MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

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NiJo
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von NiJo »

Also nach allem, was ich über diesem Fall jetzt weiss, gehe ich persönlich von einem Unfall oder einem Suizid aus. Das warum erkläre ich gerne.

Ich bin gelernte altenpflegerin und das Thema Suizid gehört in meine Ausbildung. Wir haben mehrere Unterrichtsstunden drüber gesprochen. Zum einen ist es so, dass wenn man wirklich vorhat sich umzubringen, man sein Leben bis zu der Tatdurchführung ganz normal weiterlebt, als wäre nichts. Man möchte damit keine Hinweise liefern und verhindern, dass einem geholfen wird. Wenn jemand Hilfesignale sendet und sat, dass er sich umbringen möchte, dann möchte er Hilfe. Wenn er es wirklich tun möchte, wird er keinen Ton sagen.

Dazu passt bei Frau Ameis auch die Verabredung zum Wandern am Ostermontag, die geplante Grillfeier mit der Familie und das lange Gespräch mit ihrem Bruder nach Schichtende. Zum einen wollte sie ganz normal erscheinen und einen normalen Eindruck hinterlassen. Zum anderen sind das aus psychologischer Sicht ihre Verabschiedungen von diesen Personen gewesen.

Sie hat aöso ganz normal ihre schicht beendet und hat sie dann praktisch verabschiedet um dann den geplanten entschluss umzusetzten.

Ob ich das von mir gedachte Warum jetzt hier reinschreiben darf, weiß ich nicht. Sie beendet dan jedenfalls ihren Dienst, geht in den Wald und setzt den Beschluss in die Tat um.

Die andere Möglichkeit ist für mich ein Unfall. Also entweder dass sie beim joggen/Wandern ein dringendes Bedürfnis verspürte und verunfallt ist oder aber das ein lebensbedrohlicher Zustand (Herzinfarkt, Schlaganfall, Aneuyrissmas etc) zuschlug.

Ich persönlich gehe nicht von einem Täter/in oder ähnlichem aus
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

NiJo hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 04:18:22 Ich bin gelernte altenpflegerin und das Thema Suizid gehört in meine Ausbildung. Wir haben mehrere Unterrichtsstunden drüber gesprochen. Zum einen ist es so, dass wenn man wirklich vorhat sich umzubringen, man sein Leben bis zu der Tatdurchführung ganz normal weiterlebt, als wäre nichts. Man möchte damit keine Hinweise liefern und verhindern, dass einem geholfen wird. Wenn jemand Hilfesignale sendet und sat, dass er sich umbringen möchte, dann möchte er Hilfe. Wenn er es wirklich tun möchte, wird er keinen Ton sagen.
Mir ist deine Formel wegen grober Ungenauigkeit falsch. Deine Formel lautet: Es wurden Knochen von einer vermissten Person gefunden. Die Polizei kann sich das Verschwinden und den Tod noch nicht erklären. Also kommt in erster Linie Suizid als Erklärung in Frage. Alles andere lässt du weg. Und die Begründung sind irgendwelche Leute, die sich umbrachten, ohne eine Ankündigung.

Hier würden mich die Gemeinsamkeiten der Suizidierten interessieren, worüber es doch hoffentlich Untersuchungen bzw. Forschungsergebnisse gibt. Welche Lebensumstände ließen sie am Leben verzagen? War es Einsamkeit, Ablehnung, Außenseitertum, Konflikte mit Angehörigen, Enterbung, religiöse Gründe, eine endogene Erkrankung, Kündigung, Wohnungslosigkeit, schlimme Erkrankung, Menschen ohne Angehörigen, etc.

Wenn du, Nijo, Altenpflegerin bist, dann hast du mit Menschen zu tun, die aus ihrem sozialen Umfeld herausgenommen und nun in einem Zimmer, mit Vorschriften, mit Regeln, mit fremden Menschen etc. leben.

BA war noch nicht in diesem Alter. Sie war komfortabel situiert. Ich gehe daher nicht von einem Suizid aus.
Bei einem Selbstmord hätte sie offen daliegen müssen. Da wir nicht viel über ihre Ruhestätte in den letzten 5,5 Jahren wissen, bleibt nur abzuwarten. Hatte sie ein flaches Erdgrab, oder lag sie offen?
Dias
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Ich erhoffe mir jetzt doch viele Antworten durch das Auffinden von B. Ameis.
Eine offene Frage bleibt jedoch schon jetzt, wenn es Suizid war oder ein Schlaganfall oder was auch immer, wo befindet sich dann die Klappbox ?
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL Birgit Ameis (54 J) FH Hahn, April 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Ich habe aus dem Stern-Artikel bedeutsame Feststellungen zusammengestellt, die nach meiner Überzeugung für ein geplantes Verbrechen sprechen.
Möchte auch noch einmal die Exzellenz des Stern-Artikels hervorheben. Er ist ein ständig zur Verfügung stehendes Dokument. Videos werden leider oft sehr früh gelöscht. Aber dieser Stern-Artikel ist eine hervorragende Hilfe, auch um hinsichtlich der Kommentare die Spreu vom Weizen trennen zu können. Und der Bericht beweist, dass die Polizei eine Theorie zum Fallgeschehen hat. Das ist gut so, denn das hilft bei der Einordnung und Bedeutungszuschreibung der Fundspuren.
Stern-Artikel hat geschrieben: Samstag, 15. Oktober 2016, 14:14:02
"Für einen Suizid oder einen Unglücksfall spricht nichts", sagt Bernd Kreuter. "Birgit Ameis ist auch nicht in ein Flugzeug gestiegen, weder mit echten noch mit falschen Papieren. Und nichts deutet darauf hin, dass sie aus freien Stücken untergetaucht ist. Wir gingen schnell von einem Tötungsdelikt aus."
Diese Aussagen von Herrn Kreuter, dem Leiter der Soko "Hahn", die für ein 40-köpfiges Team stehen, nehme ich ernster, als jede widersprechende Meinung einer HET-Person.
der Bruder von Birgit Ameis. ... Die Geschwister unterhielten sich noch fast eine Dreiviertelstunde: über die Familie, den Job, ein gemeinsames Geschenk für ein Neugeborenes in der Verwandtschaft. Sie war wie immer, sagte er aus. Unaufgeregt, locker. Keinesfalls auf dem Sprung zu einer Verabredung, nicht in Eile.
Lebensbejahend, ruhig, zuverlässig, rational, bodenständig, das war das Bild, das die Kripobeamten nach den Befragungen von Birgit Ameis bekamen. "Es gab keine Ausreißer in den Beschreibungen", sagt Lothar Schenk. "Sie hatte mit niemandem Streit, es schilderte sie niemand als schwermütig oder depressiv."
Spricht nicht für Suizid.
Die Kripo konnte im Hunsrück weder Freunde von Birgit Ameis noch Bekannte ausmachen, selbst zu den Kollegen aus der Region hatte sie keinen privaten Kontakt. "Sie war keine schillernde Persönlichkeit mit einem riesigen Freundeskreis, es spricht auch nichts für ein Doppelleben, obwohl sie aufgrund ihrer besonderen Lebensform die Möglichkeit dazu gehabt hätte", sagt Bernd Kreuter.
Wer hat das Auto dort abgestellt?
Wir gehen ... davon aus, dass das Auto schon am Tag ihres Verschwindens hier abgestellt worden ist", sagt Bernd Kreuter.
Doch von wem? Von Ameis selbst? Oder vom Täter, um es so aussehen zu lassen, als sei sie nach dem Dienst nach Hause gefahren? Wenn es Birgit Ameis selbst gewesen ist: Hatte sie die Parkrichtung bewusst gewählt, um freie Sicht auf ankommende Autos zu haben? War sie schon auf dem Heimweg und wollte nur kurz jemanden treffen? Und wenn ja: wen?
Sehr interessant, dass die Polizei auch in diese Richtung gedacht hat.
"Als das Auto gefunden wurde, dachte ich, jetzt finden sie auch meine Mutter", sagt Tamara Ameis, die Tochter. "Erst Tage später realisierte ich, dass uns der Wagenfund auch nicht weiterbringt. Die Situation ist so komplex, so sonderbar, wir sind völlig überfordert damit. Da war jemand gut vorbereitet und gut organisiert. Ich gehe davon aus, dass der Täter meine Mutter gekannt hat." Jeder Quadratzentimeter des Autos wurde untersucht, jeder Gegenstand darin auf Fingerabdrücke, jedes Taschentuch auf fremde DNA überprüft.
Genau: Gut vorbereitet und gut organsiert, sagt die Tochter. Sie spricht von einem Täter. Also auch kein Suizidgedanke.
Die gesicherte DNA stammte sämtlich von Familienmitgliedern oder Freunden. "Wir hatten so sehr gehofft, dass die Ermittler fremde DNA finden, das wäre wenigstens ein Ansatzpunkt gewesen", sagt Tristan Ameis, der Sohn.
"Es deutet auch nichts darauf hin, dass Birgit Ameis nach der Nachtschicht noch spazieren gegangen ist", sagt Lothar Schenk. "Ihre Outdoorjacke lag auf den Taschen. Bei null Grad geht niemand ohne Jacke los."
Auch die selbstgehäkelte dreifarbige Mütze lag noch im Kofferraum
In ihrem Handy fanden die Ermittler weder verdächtige SMS noch Fotos von Unbekannten, nicht einmal Anrufe mit unterdrückter Rufnummer. Alle Nummern konnten Verwandten und Bekannten zugeordnet werden. Es gab keine gelöschten Kontakte, auch Suchanfragen und Browserverlauf waren nicht gelöscht worden.
"Das einzig Auffällige an ihrem Handy war, dass es im Flugmodus war, als wir es fanden", sagt Bernd Kreuter. Die letzte Einbuchung fand am Flughafen statt, laut Mobilfunkbetreiber hat das Handy am Tag ihres Verschwindens ab dem frühen Nachmittag keinen Kontakt mehr zur Funkzelle am Flughafen gehabt, die Lautzenhausen mit abdeckt, diese Funkzelle zuvor aber nicht verlassen. Wenn es stimmt, dass der Wagen bereits morgens auf dem Parkplatz stand, kann das nur zweierlei bedeuten: Birgit Ameis ist noch einmal zurückgekehrt, um das Telefon in den Flugmodus zu schalten - oder es war ihr Mörder.
Das Navi des Autos wurde ausgelesen. Birgit Ameis war nie von ihren üblichen Routen abgewichen. Auch die Durchsuchung des Hauses in Lohmar brachte die Ermittler nicht weiter: Nichts deutete auf ein Doppelleben der 54-Jährigen hin, auf einen Liebhaber oder auch nur einen neuen Bekannten. Kein Zettel mit einer unbekannten Telefonnummer, kein verräterisches Foto, kein Liebesbrief. Es gab auch keine ungewöhnlichen Abbuchungen von ihrem Konto.
Birgit Ameis' letzter Dienst vor ihrem Verschwinden verlief so unspektakulär wie ihr 54-jähriges Leben.
Eine anschaulich metaphorische Kurzfassung dafür, dass Birgit Ameis weder ihre Familie verlassen wollte, noch sich mit einem anderen Mann oder einer Frau traf, noch dass sie ein Zweithandy hatte, noch dass sie suizidieren wollte, noch dass sie an diesem Morgen einen Naturtrip machen wollte.
Columbo 2

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Ich könnte mir die ERklärung, wieso die Polizei von Ermordung ausgeht ganz einfach vorstellen:

Bei Einstellen des Flugmodus als letzte Handyaktivität hätte man an der Displayposition einen recht eindeutigen Fingerabdruck. Wenn dieser fehlt, ist das schon ein klares Indiz. Da sich sich ein Display fast nur mit direktem Fingerdruck bedienen lässt...
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Was mir auch erst eben so richtig bewusst geworden ist: Die Tochter sprach von einem TÄTER.
Der Stern-Bericht ist m.W. aus 2016. Da war anscheinend gar keine Hoffnung mehr auf eine Rückkehr der Mutter.
Dias
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Dias »

Widasedumi hat geschrieben:Ich habe aus dem Stern-Artikel bedeutsame Feststellungen zusammengestellt, die nach meiner Überzeugung für ein geplantes Verbrechen sprechen.[...].
Widasedumi, dass ist alles richtig. Sehe ich ja genauso.
Vielleicht erfahren wir bald wie sie gestorben ist. Allerdings könnte es auch so blöd wie beim Fall Frauke Liebs stocken. Dann steht z.B. in der Zeitung:
" Birgit Ameis ist erstickt, aber das Zungenbein war nicht gebrochen und es wurde keine Gewalteinwirkung an ihren Knochen gefunden, keine Anzeichen von toxikologischen Mitteln."

Ob der Hinweis von Nutzen sein wird, wenn man in Erfahrung bringt, dass der Fundort Tatort war oder nicht, ja, das nimmt einem den Wind aus den Segeln...
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Dias hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 10:56:29 ist alles richtig. Sehe ich ja genauso.
Dias hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 10:56:29 Allerdings könnte es auch so blöd wie beim Fall Frauke Liebs stocken.
Dias

Das sind zwei verschiedene Sachverhalte. Es ist ein Verbrechen, aber es könnte u.U. nicht mehr nachgewiesen werden.
Beides könnte sein. Aber das Letzte kann das Erste nicht falsifizieren.

Bei Frauke Liebs ist sich die HET-Gemeinde einig, dass ein Verbrechen geschah. Da ziehen die HETler an einem Strang, dass es einen Täter gibt.
Im Fall BA ist das nicht der Fall. Die "Freiwillige Verschwindeversion" ist zwar abgehakt, aber Suizid, Unfall, Zufallstäter oder Loverstory wird fleißig weiter gehen - natürlich dann ohne mich. Da wäre mir die Zeit zu schade.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Ich habe in dem Stern Artikel ebenfalls etwas gefunden, das mir aufgefallen ist:

Einmal geht es um das Lenkrad.
Aus dem was da steht, geht hervor, dass einerseits keine Fremd DNS im Auto gefunden wurde, also auch nicht auf dem Lenkrad. Weiter, dass das Lenkrad nicht abgewischt worden ist.
Was aber in umgekehrter Weise auch bedeutet, dass eben dennoch jemand, der Handschuhe getragen hat, das Auto hätte gefahren haben können. Es kann durch das was wir wissen nicht in Gänze ausgeschlossen werden.

Hier der Text aus dem Stern Artikel zum Lenkrad:
„Nur die Spurensuche am Lenkrad gab nichts her: Am porösen Leder ließen sich keine Fingerspuren sichern, die darauf gefundenen Partikel waren vermischt und konnten niemandem zugeordnet werden. "Aber so viel steht fest: Keiner hat das Lenkrad abgewischt"“




Bezüglich dem Navi im Auto steht in dem Artikel:

„Das Navi des Autos wurde ausgelesen. Birgit Ameis war nie von ihren üblichen Routen abgewichen.“

Hierbei denke ich kommt es tatsächlich darauf an das da geschriebene genau zu lesen und nichts hinein zu interpretieren.
Denn, es wird da lediglich davon berichtet, dass BA „nie von ihrer üblichen Route abgewichen“ sei. Da steht aber nichts darüber was die Polizei in Bezug auf die Bewegungen des PKW zum Zeitpunkt des 04.04.2015 ersehen konnte!
Ich denke das ist ein wichtiger Punkt.
Daraus resultiert vermutlich auch, dass der Zeuge der das Auto um 09:30 Uhr auf dem Parkplatz am Gemeindehaus gesehen haben will sehr eingehend vernommen wurde und man einfach weiß dass da was nicht ganz stimmen kann.
Wobei und das kann hier auch ein Punkt sein, dass der zeuge tatsächlich ein rotes baugleiches Fahrzeug, aber eben mit einem anderen Kennzeichen gesehen hat. Wir wissen aber nun nicht, ob der Zeuge lediglich angab, dass er ein rotes baugleiches Auto dort gesehen hatte, oder er sich explizit auch auf das Kennzeichen bezogen hat. Es gibt Menschen die sich Kennzeichen einprägen und merken.

Denn wir können nicht mit der dafür erforderlichen Sicherheit ausschließen, dass BA ihren Wagen erst gegen 14:00 Uhr oder sogar erst danach dort abgestellt hat, beziehungsweise der Täter dies gemacht hat. Hierzu müssten wir die Daten des Bewegungsprofils des Navi haben, denn das sagt was wie war.

Ähnliches dürfte für das Handy gelten, denn es kann nicht anders sein, als das man aus dem Bewegungsprofil des Handy und dem des Navi im Auto gesehen hat, dass da Differenzen sind.

Und noch etwas zum Flugmodus.
Es ist durchaus möglich, dass der Täter den Flugmodus einerseits aus dem Grund aktiviert hat, damit der Akku nicht leer wird und so das Bewegungsprofil des Handy in jedem Fall ausgewertet werden kann. Hier kann es durchaus sein, dass der Täter hergegangen ist und das Handy so auf dem Flughafengelände bewegt hat, dass es im Nachhinein vorgaukeln soll, dass BA sich von da nach dort bewegt, beziehungsweise bis so und so viel Uhr im Appartement gewesen sei.

Sollte es nämlich so sein, dass das Handy bis 14:00 Uhr, also bis zur Aktivierung des Flugmodus im Appartement gewesen sein, das Bewegungsprofil des Navi im Auto aber ausweist, dass das Auto vorher schon zum Parkplatz am Gemeindehaus gefahren worden ist, dann wäre das ein Beleg dafür, dass dies eine dritte Person zur Legung einer Trugspur gemacht hat.

Dieses Wissen fehlt uns leider, und so müssen wir abwarten, ob man durch die Untersuchung der Knochen und der Spuren an den persönlichen Gegenständen etwas auffindet, dass zum Täter führt.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Agatha Christie »

Gast23 hat geschrieben: Daraus resultiert vermutlich auch, dass der Zeuge der das Auto um 09:30 Uhr auf dem Parkplatz am Gemeindehaus gesehen haben will sehr eingehend vernommen wurde und man einfach weiß dass da was nicht ganz stimmen kann.
Wobei und das kann hier auch ein Punkt sein, dass der zeuge tatsächlich ein rotes baugleiches Fahrzeug, aber eben mit einem anderen Kennzeichen gesehen hat. Wir wissen aber nun nicht, ob der Zeuge lediglich angab, dass er ein rotes baugleiches Auto dort gesehen hatte, oder er sich explizit auch auf das Kennzeichen bezogen hat. Es gibt Menschen die sich Kennzeichen einprägen und merken.
Vielleicht hat der Zeuge ausgesagt, dass er sich deshalb explizit an ein rotes Fahrzeug in der letzten Parkbucht erinnert, weil es rückwärts eingeparkt war. Vielleicht musste er sogar daran vorbeilaufen und hat dabei auf der Rückbank die beschriebenen Gegenstände eigen gesehen. Über solch ungewöhnliche Datails wundert man sich und behält sie im Gedächtnis.

Es sei denn, das Fahrzeug hätte an mehreren Tagen dort rückwärts eingeparkt gestanden. Dann könnte der Zeuge im Datum irren.

Wieso lag auf der Rückbank im Fahrzeug eigentlich ein Abschleppseil? Bei meinem Auto liegt ein Abschleppseil zusammengerollt im Kofferraum? Es nimmt dort nicht viel Platz weg, sodass es sich ständig dort befindet, wenn es nicht benötigt wird, was übrigens noch nie vorkam. Vielleicht hat BA in den Tagen zuvor geholfen, ein Fahrzeug abzuschleppen oder aus einem Straßengraben zu ziehen?
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag:]

Eher wahrscheinlich ist wohl, dass sie das Seil ausgeliehen haben könnte, denn an ihrem Fahrzeug wurden keine Spuren entdeckt, die darauf hindeuten, dass sie abgeschleppt hat oder abgeschleppt wurde.
Beharrlichkeit führt auch zum Ziel!
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Jolu65 »

Die Details "Flugmodus" und "Abschleppseil" bleiben klärungsbedürftig.
Es ist jedoch so, dass wahrscheinlich Frau Ameis selbst das Abschleppseil so drapiert hat und auch sie selbst den Flugmodus aktiviert hat.
Nun spräche das eher für einen Selbstmord, als für einen Mord, weil weder am Handy noch am Seil andere als ihre Spuren gefunden wurden.
Andererseits ist der Fundort der Leiche eigentlich kein guter Platz für einen Suizid und es ist doch völlig unklar, wieso jemand in suizidaler Absicht noch mehrere Kilometer läuft und eine Klappbox mitschleppt, um sich wie auch immer umzubringen. Natürlich entgeht man dann einer Entdeckung, weil das Auto ja an einer ganz anderen Stelle steht, aber dennoch wäre es nachvollziehbarer gewesen, wenn sie mit dem Auto in den Wald fährt.
Die Frage bliebe dann auch auf welche Weise sich BA an diesem Ort hat umbringen können bzw welche Selbsttötungsart an einem solchen Ort eher in Frage kommt. Um sich beispielsweise die Pulsadern aufzuschneiden sucht man gemeinhin eher nicht eine Waldlichtung auf. Auch eine Selbstvergiftung mit Tabletten ist eher "indoor" anzusiedeln. Beim Erhängen wäre das natürlich etwas anderes.....
Man kann hierzu recht wenig sagen. Ich tendiere jedoch inzwischen eher zu einem Suizid, ohne dass ich das aufgrund der Faktenlage begründen kann.

Und noch etwas zu den hier immer zitierten Angehörigen:
Darauf kann man ja tatsächlich überhaupt nichts geben. Das ist ja immer so, dass jemand sich dies oder das gar nicht vorstellen kann. Solche Aussagen sind wirklich nicht verwertbar und sie sind nur journalistisches Beiwerk, um der Veröffentlichung etwas vom Sensationscharakter zu nehmen.
z3001x
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Aggie hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 00:03:38Welches Handy hatte BA?
Es wurde gesagt, dass auf dem Handy "Suchanfragen und Browserverlauf" untersucht wurden, außerdem dass es SMS, Telefonieren und Fotos machen und speichern kann und einen Flugmodus kennt.

Also wohl irgendeine Art von Smartphone. Theoretisch auch ein MDA oder PDA. Aber eher theoretisch, hatte ja auch damals quasi niemand mehr sowas.
talida, die Stern-Ausgabe 41/2016 zitierend, hat geschrieben: Samstag, 15. Oktober 2016, 14:14:02 In ihrem Handy fanden die Ermittler weder verdächtige SMS noch Fotos von Unbekannten, nicht einmal Anrufe mit unterdrückter Rufnummer. Alle Nummern konnten Verwandten und Bekannten zugeordnet werden. Es gab keine gelöschten Kontakte, auch Suchanfragen und Browserverlauf waren nicht gelöscht worden. Die letzte SMS ging am 31. März an ihre Tochter, die beiden wollten mit Tamaras Hund spazieren gehen. Zuletzt telefoniert hatte Birgit Ameis ebenfalls mit ihrer Tochter, das war zwei Tage vor ihrem Verschwinden.

Die gespeicherten Fotos zeigten nur Natur: Blumen, den Limes-Wanderweg, den Laacher See in der Vulkaneifel. Im März war Birgit Ameis dort gewandert. Kripobeamte fuhren die Strecke mit dem Mountainbike ab, sie versuchten herauszufinden, ob sie in einem Gasthaus oder beim Wandern eine Zufallsbekanntschaft gemacht hatte.

Handy im Flugmodus

"Das einzig Auffällige an ihrem Handy war, dass es im Flugmodus war, als wir es fanden", sagt Bernd Kreuter. Die letzte Einbuchung fand am Flughafen statt, laut Mobilfunkbetreiber hat das Handy am Tag ihres Verschwindens ab dem frühen Nachmittag keinen Kontakt mehr zur Funkzelle am Flughafen gehabt, die Lautzenhausen mit abdeckt, diese Funkzelle zuvor aber nicht verlassen. Wenn es stimmt, dass der Wagen bereits morgens auf dem Parkplatz stand, kann das nur zweierlei bedeuten: Birgit Ameis ist noch einmal zurückgekehrt, um das Telefon in den Flugmodus zu schalten - oder es war ihr Mörder.
Wäre auch mal eine Idee rauszufinden, ob die Funkzelle Lautzenhausen auch den Fundort abdeckt. Wäre dann eine relativ grosse Funkzelle. Ich würde vermuten, die meisten Leute nehmen Handy fast immer mit.
Falls die Funkzelle Lautzenhauisen nicht den Fundort abdeckt, und es außerdem einen Täter gibt, und der einen PKW hat und falls BA lebend in dessen Auto gestiegen ist oder gedrängt wurde, würde sie dann jedenfalls kein Handy dabei gehabt haben.
Das würde auf ein Überrumpeln beim Einladen an dem G669-Parkplatz hindeuten, oder dass sie mal kurz ohne Jacke oder Handy/Geldbeutel/Schlüssel bei ihm auf den Beifahrersitz rübergeschlüpft ist, von ihrem PKW in seinen, auf dem Gemeideparkplatz.
Hätte sie sich auf etwas eingelassen, wo sie wusste, dass man weiter wegfährt, hätte sie vermutlich das Handy eingesteckt und eben dann auch andere Funkzellen betreten während der Fahrt.
Aber nat müsste an erst den tatsächlichen Funkzellen-Zuschnitt dort kennen.
An einem Flughafen könnte man prinzipiell eher eine kleinere Zelle annehmen, auf dem Land dagegen große.
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

NiJo hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 04:18:22 Also nach allem, was ich über diesem Fall jetzt weiss, gehe ich persönlich von einem Unfall oder einem Suizid aus.
...
Ich persönlich gehe nicht von einem Täter/in oder ähnlichem aus
Eigentlich stimmt es schon, dass ein Suizid nicht durch gegenteilige Einschätzungen von Angehörigen und Bekannten, Freunden ausgeschlossen werden kann und dass wenn er echt beabsichtigt ist - kein Hilferuf - vorher alles normal wirken kann und die Person nicht einmal traurig oder aufgeühlt wirken muss.

Ich find komisch, was einen mgl Suizid angeht, dass sie (mutmasslich) keine Jacke dabei hatte. Sie wäre dann ja noch ~3km - also eine halbe Stunde mindestens bei 0°C nur mit einem Pulli durch die Gegend marschiert.
Außerdem würde ich annehmen, dass das Auto näher am Auffindeort geparkt worden wäre. Aber sind nur Annahmen. Sie wäre da ja noch eine Weile über Feldwege bzw durch den Ort Scheid marschiert. Wieso? Natürlich steckt man nicht im Gehirn einer anderen Person.
Außerdem müsste man ggf rausfinden könne wie ein Suizid verübt worden wäre. ZB mit einem Messer oder mit Tabletten. Und ggf Spuren davon finden (Das Messer selbst oder die Verpackung der Tabletten).

Eine Unfall halt ich für sehr unwahrscheinlich. Wäre sie da gewandert oder gejoggt (aber es wurde nicht gesagt, dass sie gerne joggt, nur dass sie gerne wandert und walkt) könnte man annehmen, dass sie ihr Handy und ihre Jacke dabei hat. Also Handy wg Notfällen die immer eintreten können.
Außerdem hätte sie die Walkingstöcke zumindest dabei haben können. Hatte sie aber nicht. In der Summe find ich einen Unfall - außerdem warum stirbt sie dann in so einem dichten Wäldchen? - unwahrscheinlich.

Suizid kann objektiv gesehen sein. Kommt u.a. auf die "Vergrabe-Situation" an, um es ein- oder rauszuschliessen. Und natürlich alle Untersuchungsergebnisse zur Todesursache und alle weiteren Befunde und Funde an den Überresten und auch am Tatort.
Columbo 2

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Columbo 2 »

Hinweis zum Thema Jacke

Nur weil eine Jacke auf der Rückbank liegt heisst das nicht dass sie keine angehabt haben muss.
Allein schon auf den Polizei und Google Fotos hat sie zwei Outdoorjacken (blau und lila).

Desweiteren würde ich auch auf u.a. größere Wandertouren tippen aufgrund des großen Outdoorrucksacks.
Die Wanderstöcke hat sie auf den Fotos einmal dabei, ein anderes mal nicht.
Columbo 2

Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Zum Thema Suizid

Nach meinem Verständnis hat sie sich das Appartment in Geb 669 geteilt mit dem Bruder. Während der Schicht hätte der Bruder aufgrund der Nähe zufällig auftauchen können. Das wäre ihr dann zu heikel gewesen.

Das auffällige Auto hat sie vllt bewusst in urbaner Umgebung geparkt und ist dann in Richtung Wald.
z3001x
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

@Columbo 2
Ja eigentlich stimmt es. Eine andere Jacke ist genau so möglich, wie dass sie die Stöcke auf der geraden Strecke nicht mitgenommen hatte. Bleibt was einen Unfall angeht noch der Einwand, dass das schon speziell wäre, nach der Nachtschicht bei dem Mistwetter und dem bevorstehenden Osterwochenende (wo's bestimmt noch was vorzubereiten gab) - eine Wanderung in so einem 0815-Wald zu absolvieren. So rein logistisch bringt man sich da in Zeitdruck und so der Knaller vom Naturgenuss her wird's nicht sein. Aber auch sowas ist nat komplett individuell.

Ein völlig unbemerkter Unfall (mit einem Auto) ist aber auch ohne all dieses am helllichten Tag bei einer nicht gehbehinderten, geistig fitten Person, an einer sicher nicht viel befahrenen Landstrasse nicht so extrem wahrscheinlich.
Gast23
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Gast23 »

Agatha Christie hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 12:58:03 Nachtrag zu meinem vorigen Beitrag:]

Eher wahrscheinlich ist wohl, dass sie das Seil ausgeliehen haben könnte, denn an ihrem Fahrzeug wurden keine Spuren entdeckt, die darauf hindeuten, dass sie abgeschleppt hat oder abgeschleppt wurde.
Wozu hätte sie sich dann so ein Anschleppseil und vor allem wo ausleihen sollen?
Zumal sich dann ja irgend ein zeuge gemeldet hätte, der angegeben hätte, dass BA es sich bei diesem ausgeliehen hatte...
Was ja nicht der Fall war.
Undercover
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Undercover »

Columbo 2 hat geschrieben: Samstag, 14. November 2020, 14:25:47 Desweiteren würde ich auch auf u.a. größere Wandertouren tippen aufgrund des großen Outdoorrucksacks.
Die Wanderstöcke hat sie auf den Fotos einmal dabei, ein anderes mal nicht.
Jacke hin oder her -die Gegend um den Flughafen sieht für mich überhaupt nach einer möglichen Wanderroute aus -erst recht nicht für Profis oder Freaks. Da hat man keine richtigen Waldwege, man müßte nur auf einsame Landstraßen rumlaufen und auch noch beim so einen Wetter. Wer tut sich sowas an, nach einer 12Std-Schicht? Ein Handy würde auch jeder nehmen -für alle Fälle. Aber nach den letzten Erkenntnissen sieht für mich die Situation so gar nicht nach Wandern aus..
Widasedumi
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Re: VERMISSTENFALL BIRGIT AMEIS (54 J.), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Für das Abschleppseil auf dem Rücksitz hatte @AngRa die beste und einleuchtendste Erklärungshypothese.
Der Täter fuhr den Pkw auf den Parkplatz und schaute, dass Geld, Handy und Papiere im Kofferraum nicht gesehen werden können, um keine Begehrlichkeiten zu wecken.
Stattdessen platziert er auffällig das Abscheppseil auf dem Rücksitz, damit hereinschauende Leute denken sollen, dass das Auto wegen
einer Panne / Notlage da steht. Denn es herrscht dort Parkverbot, wo das Auto stand. Lautzenhausen will keine Schwarzparkermöglichkeit
sein und dem Flughafen damit schaden.
Das Seil auf dem Rücksitz war mit Absicht hingelegt, um bei den Leuten den Gedanken auszulösen, dass das Auto nur wegen eines Problems
im Parkverbot steht.

Übrigens wäre Birgit Ameis nie ins Parkverbot beim Gemeindehaus gefahren. Sie war immer korrekt, hielt die Regeln ein, fiel nie auf, stieß nirgends an, und plante für ihre Fahrt vom Hahn nach Lohmar oder umgekehrt 2,5 Stunden für 170 km. Also auf 68 km rund 1 Stunde. Da kann man sagen, dass sie auf Vorsicht und Sicherheit baute. Im Parkverbot zu parken und dann wandern zu gehen, das passte überhaupt nicht zum Charakter von Birgit Ameis. Auch deshalb kann NUR DER TÄTER das Auto auf den Gemeindeparkplatz gestellt haben.
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