MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

-JohnDoe- hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 15:42:23 …..
Scheinbar hälst du die Begrifflichkeit "Nebelkerzen" als Sinnbild für meine Argumentation zum Thema "vorbeifahren" für passend.. 🤔

Das der betreffende Gast eine SIE ist, wusste ich übrigens noch gar nicht, kennt ihr euch schon länger ?
……
Bei aller liebe aber den Kern und den Punkt um den es mir im Hinblick auf die Begrifflichkeit "vorbeifahren" eigentlich ging, war doch eindeutig der, dass man in Anbetracht der Örtlichkeiten, an denen:

A. = sich das Fahrzeug von Gina bei Olafs Sichtung befand
und
B. = sich Olaf zum Zeitpunkt des Mittagessen bei seiner Sichtung von Ginas Fahrzeug befand

...das man da bei der eigentlichen Sichtung, eben nicht faktengetreu von einem "vorbeifahren" sprechen oder reden kann... Siehst Du das anders ?
…..
Ebenso wenig habe ich in meinen Ausführungen bezweifelt oder Zweifel daran geäußert, dass Olaf den Fahrer nicht erkannt hat.
…..
….. und/oder beim Mittagessen darauf saßen ? Mit den Maschinen an Ginas Auto "vorbeifuhren" ?
……..
Die “Nebelkerze” ist eine Umschreibung für die schlechte Sicht bei der Sichtung der Situation.

Auf intime Fragen, zu Fragjanur, anderen Diskussionsteilnehmer*innen und mir, gebe ich hier keine Antworten ;)

Machst Du Mitte Oktober deine Mittagspause auf der Picknickdecke oder draußen im Stehen?

Der Beobachter, hier der Zeuge, in Ruhe abseits des Weges, und das Fahrzeug bewegt, entlang des Weges. Ob der Weg eine Kurve beschreibt, einen Knick hat, oder eine Gerade ist, die Wahrnehmung ist immer “ein vorbeifahrendes Fahrzeug”.

Der Beobachter, hier der Zeuge, nimmt dann “faktengetreu” ein “vorbeifahrendes Fahrzeug” wahr, exakt “in Querfahrt von Links”.

Dann ist zuerst die rechtsseitige A-Säule, dann die rechtsseitige B-Säule, für freie Sicht im Weg und das Gesicht des Fahrers immer 1,50 Meter weit im Schatten des Dachs und der rechtsseitigen Säulen, während die beheizbare Frontscheibe und die noch stärker getönten Seitenscheiben die Sicht in den Innenraum noch weiter verringern.

Oder jemand versucht kreativ nach Möglichkeiten, zu biegen und zu beugen.

Die Äußerungen des Zeugen im Interview, über die Beobachtung die er und seine Arbeitskollegen, mutmaßlich “Maschinenführer”, gemacht haben, enthalten inhaltliche Realitätskriterien, die auf einen realen Erlebnishintergrund hindeuten. Auch das der Fahrer nicht erkannt wurde.

Bei Zweifeln an der Wiedererkennung “eines vorbeifahrenden” 5m langen Pickups auf Alufelgen, mit dem Erscheinungsbild einer polierten Orange, kann das jeder praktisch ausprobieren. Einfach mal versuchen bis zu welcher Entfernung, Geschwindigkeit und Winkel die Fahrzeuge der Nachbarn und Freunde am Rande der Feldmark oder in der Stadt eindeutig zuzuordnen sind.

Es ist kein “absolut banaler Vorgang eines "vorbeifahrendem" Auto”, wenn man Mittagspause mit Kollegen am Ortsrand, am Rand der Feldmark, macht. Probier es einfach mal aus, wohin sich Dein Fokus in so einer Situation ausrichten kann.
SonntagsGast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SonntagsGast »

-JohnDoe- hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 00:48:12 Laut meinen Informationen hat sich der Zeuge Olaf L. jedenfalls zeitnah zu Ginas Haftprüfung der Polizei gegenüber offenbart..
(...unabhängig von der Ausstrahlung seines Interview!)
Mir geht die Frage durch den Kopf, woran die ************************ Fraktion festmacht, dass Zeuge Olaf verlässlich ist und alle anderen nicht.

Vertrauenspersonen (darunter eine Verwandte) von Fabians Mutter, die allen Grund gehabt hätten, G. zu verunglimpfen, das auch teilweise tun, ihr ein Motiv unterstellen, aber vor allem etwas Entlastendes vorbringen, sind ja bei t-online seinerzeit zu Wort gekommen. Das hätten sie gar nicht tun müssen, taten es aber doch und stellten klar, dass die Ziehmutter nicht allein an diesem Verbrechen beteiligt gewesen sein kann.
Die Gretchenfrage ging ebenso an den Godfather nahezu aller Medienberichte, der diesmal selbst interviewt und zu einer möglichen Mittäterschaft befragt wird. Sein Fazit ist allseits bekannt und er schließt sich damit Dorinas Umfeld an, wird jedoch aus welchen Gründen auch immer nicht für voll genommen. Ausgerechnet jener Mann, der uns ja gerade die belastenden Zeugen auf dem Silbertablett präsentiert hat, die über jeden Zweifel erhaben sind, dieser Person wird nicht geglaubt. Weil offenbar niemand näher dran ist an der Familie als der dunkelblonde Reporter aus Rostock, kam er mit Fabians Vater ins Gespräch, der G. als Täterin ausschließt, oder mit RA Ohm, bei dem sich die Ermittlungsakten stapeln und der nach tagelanger Durchsicht genau das Gegenteil von dem verlautbaren lässt (so der unausgesprochene Vorwurf), was er laut J. Schw. den Akten entnommen hat?
Im Grunde genommen wird der Reporter links liegen gelassen, und das immer dann, wenn eine Mittäterschaft im Raum steht. Geht es aber um Belastendes zur TV, ist er plötzlich der beste Freund und sein Output wird mit Kusshand angenommen und eingerahmt.



Teile des Textes wurden entfernt.
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Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Dawn0 hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 15:17:35 Klar, gerne.


http://www.youtube.com/live/sl75cHHEXNE ... 7CZRmnKXH-

Hier geht es gleich mit dem Thema los, bis etwa min. 13
Herzlichen Dank für den Link.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Sronson hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 17:18:23 Mistgabeln haben parallel verlaufende Zinken und können daher parallel angeordnete Wunden mit ähnlicher Tiefe verursachen. …. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ein Pathologe ein mehrzinkiges Tatwerkzeug von einem Messer unterscheiden kann. Hinzu kommt, dass eine Mistgabel aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts keine besonders gut geeignete Tatwaffe ist.

Es ist richtig, dass man kein Tatwerkzeug endgültig ausschließen kann, solange es keine offizielle Bestätigung gibt, demzufolge auch kein Samuraischwert, Omas Stricknadeln oder einen Faustkeil, den der Täter (m/w) zuvor vom Acker geborgen hat ,-) Am wahrscheinlichsten ist trotzdem ein Messer …..
Danke @Stronson für die wiederholte Anmerkung, dass ein Unfallgeschehen nicht anzunehmen ist.

Ergänzung dazu:
Es reicht der einzelne Rand-Zinke einer Heugabel, die 3 bis 4 Zinken in 10 bis 25cm Abstand hat, um das Erscheinungsbild “Stichverletzungen” mit Stichkanal zu erzeugen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Heugabel
Gerade aufgrund ihrer Größe und Gewicht besonders gut geeignet, vergleichbar mit der von Stronson zitierten “Saufeder”. Auch zierlich gebaute Personen mit wenig Kraft können damit auf 1 bis 2m Distanz zum Gegenüber viel Geschwindigkeit und Kraft ausüben, “ohne sich dreckig zu machen” oder das Opfer beühren zu müssen.
Historische Gabeln aus Holz werden am Ort des Geschehens komplett verbrannt oder kommen in den Kaminofen, von modernen Gabeln nur der Stiel und der Rest in irgendeinen Misthaufen oder in den Straßengraben.
Richtig spekulativ und eindeutig ein Fall für das het-Kuriositätenkabinett.
Am wahrscheinlichsten könnte auch sein, dass besonders viele Faustkeile unter den Feldsteinen zu finden sind.
Cocodiealte

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Cocodiealte »

Fabian war am Donnerstag im Freizeitzentrum/Jugendclub Alte Molkerei, obwohl er zuvor wegen Nasenbluten von der Schule abgeholt worden war. Das ist mMn ungewöhnlich.
Hier wäre interessant zu wissen, ob er seine Mutter um Erlaubnis gefragt/gebettelt hat. Ob es für die Mutter im Rückblick so aussah, als wäre es ihm enorm wichtig gewesen, z.B. weil er dort vllt. eine Verabredung hatte.

Ziemlich sicher dürfte sein, dass er dort auch – aus seiner Sicht – große (großspurige?) Freunde hatte, die nicht in seiner Altersgruppe waren.
Jugendliche, denen er möglicherweise sein Leid geklagt hat, dass er wegen dieser komischen GH nicht mehr mit seinem langjährigen brüderlichen Kumpel spielen konnte, nur weil DIE immer wieder böse zu seinem Vater gewesen war. Dass er wahrscheinlich nur wegen DER seinen Vater lange nicht mehr sehen konnte, weil es seinem Vater wegen DER nicht gut ging. Dass er wegen DER nicht mehr mit dem Traktor und ihrem Pickup rumkurven konnte. Dabei weiß er doch, wo SIE immer die Schlüssel hinhängt.
Unvorstellbar?
» Kind (8) rast mit 180 über Autobahn - wieder mit Mamas Auto - Soest. Ein Achtjähriger hat sich Mamas Golf geschnappt und ist über die Autobahn gefahren - mit 180. Es war das zweite Mal in einer Woche. https://www.morgenpost.de/panorama/arti ... hockt.html
Fabian ist ein Teil seines Familienlebens und seiner Freizeitaktivitäten weggebrochen. Es ist uns nicht bekannt, wie es ihm damit ging.
Was wäre wenn…. Der große Freund, die „großen“ Freunde, auf die man als kleiner Pimpf gerne stolz ist, angeboten hätten „sollen wir ihr eins auswischen? “DER verpassen wir einen Denkzettel. Gehe am Freitag nicht in die Schule. Wir lassen uns etwas für DIE einfallen und holen dich morgen Vormittag mit dem Auto ab. Lass dein Handy zuhause, das kann sonst gefährlich für uns werden.“ Wir drehen ein Ding und zwar so, dass man es ihr in die Schuhe schieben kann. Was könnte schief gelaufen sein?

Hat evtl. ein Jugendlicher, der mit Fabian in dem Jugendclub verkehrt, einen persönlichen Grund GH zu schaden?
Ob fehlgeleiteter, verheirateter Jägersmann (der mit der Sexpuppengeschichte?) Kinder hat?


Wegen einem möglichen Sexualverbrechen, das manche hier für völlig ausgeschlossen halten, empfehle ich dieses Video zum Fall des 8-jährigen Daniel
Verschleppt im Prenzlauer Berg – Der Fall Daniel | Im Visier | True-Crime-Podcast | Folge 74
https://www.youtube.com/watch?v=TJKHCX2mYcI

Persönlich bin ich der Überzeugung, dass eine Frau einem von ihr getöteten Kind beim Inbrandsetzen nicht ins Gesicht schauen wollte. Fabian scheint in Rückenlage vorgefunden worden zu sein, sonst hätte der nächtliche Zeuge nicht mit der Taschenlampe in sein Gesicht leuchten können. Deswegen gehe ich davon aus, dass ein Mann Fabian an der Fundstelle abgeladen und angezündet hat.
Jane Doe

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Jane Doe »

Cocodiealte hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 19:43:58 Persönlich bin ich der Überzeugung, dass eine Frau einem von ihr getöteten Kind beim Inbrandsetzen nicht ins Gesicht schauen wollte. Fabian scheint in Rückenlage vorgefunden worden zu sein, sonst hätte der nächtliche Zeuge nicht mit der Taschenlampe in sein Gesicht leuchten können. Deswegen gehe ich davon aus, dass ein Mann Fabian an der Fundstelle abgeladen und angezündet hat.
Okay... eine Frau tötet ein Kind und verbrennt es, kann ihm aber dabei nicht ins Gesicht schauen.
Ein Mann aber schon.

Erklär mir warum.
Nikas
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Nikas »

Sronson hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 17:25:44 Wenn man bei Google nach Folgendem sucht, wird eine Vorschau angezeigt. Alle entsprechenden Links sind aber mittlerweile deaktiviert:



Der Originalbeitrag war unter diesem Link zu finden: https://www.instagram.com/reel/DP9aL9Gi ... wyZm5zcDFy
https://het-forum.de/viewtopic.php?p=30 ... na#p305736

Da Raffaela gern Rückfragen beantwortet, könntest du sie selbst kontaktieren und um Zusendung des Reels bitten.
Danke fürs Nachschauen.
Nee, RF werd ich sicherlich nicht selbst anschreiben.
Dachte es hat hier evtl jemand als Bildschirmaufnahme oder kann mir sagen ob es irgendwo im SM-Jungle doch noch zu fi den ist.
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Ichhier »

Cocodiealte hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 19:43:58 Fabian war am Donnerstag im Freizeitzentrum/Jugendclub Alte Molkerei, obwohl er zuvor wegen Nasenbluten von der Schule abgeholt worden war. Das ist mMn ungewöhnlich.
Hier wäre interessant zu wissen, ob er seine Mutter um Erlaubnis gefragt/gebettelt hat. Ob es für die Mutter im Rückblick so aussah, als wäre es ihm enorm wichtig gewesen, z.B. weil er dort vllt. eine Verabredung hatte.

Ziemlich sicher dürfte sein, dass er dort auch – aus seiner Sicht – große (großspurige?) Freunde hatte, die nicht in seiner Altersgruppe waren.
Jugendliche, denen er möglicherweise sein Leid geklagt hat, dass er wegen dieser komischen GH nicht mehr mit seinem langjährigen brüderlichen Kumpel spielen konnte, nur weil DIE immer wieder böse zu seinem Vater gewesen war. Dass er wahrscheinlich nur wegen DER seinen Vater lange nicht mehr sehen konnte, weil es seinem Vater wegen DER nicht gut ging. Dass er wegen DER nicht mehr mit dem Traktor und ihrem Pickup rumkurven konnte. Dabei weiß er doch, wo SIE immer die Schlüssel hinhängt.
Unvorstellbar?
Ich halte es für vorstellbar, aber für sehr unwahrscheinlich.
Ich arbeite in einer Grundschule und es kommt sehr selten vor, dass Kinder über Bezugspersonen schlecht reden bzw. sich beschweren. Über Banalitäten ja, aber bei solchen Dingen sind sie meist sehr still. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Auch wenn für mich die Umstände, wieso F nun zuhause geblieben sein soll, nicht nachvollziehbar sind und ich das bei meinen Kindern anders handhabe, kenne ich aus dem Schulalltag genau solche Situationen. Kinder werden wegen Krankheit/Unwohlsein morgens aus der Schule heim geschickt, sind nachmittags unterwegs (Schwimmbad, Kino, Training was auch immer) und werden für den nächsten Tag in der Schule abgemeldet.

Vor ein paar Tagen wurde hier schon geschrieben, dass sich am Ende, wenn alle Indizien bekannt sind, sich evtl. der gesamte Ablauf viel weniger kompliziert darstellt als vermutet. Das denke ich auch.
Basti66

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Basti66 »

Es ist schon lustig hier mit zu lesen.
Hier wird Kripo und Staatsanwaltschaft als völlig Inkompetent dargestellt.
Bloß gut, dass es hier Schreiberlinge gibt die ganz genau wissen was passiert oder abgelaufen ist.
G. Sitzt in U Haft, dass wird bis zur Verhandlung auch so bleiben.
Wenn ein Gericht eine zweimalige Haftentlassung ablehnt, ist davon auszugehen, daß wir mittlerweile nicht mehr von Indizien reden sondern von Beweisen, die bisher zusammengetragen wurden aber noch nicht öffentlich gemacht werden.
Von ihrem Anwalt ist nichts mehr zu sehen und zu hören, da wird auch nichts mehr passieren.
Gern können sich hier noch einige was zurecht spinnen, es ändert aber nichts an der Tatsache.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Fragjanur hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 17:25:00 Nun fragt man sich auch noch, ob der "Brillenträger" das Auto überhaupt erkannt haben kann?
Der Einwand „Olaf trägt eine Brille, also sieht er schlecht“ ist unlogisch, denn eine Brille korrigiert die Sehkraft. Mit einer korrekt angepassten Brille hat man idR ein normales bis sehr gutes Sehvermögen. Für mich klingt der Beitrag, auf den du dich beziehst, nach einem erneuten Versuch, Olaf als Zeugen zu entwerten.

Ob Olaf wohl genauso viel Häme abbekommen würde, wenn er Ginas PickUp am Mittag des 10.10. in Stralsund gesehen hätte und sie damit entlasten würde?
Gast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gast »

Basti66 hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 21:16:42 Es ist schon lustig hier mit zu lesen.
Kann man ihr das Vergehen als Alleintäterin nachweisen, dürfte sie nach einem Sicherungsverfahren straffrei davonkommen. Je nach Diagnose stehen die Chancen gut, nach ein paar Jahren das ohnehin sehr heimelige Umfeld einer Klinik zu verlassen, um in Freiheit entlassen zu werden, wenn auch therapeutisch begleitet.
Wenn man sich für G. eine längere Haftstrafe in der JVA wünscht, macht es Sinn, darauf zu hoffen, dass weitere Mittäter auf der Bildfläche erscheinen.
Dr No

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Dr No »

Basti66 hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 21:16:42 Es ist schon lustig hier mit zu lesen.
Hier wird Kripo und Staatsanwaltschaft als völlig Inkompetent dargestellt.
Bloß gut, dass es hier Schreiberlinge gibt die ganz genau wissen was passiert oder abgelaufen ist.
G. Sitzt in U Haft, dass wird bis zur Verhandlung auch so bleiben.
Wenn ein Gericht eine zweimalige Haftentlassung ablehnt, ist davon auszugehen, daß wir mittlerweile nicht mehr von Indizien reden sondern von Beweisen, die bisher zusammengetragen wurden aber noch nicht öffentlich gemacht werden.
Von ihrem Anwalt ist nichts mehr zu sehen und zu hören, da wird auch nichts mehr passieren.
Gern können sich hier noch einige was zurecht spinnen, es ändert aber nichts an der Tatsache.
Nirgends wurden diese Behörden je so dargestellt - ganz im Gegenteil ist meistens nur Positives zu lesen. Das ändert aber nichts daran, dass man vermuten kann, dass sie weiter ermitteln - was sie mit Sicherheit auch tun. Und zwar in alle Richtungen. Das mag dir nicht gefallen, aber es gab noch 1000 Spuren.
Ernestomagpesfo

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Ernestomagpesfo »

SonntagsGast hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 17:35:32 Mir geht die Frage durch den Kopf, woran die ************************ Fraktion festmacht, dass Zeuge Olaf verlässlich ist und alle anderen nicht.

Vertrauenspersonen (darunter eine Verwandte) von Fabians Mutter, die allen Grund gehabt hätten, G. zu verunglimpfen, das auch teilweise tun, ihr ein Motiv unterstellen, aber vor allem etwas Entlastendes vorbringen, sind ja bei t-online seinerzeit zu Wort gekommen. Das hätten sie gar nicht tun müssen, taten es aber doch und stellten klar, dass die Ziehmutter nicht allein an diesem Verbrechen beteiligt gewesen sein kann.
Die Gretchenfrage ging ebenso an den Godfather nahezu aller Medienberichte, der diesmal selbst interviewt und zu einer möglichen Mittäterschaft befragt wird. Sein Fazit ist allseits bekannt und er schließt sich damit Dorinas Umfeld an, wird jedoch aus welchen Gründen auch immer nicht für voll genommen. Ausgerechnet jener Mann, der uns ja gerade die belastenden Zeugen auf dem Silbertablett präsentiert hat, die über jeden Zweifel erhaben sind, dieser Person wird nicht geglaubt. Weil offenbar niemand näher dran ist an der Familie als der dunkelblonde Reporter aus Rostock, kam er mit Fabians Vater ins Gespräch, der G. als Täterin ausschließt, oder mit RA Ohm, bei dem sich die Ermittlungsakten stapeln und der nach tagelanger Durchsicht genau das Gegenteil von dem verlautbaren lässt (so der unausgesprochene Vorwurf), was er laut J. Schw. den Akten entnommen hat?
Im Grunde genommen wird der Reporter links liegen gelassen, und das immer dann, wenn eine Mittäterschaft im Raum steht. Geht es aber um Belastendes zur TV, ist er plötzlich der beste Freund und sein Output wird mit Kusshand angenommen und eingerahmt.



Teile des Textes wurden entfernt.
Abwertende, polemische Kollektivbezeichnungen sind hier unerwünscht.
Ja, von wem eigentlich und warum mit Kusshand genommen? Warum wird medial nicht spekuliert, wird doch sonst auch ständig.
Djuke

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Djuke »

Gast hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 22:41:15 Kann man ihr das Vergehen als Alleintäterin nachweisen, dürfte sie nach einem Sicherungsverfahren straffrei davonkommen.
Fachlich gesehen ist der Fall ein Verbrechen, kein Vergehen.

Deine darauffolgenden Ausführungen irritieren.
Sollte mittels eines Gutachtens beim Täter eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt werden, wird dieser entsprechend untergebracht, therapiert und je nach Entwicklung wieder für die gesellschaftliche Integration vorbereitet oder weiter in Verwahrung belassen.

Sollten mehrere Täter die Straftat gemeinschaftlich begangen haben wird es darauf ankommen, ob diese in Tateinheit („eine Tathandlung“) oder Tatmehrheit („mehrere unterschiedliche Handlungen“) gehandelt haben. Das Strafmaß fällt dabei unterschiedlich aus.

Sollte es in dem Fall zu einer Anklage kommen und die aktuelle TV als Haupttäterin angeklagt werden, sprechen einige, öffentlich bekannte Umstände für eine verminderte Schuldfähigkeit.
Sronson
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Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Sronson »

Gast hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 22:41:15Je nach Diagnose stehen die Chancen gut, nach ein paar Jahren das ohnehin sehr heimelige Umfeld einer Klinik zu verlassen.
Unabhängig davon, ob eine psychiatrische Unterbringung in einem solchen Fall nun unabdingbar wäre oder nicht, kann ich psychiatrischen Einrichtungen nichts „Heimeliges“ abgewinnen. Das gesamte Leben der Patienten ist dort vor allem von Restriktionen und Kontrollverlust geprägt – Freiheit und Würde werden faktisch an der Eingangstür abgegeben, hinzu kommt soziale Ausgrenzung.

Dazu eine Leseempfehlung: Irving Goffman:
„Asyle“ - ein auch heute noch hochaktuelles Werk.
SonntagsGast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SonntagsGast »

Djuke hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 23:16:35

Deine darauffolgenden Ausführungen irritieren.
Eigentlich nicht, wer schuldunfähig ist, kann strafrechtlich nicht belangt werden, das war die Annahme bei der TV.
Gastleser

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Gastleser »

Sronson hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 23:58:58 Unabhängig davon, ob eine psychiatrische Unterbringung in einem solchen Fall nun unabdingbar wäre oder nicht, kann ich psychiatrischen Einrichtungen nichts „Heimeliges“ abgewinnen. Das gesamte Leben der Patienten ist dort vor allem von Restriktionen und Kontrollverlust geprägt – Freiheit und Würde werden faktisch an der Eingangstür abgegeben, hinzu kommt soziale Ausgrenzung.

Dazu eine Leseempfehlung: Irving Goffman:
„Asyle“ - ein auch heute noch hochaktuelles Werk.
Ergänzt um einen früheren Beitrag Sronsons:
Sronson hat geschrieben: Mittwoch, 31. Dezember 2025, 17:44:38 Anbei noch ein Artikel zur Lage psychisch kranker Straftäter:
“ ….. bei der psychiatrischen Behandlung von Häftlingen versagt unser Justizsystem häufig. Für viele schwer psychisch kranke Straftäter gibt es keine ausreichende Behandlung im Knast. Dabei haben rund 88 Prozent der Gefangenen mindestens eine psychische Erkrankung
[…]
In norddeutschen Gefängnissen gibt es keine vollstationären psychiatrischen Stationen, die Maßregelvollzugskliniken sind überfüllt und können daher auch kaum mehr aushelfen. Und eine Verlegung in die normale Psychiatrie draußen scheitert meist daran, dass sie Gefangene, die von Uniformierten rund um die Uhr bewacht werden müssen, nicht gerne aufnehmen.
[…]
Es gibt natürlich auch im Regelvollzug eine psychiatrische, ambulante Versorgung. Die wird von den "Besuchsärzten", den sogenannten "Konsilpsychiatern" wahrgenommen, die in der Regel einmal wöchentlich für einige Stunden in das Gefängnis kommen. Sie können Medikamente verschreiben, kurz zuhören, aber mehr nicht. Doch viele Menschen erkranken im Gefängnis so stark an der Psyche, dass sie eine stationäre Therapie bräuchten. ……”
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ ... ug132.html
SonntagsGast

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von SonntagsGast »

Sronson hat geschrieben: Montag, 12. Januar 2026, 23:58:58 Unabhängig davon, ob eine psychiatrische Unterbringung in einem solchen Fall nun unabdingbar wäre oder nicht, kann ich psychiatrischen Einrichtungen nichts „Heimeliges“ abgewinnen. Das gesamte Leben der Patienten ist dort vor allem von Restriktionen und Kontrollverlust geprägt – Freiheit und Würde werden faktisch an der Eingangstür abgegeben, hinzu kommt soziale Ausgrenzung.

Dazu eine Leseempfehlung: Irving Goffman:
„Asyle“ - ein auch heute noch hochaktuelles Werk.
https://www.maz-online.de/lokales/dahme ... 1721659307
https://www.zeit.de/news/2022-02/25/nac ... faehigkeit

Sollte von G. keine Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen, entfallen beide Unterbringungsformen, auch das wäre eine Option neben der weit verbreiteten "sicheren" Hoffnung auf einen Schuldspruch.
Stochastiker

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Stochastiker »

Stochastische Analyse einer Ereigniskette: Ein Datenabgleich von 6 Variablen

In der Wahrscheinlichkeitsrechnung prüft man, ob das gleichzeitige Eintreten mehrerer Ereignisse im Bereich des Zufalls liegt oder ob eine statistische Anomalie vorliegt. Wir betrachten hier 6 objektive Datenpunkte eines Sachverhalts und berechnen deren Eintrittswahrscheinlichkeit basierend auf geometrischen und zeitlichen Faktoren.

Variable 1: Die räumliche Koinzidenz (Landkreis-Größe)
* Der Datenpunkt: Person A und Person B wohnen im selben Ort (Nachbarschaft). Beide werden am Tag X unabhängig voneinander an einem dritten Ort (Waldgebiet) verortet, der weit entfernt liegt.
* Berechnungsgrundlage: Ein durchschnittlicher ländlicher Landkreis umfasst ca. 1.000 bis 2.000 km². Die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwei direkte Nachbarn ohne Absprache zeitgleich auf einem spezifischen, abgelegenen Quadratkilometer dieser Fläche aufhalten, ist geometrisch minimal.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: < 1 zu 10.000

Variable 2: Die digitale Aktivität (Zeitpunkt & Inhalt)
* Der Datenpunkt: Ein Profil weist eine sehr niedrige Posting-Frequenz auf (< 5 Beiträge pro Jahr). Am Tag des Ereignisses erfolgt ein Posting, das inhaltlich mit den später festgestellten Spuren am Fundort (z.B. thermische Einwirkung) übereinstimmt.
* Berechnungsgrundlage: Die Wahrscheinlichkeit, bei geringer Aktivität zufällig den Tag des Ereignisses zu treffen (1:365) multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit, das thematisch passende Sujet zu wählen.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: ca. 1 zu 2.000

Variable 3: Das Meldeverhalten Dritter (Zeitverzug)
* Der Datenpunkt: Es liegen Informationen vor, dass zwei weitere Personen den relevanten Ort in der Nacht aufsuchten. Eine Meldung an Behörden erfolgte in beiden Fällen nicht unmittelbar, sondern zeitversetzt am Folgetag.
* Berechnungsgrundlage: Abgleich mit dem statistischen Normverhalten beim Auffinden von Notsituationen (Sofortiger Notruf). Ein zeitgleiches Abweichen von dieser Norm durch zwei unabhängige Personen stellt einen Ausreißer dar.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: ca. 1 zu 1.000

Variable 4: Die Reaktionszeit (Intervall bis Notruf)
* Der Datenpunkt: Zwischen der Feststellung der Abwesenheit einer schutzbedürftigen Person und der Alarmierung externer Hilfe liegt ein Intervall von ca. 5 Stunden.
* Berechnungsgrundlage: Vergleich mit Durchschnittswerten in Vermisstenfällen (Suche im Nahbereich + Alarmierung üblicherweise innerhalb von 60 Min). Ein 5-Stunden-Intervall weicht um mehrere Standardabweichungen vom Mittelwert ab.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: ca. 1 zu 500

Variable 5: Die soziale Vernetzung (Cluster-Bildung)
* Der Datenpunkt: Ein als neutral klassifizierter Zeuge (siehe Variable 1) weist über Jahre hinweg digitale Interaktionen und geteilte Nischen-Interessen mit dem direkten Umfeld der Gegenpartei auf.
* Berechnungsgrundlage: Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Schnittmenge in sozialen Graphen zwischen einem unbeteiligten Dritten und einer spezifischen Partei.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: ca. 1 zu 100

Variable 6: Die inhaltliche Kongruenz von Falschinformationen
* Der Datenpunkt: Ein im Vorfeld verbreitetes Gerücht über eine vergangene Tat (betreffend ein Tier) erwies sich als faktisch falsch, stimmte aber im Modus Operandi (Art der Tatausführung) exakt mit dem späteren Ereignis überein.
* Berechnungsgrundlage: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine fiktive Geschichte zufällig dieselben spezifischen Details enthält wie ein späteres reales Ereignis.
* Statistische Wahrscheinlichkeit: ca. 1 zu 1.000
Gesamtergebnis der Analyse
Betrachtet man diese Variablen als unabhängige Ereignisse, ergibt die Multiplikation der Einzelwahrscheinlichkeiten eine Gesamtwahrscheinlichkeit im Bereich von:
1 zu mehreren Millionen

Fazit aus Sicht der Datenanalyse:
Eine solche Häufung von statistischen Ausreißern (insbesondere die Kombination aus räumlicher Nähe der Akteure, zeitlicher Passung der Social-Media-Aktivität und Verzögerung der Meldeketten) lässt sich mathematisch kaum mit dem Faktor Zufall abbilden.

Die Liste lässt sich natürlich beliebig erweitern.
Und das möchte ich nun gerne mal durch Moral oder Lautstärke wegdisktutiert sehen. :-)

Im Übrigen sehe ich hier gar keine anderen Schuldigen, mir geht es nur um die Unwahrscheinlichkeit der realen Story.
Ich persönlich glaube mittlerweile an eine Unfall und/oder Pech gepaart mit anschließender Panik.
Hoffentlich hilft das dem ein oder anderen dabei zu verstehen, wieso er so ein seltsames Gefühl hat.

Nichts desto trotz. Die Leute gewinnen auch im Lotto, möglich ist alles. Oder: Man hat schon Pferde kotzen sehen.
Statistiker

Re: MORDFALL FABIAN L. -- Diskussion

Ungelesener Beitrag von Statistiker »

Update zur Stochastik

Warum die Wahrscheinlichkeit noch viel geringer ist (und ein Logik-Check)

Bezugnehmend auf die vorangegangene Berechnung der Wahrscheinlichkeiten (die bereits eine Quote von 1 zu mehreren Millionen ergab):
Diese Rechnung basierte auf nur 6 Basis-Variablen. Bei genauerer Betrachtung der Datenlage und der Zeitabläufe existieren jedoch mindestens 5 weitere statistische Variablen, die in die Gleichung einfließen müssten.
Dazu gehören unter anderem, aber nicht erschöpfend:

* Standort-Routinen: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ablageort gewählt wird, der exakt mit den Bewegungsmustern unbeteiligter Dritter (Freundinnen) übereinstimmt.
* Narrative Anomalien: Das Auftauchen ungewöhnlicher Erklärungen vor Ort ("Verwechslung mit Gegenständen", vgl. XXX-Puppe Rostock), die das Verhalten Dritter steuern.
* Aussage-Dynamiken: Die statistische Auffälligkeit, wenn Zeugenaussagen nach externen Kontakten signifikant geändert werden.
* Verhaltens-Paradoxe: (Siehe unten).
Würde man diese Faktoren hinzurechnen, bewegt sich die Wahrscheinlichkeit für einen "Zufall" endgültig im theoretischen Nullbereich.

Besonders Punkt 4 (Verhaltens-Paradoxe) wird in Diskussionen oft falsch interpretiert. Daher hier ein Logik-Check zu der These, eine Finderin habe weitere Personen nur deshalb zum Fundort geführt, um "Spuren zu verwischen".

Analyse: Warum die "Spuren-Verwirrungs-Theorie" kriminalistischer Unsinn ist

Das Argument lautet oft: Person A hat Personen B und C zum Fundort gebracht, um deren DNA/Abdrücke dort zu verteilen und die Ermittler zu täuschen.

Betrachtet man dieses Szenario rein spieltheoretisch, bricht es aus drei logischen Gründen zusammen:

1. Das Risiko-Paradoxon ("Suicide Mission")
Ein Täter hat ein oberstes Ziel: Das Versteck geheim zu halten.
Wenn ein Täter freiwillig zwei unabhängige Zeugen zur Leiche führt, geht er ein unkalkulierbares Risiko ein.
* Was, wenn einer der Zeugen sofort die Polizei ruft?
* Was, wenn einer der Zeugen die Person festhält?
* Was, wenn die Frage aufkommt: "Woher wusstest du so schnell, dass es hier liegt?"

Kein rationaler Akteur liefert sich selbst ans Messer, nur um ein paar fremde Fußabdrücke zu produzieren. Das Risiko der sofortigen Entdeckung ist um ein Vielfaches höher als der Nutzen von "Spurenverwirrung".

,, Aber sie ist ja nicht rational! " - - >,, Das Pferd wurde auch verbrannt!"
2. Der Profil-Widerspruch ("Mastermind vs. Verwirrt")
Die Argumentation ist in sich widersprüchlich:

* Auf der einen Seite wird die Person oft als psychisch labil oder realitätsfern dargestellt (glaubt an Verwechslungen, erzählt Wirres).

* Auf der anderen Seite traut man ihr eine forensisch hochkomplexe Strategie zu ("Counter-Forensics": Gezieltes Legen von Trugspuren durch Dritte).

Man kann nicht beides sein. Entweder ist man verwirrt – dann plant man keine strategische DNA-Manipulation. Oder man ist ein eiskaltes Genie – dann rennt man aber nicht mit Zeugen in den Wald, sondern bleibt unauffällig.

3. Ockhams Rasiermesser (Die einfachste Lösung)
In der Kriminologie gilt: Wer versteckt, will schweigen. Wer zeigt ("Guckt mal da"), weiß in der Regel nicht, was es wirklich ist (oder wurde getäuscht).

Dass jemand Dritte zum Fundort bringt, ist statistisch gesehen das stärkste Indiz für Unwissenheit oder Neugier, nicht für Täterschaft.

Fazit der Datenanalyse:
Die Behauptung, das Hinführen der Zeugen sei ein genialer Schachzug zur Spurenverwischung gewesen, hält einer logischen Prüfung nicht stand. Es wirkt eher wie der Versuch, ein harmloses und entlastendes, wenn auch natives Verhalten (Offenheit/Zeigen) nachträglich in etwas Belastendes umzudeuten.
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