MORDFALL BIRGIT AMEIS -- Diskussion

ÖFFENTLICHE DISKUSSION
Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Alles gut. Du siehst das aus Deiner Sicht und hast Erklärungen dafür. Ich sehe es anders.
SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Ich betone es gerne nochmal ohne eine Wertung gegen eine Person im familären Bereich. In den Foren u.a auch hier wird gerne darüber diskutiert ob der Anwohner (Brötchenzeuge) sich nicht irrte. "Zeugen können sich immer irren"..Genausogut kann sich die Angestellte im Terminalbereich geirrt haben. "Sie will BA gesehen"...Das muss aber nicht sein...Ich bleibe dabei, wenn diese Aussage schon zweifelhaft ist , dann bleibt nicht viel. Dort ist Sicherheitspersonal, Polizeibeamte, Angestellte..niemand ist als weiterer Zeuge bekannt. Selbst im Towerbereich wurde BA nicht wahrgenommen. Denn wenn die Zeugin sich irrt, wüssten wir und die Polizei noch nicht einmal ob BA durch das Terminal ging. Der direkte Weg ist eigentlich über den Parkplatz an der Schranke vorbei und über die Strasse in das Apartmenthaus. Schaut Euch das bitte auf Google Maps an. Der Weg in das Terminal ist zwar im Trockenen , aber der Ausgang bedeutet ebenfalls einen Weg über einen Parkplatz und über die Strasse. Dieser Weg ab Terminalausgang ist genauso weit wie direkt vom Tower über die Strasse. Sie hat auch nichts gekauft im Terminal. Warum der "angebliche" Weg durch das Terminal ? DIe Polizei befragte damals die Angestellten und Fluggäste. Ergebnis : Null. Die Krönung ist dann: Die Flughafenpolizei hat selbst in dieser Woche sich nicht die Aufzeichnungen angeschaut. Ein Überschreiben der Daten nach einer Woche ist für mich ein Skandal. Das ist ein Sicherheitsbereich, es kann immer Gründe geben sich gewisse Aufzeichnungen in einem späteren Zeitraum anzuschauen. Scheinbar ist es auch möglich ab Towerausgang ganz gewöhnlich in das Terminal zu gelangen. Ansonsten gäbe zusätzlich weitere Keylockcard Informationen die die Aussage der Angestellten stützen. Ebenfalls vermisse ich in dem Sternbericht den Hinweis, ob es Lockdaten von BA nach den 45 Minuten Gespräch gab. Die Polizei müsste eigentlich definitiv wissen, ob sich die Karte am Leser noch registrierte. Wie kommt als Angestellter vom Tower in das Terminal ?
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Sternschnuppe hat geschrieben: Freitag, 07. Mai 2021, 12:18:09 Alles gut. Du siehst das aus Deiner Sicht und hast Erklärungen dafür. Ich sehe es anders.
Ich schließe aus deiner Sicht, dass du noch am Überlegen bist, wer der Täter gewesen sein könnte.
Das ist aber keine neugierige Frage an dich. Es ist halt so, dass man irgendwo irgend etwas finden will, das einem auf eine Spur bringt,
die vielleicht noch nicht so arg ausgetreten ist.
Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Darf ich ehrlich sein?

Für mich gibt es zwei Varianten, wobei eine für mich schon sehr lange existiert und von der ich auch seit langem, trotz vielen Grübelns, nicht abweiche. Aber die muss ja nicht stimmen.

Daher überlege ich nicht, wer der Täter sein könnte denn der steht für mich fest. Nein, ich versuche noch eine andere Möglichkeit "durchzuspielen", die für mich einigermaßen plausibel erscheint. Die könnte möglich sein, scheitert aber in meiner Vorstellung an zwei Punkten.
Widasedumi
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Widasedumi »

Sternschnuppe

Ehrlich sein durch die Blume - oder besser noch durch einen ganzen Blumenvorhang ist reizvoll.
Ich glaube, dass deine erste Variante auch meine Variante ist. Mehr dazu nicht.
Die Stille fällt auf, kann auch nicht anders sein.
Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Na dann ;). Ich würde es auch gern aussprechen aber ich glaube, dann wird gelöscht. Bin auch noch in dem anderen Krimiforum und da ist das gang und gäbe. Wenn es hier aber kein Problem ist, rede ich gern, wie ich denke.
Rebus
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Sternschnuppe hat geschrieben: Freitag, 07. Mai 2021, 10:54:54
Vielleicht denke ich zu kompliziert aber irgendwas gibt mir zu denken bei dem gesamten geschilderten Ablauf.
Ich glaube, du denkst nicht zu kompliziert, wir dürfen nur nicht den Fehler machen, dass wir versuchen, uns zu überlegen, worum es in diesem Gespräch zwischen Bruder und Schwester gegangen ist, und ob da ein Zeitfehler wäre, weil wir nicht einmal wissen, ob es das Gespräch überhaupt gegeben hat. Das ist also schon ein Schritt zu weit.

Wir hier im Forum sind Personen, die nichts überprüfen und nichts hinterfragen können, sondern uns nur auf die Fakten stützen müssen, die wir kennen. Wohlgemerkt: Die Fakten. Alle Aussagen von Menschen, die im weitesten Sinne am Geschehen beteiligt waren, müssen für uns – ebenso wie für die ermittelnde Polizei – nur als eine Option unter anderen gewertet werden, solange sie nicht durch Zeugenaussagen gestützt werden. Sie sind keine Fakten. Das gilt auch für Alibis. Jede andere Version bleibt möglich.

Ich habe ja nicht umsonst schon in einem ganz frühen Beitrag gesagt, dass m.E., der Täter „am Hahn“ arbeitete (mündliche Kommunikation), nicht in L’hausen wohnte und möglichherweise mittlerweile auch nicht mehr dort tätig ist, weil er dem psychischen Druck nicht gewachsen war. Und ich hatte gefragt: Haben die Tower-Mitarbeiter eine Mittagspause (dieses bezog sich auf die Möglichkeit, so gegen 14 Uhr etwas außerhalb des Turms zu unternehmen). Auslöser war die Darstellung im STERN-Artikel, nach der die Polizei auch den Tower, sogar mit Spürhunden, auf Tatspuren, Blut etc. untersuch habe. D.h., auch die Polizei hat es für nicht unmöglich gehalten, dass B.A. den Tower gar nicht lebend verlassen hat, ihr Auto vom Täter nach L’hausen verbracht wurde, und es war nicht möglich festzustellen, von wann bis wann sie im Tower war, bzw. wann sie abgelöst worden war, oder wann den Tower verlassen hat. Die Polizei musste völlig offen ermitteln und kein Tower-Mitarbeiter hatte eine „Whitecard“, alle wurden befragt und überprüft. Ergebnis: „Am Ende sprach nichts dafür, dass einer von dort etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat“.

Es sprach nichts dafür, dass ein Tower-Mitarbeiter beteiligt war. Heißt: Da war nichts Verdächtiges, es spricht aber auch nichts dagegen, niemand ist grundsätzlich aus dem Schneider, sofern nicht neue Beweise und Spuren auftauchen.

Um einschätzen zu können, welche Versionen ihres Aufenthaltes und Verlassens möglich sind, und welche Möglichkeiten ein Täter im Tower gehabt haben könnte, müssten wir aber etwas über den Arbeitsablauf im Tower, die personelle Besetzung in der Nachtschicht und die Kontrolltechniken wissen, die belegen würden, von wann bis wann und mit wem sich nachweislich ein Tower-Mitarbeiter im Gebäude befunden hat, welche Zeitfenster gegeben waren, etwas Unbeobachtetes dort zu tun, ob man überprüfen kann, ob Wettermeldungen persönlich von ihr oder nur von ihrem Arbeitsplatz aus nach Offenbach übermittelt wurden usw. Das wissen wir nicht.

Alle Mitarbeiter, die den Tower betraten, wurden per Card und Chip registriert, aber auch beim Verlassen?
Es scheint so, als könne man nicht feststellen, wann und ggf. ob B.A. den Tower zwischenzeitlich verlassen hat, wann sie abgelöst wurde und wann bzw. ob dieses Gespräch zwischen (ich übertreibe hier einmal) Mitternacht und 7:00 stattgefunden hat. Vielleicht ab 7:15, vielleicht gar nicht. Wieso steht z.B. nicht in den polizeilichen Verlautbarungen klipp und klar, wann der Bruder seine Schwester abgelöst hat (wenn es doch einen Chip gibt, auf dem das registriert ist), sondern nur die Aussage, er habe sie … Nach eigener Aussage also. Da scheint ja womöglich auch das Chipsystem diese Zeiten nicht präzise zu dokumentieren. Hier wird nicht zu Unrecht gefragt, was da beim DWD (12-Stunden-Schicht) und im Tower eigentlich für eine Arbeitsorganisation geherrscht hat in diesem "Hochsicherheitstrakt".

Nehmen wir also mal an, ein Tower-Mitarbeiter mit Chipkarte hat sein Auto beim Tower stehen, weil er bei diesem Schiet-Wetter nicht zu Fuß dort antreten will, oder er fährt ganz überlegt mit dem Auto dorthin. Hätte ein Täter dann eine Chance, unbeobachtet im oder am Tower eine Straftat zu begehen (es könnte ja auch noch sehr früh gewesen sein und außer den Fluglotsen ganz oben, die ihren Arbeitsplatz nicht verlassen dürfen, niemand außer dem DWD im „Hause“) und das Opfer in ein Auto deponieren können? Könnte er dann in der Mittagspause (wenn es die gibt) zu 669 gefahren sein, B.A.s Sachen schnell in ihr Auto geworfen haben und das Auto nach L’hausen gefahren haben? Handy aus, Ende der Aktion, zurück in den Tower?

Und abends in der Dunkelheit entsorgt er arbeitsplatznach dann mit seinem Auto die Leiche? Schon sehr kompliziert, vielleicht geht das auch viel einfacher, aber was hat sich die Polizei beim Durchsuchen des Towers anderes vorstellen können? Die denken sich ja schließlich auch etwas, wenn sie den Tower durchsuchen.
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

BAs Arbeitsplatz befand sich in einem Hochsicherheitstrakt eines Flughafen und es stellt sich schon die spannende Frage, warum die zuständigen Sicherheitsdienste des Flughafens und auch die Polizei nach ihrem spurlosen Verschwinden nicht sofort eine Gefahr für die Sicherheit des Flughafens gewittert haben. Sie hätte ja auch in die Hände von Kriminellen mit terroristischem Hintergrund geraten sein können, die sie abgefangen haben, ihr die Zugangskarten abgenommen und sie anschließend getötet haben. Mit ihren Karten hätten sich Unbefugte immerhin Zutritt in diesen Hochsicherheitsbereich verschaffen und möglicherweise einen terroristischen Anschlag verüben können.

Schon aus diesem Grunde wäre es unbedingt geboten gewesen die Videoaufzeichnungen vom Tage ihres Verschwindens an sicherzustellen. Auch die Polizei hätte eine solche Gefahr sehen müssen und in ihrem speziellen Fall sofort Alarm schlagen müssen. Ich kann mir die laxe Vorgehensweise in diesem speziellen Vermisstenfall nur so erklären, dass anfangs hinter dem Verschwinden von BA keine Straftat vermutet worden ist, weil Personen aus dem engsten Umfeld von BA , die möglicherweise auch für den DWD gearbeitet haben und im Bereich des Flughafens einen gewissen Einfluss hatten, die privaten Sicherheitsdienste und die Polizei beschwichtigt haben. Vielleicht hat jemand mit einer gewissen Sicherheit seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass BA nach einer kurzen Auszeit wieder auftauchen wird und das nicht gleich die Pferde scheu gemacht werden sollten. Anders kann ich mir diese Handlungsweise nicht erklären. Ist natürlich alles nur Spekulation.
SherlockHolmes
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von SherlockHolmes »

Im Stern Artikel wird praezise de Uhrzeit der Email genannt. Die restlichen Uhrzeiten sind vage beschrieben. Warum eigentlich? Es ist eine berechtigte Frage, ob alles zeittechnisch protokolliert wird. Eigentlich sollte feststehen, wann BA den Tower verlassen hat.
lindenstein
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von lindenstein »

SherlockHolmes hat geschrieben: Freitag, 07. Mai 2021, 21:31:44 Im Stern Artikel wird praezise de Uhrzeit der Email genannt. Die restlichen Uhrzeiten sind vage beschrieben. Warum eigentlich?
Sehr gut!

darum macht es mir Spaß hier eins meiner Hobbys zu haben, wegen solcher Posts.
Alle meine Beiträge spiegeln meine Meinung und ich kann auch völlig daneben liegen.
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Die Polizei hält es lt. Stern Bericht nicht für ausgeschlossen, dass der Tower der Tatort war. Wenn man den Gedanken weiter verfolgt, dann muss sie es als Möglichkeit annehmen, dass ein Täter sich mit BAs Chip ausgeloggt hat und dass sie den Tower nicht mehr lebend verlassen hat. Daher nimmt sie diese "Ausloggdaten" wohl nicht als gegeben an sondern versieht sie mit einem Fragezeichen, so dass die Daten vage bleiben. Der Bruder und evtl. auch andere mit Zugang zum Tower müssen demnach unter Verdacht geraten sein ohne dass sich der Verdacht erhärten ließ.

Die Mail mit den Ostergrüßen an die Freundin wäre dann das letzte halbwegs objektive Lebenszeichen von BA gewesen. Ich gehe davon aus, dass es für das Gespräch mit dem Bruder, was Dauer und Inhalt anbelangt, keine Zeugen gibt, so dass eben nur seine Aussage vorhanden ist, die man glauben kann oder auch nicht. BAs Ausloggdaten aus dem Tower dürften aber zeitlich mit dem vom Bruder erwähnten 45 Minuten-Gespräch zusammen passen. Interessant ist, dass die Polizei offenbar Zweifel daran hat, dass sie den Tower noch lebend verlassen hat. Diese Zweifel müssen dann wohl aus irgendwelchen Umständen gespeist werden. Das könnte vor allem damit zusammenhängen, dass die Polizei den Tower mit Hunden abgesucht hat und dass die Hunde an verschiedenen Stellen anschlugen.
Zuvor war der Tower von den Leuten des K11 bis in den letzten Hohlraum durchsucht worden. Polizisten waren mit Personensuch- und Fährtenhunden auf jeder Etage. Es gab Stellen, an denen die Tiere anzeigten, doch die Spurensicherung brachte keine Erkenntnisse: kein Hinweis auf einen Kampf, kein Blut, kein Knopf, kein abgebrochener Fingernagel, keine Schleifspuren.
https://www.stern.de/panorama/stern-cri ... 92658.html
z3001x
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Was die Fragen und Aspekte, die in den letzten Beiträgen angeschnitten wurden, angeht, wollte ich anfügen, dass das meiste zu dem Tag des Verschwindens von BA und zu dem Fall überhaupt ja weiterhin aus dem Sternartikel von Oktober 2016 stammt, und auch wenn da kein Zeuge genannt wird, der bestätigt, dass Bruder und sie selbst sich bei der Schichtübergabe knapp 45 min unterhielten (also übersetzt: ~40min), so wurde immerhin gesagt, dass von Freitagabend bis Samstagabend knapp 100 Personen im Tower arbeiteten und dass die alle von der Polizei befragt wurden, ob sie BA gesehen haben und was ihnen so auffiel und ob sie sie näher kannten.
Außerdem steht in dem Artikel, dass sie die EB die Zugangsprotokolle des Towers analysiert haben. Und dass der DWD ein Büro im 3.OG angemietet hatte (was suggeriert dass es weitere gibt, von anderen Firmen besetzt).
Das legt wenigstens nahe, dass von den knapp 100 eine Handvoll zeitgleich und örtlich nahe mit ihr gearbeitet haben, und auch dass sie während ihrer Schicht wahrgenommen wurde. Der Sternbereicht ist ja keine Abschrift der Ermittlungsakten. Von den knapp 100 Befragten wurde nur die Aussage eines einzelnen, ihres Bruders, wiedergeben, in Kurzform.

Was die Frage angeht, ob 40min Smalltalk am Schichtende, während dabei mindestens 1x Meldung an die DWD-Zentrale gemacht werden musste, realistisch sind, würde ich sagen, ja das kann gut hinkommen. Der Bruder, hiess es, kam etwas vor 7 Uhr. Nehmen wir an er kamgegen 6:50, dann dürfte es so gewesen sein, dass Fr Ameis ihre Meldung in den ersten 10min des Smalltalks abgesendet hat (das dürfte ziemlich sicher nur eine Datenmeldung in einer internen "App" sein wo man auf "Senden" drückt und niemand es aktiv, etwa durch Telefon, empfangen muss). Ggn 7:00 dürften sie die Sessel getauscht, kurz vor 7:30 musste dann der Bruder seine Meldung machen. Das war schätzungsweise der Zeitpunkt als sich Fr Ameis verabschiedet hat.

Da schon erwähnt wurde, dass man im Netz nichts vom Bruder findet (seine Frau aber schon) wollt ich noch anfügen dass die Ehefrau (und also ziemlich sicher auch der Bruder) im selben Ort wohnt wie BA's Eltern, etwa in der Mitte zwischen Lautzenhausen und Lohmar, in einem kleinen Ort in der Eifel. Da gibt es übrigens auch eine Mini-Regionalflughafen.
Und wenn der Bruder aus dem Heimatort von BA kommt, kann an sich speziell vor Ostern durchaus vorstellen, dass er Gesprächsstoff mitbringt für 40min, weil ja auch neue Neuigkeiten von anderen Bekannten, die zu Ostern zur Familie zurückkehren zu erwarten sind. Also die im Alter von BAs Kinder sind und wie diese zu Ostern einen Abstecher nach Hause machen.

Also dass es dieses Gespräch gegeben hat, in etwa der Länge, halt ich eher für naheliegend. Selbst dass das jemand beiläufig mitbekommen hat, wenn da soviele arbeiteten in dem Turm, ist schon wahrscheinlich, wenn auch rein spekulativ.
z3001x
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Zum Tower und was da beim Rein/Rausgehen protokolliert wird, wollte ich anmerken, dass auch wenn der Stern ihn als "Hochsicherheitstrakt" bezeichnet, man nur im Eingangsbereich eine Apparatur zum Einstecken einer Chipkarte beim Reingehen erkennt, und so eine altmodische metallene Drehtür, wie ich es auch dem Freibad von früher kenne. Wenn man es sich vor Ort mal "in echt" ansieht.
Auf der Gegenseite, innen, sieht man aber nichts dergleichen. Es wirkt so als müsste man beim Rausgehen keine Chipkarte einstecken, sondern einfach durchgehen. Theoretisch könnte eine Ausgangskontrolle im Gebäude sein, die man von außen nicht sieht.
Vll dahger die Unsicherheit der Kripo ob der Tower nicht doch ggf der Tatort war (was ich persönlich nicht vermute...).
z3001x
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Ein Sache fiel mir beim Neulesen des Sternartikels noch auf.
Da steht
talida hat geschrieben: Samstag, 15. Oktober 2016, 14:14:02 Gepäck und Walkingstöcke im Kofferraum

Auf dem Rücksitz des Wagens fanden sich ein Atlas, Karten, eine Decke, Walkingstöcke, ein Handbesen. Auf den Walkingstöcken lag das Abschleppseil. Im Kofferraum: Wanderschuhe, drei Taschen und ein Trolley mit schmutziger und sauberer Kleidung. In einer Umhängetasche entdeckten die Ermittler Geldbörse, Personalausweis und Handy. Und die rot-weiß-blaue Mütze mit dem Pompon und einen Kalender mit einer Eule auf dem Deckblatt.
Liest sich das so, dass die Umhängetasche mit dem Handy usw eine der drei Taschen im Kofferraum gewesen ist?
Wenn das so zu verstehen ist, würde ich annehmen, dass nicht Fr Ameis den Wagen so gepackt hat.
Speziell das Portmonaie, aber auch das Handy, hat man besser griffbereit bei einer Fahrt.

Was das Handy und den ewig diskutierte "Flugmodus" angeht, so wollte ich noch sagen, dass es nicht sein muss, dass der Täter zurückgekommen ist und das Handy so ggn 14 Uhr oder frühen Nachmittag "off" gestellt hat. Auch Fr Ameis muss das nicht zu diesem Zeitpunkt gemacht haben.
Wenn in dem Betonklotz G669 schlechter Empfang ist, kann es auch sein, dass Fr Ameis selbst das Handy, vor dem Ausruhen in den Flugmodus gestellt hat - um beim Ausruhen nicht aufgeweckt zu werden.
Wenn das Handy in dem Moment kein Netz hat, registriert die Basisstation die versuchte Abmeldung, die normalerweise durchgeführt nicht, nicht. Dann würde das Handy erst mal als weiterhin im Netz geführt werden (in der letzten bekannten Funkzelle) und erst nach Stunden bei einem routinemässigen Scan "des Systems" als ausgeloggt verbucht werden. So ein triviale Erklärung wäre auch im Einklang mit den bekannten Eckdaten.

Zusammen mit der Merkwürdigkeit der Umhängetasche im Kofferraum (wenn das so zu verstehen war im Stern, was sprachlich nicht eindeutig ist) würde das für einen Tatort Appartement sprechen und dass das Auto vom Täter gepackt wurde und relativ früh zum Parkplatz Gemeindeplatz gefahren wurde, im Einklang mit dem Einwohner der den Wagen schon um 9:30/10 da gesehen haben will.
z3001x
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von z3001x »

Letzte Anmerkung mit der Milchflasche. Im Stern steht, sie wäre auf dem Beifahrersitz gefunden worden ,nicht im Fussraum. Ob voll oder leer wurde nicht gesagt.
AngRa
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

@z3001x

Du hast vermutlich recht mit Deiner Einschätzung, dass das Ausloggen nicht protokolliert worden ist und dass daher nicht objektiv belegt ist, wann BA den Tower verlassen hat.

Im Stern Bericht ist zu lesen:
DER TOWER Die bunte Bemalung täuscht: Der Tower gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Alle Mitarbeiter, die im inneren Bereich des Flughafens arbeiten, müssen durch die Sicherheitstür des Towers. Mit einem Chip loggen sie sich ein und werden registriert. Die Ermittler ließen sich die Zugangsprotokolle geben. Sie überprüften knapp 100 Männer und Frauen, die zwischen Freitagabend und Samstagnachmittag Dienst taten.
https://www.stern.de/panorama/stern-cri ... 92658.html

Es werden also nur die Zugangsprotokolle erwähnt, die die Polizei sich hat zwecks Analyse geben lassen. Ich schließe daraus, dass es keine "Ausgangsprotokolle" gab, die ja genauso interessant gewesen wären.

Es geht nichts über Recherchen vor Ort, wo man sich einen persönlichen Eindruck verschaffen kann. Die Sicherheitsvorkehrungen waren wohl nicht so streng, wie man es vermuten könnte.
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von AngRa »

Also ich lese es so, dass die Umhängetasche mit Handy , Portemonnaie und Personalausweis im Kofferraum gefunden worden ist, was dafür spräche, dass BA die Sachen nicht selber ins Auto gepackt hat. Die Umhängetasche wird nach der Aufzählung der Gegenstände des Kofferraums genannt. Sie lag meiner Meinung nach somit weder auf dem Beifahrersitz, wo die Milchflasche erwähnt wurde, noch auf dem Rücksitz, wo das Abschleppseil und die Walking-Stöcke erwähnt wurden. Vielleicht war die Auffindesituation der persönlichen Sachen auch ein Grund dafür, dass die Polizei sofort nach dem Fund des Fahrzeugs von einem Tötungsdelikt ausging.
Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

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Rebus hat geschrieben: Freitag, 07. Mai 2021, 18:04:57 Ich glaube, du denkst nicht zu kompliziert, wir dürfen nur nicht den Fehler machen, dass wir versuchen, uns zu überlegen, worum es in diesem Gespräch zwischen Bruder und Schwester gegangen ist, und ob da ein Zeitfehler wäre, weil wir nicht einmal wissen, ob es das Gespräch überhaupt gegeben hat. Das ist also schon ein Schritt zu weit.

Wir hier im Forum sind Personen, die nichts überprüfen und nichts hinterfragen können, sondern uns nur auf die Fakten stützen müssen, die wir kennen. Wohlgemerkt: Die Fakten. Alle Aussagen von Menschen, die im weitesten Sinne am Geschehen beteiligt waren, müssen für uns – ebenso wie für die ermittelnde Polizei – nur als eine Option unter anderen gewertet werden, solange sie nicht durch Zeugenaussagen gestützt werden. Sie sind keine Fakten. Das gilt auch für Alibis. Jede andere Version bleibt möglich.

Ich habe ja nicht umsonst schon in einem ganz frühen Beitrag gesagt, dass m.E., der Täter „am Hahn“ arbeitete (mündliche Kommunikation), nicht in L’hausen wohnte und möglichherweise mittlerweile auch nicht mehr dort tätig ist, weil er dem psychischen Druck nicht gewachsen war. Und ich hatte gefragt: Haben die Tower-Mitarbeiter eine Mittagspause (dieses bezog sich auf die Möglichkeit, so gegen 14 Uhr etwas außerhalb des Turms zu unternehmen). Auslöser war die Darstellung im STERN-Artikel, nach der die Polizei auch den Tower, sogar mit Spürhunden, auf Tatspuren, Blut etc. untersuch habe. D.h., auch die Polizei hat es für nicht unmöglich gehalten, dass B.A. den Tower gar nicht lebend verlassen hat, ihr Auto vom Täter nach L’hausen verbracht wurde, und es war nicht möglich festzustellen, von wann bis wann sie im Tower war, bzw. wann sie abgelöst worden war, oder wann den Tower verlassen hat. Die Polizei musste völlig offen ermitteln und kein Tower-Mitarbeiter hatte eine „Whitecard“, alle wurden befragt und überprüft. Ergebnis: „Am Ende sprach nichts dafür, dass einer von dort etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat“.

Es sprach nichts dafür, dass ein Tower-Mitarbeiter beteiligt war. Heißt: Da war nichts Verdächtiges, es spricht aber auch nichts dagegen, niemand ist grundsätzlich aus dem Schneider, sofern nicht neue Beweise und Spuren auftauchen.

Um einschätzen zu können, welche Versionen ihres Aufenthaltes und Verlassens möglich sind, und welche Möglichkeiten ein Täter im Tower gehabt haben könnte, müssten wir aber etwas über den Arbeitsablauf im Tower, die personelle Besetzung in der Nachtschicht und die Kontrolltechniken wissen, die belegen würden, von wann bis wann und mit wem sich nachweislich ein Tower-Mitarbeiter im Gebäude befunden hat, welche Zeitfenster gegeben waren, etwas Unbeobachtetes dort zu tun, ob man überprüfen kann, ob Wettermeldungen persönlich von ihr oder nur von ihrem Arbeitsplatz aus nach Offenbach übermittelt wurden usw. Das wissen wir nicht.

Alle Mitarbeiter, die den Tower betraten, wurden per Card und Chip registriert, aber auch beim Verlassen?
Es scheint so, als könne man nicht feststellen, wann und ggf. ob B.A. den Tower zwischenzeitlich verlassen hat, wann sie abgelöst wurde und wann bzw. ob dieses Gespräch zwischen (ich übertreibe hier einmal) Mitternacht und 7:00 stattgefunden hat. Vielleicht ab 7:15, vielleicht gar nicht. Wieso steht z.B. nicht in den polizeilichen Verlautbarungen klipp und klar, wann der Bruder seine Schwester abgelöst hat (wenn es doch einen Chip gibt, auf dem das registriert ist), sondern nur die Aussage, er habe sie … Nach eigener Aussage also. Da scheint ja womöglich auch das Chipsystem diese Zeiten nicht präzise zu dokumentieren. Hier wird nicht zu Unrecht gefragt, was da beim DWD (12-Stunden-Schicht) und im Tower eigentlich für eine Arbeitsorganisation geherrscht hat in diesem "Hochsicherheitstrakt".

Nehmen wir also mal an, ein Tower-Mitarbeiter mit Chipkarte hat sein Auto beim Tower stehen, weil er bei diesem Schiet-Wetter nicht zu Fuß dort antreten will, oder er fährt ganz überlegt mit dem Auto dorthin. Hätte ein Täter dann eine Chance, unbeobachtet im oder am Tower eine Straftat zu begehen (es könnte ja auch noch sehr früh gewesen sein und außer den Fluglotsen ganz oben, die ihren Arbeitsplatz nicht verlassen dürfen, niemand außer dem DWD im „Hause“) und das Opfer in ein Auto deponieren können? Könnte er dann in der Mittagspause (wenn es die gibt) zu 669 gefahren sein, B.A.s Sachen schnell in ihr Auto geworfen haben und das Auto nach L’hausen gefahren haben? Handy aus, Ende der Aktion, zurück in den Tower?

Und abends in der Dunkelheit entsorgt er arbeitsplatznach dann mit seinem Auto die Leiche? Schon sehr kompliziert, vielleicht geht das auch viel einfacher, aber was hat sich die Polizei beim Durchsuchen des Towers anderes vorstellen können? Die denken sich ja schließlich auch etwas, wenn sie den Tower durchsuchen.
Rebus, ganz genau das Gleiche denke ich auch. Ich denke sogar, dass BAs Auto schon vor ihrer Ermordung mit ihren Taschen beladen und auf den Gemeindehausparkplatz abgestellt wurde. Ihre Handtasche mit Handy, Jacke, Firmenausweis und Haustürschlüssel wurden erst später dort deponiert.

Eventuell klingelte am Nachmittag ( nach der Tat ) das Handy der BA, welches sich noch beim Täter befand. Vielleicht wollte die Familie nachfragen, wo sie denn bleibt. Da stellte der Täter das Telefon in den Flugmodus und packte es in die Handtasche.

Ich vermute, dass sich die Mitarbeiter am "Hahn" nur ein- und ausloggen beim Zutritt bzw. beim Verlassen des Turmes nach der Schicht. Das hat sicher weniger was mit "Hochsicherheitstrakt" als mit "Zugangs- und Zeiterfassungskontrolle" zu tun. Ist üblich und ich empfinde es als nichts Besonderes.

Wenn die Mitarbeiter des DWD ihre Messungen gemacht haben, mussten sie sich sicher nicht extra ausloggen. Sie waren ja offiziell für ihren Dienst angemeldet und durften sich auf dem Betriebsgelände befinden. Um mehr geht es beim An- und Abmelden ja in der Regel nicht. Daher konnte die Polizei, aus meiner Sicht jedenfalls, auch keine Abweichungen bei der elektronischen Zugangskontrolle auslesen.

Daher könnte ein Täter mit Birgits Schlüssel oder Chip Zutritt in den Turm bekommen und könnte ggflls. sogar als BA die Schicht bis zum Ende um 07:00 Uhr als "Birgit" beenden. Wer soll das mitkriegen? Die Lotsen sitzen in der Etage darüber. Es wird sicher keiner kontrollieren, wer da beim DWD gerade Nachtschicht arbeitet.
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Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Undercover »

Also zum einen verstehe ich nicht warum ihr euch so sehr mit einem Stern-Artikel von vor 5 Jahren beschäftigt -wo dieser doch den Wissensstand von damals wiedergibt und auch sonst eher vage als gründlich recharchiert ist. So fehlt mir z.B. Recherchen aus BAs Leben, das von dem Bruder, vom Ehemann, von der Tochter, Vermögensverhältnisse usw wo ich Interviews erwartet hätte oder sonstigen Belege. Nix. Das ist lediglich ein Artikel der wie eine Kolumne geschrieben ist und keinerlei Investigativanspruch hat.

Zum anderen verstehe ich nicht warum ihr das Thema "Tower" 1.000x durchkauen müßt? Die technischen und sicherheitsrelevanten Sachen sind dort leicht überprüfbar und da bleibt nicht viel Spielraum für Spekulationen. Es gibt halt Personen mit Zutrittsberechtigungen die sicherlich überprüft worden sind und aud der aneren Seite die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unbefugter Zutritt verschafft hat. Dieses Szenario wird man sicherlich auch durchgespielt haben -und wie man mit heutigem Wissensstand weiß, hat sich daraus offenbar keine Spur ergeben.


Sternschnuppe hat geschrieben: Samstag, 08. Mai 2021, 09:58:38 Eventuell klingelte am Nachmittag ( nach der Tat ) das Handy der BA, welches sich noch beim Täter befand. Vielleicht wollte die Familie nachfragen, wo sie denn bleibt. Da stellte der Täter das Telefon in den Flugmodus und packte es in die Handtasche.
Das ist aber leicht zu wiederlegen, denn a) hat die Familie definitv nicht angerufen und b) würde man jegliche Anrufversuche ebenfalls beim Mobilfunkanbieter herausfinden. Zum anderen ist ein angenommener Anruf aus der Familie als Verdacht sehr schwach, denn jeder aus der Familie würde auch gleich den Bruder anrufen um nach BA zu fragen. Das war offenbar auch nicht der Fall -denn sonst wäre der Bruder sehr, sehr verdächtig.
Sternschnuppe

Re: MORDFALL BIRGIT AMEIS (54 †), FLUGH. HAHN, APRIL 2015

Ungelesener Beitrag von Sternschnuppe »

Stimmt. Das hatte ich nicht bedacht. Stand total auf der Leitung. Das war ja alles nachprüfbar. Meinst Du, BA hat das Handy selbst in den Flugmodus gestellt? Irgendwie kann ich das nicht glauben.
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