Sronson hat geschrieben: ↑Dienstag, 20. Oktober 2026, 11:03:07
Hallo Maria,
ich denke nicht, dass ein Gerichtsmediziner alle
theoretisch denkbaren Todesursachen & Tatwerkzeuge explizit ausschließen muss. Stattdessen konzentriert er sich doch auf diejenigen, die
ernsthaft in Betracht kommen. Nach jetzigem Stand gibt’s mMn keinen ernsthaft infrage kommenden Alternativansatz zu der Feststellung, dass Fabian
von einer anderen Person mit einem messerähnlichen Gegenstand
gezielt getötet wurde.
https://www.stern.de/gesellschaft/mordf ... 94284.html
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... n-200.html
Der NDR-Bericht bezieht sich auf den Fallanalytiker nicht auf den Rechtsmediziner.
Ist im Gutachten des Rechtsmediziners ausdrücklich von einem Overkill die Rede oder ist das eine vom Fallanalytiker aus dem Gutachten des Rechtsmediziners abgeleitete Schlussfolgerung als Erklärung für die vielen Stichwunden?
Könnte man diesen Umstand der hohen Anzahl an Stichwunden nicht auch anders interpretieren?
Vielleicht wusste der Täter ja auch ganz genau wie er so zustechen muss, dass es tödlich ist und hat seine Professionalität dadurch kaschiert, dass er öfter zugestochen hat, als es für die Tötung des Jungen notwendig gewesen wäre?
Sollte es nur so aussehen als ob er in Rage gewesen wäre?
@Gastleser
Ich tue mich mit der Erklärung des Fallanalytikers für die nicht festgestellten Händigkeit deshalb schwer, weil der Täter angesichts dessen, dass es mehrere Stichwunden gab ja auch die Position geändert haben müsste, um in der Geraden zu bleiben oder nicht? Auf so etwas achtet man bei einem Overkill? Würde das dann nicht eher zu einem Profi passen?
Gerade wegen der nicht festgestellten Händigkeit denke ich schon länger über eine schneidefähige Maschine nach. Aber vielleicht wäre ein schneidefähiger Gegenstand in Art einer Schere denkbar, die zudem in der Lage wäre, zwei Stichwunden gleichzeitig zu letzten.