Umständen).
Unmittelbar tatbezogene Indizien wären nach deiner Auflistung im vorliegenden Fall das Wissen um den Ereignisort, zu dem die Angeklagte nacheinander 3 verschiedene Personen führte, sowie Faserspuren an der Leiche, die ihren Kleidungsstücken entstammen können.

Welcher Indizienwert wird deiner Meinung nach dem Umstand beigemessen, dass Gina H. sich zur Zeit von Fabians Verschwinden in der Nähe seiner Wohnadresse aufhielt, ihr Handy ausgerechnet zur mutmaßlichen Tatzeit als außergewöhnliche Maßnahme ausgeschaltet hatte und anschließend aus Richtung des Ereignisortes kommend durch Klein Upahl gefahren ist?

^^^^^^
Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 19:38:48RA Ohms Vergleich mit dem Eiskeller-Fall ist nicht aus der Luft gegriffen – nur leider sehr unspezifisch formuliert.
Das sehe ich anders und geh sogar so weit, Ohms Vergleich der beiden Fälle als unanständig zu bezeichnen. Fabian wurde zweifelsfrei ermordet. Ein Unfall kam [anders als im Fall Hanna] zu keiner Zeit in Betracht.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
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Gastikus
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Ich würde eher eine Unterscheidung zwischen tatrelevanten Indizien und motivrelevanten Indizien treffen und demnach sortieren.
Da kann man sicherlich auch nochmal Unterkategorien benennen, muss aber nicht sein. Am Ende kommt es doch auf die Gesamtschau und Schlüssigkeit der Zusammenhänge und nicht auf Verschachtelungen und Schulnoten von 1 bis 6 an.
15.10.2026 - 22:06 Uhr https://www.bild.de/news/inland/fall-fa ... f92ddddc60
Bildle hat geschrieben:Das ist das wichtigste Indiz im Fall Fabian
laut Isabel Pfannkuche im Gespräch mit Kai Feldhaus
https://www.youtube.com/watch?v=kBYXXK30KcM
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Spekulatiant »

Gastikus hat geschrieben: ↑Mittwoch, 16. September 2026, 16:42:12Den Verteidigern war klar (genauso wie jetzt allen anderen -Ausnahme MR- im Gerichtssaal), dass die Videoaufnahme + Kenntnis von Gina H.s Nummernschild eindeutig eine Identifizierung ermöglicht. Genau deswegen wurde die Bankgeschäfte/ Portemonnaie Story entwickelt.
Den Verteidigern war klar (genauso wie jetzt allen anderen -Ausnahme MR- im Gerichtssaal), dass die Videoaufnahme + Kenntnis von Gina H.s Nummernschild eindeutig eine Identifizierung ermöglicht.

Wenn das so eindeutig feststellbar gewesen sein sollte, dürfte der Ladenbetreiber sich allerdings strafbar gemacht haben:



Eine Laden-Überwachungskamera darf vorbeifahrende Nummernschilder im öffentlichen Straßenverkehr grundsätzlich nicht erfassen.
In Deutschland verstößt eine solche Erfassung gegen die strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
Zuletzt geändert von Sronson am Freitag, 16. Oktober 2026, 22:20:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatkopf ergänzt
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Catch22 »

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 Das sehe ich anders und geh sogar so weit, Ohms Vergleich der beiden Fälle als unanständig zu bezeichnen. Fabian wurde zweifelsfrei ermordet. Ein Unfall kam [anders als im Fall Hanna] zu keiner Zeit in Betracht.
Mit keinem Wort war die Rede davon, Fabian könnte einem Unfall zum Opfer gefallen sein. Das abstrakte Stichwort lautet vielmehr (falls RA Ohm überhaupt ausgerechnet darauf abgezielt haben sollte): alternativer Geschehensablauf. Daneben gibt es eine ganze Flut weiterer möglicher Parallelen, die RA Ohm gemeint haben könnte. Hatte ich dies nicht deutlich genug herausgearbeitet?

Bitte lies nochmal die schwerpunktmäßige Zusammenfassung zum Eiskeller-Fall (im letzten Spoiler) sowie den einleitenden Text davor:
viewtopic.php?p=366906#p366906

Der Begriff „Eiskeller“ wird in einem deutschen Gerichtssaal nicht zum letzten Mal gefallen sein. Er hat noch eine große Karriere vor sich. Und dies ist alles andere als unanständig. Der Eiskeller-Fall ist eine bitterernste Mahnung!

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 Unmittelbar tatbezogene Indizien wären nach deiner Auflistung im vorliegenden Fall das Wissen um den Ereignisort, zu dem die Angeklagte nacheinander 3 verschiedene Personen führte, …
Nicht zwingend. In Frage käme sogenanntes Täterwissen. Zu klären wäre, ob Gina H. den Fundort nur als Täterin gekannt haben kann oder ob es alternative Erklärungen gibt (z. B. Schlittenfahren, Suchaufrufe in Social Media).
Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 … sowie Faserspuren an der Leiche, die ihren Kleidungsstücken entstammen können.
„Können“ ist sehr schwach. Wäre die Herkunft der Fasern zweifelsfrei geklärt und könnte eine berechtigte Übertragung bei anderer Gelegenheit mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, wäre in diesen Faserantragungen ein unmittelbar tatbezogenes Indiz zu sehen. Sonst eher nicht.

Denkbare Fragestellungen: Seit wann war Fabian im Besitz des betreffenden Kleidungsstücks? Bestand vor der Tat schon länger kein Kontakt mehr zwischen Gina H. und Fabian? Ist das betreffende Kleidungsstück ein Massenprodukt? Kommen auch andere als Spurenverursacher in Betracht?

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 Welcher Indizienwert wird deiner Meinung nach dem Umstand beigemessen, dass Gina H. sich zur Zeit von Fabians Verschwinden in der Nähe seiner Wohnadresse aufhielt, …
Kein unmittelbarer Tatbezug.
Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 … ihr Handy ausgerechnet zur mutmaßlichen Tatzeit als außergewöhnliche Maßnahme ausgeschaltet hatte …
Kein unmittelbarer Tatbezug.
Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:35:33 … und anschließend aus Richtung des Ereignisortes kommend durch Klein Upahl gefahren ist?
Kein unmittelbarer Tatbezug.

Gastikus hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:45:08 Ich würde eher eine Unterscheidung zwischen unmittelbar tatbezogenen Indizien und motivrelevanten Indizien treffen und demnach sortieren.
Bist Du Dir über die Rechtsprechung des BGH bewusst? Vielleicht ist man ja in Karlsruhe offen für neue, kreative Vorschläge. ;-)

Gastikus hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:45:08 Am Ende kommt es doch auf die Gesamtschau und Schlüssigkeit der Zusammenhänge …
Richtig. Aber eben nicht nur.
Gastikus hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:45:08 … und nicht auf Verschachtelungen und Schulnoten von 1 bis 6 an.
Davon war keine Rede.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 22:12:30Denkbare Fragestellungen: Seit wann war Fabian im Besitz des betreffenden Kleidungsstücks? Bestand vor der Tat schon länger kein Kontakt mehr zwischen Gina H. und Fabian? Ist das betreffende Kleidungsstück ein Massenprodukt? Kommen auch andere als Spurenverursacher in Betracht?
Es geht um eine Faser, die auf dem Rücksitz von Ginas PickUp gefunden wurde. Diese Faser könnte zu einem Pullover Fabians gehören, den er erst nach dem letzten Kontakt zu Gina bekommen hat. Bei dem Pulli handelt sich um ein Massenprodukt.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Gastikus hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 20:45:08 Am Ende kommt es doch auf die Gesamtschau und Schlüssigkeit der Zusammenhänge und nicht auf Verschachtelungen und Schulnoten von 1 bis 6 an.
15.10.2026 - 22:06 Uhr https://www.bild.de/news/inland/fall-fa ... f92ddddc60

laut Isabel Pfannkuche im Gespräch mit Kai Feldhaus
Kai Feldmaus BILD hat geschrieben:Das ist das wichtigste Indiz im Fall Fabian
IMG_5071.jpeg
IMG_5071.jpeg (221.36 KiB) 255 mal betrachtet
visual BILD.de Google Earth Pro l Kartenbasis: Google Earth Pro
Quelle: Gedächtnisrotokoll vom 8. Prozesstag l Stand: 2.6.2026

Das ist die Hauptbasis unserer Information. Da es sich um ein Gedächnisprotkoll handelt kann sie Fehler enthalten

Ein weiteres Zeugnis handschriftlicher Art gibt es von HET @ich bins LIVE im Gerichtssaal an Tag 8 :
skizze schweinesuhle.jpeg
skizze schweinesuhle.jpeg (569.23 KiB) 255 mal betrachtet
Im Groben stimmen sie überein. Es sind aber die Feinheiten die sie unterscheiden:
Diese Skizze ist noch aufschlussreicher, da sie zusätzliche Spuren von Fabian und Gina rechts und oberhalb der Sausuhle Richtung Hochsitz zeigen.
Ein Dilemma ist der Punkt an der der Hochsitz steht. BILD und Skizze stimmen hier überein.
Google Earth zeigt etwas anderes. Zudem sind es in Wirklichkeit 2: Ein niederer nahe an der Schweinesuhle und ein höherer oberhalb davon:
j.JPG
j.JPG (390.34 KiB) 255 mal betrachtet
Nun kann man sehen dass in BILD und Skizze der obere Hochsitz eingezeichnet ist. In der Nähe von diesem sind ebenfalls Spuren von Fabian und Gina gefunden worden.
In der Befragung nach der Einlassung befragte der Kammervorsitzende die Angeklagte mindestens 1 x ob sie am Hochsitz gewesen sei.
Was sie verneinte. So hatte er sie in einer weiteren Falle gefangen - wie eine Maus von bescheidener Grösse (Wie die Maus in meiner Küche die nach 5 Tagen endlich! über Nacht in die Lebendfalle mit Käse ging und heute morgen ziemlich betröppelt drin hockte :P , nachdem sie die Schlagfallen meidete mit leckerem Speck. Die kleinste Waldmaus die ich je sah: 4cm ohne Schwanz, der wiederum Körperlänge misst. Ich fuhr sie per Rad Fahrtwindgeschützt in Küchenpapierplastik vor ein Haus, in dem eine schwarze Katze wohnt. Wie es Waldmäusen üblich ist, sprang sie nach Freilassung in Kängurusprüngen der Hinterbeine in den Garten und wurde hoffentlich von der tüchtigen Katze bereits gefangen und verzehrt! :D )
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Spekulatiant hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 21:41:50 Wenn das so eindeutig feststellbar gewesen sein sollte, dürfte der Ladenbetreiber sich allerdings strafbar gemacht haben:
Du kannst ja eine Überprüfung veranlassen, ob die Überwachungskamera nicht so positioniert werden kann, dass zukünftig keine Nummernschilder von vorbeifahrenden Fahrzeugen mehr erfasst werden.
Fakt ist nunmal, dass mit der Kenntnis von Ginas Nummernschild eine Übereinstimmung mit dem verpixelten Videoaufnahmen des Geschäfts möglich war. Und weil es doch schon verpixelt war kann es gut möglich sein dass eine Funktion vorliegt, die automatisch Kennzeichen verpixelt wenn Aufnahmen gespeichert werden. So etwas existiert tatsächlich :shock:
Tu dir keinen Zwang an. Wenn du vermutest, dass dort strafrechtlich relevant Datenschutz mit Füßen getreten wird, dann hoffe ich doch sehr, dass du für mehr Gerechtigkeit sorgen wirst und dann wieder besser schlafen kannst.
Ohm und Löcker hatten zumindest nichts in diese Richtung kritisiert, vielleicht kennst du dich da einfach besser aus.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 22:38:21
Ein Dilemma ist der Punkt an der der Hochsitz steht. BILD und Skizze stimmen hier überein.
Google Earth zeigt etwas anderes. Zudem sind es in Wirklichkeit 2: Ein niederer nahe an der Schweinesuhle und ein höherer oberhalb davon:
Es ist nur 1er ; )
Lass dich nicht von Schatten täuschen. openstreetmap bestätigt ebenso 1 Hochsitz. 2 Stück an diesem Tümpel macht auch grundlegend keinen Sinn.
Wer ist Jäger und weiß um 1 Stelle in ganz Deutschland wo 2 dieser Dinger so dicht -wenige Meter- beeinander stehen, sodass sich Jäger gegeseitig abknallen?
Ansonsten Ja, Bild hat das im Gedächtnisprotokoll versemmelt. Der braune Kreis gehört an die Westflanke des Tümpels. Meine Vermutung ist, dass die Aufnahme im Gericht näher rangezoomt war...
Hier zum selber ermitteln: 3:51 ff Rundflüge um den Tümpel https://youtu.be/SuV_tMuEPUg?t=231
Bild
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 22:12:30 Bitte lies nochmal die schwerpunktmäßige Zusammenfassung zum Eiskeller-Fall (im letzten Spoiler) sowie den einleitenden Text davor:
viewtopic.php?p=366906#p366906

Der Begriff „Eiskeller“ wird in einem deutschen Gerichtssaal nicht zum letzten Mal gefallen sein. Er hat noch eine große Karriere vor sich. Und dies ist alles andere als unanständig. Der Eiskeller-Fall ist eine bitterernste Mahnung!
Herzlichen Dank für deine Mühe!

Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass die beiden Fälle nicht vergleichbar sind, nur weil es sich um Indizienprozesse handelt. Dazu einige Gedanken:

> Im Eiskellerfall war die alternative Unfallhypothese doch ein zentraler Punkt. Im Mordfall Fabian gibt es keinen alternativen Ablauf wie einen Unfall. Fabian wurde verbracht & ermordet.
> Gina hat sich durch ihre Widersprüche & Falschaussagen selbst belastet. Hinzu kommen die 3 Tümpelzeugen, deren Aussagen auf eigenen Wahrnehmungen & Erlebnissen beruhen und nicht etwa auf Hörensagen wie im Eiskellerfall. Die Ausgangslage ist also eine völlig andere.
> Im Fall Fabian ergibt sich [anders als im Eiskellerfall] mind. 1 Motiv aus dem konkreten, offensichtlich belasteten Beziehungsgeflecht zwischen der Angeklagten, ihrem Partner [dem Vater des Opfers] und dem Opfer —> Zwischen Angeklagter & Opfer bestand eine ganz persönliche Beziehung. Ein weiteres konkretes Motiv ergibt sich aus der finanziellen + wirtschaftlichen + arbeitskraftbezogenen Abhängigkeit der Angeklagten vom Vater des Opfers.
> Nicht unerwähnt bleiben sollte auch das Bemühen der Gina H., noch vor dem offiziellen Fund der Leiche ein Alibi zu generieren, sowie ihre nachtatrelevanten Internetrecherchen.

—> Aus der Gesamtheit der Indizien ergibt sich mMn ein völlig anderes Bild als im Eiskellerfall. Ohms Vergleich der beiden Fälle kann man daher nur als reißerisch & unanständig bewerten.

^^^^^^
Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 22:38:21 Ein weiteres Zeugnis handschriftlicher Art gibt es von der Foristin Jeanne - es ist mir so peinlich als möglich dass ich es nicht mehr sicher weiss :oops:
Diese Skizze stammt von Ich bins.
http://het-forum.de/viewtopic.php?p=348 ... 22#p348693
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https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Gastikus hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 23:05:05 Es ist nur 1er ; )
Lass dich nicht von Schatten täuschen. openstreetmap bestätigt ebenso 1 Hochsitz. 2 Stück an diesem Tümpel macht auch grundlegend keinen Sinn.
Wer ist Jäger und weiß um 1 Stelle in ganz Deutschland wo 2 dieser Dinger so dicht -wenige Meter- beeinander stehen, sodass sich Jäger gegeseitig abknallen?
Ansonsten Ja, Bild hat das im Gedächtnisprotokoll versemmelt. Der braune Kreis gehört an die Westflanke des Tümpels. Meine Vermutung ist, dass die Aufnahme im Gericht näher rangezoomt war...
https://a1.ax1x.com/2026/10/16/OiGuv.png
Mitnichten! Es ist zwar ein superscharfes Bild und wohl mit einer Drohne erjagt, aber oben fehlt der entscheidende Bereich.
2 Anstände haben ihre Berechtigung: Der untere, niedere um Enten, Wildgänse und entflohene Kakadus mit Schrot abzuknallen und der obere, höhere Ansitz, um mit Kugelbüchsen Sauen zu ertöten
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

Heckengäu hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 23:16:35 Mitnichten! Es ist zwar ein superscharfes Bild und wohl mit einer Drohne erjagt, aber oben fehlt der entscheidende Bereich.
Bei allem Respekt, der fehlt nicht. Wenn mich jemand mit der Gegenprobe überzeugt und mir 2 Hochsitze zeigen kann gerne.
Bis dahin bin ich fest von der Existenz von genau 1 Hochsitz am Tümpel überzeugt. Schatten zählen net ^^
Spoiler
Bild
Großzügig markiert: Da ist nichts
Bild
OSM hat alle Jägersitze, Aussichtstürme und Picknickplätze in der Umgebung eingezeichnet https://karte.openstreetmap.de/#map=18/ ... 8/12.04937
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE: ... to/Symbols
Bild
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 17:38:17 Indizien und Ohms Eiskeller-Vergleich

Die Beweisaufnahme ist abgeschlossen. Nur noch die Schlussvorträge und das Urteil stehen aus.

Da ich selbst nicht ganz auf dem Laufenden bin und mich auch nicht in die Diskussion einmischen will,
:D

Ergänzend, Korrektur: Die Beweisaufnahme ist nicht abgeschlossen
Spoiler
Eine von mehreren Quellen dazu:
8. Oktober 2026, Ra der Nebenklage, Habetha, spricht über den 32. Prozesstag, an dem der Gutachter Dr. Peter Keiper vor Gericht gesprochen hat
6min18

[Frage]
Eine letzte Frage, was wie wichtig war dieser Tag heute für Ihre Mandantin? Wie geht's ihr jetzt?

[Antwort]
Na ja, wie soll's ihr gehen? Die Beweisaufnahme ist nicht geschlossen. Sie ist für heute beendet und wir sind aufgefordert, uns auf die Pledoyers vorzubereiten. Wir wären also wir, das die Staatsanwaltschaft und ich für den 29. die Verteidiger für den 30.

Äh, aber dadurch, dass die Beweisaufnahme noch nicht geschlossen ist, kann es da immer noch Anträge geben, sozusagen.

Ich hoffe nicht, dass es noch irgendwelche Überraschungen geben könnte, die dann zu einer weiteren Verfahrensverzögerung führen würden.

https://youtu.be/MXeO-Xich-Q?t=378
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Spekulatiant »

eine laufende Gerichtsverhandlung kann wegen weiterer Ermittlungen unterbrochen oder ausgesetzt werden. Wenn während des Prozesses neue Beweismittel auftauchen, Zeugen überraschend benannt werden oder Ermittlungen zu neuen Tatvorwürfen nötig sind, sieht das Gesetz dafür Mechanismen vor.
Die deutsche Strafprozessordnung (StPO) unterscheidet dabei zwischen einer kurzzeitigen Unterbrechung und einer vollständigen Aussetzung des Verfahrens:

1. Unterbrechung (kurze Pause)

Reichen wenige Tage oder Wochen aus, um die Ermittlungen durchzuführen (z. B. das Nachfordern eines schnellen Gutachtens oder die Nachvernehmung eines Zeugen), wird die Hauptverhandlung unterbrochen. Gemäß § 229 StPO gelten hierfür jedoch strenge Fristen:
• Maximale Dauer: Eine Hauptverhandlung darf grundsätzlich maximal drei Wochen unterbrochen werden.
• Ausnahme: Hat der Prozess vor der Pause bereits an mindestens zehn Tagen stattgefunden, darf die Unterbrechung bis zu einem Monat dauern.
• Folge bei Fristüberschreitung: Wird diese Frist überschritten (weil die Ermittlungen doch länger dauern), platzt der Prozess. Das Verfahren muss dann komplett von vorne begonnen werden.

2. Aussetzung (vollständiger Neustart)

Dauern die neuen Ermittlungen voraussichtlich länger als die gesetzlichen Unterbrechungsfristen von drei Wochen (bzw. einem Monat), reicht eine einfache Unterbrechung nicht aus. In diesem Fall muss das Gericht das Verfahren nach § 228 StPO aussetzen.
• Folge: Der bisherige Prozess wird formal beendet. Nach Abschluss der Ermittlungen wird ein komplett neuer Prozess angesetzt, bei dem alle Zeugen noch einmal gehört und alle Beweise neu erhoben werden müssen.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Catch22 hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 22:12:30 Der Begriff „Eiskeller“ wird in einem deutschen Gerichtssaal nicht zum letzten Mal gefallen sein. Er hat noch eine große Karriere vor sich. Und dies ist alles andere als unanständig. Der Eiskeller-Fall ist eine bitterernste Mahnung!
Das mag zwar stimmen. Doch grundsätzlich gilt: Nicht jede Person, der die vorgeworfene Tat nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, ist zwangsläufig unschuldig. Auch im fast 20 Jahre alten Vermisstenfall Kerstin Lee Langley könnte sich dies mit der für kommenden Montag anberaumten Pressekonferenz bewahrheiten.

https://www.swp.de/unterhaltung/tv/akte ... 04249.html
https://www.tvaktuell.com/mediathek/vid ... -entdeckt/
https://www.mittelbayerische.de/lokales ... z-22218098

^^^^^^
Spekulatiant hat geschrieben: ↑Freitag, 16. Oktober 2026, 23:51:17 eine laufende Gerichtsverhandlung kann wegen weiterer Ermittlungen unterbrochen oder ausgesetzt werden […]
Könntest du hierzu bitte noch die Quelle[n] angeben?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Kalle hat geschrieben: ↑Donnerstag, 17. September 2026, 13:54:13 Wie man es dreht und wendet, es macht einfach keinen Sinn am 18.10., weder von der Wortwahl noch vom Verhalten. Und DAS hätte RF im Zeugenstand begründen sollen, und nicht irgendwelche Vorführungen als "Beweis". M.E. hätte es nicht geschadet sie vorzuladen. Meine Güte auf die 10 Minuten wäre es nun auch nicht angekommen.

Zumal der 18. ein Sonnabend war und es daher AUCH einen " letzten Freitag" nämlich den 17. gegeben hätte..
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Spekulatiant hat geschrieben: ↑Samstag, 17. Oktober 2026, 00:06:23 Zumal der 18. ein Sonnabend war und es daher AUCH einen " letzten Freitag" nämlich den 17. gegeben hätte..
Fabian ist am Freitag, dem 10.10., verschwunden. Wenn das Video vom Samstag, 18.10., stammt, ist mit „letzten Freitag“ der 10.10., gemeint und nicht der 17.10., der aus Sicht des Samstags nämlich in derselben Woche lag.

10.10. = letzten Freitag
17.10. = diesen Freitag

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