Fragjanur hat geschrieben: ↑Montag, 02. November 2026, 16:46:19
Weiterhin wissen wir z.B. gar nicht, was in den Akten im Selbstleseverfahren steht. Auch hier hat die liebe Gina diese einfach nicht gelesen, wie sie angab und trotzdem ihre Einlassung verfasst, obwohl in denen möglicherweise ganz andere Ermittlungsergebnisse zu finden waren, die sie einfach nachlässigt und selbstverliebt wie sie ist, nicht mal gelesen hat.
Naja also Die Ermittlungsakte räumst du aber auch sehr häufig aus dem Regal
Man kann ja nun nicht immer alle Gegenargumente mit Ermittlungsakte entkräften und eigene Argumente damit stärken
Sooo ergiebig wird das denke ich gar nicht mehr sein was da noch verborgenes drin steht. Da steht auch extrem viel zu Gina drin, ihr gesamtes Vorleben, viele viele Ermittlungen die ins Leere geführt haben etc.pp.
Und weil einmal Gina mit dem Lesen nicht hinterher kam, sei es aus technischen Gründen oder was anderes, gilt das ja nicht für alle Zukunft. Wichtiger ist ja, dass ihre Verteidiger alles lesen und kennen.
Weiterhin ist das eine Unterstellung, dass die Kammer sich nur auf Gina H. eingeschossen hätte, das weißt du doch gar nicht, wer da alles überprüft wurde und wie das Urteil begründet sein wird? Man konnte an Richter Schütt sehr gut sehen, dass er sehr detailliert gefragt hat und sehr aufmerksam die Ermittlungsergebnisse geprüft zu haben schien.
Die Verteidiger sehen das auch so. Ich muss mich aber hier nicht für die und deren Arbeit rechtfertigen.
Wo bestand denn das Problem, die Anträge vernünftig zu begründen? Was genau hat man denn selbst für Fragen an die Zeugen gehabt? Welchen Zeugen konnte man denn innerhalb der Befragung komplett entkräften?
Hast du alle Begründungen vorliegen? Ich nicht. Ich habe einen Tag erlebt, in dem eine Salve von 7 oder 8 Anträgen in sehr langatmigen Amtsdeutsch inklusive Begründungen vorgetragen und direkt im Anschluss bei all diesen Anträgen in gleichfalls langatmigem und beinahe gleichem Wortlaut beantragt wurde abzulehnen.
Nach meinem Empfinden waren das nicht so viele Anträge als dass man die noch hätte einbauen können. Manche Prozesstage waren ja vor dem Mittag bereits fertig. Man hätte nicht unbedingt viele zusätzliche Tage gebraucht. Wenn überhaupt.
Dass Ch.D nicht die ganze Wahrheit gesagt hat und vermutlich doch ein gesteigertes Interesse an Gina hatte, sieht man an dem, was da zutage kam. Diese unzähligen Nachrichten und die Treffen, wo er sofort alles stehen und liegengelassen zu haben schien, die SN, die Fotos. Da bedeutet aber noch keine Tatbeteiligung.
Nochmal, es geht nicht um Tatbeteiligung wenn da einer als Zeuge sitzt. Was willst du den auch Fragen über ihn selbst? Wie vorgeschlagen wurde unter Eid? Dann gibts gar keine Aussage.
Wenn du als Verteidigung anfängst gegen Zeugen Anträge zu stellen wird das wie man hier sieht abgelehnt. Wie die StA es gerne formulierte "dient lediglich der Ausforschung". Naja.....
Wie war das mit der Polizistin die zu Matthias' Alibi aussagen sollte? Verhindert. Kam die später nochmal? Keine Ahnung. Den Ablauf des Verfahrens, die Ermittlungen und die geladenen Zeugen bestimmt ja nicht die Verteidigung. Wenn die Ermittlungen vorneweg scheiße waren wird auch das Verfahren scheiße (bzw gut/gut, um die Diskussionsgefahr hier zu minimieren). Als StA muss man sich halt überlegen ob alles was man so ermittelt hat für eine Anklage/Haftbefehl ausreicht. Und nicht erst während dann der Prozess gegen eine konkrete Person läuft.
Und zu den Kinderzeugen. Hat der Vater des Jungen, der angab, den Fabi nachmittags noch gesehen zu haben, am selben Abend sein Kind gefragt? Dorina soll erst um 20:30 die Vermisstenanzeige getätigt haben. War der Vater am selben Abend noch bei der Polizei, um seine und die Aussage seines Kindes zu machen? Ist das so zeitnah passiert, da Fabi da ja "nur" vermisst wurde und eine große Chance bestanden hätte, ihn zeitnah ausfindig zu machen - gehen wir mal vom Normalfall aus und vernachlässigen, dass er da schon erstochen, tot, angezündet seit den Mittagsstunden am Tümpel lag.
Hätte man leicht klären können indem man ihn vorgeladen hätte. Zehn Minuten hätten gereicht. Abgelehnt. Dabei hätte er auch bestätigen können, dass er unter den Eltern war, die Dorina alle durchtelefoniert hat, bevor sie zur Polizei gegangen ist. Oder auch nicht. Natürlich konnte er es so schon vorher wissen.
Wann er oder sein Sohn befragt wurden und wann er sich meldete, steht bestimmt in den Ermittlungsakten
Ob das am Ende zu etwas geführt hätte weiß man nicht, aber es geht hier auch eher um formaljuristische Dinge, die hinterher eben Fragen aufwerfen (warum hat man nicht....?)
"„Wenn man ein bisschen logisch denken tut und eins und eins alles so zusammenzählt, dann kommen nur Fragezeichen raus“