MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Sronson hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 19:12:47 Also ich finde die irrsinnige Scharade, die hier von einigen auf Kosten eines ermordeten Kindes & seiner Mutter veranstaltet wird, auch kaum mehr erträglich und zudem unverantwortlich. Daran hat sich auch nach 2 Tagen Abstand nichts geändert. […..]
Apropos Scharade, passend zum Folgenden:
Sind die Äußerungen von Ra Löcker bezüglich TZ2, sinngemäß „Kriminelle Vergangenheit“, von der Meinungsfreiheit gedeckt, oder gibt es Tatsachen in der Prozessakte, z.B. im Kriminalaktennachweis der Zeugen, die diese Annahme rechtfertigen, oder ist „kriminell“ als eine allgemeine laienhafte Äußerung über ein bestimmtes, sozial unpassendes, Verhalten zu verstehen?

Wo ist die Grenze zwischen Scharade und kritischer Betrachtung, wenn 3 Profis und 2 Amateure als 5 gleichberechtigte Ehrenwerte Richter zu einem Urteil kommen müssen?

Beispiel dafür:
Gastleser hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. November 2026, 20:35:39 2 Meinungen: […..]

NK, Von Martin Trotz, Veröffentlicht: 02.11.2026 • 15:17 Uhr, Video und Skript:
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 07:38:16 Über den Beitrag kann ich nur müde schmunzeln ehrlich gesagt. Ich zitiere aus dem Skript: […..]

Mein Kommentar dazu: […..]
[spoiler
Der Autor dieses Beitrages, Martin Trotz, scheint nach meinen schnellen Recherchen kein Gerichtsreporter zu sein.
Es sieht für mich so aus, als wollte er hier seine Meinung kundtun, weil er möglicherweise gebürtig aus der Gegend stammt. […..]
Quelle: https://www.nordkurier.de/autoren/martin-trotz-3227873
HE_Gffnkkd hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 09:14:38[…..]
Mein Post und die darin enthaltende Vermutung, dass man nicht wüsse, was ein Indizenprozess wirklich ist, bezieht sich […..] auf den Autor des Beitrages, Martin Trotz.[…..]
Martin Trotz hat einen Kommentar geschrieben, und sich dabei vollständig an den Pressekodex gehalten:
Seine Meinung ist Deckungsgleich mit den Plädoyer Inhalten der Verteidigung, aber offen formuliert. Und ausgewogen, im Hinblick auf die gesamte Berichterstattung und beleuchtet eine Alternative Sicht.
Die Formulierungen von Journalisten müssen keine Fachtermini verwenden oder den Ansprüchen eines Juristen genügen, sondern verständlich sein.

Die zwei primären Zielgruppen der Plädoyers von Anklage und Verteidigung sind zwei Nichtjuristen:
Schöff:in 1 und Schöff:in 2.

Das sind ehrenamtliche Laien, und sind besonders dadurch ausgezeichnet, dass sie keine Juristen sind:
Durch Beteiligung von Schöffen in Gerichtsverfahren soll das Vertrauen der Bürger in die Justiz gestärkt und eine lebensnahe Rechtsprechung erreicht werden.

Sie sind ein sichtbarer Ausdruck der Volkssouveränität und sollen zu einer Qualitätssicherung der Rechtsprechung beitragen und ein Instrument zur Rechtserziehung des Volkes darstellen. […..]
Dennoch ist die Beteiligung von Schöffen ein wichtiges Element des demokratischen Rechtsstaates, da sie ein Bindeglied zwischen Staat und Bürger schaffen können. […..]

Andererseits seien Schöffen – gleich der Nationalhymne oder Bundesflagge – ein Symbol, welches eine Rechtsprechung im Namen des Volkes – durch seine Legitimation getragen – verspricht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6 ... r_Richter)
Aus dem Plädoyer, Ra Ohm vom Journalisten zitiert:
[…..] Aber letztlich müssen wir auch mal gucken, was haben wir denn äh bislang belastbares äh an wirklich feststellbaren Fakten, was die Angeklagte belasten äh könnte.

Und denn ich kann ja nur auf belastbaren Fakten oder einer lückenlosen Indizienkette eine Verurteilung der Angeklagten stützen.

Und es kann ja auch nicht Sinn und Zweck eines Strafverfahrens zu sein, jemanden zu verurteilen, sondern es muss ja das Ziel sein, wenn ich verurteile, muss ich mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sicher sein, dass es auch der Täter die Täterin ist.

Und äh deswegen äh so ja leid mir das für die Beteiligten auch tut.
Quelle und noch mehr Zitat:
Spoiler
Gastleser hat geschrieben: ↑Mittwoch, 04. November 2026, 11:42:30 -`♡´- Frau mit spitzen Filzstift […..]
[spoiler

32min45

[…..] Aber letztlich müssen wir auch mal gucken, was haben wir denn äh bislang belastbares äh an wirklich feststellbaren Fakten, was die Angeklagte belasten äh könnte und denn ich kann ja nur auf belastbaren Fakten oder einer lückenlosen Indizienkette eine Verurteilung der Angeklagten stützen. Und es kann ja auch nicht Sinn und Zweck eines Strafverfahrens zu sein, jemanden zu verurteilen, sondern es muss ja das Ziel sein, wenn ich verurteile, muss ich mir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sicher sein, dass es auch der Täter die Täterin ist.

Und äh deswegen äh so ja leid mir das für die Beteiligten auch tut.

Äh muss man sich diese Zeit nehmen, wenn dieser Aufklärungsbedarf da ist, um dem nachzugehen, denn wir haben bloß die Vermutung, er könnte durch die Angeklagte vielleicht um äh äh dort irgendwo um kurz vor 11 am 11.10. abgeholt mitgenommen worden sein. Keine Ahnung.

Ähm, wenn man andererseits die beiden Schulkameraden, die wir ja gehört haben, über die wir schon gesprochen haben, wenn man das für Bare Münze nimmt, trifft das noch nicht mal mehr zu.

Dann haben wir als belastbaren Fakt äh, dass die Angeklagte sich in einer Luftlinie von ca. 1,6 km, glaube ich, äh im Wald äh auffihelt dieses eine Foto mit ihrem Hund, was wir in Augenschein genommen haben.

Dann haben wir als nächstes belastbares Indiz, ein Feuer äh was fotografiert wurde um äh 14:59 Uhr bzw. 15 Uhr durch eine bereits gehörte Zeugen.

[…..]
https://youtu.be/tuudrMs5eI0?t=1965
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kalle »

lindenstein hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:42:24 Hallo,

vorab, ich habe den Thread nicht gelesen und werde es auch nicht tun.
….,
Er sagt, wenn ich nur in einem kleinen Punkt irgendwelche Ungereimtheiten habe oder Zweifel, dann immer für den (die) Angeklagte(n).
Gesamtschau, was soll das schon? Hm ja genau, 90% aller Kapitalverbrechen Prozesse könnten so eingespart werden. Einfach mal so nen komisches Indiz anzweifeln, sich nicht mit Zusammenhängen beschäftigen müssen , hurra hurra in dubio pro reo, das wär doch toll. Wofür sich anstrengen, wenn der “kleine Punkt” doch alles so einfach erklärt hat.
Wann passierte was? Zeitstrahl unter:
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Kalle hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:13:47 Gesamtschau, was soll das schon? Hm ja genau, 90% aller Kapitalverbrechen Prozesse könnten so eingespart werden. Einfach nen Indiz anzweifeln, sich nicht mit Zusammenhängen beschäftigen müssen, das wär toll. Wofür sich anstrengen wenn der “kleine Punkt” doch alles so einfach erklärt.
Das reicht doch eigentlich schon als Info:
lindenstein hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:42:24…ich habe den Thread nicht gelesen und werde es auch nicht tun.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Sronson hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 19:12:47
Rückmeldung von der ehrenwerten Richterin Frau Kruse: Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Entscheidung der Kammer veröffentlicht wird. Wann, wo & in welcher Form dies geschehen wird, kann Frau Kruse zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht mitteilen.

Wie HE_Gffnkkd bereits geschrieben hat, werden anonymisierte Entscheidungen grds. nicht an Privatpersonen versandt. Einsicht in die Akten können Privatpersonen nur dann erhalten, wenn sie ein berechtigtes Interesse nachweisen können, bspw. wenn sie Schadenersatzansprüche geltend machen möchten.
Hat die ehrenwerte Frau Richterin Kruse mitgeteilt.

Wann hat die Richterin dies gesagt, dass möglicherweise das Schwurgerichtskammerurteil im Fall Fabian veröffentlicht wird ?

Eine andere Frage wäre an die Sprecherin: Wie viele Urteile in Prozent hat denn das Landgericht Rostock der Öffentlichkeit überhaupt bereits zugänglich gemacht bez. Schwerstkriminalität :?:
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:36:28 Wann hat die Richterin dies gesagt, dass möglicherweise das Schurgerichtskammerurteil im Fall Fabian veröffentlicht wird ?
Sie hat auf meine Email-Anfrage geantwortet.
Einen Beleg bekommst du ins Postfach.
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https://het-forum.de/viewtopic.php?t=8778
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastikus »

lindenstein hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 18:42:24 Die Verteidigung der Angeklagten plädiert auf Freispruch und hat Lücken in der Indizienkette gefunden. Somit in dubio pro reo
Wie kommt es, dass du in diesem Fall die Perspektive der Verteidigung derart wertschätzt?
Im Fall Jutta Hoffmann ist dir die Perspektive der Anwältin der Nebenklage nichts wert ^^ bzgl "es gab keine Sekunde Zweifel..."
Und das war keine Statistin! :D Die war jeden Tag im Gericht, du auch?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Kölli »

Sronson hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:01:53 Dass Gina oder eine andere Person das Spurenbild zwischen dem 13. und 14.10.2025 so massiv verändert hat, erscheint mir durchaus schlüssig.
Ich halte es auch für möglich, dass nichts verändert wurde.
1. Die unterschiedlichen Sichtverhältnisse zwischen Nacht und Tag.
2. Das Gehirn kann faszinierende Dinge aus unfassbaren sensorischen Eindrücken machen.

So würde ich auf jedenfalls Olafs Erfahrung bewerten als auch Christians Rohr-Berührung. Ich kann mir vorstellen, dass das eine traumatische Erfahrung war für die Männer, oder es so unerwartet war, dass das Gehirn da was anderes draus gemacht hat als es tatsächlich war.

Ginas Aussage dazu mag ich nicht bewerten. Kann sie so wahrgenommen haben oder auch erfunden für maximalen Schock Value.
Ich glaube nicht mal unbedingt, dass der Hund dort uriniert hat. Ich kenne jemanden der redet den ganzen Tag unfassbare "Geschichten" weil er selbst vermutlich innerlich leer ist und es nichts zu berichten gibt. Kann mir das bei ihr auch vorstellen.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sway »

Kölli hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 21:18:30 Ich halte es auch für möglich, dass nichts verändert wurde.
1. Die unterschiedlichen Sichtverhältnisse zwischen Nacht und Tag.
2. Das Gehirn kann faszinierende Dinge aus unfassbaren sensorischen Eindrücken machen
Oder dass sich der Körper auf natürliche Art und Weise einfach schnell verändert hat. Tatsächlich passiert in der Zeitspanne ab dem 2+3. Tag recht viel je nach Witterungsbedingungen. Dazu kommt noch das Licht mit Taschenlampe angestrahlt vs Tageslicht wie Du sagst.

Mit dem Thema Verwesungsprozess hatte ich mich ausführlicher im Juni nach Os Aussage beschäftigt. Nachzulesen hier: viewtopic.php?p=348330&hilit=Verwesung#p348330
Und hier: viewtopic.php?p=348334#p348334
Gastleser hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 00:35:51 Für Dich immer :D
Aww, Du :D
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Interview mit Nk, Tag 33
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Katinka252
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Katinka252 »

Sway hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 21:39:08 Oder dass sich der Körper auf natürliche Art und Weise einfach schnell verändert hat. Tatsächlich passiert in der Zeitspanne ab dem 2+3. Tag recht viel je nach Witterungsbedingungen. Dazu kommt noch das Licht mit Taschenlampe angestrahlt vs Tageslicht wie Du sagst.

Mit dem Thema Verwesungsprozess hatte ich mich ausführlicher im Juni nach Os Aussage beschäftigt. Nachzulesen hier: viewtopic.php?p=348330&hilit=Verwesung#p348330
Und hier: viewtopic.php?p=348334#p348334



Aww, Du :D
Es wurde ja nur Tierfraß am Leichnam ausgeschlossen - wären Hundehaare erwähnt worden von der Gerichtsmedizin oder nicht genannt, weil nicht relevant bzw durch das Auffinden bekannt?
Ebenso der fragliche Hundeurin? Wäre der erwähnt worden.



Für mich ist immernoch das dreifach-versuchte Auffinden und die Motive dahinter nicht schlüssig. Die ganze Tat ist es nicht, jedoch hänge ich immer mal an dieser Stelle im Ablauf fest..
Ich präsentiere mal meine rein spekulativen Gedanken hierzu, genaueres werden wir nie erfahren, dennoch:

Sollte sie die Täterin sein, wäre es ihr dann nicht auch durchaus zuzutrauen, gezielt die Hunde beim Besuch mit Heike auf den Leichnam gelenkt zu haben und könnten Hunde die Veränderungen so herbeigeführt haben?

Sie sprach ja selbst von der Idee Spuren zu verwischen, ihre Art zu Lügen ist ja, immer so viel Wahrheit wie nötig einzubauen.
Ich halte es für eine Mögliche Variante, dass die Angeklagte lediglich ihrem Drang nachkommen musste, den Zustand der Leiche zu überprüfen.
Demnach fuhr sie nicht am 13.ten hin, um die gefeierte Entdeckerin von Fabian zu sein, nicht um Mathias zu erlösen, wie manche spekulieren, nicht um die Suche zu beenden.

Tagsüber hat sie sich evtl bis zum 13.10. aus Angst gesehen zu werden nicht mehr dort hingetraut (gewarnt durch die Steinesammler). Im Dunkeln hatte sie Schiss allein den Zustand der Leiche zu inspizieren. Der erste Anlauf mit Christian ging schief, der wollte so schnell weg, dass sie mit ihrer Handyfunzel nicht genug gesehen hat. Zum Glück musste sie ihre Reize auch nicht spielen lassen, damit er dicht hält, Schock und Angst waren ausreichend, damit er die Polizei raushält). Also danach nochmal in Ruhe mit Olaf hin, der war ihr eh schon hörig genug, um dicht zu halten...
Da sah der Leichnam noch zu 'sauber' aus.
Nachdem die Folgen von Feuer, Wildfraß (der nicht stattfand), Zeit und Witterung den Zustand nicht ausreichend verschlechterten, wie sie nun überprüfen konnte, lag sie die übrigen Nacht und hat reichlich gegrübelt, wie man nachhelfen kann und das Verschlimmern des Zustands beschleunigen kann. Und so entstand die spontane Idee, mit Heikes Hund und ihrem Hund hinzufahren? Eigentlich nicht mit Heike, sie wollte ja nur den Hund. Und nicht wegen der Fußspuren des Vorabends. Nicht mit jemandem, der die Situation beendet, die mit ihr zufällig findet und für sie die Polizei ruft.

Sondern ganz grausam, dumm und dreist: Lediglich ein drittes Mal hin mit einem zusätzlicher Hund, der potentiell an die Leiche geht und sie verschandelt? Was eventuell bedingt geklappt hat, was dann zur Aussage von Olaf passt.

Allerdings hat Heike ja den Hund nicht wie gewünscht hergegeben, sie wollte selbst mit und es kam wie es kam...
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Katinka252 hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 00:52:31[…..] könnten Hunde die Veränderungen so herbeigeführt haben? […..]
Hunde haben stumpfe, kurze Zähne, zerren und ziehen am Gewebe, das verursacht charakteristische Spuren:

Keine Triggerwarnung, sondern Lese Empfehlung: Raus aus dem Bildschirmfenster und Spurenerkennung in Matsch und Schnee üben [Seiten 11 bis 19]:
Spoiler
Die bevorzugten Stellen sind ebenfalls charakteristisch, „Wenn [Hunde][……] anschneiden, öffnen sie diese vom Bauch her, wobei die Eingeweide oft herausgezogen werden (Abb. 38) [Seite 25], Bestimmungsschlüssel zur Beurteilung [Seiten 32 bis 34].

https://www.researchgate.net/publicatio ... umentieren
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Maria »

Kölli hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 21:18:30 Ich halte es auch für möglich, dass nichts verändert wurde.
1. Die unterschiedlichen Sichtverhältnisse zwischen Nacht und Tag.
2. Das Gehirn kann faszinierende Dinge aus unfassbaren sensorischen Eindrücken machen.
Ob eine Hand.und.die Augen amputiert wurden, wäre wohl am Spurenbild erkennbar gewesen. Daraus folgt nicht, dass das vom 13.10 auf dem 14.10 passiert ist, aber passiert so etwas eines Tages infolge der Witterung?

Ob Gina das im Detail so gesagt hat weiss ich auch nicht, weil es Aussagen der mittelbaren Zeugin Heike M. sind, dass Gina das gesagt hätte. Auch deren Erinnerung an das Gesagte kann sich verändert haben.

Aber unabhängig davon, ob alles im Detail so gesagt wurde legt die spontane Reaktion Olaf Ks. nahe, dass der Eindruck einer Veränderung bei zwei Personen entstanden ist. Wenn mehrere sich erinnern, kann natürlich gruppendynamische Beeinflussung dazu kommen. Aber er soll ja sehr spontan auf die Bilder reagiert zu haben. Wenn er Fabian mit der Taschenlampe angeleuchtet hat, ist das eine andere Vergleichsgrundlage als wenn er keine zusätzliche Beleuchtung dabei gehabt hätte. Dass Gina ihn darum gebeten hat, kann natürlich auch so ausgelegt werden, dass sie eben doch nicht 100%-ig sicher war, dass es Fabian ist.
Spoiler
Könnten, was die Augen angeht eventuell Vögel die "Täter" gewesen sein?
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Albatros »

Katinka252 hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 00:52:31
??? Ich verstehe nur Bahnhof…
Zuletzt geändert von Sronson am Freitag, 06. November 2026, 07:52:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Turmfalke23 »

Gastleser hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 02:14:17 Hunde haben stumpfe, kurze Zähne, zerren und ziehen am Gewebe, das verursacht charakteristische Spuren:

Keine Triggerwarnung, sondern Lese Empfehlung: Raus aus dem Bildschirmfenster und Spurenerkennung in Matsch und Schnee üben [Seiten 11 bis 19]:
Spoiler
Die bevorzugten Stellen sind ebenfalls charakteristisch, „Wenn [Hunde][……] anschneiden, öffnen sie diese vom Bauch her, wobei die Eingeweide oft herausgezogen werden (Abb. 38) [Seite 25], Bestimmungsschlüssel zur Beurteilung [Seiten 32 bis 34].

https://www.researchgate.net/publicatio ... umentieren
.
Die in Deutschland vorkommenden hundeartigen Tiere haben alle 42 Zähne und somit ein unverwechselbares Zahnbild.
Dazu zählen Wolf, Fuchs und auch Haus- und Hofhunde.

Selbst wenn sich Schwarzwild an den Leichnam von Fabian zu schaffen gemacht haben soll, 
welche sehr charakteristische Spuren hinterlässt, wäre es wahrscheinlich auch für einen Laien erkennbar.

Ein solches Wissen sollte dann ein Gutachter schon haben, wenn er vor Gericht eine Aussage macht.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Turmfalke23 hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 07:57:39 Ein solches Wissen sollte dann ein Gutachter schon haben, wenn er vor Gericht eine Aussage macht.
Der Gerichtsmediziner hat doch verneint, dass neben dem festgestellten Ameisenfraß an der Hand weitere Hinweise auf Tierfraß vorlagen.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jeanne »

Sronson hat geschrieben: ↑Freitag, 06. November 2026, 08:00:06 Der Gerichtsmediziner hat doch verneint, dass neben dem festgestellten Ameisenfraß an der Hand weitere Hinweise auf Tierfraß vorlagen.
Weder Hand, noch Auge waren „ amputiert“ oder zerfressen. !!
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

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Sronson hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 19:12:47 Rückmeldung von der ehrenwerten Richterin Frau Kruse: Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Entscheidung der Kammer veröffentlicht wird. Wann, wo & in welcher Form dies geschehen wird, kann Frau Kruse zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht mitteilen.
Wie cool, dass du extra beim Gericht für uns nachgefragt hast! Dankeschön ❤️
Und die Antwort klingt ja durchaus auch vielversprechend 🥳
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von HE_Gffnkkd »

Gastleser hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:54 Apropos Scharade, passend zum Folgenden:
Sind die Äußerungen von Ra Löcker bezüglich TZ2, sinngemäß „Kriminelle Vergangenheit“, von der Meinungsfreiheit gedeckt, oder gibt es Tatsachen in der Prozessakte, z.B. im Kriminalaktennachweis der Zeugen, die diese Annahme rechtfertigen, oder ist „kriminell“ als eine allgemeine laienhafte Äußerung über ein bestimmtes, sozial unpassendes, Verhalten zu verstehen?
Gina hat in ihrer Einlassung davon berichtet, dass OK ihm von seiner kriminiellen Vergangenheit erzählt habe. Wenn Löcker seine Aussage wiederum so formuliert hat, dass er sich auf Ginas Aussage bezog, wovon ich ausgehen würde, dann dürfte das unproblematisch gewesen sein.
Spoiler
Es entbehrt dabei natürlich nicht ein gewisser Ironie, dass Löcker offensichtlich stark an der Formulierung der Einlassung mitgewirkt hat und die Angeklagte ja insbesondere auch lügen darf.

Gastleser hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:54 Die Formulierungen von Journalisten müssen keine Fachtermini verwenden oder den Ansprüchen eines Juristen genügen, sondern verständlich sein.
Der erste Teil ist zwar richtig, den zweiten Teil würde ich aber gerade für den Artikel von Martin Trotz nicht unterschreiben. Der Artikel war suggestiv missverständlich formuliert und ich bin mir sehr sicher, dass er das deutlich besser hätte hinbekommen können, wenn er vorher etwas zu den Grundlagen von Indizienprozessen rechercherit hätte.


Gastleser hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:54 [...] zwei Nichtjuristen:
Schöff:in 1 und Schöff:in 2.

Das sind ehrenamtliche Laien, und sind besonders dadurch ausgezeichnet, dass sie keine Juristen sind:
Davon ist zwar mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen, aber kleiner Funfact am Rande: Auch Menschen die eine (völlständig abgeschlossene) juristische Ausbildung genossen haben, können Schöffen werden, sofern sie nicht in explizit augeschlossenen Berufen tätig sind, sieh dazu Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) § 34.
(Technisch gesehen würde der Wortlaut dieses Gesetzes sogar solche Berufe erlauben.)


Gastleser hat geschrieben: ↑Donnerstag, 05. November 2026, 20:12:54 Wo ist die Grenze zwischen Scharade und kritischer Betrachtung, wenn 3 Profis und 2 Amateure als 5 gleichberechtigte Ehrenwerte Richter zu einem Urteil kommen müssen?
[...]
Die zwei primären Zielgruppen der Plädoyers von Anklage und Verteidigung sind zwei Nichtjuristen:
Schöff:in 1 und Schöff:in 2.
Tja, dass ist eine gute Frage.
Ich gehe mit, dass die Plädoyers insbesondere die der Verteidigung, primär an die beiden Schöffen gerichtet waren, weil insbesondere Herr Ohm und Herr Löcker beide ganz genau wissen, dass sie bei den Berufsrichtern mit der Sachlage keinen Blumentopf mehr gewinnen können und die letzte Hoffnung für Gina, zumindest was das Urteil des Landgerichtes angeht, damit darin besteht, dass die beiden Schöffen die Berufsrichter mit 2:3 zum Freispruch überstimmen.

Meiner Ansicht nach dürfte aber auch dieses Szenarion sehr unwahrscheinlich sein.
Denn erstens ist es glaub ich fair annzunehmen, dass die Schöffen im Vergleich zum juristischen Durchschnittslaien, über deutlich mehr juristisches Wissen verfügen und sich dort selbst, gerade bei so einem Prozess, stark fortbilden.
Und zweitens, müssen die Berufsrichter den Schöffen spätestens bei den Beratungen zur Urteilsfindung bei juristischen Unklarheiten helfen.

Ich weiß das natürlich nicht, aber ich würde auch vermuten, dass nach jedem Prozesstag mindestens mal ein kurzes Coaching stattgefunden hat, wo die Schöffen mit dem Berufsrichtern zusammensaßen, juristische Fragen stellen konnten und ihnen die wichtigsten Begriffe, juristisch genau definiert wurden.
(Eventuell fand ein solches Coaching auch (oder nur) schon jeweils vor dem Prozesstag statt, damit die Schöffen vorbereitet wurden, worauf sie an dem Tag besonders achten müssen.)
Heckengäu
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Heckengäu »

Seit nun 3 Tagen keine Bewegung mehr in den beiden Umfragen... schnell! Eilt herbei, aus anderen Ecken zu den 2 Urnenfrägen! ;)
.
2u.png
2u.png (64.2 KiB) 482 mal betrachtet
.
https://www.het-forum.de/viewtopic.php?t=8807
https://www.het-forum.de/viewtopic.php?t=8808
Pitahaya11

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Pitahaya11 »

Liebe RRR-Sronson, deinen Unmut teile ich und kann ich gut verstehen!

Irgendwann hat man es satt, sich permanent im Kreis zu drehen, ohne dass was neues Sinnvolles hinzukommt. Es strapaziert die Nerven.

Auch ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich mich zeitweise zu Gedanken und Spekulationen hinreißen lassen und dabei das Augenmaß verloren habe. Es geht hier schließlich um reale Personen, alle mit ihrem Herzchen, alle mit ihrem Leben - Fabian leider nicht mehr.

Das sollten wir uns immer wieder in Erinnerung rufen, wenn wir Gefahr laufen, allzu sehr zu abstrahieren und ins Reich der Fiktion abzudriften.

Das hier ist leider kein Film und kein Roman.
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