Vor 3 Minuten
Svenja Hoffmann
„Von diesen tausend Spuren haben wir in der Hauptverhandlung sehr wenig gehört"
„Ich komme zu dem Ergebnis, dass ein Tatnachweis der Angeklagten zum Nachteil des Fabian nicht zu führen ist", sagt Ohm.
Er gibt während seines Plädoyers einige Zeugenaussagen wieder, unter anderem die Aussagen der kindlichen Zeugen, die Fabian noch am 10.10. am Nachmittag gesehen haben wollen. Das soll Gina H. entlasten, steht jedoch im Gegensatz zu den Ermittlungen. Die haben ergeben, dass Fabian zu dem Zeitpunkt nicht mehr gelebt haben dürfte.
„Herr Staatsanwalt, sie sagten, es wäre eine unverrückbare Beweislage. Nein, die gibt es nicht", betont Ohm. Die Staatsanwaltschaft sei einmal in der Presse zitiert worden, man müsse über 1.000 Spuren auswerten und das werde Zeit in Anspruch nehmen. „Von diesen tausend Spuren haben wir in der Hauptverhandlung sehr wenig gehört", so Ohm.
Richter Holger Schütt wirkt sehr verwundert, er reißt die Augen weit auf und pustet Luft heraus.

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